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 Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019) 
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
Einige Fakten zu Nagelsmann.
https://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/id_81724990/30-verrueckte-fakten-ueber-julian-nagelsmann-zu-seinem-30-geburtstag.html
Zitat:
Leipzig und Bayern wollten Nagelsmann in die Nachwuchsabteilung holen, Dietmar Hopp legte sein Veto ein und machte ihn zum Cheftrainer.

Interessant. Rangnick hatte ihn also schon was länger auf dem Schirm. Aber eigentlich, wen wunderts?

Zitat:
Bei YouTube gibt es ein Video, in dem er in der Kabine brüllt: "Wir werden die beste Hoffenheimer A-Jugend aller Zeiten." Emotionale Ansprachen sind eine seiner großen Stärken.

Zitat:
Mit einer Drohne lässt er das Training filmen. So kann er die Bewegungsabläufe aus der Vogelperspektive analysieren.

Sofort verpflichten, den Mann. :lol:

Zitat:
Vor Spielen trinkt Nagelsmann zwei Dosen Energy-Drink.

:rofl:

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Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als jener, der ohne Ziel umherirrt. (Lessing)


Sa 23. Jun 2018, 02:11
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
katmik hat geschrieben:
Es ist ein Schritt nach vorn für ihn. In Leipzig wird er nicht jedes Jahr die besten Spieler verlieren und auch bei Neuzugängen sind RR und OM bereit, gut zu investieren, wenn sie wirklich an den Spieler glauben. Unsere Ambitionen sind auch deutlich größer als die von Hoffenheim. Bei allem Respekt ist und bleibt das doch ein Dorfverein. Und Hopp selbst hat doch verlauten lassen, dass er zufrieden ist, wenn man ein etablierter BL-Verein ist, der hin und wieder mal europäisch dabei ist. Wir haben da andere Ziele. Nagelsmann ist erst 30, da ist noch genug Zeit, zu einem Top-Verein zu wechseln, nachdem er sich hier bei uns weiterentwickelt hat.

Leipzig hat nach dem ersten Jahr Bundesliga seinen besten Spieler, Naby Keita, wenn auch erst für die kommende Saison verloren. Werner, Forsberg und Upamecano (bei weiterer guter Entwicklung) werden mittelfristig folgen.
Ok, wahrscheinlich wird RB mehr in neue Spieler investieren als Hoffenheim. Andererseits hat Hopp immer betont, dass Hoffenheim sich selbst finanzieren muss. Mit der diesjährigen CL-Quali ist da auch eine Menge Kapital vorhanden.

Eventi.absolut hat geschrieben:
Manchmal frage ich mich, ob du überhaupt ein Fan von RB oder ähm besser Red Bull Leipzig bist?!
Ich weiß zudem nicht, ob du in einer trainerfreien Blase lebst: Aber exklusiv und nur für dich:
Der FCB hat einen Trainer, der BVB hat einen Traniner!
Welcher Top-6 Verein in England hat keinen Trainer?
Der "Junge" wird im Juli 31! Wenn er seinen Vertrag hier in Leipzig erfüllen sollte, ist er ganze 35 Jahre alt!!!
Geht dann kein Schritt mehr nach vorne, gleichwohl du meinst, dass RBL kein Schritt nach vorne ist?

Ich bitte um Entschuldigigung, dass wir J. Nagelsmann verpflichtet haben! (Unglaublich...!!!)

Klar, weil ich versuche Nagelsmanns Perspektive einzunehmen und mich frage, warum RB Leipzig für ihn " der nächste logische Schritt" sein soll, klaffen bei dir Fragezeichen, ob ich RB-Fan bin...aha.
Leipzig hat JN übrigens für 2019/20 verpflichtet. Den Blick in die Glaskugel, ob dann Bayern, Dortmund oder ein englischer Club keinen Trainer haben können wir uns schenken.

Für mich sind die sportlichen Rahmenbedingungen sehr ähnlich, in meiner Bewertung ist der sportliche Wettbewerb (zumindest diese Saison) in Hoffenheim von größerer Qualität und aus der Erfahrung der letzten Jahre würde ich behaupten, dass bei Hoffenheim ein größerer Pool an Nachwuchsspielern (U23 und U19) vorhanden ist. Dieser Pool ist bei RB Leipzig nicht existent.
Die einzige Antwort, die ich nachvollziehen kann, ist, dass er sich aus seiner Komfortzone herausbewegt.

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Sa 23. Jun 2018, 02:59
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
das ist imo blödsinn. man kann doch nicht immer nur allein die aktuellen rahmenbedingungen vergleichen. man hat seine interesse sicher mit zielen und perspektiven geweckt. auch wenn es einige nicht hören wollen, so ist ein CL-platz jedes jahr das minimum und die ziele sind deutlich ambitionierter. vielleicht lag genau da der reiz, junge spieler auf das notwendige niveau zu heben und zu "internationale klasse" zu formen.

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Sa 23. Jun 2018, 07:05
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
Ablöse sofort zahlen und Hasi nach Hoffenheim ausliehen. …:)


Sa 23. Jun 2018, 07:32
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
Was für Jammerorgien. Haben wir nen Trainer wird gejammert. Haben wir keinen Trainer wird gejammert.
Wer darfs denn bitte sein?

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„Wenn du laufen willst dann lauf eine Meile. Willst du aber ein neues Leben, dann lauf Marathon.“ Emil Zàtopek


Sa 23. Jun 2018, 09:17
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
Roter Brauser hat geschrieben:
Leipzig hat nach dem ersten Jahr Bundesliga seinen besten Spieler, Naby Keita, wenn auch erst für die kommende Saison verloren. Werner, Forsberg und Upamecano (bei weiterer guter Entwicklung) werden mittelfristig folgen.
Ok, wahrscheinlich wird RB mehr in neue Spieler investieren als Hoffenheim. Andererseits hat Hopp immer betont, dass Hoffenheim sich selbst finanzieren muss. Mit der diesjährigen CL-Quali ist da auch eine Menge Kapital vorhanden.

Klar, weil ich versuche Nagelsmanns Perspektive einzunehmen und mich frage, warum RB Leipzig für ihn " der nächste logische Schritt" sein soll, klaffen bei dir Fragezeichen, ob ich RB-Fan bin...aha.
Leipzig hat JN übrigens für 2019/20 verpflichtet. Den Blick in die Glaskugel, ob dann Bayern, Dortmund oder ein englischer Club keinen Trainer haben können wir uns schenken.

Für mich sind die sportlichen Rahmenbedingungen sehr ähnlich, in meiner Bewertung ist der sportliche Wettbewerb (zumindest diese Saison) in Hoffenheim von größerer Qualität und aus der Erfahrung der letzten Jahre würde ich behaupten, dass bei Hoffenheim ein größerer Pool an Nachwuchsspielern (U23 und U19) vorhanden ist. Dieser Pool ist bei RB Leipzig nicht existent.
Die einzige Antwort, die ich nachvollziehen kann, ist, dass er sich aus seiner Komfortzone herausbewegt.


Bei allem Respekt, aber das ist Unsinn.
Hoffenheim hat allein in der letzten Saison 17/18 mit Niklas Süle, Sandro Wagner, Jeremy Toljan und Fabian Schär 4 Stammspieler abgegeben. Dazu ist noch Sebastian Rudy ablösefrei gewechselt.

In der Saison 16/17 war es "nur" Kevin Volland, der erwähnenswert wäre, auch wenn die Liste der Abgänge recht lang war.

Bei einigen Spielern wird Nagelsmann sich gefragt haben, wieso?
Und jetzt halten wir unseren Spieler Keita mal daneben. Bei dem wir schon vor dem Wechsel zu uns ahnten, dass er hier keinen Vertrag verlängern wird, da er eigentlich schon über allen schwebte.

Und wir wissen auch, wieso es damals zur Verwerfung zwischen Rangnick und Hopp kam. Hopp hat Spieler verkauft, die Rangnick aber behalten wollte. Und das wird sich nicht geändert haben. Nagelsmann und Rangnick sind vom gleichen Schlag. Sie wollen das sportliche Maximum erreichen und dem sind bei Hoffenheim Grenzen gesetzt. Ein Naby Keita hätte niemals eine zweite Saison bei der TSG gespielt. Hopp hätte ihn direkt nach der Raketensaison 16/17 an den Höchstbietenden verscherbelt.

Die Weiterentwicklung liegt doch auf der Hand. Wir sind quasi eine Spielwiese für eine neue Generation Profi im Fußballgeschäft. Sei es Trainer oder Spieler. Es gibt kaum ausgelatschte Wege. Kein polternder Hoeneß, der den Zug zur nächsten Entwicklung des Sports (eSport) krachend davonrasen lässt, weil es seinen Horizont übersteigt. Keine von außen motzenden Ehemaligen, die sich überall einbringen wollen. Kein Geldgeber der das sportlich-operative Geschäft beeinflusst. Dafür hat man jeden Punkt in der Infrastruktur auf dem technisch aktuellsten Stand und höchsten Niveau. Ein riesiges Gebilde, das zugegeben noch nicht richtig angelaufen ist, da alle Beteiligten erst lernen müssen die richtigen Knöpfe zu drücken. Aber wenn sie (und wir) das gelernt haben, dann wird der noch in sich schlummernde Riese aufstehen und alles Platt trampeln.

Bei Hoffenheim hat man das Ende der Entwicklung erreicht. Dort steht ein toller kleiner Verein wo viele Zahnräder perfekt aufeinander abgestimmt laufend genau das Ziel Bundesliga ermöglichen, auch wenn es ab und zu knapp war. Trotz diverser Abgaben von Stammkräften läuft die Maschine weiter und davor ziehe ich meinen Hut. Nur darf man sich dann nicht wundern, wenn es immer wieder Spieler und Verantwortliche gibt, die dem ganzen Entwachsen. Einfacher wird das auch mit einer CL Teilnahme nicht. Dort werden dann noch ganz andere Vereine als der FC Bayern auf Spieler der TSG aufmerksam.


Sa 23. Jun 2018, 12:38
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
Letztlich hat Nagelsmann mit Hoffenheim das Maximale erreicht und das weiß er auch. Er nimmt das Jahr Champions League jetzt noch mit und geht dann. Alles richtig gemacht. Das in Leipzig mehr möglich ist, sollte klar sein, da er hier ganz andere finanzielle Möglichkeiten hat, was sich dann eben auch in besseren Spielern ausdrückt bzw. ausdrücken wird. Ich kann jedem nur mal empfehlen sich Hoffenheim/Sinsheim mit Trainingsgelände und Stadion mal anzuschauen. Empfehlenswert auch die Doku: https://www.youtube.com/watch?v=WmwGK7qP8HQ

Wenn man dann immer noch der Meinung ist, dass beide Vereine das gleiche Potenzial haben, bitteschön. Einzig bei der Nachwuchsarbeit sehe Hoffenheim vorn. :)

Klares Statement von ihm, dass er auf jeden Fall noch ein Jahr in Hoffenheim bleiben wird. Das ist Schade für uns, spricht aber absolut für seinen Charakter: https://twitter.com/achtzehn99/status/1 ... 7045701634

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Sa 23. Jun 2018, 12:49
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
Jupp hat geschrieben:
Letztlich hat Nagelsmann mit Hoffenheim das Maximale erreicht und das weiß er auch. Er nimmt das Jahr Champions League jetzt noch mit und geht dann. Alles richtig gemacht. Das in Leipzig mehr möglich ist, sollte klar sein, da er hier ganz andere finanzielle Möglichkeiten hat, was sich dann eben auch in besseren Spielern ausdrückt bzw. ausdrücken wird. Ich kann jedem nur mal empfehlen sich Hoffenheim/Sinsheim mit Trainingsgelände und Stadion mal anzuschauen. Empfehlenswert auch die Doku: https://www.youtube.com/watch?v=WmwGK7qP8HQ

Wenn man dann immer noch der Meinung ist, dass beide Vereine das gleiche Potenzial haben, bitteschön. Einzig bei der Nachwuchsarbeit sehe Hoffenheim vorn. :)

Klares Statement von ihm, dass er auf jeden Fall noch ein Jahr in Hoffenheim bleiben wird. Das ist Schade für uns, spricht aber absolut für seinen Charakter: https://twitter.com/achtzehn99/status/1 ... 7045701634


Die TSG hat ihm viel zu verdanken. Ich bin auch nachhaltig absolut beeindruckt, wie er den Abstieg verhinderte und dann ohne großes Tam Tam den Verein in die Top6 führte. Ich bin gespannt was nach Nagelsmann bei der TSG passiert. Immerhin hat die Spitze nun 1 Jahr Zeit sich was zu überlegen. Und Hasi wollte doch ne Pause machen, oder? Er könnte also 19/20 die TSG übernehmen. Spannende Situation bei beiden Vereinen.


Sa 23. Jun 2018, 12:55
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
GESTATTEN „NAGELSMANN“ - Es schlug ein wie eine Bombe und machte schnell die Runde wie ein Lauffeuer. Julian Nagelsmann, einer der jüngsten und begehrtesten Trainer auf dem Markt, wechselt in einem Jahr zu unseren geliebten Rasenballsport nach Leipzig und übernimmt fortan an den Cheftrainerposten.

Auch wenn die Meinungen und Gründe über das Wenn und Aber auseinandergehen, möchte ich gern mit den nachfolgenden Zeilen meine Meinung näher kundtun und etwas näher interpretieren.

Da ist sie nun, die „Wunschlösung“ nach der Hasenhüttl-Trennung und raus ist die Katz‘ aus dem Sack. Gut Ding will Weile haben und was lange währt wird gut, möchte man meinen. Das der zukünftige Trainer noch nicht sofort zu haben ist, tut erst einmal keinen Beinbruch. Schließlich könnte und sollte wohl RB-Sportdirektor Ralf Rangnick Übergangsweise für eine Saison einspringen, denn vermessen wäre es, schon jetzt mit allen Mitteln den noch Hoffenheimer Coach zeitiger loszueisen. Zwar könnte im Tausch Ralph Hasenhüttl eine Option für die Sinsheimer um Mäzen Dietmar Hopp sein - aber hinsichtlich sportlicher Ziele erwartet Julian Nagelsmann noch eine wichtige Erfahrung - nämlich ein Jahr Champions League Saison, die er sich selber mit erarbeitet und redlich verdient hat. Wie man Julian Nagelsmann kennt, wird er sich voll rein hängen und für den sportlichen Erfolg alles geben. Aber wehe dem, der Erfolg bleibt aus – dann werden nach einigen Niederlagen die Rufe lauter und die Zweifel größer an Nagelsmann Glaubwürdigkeit.

Gut möglich also das ganz andere Gesetzmäßigkeiten sich einstellen könnten und so fern ist der Gedanke gar nicht mehr, dass man in Sinsheim versucht die Lage bestmöglich zu händeln. Die Vertragspolitik ist eine richtig harte Nuss und zuletzt musste man auch bei RB im Fall Hasenhüttl erfahren, dass nicht alles nach seinen Vorstellungen und Wünschen läuft. Dies passiert nun auch in Hoffenheim und daher könnte das interne Betriebsklima sportlich wie auch menschlich zwischen Nagelsmann und Hopp, wie auch in der weiteren sportlichen Führungsebene, sehr schnell abkühlen. Eine Basis, die nicht jedermanns Sache ist und zum Himmel hinaus zu stinken vermag. Daher dürfte man insgeheim bei RB Leipzig hoffen, das ‚könnte‘ in ein ‚sollte‘ umzuwandeln.

Ein Plan, der aufgehen kann, wie man am Beispiel der spanischen Nationalmannschaft sieht, nachdem der Trainer Julen Lopetegui seinen Wechsel zu Real Madrid verkündete und kurzerhand seinen Job kurz vor dem WM-Start verlor. In Sinsheim bedankte man sich schon mal vorab beim Noch-Trainer Julian Nagelsmann für die vergangenen erfolgreichen Jahre, aber intern dürfte es verständlicher Weise mächtig brodeln. Nach außen kann man immer schön eine Fassade aufbauen, die die heile Welt zelebriert, und so dürfen und sollten natürlich innerbetriebliche Reibereien nicht das Gelände verlassen. Jetzt kam das wahre Gesicht des Trainers Julian Nagelsmann ans Licht und aus einem Wir wurde ein Ich. Ein hartes Geschäftsgebaren, indem man den Kürzeren zog und dabei seinen Schützling und Erfolgsgarant zu einem ligainternen Kontrahenten verliert. Dietmar Hopp und Ralf Rangnick, Freunde werden sie wohl nicht mehr, waren sie doch einst gemeinsam in Hoffenheim erfolgreich. Die Begeisterung könnte somit schnell umschlagen, Nagelsmann‘s Abschiedsjahr sehr misstrauisch beäugt werden und schnell auf dem Prüfstand stehen.

Ob nun eine vorzeitige Trennung in Frage käme, wurde letztendlich stilvoll und vorbildlich von Nagelsmann selbst beantwortet mit einem klaren Statement alles mit seinem Hoffenheimer Team gemeinsam in der kommenden Saison verwirklichen zu wollen.


Es passt nun insgesamt alles im Bilde, dass man mit Trainer Ralph Hasenhüttl über 2019 nicht weiter verlängern wollte, da man wohl schon lange im Hintergrund an die Nagelsmann Verpflichtung formte. Der Zeitpunkt der aktuellen Verkündung wird ebenso Kalkül sein, wie auch die Umstände, die sich noch nach sich ziehen könnten. Seit der 0:4 Niederlage in Sinsheim und spätestens nach den 2:5 Debakel daheim gegen die Hoffenheimer in der abgelaufenen Saison war für Einige schon der Gedanke präsent, das mit Julian Nagelsmann der Trainer gewonnen hat und hier die richtigen taktischen Mittel einzusetzen wusste, wie man es sich wünscht - aber auch darüber hinaus ganz nah im Verlaub kundgetan wurde, hier stünde der zukünftige RB-Trainer uns mit gegenüber. Die Gerüchte hielten sich bekanntermaßen schon länger und kamen am Ende des letzten Jahres nach den vielen Niederlagen parallel zum internen Hasenhüttl-Vertragspoker zusehends an die Öffentlichkeit.


RB-DNA mit Nagelsmann verwirklichen

Neun Gegentore in zwei Spielen, zwei hohe Niederlagen im Bundesligavergleich der vergangenen Saison und somit auch ein klarer Sieger im direkten Trainerduell - Ralph Hasenhüttl hatte mit Julian Nagelsmann sozusagen, salopp ausgedrückt, seinen Meister gefunden. Das klingt vielleicht etwas paradox, hatte sich aber zum Ende der Hinrunde angedeutet und wie ein roter Faden bis kurz vor Saisonende durchgezogen. Während die Leipziger Rasenballer mit Trainer Ralph Hasenhüttl immer mehr an Boden und viele Spiele verloren, konnte Nagelsmann mit Hoffenheim eine kaum noch geglaubte Aufholjagd verwirklichen, die bis hin zur Champions League Teilnahme mündete. Schließlich zeichnete sich die von Trainer Nagelsmann anberaumte taktische Spielweise mit schnellem Umschaltspiel und situativ angepassten Angriffspressing aus. Eine Spielweise, die genau den Vorstellungen unserer Spielphilosophie entspricht und mit dem hierfür strukturiert eingekauften Kader verwirklicht werden kann und sollte, was aber im zunehmenden Maße Ralph Hasenhüttl misslang.

Bild
Auge um Auge - Taktiksieger Julian Nagelsmann im Interview mit Ralph Hasenhüttl. In den letzten beiden Bundesligaduellen überrumpelte er die Leipziger und konnte sich im Trainerduell klar durchsetzen


Was im ersten Bundesligajahr unter Trainer Ralph Hasenhüttl so gut funktionierte und genau den Vorstellungen entsprach, wurde in der abgelaufenen Saison nach und nach taktisch über Bord geworfen. Einerseits war man in gewisser Hinsicht gezwungen als Favorit in den Begegnungen das Spiel zusehends zu gestalten und somit mehr Ballbesitz zu erhalten als einem vielleicht lieb war. Andererseits fand man aber keine taktischen Gegenmaßnahmen mehr, diesen Umstand aus dem Weg zu gehen. Taktisch gesehen war man mit dem Spielsystem und der ballbesitzenden Spielweise, die man wählte und parallel immer mehr an die deutsche Nationalmannschaft und Bayern München erinnerte, nicht gut gelaufen, da man hierfür nur im bedingten Maße die Spielerqualitäten zur Verfügung hatte. Um einen sicheren Ballbesitzfußball zelebrieren zu können, bedarf es entsprechend auch die richtigen Spielertypen und das notwendige Potenzial in taktischer Hinsicht auf allerhöchsten Niveau, was bekanntlich nur durch sehr erfahrene Spieler erreicht werden kann. Das widerspricht sich mit einer noch sehr jungen und entwicklungsfähigen Bundesligamannschaft verwirklichen zu können, zumal im taktischen Bereich enormes Wissen und eine immens hohe taktische Disziplin vonnöten ist, um einen Angriff über ballbesitzgeprägten Fußball abgesichert vortragen zu können.

Natürlich gingen auch Grundtugenden wie die Mentalität verloren oder auch das Vernachlässigen von Standards in der Abwehr wie auch in der eigenen Offensivgestaltung. Man sieht aktuell sehr gut bei der Weltmeisterschaft in Russland wie wichtig es ist, sich auf die Fundamente zu konzentrieren und weniger über Ballbesitz einen langsamen Angriff aufbauen zu wollen. Mit Mentalität und Standards kann man weiterhin sehr erfolgreich sein. Aber es ist vor allem das schnelle Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff, was die Zuschauer im Stadion und an den Fernsehschirmen begeistert. So gesehen waren nach dem ersten Bundesligajahr auch viele neutrale Zuschauer aufgrund unserer Spielweise positiv angetan und gleichermaßen ist es ein verdammt effektives Mittel, die gegnerische Unordnung und die noch freien Räume nach Ballgewinn für schnelle Gegenstöße zu auszunutzen. Dafür bedarf es an schnelle, athletische und technisch versierte Spieler, die dieses umsetzen können. Ein Bruma, Augustin und Werner haben beispielweise hierfür beste Voraussetzungen und mit Sabitzer wie auch Forsberg ideale Vorlagengeber und ebenso im Rückraum die richtigen Mitläufer wie auch Anspieler. Dafür hat man diese gesichtet und eingekauft, aber auf keinen Fall für einen ruhigen und langatmigen Ballbesitzfußball.

Die Folgen in der vergangenen Bundesligasaison waren unübersehbar, indem in vielen Spielen keine Lösungen gefunden wurden und vermeintlich schwächere Gegner schließlich als Sieger von Platz gingen – Punktverluste, die das sportliche Ziel gefährdeten. Taktisch gesehen gibt es jedoch Mittel, um den Gegner nur bedingt Räume anzubieten, die man in seinem Marschplan mit einkalkuliert. Man schiebt sich sozusagen den Gegner zurecht und gibt ihn gewisse Optionen zum Angriffsspiel, um dann mittels geeigneten Gegenmaßnahmen den Ball erobern und danach zum schnellen Umschaltspiel übergehen zu können. All diese Anwendung fand in Hoffenheim unter Coach Nagelsmann statt und brachte auch den erhofften Erfolg. So wurden nicht nur die zwei Spiele gegen RB Leipzig mit dieser taktischen Marschroute hoch gewonnen, sondern man konnte auch gegen starke Gegner, die ebenso in der Champions League spielen werden wie Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 gewinnen - All das mit vielen jungen, talentierten Spielern in den eigenen Reihen, was ihn schließlich als Wunschtrainer für unseren Verein werden ließ.


Trainer Julian Nagelsmann

Nach neun Jahren hat nun der erst 30jährige Fußballlehrer Blut geleckt und geht in seiner noch jungen Trainerlaufbahn mit dem Wechsel zu unserem Rasenballsport einer neuen Herausforderung nach. Er wagt nicht nur diesen Schritt, erstmals eine andere Profimannschaft als Cheftrainer zu übernehmen, sondern er wird sich auch sicher sein, dort genauso Erfolgreiches bewirken zu können und darüber hinaus noch mehr! Mit RB Leipzig ergibt sich für ihn die Möglichkeit seine hohen Ansprüche erfüllen zu können und gleichermaßen findet er auch entsprechend beste Voraussetzungen wieder, die er ähnlich in Sinsheim vorgefunden hat. Das Potenzial mit Mäzen Dietrich Mateschitz, Oliver Mintzlaff, Ralf Rangnick und Paul Mitchel hat er starke Männer, die im Hintergrund die Fäden ziehen und unseren zukünftigen Trainer eine schier unbegrenzte Entfaltungsmöglichkeit anbieten.

Geboren am 23. Juli 1987 in Landsberg am Lech, unweit von München, begann er im ebenso nahegelegenen Augsburg seine Spielerkarriere wie auch Trainertätigkeit in der Jugendabteilung beim dortigen FC. Ebenso war er Kapitän bei der U17-Mannschaft von 1860 München und Bundesligaspieler beim A-Juniorenteam. Seine Fußballkarriere musste er aber aufgrund eines Meniskus- und Knorpelschadens und nach einer zweiten Operation schnell begraben und entschloss sich dann schnell, auf der Trainerbank mitwirken zu wollen. Erste wertvolle Eindrücke konnte er zum Ende seiner Spielerkarriere als Co-Trainer von Thomas Tuchel bei der 2. Mannschaft vom FC Augsburg gewinnen, ehe er den Co-Trainerjob bei der U17 von 1860 München übernahm. Als 23jähriger wechselte zur 300 km entfernten TSG 1899 Hoffenheim und arbeitete dort weiter als U17-Co.-Trainer. Schnell konnte er sich weiterentwickeln und wurde in der Saison nicht nur zum Cheftrainer der dortigen A-Junioren empor gehoben, sondern ihm gelang sogar das Kunststück (mit erst 26 Jahren) die Deutsche Meisterschaft zu holen.

Im darauffolgenden Jahr wurde er Vizemeister und absolvierte parallel sein Fußballlehrer-Lehrgang. Danach ging es relativ flott weiter – als Huub Stevens aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter den Chef-Trainerposten der Bundesligamannschaft ausüben konnte, entschied sich der Verein für die Lösung, Julian Nagelsmann diese Rolle zuzutrauen. Mit Verlaub eine gewagte Angelegenheit, die sich aber umso wirkungsvoller rentieren sollte. Schließlich war man zu diesem Zeitpunkt in der Bundesliga mit der Hoffenheimer Profimannschaft auf einem Abstiegsplatz. Aber mit taktischer Raffinesse zog er nicht nur den einen oder anderen Gegner den Zahn, sondern offenbarte eine gelungene taktische Variabilität und konnte somit beweisen, als Trainer auch unter schwierigen Umständen entsprechende Lösungen kreieren und mit der Mannschaft erfolgreich umsetzen zu können. Nicht nur das – im anschließenden Jahr formte er aus der Bundesligamannschaft ein Spitzenteam und landete auf den 4. Tabellenplatz. Gegen Liverpool zog man zwar anschließend in der CL-Quali den Kürzeren, aber das tat dem keinen Beinbruch. Nach den ersten Erfahrungen in der Europa League erreichte man im letzten Spieljahr als Tabellendritter den Sprung zur direkten Champions League Teilnahme. Ein Ziel, dass Rasenballsport Leipzig verwehrt blieb und nun mit der Verpflichtung des jungen Erfolgstrainers gehofft wird, wieder in der Zukunft in Leipzig zu erreichen.

Bild
Gestatten – Nagelsmann: Julian Nagelsmann übergibt Diego Demme im letzten Heimspiel zum Einwurf den Spielball – eine höfliche Geste. Ob ‚Diego‘ schon damals geahnt hat, dass dies sein zukünftiger Trainer wird?


Mit der Verpflichtung von einem der heiß begehrtesten Trainer auf dem Markt konnten unsere Verantwortlichen einen ganz großen Fang ans Land ziehen. Ein Clou, dem namenhafte Vereine verwehrt blieb. Sowohl der zukünftige Trainer als auch die Vereins- und Spielphilosophie der Verantwortlichen liegen mit ihren Vorstellungen auf einer Wellenlänge – eine Symbiose, die RBL den erhofften Erfolg zurückbringen soll. Wir können nur allen Beteiligten hierfür gratulieren und wer weiß, wie schnell die Zeit tickt und wann wir den neuen Trainer zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Nach dem doch überraschenden Ende von Trainer Ralph Hasenhüttl hat man nun eine mehr als gelungene Alternative präsentiert. Vielmehr noch – mit der vakanten Spielweise und der Präsenz des zukünftigen Trainers schickt man ein ganz starkes Signal an die Konkurrenz voraus, längerfristig ganz oben mitmischen und angreifen zu wollen.


MfG



Sa 23. Jun 2018, 14:54
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Beitrag Re: Julian Nagelsmann (Cheftrainer ab 01.07.2019)
Jupp hat geschrieben:
...
Klares Statement von ihm, dass er auf jeden Fall noch ein Jahr in Hoffenheim bleiben wird. Das ist Schade für uns, spricht aber absolut für seinen Charakter: https://twitter.com/achtzehn99/status/1 ... 7045701634

Das mag sein Wunsch/Ziel sein aber das es wirklich passiert wage ich mal zu bezweifeln. Hatte man in der BL oder wo auch immer schon mal eine ähnliche Situation? Oral hat in der Saison 2015/16 mal frühzeitig angekündigt das er zum KSC wechselt als eines der jüngsten Beispiele. Ergebnis bekannt.
Ich kann es mir jedenfalls absolut nicht vorstellen, es sei denn das JN in der folgenden Saison mit Hoffe so richtig was reißen wird. Ich wünsche es ihm (und Hoffe) auch (außer gegen uns :mrgreen: ) denn dann wertet es auch seine Fähigkeiten weiter auf. Aber wehe es kommt anders... Dann bin ich echt gespannt was dann abgeht.

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"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche." (Gustav Mahler)
Dank an "tomsen" für den Avatar.


Sa 23. Jun 2018, 16:15
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