Gewaltprobleme im Fußball

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elbosan
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Gewaltprobleme im Fußball

Beitrag von elbosan » Do 17. Mai 2018, 08:01

Es geht einfach ums Verhältnis. Und wie schon geschrieben wurde, ist 1 von 10.000 ein anderes Verhältnis wie 25 von 500 oder 75 von 2500. Wenn wir von 10.000 1 Idiot dabei haben, sitzen bei uns 4,5 Idioten im Stadion. Mit diesem Wert könnte ich leben.

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Anderson
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Re: Gewaltprobleme im Fußball

Beitrag von Anderson » Do 17. Mai 2018, 11:43

elbosan hat geschrieben:Es geht einfach ums Verhältnis. Und wie schon geschrieben wurde, ist 1 von 10.000 ein anderes Verhältnis wie 25 von 500 oder 75 von 2500. Wenn wir von 10.000 1 Idiot dabei haben, sitzen bei uns 4,5 Idioten im Stadion. Mit diesem Wert könnte ich leben.
Und anderen geht es darum, dass auch die, die auf dem ganz hohen Ross sitzen, vor solchen unappetitlichen Erscheinungen nicht gefeit sind; dass gesellschaftliche Entwicklungen und Missstände auch an RB Leipzig auf Dauer nicht vorbeigehen werden.

Am Schluss ist jeder Idiot im Stadion einer zu viel, am Schluss wird es aber nun mal auch niemand schaffen, den Idiotenanteil stabil bei Null zu halten.

Es wäre schon viel geholfen, wenn von einigen hier in Zukunft bei der Bewertung derartiger oder anderer Vorfälle bei anderen ein bisschen mehr Demut einkehren würde.

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Adamson
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Re: Gewaltprobleme im Fußball

Beitrag von Adamson » Do 17. Mai 2018, 12:17

Anderson hat geschrieben: Und anderen geht es darum, dass auch die, die auf dem ganz hohen Ross sitzen, vor solchen unappetitlichen Erscheinungen nicht gefeit sind; dass gesellschaftliche Entwicklungen und Missstände auch an RB Leipzig auf Dauer nicht vorbeigehen werden.
Das predigst du jetzt schon seit gefühlt 10 Jahren und wo sind sie denn die unappetitlichen Erscheinungen bei uns? Ein Flaschenwurf???
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Wuppertaler
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Re: Gewaltprobleme im Fußball

Beitrag von Wuppertaler » Do 17. Mai 2018, 12:51

elbosan hat geschrieben:Es geht einfach ums Verhältnis. Und wie schon geschrieben wurde, ist 1 von 10.000 ein anderes Verhältnis wie 25 von 500 oder 75 von 2500. Wenn wir von 10.000 1 Idiot dabei haben, sitzen bei uns 4,5 Idioten im Stadion. Mit diesem Wert könnte ich leben.
Ab welcher Quote wäre es dann für dich nicht mehr ok?? Nur mal so gefragt?
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jimmy.klitschi
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Re: Gewaltprobleme im Fußball

Beitrag von jimmy.klitschi » Do 17. Mai 2018, 16:45

Dass jeder einzelne Vorfall einer zuviel ist, ich glaube, darüber sind sich hier die meisten einig. (Btw: Einer von 9000 würde wahrscheinlich nicht mal aus statistischer/wissenschaftlicher Sicht als signifikant eingestuft werden.)

Doch das ist nach meiner Auffassung sowieso nicht der Kern der Frage.

Es macht nämlich m.E. sehr wohl einen Unterschied, ob (A) ein einzelner Mensch sich aufgrund seiner individuellen Disposition (Er ist eben ein Blödmann, zuviel Alk, verliert schnell die Fassung oder, oder, oder) zu solch einer Tat hinreißen lässt, oder ob (B) ganze Fanszenen (oder einzelne Teile dieser) eindeutig als gewaltaffin bezeichnet werden können, bei denen also Gewalt quasi als Teil der "Fankultur" dazugehört. (Was nicht ausschließt, dass einzelne - gar sehr viele - Individuen dieser Fanszene Gewalt ablehnen.)

Um zwischen (A) und (B) zu unterscheiden, denke ich, muss man nun mal sowohl auf Umfang (und Häufigkeit, Regelmäßigkeit etc.) und Qualität (hierzu gehören m.E. auch solche Aspekte wie z.B. Organisiertheit) jener Gewalt schauen.

Um mal ein Beispiel zur Verdeutlichung anzuführen:

Ich habe viele Jahre in Dresden gelebt.

Ich habe unzählige Male erlebt, dass Dynamo-"Fans" in der Stadt gezielt Jagd auf ihnen offensichtlich missliebige Personen gemacht haben. Und Blut ist dort nicht wenig geflossen...

Und so etwas, was ich z.B. im Dresdner Hauptbahnhof Mitte der 2000-er Jahre miterleben musste, ist mir in Bezug auf die RB-Fangemeinschaft schlichtweg undenkbar: Da wurde nach verlorenem Heimspiel durch einen lärmenden zig Köpfe zählenden Dynamo-Mob ein Bahnhofs-Supermarkt gestürmt und geplündert, die Verkäuferinnen, die alles geschehen ließen, sowie Passanten reihenweise bedroht oder aufs Übelste beschimpft. (In den Medien hab ich in den Tagen danach übrigens nichts dazu gelesen.)

Die Reihe der Erlebnisse ließe sich fortsetzen. (Die "Fankultur" bei Dynamo war übrigens auch ein wichtiger Grund, weshalb ich mich als ehemaliger Anhänger schließlich gänzlich von Dynamo abgewandt habe.)

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