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Europa League 1. Spieltag
Donnerstag, 20.09.2018, 21:00 Uhr
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KOHFELDT MIT WERDER BREMEN IM VORTEIL?

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Bremen - (14.04.2018) Gastgeber SV Werder Bremen – läuferisch höchstes Niveau, torgefährlich und spielerisch verbessert. Zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt müssen unsere Leipziger Jungs nur wenige Tage nach dem internationalen Auftritt erneut gegen ein starkes Rückrundenteam ran.

Für Werder Bremen ist es die zweite Bundesligasaison hintereinander mit gleichem Gesicht. Wie in der vergangenen Saison spielte man auch in dieser eine sehr schlechte Hinrunde und musste sich mit dem Abstiegsgespenst auseinandersetzen. Im letzten Jahr startete man dann eine furiose Rückrunde und fegte fast jeden Gegner vom Platz. Böse Erinnerungen werden schnell wach, als unsere Leipziger Jungs auch im Weser-Stadion deutlich mit 0:3 die Segel streichen mussten und die Bremer-Elf besser war in der Rückrunde. Nun sind die Vorzeichen wieder die Gleichen und unser Trainerteam um Ralph Hasenhüttl wie auch seine Spieler sind erneut gefordert, diesmal konzentrierter an die Sache heranzugehen. Ob dies überhaupt noch möglich ist nach dem engen Spielplan und den vergangenen kräftezehrenden Spielen?


Werder im Vorteil?

Es wird eine enorme taktische Herausforderung werden, Werders Stärken in deren heimischen Weser-Stadion zu unterbinden, zumal die Belastung vorhergehender Begegnungen nicht außer Acht gelassen werden kann. Während Werder Bremen nach der letzten Freitagspartie ganze neun Tage  am Stück Zeit für Regeneration und Vorbereitung zum Topspiel zur Verfügung hat, mussten unsere Rasenballer zwischendurch zwei weitere Partien absolvieren und scheinen kräftemäßig klar im Nachteil zu sein. Schlagwörter wie Belastungssteuerung und Rotation sind demnach unumgänglich, will man läuferisch nicht allzu sehr den Kürzeren ziehen. Insgesamt hilft natürlich kein Lamentieren. Ist man doch gewillt und wünschte sich die Situation, international spielen zu können und so muss man die Voraussetzungen schaffen auch während der englischen Wochen eine einsatzfähige und schlagkräftige Elf auf dem Platz stellen zu können, die auch drei Tage später auf hohem Niveau wieder bestehen kann. Demnach gelte dies als Ausrede nicht, man will sich hinter der Tatsache nicht verstecken und sich der Aufgabe bestmöglich annehmen. Das hat auch Ralph Hasenhüttl erst kürzlich im Interview erwähnt und sieht darin die Chance, mit seinem Team weiter Erfahrungen sammeln und den nächsten Entwicklungsschritt machen zu können. Die 12 internationalen Spiele in der Champions League wie auch in der Europa League helfen dabei dem Team, weiter zu wachsen, auch wenn es in der geringen Breite des Kaders schwierig ist, die Belastung auf hohem Niveau zu streuen. Diese gewissen Luxussorgen hat Trainerkollege Florian Kohfeldt auf der Gegners Seite nicht, wie wohl auch im nächsten Jahr?!


Trainer Kohfeldt für Werder ein Gewinn

Viel Lob erntet derzeit Werder-Trainer Florian Kohfeldt und das auch zurecht. Seit dem 11. Spieltag formte er aus einem abstiegsgefährdeten Team ein anderes Gesicht und gehört seitdem zu den Erfolgreichsten Mannschaften in der Rückrunde. Spätestens jetzt sollte allen Beteiligten klar sein, dass die Werder-Elf zu einem der stärksten Teams nicht nur in dieser Phase zählt. Mit der 1:2 Niederlage am letzten Freitag in Hannover bekam die Euphoriewelle einen kleinen Dämpfer. Zuvor konnten sich die Zahlen sehen lassen. Nur eines der letzten neun Partien ging verloren, gewann ganze sechsmal und blieb seit fünf Spielen ohne Niederlage. Jedoch findet irgendwann immer eine Serie ein Ende und das Trainerteam um Ralph Hasenhüttl wird mit Argusaugen analysiert haben, aus dieser Partie etwas Positives mitzunehmen. Trotzdem ist Werder unter Kohfeldt in den neun Heimbegegnungen unter seiner Regie im Weser-Stadion noch unbesiegt. Doch was macht der neue Werder-Trainer anders als seine Vorstreiter?

Florian Kohfeldt ist mit seinen 35 Jahren als Bundesligatrainer noch sehr jung, aber er kennt Werder Bremen wie kaum ein anderer. Seit 17 Jahren ist er im Verein tätig und sozusagen ein Urgestein. In seinen Interviews wirkt er stets bodenständig, gefasst, reif und bringt das auch rhetorisch überzeugend rüber. Mit seiner Redegewandtheit vermittelt er gekonnt allen Beteiligten und vor allem seinen Akteuren seine Spielphilosophie, die insbesondere offensiv ausgelegt ist und somit den Grundkern der modernen Spielkultur widerspiegelt. Ein Gewinn für den Fußball sozusagen. Einer der Garanten für den offensivstarken Fußball ist Max Kruse, der unter Kohfeldt zu seiner alten Klasse wiedergefunden hat und mit das Aushängeschild der Werder-Mannschaft ist. „Wir sind gereift“ hatte zuletzt Kruse erwähnt. Er darf unter seinem Trainer in der Offensive freizügig seine Laufwege gestalten und somit seine Fähigkeiten ausspielen.


Spiel ohne Ball als wichtiges Erfolgselement

Der Augsburger Philipp Max konnte dem nur beistehen. "Die haben fünf Spieler in der Offensive, die ständig kreuz und quer laufen.“ Mehr Variabilität geht wirklich nicht und das wird auch zahlenmäßig bestätigt. Werder Bremen gehört zu den laufstärksten Mannschaften und mit diesem Mittel erarbeitet man sich sehr viel Möglichkeiten in der Offensive, Chancen zu kreieren. Dabei bildet das „Spiel ohne Ball“ den wichtigsten Baustein zum Erfolg. Ständiges Lösen vom Gegenspieler, laufen in die Freiräume und Anspielstationen schaffen, wie auch Tempodribblings den Situationen angepasst, zeichnen Werder Bremen aus. "Die haben hin und her gespielt, lang und kurz, die haben gemacht, was sie wollten. Ich glaube, die hatten richtig Spaß", zollte der Augsburger Torhüter Hitz nach der 1:3 Niederlage dem Gegner Respekt. Mit diesem taktischen Mittel des hohen Laufaufwandes in der Defensive wie auch Offensive kann man auch taktisch variabler spielen und sein Spielsystem innerhalb der Partie mehrfach ändern und den Umständen anpassen.

Das wiederum macht es für den Gegner so schwierig sich eine taktische Gegenformel zu überlegen, wie man am besten der Kohfeldt-Elf entgegenwirken kann, während der 35-jährige Werder-Trainer bodenständig bleibt und seine Profis weiterhin sensibilisiert: "Ich bin sehr einverstanden mit den letzten Wochen, was die Punkte angeht. Ich warne aber nach wie vor vor Selbstzufriedenheit. Du darfst nie durchatmen im Fußball." – dies bestätigte sich dann auch in der HDI-Arena Hannover zuletzt. Mit einem Schnitt von zwei Toren je Spiel aus den letzten neun Partien ist man offensiv also gut aufgestellt. Parallel dazu fängt man im gleichen Zeitraum auch nur einen Gegentreffer im Schnitt und agiert hier ähnlich kompakt wie die Hasenhüttl-Elf in einem 4-4-2 System. Die Zuschauer sind wieder oben auf und vor ausverkaufter Kulisse (42.100 Zuschauer) im Weser-Stadion werden auch die Spieler für die Partie gegen die Leipziger Bullen wieder besonders motiviert sein.

voraussichtliche Aufstellung SV Werder Bremen:

Pavlenka – Veljkovic, Bargfrede, Moisander – Gebre Selassie, Augustinsson (Friedl) – M. Eggestein, Delaney – Belfodil (Johannsson), Junuzovic (Kainz) – M. Kruse 


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Naby Keïta im Duell mit Max Kruse beim 2:0 Hinspielsieg in der Red Bull Arena


Rasenballer mit Defensiv-Problemen und Aufstellungssorgen

Während Werder Bremen aus den letzten neun Bundesligaspielen nur einen Gegentreffer im Schnitt anbieten kann, kämpft die Hasenhüttl-Elf zuletzt mit anderen Kennzahlen. In den letzten 140 Spielminuten musste man 9 Gegentore hinnehmen (Leverkusen/Marseille), was alle 15 Minuten ein Gegentreffer bedeutet. Dabei wurden deutliche Mängel im Zweikampf offen gelegt, wie auch eine nicht sattelfeste taktische Grundordnung und die altbekannte Standardschwäche. Dort gilt es als Erstes anzusetzen, denn nur über einen stabilen Abwehrverbund schafft man eine gesunde Basis, auch mal Spiele zu gewinnen, wenn man im Offensivbereich ein bis zwei Tore schießt. Auch schon zuvor beim vorletzten Bundesligaspiel in Hannover hatte man Glück, dass der Gastgeber nicht noch das 3:3 schoss, jedoch auch dort schon zu erkennen war was im Defensivverbund des gesamtheitlichen mannschaftlichen Agierens sich als fehlerhaft entpuppte. Es ist eine sehr intensive Saison für unsere jungen Rasenballer, die zuletzt nach sieben erfolgreichen Pflichtspielen nun mit den zwei hohen Niederlagen gegen Leverkusen und Marseille wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden. Gegen Werden Bremen hilft es den Blick nach Vorn zu richten, den Hebel schnellst- und bestmöglich umzulegen, um mit einen guten Konzept erfolgreich im Weser-Stadion bestehen zu können.

Dabei ist es hilfreich, sich an der Hinspielleistung zu orientieren. Mit etwas Spielglück, aber mit guter Umsetzung konnte man zuhause sogar zu Null spielen und die Partie 2:0 für sich entscheiden. Wie im Hinspiel dürfte diesmal auch Marcel Sabitzer ausfallen, da er sich in Marseille wieder an der Schulter verletzte. Im Angriff bleibt zu hoffen, dass Timo Werner wieder fit genug ist, um spielen zu können. In der Abwehr droht hingegen wegen weiteren Verletzungssorgen um Dayot Upamecano eine personelle Umstellung und somit könnte in der Innenverteidigung Ibrahima Konate den Platz neben Kapitän Willi Orban einnehmen. Ob nun Trainer Ralph Hasenhüttl mit einer Dreier- oder Viererkette spielen lässt, würde anschließend die nachfolgende Frage der weiteren Mannschaftsaufstellung besser klären lassen können.

voraussichtliche Aufstellung RB Leipzig:

Gulácsi – Bernardo, Orban, Konaté, Klostermann – Demme, Keita – Forsberg, Kampl – Werner, Poulsen


Blick nach Vorn richten

Der relativ engbesetzte und bisher eingesetzte Kader lässt keinen großen Spielraum zu, alternativ zu antworten – zumal Dominik Kaiser, wie auch Benno Schmitz oder Lookman unter Trainer Hasenhüttl keine Berücksichtigung finden. Anders wie im Hinspiel, als man eine konstante Leistung über die kompletten 90 Minuten zeigte, konnten unsere jungen Bullen zuletzt nicht mehr als eine Halbzeit die Ordnung hochhalten. Es bedarf viel an mentaler Stärke, über die gesamte Spiellänge physisch noch einmal alle Körner aus sich herauszuholen, was gegen die ausgeruhten und laufstarken Bremer insgesamt schwer sein wird – aber nichts ist unmöglich.

Gegen Marseille war offensiv ein Ansatz da, aus wenigen Chancen Tore zu machen. Zwar ist Angriff die beste Verteidigung, wie auch Ballbesitz, aber defensiv sollten die Angriffe abgesichert und möglichst ohne riskante Ballverluste vortragen werden. Das Gleiche gilt beim Vortragen der eigenen Standardsituationen, die weitestgehend im Nichts verpuffen (Ecken/Freistöße), aber dabei dem Gegner anschließend viel Freiraum gelassen wurde. Hinten weniger zulassen und vorne schauen was geht – unter dem Motto: Es kann auch mal der Erfolg sich ‚dreckig‘ erarbeitet werden, ohne schönen Fussball zu sehen. Positiv – unsere Leipziger Jungs können sich nun voll und ganz auf die verbliebenen Punktspiele konzentrieren, auch wenn das Erste nur drei Tage nach dem kräftezehrenden Spiel in Marseille folgt. Letztendlich zählen nun nur noch Punkte. Mit dem schlechteren Torverhältnis einbezogen liegt man momentan „nur“ 3 Zähler hinter einem Champions League Platz. Bei noch 15 zu vergebenen Punkten lebt weiterhin die Hoffnung hoch, das Ziel noch zu erreichen.

Allen mitreisenden Fans und unsere Mannschaft drücken wir die Daumen. Für Diejenigen, die nicht beim Spiel dabei sind, gibt es auch die Möglichkeit die Partie im Liveticker oder über dem Bullenfunk zu verfolgen.

oligei



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