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DIE MUTTER ALLER ÜBERRASCHUNGEN

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Leipzig - (24.06.2018) Mintzlaff hatte sie versprochen und wahrlich, RBL hat geliefert. Die Größte Überraschung seit es Rasenballsport gibt. Nagelsmann, der Hoffenheimer Shootingstar wechselt nach Leipzig. Bei Real, FCB und BVB war er im Gespräch, aber RB Leipzig konnte sich seine Dienste sichern. Wer ist der neue Trainer und wie tickt Julian Nagelsmann?

Die Mutter aller Überraschungen

Sie haben es also wirklich durchgezogen! Rangnick und Mintzlaff landen den größten Trainer-Coup des Sommers. Was wurde nicht gewitzelt über die kommende Überraschung – ja, auch wir waren so frei. Bild und LVZ brachten Nagelsmann ab 2019 als Option ins Spiel, so richtig daran glauben konnte man nicht. Nun ist sie da: Die Mutter aller Überraschungen. Julian Nagelsmann, eine der heißesten Aktien auf dem deutschen Trainermarkt wechselt nach Leipzig! 5 Mio berappt RBL, um sich seine Dienste bis 2023 zu sichern.



Der Lockruf der Dose!


„… ist das sofort, unverzüglich“?

Wer sich nun gleich freudestrahlend auf den Weg zum Cottaweg machen will, um Anfang Juli die neue Freiheit des Trainerdaseins zu genießen, dem sei gesagt, dass Nagelsmann nicht vor dem nächsten Sommer sein Amt antreten dürfte. Vorher möchte Nagelsmann noch die Früchte seiner Arbeit ernten und mit Hoffenheim Champions League spielen. Dazu hätte Hopp sein Trainertalent nicht vor 2019 aus dem Vertrag entlassen. Fluch und Segen zugleich, denn diese Gründe waren ausschlaggebend, dass Nagelsmann für Bayern, Dortmund und Real diesen Sommer nicht erreichbar war. Wer wollte, musste sich also gedulden können und bestenfalls ein Joker in der Hinterhand haben. Der hört bei unseren Rasenballsportlern auf den Namen Rangnick und hat bereits einmal als Übergangstrainer für seine Wunschlösung fungiert.


Rangnicks Revanche

Klein ist sie, die Fußballwelt. Man sieht sich immer mehrmals. Rangnick, einst das Mastermind hinter Hoffenheims Aufstieg in die Bundesliga und Hopp, der potente Geldgeber. Lange Zeit ein tolles Team, ehe Gustavos Wechsel, eingefädelt gegen den Willen des Trainers, zum Zerwürfnis führte. Nun schnappte sich unser Sportdirektor Hoffenheims Trainer dank Ausstiegsklausel. Die späte Revanche? Es dürfte jedenfalls glücklichere Stunden in Hopps Fußballleben gegeben haben.



Rangnick nimmt Tuchfühlung auf!


Nagelsmann – Der Spieler

Die Spielerkarriere des jüngsten Bundesligatrainers aller Zeiten war fast zwangsläufig eine kurze. Vom FC Issing ging es in die Augsburger Jugend, wo er früh von den Löwen gescoutet wurde und in die U17 der Münchener wechselte. Von 2002 an schnürte er fünf Jahre für die 60ziger die Schuhe, kickte mit späteren Bundesligakickern wie Tschauner, Gebhart, Baumgartlinger und Bender in U17, U19 und den Amateuren, trainierte gar mit den Profis. Dass es für den ganz großen Sprung nicht reichte, lag nicht zuletzt am Körper. Der machte nach mehrfachen Wirbelbrüchen nicht mehr mit, Nagelsmann wechselte 2007 zurück nach Augsburg. In die zweite Mannschaft, die damals von einem gewissen Thomas Tuchel trainiert wurde. Aber auch hier sorgte eine Knieverletzung für das Aus und Nagelsmann beendete seine Spielerkarriere.



Verletzungen sorgen für ein frühes Karriereende.


Der Fußball lässt ihn nicht los

Zwar legte Nagelsmann noch als Spieler sein Fachabitur ab und begann ein BWL Studium, so richtig los, ließ ihn der Fußball aber nicht. Auch nach den verletzungsbedingten Rückschlägen, merkte er schnell, dass BWL nicht so recht zu ihm, dem eher harmonischen Menschen passte. Gut für ihn, dass Tuchel Nagelsmanns Talente erkannte und ihn, auch weil er trotz Verletzung noch Vertrag beim FCA hatte, als Scout und in der Gegnerbeobachtung einsetzte. Über diesen Job bot sich er vor gerade mal zehn Jahren, im Sommer 2008, die Chance als U17 Co-Trainer bei den Löwen einzusteigen.


Raus aus der Komfortzone

Zwar kann man Tuchel durchaus zuschreiben, Nagelsmann einen Schubs in die richtige Richtung gegeben zu haben. Auch hat er mit dem zukünftigen PSG-Coach die Verehrung für Pep Guardiola gemein, aber die Trainer unter denen er lernte, sind weit weniger bekannt. Bei den Löwen sammelte er als Co der U17 unter Alexander Schmidt (aktuell Jugendtrainer in Salzburg) und Ivica Erceg (momentan im KSC Nachwuchs tätig) erste Erfahrungen an der Seitenlinie. Dann war es 2010 Zeit die Komfortzone aus Bayern zu verlassen, wo er über 10 Jahre für den FCA und 1860 tätig war. In der Saison 2010/11 beutreute er in Hoffenheim als Co unter Xaver Zembrod (derzeit im Trainerteam von Leverkusen) die U17.


Zwischen Eigenverantwortung und ersten Erfahrungen im Profibereich

Nach dem Abgang Zembrods nach Freiburg übernahm Nagelsmann mit 24 Jahren die Leitung der U16. 1,5 Jahre betreute er die Nachwuchself, die vor seiner Übernahme im Sommer 2010 aus der Verbandsliga zurück in die Oberliga aufstieg und konnte einen gesicherten Platz hinter den Spitzenteams einfahren. Dann ging es ganz schnell. Nachdem Babbel Anfang Dezember 2012 entlassen wurde, schlug Nagelsmanns Stunde. Frank Kramer, Interimstrainer und eigentlich U23-Coach holte Nagelsmann in sein Trainerteam, auch unter den Rückrundentrainern Marco Kurz (der ihn bereits aus seiner Zeit als Spieler bei 1860 II kannte) und Markus Gisdol (kannte ihn aus dem Hoffenheimer Nachwuchstrainerstab) blieb er in der Rückrunde 12/13 Co-Trainer der ersten Mannschaft und wurde von Wiese zum „Baby-Mourinho“ erhoben.


Erste Erfahrungen in der Bundesliga

Die Bundesliga war komplettes Neuland für Nagelsmann, bei seinem ersten Spiel in Hamburg irrte er noch durch die Katakomben und marschierte direkt durch die Aufnahme des Hamburger Stadionsprechers. Kramer verlor seine Interimspartien und auch Kurz machte seinem Namen alle Ehre – nach zehn Spielen war Schluss. Dann kam Gisdol und mit ihm das Hoffenheimer Wunder. Am letzten Spieltag wurde der Vizemeister aus Dortmund mit 2:1 besiegt und nur dank dieser drei Punkte und der zeitgleichen Düsseldorfer Niederlage konnte sich die TSG in die letztlich erfolgreiche Relegation retten. In dieser schweren Zeit für Hoffenheim lernte Nagelsmann mit Rückschlägen umzugehen und Negativerlebnisse zu verarbeiten.



Ein Trainer mit Siegermentalität.


Meistertrainer & Shootingstar

Im Sommer 2013 übernahm Nagelsmann nun die höchste Juniorenmannschaft der TSG und leitete 2,5 Jahre erfolgreich die Geschicke der U19. Spätere Erstligakicker wie Amiri, den er bereits aus seiner Zeit als U17 Co-Trainer kannte, führte er bereits in der ersten Saison zur bisher einzigen U19-Meisterschaft der TSG. Im Halbfinale siegte die TSG gegen die favorisierten Schalker (mit Kehrer und Sané) und im Finale wurde der Nordost-Vize Hannover mit 5:0 deklassiert. Auch in der folgenden Saison stieß die Nagelsmann-Elf ins Finale vor, musste sich diesmal aber Schalke beugen.

Spätestens jetzt hatte sich Nagelsmann einen Namen gemacht, andere Vereine (auch Leipzig und Salzburg sollen damals bereits ihr Interesse bekundet haben) boten ihm Stellen im Trainerstab an, Nagelsmann wollte jedoch zuerst seinen Fußballehrer machen, was ihm Anfang 2016 auch erfolgreich als Zweitbester (hinter Tedesco) gelang. Zudem sah er seine Aufgabe in Hoffenheim noch nicht als erledigt an – eine Parallele zur jetzigen Situation, zumal ihm die Führung bereits durchaus signalisiert hatte, dass er in Zukunft auch als Cheftrainer arbeiten könnte.


Die Stunde schlägt…

Diese Chance kam schneller als gedacht. Noch während seiner Ausbildung zum Fußballlehrer musste Gisdol gehen, nachdem er in den ersten zehn Spieltagen nur einen Sieg einfahren konnte. Sein Nachfolger wurde Huub Stevens, der jedoch nur als Übergangslösung für Nagelsmann fungieren sollte. Bereits bei seiner Berufung im Oktober 2015 wurde diese Lösung von der TSG kommuniziert. Da Stevens nach weiteren 10 Spielen (und nur einem Sieg) mit Herzrhythmusstörungen zurücktrat, schlug bereits im Februar 2016 die Stunde Nagelsmanns.

Dabei waren die Vorraussetzungen nicht die besten. Hoffenheim hatte nur zwei Siege, war punktgleich mit dem Tabellenletzten aus Hannover, sieben Punkte fehlten bis zu einem Nichtabstiegsplatz und die TSG stellte den zweitschwächsten Sturm der Liga. In der Folge konnte man oft die Nagelsmann-Tabelle sehen, denn nur drei Teams holten in den folgenden 14 Spieltagen mehr Punkte als die TSG. Dies reichte nach 23 Punkten am Ende – auch dank schwächelnder Gegner – zu Platz 15. Erneut war die TSG dem Tod von der Schippe gesprungen, von nun an ging es steil bergauf.


Die TSG am Maximum?

In den folgenden zwei Jahren stellte Nagelsmann eindrucksvoll unter Beweis, wieso er diesen Sommer zu einem der heißesten Eisen im Trainerkarussell avancieren sollte. Er führte die TSG auf Platz 4 und 3, kam trotz schwerer Phasen immer wieder zurück und passte sein System stetig an. Auch Abgänge von Leistungsträgern wie Rudy, Süle und Wagner warfen die Hoffenheimer unter seiner Führung nicht zurück.  Auch wenn Nagelsmann mit der Doppelbelastung ebenso haderte wie Hasenhüttl in Leipzig, zog er sein Team dennoch nach dem frühen Europa League Aus wieder am Schopf aus dem Leistungstief und stürmte auch mit ansehnlichem Offensivfußball, Dreierkettensystem und nicht zuletzt dank des fast schon obligatorischen Sieg gegen den BVB am letzten Spieltag auf einen Champions League Platz.

Mission accomplished? Nicht für Nagelsmann, er will nun die Früchte seiner Arbeit in der kommenden Saison ernten. Als jüngster Bundesligatrainer in drei Jahren vom vorletzten Tabellenplatz in die Champions League und das mit einem Team, was in Sachen Kaderbesetzung und Etat nicht zwingend in diesen Sphären spielen muss. Ein großartige Trainerleistung.



Der klare Sieger im letzjährigen Coachingduell.


Der nächste logische Schritt?

Viel wurde in den letzten Tagen und bereits seit den ersten Gerüchten zum Wechsel von Nagelsmann nach Leipzig über diesen quasi schon geflügelten Satz diskutiert. Ist RBL der nächste logische Schritt für Nagelsmann? Hier gingen und gehen die Meinungen auseinander. Jedoch dürfte klar sein, dass die mittelfristigen Ambitionen von RBL durchaus eine Etage über denen der TSG liegen. In Hoffenheim war man schon seit dem Rangnickzerwürfnis bereit die Leistungsträger ziehen zu lassen. In Leipzig war dies bisher nur einmal dank einer hohen festgeschriebenen Ablöse der Fall. RBL will sich in den Top-3 der Bundesliga etablieren, ja mittelfristig wohl auch den Bayern Konkurrenz machen. Die Lücke zum Serienmeister der letzten Dekaden soll kleiner werden – Hoffenheim hat diese Ambitionen nicht, für sie sind die letzten zwei Jahre quasi das Optimum. Die nächsten Leistungsträger verlassen bereits den Verein, auf Dauer wird dies  nicht zu kompensieren sein, das zeigte zuletzt der BVB.

Ob Leipzig diese hohen Ziele erreicht, steht zwar in den Sternen, aber der Wille dazu ist gegeben. Dazu kommt die Lage auf dem Trainermarkt. Nagelsmann war erst 2019 verfügbar, Bayern, Real, BVB und wie sie alle heißen benötigten aber in diesem Sommer neue Trainer. Dies trifft zwar auch auf Leipzig zu, jedoch kann man mit Marsch als Übergangstrainer oder Joker Rangnick die Lücke wie in der zweiten Liga, als man auf Hasenhüttl wartete für ein Jahr zufriedenstellend schließen.

Dazu wäre Nagelsmann nach Ablauf des Vertrags immer noch blutjung, kann noch viele Schritte machen. Der Vorteil der Jugend. Für ihn ist es der erneute Schritt raus aus der Komfortzone. Wie damals, als er von 1860 zur TSG wechselte, weg von dem Umfeld seiner Spielertätigkeit, hin zu den ersten Schritten als Trainer, wo er schnell an seinen Aufgaben wuchs. Nun also nach acht Jahren, etlichen Erfolgen der Weg von Hoffenheim in die weite Welt. Wenn das RB-Fußballkonglomerat in den letzten Jahren eines gezeigt hat, dann, dass man sich nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer hervorragend einen Namen machen kann. Für Zorniger war es das Sprungbrett nach Stuttgart, für Hütter ging es über Bern nach Frankfurt, Rose war nach der letzten Saison in Salzburg schon fast überall im Gespräch, Marsch wird als USA Trainer gehandelt und auch Hasenhüttl dürfte es nicht schwer fallen eine neue Stelle zu finden.



Wie tickt Nagelsmann

Nagelsmann ist Harmonie in seinem Team sehr wichtig. Er ist nicht nur ein guter Motivator, sondern auch ein hervorragender Kommunikator. Eine Fähigkeit, die in der letzten Saison in Leipzig gerüchtehalber stark vermisst wurde. Wo auch Hasenhüttl nach seinem Abgang eigene Schwächen einräumte. Was ihn mit seinem Vorgänger verbindet ist jedoch seine authentische Art. Nagelsmann verbiegt sich nicht und er steht nicht still. Intern gilt er als bescheiden und bodenständig, auch deswegen kam ein Wechsel in diesem Sommer wohl nicht in Frage. Mehr Geld wäre überall drin gewesen, aber Nagelsmann will die Dinge zu Ende bringen.

Ganz seinem Vorbild Pep gleich, ist für ihn die Arbeit am Team nie vollendet, das Optimum nur ein Wort, ein Zustand der nicht erreicht, sondern nur angestrebt werden kann. Er ist einer der wenigen Trainer der Bundesliga, die auch während des Spiels effektiv Anpassungen vornehmen können und deren grundsätzlicher Spielstil nicht fast ausschließlich auf ein gutes Pressing sowie Gegenpressing ausgerichtet ist, sondern auch auf ein gutes und flexibles Ballbesitzspiel. Die vier Partien gegen Leipzig seit dem Bundesligaaufstieg waren dabei eindrucksvolle Demonstrationen seiner Fähigkeiten, da er mit äußerst unterschiedlicher Herangehensweise in die Partien ging. Kann er seine Fähigkeiten hier zeigen, ist er der logische nächste Schritt zu Ralph Hasenhüttl.

Sein Training ist gekennzeichnet von einer optimalen Gegnervorbereitung. Wie Pep versucht er seine Taktik auf die Schwächen des Gegners anzupassen. Ein starres Korsett, das ist nichts für Nagelsmann. So ist es ihm auch gelungen, seine Mannschaft auch mit mehr Ballbesitz offensive Variabilität und defensive Stabilität einzuimpfen. Von den Anfängen, als er noch häufig mit einer Viererkette agierte, hat er sein System stetig angepasst, hin zu einem sehr variantenreichen Dreierkettensystem.

Natürlich muss Nagelsmann weiter lernen. Die Exkursion nach Europa war eher erfolglos, die Doppelbelastung zehrte auch an Hoffenheim, brach auch seine gewohnten Abläufe (Montag Ruhetag, Dienstag Ausbildungstag, Donnerstag Videoschulung), mit der Folge, das Nagelsmanns TSG noch am 24. Spieltag auf Platz 9 stand. Anders als die Leipziger Rückrunden seit Liga 3 konnte sich die TSG aber erneut eindrucksvoll unter ihm im Saisonendspurt nach vorne schieben.

In 10 Jahren Bergführer? Diese Wette bot Hoffenheims Sportpsychologe Jan Mayer einst 11Freunde an, im Hinblick darauf, dass Nagelsmann dem Geschäft Profifußball irgendwann überdrüssig werden würde. Höchste Zeit also, sich die Fähigkeiten dieses ausergewöhnlichen Trainertalents zu sichern…


Fazit

Es ist zweifellos der größte Trainercoup in der Geschichte des Rasenballsports. Nagelsmann ist, war und wird wahrscheinlich auch in Zukunft einer „der“ deutschsprachigen Trainer sein. Dass man ihn wohl erst im nächsten Sommer hier wird begrüßen dürfen, ist der Wehmutstropfen, den RBL bereit ist zu schlucken. Diese Konsequenz zeichnet ihn jedoch auch aus und ist ihm letztlich hoch anzurechnen. Dafür bekommt RBL dann jedoch auch einen Trainer, der seine Abläufe in der Doppelbelastung optimieren konnte. Denn wenn die Vergangenheit eines gelehrt hat, dann, dass Nagelsmann aus seinen Fehlern in der letzten Hinrunde lernen wird.

Leipzig wird also erneut eine Übergangssaison erleben, in er am Ende wohl Rangnick an der Seitenlinie stehen dürfte. Ein Luxusproblem, das andere sicher gerne haben würden.


Lesetipps:
rotebrauseblogger: Echte 1a-Lösung mit Abstrichen bei der B-Note
11Freunde: Was ist an Julian Nagelsmann dran?
spox: "Wiese taufte mich Baby-Mourinho"

Rumpelstilzchen


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http://www.rb-fans.de/artikel/20180624-special-transfer-nagelsmann.html

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EUROPA LEAGUE AUSLOSUNG – WO GEHT DIE REISE HIN?

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Leipzig - (21.06.2018) Unsere Roten Bullen treffen in der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League auf den Sieger der Partie FK Liepaja gegen BK Häcken. Bevor der endgültige Kontrahent feststeht, werfen wir einen Blick auf die beiden möglichen Reiseziele.

Lettland oder Schweden – zwei machbare Gegner, allerdings mitten in der Saison

Lang hat es gedauert, bis die ersten Qualifikationsrunden der kommenden Europa League Saison im schweizerischen Nyon endlich ausgelost waren. Das Ergebnis: Unsere Leipziger Jungs treffen auf den Gewinner des Matches zwischen FK Liepaja aus der gleichnamigen lettischen Stadt und BK Häcken aus dem schwedischen Göteborg. Gewissheit haben wir erst am 19. Juli – da findet das Rückspiel der beiden Klubs statt, nachdem sie am 12. Juli ein erstes Mal aufeinander treffen. Eine Woche später – am 26. Juli – darf unsere noch zumindest für nächste Saison noch trainerlose Mannschaft dann in den Wettbewerb eingreifen. Das Hinspiel wird in der Red Bull Arena ausgetragen, bevor es uns am 2. August zum entscheidenden Spiel in nordische Gefilde verschlagen wird. Viel Zeit hat der neue Trainer also nicht, in gut einem Monat steht der erste wichtige Härtetest an.

FK Liepaja – der Phönix aus der Asche

Der Aktuelle lettische Vizemeister und Pokalsieger wurde erst im März 2014 gegründet und ging aus dem insolventen Verein FK Liepajas Metalurg hervor, nachdem der namensgebende Metallkonzern – eines der ältesten Unternehmen Lettlands – zuvor Konkurs anmeldete. FK Liepaja nahm allerdings das komplette Team und die Jugendmannschaften auf. Der Nachfolgeklub feierte sofort Erfolge und wurde 2015 Meister der lettischen Virsliga. Im vergangenen Jahr reichte es mit deutlichen neun Punkten Abstand hinter Spartaks Jurmala immerhin zur Vizemeisterschaft. Da sich die Meisterrunde des baltischen Staates am Kalenderjahr orientiert, befindet sich die Mannschaft von Trainer Tamaz Pertia mitten in der laufenden Saison 2018 und derzeit auf Platz vier.

Die Heimstätte des Vereins befindet sich an der westlichen Küste des Landes direkt an der Ostsee. Die Hafenstadt ist mit 78.000 Einwohnern die drittgrößte Lettlands hinter Riga und Daugavpils. Wer die Reise nach Liepaja antritt, darf sich auf typisches Ostsee-Urlaubsfeeling freuen. Der breite, feinsandige Dünenstrand, sowie zahlreiche kirchliche Bauwerke in der Innenstadt bieten abseits des Fußballs etwas Entspannung. Eine Reise wert soll vor allem die evangelische Dreifaltigkeitskathedrale in der Nähe des Rosenplatzes sein, welche bis 1912 noch die größte der Welt war. Die Heimspiele trägt der Klub im Daguva-Stadion aus, das mit 5.008 Plätzen zwar klein und fein ist, jedoch in Laufdistanz zum Ostseestrand liegt und als eines der schönsten und modernsten Stadien des Landes gilt. Auch die Anreise dürfte keine großen Umstände bereiten. Liepaja besitzt eine Fährverbindung nach Travemünde, außerdem gibt es acht Kilometer östlich der Stadt den Flughafen Liepaja (LPX).

Nach großen Fußballnamen sucht man in Liepaja zwar vergeblich, denn das lettische Team hat keinen einzigen bekannten Namen im Kader. Auffällig aber, dass neben zahlreichen lettischen Spielern vier Argentinier im Kader stehen. Einen interessanten fußballerischen Funfact gibt es trotzdem: Liepaja ist der Geburtsort von Rolf Kahn, dem Vater von Torwartlegende Oliver Kahn.

BK Häcken – gefährliche Schweden?

Die Schwarz-Gelben aus Göteborg sollten ein ebenso machbarer Gegner sein wie ihre lettischen Kollegen, allerdings weiß das Team aus der zweitgrößten Stadt Schwedens wie Überraschung funktioniert. So schaltete man in der Europa League Qualifikation 2013/14 Sparta Prag in der zweiten Runde aus, bevor Häcken dann aber letztendlich doch in Runde drei am FC Thun scheiterte. Dennoch gilt der 1940 gegründete Klub nicht als Schwergewicht des schwedischen Fußballs. Die Mannschaft von Andreas Alm feierte erst 2016 seinen ersten Titel überhaupt mit dem schwedischen Pokalsieg, zuvor erreichten sie 2012 mit der Vizemeisterschaft den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Derzeit befindet sich der Bollklubben in der Allsvenskan – die sich ebenso am Kalenderjahr orientiert – auf Platz acht im berühmten Niemandsland der Tabelle. Im vergangenen Jahr wurden sie Vierter.

Als Reiseziel würden sich sicher viele auf Göteborg freuen. Die schwedische Metropole ist mit gut 570.000 Einwohnern sehr attraktiv für Touristen aus aller Welt. Klimatisch perfekt an der Westküste Schwedens gelegen, wird die Stadt vom Fluss Göta älv durchzogen. Die Universitätsstadt besitzt zahlreiche Sehenswürdigkeiten und bietet ein modernes Lebensgefühl. Bekannt ist Göteborg auch für eine ausgiebige Kaffeehauskultur, in welchen ihr euch vor dem Spiel den nötigen Koffeinschuss holen könnt. In jedem Fall lohnt auch ein Ausflug zur tollen Schärenküste. Viele Museen, wunderschöne Häfen und zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten. Doch bevor ich hier zu sehr wie der Tourismus-Beauftragte der Stadt Göteborg klinge – zurück zum Fußball.

BK Häcken steht in Schweden sportlich gesehen meist im Schatten des 18-maligen Meisters und zweimaligen UEFA-Pokalsiegers IFK Göteborg, deswegen geht es für uns auch leider nicht ins größte Stadion der Stadt. Die Heimspielstätte der Nordmänner ist die Bravida Arena, welche Platz für bis zu 8.000 Zuschauer bietet. Die Arena wurde aber erst 2015 nach dem Neubau eröffnet und sollte so alle Standards eines modernen Stadions erfüllen. Auch hier wird die Anreise keine Probleme bereiten. Göteborg ist infrastrukturell optimal bestückt und besitzt auch gleich zwei Flughäfen mit dem Landvetter flygplats und dem Flughafen Göteborg/Säve. Außerdem verkehren vom ganzjährig eisfreien Hafen auch Fährschiffe nach Kiel oder Frederikshavn in Dänemark.

Wer der kommende Gegner wird, wissen wir natürlich erst in einem Monat. Egal gegen wen wir antreten, die Mannschaft vor Ort zu unterstützen, lohnt sich allemal.

FM7


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INTERVIEW MIT SEBASTIAN POPP: "ÜBERGEBE DIE MANNSCHAFT IM GUTEN ZUSTAND"

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Leipzig - (18.06.2018) Großes Stühlerücken in Leipzig in diesem Sommer. Auch im Frauenteam gibt es eine neue Übungsleiterin – Katja Greulich kommt aus Jena. Doch bevor der Blick in die Zukunft geht, haben wir mit dem scheidenden Coach Sebastian Popp gesprochen.

Herr Popp, die Saison ist seit etwa einem Monat beendet. Wie fällt mit etwas Abstand ihr Fazit zur abgelaufenen Spielzeit aus?

Insgesamt positiv. Zwar sind wir an dem Ziel, unter die ersten drei zu kommen, knapp vorbeigeschrammt. Wenn man sich aber den Saisonverlauf anschaut und wie sich die Spielerinnen entwickelt haben, kann man in der Summe sehr zufrieden sein.

Wir hatten einige Startschwierigkeiten, die ich darauf zurückführe, dass wir viele junge, neue Spielerinnen in der Mannschaft hatten. Neun stießen vor der Saison aus der eigenen U17 in den Kader dazu. Als gutes Beispiel kann man Gina Schüller erwähnen, die am Anfang noch ziemlich nervös war und in den ersten Spielen ein paar Mal patzte. Aber sie hat sich wie viele andere Spielerinnen stabilisiert und eine sehr gute Runde gespielt. Auch im körperlichen Bereich war eine Entwicklung zu sehen bei der Mannschaft zu sehen. Sie haben sich an die Robustheit der Liga gewöhnt und haben von Spiel zu Spiel immer besser dagegengehalten. Dies finde ich mit Blick auf die Gesamtentwicklung der kommenden Jahre wichtiger als am Ende auf Rang drei oder vier zu stehen.

Und diese Gesamtentwicklung spiegelte sich bereits im Jahr 2018 wider. Wir haben nur noch ein Spiel gegen Union Berlin verloren, ansonsten aber gegen Spitzenteams wie Viktoria Berlin gewonnen, gegen die wir noch in der Hinrunde verloren hatten.


Hat Sie die Qualität der Spitzengruppe überrascht?

Eher nicht. Mich hat aber schon ein bisschen überrascht, dass Union Berlin Meister geworden ist. Die sind letzte Saison aus der 2. Liga abgestiegen und hatten mit jungen Spielerinnen einen Neuaufbau gestartet. Da kann man nur den Hut vor ziehen.


Aber auch die anderen Mannschaften hatten deutlich mehr Qualität als noch in der Landesliga. Wie kam die Mannschaft damit zurecht?

Die Regionalliga ist deutlich körperbetonter als die Landesliga. Meine Mannschaft war am Anfang etwas zu ängstlich und hat sich zu stark davon beeindrucken lassen. Es hat eine Weile gedauert, ehe die Zweikämpfe aggressiver gestaltet wurden. Dies war vor allem im ersten Spiel gegen Magdeburg offensichtlich.


Welches zum Saisonauftakt mit 0:6 am heimischen Gontardweg verloren ging…

Wir hatten uns mehr in diesem Spiel ausgerechnet, zumal die Vorbereitung nicht schlecht verlaufen war. Danach mussten wir die Mannschaft natürlich wieder aufbauen und Schritt für Schritt kleinere Ziele stecken, um nicht in ein Loch zu fallen.


Wie haben Sie und die Mannschaft auf diese Niederlage im ersten Spiel der Regionalliga reagiert?

Wir konnten das gut einordnen und haben uns auch zügig wieder gefangen. Wir haben keine zehn Spiele in Folge verloren, sondern zunächst gegen schwächere Gegner Siege eingefahren und in der Hinrunde bspw. auch gegen Union Berlin daheim gewonnen. Bei jüngeren Spielerinnen kommt eine gewisse Unbeständigkeit hinzu. Die haben mal einen guten Tag, dann aber auch mal wieder einen Tag, wo die Leistung etwas abfällt. Die Konstanz ist größer, wenn man mehr Erfahrungen hat.

Beim Spiel gegen Magdeburg kam sicherlich hinzu, dass eine große Erwartungshaltung geschürt wurde. Es kamen extrem viele Zuschauer, das haben einige Spielerinnen noch nie in ihrer Karriere erlebt. Dadurch entsteht auch ein enormer Druck. Und wenn dann noch Kleinigkeiten hinzukommen, wie nach acht Minuten durch einen Sonntagsschuss hinten zu liegen, dann kann es schon mal passieren, dass man etwas auseinanderfällt. Aber daraus haben wir gelernt - mehr auf den Lernprozess zu achten und weniger auf die reinen Ergebnisse.


In der Landesliga standen die Gegner eher tief, in der Regionalliga entwickelte sich öfter ein Schlagabtausch. Wie kam die Mannschaft mit der Umstellung zurecht?

Das ist uns in meinen Augen gut gelungen. Wir hatten uns schon längerfristig mit der RB-Philosophie vertraut gemacht, auch schon in der Landesliga. Darum war das für uns nicht völlig neu. Gegen Union hat das bspw. super geklappt. Aber das Problem in der Liga war, dass wir weder kompletter Außenseiter noch Favorit waren. In manchen Spielen hatten wir sehr viel Ballbesitz und mussten mit viel Geduld agieren. In anderen Partien waren wir eher mehr Außenseiter und mussten auf schnelles Konterspiel setzen. Diesen ständigen Wechsel zu finden, war am Anfang der Saison schwierig. Aber das Team hat jetzt ein größeres Repertoire nach Ablauf der Spielzeit.


Wann war für Sie klar, dass die Spitzenteams in der Saison zu weit weg sind?

Eigentlich schon nach dem ersten Spiel (lacht). Aber da war es nur ein Verdacht, dass es für den ersten Platz eventuell nicht reichen könnte. Das Saisonziel Platz 1-3 hatten wir aber auch noch in der Rückrunde im Kopf, denn so viel hat nach oben tatsächlich nicht gefehlt. Hätten wir Union Berlin geschlagen oder bei Steglitz gewonnen, wäre das auch noch möglich gewesen.


Sophie Görner hat eine sehr gute Saison gespielt, Michelle Förster und Lisa Uhlig auch. Wer hat Sie noch überzeugt?

Da gibt es Einige. Chiara Benedetto hat sich sehr gut entwickelt, weil sie immer gute Leistungen brachte, egal auf welcher Position sie eingesetzt wurde. Sie ist eine echte Allrounderin, die sehr fleißig und wissbegierig ist. Lisa Engler kam aus der U17 und hatte auch ein paar Schwierigkeiten zu Beginn. Aber sie hat sich reingebissen und gute Fortschritte in Bezug auf Spielaufbau und Stellungsspiel gemacht. Ich fand es auch gut, dass unsere Spielerinnen, die längerfristig ausfielen, sich wieder herangekämpft haben. Ich denke da bspw. an Lisa Reichenbach, die einen Kreuzbandriss erlitt, aber nach langer Pause wieder gute Leistungen zeigte und gegen Viktoria gleich das entscheidende Tor schoss. Es war auch nie Missgunst in der Truppe, alle haben sich gegenseitig geholfen. Der Teamgeist hat über die gesamte Saison gestimmt.


Der Zuschauerzuspruch war in der Saison weiterhin für Regionalliga-Verhältnisse außerordentlich gut. Wie bewerten Sie die Entwicklung?

Ich bin begeistert. Da steckt so viel Engagement dahinter, das hat mich wirklich beeindruckt. Einige Fans kommen sogar aus anderen Städten, um uns anzufeuern. Das weiß natürlich auch die Mannschaft sehr zu schätzen.


Nach 2 erfolgreichen Jahren endet die Zusammenarbeit mit Leipzig. Für Außenstehende sicherlich überraschend, war das Team doch unter ihrer Leitung sehr erfolgreich.

Ich habe in der Winterpause die Hinrunde Revue passieren lassen und da hat sich bereits abgezeichnet, dass es immer schwieriger wurde, die Trainingstermine mit meinem beruflichen Leben zu koordinieren. Da geht es gar nicht so sehr um die Termine an sich, sondern auch um die Vor- und Nachbereitung, die für ein anspruchsvolles Training wichtig ist. Für die hohen Ansprüche der Mannschaft, aber vor allem auch für meinen eigenen Anspruch ist es wichtig, dass man sich zu 100 Prozent auf die Tätigkeit konzentriert. Ich habe aber bei mir gemerkt, dass ich das nicht mehr kann. Ich musste viele Termine an meinen Co-Trainer abgeben und dann ist es irgendwann schwierig zu erklären, warum der Co-Trainer immer vor Ort ist und der Chef-Trainer fehlt. Dadurch verpasst man auch Trainingseindrücke. Die Mannschaft braucht aber jemanden, der zu 100 Prozent die körperliche und psychische Anwesenheit gewährleisten kann. Eben das konnte ich nicht mehr versprechen.


Wären Sie Trainer geblieben, hätte der Verein Ihnen eine Vollzeit-Stelle angeboten?

Nein, das hätte ich auch abgelehnt. Der Verein wollte mir sogar ein paar Optionen darlegen, aber so weit sind wir in den Gesprächen erst gar nicht gekommen. Ich habe in meinem Beruf eine sehr verantwortungsvolle Position, die mir sehr viel Spaß bereitet. Das habe ich mir in den letzten sechs Jahren erarbeitet. Daher sehe ich dort auch eher meine Zukunft als auf dem Trainingsplatz. Der Trainerjob war für mich immer eher eine Abwechslung oder ein anspruchsvolles Hobby, aber dafür kann ich meinen Beruf nicht aufgeben.


Was nehmen Sie aus den Erfahrungen bei RB Leipzig mit und was waren ihre schönsten Momente?

Es gab viele schöne Momente. Es war schon toll, von Anfang dabei sein zu dürfen. Ich habe die Frauenmannschaft mit aufbauen dürfen. Der Aufstieg in die Regionalliga war natürlich auch sehr schön, wie auch einzelne Spiele in dieser Saison, in denen wir über uns hinausgewachsen sind, wie bspw. gegen Viktoria Berlin. Natürlich war es schön zu sehen, wie sich die Mannschaft entwickelt hat und dass wir als Trainerteam gute Arbeit geleistet haben. Ich übergebe die Mannschaft in einem guten Zustand mit viel Potenzial. Das freut mich sehr.


Nächste Saison wird sportlich nicht einfacher, Hohen-Neuendorf und Jena II kommen zusätzlich in die Regionalliga. Union und Magdeburg sind in der Aufstiegs-Relegation gescheitert und spielen kommende Saison weiter in 3. Liga. Was muss passieren, damit es weiter nach oben geht?

Die Mannschaft muss sicherlich punktuell auf der einen oder anderen Position verstärkt werden. Da braucht es zur Ergänzung auch ein paar erfahrene Spielerinnen. Ansonsten muss der Weg kontinuierlich weitergegangen werden. Junge Spiele fördern, die Philosophie intensiv vermitteln und dann glaube ich auch, dass nächste Saison vielleicht schon mehr möglich ist.


Wie groß ist die Herausforderung, zwischen sportlichen Erfolg einerseits und dem Ausbilden junger Spielerinnen andererseits?

Ja, es ist ein kleiner Konflikt. Aber es gab keinen Druck vom Verein, dass wir in einer bestimmten Saison aufsteigen mussten. Die langfristige Entwicklung steht ganz klar im Vordergrund und nicht der schnelle Erfolg. Wenn der Verein das täte, würden sie nur externe Spielerinnen holen. Wir haben uns aber für den beständigeren Weg entschieden.


Wo gibt es noch Entwicklungspotenzial im Bereich des Frauenfußballs bei RB Leipzig? Es soll ja eine 2. Mannschaft geben.

Eine 2. Mannschaft wäre sehr wichtig. Die Spielerinnen, die jetzt aus der U17 neu dazukommen, brauchen Spiel- und Wettkampfpraxis, um sich an das höhere Niveau zu gewöhnen. Daher wäre es wichtig, wenn eine 2. Mannschaft schnell mit aufsteigen würde und eventuell bis in die Regionalliga käme. Wenn sich Spielerinnen verletzen, könnten sie darüber wieder Spielpraxis sammeln. Hat die erste Mannschaft personelle Probleme, kann sie auf einen guten Unterbau zurückgreifen und muss nicht Spielerinnen einsetzen, denen es an Spielpraxis fehlt.


Wäre das nicht ein Projekt für Sie? Zeitlich wäre das machbar, oder?

Das würde ich nicht unterschätzen. Die jungen Spielerinnen brauchen viel Aufmerksamkeit. Der Aufwand in Bezug auf die Auswärtsfahrten wäre natürlich geringer, aber die Trainings, Vor- und Nachbereitung sowie Gespräche mit den Spielerinnen wären kein großer Unterschied zu jetzt.


Also schließen Sie eine Rückkehr aus?

Ja. Ich weiß zwar nicht, was in zehn Jahren ist, aber für den Moment definitiv.


Herr Popp, wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg im Beruf!

Das Interview führte Rojiblanco


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  • Saison 2017/2018
  • Sebastian Popp

VIER RASENBALLER BEI DER WM IN RUSSLAND

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Leipzig - (15.06.2018) Gleich vier Rasenballsportler mischen im Kampf um den Fußballthron bei der Weltmeisterschaft in Russland mit. RB-Fans.de gibt euch einen Überblick über die Chancen und Termine der RB Legionäre.

RB Leipzig ist angekommen in der großen Fußballwelt. Spätestens jetzt, da die ganz große Bühne Fußball-WM wieder geöffnet hat, merkt es der geneigte Fan, denn gleich vier Akteure aus unserem Kader nehmen mit ihren Teams teil. Beim letzten Turnier 2014 war RBL gerade erst in die 2. Liga aufgestiegen und die WM eine Fußballdimension entfernt. Nur zwei Rasenballer der Aufstiegsmannschaft von vor gerade vier Jahren sind heute noch im Team. Poulsen ist nun selbst WM Fahrer und Coltorti Vorbild. Hier ein Blick auf alle Rasenballer, ihre Chancen auf Einsätze und Weiterkommen und wann ihr sie spielen sehen könnt.


Yussuf Poulsen, Dänemark

Yussi spielt in Gruppe C gegen Peru, Australien und Frankreich. Eine schwere Aufgabe für die Dänen. Favorit ist der frühere Welt und Europameister (und sprudelnde rangnicksche Talentequelle) Frankreich, die (noch) ohne Upa und Co. antreten. Platz 2 ist wohl machbar. Schießt Yussi weiter Tore wie im Vorbereitungsspiel gegen Mexiko wird er sicher öfter mit der Nr. 20 auflaufen. Die Spieltermine:

Gruppe C

Sa, 16.Juni: Peru – Dänemark
Do, 21.Juni: Dänemark – Australien
Di, 26. Juni: Dänemark – Frankreich


Yvon Mvogo, Schweiz

Unser Ersatzkeeper wandelt auf den Spuren seines Teamkollegen Fabio Coltorti, der 2006 Ersatzhüter der Schweiz bei der WM in Deutschland war. Zum Einsatz wird er in Gruppe E gegen Brasilien, Costa Rica und Serbien wohl nicht kommen. Auch für die Schweizer ist nach dem großen Favoriten aus Südamerika Platz 2 das Ziel. Hier gilt es wohl vor allem Serbien hinter sich zu lassen.

Gruppe E

So, 17. Juni: Brasilien – Schweiz
Fr. 22. Juni: Serbien – Schweiz
Mi, 27.Juni: Schweiz – Costa Rica


Emil Forsberg, Schweden

Unser Mittelfeldwirbler konnte in der abgelaufenen Saison nicht an die großartigen Leistungen des Vorjahres anknüpfen. Verletzungen, Wechselgerüchte und zuletzt eine Rotsperre bremsten ihn aus. Dennoch ist er spätestens seit dem Rücktritt von Zlatan Ibrahimovic aus der Kreativzentrale der Schweden nicht wegzudenken. Keine Frage – ist er fit, wird Emil auflaufen. Unter anderem auch gegen unsere deutsche Elf, die als Titelverteidiger natürlich Favorit ist. Südkorea und Mexiko komplettieren Gruppe F, in der alles möglich scheint. Drücken wir Emil die Daumen. Nur nicht zu fest, am Ende schießt er sonst die DFB Elf raus und sich selbst in für RB unbezahlbare Sphären.

Gruppe F

Mo, 18. Juni: Schweden – Südkorea
Sa, 23. Juni: Deutschland – Schweden
Mi, 27. Juni: Mexiko – Schweden


Timo Werner, Deutschland

Im Fokus steht sicher unser Shootingstar Timo Werner. Nicht nur, dass er der erste deutsche WM Fahrer in Diensten des einzig wahren Rasenballsports ist, nachdem er schon in der "Probe WM" Confed Cup vor Jahresfrist bester Torschütze und Deutschland Titelträger wurde, ruhen nun auf ihm besonders viele Hoffnungen. Er hat bereits klargestellt, nächste Saison auf jeden Fall wieder für RB Leipzig aufzulaufen. Drücken wir ihm also entspannt die Daumen beim Projekt Titelverteidigung unseres Teams und im direkten Duell mit Emil.

Gruppe F

So, 17. Juni: Deuschland – Mexiko
Sa, 23.Juni: Deutschland – Schweden
Mi, 27. Juni: Südkorea – Deutschland


Also viel Erfolg Jungs und kommt heil zurück!

roger


Permalink:
http://www.rb-fans.de/artikel/20180615-special-wm-fahrer.html

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