COUNTDOWN 1. BUNDESLIGA

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Spielplan RB Leipzig

2. LIGA QUICKTABELLE

1
SC Freiburg
72
2
RB Leipzig
67
3
1. FC Nürnberg
65
4
FC St. Pauli
53
5
VfL Bochum
51
6
1. FC Union Berlin
49
7
Karlsruher SC
47
8
Eintr. Braunschweig
46
9
Greuther Fürth
46
10
1. FC Kaiserslautern
45
11
1. FC Heidenheim
45
12
Arminia Bielefeld
42
13
SV Sandhausen
40
14
Fortuna Düsseldorf
35
15
TSV 1860 München
34
16
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17
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SAISONRÜCKBLICK TEIL 2 – SPIELERANALYSE

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Leipzig - (23.05.2016) Wir bewerten die Leistungen unserer Kicker in der abgelaufenen Spielzeit und wagen einen Blick in die Glaskugel. Wer sind die Gewinner der Saison? Für wen wird es in der 1. Bundesliga nicht mehr reichen?

Fabio Coltorti (35 Jahre, 22 Spiele, 18 Gegentore, Vertrag bis 2016)
Spätestens seit seinem Last-Minute-Tor-Wahnsinn gegen den SV Darmstadt ist er Publikumsliebling in Leipzig. Stand seit Saisonbeginn regelmäßig im Tor ehe ihn eine Schulterverletzung im Winter außer Gefecht setzte. An Gulácsi gab es danach kein Vorbeikommen mehr, Rangnick vertraute seiner neuen Nummer 1. Erst beim Entscheidungsspiel gegen den Karlsruher SC, als Ausstrahlung und Erfahrung mehr denn je gefragt waren, durfte Coltorti wieder in die Startelf. Gab der Abwehr Sicherheit und Stabilität, zeigte einige unglaubliche Paraden und ist in Sachen Strafraumbeherrschung unschlagbar. Ob er seinen Traum, für RB Leipzig in der Bundesliga zu spielen, wahr wird, hängt von Hasenhüttl und Rangnick ab. Vereinsseitig gibt es eine Option zur Vertragsverlängerung, allerdings überlegen die Verantwortlichen auch, wie die aktuelle Gerüchteküche zeigt, einen neuen jungen Torhüter zu verpflichten.

Péter Gulácsi (26 Jahre, 17 Spiele, 18 Gegentore, Vertrag bis 2019)
Kam mit der Hypothek einer Rot-Sperre nach Leipzig und musste sich erst einmal hinter Coltorti anstellen. Nutzte seine Chance, als sich der Schweizer verletzte und überzeugte mit seiner ruhigen Art und tollen Reflexen auf der Linie sowie im Eins gegen Eins. Hat es dennoch schwer, aufgrund Coltortis herausragender Stellung in Leipzig entsprechende Akzeptanz zu erfahren und galt nicht als der große Lautsprecher auf dem Platz. Gehört zum vorläufigen EM-Kader für Ungarn und wird hoffentlich mit nach Frankreich fahren dürfen. Sollte RB einen neuen Torwart verpflichten, muss er sich Gedanken über seine Zukunft machen. Die dauerhafte Nummer 2 in Leipzig dürfte nicht sein Anspruch sein.

Benjamin Bellot (25 Jahre, 23 Regionalliga-Einsätze, 33 Gegentore, Vertrag bis 2018)
Der "Ur-Bulle" musste sich nach der Verpflichtung von Péter Gulácsi aus Salzburg mit der Rolle als Nummer 3 begnügen. In der ersten Mannschaft ab und zu Ersatztorhüter, bekam er zumindest in der Regionalliga regelmäßig Spielpraxis. Dort spielte er nur zweimal zu Null und schwankte in seinen Leistungen. Da Bellot nicht dauerhaft für die U23 in der vierten Liga spielen will, stehen die Zeichen auf Abschied (LVZ), schließlich ist er noch im besten Fußballalter.

Lukas Klostermann (19 Jahre, 31 Einsätze, 1 Tor, 4 Vorlagen, Vertrag bis 2018)
Unser 2014 von Bochum gekommenes Talent hat sich in seiner zweiten Saison als Rechtsverteidiger etabliert und sowohl Georg Teigl verdrängt, als auch dem Nachwuchs-Bullen Ken Gipson kaum eine Chance gelassen. Er bestach durch seine Schnelligkeit und defensive Stabilität, hat zudem aber auch gelernt, offensiv Akzente zu setzen. Seine Schwächen bleiben technische Probleme und oftmals noch zu schwache Flanken, eine Entwicklung ist aber deutlich zu erkennen. Es bleibt abzuwarten wie unser neuer Trainer mit ihm plant und was sich im Hinblick auf Transfers in der Defensive tut, doch nicht umsonst sehen viele unseren möglicherweise ersten deutschen A-Nationalspieler in ihm. Momentan wird zurecht an einer Vertragsverlängerung gearbeitet, die hoffentlich vor Olympia noch unter Dach und Fach gebracht wird.

Georg Teigl (25 Jahre, 12 Einsätze, 3 Regionalligaeinsätze (2 Vorlagen), Wechselt zu Augsburg)
Hat diese Saison gegen Klostermann den Kürzeren gezogen und kam nur noch sporadisch zum Einsatz. Dem schnellen Flügelflitzer wurden seine defensiven Schwächen und limitierten technischen Möglichkeiten zum Verhängnis. Bekam zu Beginn der Saison noch ein paar Chancen von Beginn an, konnte diese aber nicht nutzen und wurde im späteren Saisonverlauf – wenn überhaupt – nur noch eingewechselt. Zwischenzeitlich sogar in das Regionalligateam versetzt. Sein Vertrag lief aus und wurde folgerichtig nicht verlängert, nun wechselt er zum FC Augsburg. Wir wünschen ihm natürlich alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen in der Bundesliga, oder traditionell im Pokal.

Ken Gipson (20 Jahre, 23 Regionalligaeinsätze, 2 Profi-Einsätze, Vertrag bis 2018)
Der Neuzugang von Stuttgarts U19 deutete in der Hinspiel-Partie gegen Sandhausen sein Potential an, zeigte aber auch eine Woche später gegen Kaiserslautern, dass er noch nicht so weit ist, um regelmäßig eine Alternative für die erste Mannschaft zu sein. Er bekam im Regionalligateam stetig Einsatzzeit mit durchaus ordentlichen Leistungen, der nun nötige Sprung in Liga 1 scheint aber doch zu groß zu sein. Das sieht auch unser Trainerteam ähnlich, weswegen Gipson zur nächsten Saison vorerst nur für die U23 eingeplant ist.

Willi Orban (23 Jahre, 33 Einsätze, 1 Tor, 1 Vorlage, Vertrag bis 2019)
Unser Abwehrchef und Dauerbrenner in der Defensive. Hat sich nach kurzer Eingewöhnungszeit schnell im Abwehrverbund etabliert und die wohl konstantesten Leistungen gezeigt. Strahlt trotz seines jungen Alters eine enorme Ruhe am Ball aus. Zudem sorgte er, wenn auch unfreiwillig, für ein Fan-Highlight der Saison. Nach seiner unglücklichen Rückkehr ins heimische Kaiserslautern zeigten die Fans mit der Aktion "Wir sind Willi" ihre Solidarität mit dem Innenverteidiger. Auch in der Mannschaft erhielt er schnell ein hohes Standing. Ein wirklich gelungener Transfer, der auch in Liga 1 zum Stamm-Personal gehören sollte.

Marvin Compper (30 Jahre, 26 Einsätze, 3 Tore, 2 Vorlagen, Vertrag bis 2017)
Unser erfahrenster Feldspieler hat sich nach einer durchwachsenen letzten Saison stabilisiert und zusammen mit Orban ein mehr als solides Innenverteidiger-Gespann gebildet (wenigste Gegentore und zugelassene Torschüsse). Den Saisonbeginn aufgrund von Knieproblemen verpasst, kam mit ihm auch der Erfolg zurück nach Leipzig. Besonders in der Offensive zeigte er seine Kopfballstärke und Nützlichkeit mit drei Treffern nach Standardsituationen. Nichtsdestotrotz unterliefen ihm immer noch zu viele individuelle Fehler. Es bleibt abzuwarten, ob er in der 1. Bundesliga noch zur Stamm-Viererkette gehören wird, was auch von etwaigen Neuzugängen abhängt. Als Back-Up jedoch kann er durch seine Erfahrung dem Team mit Sicherheit weiterhin helfen und die junge Mannschaft unterstützen.

Atinç Nukan (22 Jahre, 14 Einsätze, 1 Tor, Vertrag bis 2020)
Der Neuzugang von Besiktas kam mit vielen Vorschusslorbeeren nach Leipzig, zeigte sein Talent jedoch leider zu selten. Den Saisonauftakt noch aufgrund von Patellasehnenproblemen verpasst, gelang es ihm danach nicht, sich in die Stammformation zu spielen. Seine wenigen Einsätze wurden von zu vielen Fehlern überschattet, einzig das Spiel gegen den MSV Duisburg am 17. Spieltag, als er per Kopf zum 3:2 nach Einwechslung traf, darf als Lichtblick gewertet werden. Der Knoten platzte jedoch auch danach nicht. Der türkische Innenverteidiger offenbarte Schnelligkeitsdefizite, auch sein Stellungsspiel ließ zu wünschen übrig. Luft nach oben gibt es auch bei seiner Ballbehandlung und Spieleröffnung. Kopfballstärke allein reicht leider nicht aus. Wie es mit ihm weitergeht, muss man abwarten. Hat nun eine volle Vorbereitung Zeit, an sich zu arbeiten, jedoch könnte er auch verliehen werden.

Marcel Halstenberg (24 Jahre, 28 Einsätze, 4 Tore, 4 Vorlagen, Vertrag bis 2019)
Der Last-Minute-Transfer vom FC St. Pauli erspielte sich schnell einen Stammplatz als Linksverteidiger und konnte Anthony Jung so verdrängen. Hinten solide, zeigte er seine Qualitäten besonders in der Offensive. Vier Tore und vier Vorlagen sind ordentliche Werte für einen Abwehrspieler. Auch wenn ihm in der zweiten Saisonhälfte die Torgefahr etwas abging, waren seine dynamischen Vorstöße ein stets gefährliches Mittel. Bestach durch seine Flankenläufe und ist auch im Stande den Ball gut in die Mitte zu bringen. Dazu ist sein linker Hammer eine Waffe aus der Distanz. Kann in der Defensive zwar noch an sich arbeiten, sollte aber auch im Oberhaus Teil der Abwehrkette sein.

Anthony Jung (24 Jahre, 24 Einsätze, 1 Vorlage, 2 Regionalligaeinsätze (1 Tor), Vertrag bis 2019)
Hatte einen schweren Stand nach der Verpflichtung von Halstenberg. Bewährte sich danach aber als variabel einsetzbarer Allrounder in der Defensive und sprang dort ein, wo Bedarf bestand. Zeigte sich in seinen Auftritten zwar konstant und solide, war offensiv aber nicht so gefährlich wie sein Konkurrent und defensiv nicht signifikant besser. Näher an der Startaufstellung dran als Teigl auf der anderen Seite, trotzdem wird man schauen müssen, wie es mit ihm weitergeht. Als Alternative ist Jung auch eine Rolle in der ersten Liga zuzutrauen, zur Stammkraft wird es allerdings nicht reichen.

Rani Khedira (22 Jahre, 20 Einsätze, 1 Vorlage, 2 Regionalligaeinsätze (1 Tor), Vertrag bis 2019)
Der kleine Bruder des Weltmeisters von 2014 hatte sich sicher etwas mehr von der Saison versprochen. Nachdem mit Kimmich ein wichtiger Baustein aus dem Mittelfeld die Mannschaft  verlassen hatte, hätte es seine Saison werden können, in der er sich als vollständige Stammkraft im defensiven Mittelfeld der Bullen etabliert. Es schien sich aber spätestens mit dem Transfer von Ilsanker kein so rechter Platz im ersten Kader der Mannschaft für ihn zu öffnen. Der Österreicher war als defensive Kraft immer eine Nase vorn, während Demme mit stärkerer Übersicht und Laufleistung überzeugen konnte. Unterm Strich fand sich die second-best-Lösung Khedira zumeist auf der Bank wieder, absolvierte sechs Ligaspiele über 90 Minuten (2014/15 waren es noch 15) und zeigte in seinen Einsätzen aber meist ansprechende Leistungen. Spielerisch geht ihm noch die Aggressivität seines Bruders in den Zweikämpfen ab und zu selten kann er aus dem Spiel für Torgefahr sorgen, was aber angesichts einer noch immer mangelnden Torgefahr eines Demmes oder Ilsankers nicht so schwer ins Gewicht fällt. Gerade aber bei den Standards muss man in Zukunft von dem 1,88 m Mann wieder mehr erwarten dürfen.
Mit gerade mal 22 Jahren ist aber noch reichlich Potential für Entwicklung, sodass es interessant zu sehen sein wird, ob Rani die Herausforderung eine Liga weiter höher (und mit eventuell noch hochkarätiger Mittelfeldkonkurrenz) annimmt und sich erneut versucht durchzusetzen. 

John-Patrick Strauß (20 Jahre, 2 Kaderplätze ohne Einsatz, 18 Regionalligaeinsätze (1 Tor, 6 Vorlagen), Vertrag bis 2018)
Gehörte über den gesamten Saisonverlauf nur zum erweiterten Kreis der 1. Mannschaft und hatte auf Grund starker Konkurrenz nie wirklich eine ernsthafte Chance, Zweitligarasen zu bespielen. Profitierte natürlich vor allem von der Local-Player-Regelung der DFL, wird aber bereits dem Vernehmen nach im Sommer wieder fester Bestandteil des U23-Kaders werden und dort wahrscheinlich eine gewichtigere Rolle spielen als bei den 1. Herren.

Stefan Ilsanker (27 Jahre, 28 Einsätze, 1 Tor, 1 Vorlage)
Unser österreichischer Zerstörer im Mittelfeld, der pressinggewordene Traum von Golimpact, der erst vor der Saison vom Salzburger Schwesternklub kam, etablierte sich relativ fix und verwies Konkurrent Khedira in den meisten Fällen auf die Bank. Trotz fußballerisch limitierter Möglichkeiten fand Ilsanker seine Rolle vor der Abwehr und bestach vor allem durch kämpferische Akzente. Wenn man aus taktischer Sicht kein Freund des Staubsaugers vor der Abwehr ist, wurde man schnell Fan unseres neuen Ösis. Ob das Ganze auch in der ersten Liga funktioniert, muss man abwarten. Besonders, da auf der Sechs immer wieder neue Namen gehandelt werden. Ilsanker ist momentan der kompletteste Sechser im Team und dürfte auch nach dem Aufstieg gesetzt sein und möglichen Neuzugängen wie Keïta und Co. den Rücken freihalten.

Diego Demme (24 Jahre, 28 Einsätze, 3 Vorlagen)
Einer der Lichtblicke der Saison! Der zweite Teil unserer Sechser bestach durch seine läuferischen und kämpferischen Fähigkeiten ein ums andere Mal und brachte bereits aus der eigenen Hälfte hinaus Struktur in das Spiel der Roten Bullen. Der Halbitaliener war das Verbindungsglied zwischen Abwehr und Angriff und somit enorm wichtig für den taktischen Aufbau unseres Teams. Demme setzte sowohl offensiv als auch defensiv viele Zeichen und war ein Vorbild an physischer und mentaler Präsenz. Noch dazu zeigte er seine Variabilität: Beim Rückrundenspiel gegen 1860 München schlüpfte er in die Rolle des Spielmachers und war prompt bester Mann auf dem Platz. Die Krönung war eine wunderschöne Torvorlage für Lukas Klostermann Tor und den Siegtreffer, welcher das Spiel sogar drehte. Leider konnte er im Anschluss nicht ganz an diese Leistung anknüpfen. Auch insgesamt könnte er noch etwas konstanter werden. Das ist auch der Grund, warum sein Stammplatz nie so sicher schien, wie es seine besten Leistungen eigentlich rechtfertigten. Auf der anderen Seite ist Diego ein Spieler, der die Arbeiten erledigt, die man als Zuschauer eben nicht sieht. Seine Qualitäten wird man auch nächste Saison dringend benötigen, er spielt jedoch auf einer Position die relativ sicher Hauptziel möglicher Transfers ist.

Stefan Hierländer (25 Jahre, 2 Profi-Einsätze, 17 Regionalliga-Einsätze (6 Tore, 4 Vorlagen), Vertrag läuft aus)
Nein, so richtig warm wurde der ehemalige Salzburger Ergänzungsspieler Hierländer nicht mit dem Rasenballsport Leipziger Prägung. Zur Verwunderung aller noch im ersten Spiel als Rechtsverteidiger in der Startelf, saß er nach Anfang August nur noch einmal auf der Auswechselbank der Profis (gegen 1860 im Rückspiel). Dafür stieg er recht schnell zu einem Stammspieler in der sonst meist blutjungen U23 auf und mauserte sich da zu einem wichtigen Rückhalt, anders als einige Profikicker vor ihm, nahm er diese Rolle an und trug mit zehn Scorern einen großen Teil zum Klassenerhalt bei. Trotzdem ist die Regionalliga nicht sein Anspruch, der Vertrag läuft aus und uns bleibt nur zu sagen: Mach‘s gut Hierle!

Dominik Kaiser (27 Jahre, 32 Einsätze, 7 Tore, 6 Vorlagen, Vertrag bis 2018)
Dome Kaiser – Fußballgott! Trotz namhafter Neuzugänge schaffte es Kaiser erneut zu einem der Schlüsselspieler der Offensive zu werden, sicher nicht so stark aus dem Spiel heraus, jedoch durch seine guten Standards immer noch ein gewichtiger Faktor, auch weil der große Sturmlauf von Selke, Forsberg und Co. ausblieb. Seine stärkste Phase hatte der Nachfolger Frahns im Kapitänsamt jedoch erst zu Beginn der Rückrunde, als ihm zwischen dem 18-25 Spieltag neun seiner 13 Scorerpunkte gelangen. Mit selbigen belegte er insgesamt – gemeinsam mit Selke und Sabitzer – Rang 2 in der teaminternen Scorerliste. Größtenteils auf der für ihn eher untypischen Position auf Rechtsaußen eingesetzt, ließ er sich oft in die Mitte fallen und schaffte so auch Platz für einen weit aufrückenden Klostermann. Insgesamt hatte jedoch auch der "Fußballgott" einige schwächere Phasen, in denen seine Beteiligung an gefährlichen Aktionen quasi ausschließlich über die Standards erfolgte. Als einer der letzten Integrationsfiguren und wenigen Kicker, die schon in Liga 4 gegen Meuselwitz, Torgelow und Co. ihre Knochen hingehalten haben, weiter ein wichtiger Spieler, mit den zu erwartenden Neuzugängen wird es für Kaiser dennoch nochmal schwerer, sein Kapitänsamt auch auf dem Feld auszufüllen, bisher ist es ihm wie Demme gelungen weiterhin ein integraler Bestandteil des Teams zu sein und auch durchaus neue Aspekte in sein Spiel zu integrieren – es bleibt spannend…

Massimo Bruno (22 Jahre, 26 Profieinsätze (2 Tore, 3 Vorlagen), 1 Regionalliga-Einsatz, Vertrag bis 2019)
Der Problembär, wie die Presse gerne titelte: Massimo Bruno wechselte vor zwei Jahren mit großen Vorschusslorbeeren erst über Leipzig nach Salzburg und dann "zurück" nach Leipzig, weder an der Salzach noch an der Pleiße konnte Bruno – als Belgier immerhin aus einem der Talente-Hotspots Europas – jedoch überzeugen. Zu fremd schien das physisch herausfordernde Gegenpressing dem eher feinsinnigen Spielmacher. Auch wenn es immer wieder Stimmen gab, dass Bruno in der Bundesliga mehr Räume bekommt und seine Stärken besser zur Geltung bringen kann, so dürften die beiden zurückliegenden Jahre eher enttäuschend sein. Mit fünf Scorerpunkten zwar ein Wert im Mittelfeld des Teams (einsatzbereinigt), aber besonders in der Hinrunde eher ein Fremdkörper. Am Ende durchaus mit einigen Ansätzen und nach gut 40 erfolglosen Torschüssen mit einem Doppelpack gegen Bochum, aber letztlich blieb vieles Stückwerk. In der neuen Saison wird er sich auch offensiv einer verstärkten Konkurrenz stellen müssen, ein Abgang zu einem Verein, der mehr seinen Stärken entgegenkommt und bei dem er wieder als Stammspieler operieren könnte, durchaus möglich, erste Gerüchte gab es bereits, finanziell dürfte Bruno allerding nicht für jeden zu stemmen sein.

Zsolt Kalmár (20 Jahre, 4 Einsätze, 1 Vorlage, Vertrag bis 2019)
Auch für den Ungarn war es eine durchwachsene Saison. In der Hinrunde kam er gegen die starke Konkurrenz quasi nicht zum Zug und brachte keine 100 Einsatzminuten aufs Feld. Nach der Leihe nach Frankfurt unter Oral durchaus mit guten Ansätzen, am Ende jedoch Suspendiert und mit dem FSV abgestiegen. Aktuell wird Kalmár von Karlsruhe umworben, Oral war also scheinbar zufrieden mit dem ungarischen Auswahlspieler. Ein Happyend wird es in Leipzig – gemessen an der Historie der bisherigen Leihspieler wohl kaum geben, eine Leihe oder ein Verkauf nach Karlsruhe die aktuell wahrscheinlichste Option.

Nils Quaschner (22 Jahre, 20 Profi-Einsätze (1 Tor, 1 Vorlage), 5 Regionalliga-Einsätze (3 Tore, 1 Vorlage) Vertrag bis 2018)
Keine gute Saison für den jungen Angreifer. Hatte mit Selke und Poulsen starke Konkurrenz und bekam aufgrund des Ein-Mann-Stürmer-Spielsystems kaum Einsatzzeiten. Bei der U23 immerhin mit einer starken Quote von drei Toren in fünf Einsätzen. Da er in der 1. Bundesliga nicht mit mehr Spielzeit rechnen kann, könnte ein Abschied im Sommer nur die logische Konsequenz sein. Die Regionalliga mit der U23 dürfte nicht seinem Anspruch entsprechen. 

Marcel Sabitzer (22 Jahre, 34 Spiele, 8 Tore, 5 Vorlagen, Vertrag bis 2021)
An Sabitzer scheiden sich bei den Fans oftmals die Geister. Die einen halten ihn für einen hervorragenden Fußballspieler, der im Leipziger Pressingsystem überragend agiert und immer wieder für viel Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgt. Die anderen halten ihm vor, er sei arrogant, lustlos und würde regelmäßig seine Mitspieler anmaulen, wenn es nicht richtig läuft. Die Bilanz mit acht Treffern in 34 Spielen spricht jedenfalls für sich, damit hat er sogar mehr Tore als Poulsen erzielt. Sabitzer ist ohne Zweifel ein technisch versierter, lauffreudiger und pressingstarker Offensivspieler, ohne den wir gerade in der ersten Saisonhälfte deutlich weniger Punkte gesammelt hätten und dem gerade im Spielaufbau eine Schlüsselrolle zukam. Wirkte gegen Saisonende aber etwas überspielt und konnte an seine starken Leistungen zu Beginn selten anknüpfen. Der Österreicher wird wie Ilsanker mit seiner Nationalmannschaft bei der EM in Frankreich teilnehmen und hoffentlich verletzungsfrei bleiben. 

Davie Selke (21 Jahre, 32 Einsätze, 10 Tore, 3 Vorlagen, Vertrag bis 2020)
Zehn Saisontore seien zu wenig gewesen, resümierte der Angreifer zuletzt in der Bild-Zeitung zum Saisonabschluss. Selke startete zwar mit sechs Toren in den ersten zehn Spielen verheißungsvoll, fiel danach aber in ein Loch und brauchte bis Anfang März, um dort wieder herauszukommen. Erstmals in seiner noch jungen Karriere fand sich der der U21-Nationalspieler regelmäßig auf der Bank wieder und musste lernen, mit dieser Situation umzugehen. Hat seine Qualitäten eindeutig im Strafraum und beim Torabschluss. Das Sturmduo Poulsen & Selke wurde leider zu selten trainiert und im Spiel angewandt, konnte im Fall der Fälle jedoch auch nicht überzeugen (Ausnahme Düsseldorf). Trotzdem eine ordentliche Saison des erst 21-Jährigen, der vermutlich im Sommer mit zu den Olympischen Spielen nach Rio darf. 

Yussuf Poulsen (21 Jahre, 34 Spiele, 7 Tore, 5 Vorlagen, Vertrag bis 2019)
Konträrer Saisonverlauf zu seinem Freund Davie Selke. Zu Saisonbeginn enttäuschend, mit sich selbst hadernd und ohne Effizienz im Spiel, zog er gegen Selke zunächst den Kürzeren und kam lediglich von der Bank. Knackpunkt dabei die kurze Sommerpause, als er mit der dänischen U21 und auch der Nationalmannschaft antrat. Als sein "Konkurrent" schwächelte, fand er rechtzeitig zu alter Form zurück und hatte mit seinen Toren einen wesentlichen Anteil am Aufstieg der Leipziger. Dribbelt sich manchmal immer noch zu schnell fest und will mit dem Kopf durch die Wand. Bleibt aber ein unangenehmer Gegenspieler, der auch im technischen Bereich große Fortschritte gemacht hat. Wir dürfen alle gespannt sein, wie sich der schnelle Däne in der 1. Bundesliga behaupten kann. Erstmal dürfte ihm wie Selke im Sommer Olympia erwarten.

Terrence Boyd (25 Jahre, Vertrag bis 2017)
Er bleibt der Pechvogel der Roten Bullen, welcher sich laut MDR-Reporter Rene Kindermann "gerne mal verletzt". Im Oktober 2015 sah es noch so aus, als ob der US-Amerikaner im Wintertrainingslager wieder angreifen könnte, doch zwei operative Eingriffe im rechten Knie verzögerten das lang ersehnte Comeback. Nun wird die Sommervorbereitung 2016 als Ziel anvisiert. Möglich, dass Boyd zum Sammeln von Spielpraxis erst einmal verliehen wird. Viel wichtiger ist allerdings, dass er sein Knie bald wieder schmerzfrei belasten und Fußballspielen kann! 

Emil Forsberg (24 Jahre, 33 Einsätze, 8 Tore, 7 Vorlagen, Vertrag bis 2021)
Er hat das Tore schießen erlernt! Ist er in der Saison 2014/2015 noch regelmäßig am Torwart und sich selbst gescheitert, ließ der Schwede in dieser Spielzeit endlich seine Klasse aufblitzen und erzielte genauso viele Treffer wie sein Gegenüber Sabitzer. Mit dem Ball ist er definitiv der beste Zweitliga-Kicker und sorgt immer wieder für einen Raunen im Stadion, wenn er drei Gegenspieler auf engstem Raum austanzt. Gegen Saisonende wie in der letzten Rückrunde mit leichten Problemen beim Torabschluss und wirkte ähnlich wie Sabitzer auf dem Flügel etwas müde. Viel Zeit zur Erholung bleibt nicht, er wird zusammen mit Ibrahimovic Schweden bei der EM vertreten. Kommt er gesund zurück, dürften wir kommende Saison in Liga 1 noch viel Freude an ihm haben.

RB-Fans.de Team


Permalink: http://www.rb-fans.de/artikel/20160523-special-spieler-saisonrueckblick_teil2.html




BEI TICKETPREISEN IN DER SPITZENGRUPPE DER 1. LIGA

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Leipzig - (20.05.2016) Seit Veröffentlichung der Ticketpreise gibt es heiße Diskussionen, ob die Preise für die 1. Liga gerechtfertig oder zu teuer sind. Wir haben die Preise der 1. Liga verglichen und diese mit der Kaufkraft ins Verhältnis gesetzt. Ergebnis: Wir befinden uns in der Spitzengruppe bei den Dauerkartenpreisen.

Ausgangsbasis Kaufkraftniveau

Zur Bewertung der Kartenpreise ist das regionale Kaufkraftniveau zu berücksichtigen. Es ist davon auszugehen, dass Zuschauer zu den jeweiligen Bundesligavereinen nicht nur aus der jeweiligen Stadt kommen, sondern auch aus dem Umland, weshalb die Kaufkraftdaten der jeweiligen Bundesländer herangezogen werden. Hierbei werden die Zahlen des führenden Marktforschungsinstituts GfK verwendet, so dass eine valide Datenbasis zur Verfügung steht. Die Daten wurden dabei indexiert, so dass der Wert 100 dem bundesdeutschen Durchschnitt entspricht. Werte unter 100 entsprechen folglich einem unterdurchschnittlichen Wert, Werte über 100, sind dabei positiv. In der nachstehenden Tabelle sind die Daten der einzelnen Bundesländer aufgelistet:

Quelle

Der Freistaat Sachsen ist dabei 14,9 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt. Die umliegenden Bundesländer Sachsen-Anhalt weisen mit 16,2 Prozentpunkten unter dem Durchschnitt bzw. 15,0 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt vergleichbare Werte auf.

Die Dauerkartenpreise der 1. Liga im Vergleich

Der St. Pauli-Fanblog Übersteiger erfasst in jeder Saison die Dauerkartenpreise der 1. und 2. Liga und vergleicht dabei die Preise für den Stehplatz im Heimbereich, den günstigen Sitzplatz sowie den teuersten Sitzplatz ohne VIP-Preis. Diese Tabelle mit den Werten der letzten Saison haben wir herangezogen, die teilweise bereits bekannten Daten für die neue Saison und unsere Preise dabei eingeordnet.



Demnach belegen wir Platz 8 im Vergleich und befinden uns damit im Mittelfeld. Unter Beachtung, dass wir in der letzten Zweitligasaison noch die günstigen Dauerkartenpreise der 2. Liga hatten, ein beachtlicher Preissprung. Kann sich natürlich noch etwas verschieben, wenn die Preise der anderen Vereine auch leicht anziehen, aber wesentliche Veränderungen sind nicht zu erwarten, da die Vereine ja bereits in der Saison zuvor in der 1. Liga gespielt haben.

Überhaupt sind die prozentualen Anstiege relativ groß und gerade für langjährige Dauerkartenbesitzer und OFC-Mitglieder sowie im Familienfanblock-Sektor D und an den Kurven am höchsten.

Quelle

Die Dauerkartenpreise der 1. Liga im Vergleich unter Berücksichtigung der Kaufkraft

Wie bereits dargestellt, ist die Kaufkraft deutlich unterdurchschnittlich. Wird diese ins Verhältnis zur den Dauerkartenpreisen gesetzt, errechnet sich für RB Leipzig ein Zuschlag von 14,9 Prozentpunkten durch die unterdurchschnittliche Kaufkraft, während sich bspw. für Bayern München durch die deutlich überdurchschnittliche Kaufkraft der Preis um ca. 9 Prozentpunkte relativiert.




Im Verhältnis zur Kaufkraft würde RB Leipzig im Vergleich zu den letztjährigen Preisen der 1. Liga auf Platz 1 der 1. Bundesliga liegen. Klar, dass auch bei anderen Vereinen leichte Preissteigerungen zu erwarten sind, aber RB Leipzig wird in jedem Fall zu den Vereinen gehören, welcher die teuersten Dauerkartenpreise im Verhältnis zur Kaufkraft aufrufen.

Bedenkt man weiterhin, dass der Fanblock mit der günstigsten Kategorie nur ein begrenztes Kontingent von etwas mehr als 10% der Stadionkapazität aufweist, dann dürfte die Bilanz nicht besser werden. Vereine wie Darmstadt oder Dortmund haben durch die deutlich höhere Anzahl an Stehplätzen beispielsweise einen deutlich höheren Anteil günstiger Karten. So sind Dauerkarten der beiden günstigsten Kategorien nach aktuellem Stand wohl nur über eine Warteliste zu bekommen, da das Kontingent bereits in der letzten Saison ausgeschöpft wurde und die jeweiligen RB-Fans diese wohl auch in der 1. Liga verlängern werden.

Dazu ist beachtenswert, dass vergleichbare Vereine (alimentiert, Aufsteiger oder wie Hertha ebenfalls durch Kaufkraft benachteiligt) deutlich hinter RBL landen und sich allesamt am unteren Ende dier Preisliste wiederfinden.

Fazit:

Unser Vorstandsvorsitzender Herr Mintzlaff hat deutlich gemacht, dass man in allen Bereichen die Einnahmequellen steigern möchte. Dazu gehört offensichtlich auch das Ticketing. Ob man sich mit dieser Preisgestaltung einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten. Sollte es sportlich enttäuschend verlaufen, dann werden wohl etliche Plätze bei diesem Preisniveau leer bleiben. Wir sind hier nicht in München oder anderen Regionen in Deutschland, wo diese Preise leichter zu stemmen sind. Ein Anstieg mit Augenmaß und familienfreundlichen Preisen sieht in jedem Fall anders aus. Und dabei sind andere Themen: Wegfall des Treuebonus, Randblockpreissteigerung, Sektor-D als früher kommunizierter zweiter Fanblock zieht unverhältnismäßig an, ungleiche Aufschläge und hohe Tageskartenpreise hier noch nicht einmal beachtet.

Jupp, Rumpelstilzchen


Permalink: http://www.rb-fans.de/artikel/20160520-special-kartenpreise.html



SAISONRÜCKBLICK TEIL 1 – HIGHLIGHTS UND FLOPS UNSERER REDAKTEURE

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Leipzig - (18.05.2016) Eine erfolgreiche Saison ist beendet. Leipzig ist reif für die erste Liga! In 100 Tagen messen sich unsere Rasenballer nur gut sieben Jahre nach der Gründung in der Bundesliga. Unsere Redakteure mit ihren Highlights und Flops der Aufstiegssaison.


Rojiblanco

Highlight: #WirSindOrban. Großartige Reaktion unserer Anhänger, nachdem unser Innenverteidiger beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern aufs Übelste beschimpft und beleidigt wurde. Eine Welle der Sympathiebekundungen startete zunächst in den sozialen Netzwerken und wurde anschließend deutlich beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld hör- sowie sichtbar. Sprechchöre, Pappschilder mit seiner Rückennummer und Spruchbänder waren ein klares Zeichen dafür, dass wir RB-Fans derartigen Hass und Verunglimpfungen ablehnen.

Enttäuschung: Atinc Nukan. Mit vielen Vorschlusslorbeeren im Sommer nach Leipzig gekommen, hat er in nur in ganz wenigen Spielen überzeugt. In den Pokalspielen gegen Osnabrück und Unterhaching überfordert, in der Liga meist kein sicherer Rückhalt und bei den entscheidenden Gegentoren in Kaiserslautern und daheim gegen Bielefeld wesentlich beteiligt. Unser türkischer Innenverteidiger ist zwar kopfballstark und gut in der Spieleröffnung, allerdings deutliche Schwächen in Punkto Beweglichkeit, Reaktionszeit und Stellungsspiel.

Thixo

Highlight: Zu meinen Highlights diese Saison gehört ohne Zweifel die heimische Partie gegen den MSC Duisburg. Ein 1:2 innerhalb der letzten fünf Minuten unter der direkten Einwirkung dreier Einwechselspieler in ein 4:2 zu drehen, das hatte schon etwas magisches im Stadion. Solche Spiele können dann zu Recht von sich behaupten, dass sie essentiell für den späteren Aufstieg in die Bundesliga waren.

Enttäuschung: Wenn Enttäuschung das Verhältnis von Erwartung zu der tatsächlich erbrachten Leistung ist, dann ist (leider) Bruno meine diesjährige. Er kam im Sommer in die Mannschaft, um eine Position zu besetzen, für die es de facto keinen oder kaum gelernten Spieler gab: die des kreativen 10ers, der hinter den Spitzen agiert und mit sauberen Pässen die Torjäger in Szene setzen kann. Für ihn sprach die süße Verheißung eines jungen belgischen Talents, welches Sprache und System bereits in Salzburg erleben durfte. Unterm Strich stehen aber leider "nur" zwei Tore und drei Assists sowie wechselnde Phasen zwischen Startelf und Ergänzungskader. Man spürt förmlich, dass in ihm ein Spieler mit gutem Bundesligaformat steckt, das möchte er dann aber bitte auch ab Sommer diesen Jahres beweisen. Sonst bleibt am Ende nur der traurige Titel des ewigen Talents.

FM7

Highlight: Das 2:1 in Fürth am 19. Spieltag. Klar, das Highlight der Saison muss natürlich für jeden der Aufstieg sein, aber dieses Spiel bleibt mir trotzdem in besonderer Erinnerung. Spiele die in letzter Sekunde entschieden werden, sind einfach geil. Letzte Saison Coltorti, diese Ilsanker. Dazu sprangen wir durch den Sieg auch noch auf Platz 1, direkt vor der Winterpause. Bei solchen Partien zeigt sich außerdem der Charakter einer Mannschaft. Kurz zuvor noch der Ausgleich, aber trotzdem nicht aufgegeben. Das ist Fußball.

Enttäuschung: Der DFB-Pokal. Ein eigentlich so schicker Wettbewerb, der unterklassigen Teams die Chance bietet dieses besondere Cup-Feeling zu spüren. Für uns war es hingegen eher ein Desaster. Erst das Weiterkommen am Grünen Tisch nach dem Eklat in Osnabrück, gefolgt von einer der schlechtesten Leistungen die ich je gesehen habe gegen Unterhaching. Es muss ja nicht gleich der Titel sein, aber etwas mehr hatte ich mir schon erhofft. Dabei war noch nicht mal das Ausscheiden in Runde 2 das Schlimmste, sondern die Art und Weise, wie die Mannschaft auftrat.

RBL_Nico

Highlight: IHR! Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass in so kurzer Zeit so viele verschiedene und neue Fangesänge „komponiert“ werden könnten. Wer da sagt, dass wir keine Fankultur haben, hat schlichtweg keine Ahnung. Ich war beeindruckt, dass noch lange nach Abpfiff des KSC-Spiels das Stadion nahezu voll war, alle stolz waren und gefeiert haben. Unvergesslich für mich auch die Bilder der Aufstiegsfeier. Dass die Zugänge zum Markt wegen Überfüllung abgesperrt werden mussten: Unfassbar! Das hätten sich 2009 sicher nicht viele vorstellen können.

Enttäuschung: Eigentlich ist nach dem geglückten Aufstieg ins Oberhaus alles gut, toll und schön. Doch das Einzige, das mich in nahezu jedem  Spiel zum Fingerkauen brachte: Die (mangelnde) Chancenverwertung. Natürlich klingen 54 Tore in 34 Spielen und somit im Schnitt 1,5 Tore/Spiel erst einmal gut. Aber es hätten gut und gern auch 60-70 Tore sein können, wenn nicht sogar müssen. Viel zu oft fehlte mir persönlich die Kaltschnäuzigkeit, auch mal einen Distanzschuss zu wagen.

Jupp

Highlight: In einer Saison, die am Ende mit dem Aufstieg endet, gibt es sportlich sehr viele Highlights. Dewegen möchte ich die Eröffnung unseres Trainingszentrums in den Vordergrund rücken, was für die nächsten Jahre die Basis unserer sportlichen Leistungen sein wird. Bis zum August 2015 musste sich die Mannschaft noch in Containern umkleiden und viele Nachwuchsspieler waren in Hotels untergebracht. Mit der jetzigen Anlage verfügt RB Leipzig über das wohl modernste Trainingszentrum in Deutschland! Es freut mich dabei besonders, dass sich die Rahmenbedingungen für uns Fans verbessert haben. Die Cottaria ist dabei nicht nur bei Auswärtsspielen unserer 1. Mannschaft ein wichtiger Anlaufpunkt, sondern auch zu den Nachwuchsspielen. Mit der Eröffnung der Haupttribüne im April mit eigenen Sanitäranlagen sowie Catering kommt selbst zu den Nachwuchsspielen ein leichtes Stadiongefühl auf. Ich kann jedem RB-Fan einen Besuch spätestens zur nächsten Saison beim Training unseres 1. Teams oder einer Nachwuchspartie empfehlen.

Enttäuschung: Ralf Rangnick hat vor der Saison immer wieder geäußert, dass er jede Position doppelt gut besetzen möchte. Am Ende der Saison bleibt ganz klar die Erkenntnis, dass dies leider nicht der Fall war. Neben den vielen starken Leistungen mehrerer Spieler, gibt es leider auch Enttäuschungen im Kader. So hatte ich mir vor allem mehr von Massimo Bruno und Atinc Nukan erwartet. Gerade zum Ende der Saison hat man bei einigen Stammspielern gemerkt, dass sie nicht mehr mit vollen Kräften agieren konnten, weshalb die Leistungen gegen Sandhausen und Bielefeld eher die logische Folge, als ein Ausrutscher waren.

Rumpelstilzchen

Highlight: Diego Demme. Die heimliche Triebfeder. Die Nähmaschine. Das Pressingmonster. Demme ist quasi in allen Belangen führend (Laufstärke, Ballkontakte, Zweikämpfe, Pässe) – "der" Verbindungsspieler im Mittelfeld und zusammen mit Ilsanker ein gewichtiger Faktor, warum Leipzig in Sachen zugelassene Torschüsse absolut rekordverdächtig unterwegs war. Gegen starke Konkurrenz hat sich Diego erneut ins Team spielen können und hat nun endlich, nach dem Winterpausenabgang, als er Paderborn vor gut zweieinhalb Jahren verließ, doch den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Ein unterschätzter Kicker, der sich in Leipzig weiterentwickelt hat und hinter der oft über Einzelaktionen agierenden Offensivreihe für den stetigen Spielaufbau und dessen Absicherung verantwortlich zeichnete. Vielleicht nicht der Mann für den letzten Pass, aber für die davor, ein Kämpfer wie er im Buche steht und gerade deswegen so unglaublich wertvoll für die Mannschaft.

Enttäuschung: Aufstieg, Herzkasperspiele, tolle Momente, Fußballherz, was willst du mehr. Emotional eine großartige Saison, so dass jedwedes Meckern auf hohem Niveau stattfindet. Gerade in Anbetracht der jungen Mannschaft war durchaus mit Formdellen zu rechnen, dennoch war ich von der Rückrundenentwicklung nicht überzeugt. Gerade in den entscheidenden Momenten gegen die Spitzenteams, gerade in der Übersetzung von Ballbesitz, Torchancen und Passanzahl in Zählbares, gerade in der Entwicklung der Einzelspieler hatte ich mir – vielleicht auch in Anlehnung an die Hoffenheimer Rückrunde Rangnicks – mehr erhofft. Hasenhüttl wird jetzt die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, ob er aus dem jungen Team eine echte Überraschungsmannschaft mit echten Bundesligastars schmieden kann und ob es ihm obendrein besser als allen anderen bisherigen Trainern gelingt, auch den Junioren Chancen einzuräumen – eine Mammutaufgabe.

RB-Fans.de Team


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LEIPZIG FEIERT DEN AUFSTIEG

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Leipzig - (16.05.2016) Leipzig ist erstklassig! Am heutigen Pfingstmontag wurde dies mit über 20.000 Fans in der aus allen Nähten platzenden Innenstadt gefeiert. Über drei Stunden dauerte die Sause, am Ende wurde die Mannschaft gebührend in die Sommerpause verabschiedet. In 100 Tagen ist Leipzig dann nach über 20 Jahren zurück auf der Bühne Bundesliga!

Ohne Zweifel, der seit langer Zeit emotionalste Moment im Leipziger Fußball waren die 10 Minuten nach Abpfiff des letzten Heimspiels der Saison gegen den KSC. Nach dem Sieg stand fest: RB Leipzig ist erstklassig. Ein Teil dieser Emotionen wurde eine ganze Woche lang mitgetragen um schließlich am Pfingstmontag in der Aufstiegsfeier auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus zu münden.
Das Wetter war überraschend sonnig und so zog es weit über 20.000 Fans in die Innenstadt. Die erste Enttäuschung kam aber schon kurz nach Beginn der Feierlichkeiten: Der Andrang war zu groß, sämtliche Zuwege zur Aufstiegsfeier wurden wegen Überfüllung geschlossen. Etliche Fans fanden sich daraufhin in den umliegenden Büros wie etwa bei Breuninger und der Marktgalerie ein. Einige wenige versammelten sich sogar auf dem Dach vom Messehaus am Markt. Die überdimensionale Bühne in T-Form, machte den Marktplatz nicht nur unnötig klein, sondern trennte auch die Fanmassen in Ost und Westseite. Angesichts der Übertragung der MDR-Kameras waren alle Akteure aufgefordert in Richtung Westseite zu blicken und zu stehen. Folgerichtig blickte die Hälfte der Fans in die Hinterteile der Bühnendarsteller.

14:30 Uhr eröffnete Tim Thoelke mit einem Rückblick auf die 2. Liga den Festmarathon. 14:45 Uhr wurde die erste Person mit Kreislaufschwäche von den Ordnern aus der Menge gezogen. Teilweise 5 Stunden harrten die Feierenden aus um die besten Plätze zu behaupten. Und so zog sich für den einen oder anderen der Nachmittag ganz schön in die Länge. Der BMX-Weltmeister aus Paris sprang samt Rad über das Maskottchen Bulli. Das XXL T-Shirt wurde genauso präsentiert wie ein Videoschnitt der Aktion Knipsen für den Aufstieg. Die Flying Steps tanzten im RB-Trikot zur Musik von Johann Sebastian Bach und DJ Schowi heizte den Massen ein. Unterbrochen wurde das Ganze immer wieder durch Videogrüße diverser Red Bull-Athleten und Promis wie Reiner Calmund, Mario Basler und den Ex-Spielern Niklas Hoheneder und Tobias-ohne-Willers-wärn-wir-garnicht-hier.

Gegen 15:00 Uhr zeigte der MDR den Aufstiegsfilm. Eine Einstündige Doku wie es zum geliebten Ziel 1. Bundesliga kommen konnte. Für den Fernsehzuschauer sicher eine gelungene Reportage. Für feierwütige Fans auf dem Marktplatz etwas zu langatmig. So wunderte es nicht, dass immer wieder einzelne Gruppierungen: „Wir wollen die Mannschaft sehen“ skandierten. Gelungen hingegen war die Veröffentlichung einer Kabinenansprache von Rangnick. Mit den Worten: „wir sind alles Krieger. Wir kriegen nichts geschenkt. Deswegen gehen wir da jetzt raus und holen uns was wir wollen!“ heizte er seinem Team ein. Spielausschnitte, kommentiert von den Bullenfunkmoderatoren Ronny und Sven, sowie Spielerinterviews und Rangnicksche Logik sollten dem Zuschauer den Verein RB Leipzig näher bringen.

Stadionmoderator Tim Thoelke legte einen gelungenen Auftritt hin. Die MDR-Moderatoren Franziska Schenk und René Kindermann waren ausbaufähig. Der Satz von Kindermann an Selke: „mit Boyd habt ihr ja einen Spieler der sich gern auch mal verletzt“ war sein größter Fauxpas und wurde zurecht mit Pfiffen aus dem Publikum quittiert. Nicht weniger Peinlich war der Auftritt der Band Silly. So kamen diese in den Trikots von Union Berlin, dem 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock und Dynamo Dresden auf die Bühne. Den Hintergrund versteht wohl nur der Sport im Osten-Nostalgiker. Zusammen mit den (Ost-)Rocklegenden die Puhdys, Karat und City hatte man den Eindruck der Mitteldeutsche Rundfunk nutzt die eigentliche RB-Aufstiegsfeier um sich selbst zu feiern. Retrotraditionalismus, statt Hip und Trendy. Einzige Ausnahme war der Auftritt von Glasperlenspiel.

Gegen 16:30 Uhr war es dann endlich soweit. Die Mannschaft betrat getrennt nach den jeweiligen Mannschaftsteilen, unter Anmoderation von Tim Thoelke, die Bühne. Warum dieser allerdings allein auf weiter Flur auf dem Rathausbalkon stand, während der ganze Rest die aufgebaute Bühne rockte, bleibt unklar. Der erste Nebeltopf hüllte den Marktplatz in Rot und Coltorti durfte Frau und Tochter in die Arme schließen, die eigens aus Spanien eingeflogen wurden. Lukas Klostermann trommelte vor den Fans und Kapitän Kaiser wird langsam zum UFFTA-König. Insgesamt kam das Team um Ralf Rangnick an diesem Nachmittag leider etwas zu kurz. Im inneren des Alten Rathaus hat man zusammen gesessen und nur mit geladenen Gästen den Tag verbracht. Raus auf die Bühne, winken, feiern, Fragen beantworten, abklatschen und wieder verschwinden. Einzig Marcel Sabitzer sah man den Grund des Auftritts an. Er betrat die Bühne mit einem Glas Bier. Ralf Rangnick behielt wie immer die Contenance. Am Ende der Veranstaltung betraten noch einmal alle Akteure die Bühne gleichzeitig. 10 Minuten hatten nun die Fans ihren Verein zu Feiern. Diese wurden stimmgewaltig genutzt und auch die ein oder andere unwichtige Frage des Moderatorengespannes fiel so dem Gesang der 20.000 Fans zum Opfer.

Emotionalster Höhepunkt an diesem Abend war eindeutig diese Schlussviertelstunde. Zu guter Letzt präsentierte Sebastian Krumbiegel zusammen mit dem Gewandhausorchester und dem Gewandhauschor unsere offizielle Vereinshymne. Ein Song mit Klasse. Mit Bezug zu Leipzig. Mit Bezug zu RB. Es malt ein Bild vom Ist-Zustand und vertritt sowohl die Stadt als auch den Verein zu 100 Prozent. Wir können stolz sein auf diesen Song. Und wir werden ihn ab sofort vor jedem Anpfiff singen dürfen. Leipzig ist eins. Wir sind Leipzig. Wir sind 1. Bundesliga.

Unsere Bildergalerie findet ihr hier.

Spilo


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