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Testspiel
Freitag, 14.07.2017, 18:30 Uhr
Ort: Paul-Greifzu-Stadion Dessau
SV Dessau 05
RB Leipzig
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WERNER UND FORSBERG BRINGEN DEN BUNDESLIGA-DINO ZUR STRECKE!

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Hamburg - (17.09.2016) Der RBL gewinnt die Partie in Hamburg mit einem 4:0 Kantersieg und bleibt auch im dritten Bundesligaspiel ungeschlagen! Unsere Jungs schlugen eiskalt zu und ließen den Dino ganz alt aussehen.

Die Roten Bullen entscheiden das zweite Auswärtsspiel der Bundesligahistorie klar und deutlich für sich und schenken dem HSV insgesamt vier Stück ein. Lange Zeit sah es danach allerdings nicht aus. Beide Teams kamen konzentriert und wach aus der Kabine. Die Messestädter setzten den HSV früh unter Druck und schafften es so in der ersten Viertelstunde ein paar Nadelstiche zu setzen. Oft wusste sich der Bundesligadino nur mit Foul zu helfen – zwei frühe gelbe Karten für Sakai (8.) und Spahic (13.) waren die Folge. Nach 20 Minuten kamen die Hamburger besser ins Spiel und die Mannschaften begannen sich zu neutralisieren. Die Partie flachte dadurch schnell komplett ab. Die Defensivreihen standen sicher und ließen quasi keine Chancen zu, in der Offensive fehlte es an Kreativität und Genauigkeit. Viele Fehlpässe mussten die Zuschauer auf beiden Seiten ertragen. Für den neutralen Beobachter mutierte das Match in Richtung unschaubar, ein klassischer Langweiler. Der Pausenstand von 0:0 war folgerichtig, auch wenn die Labbadia-Elf vor Abpfiff fast noch in Führung gegangen wäre: Nachdem Kostic auf links frei durchgehen kann und in die Mitte flankte, scheiterte Hunt an einem starken Gulácsi, der anschließende Versuch von Müller wurde geblockt. Hier hatte unsere Mannschaft Glück, der Rückstand mit Pausenpfiff hätte das Spiel in eine andere Richtung lenken können.

Zur Pause reagierte Trainer Hasenhüttl prompt auf die schwache Offensivleistung und brachte Timo Werner für Naby Keita. Der Siegtorschütze des letzten Wochenendes hatte keinen guten Tag erwischt. Schwache Zweikampfwerte, schlechte Pässe, der Wechsel überraschte nicht. Trotzdem sollte sich zeigen, dass Ralph Hasenhüttl wieder mal Näschen bewiesen hat.

Die zweite Spielhälfte begann ähnlich schwach, wie die erste endete. Weiterhin schienen die Spieler ihre Teamkollegen nicht vom Gegner unterscheiden zu können, kaum ein gefährlicher Angriff kam zustande. Bis zur 60. Minute mussten die Zuschauer auf den ersten Torschuss nach dem Pausentee warten. Sakai probierte es aus der Distanz, der Schuss flatterte knapp am Tor vorbei. Kaum fünf Minuten später ging es dann zu schnell für den Sportverein aus Hamburg: Werner wurde von Forsberg mit einem Steilpass geschickt, umkurvte Adler und suchte den Kontakt – Elfmeter für Leipzig! Kurz zuvor war Kapitän Dominik Kaiser eingewechswelt worden, nach seinem verschossenen Strafstoß gegen Dresden durfte jedoch ein anderer ran, nämlich Emil Forsberg. Der schwedische Spielmacher versenkte ohne Probleme zur Führung für die Rasenballer (66.). Wirklich verdient war das nicht, keine Mannschaft hätte bis dahin eine Führung wirklich verdient. Typisch also, dass ein Elfmeter her musste, um den Knoten zu lösen. Und auch der zweite Treffer, knapp sechs Minuten später, fiel nach einem Standard. Forsberg brachte den Ball aus dem linken Halbfeld in die Mitte, Orban köpfte Richtung Tor und Timo Werner hält noch den Fuß rein – 2:0 ( 72.)! Der HSV war nun sichtlich geschockt. Wiederum nur fünf Minuten später verlor Kapitän Djourou den Ball fahrlässig im Mittelfeld. Forsberg setzte Werner in Szene, der seine Schnelligkeit ausspielte und zum dritten Tor einschob. Adler war noch dran, hatte aber keine Chance, die Hamburger Abwehrreihe gab nur Begleitschutz. Damit war die Partie gegessen, der Dino war geschlagen. Erste Fans verließen das Stadion und verpassten so den letzten Nackenschlag: In der Nachspielzeit wird der eingewechselte Davie Selke vom bärenstarken Forsberg angespielt und netzt zum Endergebnis ein (92).

Fazit: Was für eine Partie! Nach 60 Minuten fußballerischer Schonkost deutete vieles auf eine Punkteteilung hin. Dann setzte der HSV dort an, wo er letzte Woche aufgehört hat und kassierte innerhalb von elf Minuten drei Tore. Aus Leipziger Sicht gibt es nicht viel zu beklagen. Man ging zunächst kaum Risiko ein und wäre wohl über einen Punkt froh gewesen. Die Defensive stand sicher und agierte fehlerfrei. Der Elfmeter brachte uns dann auf die Siegerstraße. Vor allem die Effizienz beeindruckt dabei: vier Tore bei sechs Torschüssen auf den Kasten von René Adler – das ist man als Fan der Rot-Weißen gar nicht unbedingt gewohnt. Die herausragenden Akteure am heutigen Tag waren Timo Werner und Emil Forsberg, die die Norddeutschen fast im Alleingang auseinandernahmen. Trainer Ralph Hasenhüttl machte wieder alles richtig, indem er den Schweden starten ließ und früh mit Werner auf das schlechte Spiel reagierte. Außerdem ist schön zu sehen, dass Bernardo seine Sache sehr sicher erledigte und Lukas Klostermann anständig rechts hinten vertreten konnte.

Damit feiern wir den höchsten Auswärtssieg unserer (Profi-) Vereinsgeschichte und natürlich Bundesligahistorie. Mit 7 Punkten aus drei Spielen steht man auf Tabellenplatz 2 und ist vorerst erster Bayernjäger – so aussagekräftig das zu diesem Zeitpunkt auch sein sollte. Besonders, dass man ein eigentlich so schlechtes Spiel am Ende klar für sich entscheiden kann beeindruckt und macht Mut, auch wenn man die wirklich schlechte Leistung des Hamburger SV hier nochmal betonen muss.

Wir fragen uns dann mal weiter, wann wir die rosarote Brille abnehmen müssen – dieses Wochenende jedenfalls noch nicht. Die Dinos sind ausgestorben, es ist Zeit für unsere Roten Bullen!

Statistik zum Spiel:
Hamburger SV: Adler – Sakai, Djourou, Spahic, Douglas – Jung, Holtby – Müller, Hunt (Halilovic 70.), Kostic (Waldschmidt 83.) – Wood (Gregoritsch 83.)
RB Leipzig: Gulásci – Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg – Demme, Ilsanker – Forsberg, Keita (Werner 46.) – Poulsen (Selke 80.), Sabitzer (Kaiser 62.)
Tore: 1:0 Forsberg FE (66.), 2:0 Werner (72.), 3:0 Werner (77.), 4:0 Selke (90+2)
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)
Schüsse: 14/12
Ballbesitz: 58,3% / 41,7%
Zweikämpfe: 51,2% / 48,8%
Angekommene Pässe: 79% (376) / 67,6% (192)
Fehlpässe: 21% (100) / 32,4% (92)
Laufstrecke: 112,9 km / 117,1 km
Sprints: 195 / 214
Intensive Läufe: 611 / 634
Ecken: 8 / 3
Abseits: 1 / 4
Fouls: 17 / 12
Gelbe Karten: Sakai (8.), Spahic (13.), Djourou (51.), Adler (65.), Wood (70.) / Compper (74.) (2)
Zuschauer: 52.998 (ca. 2.500 Leipziger)

FM7

Daten-Quellen: Sportdaten Bild, Bild, Bundesliga.de, Bundesliga.de Liveticker, FourFourTwo


Permalink:
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