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17. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 17.12.2017, 18:00 Uhr
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ERFOLGREICHE AUSWÄRTSREISE INS FÜRSTENTUM

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Leipzig - (23.11.2017) Die mitgereisten RBL-Anhänger erlebten in Monaco den ersten Auswärtssieg ihres Vereins im internationalen Geschäft. Der sportliche Erfolg sowie das im Vergleich zur Heimat geradezu blendende Wetter sorgten für ein tolles Erlebnis im Fürstentum. Auf weitere Besuche in Stadion & Stadt kann man als Fußballfan allerdings getrost verzichten.

"Haut sie aus der Champions League!"

Im letzten Auswärtsspiel der Champions League-Gruppenphase ging es für RB Leipzig in den kleinsten Staat der Erde, in dem ein Fußballstadion steht. Ungefähr 1.200 RB-Fans machten sich auf den Weg. Es gab ein paar selbstorganisierte Fanbusse, die meisten flogen ein und einige wenige machten sich sogar per PKW auf die ca. 1.200km lange Reise. Da in Monaco der Platz begrenzt, die Preise exorbitant und Fußballfans recht explizit unerwünscht sind, reisten die meisten Auswärtsfahrer nach Nizza. Dort gab es dann beim Gespräch mit den Bewohnern eine ungewohnte Erfahrung. Sobald die dortigen Gesprächspartner erfuhren, dass man RBL-Fan sei, wurde einem ausnahmslos viel Glück und Erfolg für das kommende Spiel gewünscht. Es stellte sich raus, dass Monaco - und das ist nicht nur auf den Fußballclub bezogen - im südfranzösischen Umland extrem unpopulär ist. Sogar französische Bereitschaftspolizisten im Auswärtsblock (Monaco hat nur sehr wenige Polizisten und meines Wissens nach keine eigene Bereitschaftspolizei) meinten im Gespräch mit Leipziger Fans "haut sie aus der Champions League".


Treffen in Nizza & Fanmarsch zum Stade Louis II

Als Treffpunkt für die Gästefans wurde ein Platz in Nizza bestimmt. Von dort ging es unter Fangesängen zum Hauptbahnhof und dann per Zug ins etwa 20 Minuten entfernte Monaco. Der Marsch wurde nicht nur von der Polizei, sondern an vereinzelten Stellen auch vom Militär abgesichert. Die Einsatzkräfte hätte man angesichts ihrer Bewaffnung mit automatischen Waffen auch in ein Kriegsgebiet schicken können. Es sei aber an dieser Stelle angemerkt, dass es beiderseits keinerlei Probleme gab und das Aufgebot an Sicherheitskräften vermutlich eine Reaktion auf diverse vergangene Anschläge in Frankreich ist. Diese Erfahrung setzte sich dann vorm Einlass des Stade Louis II fort. Die Kontrollen waren penibel, jeder(!) Gästefan wurde von einem Sprengstoffspürhund "abgeschnüffelt". Beim Fotografieren zeigten sich die Polizisten vorm Eingang absolut humorlos, selbst ein Handyfoto des Spürhundes musste gelöscht werden. Dementsprechend zäh war der Einlassvorgang. Obwohl die Tore 2,5 Stunden vor Spielbeginn öffneten, war der Block erst etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff vollständig gefüllt.

Eine Anekdote am Rande: Man durfte man keine Feuerzeuge mit herein nehmen (ein paar schafften es natürlich trotzdem hinein). Einige Raucher unter den Leipzigern fragten dann die bereits erwähnten Bereitschaftsbeamten im oberen Teil des Auswärtsblockes, die hatten welche dabei und halfen gerne aus.



Gesperrte Leere

Es stieß sauer auf, dass der Nachbarbereich der Gästekurve komplett gesperrt und der Heimbereich insgesamt nicht einmal zur Hälfte gefüllt war. Neben dem leeren Kurvenbereich rechts vom Gästebreich gab es zur Gegengeraden eine weitere bauliche Abtrennung. Wenn Monaco gewollt hätte, hätte sie das Gästekontingent nicht auf 1.200 begrenzen müssen, sondern in der gesamten Kurve ohne Probleme doppelt so viele Tickets bereit stellen können - ohne dass es zu irgendeiner Art von Einschränkungen für die einheimischen Fußballfans gekommen wäre.


Wer früher geht, ist eher weg

Das Catering war zwar günstig (insbesondere für monegassische Verhältnisse), dauerte aber eine gefühlte Ewigkeit. Zwischenzeitlich waren sogar einmal das Essen und alle Getränke außer Wasser alle. Kurz vor Spielende gab es eine Ansage, dass alle Gästefans, die in Monaco nächtigen, sich nach Spielende nicht noch in der Stadt bewegen, sondern bitte unverzüglich zu ihren Unterkünften begeben sollten. Bereits vor dem Match hieß es, dass die Auswärtsfahrer am Spieltag möglichst in Nizza bleiben und sich erst kurz vor der Partie ins Fürstentum begeben sollten. Dies hinderte mehrere hundert Leipziger nicht daran, trotzdem den Tag in Monaco zu verbringen, in der Stadt sah man regelmäßig Trikots und Schals von RB. Aber in der Summe ist der Eindruck absolut klar, dass man in Monaco schlichtweg keine Fußballfans haben will. Die sollen in der Nachbarstadt Nizza bleiben, kurz vorher per Zug zum Spiel und danach zügig wieder weg. Und freie Blöcke öffnet man für sie auch nicht, das würde schließlich noch mehr Fans bedeuten.


Selbst Sandhausen ist schöner

Dementsprechend war auch die Atmosphäre im Stadion. Dieses war zu Anpfiff so gut gefüllt wie die Dortmunder Haupttribüne nach einem Mehrtore-Rückstand gegen Bayern in der 80. Minute. Zu Abpfiff sah es ungefähr so aus wie in Leipzig eine Viertelstunde nach dem Einlass. Die Supporter im heimischen Fansektor waren etwa so zahlreich und so laut wie die Anhänger des FSV Frankfurt bei ihrem Gastspiel in der RB-Arena. Man muss sich ein Spiel im Stade Louis II wie eine Auswärtspartie in Sandhausen vorstellen. Nur mit schlechterer Sicht und weniger Flair. Dass bei der Ansage der Aufstellung des Heimteams nicht einmal versucht wird, das Publikum einzubeziehen, habe ich auch noch nie erlebt. Die Namen wurden im Duktus eines Tim Thoelke nach Einnahme von Benzodiazepinen vom Blatt abgelesen.


"Buschi" lässt sich feiern

Das Gastpublikum behalf sich in der Langeweile, indem es Fernsehmoderator Frank Buschmann ein bisschen feierte. Wobei für die meisten im Block (inklusive mir), überhaupt nicht ersichtlich war, wer genau das da auf der Tartanbahn vor der Interviewzone überhaupt war. Es wurde erst später aus einigen Social-Media-Ergüssen ersichtlich, dass es sich da um "Buschi" gehandelt hatte. Für Diego Demme wurde bei dessen Weg zur Bank noch ein "Happy Birthday" angestimmt.


Das leidige Fahnenthema

Auf der linken Seite des Auswärtsblocks gab es dann kurz nach Anpfiff einige hitzige Diskussionen über anfangs zwei Fahnen (später nur noch eine), die ziemlich massiv die Sicht auf das Spielfeld versperrten. Ich möchte hier nicht den Anspruch erheben, für andere Auswärtsfahrer zu sprechen, aber trotzdem ein paar Worte aus meiner persönlichen Sicht dazu verlieren. Ich fahre nicht zu einem Fußballspiel in ein fremdes Land, um dann nur ein Drittel des Geschehens auf dem Rasen verfolgen zu können. Die Fahne (nur) bei Strafraumszenen runter zu nehmen, ändert dann auch nichts an dieser Problematik. Mir ist bewusst, dass für viele die Fahnen dazu gehören und möchte mich auch mitnichten gegen deren Vorhandensein im Auswärtsblock aussprechen. Das Problem hier war, dass viele sich bewusst nicht in den mittigen Bereich hingestellt hatten, wo erkennbar Fahnen waren, und es erst zu Spielbeginn ersichtlich wurde, dass sich auch an ihrer Stelle vor ihnen zwei Fahnen befanden. Zu diesem Zeitpunkt war der Block allerdings bereits voll, die Partie lief und man konnte sich nicht einfach mehr woanders hinstellen. So wie es möglich sein soll, dass Fanclubs wortwörtlich Flagge zeigen, so sollte es auch möglich sein, dass es weiter weg davon Bereiche im Auswärtsblock gibt, in denen man dem Spielverlauf frönen kann.


Euphorie im Block

In der ersten Halbzeit war nach der frühen Führung und den weiteren Toren die Stimmung euphorisch. Im zweiten Durchgang war dann sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen die Luft etwas raus. Insbesondere, da mittlerweile das Ergebnis der Partie Besiktas-Porto bekannt war und allen bewusste wurde, dass deren 1:1-Unentschieden das für uns denkbar schlechteste Resultat war. Damit ist RB Leipzig nun im letzten Gruppenspiel auf Schützenhilfe von Monaco angewiesen, für die es zu diesem Zeitpunkt um rein gar nichts mehr gehen wird. Trotzdem überwog ganz klar die Freude über das tolle Spiel, auf eine weiterhin bestehende Chance für  das Achtelfinale sowie die garantierte Teilnahme an der Europa League.

dabdab


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http://www.rb-fans.de/artikel/20171123-special-auswaertsbericht-monaco.html

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