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32. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 06.05.2017, 18:30 Uhr
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RBL, SALZBURG, DIE UEFA UND DIE CHAMPIONS LEAGUE

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Leipzig - (20.04.2017) Nach dem Heimsieg gegen Freiburg kann RBL in der Tabelle nicht mehr vom 4. Platz verdrängt werden und spielt damit nächste Saison international. Bis dato wurde viel spekuliert, ob RB Leipzig mit Red Bull im Hintergrund startberechtigt wäre. Zeit, die Sache näher zu beleuchten.

Die Qualifikation für die Champions League ist gesichert, 6 weitere Punkte aus den letzten Spieltagen garantieren den Rasenballsportlern sogar die Gruppenphase. Unterdessen befindet sich auch Red Bull Salzburg in der österreichischen Bundesliga mit 15 Punkten Vorsprung auf den 4. Platz (bei noch 7 Spieltagen) kurz vor dem sicheren Einzug ins internationale Geschäft. Angesichts des Red-Bull-Konzerns, der bei beiden Vereinen involviert ist und der vielen bisherigen Transfers zwischen Leipzig und Salzburg, wurde schon viel dazu geschrieben, ob beide Vereine gleichzeitig international spielen dürfen.

Eines vorweg: Aus diesem Artikel kann man keine endgültige Entscheidung ableiten. Die trifft letzten Endes die UEFA, und die hält sich zu der Sache bisher bedeckt. Aber bisher wurde in der Diskussion zu den Themen Eigentümer-/Sponsoringverhältnis und Finanzen einiges durcheinandergewürfelt. Zeit für einen kurzen Überblick, um was es genau geht und wie die betreffenden Sachverhalte laut UEFA geregelt sind. Dabei sind zwei große Themenbereiche zu unterscheiden: Die "Integrität des Wettbewerbs" und das "Financial Fairplay".


Integrität des Wettbewerbs

Der wichtigste und am meisten diskutierte Bereich sind die Regeln zur Integrität des Wettbewerbs. Damit soll, vereinfacht gesagt, verhindert werden, dass es Spielabsprachen zwischen zwei Teams gibt und so der Wettbewerb beeinträchtigt wird. Oder wie der Verband es selbst formulierte:
"Das Regelwerk der UEFA sieht vor, dass – um jeden Manipulationsverdacht zu vermeiden – zwei Klubs in einem Wettbewerb nicht identische Besitzer haben dürfen. Keine Beschränkungen gebe es jedoch, wenn ein Klubbesitzer eine andere Mannschaft finanziell unterstütze."

Dabei spielt es keine Rolle, ob zum Zeitpunkt der Lizenzierung die betroffenen Vereine in unterschiedlichen Wettbewerben (Europa League & Champions League) antreten und auch nicht, ob sie durch die Qualifikationsphase müssen oder bereits einen Gruppenplatz sicher haben.

Wie das in der Gesetzgebung üblich ist – die Regeln haben vor der Sportgerichtsbarkeit der UEFA faktisch Gesetzeskraft – begnügte man sich nicht mit einer generalisierten Aussage. Sondern man legte auch den genauen Maßstab fest, anhand dessen die Abwägung getroffen wird, ob die Integrität beeinträchtig ist – und zwar in Artikel 5.01 des Reglements.
So darf kein Verein Mitglied in einem anderen Verein sein, keine Aktien von anderen Vereinen besitzen bzw. damit handeln, an der Führung eines anderen Clubs beteiligt sein oder auf sie Einfluss nehmen [Absatz a) i bis iv].
Bis auf die Mitgliedschaft in einem anderen Verein gelten diese Regeln sinngemäß nicht nur für Fußballclubs, sondern allgemein auch für andere natürliche und juristische Personen wie z.B. Sponsoren.

Artikel 5.01 Absatz c)
"Keine natürliche oder juristische Person darf Kontrolle über oder Einfluss auf mehr als einen an einem UEFA-Klubwettbewerb teilnehmenden Verein haben, wobei in diesem Zusammenhang als Kontrolle bzw. Einfluss gilt, wenn die betreffende Person:
i. über die Mehrheit der Stimmrechte der Aktionäre verfügt
ii. das Recht hat, die Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgans des betreffenden Vereins zu bestellen oder abzuberufen;
iii. Aktionär ist und aufgrund einer Absprache mit anderen Aktionären des betreffenden Vereins allein über die Mehrheit der Stimmrechte der Aktionäre verfügt; oder
iv. in der Lage ist, auf irgendeine Art und Weise einen entscheidenden Einfluss auf die Entscheidungsfindung des Vereins auszuüben.
"

Die Punkte i) und iii) sind nicht zutreffend. Punkt ii) war für Salzburg zutreffend, als Red Bull dort 2005 einstieg. Dabei wurde in der Satzung das alleinige Bestellungs- und Abberufungsrecht des Vorstandes verankert. Im Jahre 2015 wurde dann im Zuge einer ordentlichen Mitgliederversammlung besagtes Sonderrecht der Red Bull GmbH wieder entfernt. Dazu traten zwei Vorstände zurück, die auch bei RB Leipzig Funktionen hatten. Ebenso gab Ralf Rangnick im Juni des gleichen Jahres sein Doppelamt als Sportdirektor von Leipzig und Salzburg auf. Außerdem war der Leipziger Geschäftsführer Oliver Mintzlaff bei Red Bull gleichzeitig "Head of Global Soccer". Laut Eigenaussage von ihm in der Sportbild war er dabei neben RB Leipzig auch für die New York Red Bulls und Red Bull Brasil zuständig, allerdings nicht für Salzburg. Der Kicker berichtete außerdem in diesem Monat, dass er dieses Amt mittlerweile aufgegeben hat. Beide Aussagen lassen sich als Außenstehender nicht verifizieren. Seine weiteren Tätigkeiten und Geschäftsbereiche müssen jedoch der UEFA gegenüber im Zuge der Lizenzierung offen gelegt werden.


Einflussnahme auf einen Verein

Bleibt noch Punkt iv), in dessen schwammiger Phrase "auf irgendeine Art und Weise einen entscheidenden Einfluss" je nach Blickwinkel die Hoffnungen bzw. die Befürchtungen liegen. Als Manifestationen dieses "Tatbestandes" werden in der Regel die Transfers zwischen den beiden Clubs, die Tätigkeit zahlreicher mit Red Bull verbundener Personen als Vereinsmitglieder und der Einfluss des Konzerns basierend auf seinen umfangreichen finanziellen Zuwendungen genannt.
Bei Lichte betrachtet gibt es jedoch keinen Grund zur Annahme, dass die UEFA diese Sachverhalte sonderlich penibel beurteilen wird. Zur Untermauerung dieser Annahme sind im Folgenden ein paar Beispiele erläutert.

1. Der niederländische Club Vitesse Arnheim wurde im August 2010 von einem georgischen Investor übernommen. Kurz nach der Übernahme wurde eine Kooperation mit dem Chelsea F.C. vereinbart. Im Zuge dessen gab es seit 2009 – dem Gründungsjahr von RBL – insgesamt 22 Transfers zwischen Chelsea und Arnheim. Im selben Zeitraum wechselten 18 Spieler zwischen Salzburg und Leipzig. Die Kooperation zwischen Chelsea und Arnheim führte mitnichten zu irgendwelchen Problemen bei der Lizenzierung, alle beide durften 2012, 2013 sowie 2015 gleichzeitig international starten.

2. Der russische Erdgaskonzern Gazprom ist seit 2005 Eigentümer von Zenit St. Petersburg. Seit 2010 sind sie noch Hauptsponsor von Roter Stern Belgrad, laut Wikipedia soll es der höchstdotierte Sponsorenvertrag sein, den es je in Südosteuropa gegeben hat. Des Weiteren hat die Firma seit 2007 einen Werbevertrag mit Schalke und ist dort auch im Aufsichtsrat vertreten. Dies wurde nicht "auf irgendeine Art und Weise einen entscheidenden Einfluss" haben gewertet. Alle drei Vereine konnten 2010, 2011, 2012, 2013, 2015 & 2016 gleichzeitig auf europäischer Bühne antreten.

3. Volkswagen ist Eigentümer beim VfL Wolfsburg und hat dazu über seine Tochterfirma Audi eine Minderheitenbeteiligung beim FC Bayern München (Audi gehört dem VW-Konzern zu 99,55% und gilt damit nach UEFA-Richtlinien als gleiche Partei). Als in den Saisons 2015 & 2016 der Vorstandsvorsitzende von Audi und der Vorstandsvorsitzende von VW dazu noch beide gleichzeitig im Aufsichtsrat der FC Bayern AG saßen, galt dies ebenso wenig als "auf irgendeine Art und Weise einen entscheidenden Einfluss" haben, beide deutschen Clubs spielten international.

Dies sind natürlich jeweils unterschiedlich gelagerte Fälle. Den logischen Schluss zu RB Leipzig kann man ziehen, aber er ist nicht zwingend. Doch wenn die UEFA im Angesicht der Vergangenheit bei der Lizenzierung konsistent vorgeht, dann besteht kein großer Grund zur Sorge, dass sie Absatz c) iv des Artikels 5.01 streng auslegen wird. Womit bei der Erörterung noch ein Thema übrig bleibt – das liebe Geld.


Sponsoren als bestimmende Partei

Ein Sponsor kann nicht beliebig Geld an einen Club zahlen und sich darauf berufen, dass er formell kein Eigentümer ist. Laut Artikel 3 des "Reglement zur Klublizenzierung und zum Financial Fairplay" gilt eine Partei dann als "einen maßgeblichen Einfluss ausübend, wenn sie mit 30% oder mehr zu den Gesamteinnahmen ... [beiträgt]". Dies bezieht sich explizit auf die Einnahmen, nicht auf das ausgegebene Budget. Und es ist wohlgemerkt kein Verbot, über 30% der Vereinseinnahmen mittels Sponsoring zu stemmen. Der Sponsor gilt dann nur bei der Lizenzierung de-facto als Eigentümer. Womit sich die Frage stellt, mit welchem Anteil Red Bull als Hauptsponsor bei Salzburg und Leipzig zu den Einnahmen beiträgt. Laut diversen Medienberichten liegt man bei RB Leipzig über den besagten 30%. Langfristig soll es das erklärte Ziel sein, durch die Gewinnung weiterer Werbepartner unter diesen Wert zu kommen. Inwieweit das in mittlerer Zukunft gelingen wird, ist zumindest fraglich. Aktuell dürfte Red Bull mit ziemlicher Sicherheit darüber liegen und damit in Leipzig als bestimmende Partei gelten.

In Salzburg soll diese Hürde nicht gerissen werden. Der Etat der Österreicher liegt deutlich unter dem eines deutschen Bundesligisten und soll je nach Quelle 50 bis 60 Mio Euro betragen. Dank Spielerverkäufen für insgesamt über 100 Mio in den letzten Jahren soll Red Bull hier für weniger als 30% der Einnahmen verantwortlich sein. Ironischerweise auch dank Transfergeldern aus Leipzig.
Fest steht: Sollte Red Bull bei beiden die 30er-Marke überschreiten, dann war es das für einen der zwei ganz explizit mit der Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Die genauen Zahlen kennen derzeit nur die Verantwortlichen selber und werden dann zu gegebener Zeit der UEFA vorgelegt.

Sollte es zum Ernstfall kommen, wird bei der Frage, welcher der beiden Clubs dann auf europäischer Bühne zugelassen wird, folgendermaßen vorgegangen: Laut Artikel 5.02 des am Anfang erwähnten Reglement zu CL & EL hat die Teilnahme am höheren Wettbewerb Vorrang. Sollten sowohl Leipzig als auch Salzburg im gleichen Wettbewerb starten (dazu zählen auch die Qualifikationsrunden), dann sticht die bessere Platzierung. Salzburg als (vermutlicher) Meister käme dann zum Zuge. Wären auch hier beide gleich, dann zieht der Koeffizient des nationalen Verbandes. Das würde dann Leipzig zum Vorteil gereichen. Der nichtzugelassene Verein wird dann laut Artikel 4.08 durch die nächstbeste Mannschaft der jeweiligen Liga ersetzt.

Gesetzt den Fall, dass die Saison erwartungsgemäß zu Ende geht, würde RBL als Tabellenzweiter gegenüber dem Meister aus Österreich den kürzeren Strohhalm ziehen. Theoretisch könnte Salzburg dann auch auf die Teilnahme verzichten. Dies wäre laut den Regeln der UEFA legitim. Allerdings hätte dies dann für die österreichische Bundesliga schwerwiegende Konsequenzen, weil in diesem Fall laut Artikel 4.04 kein Verein aus der Liga nachrücken dürfte. Vom Imageschaden ganz zu schweigen. Überhaupt ist sehr fraglich, ob dies Salzburg ohne weiteres möglich wäre. Laut der Lizenzbestimmungen der ÖFBL verpflichten sich die Teilnehmer des Ligabetriebs dazu, "an den von der ÖFBL, ÖFB, UEFA und FIFA anerkannten und genehmigten Wettbewerben teilzunehmen" [Artikel 9.2.1 Absatz cg)]. Da dies ein sogenanntes Kriterium der Stufe A ist, kann ein Verstoß dagegen den Verlust der Lizenz in Österreich bedeuten.


Financial Fairplay

Zu guter Letzt besteht theoretisch auch noch die Gefahr, dass ein Verein wegen zu hohem Minus in der Bilanz nicht international spielen darf. Dabei werden relevante Einnahmen und Ausgaben definiert, die zusammen ein sogenanntes Break-even-Ergebnis ergeben. Dies alles wird haarklein in Anhang X des Reglements zum Financial Fairplay erläutert. Zum genaueren Verständnis des Anhangs bräuchte man genau genommen eine buchhalterische Ausbildung. Um die Sache so kurz und essentiell wie möglich zu halten: Nachwuchsförderung (Anhang X, Artikel C, Absatz c Punkte i bis ix), Frauenfußball (Absatz i, Punkte i bis ix) und Infrastruktur (Bau von Sachanlagen, Absatz k) gelten nicht als relevante Ausgaben.

Es werden die Finanzen der letzten 3 Jahre unter die Lupe genommen. Das aggregierte Minus darf maximal 5 Mio betragen. Dies darf um 30 Mio überschritten werden, wenn die Überschreitung vollständig durch einen Anteilseigner oder eine verbundene Partei ausgeglichen wird (Artikel 61). Dies wäre wohlgemerkt eine Zahlung zusätzlich zum Sponsoring. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Sponsorengelder insbesondere von Red Bull sowie die Fernsehgelder der 1. Bundesliga grundsätzlich ausreichen, um ein derartig großes Minus bei RB Leipzig nicht aufkommen zu lassen.

Noch eine Anmerkung zu den Leipziger Transfers der letzten drei Jahre. Teilweise wird in Unkenntnis der Materie recht plakativ auf die gezahlten Ablösen verwiesen. Laut transfermarkt.de betrug die Transferbilanz diese Saison etwa minus 60 Mio und die zwei vorherigen Saisons jeweils minus 23 Mio. Allerdings wird beim Financial Fairplay nicht die sofortig gezahlte Ablösesumme berücksichtigt. Diese wird über die gesamte Vertragslaufzeit des Spielers abgeschrieben und wirkt sich dementsprechend nur bruchstückhaft auf jedes einzelne Geschäftsjahr aus. Wenn die genannten Transferausgaben stimmen, dann wirken die sich bilanziell unter Berücksichtigung der Vertragslaufzeit mit gut 5 Mio bzw. gut 11 Mio auf die letzten beiden Jahre in Liga 2 aus und mit ca. 24 Mio auf die aktuelle Saison aus (und dementsprechend auch ohne weitere Transfers schon mit ca. 24 Mio auf die kommende Saison).

Wie Vergehen gegen das Financial Fairplay bestraft werden, ist sowieso nicht völlig klar. Selbst die Vereinsverantwortlichen aus dem Bereich der Finanzen können es in der Regel nicht beantworten. Bei zu großen Defiziten belässt es die UEFA meist bei Sanktionen wie einer Limitierung der Kaderliste für den internationalen Wettbewerb sowie Geldstrafen. Eine Versagung der Lizenz erfolgt höchstens bei heftigen Ausnahmefällen. Die massive Bezuschussung von Paris Saint German aus Katar bzw. von Manchester City aus den Vereinigten Arabischen Emiraten führte jedenfalls nicht dazu.

Kurz gesagt besteht die Gefahr für RBL nicht in zu wenig Geld, sondern in zu viel Geld von Red Bull.

dabdab



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