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17. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 17.12.2017, 18:00 Uhr
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ZWISCHENFAZIT U19 – ACHTERBAHNFAHRT UND LEHRGELD

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Leipzig - (28.11.2017) Nach zwölf von 26 Meisterschaftsspielen ist es Zeit für ein Zwischenfazit zum bisherigen Saisonverlauf der U19. Während es in der Liga ein Achterbahnfahrt war, zahlte RBL in der Youth League Lehrgeld.

Ausgangssituation

Nach Auflösung der U23 war es vereinsintern erklärtes Ziel, die U17 und die U19 zu stärken, besser mit der Profimannschaft zu verzahnen, um die besten Talente intensiver zu fördern und schneller an die Profis heranzuführen. Dazu sollten neben der Trainingsteilnahme bei der ersten Mannschaft vermehrt Testspiele des Anschlusskaders vereinbart werden, in denen auch die talentiertesten Nachwuchsspieler Einsatzzeiten erhalten sollten. In der Vorbereitungsphase konnte diesem Vorhaben noch Rechnung getragen werden. Beim Vorbereitungsspiel in Meuselwitz und beim Londoner Emirates Cup erhielten Erik Majetschak, Elias Abouchabaka, Nicolas Kühn sowie Marc Dauter und Kilian Senkbeil Einsatzzeiten. Mit Local Player Verträgen ausgestattet wurden Kilian Senkbeil, Marc Dauter, Dominik Minz und Mert Yilmaz aus dem 99er Jahrgang. Zu weiteren Testspielen des Anschlusskaders kam es bisher nicht. Einsatzminuten bei den Profis in Pflichtspielen gab es für keinen Nachwuchsspieler.


Saisonvorbereitung

Nach einer guten Vorbereitung, bei der die Mannschaft in Testspielen durchaus zu überzeugen wusste und beispielsweise den 1. FC Nürnberg und den FC Southampton in Stöckach bezwang, war die Hoffnung groß, mit einem Großteil aus dem vielversprechenden 2000er Jahrgang erfolgreich in die neue Saison zu starten. Robert Klauß, der schon als U17 und U23 Trainer auf sich aufmerksam gemacht hatte, traute man als Cheftrainer, trotz seiner Abwesenheit montags bis mittwochs beim Erwerb der Fußball-Lehrer Lizenz, zu, Talente weiterzuentwickeln und an die Profis heranzuführen.


Achterbahnfahrt in der Meisterschaft

Der Saisonstart war mit einem 3:1 Sieg gegen Eintracht Frankfurt im Pokal nach Verlängerung und zwei Siegen gegen Union Berlin und bei Hertha BSC durchaus vielversprechend. Es zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt ab, dass Robert Klauß die Spieler mit Ausnahme der Innenverteidigung und der Torwartposition rotieren lässt und jedem Spieler annähernd gleiche Spielzeiten geben würde. Dies ergibt bei der Vielzahl der Spiele in den verschiedenen Wettbewerben und im Hinblick auf die Spielerentwicklung absoluten Sinn. Das Rennen um die Nummer Eins im Tor machte zu Saisonbeginn überraschend Julian Krahl aus dem 2000er Jahrgang vor seinem Konkurrenten Toni Stahl, beide stammen ursprünglich aus dem Cottbuser Nachwuchs.

Einen ersten Dämpfer gab es am dritten Spieltag zu Hause bei der verdienten 1:2 Niederlage gegen den aktuellen Spitzenreiter, den Hamburger SV. Danach gewannen die Rasenballer mit 1:7 in dieser Höhe etwas überraschend in Kiel. Weitere unbefriedigende Heimauftritte beim 0:0 gegen Dynamo Dresden und beim enttäuschenden 4:4 gegen den Niendorfer TSV folgten. Auswärts musste man sich clevereren Bremern mit 0:1 geschlagen geben.

Der bisherige spielerische Tiefpunkt war das 0:0 beim zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzten Chemnitzer FC. Mit insgesamt zehn verletzten Spielern, davon gleich alle drei Torhüter (!) und diverse Stammspieler, gelang es in Chemnitz nicht, in die Zweikämpfe zu kommen und klarste Chancen in Tore umzumünzen. Deutlich sichtbar war nach diesem Spiel, dass einige Spieler des jungen Jahrgangs die Mehrfachbelastung aus verschiedenen Wettbewerben und zuletzt der U17 WM in Indien nicht so einfach kompensieren können und sich in einem kleinen Loch befanden. Ersatzgeschwächt wurde überraschend klar Tabellennachbar Osnabrück am Cottaweg 7:0 bezwungen, um gleich im darauffolgenden Spiel in Hannover mit 3:5 den Kürzeren zu ziehen. Hannover, ein Gegner, den man in jüngeren Jahrgängen genau wie andere Teams aus Bundesliga-Nachwuchsleistungszentren regelmäßig geschlagen hat. Nun in der letzten Nachwuchsaltersklasse gelingt dies plötzlich nicht mehr.

Bisher hat man sich vor allem zu Hause schwer getan, spielerisch zu überzeugen und oft kein taktisches Mittel gegen tief stehende auf Konter lauernde Gegner gefunden. Insgesamt hat sich die Gegnerschaft auf den oft eindimensionalen RB-Spielstil gut eingestellt. Zudem ist die Ausbeute an Stürmertoren zu mager. Mit nunmehr schon zehn Punkten Rückstand auf den Tabellenführer HSV tritt RBL sportlich im Vergleich zum Vorjahr auf der Stelle. Auch in Sachen Spielerentwicklung –dem vor der Saison ausgegebenen Hauptziel – hinkt die U19 den Erwartungen hinterher.


Lehrgeld in der Youth League

Gespannt waren Fans und Vereinsführung auf die internationalen Begegnungen, um den Leistungsstand im europäischen Vergleich einschätzen zu können. Hierbei wurde deutlich, dass noch viel Arbeit vor den Verantwortlichen liegt, um Boden gut zu machen. Robert Klauß stellte hier jedoch nicht zu Unrecht den Erfahrungsgewinn für die Spieler in den Fokus. Insbesondere das Defensivverhalten aller Mannschaftsteile und die Chancenverwertung waren ausbaufähig. Lediglich zwei Punkte nach fünf Spielen stehen bislang zu Buche.

Berücksichtigt werden muss dabei sicher das veränderte Reglement in diesem Wettbewerb, das den Einsatz von drei Spielern des 98er Jahrgangs erlaubt. Diesen größeren Erfahrungsschatz sah man besonders dem Team von AS Monaco an, das in dieser Formation schon vorher auf europäischer Bühne am Ball war. Bitter war die unnötige 2:3 Niederlage in Porto nicht nur wegen des Resultates und des Ausscheidens in der Vorrunde, sondern auch aufgrund der Verletzungen von Ersatzkapitän Erik Majetschak sowie Toni Stahl. Diese trugen natürlich nicht zur Stabilisierung der Mannschaft bei. Beim umkämpften 2:2 in Monaco bewies eine wiederum stark ersatzgeschwächte Elf Moral und nun hofft man auf einen versöhnlichen Abschluss am 6. Dezember im Heimspiel gegen Besiktas Istanbul.

Insgesamt steht dem Team im Vergleich zu den Vettern aus Salzburg noch ein langer Weg bevor, um sich im europäischen Nachwuchsspitzenfußball zu etablieren.


Ausscheiden im DFB Vereinspokal

Eine verdiente 1:3 Niederlage setzte es in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen eine homogenere, abgezocktere Knappenelf, die aktuell die Tabelle der Bundesliga Staffel West anführt. Erneut musste RBL jedoch auf einige Stammspieler verzichten. Interessant die Aussage des langjährigen Erfolgscoaches der Schalker U19, Norbert Elgert gegenüber der LVZ, in der er u. a. die ganzheitliche Ausbildung aller Basics der Offensiv- und Defensiv-Prinzipien des Fußballs in Gelsenkirchen als Erfolgsmodell herausstellte im Gegensatz zur aus seiner Sicht eher philosophieorientierten Ausbildung in Leipzig.


Ausblick

In den letzten Spielen vor Weihnachten bei Union Berlin und zu Hause gegen Hertha gilt es nicht noch weiter ins tabellarische Niemandsland abzurutschen, um dann im neuen Jahr, nach der Rückkehr und Genesung von wichtigen Stammspielern wie Kilian Senkbeil, Nic Kühn, Kilian Ludewig, Erik Majetschak und Felix Schimmel mit Mentalität wieder Boden gut zu machen. Was die weitere Ausrichtung und generelle Ausbildungsphilosophie angeht, darf man gespannt sein, an welchen Stellschrauben RB drehen wird, um hier zukünftig erfolgreicher zu werden. Eine diesbezügliche Analyse aller denkbaren Faktoren wird man sicher zur Winterpause vornehmen. Dass die Diskussion offenbar im vollen Gange ist, zeigt auch die überraschende Trennung von Co-Trainer Tonda Eckert in der letzten Woche.

Nicht nur für den eigenen Anspruch, eine Top-Adresse im deutschen Nachwuchsfußball zu sein und für die Motivation des eigenen Nachwuchses sondern auch für die Gewinnung von überregionalen Top-Nachwuchstalenten in einem immer härter umkämpften Markt ist es immens wichtig, hier bald wesentliche Fortschritte zu machen, aber dabei auch nicht die notwendige Geduld zu verlieren.

violethammer


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