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CL 3. Spieltag
Dienstag, 17.10.2017, 20:45 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
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DER LEIPZIGER SAISONSTART – EINE ANALYSE

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Leipzig - (05.10.2017) Länderspielpause – erste Verschnaufspause für den Großteil unserer Spieler steht an und wir nehmen uns etwas Zeit, ein kleines Resümee des Saisonstarts zu ziehen.

Nicht lang ist es her und wir konnten den Vizemeistertitel feiern. Wir waren Neuling und ebenso "das" Überraschungsteam in der Bundesliga. Für die Gegner waren wir eine große Unbekannte. So konnten wir mit unserer taktischen Spielweise des aggressiven Forecheckings und mittels schneller Gegenstöße für sehr viel Torgefahr sorgen und erfolgreich sein. Nicht zuletzt spielte sich unser Team auch deshalb in unsere Herzen, durch einen angriffslustigen und erfolgreichen Fußball.


Die Gegner schlafen nicht

Da wir uns auf höchster professioneller Ebene befinden, analysierten die gegnerischen Teams unsere Spielweise um Mittel und Wege zu lokalisieren, gegen uns erfolgreicher aufzutreten. Dies deutete sich schon in der vergangenen Rückrunde an, in der wir Platz 5 belegten punktgleich mit den Sechsplatzierten Mönchengladbach.

Versuchten die gegnerischen Mannschaften noch in der letzten Spielsaison mitzuspielen und überließen unserer Elf sehr viel Raum für Konterfußball, so ist man fortan gewarnt und stellt sich anderweitig taktisch ein. Ihr Ziel ist es nun die offensive, erfolgreiche Spielweise unserer Roten Bullen zu unterbinden, indem man als Mannschaft kompakt verteidigt, spätestens in der eigenen Hälfte, darüber hinaus bei Balleroberung den Raum schnell nach vorn nutzt für torgefährliche Gegenangriffe. Beim genaueren Hinschauen fällt einem schnell auf, dass sich nun das taktische Grundmuster gedreht hat. Die Gegner versuchen uns mit den von uns zuvor angewandten taktischen Mitteln zu schlagen.


Notwendige Entwicklung bei Vizemeistern

Einerseits werden wir eines Vizemeisters als Favorit gehandelt, andererseits wird uns durch die taktische Grundausrichtung des Gegners der Ballbesitz auferlegt. Ca. zwei Drittel Ballbesitz sprechen in einigen Spielen für sich und stellen gleichermaßen eine große Herausforderung dar, das Spiel gestalten zu müssen. Dadurch, dass viele Gegner sich weit zurückziehen, unser Team offensiv presst und weit aufgerückt ist, birgt dies bei Ballverlusten die Gefahr von gefährlichen Kontern.

Unsere Stärke ist weiterhin das frühzeitige Stören und Bekämpfen des gegnerischen Aufbauspiels. Angriff ist sozusagen die beste Verteidigung. Dies erfordert sehr viel Kondition der Stürmer und offensiven Mittelfeldspieler, was in den kurzen Zeiträumen der englischen Wochen noch erschwerend hinzukommt.

Für uns neu ist - Gewinnen wir durch das offensiv angelegte Pressing in der gegnerischen Hälfte den Ball zurück und steht dabei der Gegner noch sehr tief, haben wir anschließend einen viel kleineren Raum nach vorn zur Verfügung, im Gegensatz zum Mittelfeld- oder Abwehrpressing es der Fall ist. Ziel des Pressings ist es insgesamt nach Ballgewinn möglichst schnell umzuschalten, um die bestehende Unordnung in der Gegnerdeckung für eigene Torchancen zu nutzen.

Während des Angriffs- und Mittelfeldpressings müssen die einzelnen Mannschaftsteile sehr eingespielt agieren, den Raum in Ballnähe so verengen mit dem Ziel, Druck auf den Gegner und den Ballführenden auszuüben. Überhastete ungenaue Pässe, riskante Dribblings, Fehlabspiele oder eine Balleroberung sind dann unser Verdienst und offenbaren unsere Stärke, wie es nur wenige Mannschaften in der Bundesliga fabrizieren.

Die erste Aufgabe nach der Balleroberung in der Abfolge ist nun die Ballsicherung. Da aber der Gegner oft noch sehr tief steht, es kaum Raum gibt durchzubrechen und unsere Überzahlspieler sich im Rückraum befinden, findet das Aufbauspiel somit meist über den sicheren Weg „hinten rum“ statt. Der Gegner schaltet indes um auf ein Abwehrpressing, während wir nun des Öfteren vor der neuen Herausforderung stehen, Lösungen zu finden für ein anschließend erfolgreiches Aufbauspiel.

Dies erfordert wiederum sehr viel Laufarbeit, denn es muss das „Spiel ohne Ball“ gepflegt werden. Der Ballführende Spieler sollte nun mindestens eine oder mehrere Anspielstationen zur Verfügung haben, damit das Aufbauspiel gestaltet und der Angriff weitestgehend abgeschlossen werden kann. Dies geht nur über ständiges Freilaufen und Räume nutzen.

Anderenfalls sehen wir oft das gewagte aber extravagante Dribbling von Naby Keita als Lösungsmöglichkeit. Diesbezüglich ist das oft beobachtete Spiel von uns durch Mitte nicht mehr allein ausreichend, sondern auch ein strukturiertes Passspiel über die Außen muss gesucht werden, in der die Außenverteidiger zu Schlüsselpositionen und Überzahlspieler fungieren, mit dem Ziel zur Grundlinie des gegnerischen Tores durchzubrechen.

Dies ist uns u.a. in Köln mit dem Tor von Lukas Klostermann erfolgreich gelungen und daran gilt es weiter zu arbeiten. Denn sollten unsere Außenverteidiger sich immer mehr in das Aufbauspiel über die Außen bis zur gegnerischen Grundlinie einschalten (was das Ziel sein muss), müssen naheliegende Mitspieler den Raum dahinter absichern. Dies bedarf wiederum einer Grundordnung, denn nichts Schlimmeres gibt es den Ball zu verlieren, wenn man als Team aufgerückt ist.

Im Endeffekt bleibt festzuhalten dass die meisten Gegner nun eine defensivere Ausrichtung gegen uns wählen. Ihr Ziel ist es unser schnelles, bekanntes und erfolgreiches Umschaltspiel (nach erfolgreichem Pressing und Ballgewinn) zu erschweren bzw. zu unterbinden.


Learning by Doing

Für unser Team aber auch für jeden einzelnen Spieler bedeutet dies wiederum ein neuer großer Lernprozess, individuell aber auch taktisch im Team abgesichert dabei zu agieren, denn man will und sollte dabei nicht ins offene Messer laufen. Die Lehren aus dem Schalke-Spiel sollten diesbezüglich gezogen worden sein. Trotzdem merkt man insgesamt noch die Schwere der neuen taktischen Aufgabe unserer Mannschaft an.

Wie auch physisch und taktisch, sind und werden auch die Champions-League-Spiele psychisch eine Herausforderung sein. Für unsere sehr jungen Spieler sind dies neue Erfahrungen, auf allerhöchstem Niveau gemessen zu werden. Für den Großteil des Trainerteams und der Spieler bedeutet dies einen Sprung binnen kurzer Zeit von der 2. Liga über die 1. Liga bis hin zur Champions League.

Es warten große Aufgaben auf unsere Mannschaft mit Momenten, die so noch nicht aufgetaucht sind und teils auch die gezeigte Unsicherheit begründen. Zudem stehen qualitativ hervorragende Spieler anderer Landesmeister gegenüber, die wirklich alles von unseren Spielern abverlangen.

Es ist nicht verwunderlich das auf höchster Ebene durch die Qualität der gegnerischen Spieler Tore gegen uns erzielt werden und dadurch noch der Erfolg ausbleibt. Es war unser Ziel auf höchster Ebene zu spielen, diese erste Gruppenphase in der Champions-League ist eine richtige Lernphase, die unser Team noch weiter voranbringen wird.


Punktetechnisch voll im Soll

Unser Team zeigt das es sich weiter entwickeln kann. Dies zeigen auch die letzten Ergebnisse in der Bundesliga und der aktuelle Tabellenplatz 4 mit nur einem Punkt hinter den Zweitplatzierten Bayern. Dass sich einzelne Spieler sehr gut entwickelt haben ist auch deutlich an Dayot Upamecano erkennbar. Ebenso ist der Einsatz und Kampf weiterhin auszumachen, so dass die neue taktische Grundausrichtung in der Bundesliga über den Ballbesitz Torgefahr sich zu erarbeiten, eine neue Entwicklungsstufe darstellt und diese es zu meistern gilt. Diesbezüglich ist noch Spielraum nach oben, wie auch die defensive Absicherung des Aufbauspiels. Alternativ sei noch das wichtige Standardspiel erwähnt.

Dass dies aktuell noch nicht ausreichend umgesetzt wird, zeigen u.a. die vielen gegnerischen Torchancen, die wir zulassen. Jedoch sollte man sich immer vor dem Auge halten, woher wir binnen kurzer Zeit gekommen sind, wie jung und teilweise unerfahren die Spieler noch sind im Vergleich zu ihren Gegenspielern, und was diese binnen ein bis zwei Jahre gelernt und erreicht haben. Und diese Zeit sollte man ihnen auch weiterhin gewähren, an den noch zu absolvierenden Aufgaben und großen Herausforderungen zu wachsen.

10 Spiele sind bis dato mit Champions-League, DFB-Pokal und Bundesliga absolviert. Nur 3 Spiele gingen verloren, zweimal gab es ein Unentschieden und 5 Siege konnten eingefahren werden. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt wie schwer es ist über der Dreifachbelastung den neuen, hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Wir können stolz auf unsere Jungs sein.

oligei


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