NÄCHSTE BEGEGNUNG

Testspiel
Samstag, 04.07.2015, 16:30 Uhr
Ort: Stadion der Freundschaft, Grimma
RB Leipzig
FC Slovan Liberec
Spielplan RB Leipzig

2. LIGA QUICKTABELLE

1
1. FC Heidenheim
0
2
1. FC Kaiserslautern
0
3
1. FC Nürnberg
0
4
1. FC Union Berlin
0
5
Arminia Bielefeld
0
6
Eintr. Braunschweig
0
7
FC St. Pauli
0
8
FSV Frankfurt
0
9
Fortuna Düsseldorf
0
10
Karlsruher SC
0
11
MSV Duisburg
0
12
RB Leipzig
0
13
SC Freiburg
0
14
SC Paderborn
0
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MOTOREN DES ANGRIFFS – TORENTSTEHUNG UND VORVORLAGEN

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Leipzig - (02.07.2015) Fragt man nach dem Problem, ja der Achillesferse der Rasenballer in der abgelaufenen Spielzeit, dann kommt der geneigte Betrachter nicht an der schwächelnden Offensive vorbei. Wir werfen einen Blick auf die Genese der 44 Pflichtspieltore der Saison 2014/15.

Fragt man nach den Hauptproblemen der abgelaufenen Zweitligaspielzeit, kommen ganz schnell die Themen schwächelnde Offensive und mangelnde Torausbeute zur Sprache. 44 Treffer in 37 Pflichtspielen, ein Schnitt von knapp 1,2 Toren pro Spiel. Der begeisternde Offensivfußball verkam nach gutem Saisonstart schnell zu einer blassen Erinnerung an bessere Zeiten. Nur 13 Mal trafen die Rasenballer in den 15 Spielen zwischen dem neunten und dem 22. Spieltag (inklusive Pokal) und legten in dieser Zeit die eigentliche Stärke, nämlich Tore aus Ballgewinnen zu erzielen, fast vollständig ab – der größte Bruch im Bereich Offensivspiel der Rangnick/Zorniger-Ära.

Der furiose Start
Trotz des Auftaktunentschiedens startete RBL mit Volldampf in die zweite Liga, dominierte 1860 und Braunschweig, schmiss Paderborn aus dem Pokal und bot auch gegen den KSC und Düsseldorf ansehnlichen Fußball. Dies alles unter Einbeziehung der propagierten Tugend: der Balljagd. Von den ersten 15 Pflichtspieltoren fielen 12 nach einem Ballgewinn, so erfolgreich und in letzter Konsequenz vielleicht auch eindimensional agierten die Rasenballer selbst in Liga 4 und 3 nicht, obschon auch damals um die 50% der Tore aus einem Ballgewinn resultierten, am Ende sollten es in der abgelaufenen Zweitligasaison 43,2% sein, jedoch nur aufgrund der überfallartigen Startphase (12 von 15 = 80%!). Das Geheimnis? Eine Kombination aus eingespielter Mannschaft (bis auf Khedira und Compper kaum Neulinge im Team) und Überraschungseffekt. Gerade die starke Defensive verhinderte nicht nur Tore sondern war auch Ausgangspunkt der Offensivaktionen, beteiligt an den Ballgewinnen: 3xDemme, 2xSebastian und Jung, 1xTeigl, Hoheneder, Compper, Khedira, abseits davon jeweils einmal Poulsen und Hierländer.

Der Bruch im Spiel
Als der Beginn der Trendwende in der Hinrunde wurden schon mehrmals die Spiele der ersten Oktoberhälfte angeführt – gegen Heidenheim biss man auf Granit, die Elf von Frank Schmidt wusste den Mannen von Zorniger den Zahn zu ziehen. Darauf folgte eine Länderspielpause, aus der besonders Kimmich relativ formschwach und angeschlagen zurückkehren sollte, der danach folgerichtig bis zur Winterpause nur noch an einem Tor beteiligt war (1860). Der lust- und kraftlose Auftritt in Nürnberg läutete die schwache Herbst- und Winterphase ein, die in Zornigers Abgang kulminieren sollte. Kaum herausgespielte oder -gepresste Tore, dafür fielen acht von 13 Treffern nach einem ruhenden Ball.

Beierlorzers Versuch und das krachende Ende
Nach den beiden Auftaktpleiten und dem überschaubaren Spiel in Braunschweig, fingen sich die Rasenballer wieder und erzielten in den folgenden neun Spielen 13 Tore bei insgesamt zwei Pleiten, davon waren mit sechs Treffern fast die Hälfte pressingbedingt. In den letzten vier Saisonspielen fehlten jedoch erneut Tore aus Ballgewinnen.

Fazit
In keiner Saisonphase konnten unsere Leipziger offensiv vollends überzeugen, zu schwankend waren die Leistungen, während in der Startphase herausgespielte Tore und auch Standardtreffer fast vollständig fehlten, gelang es der Zornigerelf später nicht mehr ihr Pressingspiel gewinnbringend durchzudrücken, dagegen hangelten sich die Bullen mit Zittersiegen und Standardtreffern durch die Saisonmitte, ehe ein (eher durchschnittliches) Kurzzeithoch unter Beierlorzer folgte, über die Endphase der Spielzeit deckt der geneigte Betrachter lieber den Mantel des Schweigens.


Die Torentstehung
Soviel zum Saisonverlauf, wichtiger für diesen Artikel ist jedoch die Torentstehung. Dazu wurden die sechs Ballberührungen vor einem Tor ausgewertet, sprich der Torschütze, der Vorlagengeber und die vier Ballberührenden davor. Dies genügte auch meist, um den Weg des Balls zurückzuverfolgen, nur in einem Viertel der Fälle gab es überhaupt den sechsten Ballkontakt, in einem Drittel den fünften und in ca. der Hälfte den vierten und in zwei Drittel den dritten, die eigentliche Vorvorlage (anderweitig auch Pre-Assist genannt). Gewertet wurden in diesem Fall auch die herausgeholten Elfmeter und Freistöße, die zum Tor führten.

Nun können wir zuerst einen Blick darauf werfen, wer, gemessen an den letzten sechs Ballkontakten, der erfolgreichste Spieler war, die Antwort liegt (natürlich) klar auf der Hand: Kaiser. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit, zwar war Kaiser an 23 der 44 Rasenballertore beteiligt, mit über 2800 Einsatzminuten liegt er jedoch auch auf Platz 2 der Einsatzzeiten, bereinigt man das Ergebnis und setzt es ins Verhältnis zu den jeweiligen Spielminuten (und schmeißt alle Kicker raus, die unter 400 Einsatzminuten haben), bleibt mit einer Torbeteiligung aller 124,2 Minuten noch Platz 3 für Kaiser (wenngleich er immer noch der beste Kicker mit über 1000 Einsatzminuten ist), vor ihm platzieren sich mit einigem Abstand Damari (alle 92,3 Minuten) und erstaunlicherweise Morys (alle 117 Min.), der von der starken Saisonanfangsphase profitiert.



Aber auch diese Statistik hat einen kleinen Schönheitsfehler. Wenn wir nämlich einen Blick auf die spielerisch erfolgreichsten Leipziger werfen wollen, müssen wir die Tore nach ruhenden Bällen entfernen. Hiervon ist gerade der Standardschütze und absolut führende der Torbeteiligungsliste, Kaiser, betroffen. Denn von den 14 Toren nach einem Standard (Freistoß, Ecke, Elfmeter) war Kaiser an 13 beteiligt, lediglich an Jungs Freistoß gegen Paderborn hatte er keinen direkten oder indirekten Anteil.



In der Wertung der herausgespielten bzw. herausgepressten Tore fällt Kaiser deutlich zurück und landet lediglich auf einem Mittelfeldplatz. Absolut führt Poulsen mit 15 Torbeteiligungen, gefolgt von Kimmich mit 13, bei beiden fielen also die Tore, wenn sie beteiligt waren, aus dem Spiel heraus. Ebenfalls an Kaiser vorbeiziehen können Forsberg und Frahn sowie Demme und sogar Hierländer, fast gleichauf ist Teigl.

Vorvorlagen
Bliebe noch der gesonderte Blick auf die Torbeteiligungen, die im Normalfall nicht erfasst werden, also die Ballberührungen drei bis sechs vor dem Tor, die Vorvorlagen bzw. der Weg zum Treffer, meist natürlich nur bei herausgespielten Toren bzw. verlängerten Ecken. Eine Wertung die für Strafraumstürmer eher uninteressant ist, bei der Damari trotzdem noch den dritten Platz belegt und die vor allem die Aussagen zu Kaiser, Compper und Jung weiter untermauert, denn aus dem Spiel heraus waren alle drei nur äußerst selten an der Torgenese beteiligt, obwohl sie sich in dem dafür typischen Raum aufgehalten haben. Boyd und Damari im Gegensatz zu Poulsen, Morys und Frahn mit recht guten Werten, wenngleich natürlich auf einer schmaleren Bewertungsbasis. Sieger eindeutig Kimmich, hier sieht man welche Last der U21 Nationalspieler zu schultern hatte. Ebenfalls unterschätzt: Demme (zweitbester Stammspieler) sowie Forsberg, auch Hierländer wieder solide. In der Abwehr führen auch hier Teigl, Sebastian und Klostermann klar vor Compper, Jung und Hoheneder. In den folgenden Tabellen stehen links die Vorvorlagen mit und rechts die ohne Standards, sortiert wie oben nach Minuten pro Torbeteiligung.




Die Abwehr
Klarer Gewinner: Tim Sebastian, neben Demme auch einer der besten, wenn es darum ging, Bälle abzufangen und Angriffe einzuleiten, acht Torbeteiligungen, davon sieben aus dem Spiel heraus sprechen für sich. Compper mit 400 Einsatzminuten weniger deutlich abgeschlagen (3/1). Nicht überraschend auch, dass Teigl, der zeitweise weiter vorn agierte und sowieso der offensivere Außenverteidiger war, ebenfalls einige Torbeteiligungen aufweisen kann. Immer noch solide sind Hoheneder und Klostermann, gerade der junge Rechts- und Innenverteidiger ließ die Stammbesetzung der letzten Jahre (Jung und Heidinger) hinter sich und war aus dem Spiel heraus auch gefährlicher als Hoheneder.

Die großen Enttäuschungen: Compper, der mit rangnickschen Vorschusslorbeeren kam, aber spielerisch erstaunlich weit hinter Sebastian zurückblieb und Jung, der das Kunststück vollbrachte, nach der starken Startphase (bis zum 8. Spieltag) gänzlich ohne Torbeteiligung zu bleiben und somit der schlechteste Feldspieler mit über 1000 Einsatzminuten in diesem Ranking ist. Umso mehr verwundert es, dass Rangnick immer noch keinen neuen Linksverteidiger überzeugen konnte, immerhin steht selbiger zumindest als letzter großer Posten auf der Sommerpausenwunschliste. Gute Linksverteidiger wachsen nicht auf den Bäumen, davon kann nicht nur die deutsche Nationalmannschaft ein Liedchen singen, die Vertragsverlängerung Jungs, nach einer ausbaufähigen Saison, spricht ebenfalls Bände.

Das Mittelfeld
Der schöne Schein trügt also etwas, sicher war Kaiser insgesamt der Dreh- und Angelpunkt, betrachten wir jedoch das spielerische Potential, war das Rennen nicht ganz so eindeutig und hat mit Demme und vor allem Kimmich andere Gewinner. Den in die bayrische Landeshauptstadt abgewanderten Jungspund zu ersetzen, wird die große Aufgabe Rangnicks, auch wenn mit Bruno, Ilsanker und Co. bereits ordentlich geklotzt wurde. Das "Jo" über 100 Minuten weniger pro Torbeteiligung aus dem Spiel heraus aufwies als der Kaiser des Mittelfelds, ist dennoch eines der großen Ausrufezeichen dieser Auswertung. Dass auch Demme, Forsberg und sogar Hierländer aus dem Spiel heraus erfolgreicher waren als Kaiser überrascht um so mehr. Natürlich muss sich erst einmal jemand finden, der Kaisers bisher quasi unnachahmliche Freistöße und Ecken tritt, aus dem Spiel heraus muss der Zornigerspieler schlechthin jedoch zulegen, wenn er sich gegen Bruno, Ilsanker, Sabitzer und Forsberg durchsetzen will.

Ebenfalls dieser Konkurrenz stellen muss sich der neue "Zehner" Forsberg. Dass neben seinen ca. 30 erfolglosen Torschüssen immerhin auch einige Torbeteiligungen stehen, zeigt der dritte Platz in der Spielaufbauwertung im Bereich über 1000 Einsatzminuten, nur Kimmich und Poulsen waren hier besser.

Bleiben Khedira und der quirlige Winterneuzugang Reyna, beide hatten mit ca. 350-400 Minuten pro Torbeteiligung aus dem Spiel heraus recht überschaubare Werte. Gerade beim hitzigen Peruaner standen Aufwand und Nutzen nicht unbedingt im Einklang, während sich beim Bruder des Nationalspielers früh zeigte, dass die offensive Dynamik nicht zu seinen Stärken zählt, dazu wurde er natürlich auch von einer Verletzung aus der Bahn geworfen.

Der Angriff
Damari mit insgesamt sieben Torbeteiligungen auf Platz 1 der Gesamtwertung. Bestätigt den subjektiven Eindruck, dass er ein sehr feiner Fußballer ist und dies alles, obwohl er von Verletzungen zurückgeworfen wurde. Dahinter folgt überraschenderweise Morys, ebenjener Morys, den viele schon lieber vor der Saison als im Winter abgegeben hätten. Dabei profitierte "Matze" auch vom guten Saisonstart (nur eine Torbeteiligung nach dem achten Spieltag, dafür aber zwei gegen 1860 und eine eher unfreiwillig gegen Paderborn). Ebenfalls auffällig, keine Torbeteiligung abseits Tor bzw. direkter Vorlage, wobei dies bei Stürmern auch nicht extrem ungewöhnlich ist, wie das Beispiel Poulsen zeigt. Der Däne mit den meisten Torbeteiligungen aus dem Spiel heraus (15, das Gros logischerweise als Vollstrecker (11)), sicher ist auch im Bereich des Zusammenspiels noch Luft nach oben.

Bleiben noch Frahn (222) und Rebic (455), während der Capitano zumindest aus dem Spiel heraus relativ solide agierte, wenn auch deutlich unter dem Niveau von Poulsen und Co, blieb Rebic klar hinter den Erwartungen zurück, beides eingedenk der Saison keine großen Überraschungen.

Fazit
Kimmich zu ersetzen, wird schwer, dass es ohne ihn, oder auch, wenn er außer Form war, kaum richtig lief, hat man letzte Saison gesehen. Mit Damari hat Rangnick einen vielversprechenden Spieler abgegeben, der sicher von einigen deutlich schwächer gesehen wurde, als er eigentlich war, auf alle Fälle spannend, ob er in Salzburg einschlagen wird. Jung, Compper und Khedira mit einer recht überschaubaren Auswirkung auf die Offensive, Kaiser, abseits der sehr guten Standardquote, auch mit Luft nach oben. Die Leistungsdaten untermauern insgesamt den Eindruck, dass der Kader umgebaut werden musste (besonder im Hinblick auf die Gesamtausbeute). Durch die vielen hochkarätigen Neuzugänge wird es gerade unter den ehemaligen Stammspielern ein großes Hauen und Stechen geben, auf der anderen Seite wäre der Kampf um die freien Plätze unter den bisherigen Stammspielern zumindest statistisch eine relativ klare Angelegenheit, in der Abwehr hatten Sebastian, Teigl und Klostermann die Nase vorn, im Zentrum bleiben Kaiser und Demme, Khedira dürfte zu Beginn gegen den "Krieger" Ilsanker einen schweren Stand haben, im Sturm verbleiben sowieso nur Forsberg und Poulsen. Und Jung? Der wartet immer noch auf einen echten Konkurrenten – den braucht es vielleicht auch, damit der Linksfuß sein volles Potenzial ausschöpfen kann…

Rumpelstilzchen


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RB LEIPZIG GEWINNT 2:1 IM TEST GEGEN BAUTZEN

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Grimma - (02.07.2015) Bei Temperaturen um die 30°C kämfte und zitterte sich ein Nachwuchs-Profi-Mix zum 2:1 gegen den Regionalligisten Budissa Bautzen. Viele Erkenntnisse gab es nicht, einige Details fallen indes langsam auf.

Schon seit dem Beginn der Vorbereitung ergänzen viele Nachwuchsspieler den Kader der ersten Mannschaft. Eine Konstellation, die in diesem Spiel ihren Höhepunkt gefunden haben dürfte. So spielten mit Reddemann, Sucsuz, Palacios, Wagner, Siebeck, Rabiega (in der ersten Halbzeit) sowie Sorge, (Strauß), Ernst, Endres und Mauer (in der zweiten Halbzeit) elf Spieler die für die U23 vorgesehen sind. Mit Dominik Franke durfte sogar ein Junior, der in diesem Jahr noch für die U17 spielbericht war, sein Debüt feiern.

Bedingt durch diese Konstellation wählte Bautzen das legitime Mittel viel über Körperlichkeit zu kommen, was einigen Nachwuchsspielern Probleme bereitete. Dazu kam weder viel Tempo auf, noch waren die Zuspiele präzise genug, um Torgefahr zu erzeugen. So hatte Bautzen in der ersten Halbzeit die beste Chance in Führung zu gehen, aber (Nummer 8) setzte den Ball alleine vor Gulácsi über das Tor. Auf der Gegenseite scheiterte der ehemalige polnische Juniorennationalspieler Rabiega am Bautzener Schlußmann. Viel Aufwand, aber wenig Ertrag. In der zweiten Halbzeit stand mit Hierländer, Demme, Ernst und Kaiser spürbar mehr Qualität im Mittelfeld auf dem Platz. Die Bälle wurden schneller verarbeitet und genauer vertikal weitergeleitet, wo sie mit den schnellen Mauer und Endres im Sturm dankbare Abnehmer fanden. So entstand auch das 1:0. Hierländer ließ einen Bautzener stehen, drehte sich und spielt einen guten Ball auf Mauer in die Tiefe, der ein Auge für den mitlaufenden Endres hatte, welcher nur noch vollenden musste. Quasi im direkten Gegenzug konnte sich jedoch Salewski freispielen und Bellot überwinden. Es folgten Chancen auf beiden Seiten. Ein Fehler von Bellot, bei dem er den Ball auf die Füße eines herannahenden Stürmer klärte, bleibt ohne Konsequenzen. Dafür konnte Hierländer einen Grimmaer Spieler am Strafraum attackieren, den Ball erobern und direkt verwandelt. Die Lausitzer reklamierten, wegen eines angeblichen Fauls von Hierländer, danach heftig. Mit 2:1 endet die Partie leistungsgerecht, wenngleich es auch anders hätte ausgehen können.

Was bleiben für Erkenntnisse?
Zum dritten mal ließ Rangnick ein flaches 4-4-2 spielen. In der Vorwärtsbewegung gehen dabei die Außenverteidiger auf die offensiven Flügelpositionen und die offensiven Mittelfeldspieler rücken als Zehner ein. Die Doppelsechs muss sehr gut eingespielt sein, weil je ein Sechser sowohl Gegenspieler anläuft, bzw. selbst in der Spitze für Überzahlsituationen sorgt, sich beide Sechser aber auch gegenseitig absichern müssen. In der ersten Hälfte gegen Bautzen übernahm Khedira mehr den vertikalen, Wagner eher den horizontalen Part. Aus diesem Planspiel heraus ergäbe die Kombination Ilsanker/Khedira ein starkes Duo. Die potenziellen Halbraum Zehner Forsberg, Poulsen, Bruno, Sabitzer, Kaiser werden sich einen harten Kampf liefern müssen. Für Demme und Hierländer wird es eine schwierige Saison werden.

Rangnick hat die meisten potenziellen Stammspieler geschont und wird diese wohl gegen Liberec (Samstag 16:30, Stadion der Freundschaft in Grimma) auf den Platz schicken. Vielleicht konnten sich heute gegen Bautzen einige der Jungbullen für das Trainingslager empfehlen. Wer mitfährt wird sich die nächsten Tage zeigen.

RB Leipzig (1.Halbzeit): Gulácsi – Teigl, Orban (C), Reddemann, Sucsuz – Palacios, Wagner, Khedira, Siebeck – Quaschner, Rabiega
RB Leipzig (2.Halbzeit): Bellot – Strauß, Klostermann, Sorge, Franke – Hierländer, Demme, Ernst, Kaiser (C) – Endres, Mauer
Budissa Bautzen (1.Halbzeit): Jakubov – Heppner, Krahl, Kolan (C), Resendo, Pfanne, Reher, Hoßmang, Pawlota, Hansch, Heineccius
Budissa Bautzen (2.Halbzeit): Große – Fröhlich, Heppner, Kolan, Istefo, Cermak, Hausdorf, Kunert (79. Barnickel), Salewski, Walther, Jakubov
Tore: 1:0 Endres (52.), 1:1 Salewski (53.), 2:1 Hierländer (67.)
Zuschauer: 877
Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)

crank


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SABITZER UND BRUNO KOMMEN NACH LEIPZIG ZURÜCK

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Leipzig - (28.06.2015) Der Kader für die neue Saison nimmt weiter konkrete Form an: Nach Massimo Bruno kehrt nun auch Marcel Sabitzer nach Ablauf seiner Leihe von Salzburg in die Messestadt zurück. Die Rückkehr beider Spieler ist durchaus eine Überraschung.

Auf unserer Facebook-Seite stellte kürzlich ein User die Frage, wieso jede Leihrückkehr wie ein Pokalsieg gefeiert werden würde. Im Grunde genommen hätten die beiden Spieler nur ihren Vertrag erfüllt – sowohl Sabitzer als auch Bruno waren vergangene Saison nach Leipzig gewechselt und wurden für eine Saison nach Salzburg ausgeliehen. Nach Ablauf der Leihe kehren beide nun vertragsgemäß zurück. Also nichts besonderes?

Marcel Sabitzer und Massimo Bruno wurden von Ralf Rangnick mit der Perspektive gelockt, demnächst in der 1. Bundesliga zu spielen. Da RB Leipzig aber letzte Saison noch 2. Bundesliga spielte, wurden die Spieler in Salzburg „zwischengeparkt“, um sich an den Spielstil zu gewöhnen und auf europäischer Ebene Erfahrung zu sammeln. Dass Salzburg nur eine Übergangsstation ist, bestätigte Bruno bereits kurz nach Saisonbeginn in Österreich:

„Ich habe von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich irgendwann in der deutschen Bundesliga spielen will, die für mich die beste Liga der Welt ist. Das ist ein wichtiges Projekt für mich. Aber es war auch von Anfang an klar, dass der FC Red Bull Salzburg Teil dieses Projekts ist.“

Der 21-jährige ist mehrfacher belgischer Junioren-Nationalspieler und kostete stolze 5 Millionen Euro (zzgl. Erfolgsabhängige Bonuszahlungen), die Rangnick an den belgischen Spitzenclub RSC Anderlecht überwies. Der italienisch-stämmige Bruno wurde bereits 2014 von mehreren Top-Klubs umworben, entschied sich aber aufgrund der scheinbar besseren Perspektive für einen Wechsel zu Red Bull. Ähnliches gilt auch für Marcel Sabitzer, ebenfalls 21 Jahre und Juniorennationalspieler. 2 Millionen Euro zahlte RB 2014 dank einer Ausstiegsklausel an Rapid Wien, um ihn sofort nach Salzburg weiterzuverleihen. Die Art und Weise des Wechsels wurde damals überwiegend kritisch aufgenommen, wobei sich Rangnick legal innerhalb der Regularien bewegte.

Umso erstaunlicher ist es aber nun, dass Rangnick sie zu einer Rückkehr nach Leipzig überzeugen konnte. Bruno wurde laut Medienberichten intensiv vom spanischen Erstligisten FC Villarreal (spielen 2015/2016 Europa-League) umworben, Sabitzer zählte zu den torgefährlichsten Angreifern in Österreich und hatte das Interesse mehrerer europäischer Spitzenclubs geweckt. Letzterer gehört zudem regelmäßig zum A-Kader der österreichischen Nationalmannschaft um Trainer Marcel Koller.

Demzufolge ist es keine Selbstverständlichkeit, dass sich Sabitzer und Bruno die deutsche 2. Bundesliga antun. Schmerzensgeld hin oder her. Kampl, Mané oder Ramalho waren ursprünglich auch für Leipzig vorgesehen, entschieden sich aber für Dortmund, Southampton und Bayer Leverkusen. Keine Lust auf die 2. Liga.

Wenig Lust auf Sandhausen, Frankfurt oder Paderborn hatte anfangs auch Sabitzer, als er Ende Mai in die Mikrophone von Sky sagte: „Ich werde dorthin gehen, wo ich mich am besten weiterentwickeln kann. Wenn ich ehrlich bin, ist Leipzig für die Weiterentwicklung nicht in meinem Kopf drinnen.“ Für den Österreicher steht noch mehr auf dem Spiel als für Bruno. Das belgische Talent schaffte den erhofften Durchbruch in Salzburg nicht, kam bei 39 Einsätzen auf acht Tore und acht Torvorlagen (über die Gründe gibt es eine Analyse). Für ihn ist Leipzig quasi ein Neuanfang. Sabitzer hingegen ist A-Nationalspieler, könnte mit Blick auf die kommende EM 2016 seinen Platz im Kader verlieren. Mit 27 Toren und 21 Vorlagen bildete er zusammen mit Soriano das torgefährlichste Angriffsduo in Österreich. Der nächstlogische Karriereschritt wäre mit Sicherheit ein Wechsel zu einem Champions-League-Team.

Vorstellbar wäre, dass Marcel Koller seinen Segen für den Wechsel gab und ihn weiterhin für die Nationalmannschaft berücksichtigen wird. Weiterhin darf man nicht außer Acht lassen, dass die österreichische Liga qualitativ nicht den allerhöchsten Stellenwert hat. Gerne wird an dieser Stelle betont, dass Sabitzers 27 Tore in der 2. Bundesliga vielleicht nur die Hälfte wert sind.

Letztendlich können wir uns auf zwei junge Topspieler freuen, die fußballerisch in der Lage sind, unsere Mannschaft deutlich zu verstärken. Bruno auf der "Zehn" hinter den Spitzen, Sabitzer auf den Außen oder im Sturm. Jetzt liegt es an Rangnick, die beiden Spieler zu integrieren und vor allem Sabitzer auf die Realität 2. Bundesliga vorzubereiten. Einfach wird dies nicht. Aber die Beiden von einem Wechsel nach Leipzig zu überzeugen, war es definitiv auch nicht.

Rojiblanco


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