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KAISER IM INTERVIEW: "ES WAR EIN GEWALTIGER WEG!"

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Leipzig - (03.05.2018) Der Kaiser von Leipzig geht von Bord. Wir haben mit unserem Rekordspieler über die aktuelle Situation, seine Ziele, Leipzig und vieles mehr gesprochen. Danke Domme, dass du diesen "gewaltigen Weg" gemeinsam mit uns beschritten hast!

Anfang 2015 haben wir uns zuletzt getroffen. Hättest du erwartet, dass Leipzigs Weg weiterhin so steil nach oben gehen würde?

Ja, das war noch zur Zweitligasaison. Ich hatte natürlich seit dem Drittligaaufstieg das Gefühl, dass wir es auch irgendwann in die Bundesliga schaffen können. Damals in der 2. Liga habe ich uns das schon mittelfristig zugetraut. Dass wir natürlich nun drei Jahre später hier sitzen – Champions League gespielt und zwei Bundesligasaisons hinter uns haben, die insgesamt nicht so schlecht für uns als Neuankömmlinge liefen, ist schon ein gewaltiger Weg, den wir da zurückgelegt haben.


Dieser steile Weg weckt natürlich auch Erwartungen, nicht zuletzt bei den Fans. Wie geht ihr als Spieler damit um? Gerade nach der Vizemeisterschaft ist die Erwartungshaltung natürlich hoch.

Die ist natürlich immer mal wieder spürbar, aber damit muss man als Profi umgehen. Auch wir Spieler haben eine gewisse Erwartungshaltung an uns selbst.

Die Fans haben uns in den letzten Wochen, Monaten und Jahren überragend unterstützt. Gerade im letzten Heimspiel, wenn ich daran denke, wie bei einem 1:4 Rückstand trotzdem das ganze Stadion hinter uns stand. Sicherlich ist es für die Fans auch eine schwierige Phase, aber da müssen wir jetzt zusammen durch und ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam packen und die Kurve bekommen. Solche Phasen gehören aber auch einfach dazu. Das wird sich auch wieder drehen und dann werden wir gemeinsam wieder die Erfolge feiern!


Wie bewertest Du die aktuelle Situation?

Mit den letzten Spielen und Auftritten sind wir natürlich nicht zufrieden, das ist ja keine Frage. Wir sind eine junge und erfolgshungrige Truppe, nichtsdestotrotz muss man das Ganze auch versuchen richtig einzuordnen: wir spielen unsere zweite Bundesliga-Saison, waren bis vor kurzem im internationalen Wettbewerb dabei. Zudem haben wir eine unerfahrene Mannschaft, in der viele ihre erste Bundesligasaison überhaupt spielen. Dass es auch mal Rückschläge geben wird, war uns mit Blick auf die rasante sportliche Entwicklung der letzten Jahre klar. Da müssen wir jetzt einfach durch und ich bin sicher, dass wir in den letzten zwei Spielen dieser Saison wieder ein anderes Gesicht zeigen und es schaffen in den internationalen Wettbewerb zu kommen. Unabhängig davon haben wir in den letzten zwei Jahren insgesamt als Verein und Mannschaft eine super Entwicklung genommen.


Kaiser zum Bremenspiel: "Es war schön, das Vertrauen von Beginn an zu bekommen."


Wie hast du dich bei deinem letzten Einsatz gegen Bremen gefühlt?

Das war ein Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten. In der ersten Hälfte, als ich auf dem Platz stand, haben wir versucht kompakt zu stehen und hatten eine eher defensive Grundausrichtung. Das hat allerdings nicht so gut funktioniert, das habe ich auch auf dem Feld schnell gemerkt. Aber natürlich war es schön, das Vertrauen von Beginn an zu bekommen. Als Fußballer will man so oft und viel wie möglich auf dem Platz stehen, das ist ja klar.


Unter vier Trainern hast du in Leipzig gespielt. Gibt es etwas, was sie jeweils auszeichnete oder etwas Bestimmtes, was du von jedem mitgenommen hast? Oder gab es nur wenige Unterschiede?

Generell waren die Spielidee und die fußballerische Ausrichtung immer recht ähnlich. Ohne die Philosophie des Vereins mitzutragen, ist es auch quasi unmöglich, hier Cheftrainer zu werden. Sicherlich haben wir momentan unter Ralph Hasenhüttl und besonders in dieser Saison unseren Stil ob der Vielzahl an Spielen etwas ändern müssen. Wir sind da einen Tick vom krassen Vorwärtsverteidigen abgerückt und haben mehr Fokus auf Ballbesitz gelegt. Nicht nur, um uns auch etwas Verschnaufpausen zu verschaffen, sondern auch, um aus dem Ballbesitz heraus gefährlich nach vorne zu spielen. Da hatte Hasenhüttl natürlich einen großen Anteil.

Sonst hatte natürlich jeder Trainer in der Ansprache, im Auftreten, in der Kommunikation mit der Mannschaft gewisse Unterschiede und seinen persönlichen Stil. Mir fallen spontan aber jetzt auch nicht "die" konkreten Dinge bzw. Unterschiede ein.

Letztendlich bin ich sehr glücklich mit den Trainern, unter denen ich hier gespielt habe, konnte einiges mitnehmen und bin jetzt gespannt, wie es weitergeht.


Kaiser mit der Aufstiegs-UFFTA

Gab es ein Team, bzw. eine Mannschaft, im Lauf der letzten sechs Jahre, in dem ihr gemeinsam am meisten Spaß zusammen hattet?

Generell ist es immer leicht für einen Spieler, sich in dieser Mannschaft wohlzufühlen. Das Team wie auch das Team drum herum passt schon sehr, sehr gut zusammen.

Sicher, umso höher die Ligen wurden, umso intensiver wurde auch der Konkurrenzkampf, nicht zuletzt aufgrund der individuellen Qualität der Einzelspieler. Das hat sich vielleicht schon etwas in diese Richtung verschoben, aber das ist auf diesem Niveau auch völlig normal. Insgesamt haben wir auch dieses Jahr sehr gut miteinander harmoniert.

Wenn ich jetzt an die Drittligamannschaft denke, dann war es damals ein sehr besonderes Klima. Wir haben uns super verstanden, hatten ein klares gemeinsames Ziel mit dem Aufstieg in die zweite Liga vor Augen und haben uns auf und neben dem Platz super miteinander verstanden. Das war ein großer Trumpf. Aber genau diesen Trumpf hatten wir auch in den anderen Ligen noch und gerade deshalb habe ich mich hier immer sehr wohl gefühlt.


In der aktuellen Saison bist du nur noch selten zum Einsatz gekommen. Zwischen Rekordspieler, Champions League und Bankplatz – wie fällt da dein persönliches Saisonfazit aus?

Von den Spielanteilen natürlich eher etwas enttäuschend. Gerade nach der Vorbereitung hatte ich mir mehr erhofft und trotz der großen Konkurrenz geglaubt, dass ich in der Hinrunde die eine oder andere Chance bekommen würde. Leider hat sich das dann nicht ergeben und ich musste mir die Spiele meist von der Bank anschauen.

Als Fußballer willst du natürlich immer auf dem Platz stehen, dementsprechend war ein gewisses Maß an Enttäuschung Woche für Woche da. Sicher gab es insbesondere mit dem Champions League Einsatz auch diese Saison ein Highlight, welches ich nie vergessen werde. Den Einsatz nimmt mir keiner mehr! Die Atmosphäre im Stadion war schon etwas ganz Besonderes. Aber insgesamt lief das Jahr im Hinblick auf Einsätze und Spielzeiten nicht nach Plan für mich.


RBL steckt gerade in einer problematischen Phase – fällt es da besonders schwer, oft nur von außen zuschauen zu müssen?

Klar, Mainz war so ein Spiel, in dem du merkst, wie schwer sich die Mannschaft tut. Wo du siehst, dass viele Dinge gerade nicht so laufen, wie wir es gerne hätten. Wo dann auch noch Kleinigkeiten dazukommen, die das Spiel in eine andere Richtung kippen lassen. Natürlich wärst du dann gerne auf dem Platz.

Ich denke, ich habe jetzt schon einiges in meiner Karriere mitgemacht auch mit dem Verein – und da würde ich den Jungs natürlich am liebsten auf dem Feld weiterhelfen und meinen Teil beitragen. Leider hat das in den letzten Monaten so nicht funktioniert, aber wir haben jetzt noch zwei Spiele, vielleicht klappt es ja da noch mal. Ich hoffe, dass ich noch mal die Chance bekomme, auch, um die Saison gemeinsam mit der Mannschaft gut zu beenden.

Insgesamt war es sicher kein einfaches Jahr, gerade die Rückrunde mit einigen Tiefen, natürlich auch ein paar Höhen und generell haben die letzten Wochen ein negatives Gefühl bei allen ausgelöst. Aber mit zwei positiven Ergebnissen können wir die Spielzeit dennoch gut abrunden und das muss jetzt unser Ziel sein das ist natürlich auch mein Ziel.


Die Fans sind trotz Durststrecke weiter voll da, zuletzt beim Training, gegen Wolfsburg wird es einen Fanmarsch geben, in Berlin werden erneut über 7.000 Leipziger erwartet. Spürt das Team den Rückhalt und die Unterstützung in der aktuellen Situation? 

Die Unterstützung ist voll da. Das ist ein Riesenbonus, den wir wahrnehmen und auch mitnehmen müssen. Dass die Fans so hinter uns stehen, das pusht uns und muss uns in den nächsten zwei Spielen auch so weit bringen, dass jeder Einzelne noch mal alles aus sich herausholt.

Es läuft gerade alles vielleicht nicht ganz so rund, aber das passiert auch mal im Fußballerleben, sei es als Einzelspieler oder als Mannschaft. Deshalb müssen wir uns zusammen mit den Fans noch mal hochpushen, damit wir in den letzten zwei Spielen wieder gemeinsam gute Ergebnisse erzielen. Ich bin davon überzeugt: Die Fans werden alles dafür geben, und dann liegt es an uns!


Am 13. steht dein Abschiedsspiel an. Das erste echte RBL-Abschiedsspiel, gut 20.000 Karten sind schon verkauft. Wer wird alles dabei sein?

Es haben schon einige Leute zugesagt. Ich habe meine Weggefährten seit 2012 eingeladen, mit denen ich hier große Erfolge feiern durfte. Die Zweitligaspieler haben leider am 13. noch ihren letzten Spieltag, weshalb ein paar wichtige Stützen und enge Freunde ausfallen (Anm. bspw. Hoheneder, Kutschke, Heidinger und Teigl sowie andere Ex-RBLer, die in Liga 2 beschäftigt sind). Trotzdem haben wir natürlich eine gute Truppe zusammen. Ein paar Namen sind ja schon bekannt: Daniel Frahn, Timo Röttger (Anm. leider verletzt), Matze Moyrs und Basti Schulz.

Es werden schon noch ein paar dazustoßen. Ich freue mich auf den 13. und dass bisher schon so viele Karten verkauft wurden, und hoffe, dass bis dahin noch ein paar mehr dazukommen. Und dann wünsche ich mir natürlich, dass wir, nach einem guten Saisonabschluss in der Bundesliga, alle dort gemeinsam noch ein schönes Fest feiern!


Das erste Bundesligator in Hoffenheim – ein Highlight von Kaiser.


Was waren deine drei ganz persönlichen Highlights in den letzten sechs Jahren?

Sicher Lotte, das Auswärtsspiel und die Relegation inklusive der Zugfahrt waren "das" große Highlight.

Dann wahrscheinlich das Aufstiegsspiel gegen Saarbrücken. Der Sieg vor vollem Haus war für mich ein ganz besonderes Spiel, weil ich an allen Toren beteiligt war. Das kommt bei mir nun auch nicht so häufig vor.

Und dann wird’s schwer. Wahrscheinlich das erste Bundesligator in Hoffenheim. Es gab sicher noch ein paar andere, die da infrage kämen und sehr emotional waren, aber auf die drei würde ich mich dann festlegen.


Highlight Saarbrücken, an allen fünf Toren direkt beteiligt: "Das kommt bei mir nun auch nicht so häufig vor."


Mit welchen ehemaligen Mitspielern stehst du noch in Kontakt und mit wem aus dem aktuellen Team wirst du sicher auch weiterhin in Kontakt stehen?

Mit Yussi bin ich ewig, im Prinzip seit er da ist, sehr eng. Er ist ein Spieler, mit dem ich auch jetzt noch sehr viel mache und wo der Kontakt sicher auch nie abbrechen wird. Da gibt’s noch einige andere, da will ich eigentlich auch keinen herausheben … O.k. jetzt habe ich Yussi schon genannt (lacht). Mit Fabio habe ich ein besonderes Verhältnis, Ilse, Halste, es gibt da noch einige, wo ich überzeugt bin, dass der Kontakt nie abbrechen wird.

Zu den Ehemaligen: Klar, Frahni, der ist auch nicht so weit weg. Letztendlich in Bezug auf die Dritt- und Viertligamannschaft habe ich wirklich noch zu vielen Kontakt – manchmal regelmäßig, manchmal sporadisch. Wir freuen uns immer wieder, wenn wir uns mal über den Weg laufen, und ich hoffe, dass es dann auch mit den Jungs aus der aktuellen Mannschaft so bleibt. Deshalb gibt es nicht nur den einen – sondern das ist ganz bunt verteilt.


Nach sechs Jahren endet deine Zeit in Leipzig. Die letzten Spiele, bei denen du eingewechselt wurdest, haben die Fans dich stets mit viel Applaus empfangen. Es war meist ein echter Gänsehautmoment. Spürst du diese besondere Verbindung?

Auf alle Fälle, das ist immer ein ganz besonderes Gefühl! Gerade die Einwechslung in der Champions League war emotional mit das Größte für mich, besonders in dieser Saison. Da konnte man fühlen, wie das Stadion elektrisiert war. Mich freut es jedes Mal, wenn ich hier auflaufen darf, gerade in unserem Stadion und vor unseren Fans. Da habe ich sicher eine besondere Beziehung, das macht mich auch stolz und ich freue mich sehr darüber, dass die Leute so hinter mir stehen. Und dass sie selbst jetzt und in dieser Saison hinter mir standen, als ich nicht mehr so häufig zum Einsatz kam. Das zeigt mir auch, dass ich in den letzten Jahren hier einiges richtig gemacht habe, es eine überragende Zeit für mich war und dass es vor sechs Jahren die absolut richtige Entscheidung war, hierherzukommen.


Kaiser und die RB-Fans: "Ich habe sicher eine besondere Beziehung, das macht mich auch stolz".


Auch in der Fanszene hat sich einiges getan, seit du hier angefangen hast. Wie hast du diese Entwicklung wahrgenommen? Vielleicht auch in Hinblick auf die letzten Reibungspunkte? Was zeichnet die RB-Fans deiner Meinung nach aus?

Von den Reibungspunkten haben wir Spieler jetzt beim Leverkusenspiel gar nicht so viel mitbekommen. Wir haben natürlich im Vorfeld das eine oder andere gelesen, dass es die Überlegung gab, zu boykottieren bzw. zumindest in der ersten Halbzeit die Stimmung etwas herunterzudrosseln. Aber generell haben wir da auf dem Feld wenig mitbekommen.

Insgesamt ist die Entwicklung überragend und hat sich Jahr für Jahr noch mal auf ein neues Level gehoben. Die Gesamtzahl ist natürlich gestiegen, aber wir merken, dass auch auf den Auswärtsfahrten, wie die Fans uns begleiten, uns auswärts supporten und eigentlich keine Reise scheuen. Nicht zuletzt auch im Europapokal oft alles möglich machten, um uns zu unterstützen. Wir als Mannschaft können da wirklich froh sein, dass die Leute so hinter uns stehen und uns Woche für Woche so pushen.


Kannst du schon sagen, wohin deine Reise gehen wird? Bzw. auf welchem Tabellenplatz steht eigentlich Brøndby?

Die sind Erster (lacht) und haben recht große Chancen, Meister zu werden. Das heißt aber nicht, dass ich jetzt dort hin wechsele.


"Ich möchte wieder häufiger auf dem Platz stehen!"


Zorniger würde dich sicher mit Kusshand nehmen...

Sicher gibt es diese Verbindung zu Alex Zorniger, der Kontakt ist auch da und wird auch nie abbrechen. Wir haben ein besonderes Verhältnis, nicht zuletzt, weil er mich in Gmünd auch schon als Amateurspieler betreut hat und später hier bei RB mein Trainer war.

Es ist wirklich noch alles offen. Ich bin selber gespannt, wo es hingeht, und mache mir natürlich meine Gedanken. Die Entscheidung wird auch sicher zeitnah fallen, 100 % sicher ist aber noch nichts. Es kann noch in viele Richtungen gehen.

Ich freue mich da einfach auf die Entscheidung und auf das Neue, was nun bald kommt. Es musste jetzt einfach ein "Cut" kommen, ich möchte wieder häufiger auf dem Platz stehen! Die Chancen, das hier in Leipzig im kommenden Jahr zu erreichen, die sehe ich nicht – letztendlich läuft ja auch mein Vertrag aus. Deshalb muss es jetzt zum Wechsel kommen und ich bin gespannt, wo es hingeht.


Abseits aller Stammplatzwahrscheinlichkeiten, wohin würdest du wechseln wollen, wenn du es dir aussuchen könntest?

Das ist schwierig. Als kleiner Junge hätte ich mir immer Bayern München ausgesucht. Dass dies nicht möglich ist, versteht sich von selbst. Alles andere lasse ich jetzt auf mich zukommen und mich überraschen.


Jetzt bist du ja noch im besten Fußballeralter. Wo siehst du dich denn in drei, vier, fünf Jahren?

Das ist eine gute Frage. Generell liegt mein Fokus momentan darauf, jetzt eine gute Entscheidung zu treffen, um in den nächsten zwei, drei Jahren auf hohem Niveau Fußball zu spielen, und danach ist auch noch alles offen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, im Fußballbereich zu bleiben, möglich ist aber auch, dass ich mein Studium, was ich vor Jahren begonnen habe, wiederaufnehme. Momentan tendiere ich aber schon eher dazu, dem Fußball verbunden zu bleiben. Aber da gibt’s noch keine Entscheidung. Jetzt zählt es für mich, sportlich noch mal richtig anzugreifen, das ist mein Hauptziel, und alles andere lasse ich dann ein bisschen auf mich zukommen. Diese Entscheidung wird dann wichtig, wenn ich weiß, dass die Zeit nach dem Fußball näher rückt.


Gibt’s vielleicht auch die Möglichkeit, zu RB Leipzig zurückzukehren? Sei es nun neben dem Platz oder auch in anderer Funktion wie bspw. zuletzt Müller?

Ja, das will ich auf jeden Fall nicht ausschließen. Das ist für mich durchaus vorstellbar, weil ich einfach dem Verein natürlich sehr verbunden bin und mich in der Stadt auch unglaublich wohl fühle. Deshalb ist das sicher eine Möglichkeit, aber da ist nichts fixiert oder für mich als Weg klar vorgezeichnet.

Ich habe mir da bis jetzt auch nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht, weil das Sportliche derzeit im Vordergrund steht und ich nun eine gute Entscheidung für mich treffen möchte, und alles andere wird sich zu gegebener Zeit zeigen.


"Clara-Zetkin Park, der Cossi und meine Wohnung", sagtest du – 2015 angesprochen auf deine Lieblingsplätze in LE – hast du noch andere schöne Seiten an Leipzig entdeckt, oder sind das immer noch deine drei Top-Locations?

Da hat sich wenig geändert. Wobei ich aktuell recht häufig zu einem Italiener gehe. Keine Werbung (lacht), das lassen wir jetzt einfach so stehen. Er ist jedenfalls zu den Lieblingsplätzen hinzugekommen. Sonst fühle ich mich in der Stadt einfach sehr wohl und die Orte, die ich 2015 genannt hatte, gibt es ja immer noch und deswegen hat sich da auch wenig geändert.


Was wirst du an Leipzig besonders vermissen?

Natürlich die Stadt an sich. Aber ich werde besonders viele Freunde und Bekannte vermissen. Das beginne ich jetzt schon zu spüren, denn in sechs Jahren lernst du sehr viele Leute kennen, ein Freundeskreis über den Fußball und RBL hinaus. Da habe ich zu vielen Menschen einen guten Draht und das ist dann auch nicht ganz einfach, das nach sechs Jahren hinter sich zu lassen.

Deshalb vermisse ich dann nicht nur ein Restaurant, Café oder einen Park, sondern besonders die Menschen, die ich in dieser Zeit kennengelernt habe und zu denen ich eine Freundschaft aufgebaut habe. Das gehört jetzt natürlich einfach dazu, das muss jetzt sein. Auf der anderen Seite freue ich mich jetzt auf das Neue, was kommt. Deshalb werde ich Leipzig nie vergessen und kann mir auch vorstellen, irgendwann zurückzukommen. Jetzt gilt der Blick nach vorn und dann bekomme ich das schon hin.


Hast du noch etwas, was du den Fans sagen möchtest?

Für die sechs Jahre kann ich mich nur bedanken! Für den tollen Support – ich habe hier unglaubliche Momente erleben dürfen zusammen mit den Fans: bei Auswärtsreisen, in Zügen, bei den Heimspielen und bei den Aufstiegen, da war alles dabei und das werde ich nie vergessen.

Jetzt haben wir noch zwei Big-Points vor der Brust und da gibt es nur eines: gute Ergebnisse erzielen. Da brauchen wir wie in den letzten Wochen die Fans, gerade weil es zuletzt nicht wie gewünscht lief und vielleicht auch eine leichte Verunsicherung innerhalb der Mannschaft zu spüren ist. Ich bin überzeugt, dass wir am Samstag alle Fans hinter uns haben und wir dann gute Resultate erzielen und so auftreten, dass wir Wolfsburg schlagen können.

Am 13. will ich zusammen mit den Fans einen schönen Abschied und Saisonabschluss feiern und würde mich freuen, wenn das Stadion richtig voll wird. Es sieht ja jetzt schon sehr gut aus.

Sonst kann ich nur Danke sagen für die geniale Zeit und den vielen Fans mitgeben, dass sie einfach so weitermachen sollen in den kommenden Jahren. Auch da wird es wieder Höhen und Tiefen geben, aber ich bin überzeugt, dass die Mannschaft und die Fans immer gemeinsam den Weg finden werden, wie sie es auch zuvor schon getan haben, um am Ende erfolgreich zu sein.


Damals war`s: Kaiser trifft gegen Lok – #DankeDomme!


Vielen Dank! Mir bleiben dir noch erfolgreiche letzte zwei Spiele zu wünschen, ich hoffe, du darfst auch auf dem Feld deinen Teil dazu beitragen. Ein schönes Abschiedsspiel und natürlich viel Erfolg bei der zukünftigen Vereinswahl. Und hoffentlich sehen wir dich hier auch mal wieder in Leipzig!

Das Interview führte Rumpelstilzchen


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