NÄCHSTE BEGEGNUNG

24. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 25.02.2018, 18:00 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
1. FC Köln
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
59
2
Borussia Dortmund
40
3
Eintracht Frankfurt
39
4
Bayer 04 Leverkusen
38
5
RB Leipzig
38
6
FC Schalke 04
37
7
Hannover 96
32
8
FC Augsburg
31
9
1899 Hoffenheim
31
10
Bor.Mönchengladbach
31
11
Hertha BSC
30
12
SC Freiburg
28
13
VfB Stuttgart
27
14
VfL Wolfsburg
24
15
SV Werder Bremen
23
16
1. FSV Mainz 05
23
17
Hamburger SV
17
18
1. FC Köln
14

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EIN NEUES KAPITEL LEIPZIGER EUROPAPOKALNÄCHTE!

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Leipzig - (21.02.2018) Die Rasenballer schlagen ein neues Kapitel in der Geschichte Leipziger Europapokalnächte auf. Gegen den SSC Neapel geht es gut 30 Jahre nach dem Spiel der Lok gegen Maradona und Co. erneut um den Einzug ins Achtelfinale eines europäischen Wettbewerbs.

Ein Kreis schließt sich und doch schreibt RBL auch seine ganz eigene Geschichte. 30 Jahre nach den letzten großen Europapokalspielen der alten Loksche steht nun RB Leipzig im Sechzehntelfinale der Europa League – der Nachfolger des UEFA Cups. Für einige im Stadion wird es nicht das erste Spiel gegen Neapel im Rund des alten Zentralstadions sein. Für viele andere sind es maximal Geschichten einer längst vergangenen Zeit.


RBL als Teil der Leipziger Fußballgeschichte

Dennoch sind die Anknüpfungspunkte unverkennbar. Der Wettbewerb, die Spielrunde, die Spielorte und das Duell zweier Städte. In Zeiten in denen im Leipziger Süden per Fusion mit einem abgewickelten Verein alte Tradition heraufbeschworen wird, lebt RBL den Fußball an den Stätten, an denen damals Leipziger Fußballgeschichte geschrieben wurde (Cottaweg wie Zentralstadion). Spiele die auch bzw. gerade wegen ihrer Begleitumstände (die Legende Maradona zu Gast, Highlightspiel der Saison) viele auch eher neutrale Leipziger Fußballinteressierte ins Stadion gelockt haben. Denn ohne diese heute gern als Erfolgsfans verschrienen Fußballbegeisterten wären diese Spiele wohl kaum derart im kollektiven Leipziger Fußballgedächtnis geblieben.


Die Hand Gottes

Wie dem auch sei: Neapel kam seinerzeit weiter, auch weil der aktuelle Lok-Trainer Heiko Scholz im Rückspiel den Ball im eigenen Kasten unterbrachte; später wurde der SSC im Finale gegen den VfB Stuttgart Pokalsieger – ausgerechnet ein unberechtigter Handelfmeter der Hand Gottes, die zuvor ihren signature move durchgezogen hatte, brachte Neapel im Hinspiel zurück ins Spiel. Im Rückspiel vielleicht auch im Stadion: Ralf Rangnick, der ein Jahr später als Trainer der Stuttgarter A-Junioren zum VfB zurückkehren sollte und sich damals im Süden seine ersten Sporen als Trainer verdiente.


Wer zwinkert verliert

Damit sich dies nicht wiederholt, will RBL morgen den Hinspielsieg vergolden. Auch wenn Sarri nach der 3:1 Niederlage gegen RBL mahnende Worte fand, so hatte man nur selten das Gefühl, dass Team oder Fans des SSC ein verstärktes Interesse am Weiterkommen gehabt hätten. Nichtsdestoweniger ein großer Erfolg gegen den italienischen Spitzenreiter, den man sich in Leipzig nicht durch diesen Unwillen verderben ließ. In diesem Sinne andere Vorzeichen als vor gut 30 Jahren, als Neapel auch spielte, um weiterzukommen. Da ließ es sich wohl kaum ein Neapolitaner träumen, dass 1990 zum letzten Mal die italienische Meisterschaft eingefahren werden würde. Daher auch der andere Fokus in diesem Jahr, denn in der Liga gilt: Wer zwinkert verliert.


Ein Ritt auf der Rasierklinge

Auch in Leipzig muss man sich nach der verdienten Niederlage in Frankfurt die Frage nach der Doppelbelastung stellen. Noch gilt der Fokus ziemlich klar der Europa League, das machten die letzten Aufstellungen deutlich, doch in der Liga gibt es ein enges Rennen um die Champions League Plätze, in dem sich RBL bereits recht viele Ausrutscher geleistet hat. Nun würde ein Weiterkommen englische Wochen im März und ggf. April bedeuten. In Zeiten in denen schon nach der ersten englischen Woche von fehlenden Körnern geredet wird, dürften selbige gegen Dortmund, Bayern und Leverkusen wohl noch mehr fehlen. Ein Ritt auf der Rasierklinge mit einem aktuell recht schmalen Kader.


B-Elf gegen Leipziger mit Verletzungssorgen

Während Neapel wieder mit einer B-Elf erwartet wird – die A-Elf spielte zuletzt wieder in der Liga und wird es wohl auch am Wochenende gegen Cagliari, fallen bei RBL wohl Keita (Zerrung) und Orban (Schnittwunde) aus. Auch der Einsatz von Bruma ist nach Kniebeschwerden noch unklar. Lookman ist nicht spielberechtigt und für Forsberg könnte die Startelf noch zu früh kommen, so dass auch die Rasenballer nicht in Bestbesetzung, dafür aber mit dem nötigen Ernst antreten werden.


Fazit

Nach all den Gedanken um Vergangenheit und Zukunft bleibt für morgen dennoch ein spannendes Spiel. Ein Spiel zum Genießen. Ein Highlight für Fans und Mannschaft. Das erste Europa League Spiel in Leipzig. Das erste internationale Heimspiel in diesem Jahr – mögen noch viele weitere folgen! Damit dies passiert, muss aber nicht nur morgen der Einzug ins Achtelfinale festgezurrt werden, sondern auch die nötige Balance zwischen EL und Ligageschehen gefunden werden. Viele uninspirierte Auftritte wie gegen Hamburg oder in Frankfurt darf sich die Hasenhüttl-Elf nicht mehr leisten. Sonst ist man am Ende im Schneckenrennen hinter den Bayern das langsamste Weichtier und das passt so gar nicht zu den bulligen Ansprüchen…

Wir wünschen unserer Mannschaft einen optimalen Ausgang und allen Fans einen unvergesslichen Europapokalabend an historischer Wirkungsstätte. Für Diejenigen, die nicht dabei sind gibt es das Spiel bei Bezahlsender Sky oder die Möglichkeit die Partie kostenlos im Liveticker oder über dem Bullenfunk zu verfolgen.

Rumpelstilzchen


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DER FLUCH DES TABELLENZWEITEN SCHLÄGT WIEDER ZU!

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Frankfurt - (19.02.2018) Ein Montagsspiel das es in sich hatte: Trillerpfeifen, Spielunterbrechungen, VAR-scheinlich kein Elfer, Tennisbälle, Standardgegentreffer, Bannerflut und leider obendrauf leider der überaus beständige Fluch des Tabellenzweiten. Leipzig verliert trotz Führung mit 2:1 in Frankfurt und rutscht auf Platz 5 ab!

Das war es nun also, das erste offizielle Montagsspiel. DER Zankapfel des Spieltags. Die Frankfurter hatten mit Trillerpfeifen, also ganz europäisch und nicht mit den 2010er Südafrika-Gedächtniströten, aufgerüstet und wollten bei Leipziger Ballbesitz trillern und pfeifen. Es ging aber dennoch gegen das Montagsspiel, ein Schelm, wer böses dabei denkt...


Hasenhüttl wirft die Rotationsmaschine an

Fokus auf die Bundesliga? Mitnichten. Hasenhüttl überraschte mit seiner Aufstellung. Während Bruma (Knieprobleme) und Kampl (Erkältung) gleich in Leipzig blieben, schauten auch Poulsen und Werner vorerst von außen zu. Daneben saß Forsberg auf der Bank, da er noch nicht bei 100% war. Genug Möglichkeiten, um nachzulegen. Dafür feierte Lookman sein Startelfdebüt. Augustin stürmte zusammen mit dem Engländer und Sabitzer, während im Zentrum Ilsanker, Demme und Keita den Dreierriegel bildeten. Einzig die Defensive blieb unangetastet.


Besiktas lässt grüßen und Besuch im Innenraum

Gut 600 Leipziger waren trotz Boykottaufforderungen dem Ruf nach Frankfurt gefolgt und mussten sich einiges anhören. Die Pfeifen der Frankfurter Anhänger stellten sich schon vor dem Spielbeginn als recht nervig heraus und sollten dies auch während des Spiels bleiben.

Aber zuerst verzögerte sich der Anpfiff um einige Minuten. Die SGE-Fans wurden in den Innenraum gelassen, und hängten friedlich Protestbanner gegen das Montagsspiel auf. Noch während des Rückwegs auf die Ränge gab Zwayer den Ball frei.


RBL mit starker Anfangsphase

Leipzig fand zunächst besser in Spiel. Nachdem Schüsse von Augustin und Lookman nach einer Ecke an den Gegenspielern hängen blieben, leitete Sabitzer in der 13. Spielminute die Leipziger Führung ein. Über den Österreicher kam der Ball zu Laimer, der einen Doppelpass mit Demme spielte und dann für Augustin auflegte. Der Franzose vollendete trocken ins lange Eck.


Frankfurt strikes back!

Die Freude währte indes nicht lang. Frankfurt kam zurück ins Spiel und wie. Das alte Leiden der Rasenballer führte zum Ausgleich. Eine Ecke kam über Rebic und Abraham zu Chandler, der aus kurzer Distanz den Ball über die Linie brachte. Eine schlecht verteidigte Ecke gegen groß gewachsene Frankfurter in der RBL einmal zu oft zweiter Sieger war (22.).

Aber das war noch lange nicht alles. Nur vier Minuten später klingelte es erneut im Kasten von Gulácsi. Orban hatte zuvor den Ball zum Gegenspieler geköpft und Rebic konnte auf Außen durchbrechen. Sein Pass fand im Rückraum Boateng, der gegen die Laufrichtung von Pete draufzimmerte und zum 2:1 traf.


Zwayer sagt ja, aber der VAR sagt njet!

Aufreger dann in der 30. Spielminute. Augustin war im Strafraum zu Fall gebracht worden, Zwayer zeigte auf den Punkt, wurde aber nach einigen Diskussionen vom VAR überstimmt, der zuvor ein Abseits erkannt hatte. Strittig, denn man hätte auch der Meinung sein können, dass der Ball vom Frankfurter in Richtung Sabitzers bugsiert wurde. Es blieb also dabei: Zwayer und VAR bringen RBL kein Glück.

Bis zur Halbzeit agierte dann vornehmlich Frankfurt, von RBL kam zu wenig, weshalb die Halbzeitführung auch in Ordnung ging. Zu wenig hatte RBL nach der Führung offensiv zustande gebracht. Hasenhüttl war derweil an der Seitenlinie schon mehrfach auf 180.


Großes Tennis

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgten die Eintrachtfans für eine Spielverzögerung. Hunderte Tennisbälle wurden aufs Spielfeld geworfen. Eine Aktion, von der die SGE -Führung sicher Kenntnis hatte, rückten doch in der Folge die Ghostbusters – ähh Tennisbusters mit Laubbläsern an. Beständig hielt sich zudem das Pfeifkonzert bis zum Spielende. Dazu brachte Hasenhüttl Poulsen für Demme ins Spiel.


"Jetzt kommt der Schmerz!"

Die sowieso schon hitzige Begegnung wurde nun zusehends ruppiger. Bis zur Halbzeit hatte Zwayer zwei Gelbe verteilt (beide SGE), kam sogar in der Rempelei vor dem Halbzeitpfiff ohne Sanktion aus, nach dem „Aufregungstee“ zur Halbzeit sollten sechs weitere Gelbe folgen (4 SGE, 2 RBL).

Spielerisch hatte das Match nun etwas weniger zu bieten. Zwar kamen noch Forsberg (für den am Oberschenkel angeschlagenen Keita) und Werner für Lookman, aber RBL konnte sich nicht wirklich gegen die gut sortierte Defensive der Hausherren durchsetzen. Frankfurt hingegen lauerte auf Konter, blieb aber insgesamt auf Augenhöhe, war läuferisch und kämpferisch das bessere Team.


Fazit

Der Fluch des Tabellenzweiten hält an. Erneut gibt’s keine Punkte für den Zweiten, RBL rutscht damit in der Tabelle auf Rang 5 ab. Es darf durchaus die Frage gestellt werden, ob man sich erneut von den Begleitumständen zu sehr hat verunsichern lassen. Nach einigen Spielen Pause gab es zudem wieder ein Gegentor nach Standard, dazu eine Niederlage nach Führung. Zu leicht hat RBL sich die Butter vom Brot nehmen lassen. Gemessen am Einsatz haben die Hausherren den Dreier jedoch auch verdient, wenngleich der Spielverlauf etwas unglücklich war.

Das Highlight Europa League könnte nun zum schweren Gepäck werden. Bereits heute wurde in Hinblick auf das Neapelspiel rotiert, was nicht wirklich glücklich endete. Ein Montag auf dem man am Ende des Tages leider nur pfeifen kann...

Ausblick

Nach der Liga ist vor der EL. Am Donnerstag gilt es Neapel im Rückspiel in die Schranken zu weisen, ehe am Sonntag Köln nach Leipzig kommt. Sieben Tage – drei Spiele.


Statistik
Eintracht Frankfurt:
Hradecky – Salcedo, Abraham, Falette – da Costa, Hasebe, Chandler – Wolf (82. Gacinovic), Boateng (68. Fernandes) – Haller, Rebic (80. Jovic)
RB Leipzig:
Gulácsi – Laimer, Orban (C), Upamecano, Klostermann – Ilsanker, Demme (46. Poulsen), Keita (61. Forsberg) – Sabitzer (90. Werner), Augustin, Lookman (76. Werner)
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)
Tore:
0:1 Augustin (13.), 1:1 Chandler (22.), 2:1 Boateng (26.)
Torschüsse:
14 / 10
Schüsse aufs Tor: 3 / 2
Gewonnene Zweikämpfe:
50,9% / 49,1%
Ballbesitz: 45,7% / 54,3%
Angekommene Pässe:
70,5% / 72,7%
Laufweite:
116,4 km / 112,2 km
Intensive Läufe: 706 / 635
Sprints:
253 / 238
Fouls: 23 / 15
Ecken:
7 / 5
Abseits:
5 / 5
Gelbe Karten: Rebic, Wolf, Hasebe, Chandler, Boateng, Falette / Orban (3), Klostermann (1)
Zuschauer: 45.100 (ca. 600 Leipziger)

Rumpelstilzchen


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KEIN BOCK AUF MONTAGSSPIELE? – EINTRACHT FRANKFURT LÄDT ZUM SPITZENSPIEL

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Frankfurt - (17.02.2018) Unsere Leipziger Jungs sind zu Gast beim letztjährigen Pokalfinalisten Eintracht Frankfurt. Es ist das Topspiel des 23. Spieltags und zugleich das erste und sehr kritisch betrachtete Montagsspiel in der Bundesliga in diesem Jahr. Es steckt viel Zündstoff und sportliche Brisanz in dieser Partie.

Mit Niko Kovač und Ralph Hasenhüttel treffen auch zwei Erfolgstrainer aufeinander, die es geschafft haben, innerhalb der letzten beiden Spielzeiten ihre Teams zu erfolgreichen Bundesligamannschaften zu formen. Der Tabellenvierte empfängt den Zweiten – oder auch: Fan-Boykott im Montagsspiel.

Keine Pause für unsere Mannschaft, erneut rufen die englischen Wochen. Nach dem äußerst erfolgreichen, aber kräftezehrenden Auswärtsmatch in Neapel durften unsere Leipziger Bullen binnen kurzer Zeit erneut reisen, um anschließend in der ‚Commerzbank-Arena‘ anzutreten. Derlei Strapazen müssen auch von den Fans mitgetragen werden, was nicht bei allen auf Zustimmung stößt und so steht dieses Spiel erstmals im Zeichen eines Leipziger Boykotts. Aber auch die Frankfurter Fans wollen teilweise den ungeliebten Montagstermin boykottieren, da die Partie aufgrund der weiteren Splittung des Spieltages durch DFL und DFB kritisch gesehen wird. In sportlicher Hinsicht bleibt das Match jedoch höchst interessant. Zudem hält der Montagstermin für unser Team einen Tag mehr Regeneration bereit.


Niko Kovač – Sinnbild des Frankfurter Erfolgs

‚Viel gemein und doch so unterschiedlich‘ – möchte man meinen. Mit Niko Kovač stellt sich Ralph Hasenhüttl ebenso ein Trainerkollege aus der Red-Bull-Schule gegenüber. Der Eintracht-Trainer war nicht nur einst Spieler von 2006 bis 2009 bei Red Bull Salzburg und absolvierte dabei 65 Pflichtspiele, sondern trainierte auch von 2009 bis 2011 die Red Bull Juniors Salzburg, um anschließend bis 2012 Co-Trainer bei der ersten Männermannschaft zu sein. Martin Hinteregger (Augsburg), Stefan Hierländer (2014-16 RB Leipzig), Valentino Lazaro (Hertha BSC), Georg Teigl (RB Leipzig > Augsburg > Braunschweig) und TW-Trainer Herbert Ilsanker, Sohn von Stefan Ilsanker, sind nur einige bekannte Namen, mit denen er zusammenarbeitete.


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Niko Kovač bei Red Bull Salzburg: 2011 wurde er Assistent von Moniz und löste Trainer Huub Stevens ab


Als Spieler von Bayern München wurde er Weltpokalsieger, deutscher Meister und Pokalsieger; mit Red-Bull-Salzburg Österreichischer Meister und erreichte als Trainer mit Eintracht Frankfurt im letzten Jahr das Pokalfinale. Nun steht er mit seiner Mannschaft nur zwei Zähler und zwei Plätze hinter unseren Leipziger Jungs ebenso auf einem Champions League-Platz. Dabei gelang ihm das Kunststück im Verein ein Konzept und ein erfolgreiches Team zusammenzustellen, welches mit Einzelspielern aus fast 20 Nationen besteht und nicht nur mit athletischer Fitness brilliert, sondern auch neuerdings spielerisch und technisch einen großen Sprung nach vorn gemacht hat.

Ähnlich bemerkenswert ist neben dem wiederholten Einzug in das Pokalhalbfinale die konstante Leistung über der gesamten Saison hinweg. So zeigt die aktuelle Formkurve erneut nach oben, Frankfurt offenbart kaum eine Schwächephase. Nur gegen Augsburg kam man einmal aus dem Tritt, was unsere Mannen um Trainer Ralph Hasenhüttl auf den Plan gerufen haben muss, wie die schwere Aufgabe zu lösen wäre. Jedoch präsentiert sich der Gastgeber als äußerst formstark und konnte dabei sieben Treffer in den letzten beiden Heimspielen erzielen. Aber auch 14 Tore gelangen in den letzten sieben Saisonspielen und verheißen einen Schnitt von zwei Toren je Spiel. Die Eintracht ist also gewappnet für das Match und hat die Chance mit einem Sieg vor heimischen Publikum an die Hasenhüttl-Elf vorbeizuziehen. Trainer Nico Kovač wird alles dafür tun, um auch in dieser Saison mit seiner Mannschaft größtmöglichen Erfolg zu haben. Und wer weiß wie lange er noch den Trainerjob bei der Eintracht ausführt und vielleicht als Trainerkollege bei den ganz Großen aufgestellt sein wird?!


Ein Spiel auf Augenhöhe, wie gestalten?

Von einer gewissen Heimschwäche der Eintracht war bisher die Rede, die zuletzt durch die klaren Siege gegen Mainz (3:0 im Pokal), Mönchengladbach (2:0) und Köln (4:2) in der Liga jedoch widerlegt werden konnte. Trotzdem stehen auswärts mehr Punkte zu Buche und so gewann die Kovač-Elf daheim nur vier ihrer elf Heimspiele. Gleiches gilt aber auch umgedreht für unser Leipziger Team, welches in der Fremde nur vier der elf Begegnungen für sich entschied und somit rein statistisch betrachtet ein Unentschieden vermuten lassen würde. Die letzten Aufeinandertreffen waren auch alles andere als eindeutig. Gut in Erinnerung ist die letzte Auswärtspartie der vergangenen Saison mit einem 2:2 Endergebnis und dem schwer errungenen 2:1 Heimsieg in der Hinrunde.

Nach dem Rückrundenauftakt weiß nun unser Trainerteam um Ralph Hasenhüttl mit der Mannschaft Lösungen zu finden und trat zuletzt taktisch variabel auf, was wiederum den Schlüssel zum Erfolg darstellt. Neu im Repertoire und in Anlehnung an das erste CL-Spiel gegen den AS Monaco war eine defensivere Grundausrichtung, so dass man im Grundkern auf das Angriffspressing verzichtete und erst mit dem Mittelfeldpressing den Gegner versucht zu stressen.


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Mittelfeldpressing: Ungewohnt weit zurück gezogen und im zweiten Drittel des Feldes positioniert, agierte unser Team gegen Augsburg. Dabei ermöglichte man den Gegner ein ruhiges An- und Aufbauspiel vom Torhüter ausgehend über dessen Verteidigern, ehe man ab der mittleren Zone des Feldes den Druck auf den Ballführenden mittels Überzahl erhöht.


Ebenso wahrscheinlich ist dabei eine bessere und dicht gestaffelte Defensivordnung, mit dem Erfolg dass die letzten beiden Ligaspiele zu Null abgeschlossen werden konnten. Natürlich kommt dabei ein wenig Spielglück hinzu und gegnerische Chancen werden nie endgültig vermieden werden können, jedoch ist die Mannschaft dadurch stabiler aufgestellt, ist weniger konteranfällig und im vorderen Bereich ist mehr Spielraum für unsere Offensivqualitäten vorhanden.


Standards vermeiden

Diese Grundausrichtung wird auch gegen die Eintracht von Nöten sein, aber auch ein variables Agieren in den Pressingvarianten, welches uns generell auszeichnet. Trotzdem gilt es gerade bei langen und ruhenden Bällen eine taktisch angepasste Elf aufzustellen, die auch körperlich mit den Frankfurtern mithalten kann. Kaum einer der ‚Kovac-Hünen‘ ist kleiner als 1,85m. Gegen Köln betrug die durchschnittliche Körpergröße der eingesetzten Frankfurt-Spieler 1,86m! – Der Eintracht gelangen dabei zwei Standardtore über den recht einfachen Weg 'Flanke-Kopfball'. Da wird es besonders schwer sein, bei gegnerischen Standardsituationen die Hoheit zu behalten. Letzteres Verteidigen wie bei Eckbällen wurde ja zuletzt ausgiebig trainiert und in den letzten Spielen auch gut umgesetzt. Bleibt zu hoffen, dass dieses taktische Mittel der Frankfurter 'Hünen' nicht erfolgreich umgesetzt wird.


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Demnach wären wie beim Spiel gegen Augsburg Stefan Ilsanker und Yussuf Poulsen unverzichtbar. Hier haben beide ihre Kopfballstärke bewiesen und gerade Stefan Ilsanker die eine oder andere Hereingabe klären können. Trotzdem wäre man immer noch in der Luft unterlegen, denn mit Keita, Kampl, Bruma, Demme, Sabitzer, Lookman und Laimer fehlen immer noch durchschnittlich zehn Zentimeter bei anstehenden Kopfballduellen. Dies wird die Eintracht versuchen auszunutzen, mit langen Bällen agieren und dabei ihre körperliche Robustheit wie auch ihre Fitness im Nachsetzen zweiter Bälle mit einbringen.


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Kopfballstark: Stefan Ilsanker beim Kopfballduell im Hinrundenspiel (2:1 Sieg) gegen die Eintracht. Bei gegnerischen Standards und hohen, langen Bällen ist er besonders wertvoll. Wird Trainer Ralph Hasenhüttl ihn durch Marcel Sabitzer ersetzen?


Spielerisches Element betonen – never change a winning team?

Im Gegensatz zu unserer Verteidigungstaktik müssen unsere Leipziger Bullen versuchen, beim Ballbesitz das spielerische Element zu betonen. Mit gepflegtem Kurzpassspiel, ständigem Freilaufen wie auch gut angepassten Dribblings sollten genügend technische Mittel vorhanden sein, um taktische Lösungen zu präsentieren und die gute Eintracht-Defensive aushebeln zu können. Man darf gespannt sein, welche der beiden Mannschaften ihre Stärken am besten zu Geltung bringen kann und ob unser Team nur vier Tage nach dem Europa League-Spiel noch genügend Power hat, in diesem Match bestehen zu können. Hilfreich dabei wäre eine gut abgestimmte Pressingvariante, so dass wir situativ unsere Stärken einsetzen und den Gegner zu Fehlern zwingen können.

Gegen den SSC Neapel ist dies sehr gut gelungen und das Trainerteam um Ralph Hasenhüttl hat sogar das Luxusproblem, bis auf den langzeitverletzten Halstenberg alle Spieler an Bord zu haben. Demnach könnte die Aufstellung für Überraschungen sorgen oder "never change a winning team"? Mit den wieder genesenen Sabitzer, Demme und Forsberg rücken leistungsstarke Spieler in das Team, so dass im Sinne der Belastungssteuerung der eine oder andere Spieler auch die ein oder andere Pause erhalten könnte. Gleichermaßen bestehe die Möglichkeit sich taktisch anders aufzustellen – am Gegner orientiert oder eine gelungene Mischung zu finden, um die Stärken der Eintracht unterbinden und seine eigenen erfolgreich umsetzen zu können.


Kovač vs. Hasenhüttl
Es ist auch das Duell zweier erfolgreicher Trainer, die sich nun im Kampf um die Champions League-Plätze gegenüberstehen. Beide haben in gewisser Weise eine enge Verwurzelung zur Red-Bull-Schule und haben seit dem Vorjahr aus einer neuen Situation und neuem Personal ein erfolgreiches Team formen können. Nicht zuletzt werden Sie auch deshalb als Zauberer ihres Fachs bezeichnet und überraschen mit taktischer Variabilität, so dass es für jeden Gegner schwer wird ihr Spiel einzuschätzen. Zu guter Letzt wurden beide auch als Heynckes-Nachfolger bei den großen Bayern gehandelt. Nun gilt es aber erst einmal das bestmögliche aus dieser Begegnung herauszuholen. In dieser Hinsicht hoffen wir alle samt das 'Hasi' und sein Team, sich wieder ein gelungenes und auf den Gegner abgestimmtes taktisches Konzept erarbeitet haben.


Mögliche Aufstellungen

Eintracht Frankfurt: Hradecky – Russ (Salcedo), Hasebe, Falette – Mascarell – da Costa, Chandler – Boateng (Fernandes) – Wolf, Rebic (Gacinovic) – Jovic (Haller)

RB Leipzig: Gulácsi – Laimer, Orban, Upamecano, Klostermann – Ilsanker, Kampl (Demme) – Keita (Sabitzer), Bruma (Forsberg) – Poulsen (Augustin), Werner


Wir wünschen unserer Mannschaft dabei bestes Gelingen, wie auch unseren Auswärtsfans bei der Unterstützung der Hasenhüttl-Elf. Auch wenn es ein terminlich kritisch betrachtetes Montagsspiel vor allem für uns Fans ist, sollte der sportliche Aspekt im Vordergrund stehen. Für Diejenigen, die nicht dabei sind und nicht Zugriff auf dem Eurosport Player haben, gibt es auch die Möglichkeit die Partie im Liveticker oder über dem Bullenfunk zu verfolgen.

oligei


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HISTORISCHE MOMENTE IN EINEM ALTEN STADION

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Neapel - (16.02.2018) Die Europa League führte zahlreiche RB Fans in dieser Woche in die drittgrößte Stadt Italiens – Neapel. Viele nutzen im Vorhinein des Spiels die Möglichkeit sich die schöne Altstadt, Pompeji und den Vesuv anzusehen, andere spazierten von Café zu Pizzeria. Eine Sehenswürdigkeit die sich jedoch kein Mitgereister entgehen lassen konnte, war die Heimat des SSC Neapel, das Stadio San Paolo.

Alle Wege führen nach… Neapel

Etwa 1500 Anhänger des Rasenballsports Leipzig machten sich auf in die italienische Stadt. Manche von ihnen nutzen das Auswärtsspiel zu einer kleinen Urlaubsreise und reisten schon zu Beginn der Woche an. Andere wiederum machten das Kurzprogramm – einmal hin, Fußball schauen, einmal zurück. Die einen Fußball Fans begaben sich auf mehr als 20 Stunden Busfahrt, andere wählten das eigene Auto als Transportmittel, andere kamen aus diversen Großstädten Deutschlands eingeflogen und die letzten wurden vom Flughafen Leipzig gechartert.

Ein Großteil dieser angereisten Fans folgte den offiziellen Empfehlungen von RB und der Polizei und traf sich am Hafenplatz „Stazione Marittima“. Ich selbst machte mich auf den Weg dorthin mit einem italienischen Busfahrer. Schnell bemerkten alle im Bus, dass ein richtiges Verkehrssystem in Italien nicht wirklich existiert. Im Kreisverkehr fährt jener zuerst, der schneller ist, die dreispurige Autobahn wurde eher in vier Spuren genutzt und überholt wird durch jede noch so kleine Lücke. Unser Busfahrer erklärte uns daraufhin pragmatisch: „Das ist nicht Frankfurt, nicht Berlin, nicht Paris, nicht Rom – das ist Neapel.“


Polizisten wie im Actionfilm

Am Hafen starteten etwa fünf Stunden vor Spielanpfiff die ersten Kontrollen für das Spiel. Wer einen Shuttlebus oder den eigenen Bus nutzen wollte, um von der Polizei begleitet zum Stadion zu fahren, musste erst mal nachweisen, dass seine mit Kugelschreiber personalisierte Karte, denselben Namen trägt wie der eigene Personalausweis.

Die Eskorte zum Stadion war zumindest eines meiner Highlights des Neapel Trips. Man muss sich vorstellen, zwei Busse werden von drei Polizeiautos zum Stadion begleitet. Logischerweise ein Polizeiauto vorne, eines in der Mitte und das letzte ganz hinten. Die Autofahrer aber auf den Straßen Neapels kennen wie schon erwähnt nur ihre eigenen Regeln und drängeln sich ohne Sorge zwischen Busse und Polizeiautos. Viel Ärger macht das den Polizisten.

Kurzerhand wird die Beifahrertür des Polizeiwagens geöffnet, der Polizist kommt halb aus dem Wagen geklettert und liest dem Autofahrer mit seiner Polizeikelle ordentlich die Leviten. Ähnlich läuft das an jeder Ausfahrt, Auffahrt oder Kreuzung. Wenn Blicke töten könnten, wären gestern einige in ihren Autos tot umgefallen. Rund um das Stadion war sogar jede den Weg kreuzende Straße von einem eigenen Polizeiauto für uns Leipziger abgesperrt. Man hatte das Gefühl, jeder dritte Einwohner arbeitete hier bei der Polizei. Trotzdem bot die Busfahrt zum Stadion eine Mini-Stadtrundfahrt durch die durchaus sehr schöne italienische Stadt.



Wo sind wir denn hier gelandet?

Nach einer guten dreiviertel Stunde Busfahrt hatte man nun endlich das Stadion erreicht. Es waren für die ersten, die ankamen noch vier Stunden bis Spielbeginn. Das bedeutet, man hatte genug Zeit sich mit dem 1959 eröffneten Stadion vertraut zu machen, das durchaus in die Jahre gekommen war. Der Weg hinein führt, wie auch in Deutschland üblich, durch große Drehtüren. Danach aber stand man erst mal in Gemäuern, die mehr einer Ruine oder Katakombe glichen als einem Stadion. Im Anschluss kam man in einen Bereich mit Toiletten und Catering. Allerdings sollte man beides relativieren. Die Toiletten waren Dixi Klos, die alle mit einem unterschiedlichen Schloss verriegelt waren, sodass keines genutzt werden konnte. Also blieben dann nur noch die alten Herren- und Damentoiletten mit Loch im Boden. Die Essens- und Getränkeversorgung fand auf der anderen Seite derselben Ebene statt. Leicht konnte es einem passieren, diesen Stand zu übersehen. Es handelte sich nämlich nur um einen Tisch. Dort gab es zumindest Chips, verpackte Sandwiches, Wasser und Cola.

Um nun endlich ins Stadion zu gelangen führte ein quasi altes Betontreppenhaus nach oben. Alleine möchte ich dort nun nicht unterwegs sein. Es hatte eine gespenstische Atmosphäre. Aber glücklicherweise waren ja genug Fußballfans mit dabei. Wer diese Treppe gegen 18:00 Uhr benutze, konnte auf jeden Fall von dort aus den romantischen Sonnenunterganges Neapels beobachten.



Noch vier, drei, zwei, eine Stunde(n) bis zum Anpfiff

Die Frage aller Fragen war, was man vier Stunden in einem leicht bröckelnden, leicht staubigen Stadion macht. Nun, man konnte viel beobachten. In den ersten Blick fiel die unschwer zu erkennende, riesige Tartanbahn, an deren Enden eventuell Baumaterial gelagert wird. So richtig erkennen konnte man es nicht. Spannender zu beobachten war dann vielleicht die Flutlichtanlage, die sich erst nach und nach einschaltete. Ich habe leider vergessen beim Anpfiff darauf zu achten, ob endlich alle Lichter brannten…

Alternativ war es auch ganz lustig anzusehen, wie man sich bemühte das richtige Design für die Anzeigetafel zu finden. Da wurden mit der Zeit unterschiedliche Motive eingeblendet, dann fehlte plötzlich der Platz für die Anzeige des Spielstandes und dann lief die Uhr für die Spielzeit schon zwei Stunden vor Anpfiff. Das war zugegebenermaßen echt aufregend.
Erst als der Rasen gesprengt wurde, wobei übrigens viele Helferlein nass geworden sein müssen und unsere Mannschaft zur Platzbegehung den Rasen betrat, hatte man so langsam das Gefühl, die Zeit vergeht.


Historische Momente: Live dabei beim ersten Europa League Sieg

Eeeeendlich waren irgendwann vier Stunden herum und die Mannschaften betraten das Feld. Die 1500 RB Fans begrüßten sie mit Rot-Weiß-Blauer Luftballonchoreo. Diese Luftballons wurden zum Anpfiff kurzerhand aller zerplatzt. Ein Hauch von Feuerwerksgeräuschen wehte durch den Block. Richtiges Feuerwerk machten die Neapel Fans kurz darauf in der Kurve neben uns. Und auch der zweite Fanblock der Gastgeber mischte da in Halbzeit zwei mit.

War generell eine äußerst interessante Atmosphäre mit zwei Fankurven von Neapel, die natürlich unterschiedlich Stimmung machten und dem dazukommenden Gästeblock. Dieser schlug sich so ganz ohne Trommeln und Megafon auch echt wacker im Großteil leeren Stadion. Vor allem auch weil unsere Mannschaft auf dem Platz ein echt ansehnliches Spiel ablieferte. Selbst als Neapel in der 52. Minute in Führung ging, schienen alle Leipziger optimistisch. Und dieser Optimismus machte sich bezahlt, denn ruck, zuck war das Spiel durch Doppelpack Werner (61., 90+3.) und Bruma (74.) gedreht. Allen war klar, den ersten Europa League Sieg erleben wir nicht nochmal live und so wurde nach Abpfiff ordentlich gefeiert.


Ende gut, alles gut

Der Spielausgang hatte zumindest den Vorteil, dass die bereits vor dem Spiel angekündigte Blocksperre nicht ganz so nervig und ziehend war. Da alle Leipzig Fans noch bis etwa 24:00 Uhr im Stadion bleiben sollten/mussten/durften, blieb wieder Mal Zeit zu beobachten. Diesmal im Programm waren die nicht zum Einsatz gekommenen Spieler Kaiser, Mvogo, Konaté und Bernardo, die noch ein paar Bahnen auf dem Grün liefen. Außerdem durfte man daran teilhaben, wie die Europa League Werbung im nu abgebaut wurde und schon teils wieder durch die Sponsoren von Neapel ersetzt wurden. Dass manche Flutlichter schon wieder ausgingen, war nur noch ein kleiner Nebeneffekt. 

Irgendwann hatte man trotzdem das Gefühl, ganz Neapel müsste langsam in den eigenen Betten schlummern und somit auch die 13000 Heimfans, die anwesend waren. Schließlich waren manche Fans nun schon sechs Stunden im Stadio San Paolo und so richtig warm war es wirklich nicht. Als Unmengen an Polizisten uns endlich aus dem Stadion ließen, bekam man eine Idee von gewaltbereiten Fußballfans mit denen man hier schlechte Erfahrungen gemacht haben muss. Mittlerweile war nicht mehr nur gefühlt jeder dritte Einwohner Neapels von Beruf Polizist, sondern jeder zweite.

Letztendlich wird wohl kaum ein RB Fan die Reise nach Neapel bereuen. Mit dem alten Stadion, abenteuerlichen Polizisten und einem verdienten Sieg bleiben Erinnerungen für die nächsten Jahre. Nächste Woche geht es ja bereits weiter in der Europa League. Diesmal begrüßt man in der Red Bull Arena den SSC Neapel, der von ein paar hundert Fans begleitet werden wird. Wer noch keine Karte hat und eigene Erinnerungen sammeln möchte, hat noch immer die Möglichkeit sich eine Karte zu sichern und mit unserer Mannschaft den letzten Schritt Richtung Achtelfinale zu gehen.

emi.rbgt.39


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