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CL 3. Spieltag
Dienstag, 17.10.2017, 20:45 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
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FANBERICHT AUS ISTANBUL

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Leipzig - (27.09.2017) Das erste Champions-League-Auswärtsspiel in der Vereinsgeschichte von RB Leipzig ist vorbei. Martin Singer, Mitlgied der L.E. Bulls, berichtet für uns von seinen Erlebnissen vor, während und nach dem Spiel.

Tag 1 - Die Anreise

Wir trafen uns um 15 Uhr am Flughafen Leipzig. Nach Check-in, Sicherheitskontrolle und erfolgreichem Sprengstofftest warteten wir auf das Boarding um 17 Uhr und hoben um 17:40 Richtung Istanbul ab. Etwas später als geplant landeten wir aufgrund von viel Verkehr am Flughafen in Istanbul. Nachdem wir unsere endgültige Parkposition eingenommen hatten, wurden wir zum Flughafengebäude geshuttelt. Nach schneller Erledigung der Formalitäten befanden wir uns vor dem Flughafen, wo wir schnell einen Bus zum Taksim Platz fanden, wo sich unser Hotel - 500 m vom Stadion entfernt - befand.
Nach dem Check-in beschlossen wir, um 0 Uhr noch schnell etwas kleines zu essen und die nähere Umgebung zu erkunden. Das Stadion war schnell gefunden, jedoch zu Dunkel für Fotos. Also noch etwas zu Essen gesucht. Es gab natürlich überall Dürüm (das Fleisch schmeckt erheblich besser als in Deutschland). Die Menschen, die wir unterwegs getroffen haben, waren alle sehr freundlich und hilfsbereit, den richtigen Weg zu finden. Natürlich ist Fußball das Thema Nummer eins, dabei sind wir bis dato nur auf Sympathisanten von Galatasaray und Fehnerbahce getroffen, die uns natürlich einen Sieg wünschten. Nach einem (bzw. mehr als einem) Schlummer-Bier (Efes) an der Hotelbar ging es halb 3 in unsere Betten in spannender Erwartung auf den folgenden, historischen Tag unseres ersten internationalen Pflichtauswärtsspiels.


Tag 2 (Spieltag), Teil 1 - Erkundung der Umgebung

Nach einem ausgiebigen Frühstück um 8 Uhr machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Zunächst an der Moschee Cihangir Camir vorbei zum Stadion, dem Ort des heutigen Spiels. Dort besuchten wir auch den Fanshop , der über zwei Etagen alles bot, was das Fanherz begehrt. Anschließend ging es zum Taksim Park und die Flaniermeile Istikal Cd. entlang und auch immer mal wieder über Seitenstraßen und Passagen. Hier besuchten wir auch einen Fanshop von Galatasaray (vier Etagen, jedoch mit weniger Fläche/Etage). Weiter ging es am Turm Galata Kulesi vorbei bis hin zur Brücke Galata Koepruesue (nun ist mir der Sinn einer Laufapp klarer, sie hilft ungemein Routen zu beschreiben). Von dort aus gingen wir die Tersane Cd. (Ein Handwerks- und Sanitärladen neben dem anderen, anschließend nur Lampengeschaefte in ein paar Blocks geballt) bis zum Platz Sishane. Von dort aus war es nicht mehr weit zurück zur Istikal Cd. und somit zurück zu unserem Hotel, wo wir uns nun noch relaxend auf das Spiel vorbereiten.

Obwohl wir als Leipziger zu erkennen waren, war keinerlei Feindschaft zu spüren. An fast jeder Ecke wurden wir in freundliche Gespräche verwickelt, die einen mehr auf unserer Seite, die anderen natürlich mehr auf Besiktas hoffend. Auch Leute mit Besiktas-Trikots haben sehr freundlich zurück gegrüßt. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt ein bedrohliches Gefühl. Man sah diverse Katzen an vielen Ecken und auch Futterplätze für sie vor Geschäften, Banken und Wohnhäusern. Hinsichtlich Polizei fühlte man sich auch sehr sicher. Wenn man danach gezielt Ausschau hielt, fand man an vielen Ecken kleine Polizeiposten, zivile Polizeikräfte und anderes Sicherheitspersonal. Bier, Tabak und anderen Alkohol sah man auch nur sehr versteckt in einigen wenigen Läden in kleinen Seitengassen.

Tag 2 (Spieltag), Teil 2 - Das Spiel

Ich denke, dass Spiel und Ergebnis hat jeder gesehen und wurde bereits ausführlich diskutiert. Darauf werde ich hier nicht weiter eingehen, sondern ich habe mich mehr mit den Eindrücken rund ums Spiel beschäftigt. Ich bin immer noch geflasht, mit einem leichten Tinnitus, und voll beeindruckt von der Atmosphäre im Stadion. Es war diesbezüglich ein unvergessliches Highlight mit echter Gänsehaut.

Wie verabredet, trafen wir uns zunächst um 19 Uhr (Ortszeit) am Taksim Park zum vereinbarten Treffpunkt der Fans ein, um gemeinsam zum Stadion zu laufen (von der Polizei begleitet). Um 19:45 Uhr war Abmarsch und aufgrund der Nähe zum Stadion (<1 km) erreichten wir auch sehr schnell den Gästeeingang. Bereits vorher wurden wir über die Verbote informiert (u.a. alles, was als Wurfgeschosse dienen könnte, bspw. Münzen (!!), Feuerzeuge, Powerbanks. Alkohol & Rauchen war ebenso im gesamten Stadion verboten. Es wurden dennoch teilweise entsprechende Gegenstände in den drei Durchsuchungsläufen (1x bei Betreten des Stadiongeländes, 1x bei der ersten Kartenkontrolle, 1x bei Betreten des Blocks) gefunden und einbehalten (ohne Rückgabe). Wer die drei Durchläufe für viel hält...es sind nicht alle Kontrollen so (verhältnismäßig) "lasch" wie in unserem Heimbereich. Bei uns ist zum Glück nur noch nichts passiert, so dass aufwändige Kontrollen bislang nicht nötig waren (das soll bitte auch so bleiben!).

Aufgrund sehr flüssiger Abfertigung am Eingang (wir waren ja nur 250) dauerte die Kontrolle keine zehn Minuten und wir waren ca 20:10 Uhr auf unseren Plätzen (Anstoß 21:45 Uhr). Es gab einen Essens- und Getränkestand. Die Preise waren glücklicherweise halbwegs "rund" (also nicht wie bei anderen Stadien mit Kartenzahlung, wo man 20 € auflädt und dann mit 5,10 €, 3,70 € usw. rechnen muss um auf seinen Kartenwert zu kommen). Es gab zwar keine Kartenzahlung, aber die Herausforderung bestand darin: "keine Münzen" (siehe oben). Also musste man auf einen durch 5 teilbaren Betrag kommen, um nur Scheine wieder als Restgeld zu erhalten. Dank "Wasser" ging dies aber recht einfach.

Schon vor dem Spiel beim Warm-Up war halbwegs zu erahnen, welche lautstarke Stimmung auf uns Gäste und die Spieler einprasseln würde. Das erklärt auch überwiegend die erste Halbzeit unserer Mannschaft, die dies in der Form nicht kannte (aber stimmt, ich wollte ja nicht vom Spiel schreiben). Wie ich einem Außenstehenden die Lautstärke vermitteln soll? Schwierig. Stellt euch eine pfeifende Dampflok direkt neben euch vor. Schon eine Verständigung mit seinem Nebenmann war unmöglich.

Wie gesagt, diese Art der Stimmung live und hautnah mit zuerleben war die Reise alleine wert. Die Stimmung wurde auch nicht nur in einem Sektor gemacht, sondern auch die anderen Blöcke außer dem Fanblock stimmten Gesänge an, die dann mitgesungen wurden. Auch beim Stromausfall zeigten sich die Besiktas-Fans kreativ und schalteten ihre Taschenlampen an den Handys an. Hierzu gab es dann auch "Wechselgesänge", bei denen die Lichter mal in einem, Mal im anderen Sektor ein bzw. aus geschaltet wurden. Nach dem Spiel wollte (wie auch bei uns) die Stadionregie direkt Musik einspielen und erntete dafür ein gellendes Pfeifkonzert, bis sie die Musik wieder direkt ausschalteten und die Fans ihre Mannschaft feiern konnten. Ein weiterer Versuch der Stadionregie wenige Minuten später wurde ebenso abgeblockt. Ob das auch in Leipzig möglich wäre?

Nachdem die Mannschaft ausgiebig gefeiert wurde und die ersten die Plaetze verließen, durfte dann doch Musik gespielt werden und die Fans von Besiktas und wir klatschten uns zum respektvollen Abschied gegenseitig zu. Mit Hilfe der Polizei in den Pufferblöcken wurden auch Schals entsprechend ausgetauscht. Nachdem wir ca 30 Minuten nach Abpfiff das Stadion verlassen durften, ging es wieder mit Begleitung der Polizei zum Taksim-Platz zurück, wo wir uns dann auch recht fix zurück in unser Hotel begaben, um das heute erlebte gemeinsam zu verarbeiten. Via TV wurde hierzu noch die Zusammenfassung zum Spiel analysiert und auch noch mit deutschen Besiktas-Fans gesprochen. Unter anderem erhielten wir den Tip, statt uns das nächste Mal rund um Taksim aufzuhalten, unsere Route lieber (neutral gekleidet) in Besiktas zu verbringen. Besseres und günstigeres Essen und (erheblich) mehr Möglichkeiten bei einem Bier in einer Bar zu verweilen, als auf unserer Route am Morgen/Mittag. Das werden wir uns fürs nächste Mal vormerken, wenn es wieder zu Besiktas gehen sollte (wann auch immer) (da Mittwoch unser Flieger zurück gehen wird).

Fazit: Das erste Auswärtsspiel in der Champions League wird ein unvergessenes Highlight bleiben. Istanbul ist eine tolle Stadt mit freundlichen Gastgebern. Wir haben viele neue uns spannende Eindrücke gesammelt und für die nächsten Auswärtsfahrten dazugelernt. Wir freuen uns jetzt schon auf unsere nächste Auswärtstour in Porto Ende Oktober!

Martin Singer

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