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Dienstag, 26.09.2017, 20:45 Uhr
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Leipzig - (11.09.2017) Nach 10.549 langen Tagen ist es endlich wieder soweit: In der Heldenstadt wird internationaler Fußball gespielt! Bei seiner Champions League-Premiere trifft RB Leipzig zu Hause auf den französischen Meister AS Monaco.

Das Warten hat ein Ende.

Seitdem am 6. Mai diesen Jahres beim Spiel gegen Hertha im Berliner Olympiastadium unser Platz in Europas Königsklasse gesichert wurde, fieberten wir alle diesem Tag entgegen. Egal, ob sich die Älteren unter uns noch an die Europapokalnächte im alten Zentralstadion erinnern oder die Jüngeren unter uns diese Spiele nur vom Hörensagen kennen: Wir alle sind uns bewusst, dass am Mittwoch ein großer Tag ist. RBL wird erstmals ein Champions League-Spiel bestreiten, Leipzig wird erstmals seit sehr langer Zeit wieder auf der großen internationalen Bühne vertreten sein.

Was erwartet uns? Zuerst ein paar Hinweise zur Anreise. Man sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Parkplätze sind wie üblich knapp, das Waldstraßenviertel wird drei Stunden vor Anpfiff ab 17:45 Uhr für Nichtanwohner zur Durchfahrt gesperrt.
Stand jetzt (Montag Abend) gibt es für das Match noch einige wenige Tickets im Heimbereich sowie ein paar Dutzend in der Ticketbörse. Wer noch eine Karte will, sollte sich ranhalten. Wir gehen definitiv von einem ausverkauften Stadion aus!

Auf Leipziger Seite ist der Einsatz von Naby Keita fraglich, dazu ist Compper erkältet. Keita zog sich gegen Hamburg eine Zerrung der Adduktoren zu und konnte heute zumindest individuell trainieren. Wie es aussieht, wird er am Mittwoch wohl auf dem Platz stehen können. Coltorti hat ebenfalls Probleme mit den Adduktoren, steht aber sowieso nicht im der UEFA gemeldeten Champions League-Kader. Ansonsten sind die Mannen von Ralph Hasenhüttl fit, unser Coach hat die Qual der Wahl. Vermutlich wird der wiedergenesene Forsberg für Bruma in der Startelf stehen. Dazu stellt sich die Frage, ob Bernardo oder Halstenberg als Linksverteidiger spielt und ob im Angriff Augustin oder Poulsen aufläuft. Der Rest der Startelf sollte identisch zu der von Hamburg sein.


Unser Gegner – die AS Monaco FC

Ja, es heißt tatsächlich "die". Die Association Sportive de Monaco Football Club nimmt am französischen Ligabetrieb teil, das Fürstentum an der französischen Mittelmeerküste hat keine eigene Liga. Monaco hat in seiner 98-jährigen Geschichte schon etliche Erfolge aufzuweisen. Neben dem Meistertitel in der letzten Saison konnten sie sich davor bereits sieben mal in der Ligue 1 die Meisterschaft sichern. International stehen 1992/93 im Europapokal der Pokalsieger und 2003/04 in der Champions League zwei verlorene Finals zu Buche. In der vorigen Saison schafften es die Monegassen bis Halbfinale des besagten Wettbewerbes. Sie wurden Gruppensieger vor Leverkusen, Tottenham und ZSKA Moskau und schalteten in der KO-Phase immerhin Manchester City und Borussia Dortmund aus.


Die fürstliche Abwehr

Im Tor steht der kroatische Nationaltorhüter Danijel Subasic, der sich seit seiner Ankunft im Team 2012 extrem gut entwickelt hat. Er ist nur wenig ins Aufbauspiel involviert, schlägt dafür aber von allen Spielern in der Mannschaft die meisten langen Bälle.
Als linker Innenverteidiger spielt der Brasilianer Jemerson, rechts neben ihm Kamil Glik. Die beiden passten in den bisherigen Ligaspielen einander nur selten den Ball zu. Die einzige Ausnahme war die Partie gegen Dijon, in der Monaco aber nach 25 Minuten bereits mit 2 Toren und nach 37 Minuten sogar mit 3 Toren führte und dementsprechend nicht mehr viel fürs Spiel tun musste. In der Regel leiten sie den Ball zügig zu den Außenverteidigern – bevorzugt zum Rechtsverteidiger Sidibé – und etwas seltener zu Mittelfeldspieler Moutinho weiter. Diese Herangehensweise führt dazu, dass die beiden Verteidiger mit je ca. 50 Pässen pro Spiel deutlich weniger am Aufbauspiel beteiligt sind als unsere Innenverteidiger Orban (bisher im Schnitt 68 Pässe pro Spiel) und Upamecano (85 Pässe). Glik ist mit seinen 1,90 Meter eine absolute Kante und derjenige der beiden, der noch einen Ticken stärker am Boden und in der Luft und auch etwas aktiver ist. Beide sind sehr gefährlich bei Standardsituationen und waren an 6 der bisher 8 Standardtore von Monaco beteiligt.

Neben Rechtsverteidiger Sidibé – der auch gut mit seinem linken Fuß spielen kann – spielt Jorge auf der anderen Seite der defensiven Außenbahn. Sidibé ist mit 57 Pässen pro Spiel bei einer Passquote von 85% deutlich mehr involviert und als Jorge auf der linken Seite mit nur 37 Pässen und einer Quote von 74%. Generell ist Monacos Spiel eher rechtslastig. Der Rechtsverteidiger positioniert sich höher als der Linksverteidiger und wird mehr ins Passspiel einbezogen. Dafür ist Jorge der etwas kopfballstärkere der beiden.


Rechtsauslage im Mittelfeld

Auf der Doppelsechs finden sich Fabinho und Moutinho. Ersterer spielt den defensiveren Part, vergleichbar zu Demme. Er führt extrem viele Defensivzweikämpfe und ist extrem kopfballstark. Er kippt häufig zwischen die Innenverteidiger ab und ist der tiefe Ballverteiler, während Moutinho höher steht und derjenige ist, der in Monacos Mannschaft die meisten Pässe spielt. Monaco setzt etwas mehr als RBL auf lange Bälle, diese werden in der Regel vom Keeper und von der Doppelsechs geschlagen. Das hochgehandelte belgische Mittelfeldtalent Tielemans, welches für kolportierte 25 Millionen aus Anderlecht kam, stand bisher nicht in der Startelf und wird vermutlich nur kommen, wenn es gilt, ein Ergebnis über die Zeit zu bringen.

Auf den offensiven Außenpositionen spielt links Lemar und recht Lopes. 44% seiner Angriff trägt Monaco über seine rechte Seite vor und nur 33% über seine linke – bei Leipzig ist es mit 35% bzw. 38% annähernd gleich verteilt. Bedingt durch diese Rechtslastigkeit des monegassischen Offensivspiels rückt der Linksaußen Lemar häufig ins Mittelfeld ein. Über rechts versucht es Monaco eher mit Passspiel, während auf der linken Außenbahn Flanken bevorzugt werden. Lemar als Linksfuß flankt daher vergleichsweise häufig, während Rechtsaußen Lopes kaum darauf zurückgreift, sondern mit seinem starken linken Fuß als klassischer inverser Flügelstürmer agiert.


Radamel Falcao Der leibhaftige Torriecher

Im Sturm gibt Diakhaby den typischen Mittelstürmer, der entweder im Strafraum Innenverteidiger bindet oder aber auf die Seiten ausweicht. Er spielt durchaus mannschaftsdienlich und legt häufig Torschussgelegenheiten für seine Mitspieler auf. Falcao hingegen spielt etwas tiefer, meist auf einer Linie mit den Außenspielern Lemar und Lopes; teilweise spielt Rechtsaußen Lopes sogar noch etwas höher. Falcao wird so geringfügig ins Passspiel eingebunden, ohne dass er aber wie eine falsche Neun oder gar ein Spielmacher agiert. Er hat sehr viel Zug zum Tor und ist derjenige Angreifer, der bei Monaco mit Abstand am häufigsten aufs Tor schießt und auch die meisten Tore erzielt. Mit 7 Toren aus 5 Spielen in der Ligue 1 hat er bereits in dieser Saison wieder eine herausragende Erfolgsquote.

Als Neuzugänge im Angriff wurden diese Saison die Hochkaräter Jovetic und Baldé aus der Serie A verpflichtet. Beide kamen erst kurz vor Ende des Transferfensters und spielten daher kaum bzw. noch gar nicht. Es ist aber gut möglich, dass der vielversprechende Offensivallrounder Baldé gegen uns seinen Weg in die Startelf findet.


Attention: les situations standard!

Allgemein nutzt Monaco diese Saison wie bereits erwähnt lange Bälle etwas häufiger als die Leipziger dies tun. Es werden sowohl die Außenspieler als auch die Stürmer als Anspielstationen gesucht. Bei entsprechendem Platz wird bevorzugt der Raum hinter den gegnerischen Außenverteidigern dafür genutzt. Die Monegassen spielen im letzten Drittel sehr zügig. Sie versuchen nicht in gleichem Maße wie RB, sich durch die Mitte zu kombinieren, sondern bevorzugen die Außenpositionen. Dabei nehmen sie viele Fehlpässe in Kauf, generieren aber auch hochkarätige Chancen, wenn der Spielzug erfolgreich ist.

8 ihrer 14 Ligatore erzielten sie nach Standardsituationen, dazu kamen 2 Elfmeter und 4 Tore aus dem Spiel heraus. Sie sind durchaus anfällig bei Druck, versuchen aber nicht aufs Äußerste, sich dem gegnerischen Pressing durch Kurzpassspiel zu entziehen. Der Ball wird dann einfach herausgeschlagen, um so gefährliche Ballverluste im eigenen Drittel zu vermeiden. Ihr Stil ist eher von Pragmatismus im Sinne José Mourinhos als von idealistischen Prinzipien im Sinne Pep Guardiolas geprägt. Dabei sollte man beachten, dass es Coach Leonardo Jardim letzte Saison geschafft hat, mit seiner Mannschaft mit sagenhaften 107 Toren in 38 Spielen vor dem vor finanzieller Kraft nur so strotzenden Ligaprimus PSG in der Ligue 1 die Meisterschaft zu holen und ins Halbfinale der Champions League einzuziehen.


Über dem Zenit, aber immer noch gefährlich

Die AS Monaco hat mit Angreifer Mbappé, Rechtsaußen Silva, Linksverteidiger Mendy und Mittelfeldspieler Bakayoko gleich vier Leistungsträger der vergangenen Meisterschaftssaison verloren, die nicht adäquat auf gleichem Leistungsniveau ersetzt werden konnten. Doch dem gegenüber stehen auch Einkäufe in Höhe von über 100 Millionen Euro (laut transfermarkt.de, in Deutschland gab nur der FC Bayern etwas mehr Geld aus). Monaco ist nicht mehr auf dem Zenit seiner Leistungsstärke wie letzte Saison, aber immer noch besser besetzt als RB Leipzig. Die Monegassen sind Favorit in der Gruppe G. Ein Unentschieden gegen sie sollte einerseits als Erfolg durchgehen, andererseits aber bei einem Heimspiel auch das Mindestziel sein.

dabdab


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