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5. Spieltag 1. Bundesliga
Mittwoch, 26.09.2018, 20:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
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MARKTWERTANALYSE 2018 - ENORME WERTSTEIGERUNG DER LEIPZIGER RASENBALLER

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Leipzig - (06.07.2018) Die Leistungen in den letzten Jahren unseres Teams führten zu einer rasanten Wertsteigerung. Dies weckt natürlich Begehrlichkeiten, die meist nur mit dem Erreichen hoher Ziele gestillt werden können. Wir werfen einen kleinen Blick auf die Entwicklung und Zusammenhänge des letzten Jahres.


Die Entwicklung des Marktwertes und der Preis, der für ein Spieler bezahlt werden muss, unterliegen natürlich festen Gesichtspunkten, hat aber auch in den letzten Spielzeiten groteske Züge angenommen. Wollen und bieten Vereine für einen Spieler, so werden die konkurrierenden Marktteilnehmer mitunter den Preis nach oben treiben. Oberste Priorität zur Ermittlung des Marktwertes ist bekanntermaßen, dass sich der Marktwert aus Angebot und Nachfrage ergibt. Als Grundlage dient der Vergleich zu Spielern, die auf derselben Position spielen und deren Leistungen wie auch das Alter annähernd gleich sind. Man versucht demnach Kennzahlen zu ermitteln und damit zu arbeiten. Alternativ fließt das Liganiveau mit ein, so dass auch die Spieler in vergleichbare Ligen und bei Ligakonkurrenten verglichen werden.

Dass nicht immer alles per Leitlinien so einfach festzumachen ist, zeigt gerade die Besetzung der entsprechenden Positionen auf allerhöchsten Niveau, egal in welchem Wirtschaftszweig. Ob nun Top-Manager bei Banken oder Autokonzernen - So werden für besonders populäre und sehr gute Spitzensportler enorm hohe Antrittsgelder anberaumt wie auch Prämienzahlungen nebst dem hohen Gehaltsgefüge einhergehen. Der Verlauf in der Steigerungsrate vom Otto-Normalverbraucher entspricht einer immer steiler werdenden Parabel, die in einer exorbitanten Summe mündet. Nun ergeben sich grundlegend Anhaltspunkte zur Ermittlung des Marktwertes eines Fußballspielers auch aus der Vertragslänge beim abgebenden Verein und beim aufnehmenden Verein. Dabei spielt ebenso eine Rolle, welchen Stellenwert der Verein selber schon besitzt, wie hoch die Ablöse im grundlegenden Fall angesetzt wird, wie hoch das Gehalt neu ausgehandelt wird und sich ebenso eine Gehaltssteigerung bei einer Verlängerung ergeben könnte. Ein Vorteil mag aktuell für den abgebenden Verein sein, wenn sich Vereine aus der Premier League für einen Spieler interessieren und ihn kaufen wollen.

Da in England die höchsten TV-Gelder den teilnehmenden Vereinen nach einem Verteilerschlüssel ausgezahlt werden, können und werden dementsprechend auch besonders hohe Summen gehandelt. So bekam vor einem Jahr der FC Chelsea 173 Millionen Euro zugeteilt, aber auch der Tabellenletzte AFC Sunderland noch 107 Millionen Euro. Zum Vergleich – der FC Bayern München lag im letzten Jahr als bestbezahlter Klub in Deutschland mit 99 Millionen noch darunter. Insgesamt wurden in der Premier League 2,75 Milliarden Euro TV-, Werbe- und Preisgelder an die 20 Klubs verteilt. Dabei bekommt jeder Verein garantiert eine Grundsumme von 90,5 Millionen Euro. Die internationale Vermarktung spielt hierbei eine große Rolle (50 Prozent) – ein Punkt, dem die Bundesliga diesem Trend noch hinterherhängt und somit einen entscheidenden Nachteil in der aktuellen Entwicklung auferlegt wird. So ist es auch nicht verwunderlich das viele Top-Spieler in die englische Premier League wollen, da dort einerseits die höchsten Gehälter gezahlt werden können, andererseits aber auch weil dort im zunehmenden Maße sich die besten Spieler und Trainer sammeln und schließlich dann auch das beste Spielniveau erreicht werden kann.

Verlockende Sachen für einen Fußballspieler, wie auch für Naby Keïta, und erst recht wenn ein Verein wie der FC Liverpool ihn haben möchte. Die ausgehandelte und resultierende Ablösesumme von ca. 60 Millionen Euro sprengt natürlich in unserer jungen Vereinsgeschichte und nach erst zwei Jahren Bundesligazugehörigkeit den Rahmen bzw. unsere Vorstellungen, ist aber größtenteils in den oben genannten Tatsachen begründet.


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Naby Keïta – Mit ca. 60 Millionen Euro der erste Rekordtransfer der Leipziger Bullen


Die Zeiten sind vorbei, in denen Top-Spieler noch vor ein paar Jahren mit 30 bis 40 Millionen Euro gehandelt wurden. Heutzutage werden für Weltklassespieler dreistellige Millionen-Beträge fällig - ein Verlauf, der einem zum Kopfschütteln bewegt, aber nicht aufzuhalten ist. Für die Bundesliga ein gefährliches Unterfangen, hinkt man doch mit den TV-Geldern hinterher, wie auch mit der internationalen Vermarktung. Nach und nach könnten somit Leistungsträger ins Ausland wechseln und im umgekehrten Falle gebe es keine vergleichbaren Optionen mehr, um internationale Top-Stars zu einem Bundesligaverein zu locken und gewinnen zu können. Das Ergebnis ist absehbar – während andere Vereine in den lukrativen ausländischen Ligen mit viel Geld auch eines Großsponsors aufrüsten und Top-Stars verpflichten können, unterliegen wir in der Bundesliga der 50+1 Regel und immer mehr Leistungsträger den Frohlockungen des Auslands, so dass die Bürgschaft im internationalen Wettstreit per Champions- und Europa League trotzdem noch erfolgreich abschneiden zu können, immer schwerer wiegt. Geschweige denn dürfte sich in der Bundesliga das Leistungsniveau im Spektrum Bayern München maximal bewegen, und danach lange nichts. Mit den Verkäufen von Dembélé (105 Mio. Euro) und Aubameyang (63,75 Mill.) hat Borussia Dortmund eigentlich die zweite Position in Deutschlands höchster Spielklasse inne und mit dem Erreichen der erneuten Champions League Teilnahme auch mit die besten Voraussetzungen, sich auch weiterhin dauerhaft in der Tabelle oben festzusetzen. Für den internationalen Top-Vergleich sollte es aber aus besagten Gründen kaum noch reichen.

Für unseren Verein RasenBallsport Leipzig hat der Aufstieg in die 1. Bundesliga, das Erreichen der Champions League und das Abschneiden in der Europa League viel Erfolg eingebracht. Zwar stehen diesem Erfolg höheren Ausgaben gegenüber (u.a. gestiegene Gehälter durch Neuverträge), aber bezüglich der Marktwertsteigerung unserer Rasenballer wurde diese um ein Vielfaches nach oben katapultiert. Nebst den sportlichen Erfolg kann nun auch unser junger Verein nach und nach selbstständiger wirtschaften auf hohem Niveau, wenn denn eine gute Balance zwischen sportlichen Erfolg und gewinnbringenden Spielerverkäufen gelinge. Sicherlich sind die Marktwerte bei Transfermarkt.de nur als Orientierung zu sehen, sie geben dennoch einen guten Anhaltspunkt für die Entwicklung einer Mannschaft. Lag der Marktwert aller Spieler bei RB Leipzig vor fünf Jahren noch bei insgesamt 8 Millionen Euro, so wird u.a. für Diego Demme, der ab 2014 im Verein spielt, aktuell 9 Millionen gehandelt. Mit konstant guten Leistungen kann man somit auch seinen Marktwert stetig steigern. Gleiches gilt für Yussuf Poulsen, der seit 2013 für RB dabei ist und sein Marktwert durch den Aufstieg in die Bundesliga und durch die Champions-League-Teilnahme nun schon bei 10 Mill. Euro sich befindet.


Marktwert aller RB-Spieler je Saison

Saison
Millionen Euro
2013/14 8,30
2014/15
23,30
2015/16
35,30
2016/17
69,18
2017/18
351,55


Im Bundesligavergleich hat man mit der Vize-Meisterschaft im letzten Jahr und mit der internationalen Teilnahme und den ersten Erfolgen in diesem Jahr einen weiteren großen Sprung nach vorn gemacht, so dass man sich nach dieser Saison auf dem dritten Platz wiederfindet.

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Marktwerte der Bundesligamannschaften - Saison 2017/18  (Quelle: transfermarkt.de)


Im Vergleich zur ersten Bundesligasaison konnte sich in der Summe der Marktwert aller RB-Spieler verfünffachen. Würde man zum Saisonstart die Neuzugänge mit einbeziehen und die Spieler vergleichen, die bis zum Ende der abgelaufenen Saison 2017/18 noch mit dabei waren, ergebe sich immer noch eine Verdreifachung des Spielermarktwertes in der Gesamtsumme.

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Verdreifachung des gesamten Spielermarktwertes binnen einem Jahr (Quelle: transfermarkt.de)

 

Mit Naby Keïta verlässt uns nun einer der Leistungsträger, der auf dem Platz den gewissen Unterschied machen konnte. Bei der Marktwertanalyse werden einerseits Spieler definiert, die u.a. gestandene Profis im besten Fußballalter sind oder gar auf ihr Ende der Karriere zugehen – andererseits sind es junge, talentierte Spieler wie Naby Keïta, die in einem neuen Gefüge eingestuft werden und anderen Gesichtspunkten unterliegen. So bestimmten seine hohe Ablösesumme und sein steigender Marktwert u.a. der Erfolgsdruck des aufnehmenden Verein FC Liverpool, wie auch das der zukünftige Verein ihn fast um jeden Preis haben wollte – deshalb auch die Staffelung einer noch höheren Ablösesumme im Zusammenhang mit dem erreichten Erfolg des abgebenden Vereins.

Besondere Umstände können demnach den Marktwert beim Wechsel erhöhen, aber auch verringern, wenn zum Beispiel der abgebende Verein unter Finanznot leidet und Einsparungen vornehmen muss. Besonders zum Ende einer Transferperiode, in der u.a. der aufnehmende Verein unter Zeitdruck und Personalnot leidet, wird meist eine erhöhte Transfersumme fällig. Parallel dazu wird dies notwendig tiefer in die Tasche greifen zu müssen, wenn durch Verletzungen und Abkäufen von Stammspielern eine Reaktion unbedingt erfolgen muss.

Schön zu sehen ist auch der Aspekt der Kettenreaktion, wenn zuvor durch einen Verein hohe Transfererlöse erzielt wurden und man fortan weiß, dass man von diesen aufnehmenden Verein als Gegenreaktion eine höhere Ablöse verlangen kann. Bei Naby Keïta kam noch der dringende Wechselwunsch des Spielers hinzu, aber auch der Aspekt bezüglich „gehypte“ Jungstars ist heutzutage nicht zu vernachlässigen.

All die genannten Bezugspunkte gelten insbesondere für emporsteigende junge talentierte Spieler, die das Potential besitzen den gewissen Unterschied auf den Platz zu bringen und sich als unverzichtbare Leistungsträger auf hohem Niveau entwickeln und etablieren zu können. Diese Entwicklung hat u.a. auch Timo Werner genommen, dessen Marktwert sich auf aktuell 60 Millionen Euro katapultierte. Spielt er auch noch bei der Weltmeisterschaft mit großartigen Leistungen auf und ein großer Verein möchte ihn verpflichten, weil er einen starken Stürmer auf seiner Position verliert, erhöht sich durch die Gegenreaktion und das Wettbieten sein Marktwert wie auch die Ablösesumme umso weiter. So schwirren heutzutage schon Summen von 100 bis 120 Millionen Euro in der Gerüchtewelt, falls u.a. Bayern München Lewandowski ziehen lassen muss.


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Timo Werner – Steiler Aufstieg bis hin zum Nationalspieler. Sein Marktwert liegt aktuell bei 60 Millionen Euro


Bei unserem zentralen Abwehrspieler Dayot Upamecano ist die Leistungsentwicklung ebenso unverkennbar – und dies weckt Begehrlichkeiten etablierter Vereine wie der FC Barcelona, die nachrüsten wollen und müssen, da bspw. ein Piqué seinen Zenit überschritten hat. Deshalb gibt es auch im Gegensatz zum eigenen Marktwert auch den Spezialfall in Form von Ausstiegsklauseln. Bei ‚Upa‘ sollen 100 Millionen als Ablöse festgeschrieben sein. In diesem Fall wäre möglicherweise Barcelona bereit sogar diese zu zahlen – jedoch muss auch Upa einem Wechsel zustimmen. Im anderen Falle passiert aber auch wie beim Wechsel von Marius Wolf von Eintracht Frankfurt zu Borussia Dortmund das Umgekehrte, dass die Ablösesumme von 5 Millionen Euro im Vertrag zu gering festgeschrieben wurde. Da hier der Marktwert des Senkrechtstarters sich in der Zeit schon auf 7 Mill. Euro erhöhte und der aufnehmende Verein womöglich noch tiefer in die Tasche gegriffen hätte, gingen am Ende für Eintracht Frankfurt einige Millionen Euro mehr durch die Lappen.


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Dayot Upamecano – Rasanter Aufstieg von einer Million binnen einer Saison auf 25 Millionen Euro


RB Leipzig mit zukunftsweisenden Konzept

Bei RB Leipzig setzt man mit dem Konzept, junge Toptalente zu holen, diese zu entwickeln und diese zu behalten bzw. zu verkaufen auf ein zukunftsweisendes Konzept. Zwar kann man kurzfristig auf hohem Niveau ein hohes Leistungspotential kaufen, da diese erfahrenen Spieler über eine enorme Fertigkeit besitzen. Jedoch besteht auch die Gefahr von Abwertungen dieser Akteure in den nächsten Spielzeiten, so dass der Marktwert sich schnell reduziert und die Rentabilität nicht mehr im ausreichenden Maße gegenübersteht. Hier fließen andere Parameter mit ein, ob mit diesem Spieler aufgrund seines Bekanntheitsgrades anderweitig Mittel zur Verfügung stehen, ein Mehrwert zu erzielen (Werbung). Bei unserem Verein ist die enorm gestiegene Marktwertsumme auf 351 Millionen Euro darin begründet, dass bei jungen Spielern mit dem Erreichen von sportlichen Erfolgen eine höhere und schnelle Aufwertung einhergeht, als es bei älteren Spielern der Fall ist.

Ein Konzept, welches langfristig am ehesten als rentabel erscheint und hier mit Bedacht gewählt wurde. Denn gelinge mittels einer hohen Trainings- und Wettkampfqualität eine Leistungsentwicklung hin zu einem national und international gefragten wie auch angesehenen Leistungsniveau, dürften parallel dazu Nationalmannschaftsnominierungen ebenso die Folge sein. In diesem Fall trägt dies unangefochten zu einem weiteren erhöhten Prestige- wie auch Statusgewinn bei. Setzt sich dieser Trend fort mit wiederkehrenden Berufungen, muss nur noch im Endeffekt abgewogen werden, für welche Nation der Akteur aufläuft - hier muss man demnach differenzierter betrachten. Auch ist es hilfreich bei schwerwiegenden Verletzungen auf junge, talentierte Spieler gesetzt zu haben. Denn hier muss man noch nicht zwangsläufig sich um Abwertungen des Marktwertes Gedanken machen, da dies zumeist die erste ernstzunehmende Verletzung ist. Ein Marco Reus (35 Mill. Euro) von Borussia Dortmund wird mit seinen 29 Jahren und aufgrund seiner hohen Verletzungsanfällig 25 Millionen Euro tiefer eingestuft als Timo Werner (60 Mill. Euro), obwohl der Dortmunder Nationalmannschaftskollege viel mehr Erfolge oder Titel und Nationalmannschaftseinsätze vorzuweisen hat. Demnach liegen hier eine Auf- und Abwertung der Spielermarktwerte sehr nah beieinander.


Schmaler Grat zwischen Talententwicklung und das Erreichen sportlicher Ziele

Das Konzept unseres noch jungen Vereins bringt also viele Vorteile mit sich. Heutzutage haben nun viele Vereine aufgrund der horrenden steigenden Ablösesummen erkannt, wie wichtig es ist alternativ und vermehrt auf junge Talente zu setzen. Ihnen entsprechende Entwicklungschancen einzuräumen ist der schmale Grat, den nicht RB Leipzig einräumen muss – denn es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Nun gilt es die sportlichen Ziele so zu gestalten und zu erreichen, dass einerseits die Bedürfnisse der jungen Himmelstürmer durch das erreichen internationaler Wettkämpfe gestillt und gesättigt werden können, wie auch andererseits realistisch betrachtet ein neues Gehaltsfüge bewerkstelligt und gestemmt werden kann. Die Balance und das geringe Spiel darin bürgen viele Gefahren mit sich. So gesehen wird es beim Nichterreichen hoher Ziele auch schwer, gute Verträge auszuhandeln und Leistungsträger längerfristig zu binden – geschweige denn neue Spieler zu gewinnen. Diese Erfahrung macht aktuell auch unser Verein durch. Das Ziel ist es nebst der Leistungsentwicklung eines jeden Jungspielers durch sportlichen Erfolg die Spieler insgesamt zu binden, auf sie ein Mannschaftsgefüge und ein Grundkonzept, bestehend aus Führungsspielern, aufzubauen, so dass längerfristig gesehen der sportliche wie auch finanzielle Erfolg sich einstellen kann.

Mit dem Abgang von Naby Keïta verliert RB Leipzig in der Gesamtsumme des Marktwertes nicht nur 60 Millionen Euro, sondern auch einen außergewöhnlich talentierten und leistungsfähigen Spieler. Natürlich war damals die Vertragsgestaltung schwierig, da schon schnell die Begehrlichkeiten geweckt wurden. Man kann wie in diesem Beispiel auch nicht immer den Drang hin zum Optimum eines Spielers, wie der Wechsel zum FC Liverpool, unterbinden, wenn man selbst im Verein diesen nicht in dieser Schnelligkeit bewerkstelligen kann. Aber man sieht wie unberechenbar und zügig es gehen kann, wenn besondere Umstände herrschen und dann beim Ausbleiben des sportlichen Erfolges es schwierig ist die jungen Leistungsträger, die schon als Topstars tituliert werden, zu bändigen und zu halten. Dem gegenüber mehren sich die Interessenten, wie am Beispiel Emil Forsberg zu sehen. Schenkt man den Gerüchten den Glauben, dann wäre u.a. Arsenal London bereit den Schweden für 57,4 Millionen Euro zu verpflichten. Denn dort wird nach der Entlassung von Arsene Wenger ein Neuanfang gewagt und der Geldbeutel weit aufgemacht.


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Emil Forsberg – liebäugelt womöglich wie Naby Keïta mit einem Wechsel zu einem ausländischen Verein. Arsenal London soll angeblich bereit sein das Doppelte des Marktwertes für den schwedischen Nationalspielers zu zahlen


Auch Timo Werner könnte nach der neuen Saison 2018/19 zu einem Top-Club wechseln, wenn mit den Leipziger Bullen nicht wieder die Champions League zum Saisonende erreicht wird. Schneller könnte man zwar den von Red Bull gewährten Kredit wieder zurück stottern, jedoch besteht die Gefahr die hohen sportlichen Ziele wieder aus den Augen zu verlieren und auf den Boden der Tatsachen anzukommen. Insgesamt gehört aber auch der Verkauf von Leistungsträgern nach einigen Jahren dazu und muss ins Kalkül mit einfließen. Dieser Umstand gehört unwiderruflich zu den Gesetzmäßigkeiten der Marktwirtschaft und spielt in den Planungen ebenso eine große Rolle.

Mit dem Erreichen der Europa League Qualifikationsspiele besteht wieder die Chance und Basis, nach dem Verpassen der Champions League, noch mit dem jungen talentierten Team erneut auf internationaler Bühne anzugreifen, wie auch sich in den Wettbewerben Pokal, Bundesliga und EL weiterzuentwickeln. Die Marktwertsteigerung dürfte sich im Laufe der Saison 2018/19 in der Gesamtsumme nicht wesentlich erhöhen, aber sie könnte zumindest gleichbleiben, wenn man wieder in der Bundesliga ganz vorn mitspielt, in der Europa League weit kommt und die Nationalspieler in ihren Teams sich leistungsstark etablieren. Der rasante Aufstieg hat für unseren Verein mit einem gut ausgeklügelten Konzept viele Vorteile, bürgt aber auch Gefahren mit sich beim Ausbleiben des sportlichen Erfolges gut entwickelnde Leistungsträger schnell wieder ziehen lassen zu müssen.

Wir wünschen uns in dieser spannenden Angelegenheit unserem Verein und Trainerteam ein gutes Händchen und maximalen Erfolg. Wir Fans sind stolz auf das Geleistete und durften den sprunghaften Aufstieg unseres jungen Teams beigleiten. Nun gilt es kühlen Kopf und den Überblick zu bewahren, wie auch mit der Situation umgehen zu können, Leistungsträger zu halten oder sie abgeben zu müssen. Wir stehen mit der dritten Bundesligasaison vor einer neuen Herausforderung und spannenden Lage zugleich, deren schmaler Grat hinsichtlich der gestellten Ansprüche jedem bewusst wird. Mit den Verpflichtungen von Nordi Mukiele, Marcelo Sarracchi, und Matheus Cunha hat man wieder spannende Toptalente verpflichtet, die hoffentlich ebenfalls eine positive Entwicklung nehmen. Wir freuen uns drauf!

oligei


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