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Testspiel
Freitag, 04.09.2015, 16:30 Uhr
Ort: Stadion am Bad, Markranstädt
RB Leipzig
FK Dukla Prag
Spielplan RB Leipzig

2. LIGA QUICKTABELLE

1
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12
2
SC Freiburg
12
3
1. FC Heidenheim
10
4
FC St. Pauli
10
5
RB Leipzig
8
6
1. FC Kaiserslautern
8
7
SV Sandhausen
7
8
Karlsruher SC
6
9
FSV Frankfurt
4
10
1. FC Union Berlin
4
11
Greuther Fürth
4
12
Eintr. Braunschweig
4
13
1. FC Nürnberg
4
14
Arminia Bielefeld
3
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1:1 – LEIPZIG STOLPERT GEGEN DIE EISERNEN

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Berlin - (28.08.2015) Trotz drückender Überlegenheit nehmen die Leipziger lediglich einen Punkt aus Berlin mit nach Hause. Union ging durch einen Kopfball von Brandy in Führung, RBL konnte jedoch erst kurz vor Ende den Ausgleich durch ein Eigentor Parensens erzwingen. Für einen Sieg fehlte es an Großchancen.

always change a losing team
Nach der Pleite gegen St. Pauli, dem Ausfall von Kaiser und Sebastian und der Extraschelte für Sabitzer, Forsberg und Jung wirbelte Rangnick das Team ordentlich durcheinander. Ilsanker blieb wie schon in der zweiten Halbzeit gegen St. Pauli in der Innenverteidigung. Klostermann ersetzte Jung, im Zentrum räumten erstmals Khedira und Demme ab und in der Spitze ersetzte überraschenderweise Poulsen den kritisierten Forsberg.

15 Minuten Schweigen und ein „Stadionmagazin“
Bereits vor Anpfiff sorgte das vereinseigene Magazin für den ersten Aufreger. Im traditionellen Zeitgeist wurde auf das RBL Logo gezielt verzichtet (Nachmacher?) und dafür von BSG Turbine Markranstädt gesprochen (ewig gestrig?), dann noch mit markigen Worten irgendwas mit Kastration und Co und fertig war ein tendenziöses Heftchen Marke „Schwarzer Kanal“. Auf den Rängen waren aufgrund des Schweigens der eisernen Anhängerschaft die Rollen klar verteilt. Die gut 1500 Rasenballer gaben den Ton an. Pünktlich nach 15 Minuten erwachten dann auch die Hauptstädter aus ihrem selbstgewählten Dornröschenschlaf. Bis dahin gab es durch Wood (spitzelte den Mal an Coltorti und dem Gehäuse vorbei) und Bruno (drüber) bereits die ersten Großchancen.

Union wacht auf
Auf den Rängen wie auf dem Rasen gab es ab Mitte der ersten Halbzeit nun einen offenen Schlagabtausch. Die Leipziger waren bis dahin zwar feldbestimmend, entfalteten jedoch keine große Torgefahr. Union sollte es besser machen, beflügelt von den eigenen Fans traf Brandy in der 24. Spielminute nach einem Freistoß freistehend per Kopf, ein klares Problem fehlender Zuordnung. Der erste Auswärtsrückstand für die Rangnickelf abseits des Osnabrückspiels.

In der Folge überließen die Gastgeber RBL das Feld und verlegten sich aufs Kontern, allerdings ließ die Rangnickelf kaum welche zu, verzettelte sich jedoch selbst gegen die tiefstehende Abwehr zu oft. Somit blieb es zur Halbzeit beim knappen Rückstand Leipzigs. Eine Führung, die für die Berliner eher schmeichelhaft war.

Forsberg kommt, Leipzig erhöht die Schlagzahl
Rangnick reagierte auf die fehlende offensive Durchschlagskraft und brachte Forsberg für den weiterhin auf Formsuche befindlichen Poulsen. Der Schwede sollte dann auch in der 55. Spielminute die erste dicke Chance haben, scheiterte jedoch freistehend am glänzend parierenden Haas. Die Messestädter schnürten die Berliner nun mehr und mehr in die eigene Hälfte, die Eisernen blieben über Konter gefährlich. Die größte Torgefahr erzeugten die Rasenballsportler jedoch aus ruhenden Bällen – setzte Bruno den Ball noch über das Tor (59.), so musste Haas sich bei Kalmárs Freistoß (71.) schon gewaltig strecken.

Endphase
Und wenn man es selbst nicht schaffen kann, dann muss man sein Glück eben erzwingen. Einen weiten Ball nahm Kalmár auf und brachte ihn scharf vors Tor, wo der eingewechselte Quaschner lauerte, letzten Endes sollte jedoch Parensen den Ball an Haas vorbei ins Netz befördern. Wieder einmal ein spätes Gegentor für Union, die in der Schlussphase kaum aus ihrer Hälfte kamen und wenn, dann nur zum foulen. Der bereits verwarnte Brandy senste gleich zwei Leipziger um, durfte jedoch trotzdem weiterspielen. Letztlich kam der Ausgleich jedoch zu spät, es blieb beim 1:1, das insgesamt sehr schmeichelhaft für Union war.

Fazit
Das erwartet schwere Spiel, trotz fast durchgängiger Feldüberlegenheit und Führung in quasi allen Statistiken der Rangnickelf, konnten die Leipziger nur einen Punkt aus Berlin entführen. Union weiter sieglos, die Messestädter waren jedoch ebenfalls nicht zufrieden. Für Rangnick dürfte das Fazit der Saisonstartphase eher stark durchwachsen ausfallen. Lediglich acht Punkte aus fünf Spielen – klar zu wenig, um im Aufstiegskampf eine ersthafte Rolle zu spielen und der schwächste Saisonstart Leipzigs seit Beginn der Aufzeichnungen 2009. In der Länderspielpause bleibt also viel zu tun, wenngleich aufgrund der Nationalspielerabstellungen auch nur eine Rumpfelf in Leipzig zurückbleibt. Besonders adressiert werden muss die offensive Durchschlagskraft, zu selten kommen die Rasenballsportler zu wirklich aussichtsreichen Torgelegenheiten.

Ticker der Pressekonferenz

Statistik zum Spiel:
1. FC Union Berlin: Haas – Trimmel, Leistner, Parensen, Schönheim – Zejnullahu – Skrzybski, Brandy, Kreilach (C), Thiel (19. Korte) – Wood (80. Fürstner)
RB Leipzig: Coltorti (C) – Teigl, Orban, Ilsanker, Klostermann – Khedira (78. Quaschner), Demme – Bruno (69. Kalmár), Sabitzer – Poulsen (46. Forsberg), Selke
Tore: 0:1 Brandy (25.), 1:1 Parensen (83. ET)
Zuschauer: 21.283 (ca. 1.800 Leipziger)
Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)
Gelbe Karten: Schönheim, Brandy / –
Torschüsse: 7 / 15
Zweikämpfe: 48,8% / 51,2%
Ballbesitz: 38,9% / 61,1%
Passquote: 52,5% / 74,6%
Laufstrecke: 115,1 km / 120,4 km
Sprints: 196 / 208
Fouls: 25 / 18
Ecken: 3 / 5

Rumpelstilzchen


Permalink: http://www.rb-fans.de/artikel/20150828-spielberichtunion-kurz.html




RB LEIPZIG REIST IN DIE "ALTE FÖRSTEREI"

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Leipzig - (27.08.2015) Vor dem Auswärtsspiel in Berlin ist die Ausgangslage klar: Verlieren verboten. Sowohl Union Berlin als auch die Roten Bullen dürfen nach dem durchwachsenen Saisonstart keine weitere Niederlage kassieren. Die Partie verspricht aber ein tempo- und chancenreiches Duell zu werden.

Bilanz ausbaufähig
In der vergangenen Saison kassierten wir ausgerechnet in Berlin unsere erste Saisonniederlage (1:2; 2x Polter, 1x Poulsen) und verhalfen damit den Gastgebern zum ersten Saisonsieg nach sechs Spieltagen. Das turbulente Rückspiel, bei dem alle Tore innerhalb der ersten 30 Minuten fielen, konnten wir mit 3:2 (Kaiser, Kimmich, Teigl; Polter und Skrzybski) für uns entscheiden. Gegen die zweite Mannschaft von Union Berlin spielten wir in der Regionalliga zu Hause 1:1 und gewannen das Rückspiel auf einen Sportplatz auf Kunstrasen knapp mit 2:1.

Ausgangslage - Wer stürzt in die Krise?
Die Mannschaft von Norbert Düwel ist durchwachsen in die neue Spielzeit gestartet. Drei Punkte aus vier Spielen und das Erstrunden-Aus im DFB-Pokal haben in der Hauptstadt für lange Gesichter gesorgt, zumal als Saisonziel die Plätze eins bis sechs ausgegeben wurden. Eine weitere Niederlage könnte bei den Eisernen eine Trainerdiskussion lostreten. Bei einem Punkt(e)gewinn wäre diese Diskussion natürlich hinfällig und der Saisonstart wohl doch nicht so übel wie angenommen.
Auf Leipziger Seite herrscht nach der unerwarteten Heimpleite gegen St. Pauli mehr Druck auf dem Kessel als gewünscht. Sieben Punkte aus vier Spielen sind noch in Ordnung, aber zwei Niederlagen in Folge würden für große Unruhe in der Messestadt sorgen. Der Anschluss an die Spitzengruppe der Liga sollte möglichst gehalten werden, sonst rennt man wie zu Regionalliga-Zeiten wieder monatelang den Top-Teams hinterher.

Union Berlin sucht nach der eigenen Form
Die "Eisernen" können bis auf den rotgesperrten Kessel, der wahrscheinlich von Leistner ersetzt wird, auf alle Spieler zurückgreifen. Unser Trainer Ralf Rangnick analysierte den Gegner bereits auf der Pressekonferenz: "Auffällig am Berliner Spiel ist das frühzeitige Stören. Die gesamte Mannschaft steht sehr hoch und agiert aktiv. Mit dieser Taktik werden sie sicherlich auch gegen uns auftreten. Wichtig ist, dass wir nicht zu viel Druck zulassen und den Gegner von unserem Sechzehner fernhalten."
Mit dem schnellen Wood (kam in der Sommerpause aus Aue) im Angriff und dem technisch versierten Mittelfeld um Thiel, Brandy und Skrzybski besitzen die Berliner eine spielerisch starke Offensive, wobei ihnen bislang noch die Toreffizienz eines Sebastian Polsters fehlt. In der Defensive experimentierte Coach Düwel lange Zeit zwischen Dreier- und Viererkette, hat sich aufgrund besserer Stabilität nun aber für Letzteres entschieden. Er selbst erwartet ein chancenreiches Spiel am Sonntag: „Ich denke, dass viele Dinge gut zusammenpassen. Ich erwarte, dass es ein richtiger Schlagabtausch wird. In solchen Spielen haben wir immer gut ausgesehen.“

Kaiser und Sebastian fallen aus, Poulsen in der Startelf?
Neben den Langzeitverletzten Boyd, Compper, Gipson und Nukan stehen auch Tim Sebastian (Zerrung Oberschenkel) und Dominik Kaiser (Magen-Darm-Virus) am Freitagabend nicht zur Verfügung. In der Innenverteidigung wären Klostermann oder Ilsanker denkbare Alternativen. Im defensiven Mittelfeld drängen Demme und Khedira in die Startelelf - vielleicht dürfen sogar beide von Beginn an starten, sollte Ilsanker als Innenverteidiger gebraucht werden. Problem: Im defensiven Mittelfeld würden zwei Spieler agieren, denen es an Spielpraxis mangelt. Für den zuletzt formschwachen Sabitzer könnte Poulsen auflaufen. Stefan Hierländer ist zumindest eine Option für den Kader, da er am Mittwoch nach seiner Verletzung wieder ins Mannschaftstraining einstieg.

Union-Fans rufen erneut "Kulturkampf" aus
Wenig überraschend, dass die Fans von Union Berlin erneut ein Zeichen gegen RB setzen. Wie in der abgelaufenen Spielzeit wollen sie die ersten 15 Minuten im Stadion schweigen und forderten alle Anhänger dazu auf, in roten Vereinssachen ins Stadion zu kommen, um den Protest ein Gesicht zu geben.Unions-Präsident Dirk Zingler unterstützt den Protest seiner Anhänger: "Dass Vereine unterschiedliche Mittel zur Verfügung haben, ist normal. Das ist in der Ersten Liga nicht anders. Mir geht es darum, auf was wir Fußball demnächst reduzieren. Geht es nur noch um den Kapitalwettstreit? Wenn ja, wäre das erbärmlich. Und dagegen protestieren die Fans in Deutschland. Die Leute haben Angst, dass der Fußball, den sie ob seiner Kultur so lieben, irgendwann nur noch von Geld geprägt wird".
In Leipzig reagiert man derweil gelassen auf die Aktion. Ralf Rangnick erklärte am Dienstag: "Das interessiert uns alles nicht. Wir konzentrieren uns allein auf unser Spiel und wie wir es gewinnen können."

1500 Leipziger reisen nach Berlin
Etwa 1300 Leipziger haben den Vorverkauf in der Messestadt genutzt, um sich für das Auswärtsspiel in Berlin Karten zu sichern. Da auch noch Tickets an den Tageskassen erworben werden können, werden am Ende wohl 1500 RB-Fans die Mannschaft unterstützen. Der Gästeblock fasst etwa 2000 Zuschauer. Weitere Informationen zur Anreise und Tickets findet ihr unter diesem Link.

Für alle Daheimgebliebenen ist unser Fanticker wieder LIVE vor Ort und berichtet in gewohnter Manier über alle Ereignisse auf und neben dem Feld. Alternativ bietet sich auch der Bullenfunk oder SKY an.

Rojiblanco


Permalink: http://www.rb-fans.de/artikel/20150827-vorbericht-union-berlin.html



ANSICHTSSACHE – IST DIE DOSE HALB VOLL ODER HALB LEER?

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Leipzig - (25.08.2015) Am Wochenende endet die Anfangsphase der Saison, das Ende des August und damit die Länderspielpause werfen ihre Schatten voraus. Was sind die Lehren, die aus den letzten Spielen gezogen werden können und wie ist die Red Bull Dose – halb voll oder halb leer?

Halb voll oder halb leer?
Das ist die Frage, die sich im Nachgang des Leipziger Spiels gegen den FC St. Pauli wohl so mancher Fan des einzig wahren Rasenballsports stellt, wenn er den Pegelstand im aktuell nicht ganz so prall gefüllten Red-Bull-Punktetank betrachtet. Immer mitschwingend dabei die Ursachenforschung: Systemimmanenz vs. Findungsphase. Nur das nächste Spiel könnte es wieder einmal zeigen (oder eben auch nicht), wohin es die Leipziger verschlägt…

Altbekannte Probleme
Fraglos weht seit dem Rücktritt Zornigers und besonders seitdem der Kapitän selbst das Steuerruder schwingt ein neuer Wind an Bord der MS Rasenball. Jedoch sind nicht alle Leckagen beseitigt, werfen sich die windgegerbten Falten immer noch aus den gleichen Gründen in sorgenvolle Muster. Zwar hat man der ausgiebigen Verwendung von weiten Bällen abgeschworen, wenn es nicht läuft, dann verfällt das Team trotzdem in alte Muster und so richtig flüssig (O-Ton Breitner) lief es bisher noch nicht. Das summiert sich dann, mitsamt der ebenfalls im Verlauf eines Spiels gerne ansteigenden Zahl von Kurzpassabspielfehlern, zu einer vergleichbaren Fehlpassquote wie in der letzten Saison auf.

"Hol ihn dir! Jag ihn!"
Viele werden hier sicher noch die Zornigers Stimme in den Ohren haben, momentan klingelt es diesbezüglich ja bei einigen Stuttgartern im Oberstübchen. Aber auch im Bereich Pressing hat sich nicht so viel verändert, dass gleich ganze Welten in Bewegung geraten wären. Klar, Altmeister Rangnick schwört hier ganz "proaktiv" auf einen dosierteren Einsatz, in einem der heißesten Sommer seit 1968 würde aber selbst Frank Schöbel in Hochform ins Schwitzen kommen, wenn er jedes Mal vier bis sechs Kilometer mehr zum Strand zurücklegen müsste. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass mit steigender Spielzeit gerne auch mal die Fehlerquote ansteigt. Von einer physischen Dominanz sind die im besten Trainingslager aller Zeiten auf Hochglanz polierten Leipziger momentan jedenfalls noch weit entfernt.

Damit sie auch morgen noch kräftig zubeißen können…
Ja, der Biss, so ein wenig geht er unseren Messestädter manchmal ab, nicht flächendecken wie in so einigen Rückrundenspielen, aber in einem System, dessen Zahnrädchen gut ineinandergreifen müssen, um die volle Zugkraft zu entfachen, fallen auch die Schwächen Einzelner oder phasenweises Abfallen stärker ins Gewicht. Zumindest beißen derzeit einige Teams, deren Akteure schon eher über das Alter für die ersten „Dritten“ verfügen, deutlich kräftiger zu, gerade weil RB Leipzig trotzdem die meisten Zweikämpfe aller Zweitligateams führt, muss man insgesamt dafür sorgen, beständig und nicht nur periodisch über der magischen 50% Zweikampfmarke zu liegen. Gerade in der bisher wenig zufriedenstellend besetzten rechten Abwehrseite boten sich zu viele Löcher. Auch Altmeister Sebastian und mit Abstrichen der zu oft auf sich allein gestellte Kaiser konnten die Erwartungen nicht gänzlich erfüllen. Ohne Kampf wird man in dieser "Schweineliga" jedenfalls nicht zum Ziel kommen, das musste schon RB-Stolperstein Ruthenbeck erkennen.

Einmal kräftig durchrühren bitte!
Das könnte rückblickend das Motto der Sommerpause gewesen sein. Kaum ein Stein blieb auf dem anderen, auch wenn das Gros der letztjährigen Stammspieler weiter im RB Dress umhersprintet, so muss sich die neue Hierarchie erst noch finden. Eine Problematik, die auch bei einigen Lauf- und Passwegen zum Tragen kommt und ein Grund dafür ist, dass RB Leipzig derzeit nicht gerade zu den Mannschaften zu rechnen ist, die eine Vielzahl an Chancen generieren. 50 Torschüsse gaben die Rasenballer bisher ab, lediglich vier Teams schossen seltener aufs Tor, immerhin bewegt man sich mit 10% Trefferquote im oberen Drittel, was bei der versammelten Zahl von Topoffensivkräften jedoch nicht zu sehr verwundert. Fraglos ist hier jedoch noch einige Luft in der Red Bull Dose, noch warten die Fans an der Pleiße auf einen wirklich durchgängig überzeugenden Zweitligaauftritt, folgt so einer endlich, könnte auch die Mannschaft ins Rollen kommen.

Freund oder Feind?
Was könnte also die Lehre aus dem Paulispiel sein? Ist der Trend der Freund oder der Feind des Leipziger Fußballs? Nun die Antwort wird nur die Zeit bringen können, aber fraglos gibt es im Kader wie auch in Sachen Taktik und Abstimmung noch einiges Potenzial. Um selbiges freizulegen, bedarf es aber auch einer hundertprozentigen Überzeugung in die eigenen Fähigkeiten, den unbedingten Willen zu jedem Zeitpunkt "all in" zu gehen und wohl auch einiger Umstellungen und Anpassungen. Auf der Rechtsverteidigerposition konnte bisher kein Kicker überzeugen, die neu-zusammengestellte Innenverteidigung wirkt mit und ohne Sebastian noch nicht sattelfest und zwischen Zentrale, aufrückender Außenverteidigung und einrückenden Offensivspielern klaffen zeitweise Löcher, die quasi dazu gemacht sind, in sie hineinzufallen. Was das Team jetzt aber auch braucht, ist ein Moment der den eigenen Glauben an die Taktik zurückgibt und es auch wenn das Tor nicht fallen will, mit breiter Brust voran gehen lässt. Dann wird einem auch nicht wie gegen St. Pauli die Butter vom Brot genommen und heimlich durch Rinderhack ersetzt… Vielleicht ja schon gegen angezählte Eiserne, nur eines können die Unioner, die führenden der Kartenwertung, ganz sicher: mit vollem Einsatz kämpfen.

Rumpelstilzchen


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Rangnick sollte den Trainerposten räumen.

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