NÄCHSTE BEGEGNUNG

21. Spieltag 2. Bundesliga
Freitag, 12.02.2016, 18:30 Uhr
Ort: Millerntor-Stadion Hamburg
FC St. Pauli
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

2. LIGA QUICKTABELLE

1
RB Leipzig
44
2
SC Freiburg
38
3
1. FC Nürnberg
36
4
FC St. Pauli
33
5
VfL Bochum
31
6
Eintr. Braunschweig
29
7
SV Sandhausen
29
8
1. FC Heidenheim
27
9
Arminia Bielefeld
27
10
1. FC Kaiserslautern
27
11
Karlsruher SC
26
12
Greuther Fürth
25
13
1. FC Union Berlin
24
14
FSV Frankfurt
23
15
Fortuna Düsseldorf
20
16
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17
17
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14
18
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EINZELKRITIK: RB LEIPZIG – EINTRACHT BRAUNSCHWEIG

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Leipzig - (09.02.2016) Eine klare Angelegenheit! Auf dem Feld hatten die Verfolger aus Braunschweig der Leipziger Dominanz wenig entgegen zu setzen. Neben den Torschützen und damit offensichtlichen Gewinnern, konnten auch andere Spieler auf sich aufmerksam machen. Die Einzelkritik.

Ein echtes Ausrufezeichen zum Jahresbeginn. So kann man durchaus den Sieg gegen Braunschweig beschreiben, von den Verfolgern im "Entscheidungsspiel" war hingegen wenig bis nichts zu sehen. RBL agierte mit der Ausnahme einer kurzen Schwächephase um die Halbzeit herum souverän und ließ der Offensive des BTSV kaum Möglichkeiten zur Entfaltung. Zwar forderte die intensive Balljagd gegen Ende des Spiels ihren Tribut, als im Rahmen der Spielstandverwaltung die Offensive ins Stottern geriet, bis zum 2:0 musste der geneigte Rasenballsportfan jedoch keine Befürchtungen hegen.

Besonders in Sachen Zweikämpfe wurden neue Maßstäbe gesetzt: Über 60% entschieden die Mannen von Rangnick für sich – Saisonbestwert (zuvor 55%+). Besonders im und am Strafraum kamen die Braunschweiger um Kumbela & Co kaum zum Zug. Hier funktionierte die Verteidigung besonders gut, denn auch wenn der Ball im Spielaufbau verloren ging (bspw. im Spielaufbau durch Compper, Klostermann oder Demme), so war in Tornähe immer wieder ein herbeieilender Mitspieler zur Stelle. Auch Rückkehrer Jung präsentierte sich relativ sicher, hatte zwar defensiv etwas mehr Probleme als Klostermann, schaltete sich dafür aber auch offensiv einige Mal ins Spiel ein. Im Mittelfeld konnte Ilsanker an seine steigende Form anknüpfen und bildete mit Demme ein fast schon unüberwindliches Bollwerk, zudem zeigte er sich auch in der Spieleröffnung verbessert. In der Offensive wirbelten Sabitzer (geradliniger) und Forsberg (verspielter) hinter Poulsen, der extrem umtriebig war und wie zu den besten keinen Zweikampf scheute, jedoch im Abschluss ebenso an frühere Probleme erinnerte. Nichtsdestotrotz in dieser Form ein wichtiger Bestandteil des Teams und für den Gegner nur schwer zu bändigender Unruheherd, der den Mittelfeldspielern Räume eröffnen kann.

Ein ganz anderer Unruheherd könnte auf der millionenschweren Bank entstehen. 18 Millionen Euro Transferwert schmorten am Sonntag bis zum Spielende in Form von Selke, Bruno und Nukan auf der Bank. Der Weg in die Startelf zurück führt über die momentan stark aufspielenden Demme, Compper und Poulsen, kein Zuckerschlecken für die drei und mit der Bevorzugung von Quaschner am Spielende auch ein Grund für den, laut Rangnick, "long-face-day" bei einigen.

Wenn man Kritikpunkte ansprechen will, dann die überschaubare Chancenverwertung bzw. das konsequente Ausspielen der Möglichkeiten. Nicht umsonst resultierten beide Treffer aus Standards – sicher auch eine Qualität (wo wären Ingolstadt und Darmstadt derzeit ohne ihre Standard- und Defensivstärke), jedoch sollte man weiterhin bestrebt sein, die offensive Abläufe in Bezug auf die Torausbeute zu optimieren. Insofern war es dennoch beeindruckend, wie man gegen die defensiv bisher sehr gut sortierten Löwen immer wieder Lücken erzwang und zu Chancen kam. St. Pauli wird in dieser Hinsicht ein weiterer Gradmesser. Braunschweig enttäuschte nach dem Abgang von Berggreen und der Verletzung von Abwehrchef Correia weitestgehend, was eine Einordnung der Leipziger Leistung erschwert. Lieberknecht fasste das Spiel wie folgt zusammen: "Wir haben gegen einen Gegner gespielt, der gestern fußballerisch, taktisch, physisch und psychisch besser war als wir.". Ein nahezu perfekter Start ins neue Jahr war es auf alle Fälle, jetzt gilt es diese Form in Hamburg zu bestätigen.

ZQ=Zweikampfquote / PQ = Passquote / TSB = Torschussbeteiligungen

Fabio Coltorti
Die tragische Figur des Spiels, muss mit einer Schulterverletzung nun vier Wochen pausieren. Schonte sich auch im Zweikampf mit Landsmann Decarli nicht und ging in der 33. verletzt vom Platz. Seine Präsenz und Führungsstärke wird in den nächsten Spielen fehlen, selbige muss bei dem Ungarn erst noch organisch heranwachsen, sollte Gulácsi bis zu seiner Rückkehr weitestgehend fehlerfrei agieren, hätte Rangnick ein weiteres Luxusproblem. Bis dahin bleibt zu sagen: Gute Besserung Fabio!

Péter Gulácsi
Der Moment auf den der Ungar so lange gewartet hat und gerade im Tor bedeutet dies meist, dass der ursprüngliche Stammplatzinhaber sich verletzt. Gulásci war in der einzigen Druckphase des BTSV auf dem Feld (40.-50.), hatte einige leichte Wackler in der 5-Meter-Raum-Präsenz, dafür jedoch eine schöne Parade gegen Khelifi, dessen satten Schuss er mit den Fingerspitzen noch berührte. Im Großen und Ganzen gab es daher wenig zu beanstanden. Wird wohl auch in den kommenden Wochen im Kasten stehen und hat die Nase klar vor Bellot (als dritter Torhüter wird nun Sowade herangeführt). Insgesamt ist jetzt die Zeit gekommen, um zu zeigen, warum Rangnick große Stücke auf den Ungar hält. Das ihm noch etwas die Spielpraxis fehlt, konnte man durchaus erahnen.

Willi Orban (ZQ 87,8%, PQ 72%, TSB 1)
Der Abwehrchef ist zurecht einer der gesetzten Spieler im Team, hatte eine sehr gute Abstimmung mit Compper und ein wenig Pech, dass sein Kopfball nicht den Weg ins Tor fand (14.). Nach Jung der Feldspieler mit der besten Zweikampfquote (und den meisten Zweikämpfen der Abwehrreihe) und nur in wenigen Situationen zweiter Sieger. Kaum Fehlpässe in der eigenen Hälfte und daher auch mit der besten Passquote aller Feldspieler. Auch mit einigen guten spieleinleitenden Pässen. Musste torbedingt trotzdem in Sachen Kicker Elf des Tages Compper den Vortritt lassen.

Marvin Compper (ZQ 52,2%, PQ 81,1%, TSB 3)
Der Oldie im Team hat den internen Kampf mit Nukan vorerst für sich entschieden und erlebt unter Rangnick seinen zweiten Frühling. Bereits letztes Jahr mit soliden Leistungen, zeigt die Formkurve weiter nach oben. War meist für die Spieleinleitung aus der IV zuständig, besonders im Zentrum aber mit einigen verlorenen Zweikämpfen und mannschaftsintern mit eher ausbaufähiger Zweikampfquote (nur Forsberg und Sabitzer waren auf deutlich engerem Raum schlechter). Insgesamt jedoch kaum gefährliche Situationen zugelassen und vorne reaktionsschnell das vorentscheidende 2:0 erzielt, ein gelungener Tag für den "Altmeister".

Lukas Klostermann (ZQ 64,7%, PQ 63,9%, TSB 2)
Defensiv solide und mit einigen wichtigen Zweikämpfen in der eigenen Hälfte, offensiv ausbaufähig (10 angekommene Pässe auf die Offensivspieler, Jung mit 19, dazu nur wenige gewonnene Duelle vor der Mittellinie), wenn auch mit sehenswertem Abschluss aus spitzem Winkel (21.). Nach seinen guten Leistungen in der Hinrunde spielt hierbei sicher auch die gesteigerte Erwartungshaltung eine Rolle. Für sein auch im RBL-internen Vergleich jugendliches Alter aber sehr abgeklärt und dazu mit vielen Sprints (32 Sprints sind Spitzenwert vor Poulsen (31) und Sabitzer (30)). Jedoch nur bedingt mit der asymetrischen Spielauslage und Kaiser vor ihm abgestimmt und besonders in der zweiten Halbzeit eher defensiv auffällig.

Anthony Jung (ZQ 73,7%, PQ 81,8%, TSB 5)
Die Auferstehung des Anthony Jung? Man könnte es fast meinen. Jung zeigte, dass er in der Winterpause den Abstand zu Halstenberg verkürzen konnte, was ein wenig an seine gute Drittligarückrunde erinnert, als er ebenfalls durch den Konkurrenzkampf beflügelt wurde. Defensiv gegen den starken Khelifi nur selten das Nachsehen und offensiv mit einigen guten Ansätzen. Beste Zweikampfquote und drittbeste Passquote der Feldspieler, besonders in der ersten Halbzeit unglaublich sicher (80% Zweikampfquote und 94% Passquote). Dazu gute Standards, deren Höhepunkt der Freistoß war, der schließlich zum Abstauber Comppers führte. In der Form auch gegen St. Pauli eine Option, sollte Halstenberg Trainingsrückstand haben, auch danach könnten Ansprüche auf den Stammplatz laut werden. Tolle Entwicklung!

Stefan Ilsanker (ZQ 60%, PQ 87,3%)
Agierte mehr denn je als die Zentrale Schaltstation des RBL-Spiels, trotz vieler Vertikalpässe mit der zweitbesten Passquote der Feldspieler. Dazu solide im Zweikampf und im Verbund mit dem läuferisch umtriebigeren Demme ein echtes Bollwerk, dass im Vergleich zur Hinrunde gerade in der Spieleinleitung deutliche Fortschritte verzeichnen konnte. Nur vier zugelassene Torschüsse waren nicht zuletzt dieser Kombination geschuldet. Konnte aufgrund der defensiven Spielweise der Gäste auch weiter vorn als üblich agieren.

Diego Demme (ZQ 65,4%, PQ 76,2%, TSB 1)
Wie üblich der Dauerläufer des Teams (12,2 km) und Mann mit den meisten Ballkontakten. Sorgte im Verbund mit Ilsanker für einen fast unüberwindlichen Riegel vor der Abwehr. Dazu mit guter Zweikampf- (beste der Mittelfeldspieler) und solider Passquote. Hier und da mit einigen Abspielfehlern, in der Form aber weiter gesetzt und daher derzeit der Spieler, den Bruno oder Selke wahrscheinlich überwinden müssten, um ins Team (zurück) zu kommen. Die Stabilität, welche die derzeitige Doppel-6 bietet, wird Rangnick in den Spielen bis Mitte März jedoch kaum opfern wollen.

Rani Khedira (ZQ 100%, PQ 40%)
Für die letzten Minuten als Absicherung im Spiel, abgebrüht im Zweikampf und durchaus bemüht weitere Akzente zu setzen. Gegen Ilsanker und Demme trotzdem eine Art „mission impossible“.

Dominik Kaiser (ZQ 55,6%, PQ 75%, TSB 7)
Im Vergleich zur übrigen Offensive fiel der Kapitän etwas ab, die wenigsten Ballkontakte nach Poulsen, die wenigsten Zweikämpfe aller Feldspieler und eine ausbaufähige Abstimmung mit Klostermann (nur etwa die Hälfte der Pässe die bspw. zwischen Jung und Forsberg gespielt wurden). Als Standardschütze dennoch weiterhin eine echte Waffe und daher auch mit einigen Torschussbeteiligungen. Aber wichtiger noch: er leitete das 1:0 ein und brachte auch noch andere Ecken gefährlich vor den Kasten. Sein Volleyschuss in der 19. Minute war eine der sehenswertesten Szenen der ersten Halbzeit. Ein echter Außenbahnspieler wird wohl nicht mehr aus dem Mittelfeldfürst, an den in der Mitte mit zahlreichen Freiheiten ausgestatteten Sabitzer führt indes kein Weg vorbei, so dass die Besetzung der dritten Offensivposition weiterhin ein Luxusproblem für Rangnick bleiben wird.

Marcel Sabitzer (ZQ 50%, PQ 67,3%, TSB 5)
Alle Freiheiten im Spiel und zeitweise eher als zweite Spitze agierend. Trotz vieler Offensivzweikämpfe immerhin 50% Zweikampfquote in den 28 Duellen (dritthöchste Anzahl). Dazu mit vielen Sprints, war stets bemüht sich anzubieten und zielstrebig zu spielen, manchmal aber auch – besonders gegen Ende des Spiels, als zusehends verwaltet wurde – gefrustet, wenn er dann nicht angespielt wurde. Konnte seine gewohnt auffällige Leistung nicht mit einem Tor krönen.

Emil Forsberg (ZQ 41,9%, PQ 71,7%, TSB 4)
Mit dem Tor zum 1:0 schnell zum Matchwinner gekürt, jedoch nicht ganz so agil wie sein kongenialer Partner Sabitzer. Mit einigen verlorenen Duellen (schlechteste Zweikampfquote) und besonders im letzten Drittel gerne etwas zu verspielt, hatte jedoch eine gute Abstimmung mit Jung und guter Passquote. Dazu mit relativ wenigen Sprints (nur halb so viele wie Sabitzer und Poulsen und stark abnehmend in der zweiten Halbzeit). Leitete mit einem Ballverlust auch die erste größere Chance des BTSV ein. Natürlich Matchwinner durch sein 1:0, was besonders als erstes Tor seit Ende Oktober neuen Schwung geben sollte, jedoch insgesamt mit Luft nach oben.

Yussuf Poulsen (ZQ 66,7%, PQ 57,6%, TSB 5)
Die Rampensau ist zurück (31 Sprints – zweitbester Wert)! Warf sich in jeden Zweikampf (36 - Spitzenwert), war abseits der Endphase, in der er etwas übertrieben eine Gelbe Karte sah in fast allen Luftduellen Sieger, daher mit einer fast schon überragenden Zweikampfquote von 66,7%. Im Bereich Ballverarbeitung jedoch immer noch mit den bekannten Schwächen (Ballmitnahme und Torschuss, jedoch gute Laufwege), daher auch – als Stürmer nicht ungewöhnlich – der schlechtesten Passquote. Hatte mehrfach ein Tor auf dem Fuß, einmal nicht abgezockt genug, einmal übersah er Forsberg. Überhaupt weiterhin ungewöhnlich, dass er nur sehr wenige Bälle vom Schweden serviert bekommt. Durch seine physische Präsenz derzeit vor Selke, was den Ex-Bremer sicher wurmen dürfte.

Nils Quaschner (ZQ 33,3%, PQ 40%)
Kam für Poulsen in den letzten Minuten, auch durch die Verletzung Coltortis bedingt, entschied sich Rangnick für eher späte Wechsel. In dieser Spielphase war jedoch schon Ergebnisverwaltung angesagt, so dass seine Hereinnahme keinen großen Einfluss mehr hatte. Die größten Auswirkungen eher im Bereich des Fingerzeigs für die Bankspieler Bruno und Selke, vor denen er den Vorzug erhielt.

Statistik:

RB Leipzig: Coltorti (33. Gulácsi) – Klostermann, Orban, Compper, Jung – Demme (89. Khedira), Ilsanker – Kaiser (C), Sabitzer, Forsberg – Poulsen (83. Quaschner)
Eintracht Braunschweig: Gikiewicz – Ofosu-Ayeh, Decarli, Baffo, Reichel (C) – Omladic, Boland (77. Matuschyk) – Khelifi, Hochscheidt (46. Ademi), Zuck (63. Holtmann) – Kumbela
Tore: 1:0 Emil Forsberg (24.), 2:0 Marvin Compper (31.)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Schüsse: 15 / 4
Ballbesitz: 58,45% / 41,55%
Zweikämpfe: 60,2% / 39,8%
Angekommene Pässe: 75,00% (366) / 60,00% (156)
Fehlpässe: 25,00% (122) / 40,00% (104)
Laufweite: 118,9 km / 115,5 km
Sprints: 228 / 211
Ecken: 10 / 3
Fouls: 15 / 22
Gelbe Karten: Orban (6), Poulsen (4) / Boland (4), Decarli (3)
Zuschauer: 28.112

Rumpelstilzchen

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UNGEFÄHRDETER SIEG GEGEN BRAUNSCHWEIG – COLTORTI VERLETZT

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Leipzig - (07.02.2016) Mit einem furiosen Auftaktsieg starteten unsere Rasenballer ins neue Jahr. Die Verfolger aus Braunschweig hatten über 90 Minuten kaum eine Chance. Forsberg (24.) und Compper (30.) stellten die Weichen früh auf Sieg. Wermutstropfen: Coltorti verletzte sich bei einem Zusammenprall.

Vor allem in Durchgang Eins zeigten unsere Spieler vor den Augen der 28.112 Zuschauer eine furiose Vorstellung, erspielten sich zeitweise Chancen im Minutentakt. Die Fünfer-Abwehrreihe (!) der Braunschweiger kam nur selten zu Befreiungsschlägen, das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Hälfte der Gäste ab. Kaiser (18. und 23. Minute) und Klostermann (21.) hatten die besten Möglichkeiten die Roten Bullen in Führung zu schießen. Dies gelang wenig später Forsberg. Eine flache einstudierte Kaiser-Ecke ließ Poulsen durch und Emil konnte per Direktabnahme (24.) einschießen. Nur sechs Minuten später unterlief Braunschweig-Keeper Gikiewicz (notenbester Torhüter der Liga) ein großer Fehler nach einem eigentlich harmlosen Freistoß von Anthony Jung. Er kam gerade noch mit einer Hand an den Ball, klärte das Spielgerät jedoch vor die Füße von Compper, der hellwach abstaubte (31.). Die Doppelchance durch Sabitzer und Poulsen (35.) parierte der Gäste-Keeper jedoch sehenswert. Braunschweigs einzige hochkarätige Chance setzte Hochscheidt übers Tor von Gulacsi (42.). Unser ungarischer Keeper ersetzte nach einer guten halben Stunde den nach einem Zusammenprall mit Decarli angeschlagen Coltorti. Er musste wegen einer Schulterverletzung den Platz verlassen. Die genaue Diagnose folgt morgen. Wir wünschen an dieser Stelle alles Gute Fabio!

Braunschweig kam dann zwar besser in die zweite Halbzeit, hochkarätige Möglichkeiten ließ man jedoch bis auf eine Kopfballchance von Kumbela direkt nach der Pause vermissen. Aber auch unsere Kicker ließen die zweiten 45 Minuten deutlich ruhiger angehen, einzig Sabitzers zurecht nicht gegebenes Abseits-Tor (65.) sorgte für kurze Aufregung. Insgesamt geriet so der Sieg nie in Gefahr, so dass wir souverän das Spiel zu Ende gebracht haben. Eine Qualität, die wir bei vielen spannenden Spielen nicht oft gesehen haben.

Fazit
Am Ende steht ein souveränes und hochverdientes 2:0 gegen Aufstiegs-Mitfavorit Braunschweig auf der Anzeigetafel der Red Bull Arena. Durch Freiburgs 0:2 am Freitag in Bochum beträgt unser Vorsprung auf die Breisgauer nun schon sechs Punkte, Nürnberg steht nach dem 1:0 bei 1860 München weiter acht Punkte hinter uns auf Rang drei. Bereits am Freitag steht die Auswärtshürde St. Pauli auf dem Plan, mit den Hamburgern hat man nach dem 0:1 daheim noch ein Hühnchen zu rupfen. Die Verfolger von der Elbe siegten ihrerseits in Fürth mit 2:0. Karten im Vorverkauf gibt es bis heute Abend 24:00 Uhr. Es gibt nur noch 400 Restkarten!

Unser Fanticker zum Nachlesen.

Statistik:

RB Leipzig: Coltorti (33. Gulácsi) – Klostermann, Orban, Compper, Jung – Demme (89. Khedira), Ilsanker – Kaiser (C), Sabitzer, Forsberg – Poulsen (83. Quaschner)
Eintracht Braunschweig: Gikiewicz – Ofosu-Ayeh, Decarli, Baffo, Reichel (C) – Omladic, Boland (77. Matuschyk) – Khelifi, Hochscheidt (46. Ademi), Zuck (63. Holtmann) – Kumbela
Tore: 1:0 Emil Forsberg (24.), 2:0 Marvin Compper (31.)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Schüsse: 15 / 4
Ballbesitz: 58,45% / 41,55%
Zweikämpfe: 60,2% / 39,8%
Angekommene Pässe: 75,00% (366) / 60,00% (156)
Fehlpässe: 25,00% (122) / 40,00% (104)
Laufweite: 118,9 km / 115,5 km
Sprints: 228 / 211
Ecken: 10 / 3
Fouls: 15 / 22
Gelbe Karten: Orban (6), Poulsen (4) / Boland (4), Decarli (3)
Zuschauer: 28.112

RBL_Nico


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ES GEHT WIEDER LOS! – MISSION AUFSTIEG BEGINNT GEGEN BRAUNSCHWEIG

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Leipzig - (06.02.2016) Die Roten Bullen empfangen zum Pflichtspiel-Jahresauftakt die Eintracht aus Braunschweig. Ralf Rangnicks Männer sind am Sonntag (13:30 Uhr) gewillt die Weichen für ein erfolgreiches Jahr 2016 zu stellen.

Tadellose Vorbereitung – Wo steht die Eintracht?

Am Wochenende darf man in der Red Bull Arena endlich wieder 2.Liga – Fußball bestaunen. Dazu empfangen unsere Leipziger Jungs sogar gleich mal die Eintracht aus Braunschweig zum potentiellen Topspiel des Ersten gegen den Fünften. Richtige Euphorie will sich dennoch nicht einstellen: Etwas mehr als 23 000 Tickets wurden bisher verkauft, noch Luft nach oben für ein Fußballfest zur Rückrundenfortsetzung. Komisch eigentlich, denn viel besser könnten die Bedingungen in der Messestadt zurzeit nicht sein. Man geht als Tabellenerster in das neue Jahr, hat die letzten 5 Spiele in der Liga gewonnen, zudem auch 5 von 5 Testspielen für sich entscheiden können. Niemand hat sich in der Winterpause langfristig verletzt und die Transferperiode verlief ungewöhnlich ruhig und entspannt. Vielleicht ja zu ruhig. Bleibt zu hoffen, dass Leipzig bis Sonntag noch aus seinem Winterschlaf erwacht und mit einem Paukenschlag das Jahr eröffnet.
Beim Gegner aus Niedersachsen sieht die Sache etwas anders aus. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht musste sich in der Winterpause einigen Veränderungen unterziehen. Mit Emil Berggreen (9 Scorerpunkte) wechselte ihr bester Angreifer Richtung Mainz, auch sein Sturmpartner Mads Hvilsom (Brann Bergen) verließ den Verein. Dafür holte man den langjährigen Eintracht-Angreifer Domi Kumbela zurück zu den Löwen, nachdem dieser weder bei Karabükspor noch in Fürth so richtig Fuß fassen konnte. Ob der 31-jährige für die Startaufstellung am Wochenende in Frage kommt, bleibt abzuwarten, physisch dürfte Ademi die Nase vorn haben. Bleiben im Angriff viele Fragen offen, so macht zumindest die andere Spielfeldseite der Eintracht Mut: Die Braunschweiger stellen mit nur 15 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga. Die Vorbereitung des BTSV lief allerdings eher durchwachsen. Nur ein Sieg gelang aus den letzten 4 Testspielen bei einem Torverhältnis von 7:7. Aus den letzten 5 Ligaspielen gab es 2 Siege, 2 Niederlagen und ein Unentschieden. Wo die Eintracht im Moment steht, ist also schwer zu sagen. Spätestens am Sonntag sind wir schlauer.

Beide Mannschaften mit Anlaufschwierigkeiten – Wer bricht den Bann?

Blickt man auf die letzten Jahre zurück, so hatten beide Mannschaften zum Rückrundenauftakt durchaus so ihre Probleme. Sowohl unsere Rasenballer als auch die Braunschweiger verloren in der letzten Saison ihre ersten beiden Spiele nach der Winterpause. Schon in der Saison 2013/14 starteten die Roten Bullen mit 2 Niederlagen in das neue Jahr, Braunschweig holte nur einen Punkt aus den ersten drei Spielen nach dem Jahreswechsel. Am Sonntag gilt es für beide Mannschaften diesen Negativlauf zu durchbrechen. Wirft man ein Auge auf die bisherige Statistik gegen die Niedersachsen, können unsere Leipziger Jungs nichtsdestotrotz optimistisch in das Spiel gehen. Bisher ist man gegen die Eintracht noch ungeschlagen: Aus 3 Spielen gab es zwei Siege und ein Unentschieden. Das Hinspiel gewann der RBL mit 2:0 durch die Tore von Davie Selke (68.) und Emil Forsberg (76.) mit einer, vor allem in der 2. Halbzeit, ansprechenden Leistung.

Wer spielt neben Orban? – Sturmhoffnung Khelifi

Die Personalsituation unserer Mannschaft gestaltet sich relativ entspannt. Neben dem Langzeitverletzten Terrence Boyd fällt nur Marcel Halstenberg mit einer Muskelverletzung am Hüftbeuger noch kurzfristig aus, für ihn wird Anthony Jung links hinten beginnen. „Anthony ist in einer sehr guten Verfassung. Sehe ich kein Problem drin“ meint Ralf Rangnick, der selbst unter der Woche noch mit einem Magen-Darm-Infekt ausfiel, über diese Umstellung. Ansonsten bleiben nur wenige Fragen offen. Eine davon ist, wer neben Willi Orban in der Innenverteidigung spielt. Bis Sonntag wird sich diese Frage zwischen Marvin Compper und Atinc Nukan entscheiden. Weiterhin hat wohl Yussuf Poulsen im Sturm zurzeit die Nase vorn und verweist Davie Selke somit zunächst auf die Bank. Es sei denn, man agiert mit zwei Spitzen, dann müsste wohl Demme auf der Bank Platz nehmen.

Mögliche Aufstellung: Coltorti – Klostermann, Orban, Nukan (Compper), Jung – Ilsanker, Demme – Kaiser, Sabitzer, Forsberg – Poulsen (Selke)

Bei den Braunschweigern ist die wohl wichtigste Frage, mit welcher taktischen Ausrichtung Torsten Lieberknecht plant. Wahrscheinlich ist, dass die Eintracht wieder im 3-4-3-System agiert, das in der Rückwärtsbewegung zu einer 5er-Kette umfunktioniert werden kann. Ralf Rangnick bewertete dies auf der Pressekonferenz vor dem Spiel wie folgt: „Spannendste Frage ist, ob Braunschweig mit drei Innenverteidigern oder mit zweien spielt. Dies hat graduelle Auswirkungen darauf, wie wir gegen den Ball spielen. Wir rechnen eher mit drei Innenverteidigern, sind aber auf beide Fälle vorbereitet.“ Nicht zu vernachlässigen in der Defensive der BTSV ist auch Keeper Rafal Gikiewicz. Der Rückhalt der Niedersachsen ist mit 10 Zu - Null – Spielen in 19 Einsätzen sowas wie die Weiße Weste in Person und die Nummer 1 der Liga. Offensiv dürften die Braunschweiger Hoffnungen auf den Schultern von Außenstürmer Salim Khelifi liegen. Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln ist nach dem Abgang von Berggreen der beste verbliebene Torschütze. Daneben muss sich Lieberknecht noch wie erwähnt zwischen Eintracht-Urgestein Kumbela und Orhan Ademi entscheiden. Beide trafen in der Vorbereitung jeweils zweimal, Ademi kann allerdings mehr Spielpraxis aufweisen, was für ihn sprechen sollte.

23 000 Tickets wurden für das Spiel am Sonntag bisher verkauft, durch eine Zeugnisaktion des Vereins für Kinder ist eine Prognose für die zu erwartende Zahl allerdings schwer. Die Temperaturen sollen bis Sonntag wieder leicht steigen, es bleibt aber kalt. Wer es am Sonntag nicht ins Stadion schafft, für den ist unser Fanticker wieder LIVE dabei und berichtet über alle Ereignisse auf und neben dem Feld. Alternativ bieten sich auch der Bullenfunk oder SKY an. Das RB-Fans.de-Team wünscht unserer Mannschaft um Trainer Ralf Rangnick wie immer alles Gute und viel Erfolg!

FM7


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GESPRÄCHSRUNDE MIT MINTZLAFF UND KAISER

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Leipzig - (04.02.2016) Die LVZ hatte Mittwochabend zum zweiten Mal in dieser Saison zu einer Gesprächsrunde mit RB-Beteiligung eingeladen. Moderator Guido Schäfer hatte Oliver Mintzlaff und Dominik Kaiser zu Gast.

Es war wieder eine dieser Abende in der LVZ-Kuppel, bei dem man auf dem Nachhause-Weg überlegen musste, ob man sich gerade auf einer 'One-Man-Show' von Guido Schäfer befand oder einer informativen Gesprächsrunde mit RB-Kapitän Dominik Kaiser und Vorstandschef Oliver Mintzlaff, die beide kurzfristig für den erkrankten Ralf Rangnick einsprangen. Der neueste Informationsgehalt der 90-minütigen Veranstaltung: Michael Drotleff, aktuell Marketing-Chef beim Bierbrauer Krombacher, wird künftig die Position des Director Sales & Marketing im Verein übernehmen.

Das Interessanteste an diesem Abend war dabei nicht mal der minimale Erkenntnisgewinn in Bezug auf die Trainersuche oder den Stadionneubau, sondern vielmehr die Person Oliver Mintzlaff an sich. Den gebürtigen Bonner kennt man als Fan eher vom "Hören-Sagen". Viele wissen mittlerweile, dass sein Karriereweg über Puma und die Agentur von Andrea Berg zum Red Bull-Imperium führte. Anders als bislang kolportiert, wurde Mintzlaff damals aber nicht von Rangnick ins Unternehmen geholt, sondern von Mateschitz selbst. Als es 2012 darum ging, Rangnick als Sportdirektor für Salzburg und Leipzig zu gewinnen, führte Mintzlaff die Vertragsverhandlungen mit Mateschitz und hinterließ beim Österreicher bleibenden Eindruck. Damals lehnte er ein direktes Angebot noch ab, zwei Jahre später konnte aber auch er dem Lockruf nicht widerstehen und ist seither für alle Red Bull-Standorte verantwortlich.

Das direkte Duell mit Guido Schäfer gewann der RB-Chef überraschend deutlich. Jede süffisante Frage seitens des Moderators konterte der ehemalige Leichtathlet gewieft und wirkte bei seinen Antworten sehr souverän und überzeugend. Er nahm sich ausführlich Zeit, brisante Themen wie die Sparmaßnahmen beim Etat, mögliche Spielertransfers und Anfeindungen gegen den Verein in aller gebotenen Sachlichkeit zu erklären.

Mintzlaff ist derzeit übrigens auf Wohnungssuche in Leipzig, möchte allerdings nicht dauerhaft hier wohnen, sondern lieber zwischen seiner Heimatstadt Bonn und Leipzig pendeln. Vermutlich bietet der Flughafen Köln-Bonn einfach mehr Direktverbindunen in die große weite Welt an…

Mintzlaff über einen möglichen Stadionneubau: Das Thema wird uns vermutlich noch die nächsten Jahre beschäftigen, wenn man den Ausführungen des Vorstandschefs aufmerksam lauschte. Grundsätzlich fühle man sich in der Red Bull Arena wohl und tendiere aktuell auch dazu, im Stadion zu bleiben. Aber es gäbe auch einige Faktoren, die in Zukunft vielleicht dagegen sprechen könnten. Da wäre zum Einen die erhöhte Belastung für Anwohner der Waldstraße, wenn in ferner Zukunft nicht nur am Wochenende sondern auch wochentags Spiele vor über 40.000 Zuschauern stattfinden werden. Könne man dies den Leuten dauerhaft zumuten? Zum Anderen ist und wird man selbst bei RB auf Ticketeinnahmen angewiesen sein. Es sei aktuell kein Zustand, dass man bei der An- und Abfahrt zum/vom Spiel erhebliche Zeiteinschränkungen in Kauf nehmen muss. Das würde zu unzufriedenen Fans führen, die sich beim nächsten Spiel zweimal überlegen, ob sie sich diesen Ärger antun. Außerdem sei es etwas anderes, 57.000 Tickets im ehemaligen WM-Stadion zu verkaufen oder in einem eigenen Stadion, dass explizit auf die Bedürfnisse des Unternehmens und Vereins zugeschnitten sei. Fakt ist aber: Der Mietvertrag fürs Stadion läuft noch bis 2020 und mehr als Planspiele betreibt man seitens des Vereins bislang nicht. Man diskutiert derzeit alle möglichen Varianten und wird damit auch noch eine Zeit lang beschäftigt sein.

Mintzlaff über Etat und Spielertransfers: Wenn im Sommer ein neuer Geschäftsführer seinen Dienst antritt, möchte ihm Mintzlaff einen effektiven, flexiblen und schlanken Verwaltungsapparat an die Hand geben. Aufgrund des rasanten Wachstums – bedingt durch die schnellen Aufstiege - seien in einigen Bereichen die Kosten etwas aus dem Ruder gelaufen, daher seien die Abteilungsleiter angewiesen, nach Einsparpotenzial zu suchen und einzelne Prozesse zu optimieren. Beispiele wollte er nicht nennen.

Sollte der Aufstieg gelingen, wolle man natürlich den Etat der 1. Bundesliga anpassen. Mintzlaff sei kein Freund von Konsolidierung, sondern möchte sehr schnell die nächsten Ziele in Angriff nehmen. Es bringe nichts, international spielen zu wollen und einen Etat zu haben, der nicht unter den ersten zehn der Liga gehört. Dazu brauche RB Sponsoren, die nicht nur Geldleistungen liefern, sondern von denen der Verein auch im alltäglichen Betrieb profitieren könne. Porsche sei so ein starker Partner, der u.a. durch sein Engagement im Nachwuchs optimal ist.

Das Interesse von Sponsoren am jungen Verein in einer dynamischen und attraktiven Stadt wie Leipzig sei sehr hoch, allerdings habe der Verein bislang seine Hausaufgaben nicht erledigt. Das muss und wird man jetzt nachholen.

Der Schalker Leroy Sané sei zwar ein hochbegabter Spieler, jedoch würde die Ablöse von 40 Millionen jeglichen Rahmen sprengen. Der Verein möchte junge, talentierte Spieler verpflichten, sie weiterentwickeln und Marktwerte schaffen (siehe Forsberg oder Poulsen). Damit passe Sané schon prinzipiell nicht zur Vereinsphilosophie. Ein Wechsel ist daher ausgeschlossen. Übrigens: Guido Schäfer eröffnete das Thema mit einem Videoclip zu Udo Jürgens Song "Aber bitte mit Sahne"...

Mintzlaff über die Trainersuche: Sandro Schwarz (Mainz 05 II) sei eines der größten deutschen Trainertalente, Markus Weinzierl (FC Augsburg) leistet seit Jahren hervorragende Arbeit in Augsburg und mit Marcel Koller (Nationaltrainer Österreich) habe man zuletzt wegen Hinteregger gesprochen. Der RB-Chef betonte noch einmal, dass die Liste an möglichen Kandidaten sehr kurz sei ("Shortlist eben") und Rangnick sich in der neuen Saison auf die Funktion als Sportdirektor konzentrieren soll, um das "Große Ganze" im Blick zu halten. Mehr ließ sich Mintzlaff an diesem Abend widererwartend nicht entlocken. Wobei es Guido Schäfer auch gar nicht erst ernsthaft versuchte, zu souverän reagierte der gebürtige Bonner auf die Fragen.

Kaiser und Mintzlaff über Zorniger: Unser Kapitän sollte einen Vergleich zwischen Rangnick und Zorniger ziehen, betonte allerdings lediglich, dass man bei Rangnick deutlich die Erfahrung spüre und somit auch die Ruhe in vielen Situationen. Mintzlaff wurde da schon konkreter. Der Aufstiegstrainer habe sich mit der Zeit verändert, sei in der Zweitligasaison festgefahren und beratungsresistent gewesen. Dabei sei die Stärke von RB Leipzig auf Entscheidungsebene immer die offene und konstruktive Diskussion gewesen. Das war unter Zorniger nicht mehr möglich, deshalb habe man sich getrennt.

Dominik Kaiser war an diesem Abend zwar bestens gelaunt, aber eher lammfromm in seinen Antworten (kein Vorwurf und trifft wohl das Naturell des Mutlangers). Der Kapitän möchte natürlich gerne aufsteigen, aber es stehen eben auch noch 15 harte Spiele bevor. Er sei stolz darauf, immer noch Teil des Teams zu sein und glaubt, dass er auch in der 1. Bundesliga eine gute Rolle spielen würde. Ansonsten blieben von ihm nur noch ein einige amüsante Wortgefechte mit Moderator Guido Schäfer in Erinnerung, in die auch Mintzlaff ab und zu einstieg. Kurz vor Ende der Veranstaltung wurde noch ein altes Foto vom RB-Chef als Cross-Läufer mit vollerem Haar gezeigt. Auf der Brust hing nicht nur die Nummer des Läufers, sondern auch der Sponsorenname der Veranstaltung: Krombacher. Der Kreis hatte sich an diesem Abend geschlossen.

Rojiblanco


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