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CL 3. Spieltag
Dienstag, 17.10.2017, 20:45 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
FC Porto
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PREMIERENPARTIE GEGEN PORTO

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Leipzig - (17.10.2017) Im dritten Spiel der Champions League Gruppenphase trifft RB Leipzig auf den Futebol Clube do Porto. Nach einem durchwachsenen Start mit einem Punkt aus zwei Spielen brauchen die Leipziger unbedingt einen Sieg, um ihre Chancen auf das Achtelfinale zu wahren.

Der Gegner

Gegründet im selben Jahr wie der VfB Leipzig, nämlich 1893; ist der FC Porto einer der  sogenannten "Os Três Grandes" (großen Drei) in Portugal. Mit den beiden Hauptstadtclubs aus Lissabon verbindet ihn dabei eine innige Rivalität, mehr noch als gegenüber dem Lokalrivalen Boavista. Sie waren seit Gründung der ersten portugiesischen Liga 1934 durchgehend in selbiger vertreten. Dabei holten sie insgesamt 27 Meisterschaften und gewannen 16 Mal den Pokal, was sie nach Benfica zum portugiesischen Fußballverein mit den zweitmeisten nationalen Titeln macht. Auf europäischer Ebene konnten sie je zweimal die Europa League und die Champions League gewinnen. Einer dieser Titelgewinne gelang ihnen in Deutschland, wo sie 2004 in Gelsenkirchen das Champions League Finale gegen den aktuellen Gruppengegner Monaco für sich entscheiden konnten.
Der amtierende Vizemeister, der auch unter dem Spitznamen "die Drachen" firmiert, ist mit 22 Punkten aus 8 Ligaspielen blendend in die Saison gestartet und hat in der Champions League nach der unerwarteten Heimniederlage gegen Besiktas bei einem beeindruckenden 3:0-Auswärtssieg in Monaco seine Stärke gezeigt.


Die Defensive

Im Tor steht der ehemalige spanische Nationaltorhüter Iker Casillas. Der 36-jährige ist eigentlich recht gut mit dem Ball am Fuß, kommt aber trotzdem nur auf sehr wenige Pässe pro Spiel. Das liegt schlicht daran, dass Porto in der einheimischen Liga sehr selten unter starkem Druck ist und die Abwehrkette nicht darauf angewiesen ist, einen mitspielenden Keeper einzubeziehen.
Vor ihm spielen die beiden extrem kopfballstarken Innenverteidiger Marcano und Felipe. Felipe steht manchmal etwas tiefer als der schnellere Marcano, ist dafür aber der bessere Passgeber aus der Defensive heraus.

Als Außenverteidiger spielen links der offensivstarke Alex Telles und rechts in der Regel Ricardo Pereira. Telles ist ein Außenverteidiger, der sowohl die defensiven als auch die offensiven Aspekte des Spiels auf der Außenbahn sehr gut beherrscht. Er hat einen starken linken Fuß, bereitet die meisten Torschüsse im ganzen Team vor und ist eine wichtige Stütze im Aufbauspiel von Porto. Gleichzeitig ist er im Spiel gegen den Ball ein zweikampfstarker Verteidiger. Ricardo Pereira auf der rechten Seite ist offensiv einen Ticken besser und dribbelstärker, hat dafür aber auch – auf hohem Niveau – einige Defizite im Defensivverhalten. Meist spielt Porto mit einem einzelnen Sechser, auf dieser Position ist Danilo Pereira gesetzt. Er kommt auf eine hohe Anzahl an Ballkontakten, dabei zeigt er gleichzeitig eine sehr hohe Passsicherheit. Seine Quote von 89% ist nochmal ein Stück besser als zum Beispiel die von Demme mit 83%.


Die Offensive

Sozusagen der Motor in Portos Passspiel ist der Zehner Óliver Torres. Der Spanier kommt nach Innenverteidiger Felipe auf die meisten Pässe pro Spiel und stellt dabei regelmäßig seine technischen Qualitäten unter Beweis. Er ist ein sehr effektiver Spielmacher, dessen Pässe auch im letzten Drittel sehr häufig beim Mitspieler ankommen. Er ist räumlich und spielerisch die zentrale Figur der Mannschaft, wobei er mit dem Ball am Fuß auch leichte Körperkontakte dankend annimmt und so Freistöße rausholt. Er kippt für den Spielaufbau häufig ab, teilweise auf eine Höhe mit dem defensiven Mittelfeldspieler Danilo Pereira. Er ist sehr schnell und kann auch mit seinem schwächeren linken Fuß gut passen und schießen.

Als Linksaußen ist der algerische Nationalspieler Brahimi gesetzt. Er ist ein Flügelspieler, der es liebt, ins Dribbling zu gehen. Allerdings positioniert er sich für einen Flügelspieler in einer offensiven 3-2-Staffelung manchmal untypisch und rückt zentral ein. Dann ist der hochaufgerückte Linksverteidiger Telles der einzige Spieler auf der offensiven linken Außenbahn, während Brahimi zentral in der gegnerischen Hälfte seine Kombinationsstärke und Ballsicherheit zur Geltung bringen kann. Sein Äquivalent auf rechts ist der mexikanische Nationalspieler Jesús Corona. Er konnte seine Qualität diese Saison noch nicht im selben Maße wie Brahimi zeigen und war zuletzt entweder erster Kandidat für einen Wechsel bzw. fand sich auf der Bank wieder. Dann spielten auf seiner Position entweder Otávio als positionsgetreuer Ersatz oder mit Marega einer, der eher zentraler Stürmer als offensiver Mittelfeldspieler ist.

In der Regel spielt Marega aber auf seiner angestammten Position, nämlich als zweiter Stürmer. Er kann seinen Körper gut einsetzen sowie Bälle gut festmachen und halten. Dazu ist er schnell, dribbelstark und insgesamt im Angriff ein gutes Allroundpaket.

Als erste Spitze ist der Kameruner Aboubakar gesetzt. Auch er vereint wie Marega mehrere Qualität als Angreifer. Die beiden sind als Stürmer technisch beschlagen, ballsicher und sehr variabel. Sie weichen auf die Außen aus und seltener auch nach hinten, um so Verteidiger herauszuziehen und Räume zu schaffen.


Die Spielweise

Porto versucht ganz viel mit Flachpässen im Mittelfeld zu lösen. Dabei kommt ihnen zu Gute, dass sie wie erwähnt in der einheimischen Liga gegen schlechtere Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte selten unter starkem Druck sind. Es wird interessant zu sehen, wie gut ihr Aufbauspiel gegen eine Pressingmannschaft wie Leipzig funktioniert. Dass Porto es grundsätzlich auch gegen starke Mannschaften kann, haben sie auswärts gegen Sporting und Monaco bewiesen. Sie wollen sich grundsätzlich mittig in den Strafraum kombinieren, wobei die technischen Fähigkeiten ihrer Stürmer von Vorteil sind. Gelegentlich streut man auch lange Bälle auf die Außenspieler ein oder greift gegen eine massive Strafraumverteidigung auf Halbfeldflanken zurück.
Sie vermeiden Distanzschüsse, sondern wollen unbedingt in den Strafraum eindringen und dann aus sehr guten Schusspositionen abschließen.

Ihre gesamte Offensivreihe hilft geschlossen beim Verteidigen. Die Außenspieler sind sehr fleißig in der Rückwärtsbewegung und auch die beiden Stürmer schalten sehr schnell den Rückwärtsgang ein, wenn sie bei Ballverlust in der Nähe des ballführenden Spielers sind.

Bedingt durch die individuelle Qualität von Telles und Brahimi ist ihre linke Seite besser besetzt und dementsprechend die Seite, über welche die Portugiesen häufiger ihre Angriffe vortragen.
Vom etwas unglücklich verlaufenden Heimspiel gegen Besiktas abgesehen zeigten die "Drachen" bisher in allen Saisonspielen eine überzeugende Leistung und sind gut in Form. Nichtsdestotrotz ist RB in der Lage, mit seinem Pressing dem Gegner seinen Stil aufzuzwingen, das hat gerade die Partie gegen Dortmund bewiesen. Eine ähnliche Leistung wird nötig sein, um gegen Porto den dringend benötigten Heimsieg zu schaffen.


Das Stadion zum Hexenkessel machen!


Unsere Leipziger

Nach dem Sieg gegen den BVB herrscht eitel Sonnenschein an der Pleiße, im wörtlichen und auch im übertragenen Sinne. Aber nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel und so musste der herausragende Erfolg bei den Borussen schnell ad acta gelegt werden.

Hasenhüttl hat nach dem BVB Spiel mehr denn je die Qual der Wahl. Mit Bruma, der schon seit Wochen heiß auf das Spiel sein soll und wohl spielen dürfte sowie Kampl und Bernardo gibt es neue und alte ernstzunehmende Alternativen. Werner steht kurz vor einer Rückkehr und auch Demme und Orban dürften mit den Hufen scharren. Dazu soll Klostermann wieder fit sein und Vorlagengott Forsberg drängt nach Schonung ebenso zurück ins Team. Der Konkurrenzkampf ist eröffnet.

Möglicherweise nicht dabei sein wird indes Pechvogel Ilsanker, der beim BVB nicht seinen besten Tag erwischte und mit angebrochenem Zeh nicht am Abschlusstraining teilnahm.

Offiziell ist das Spiel ausverkauft, es gibt jedoch noch einige Restkarten in der Ticketbörse. Über 40.000 Leipziger und Portugiesen werden also für einen würdigen Rahmen sorgen, wenn der Italiener Paolo Tagliavento heute Abend das Spiel anpfeift.

Wer beim dritten Champions League Spiel unserer Rasenballer nicht dabei sein kann, der hat wie immer die Möglichkeit dem Spiel mit unserem RB-Fanticker zu folgen. Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit, den Bullenfunk zu nutzen. Das Team von RB-Fans.de wünscht unseren Messestädtern wie immer maximalen Erfolg! Auf zum ersten CL-Dreier!


dabdab


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RBL-FRAUEN UNTERLIEGEN VIKTORIA BERLIN

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Leipzig - (16.10.2017) Die RBL-Frauen haben beim Tabellenführer Viktoria Berlin die Überraschung verpasst und Lehrgeld bezahlt. Für Aufregung sorgte indes die harte Gangart der Gastgeberinnen und die Schiedsrichterleistung.

Mit zwei Siegen im Rücken reiste die Popp-Elf nach Berlin und wollte den Spitzenreiter ärgern und vielleicht das eine oder andere Pünktchen aus der Hauptstadt entführen. So begannen sie auch aktiv, agil und bemüht - leider aber ohne Durchschlagskraft und zündende Ideen. Ganz anders Viktoria, die ihre ganze Erfahrung gegen den Liga-Neuling einbrachten und allein schon von der Spielweise her Anschauungsunterricht über die erfolgreiche Spielweise in Liga 3 gaben.

Die Befürworter einer robusten Spielweise würden sagen, die Berliner haben körperbetont agiert und so den Spielfluss der Gäste nicht in Gang kommen lassen. Wir wiederum sagen, die Gastgeberinnen haben gehalten, gezupft und getreten. Es gab viele Nickligkeiten, die von der überforderten Schiedsrichterin nicht geahndet wurden. RB-Fans.de Experte Martin Hoch sieht die Schuld beim NOFV: „Der Verband will auf Biegen und Brechen immer Frauen ansetzen, ganz gleich wie deren Qualität an der Pfeife ist. Ich sage, von mir aus soll doch ein Mann pfeifen – Hauptsache, er garantiert ein faires Spiel.“

RB war spielerisch nicht schlechter, die Tore aber machte Berlin. Sie setzten die Mädels durch cleveres Angriffspressing in der eigenen Hälfte unter Druck und provozierten Fehler. Einen davon nutzt Anja Köhler in der 20. Minute zum 1:0. Wenn es RB gelang, sich aus dem Druck zu befreien und nach vorn zu spielen, ergaben sich auch gute Möglichkeiten. Die beste Chance hatte Shanga Forsberg, als sie sich gut durchsetzte und den Ball an die Latte setzte. Bis zur Halbzeit drängten die Leipzigerinnen vergeblich auf den Ausgleich. 

Kurz nach Wiederanpfiff klingelte es aber erneut im RB-Kasten. Hülya Kaya traf in der 47. Minute zum 2.0. Das ohnehin harte Spiel wurde danach sehr zerfahren. Viktoria zog den Härtegrad der Zweikampfführung noch einmal an. Martin Hoch: „Zur Leistung der Schiedsrichter in der 2. Halbzeit fehlen mir teilweise die Worte. Da kam ja nicht mal ein Pfiff bei einem klar gestreckten Bein, das nur gegen den Gegner ging. Absolut unverständlich.“ Pfretzschner, Förster (vermutlich starke Prellung) und Frank (Diagnose offen) verletzten sich in dieser Partie. Ganz im Stile Günter Habermanns ließ die Schiedsrichterin aber weiterlaufen. Pfiffe oder gar Karten gab es kaum. RB versuchte dennoch ein Tor zu erzielen, agierte nun offensiver und spielte mit mehr Risiko. In der Drangphase wurde ein schneller Ball in die Spitze von Viktoria abgefangen und in einem schnellen Konter zum 3:0 Endstand von Hüla Kaya verwertet.

Am Ende nimmt die junge Mannschaft zwei Erkenntnisse mit nach Hause: 1. Um ganz vorn dabei zu sein, muss mit mehr Körperlichkeit gespielt werden 2. Die RBL-Frauen waren nicht wirklich schlechter als der Spitzenreiter. 
Trainer Sebastian Popp: „Wir haben phasenweise sehr gut mitgehalten, müssen aber weiter an vielen Dingen arbeiten. Das werden wir weiter tun, befinden uns ja noch in der Eingewöhnungsphase und haben nächste Woche gegen den Mitaufsteiger Rostocker FC die Möglichkeit, vor heimischer Kulisse zu punkten.“

Am Sonntag, den 22.10. kommt Tabellenschlusslicht Rostocker FC an den Gontardweg. Eine RB-Fangruppe hat zu diesem Spiel eine lange geplante Choreographie angekündigt. Es lohnt sich also doppelt die Mädels zu unterstützen. Anpfiff ist 14 Uhr, der Eintritt ist frei.

Aufstellung RB Leipzig: Schüller – Pfretzschner (C), Perschneck (82. Schuster), Benedetto, Frank (36. Hedrich) – Görner, Friedrich, Topf, Petters (73. Erdmann) – Forsberg, Förster
Tore: 1:0 Kähler (20.), 2:0 Kaya (49.), 3:0 Kaya (85.)

Heike Müller / Rojiblanco
Foto: Arielle 
Weitere Informationen zur Saison auf der Facebookseite der RBL-Frauen


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FRIEDLICHES FUßBALLFEST IN DORTMUND

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Dortmund - (15.10.2017) Spitzenspiel in Dortmund mit Höhen und Tiefen auf dem Platz. Doch wie lief es vor und nach der Partie? Gab es erneut Anfeindungen?

Die ersten PKWs trudelten bereits um 13:30 Uhr auf dem verabredeten Parkplatz ein. Beliebtestes Gesprächsthema: Wer war bereits im Februar in Dortmund? Kaum war das Thema angeschnitten, fuhr der erste Polizeiwagen auf den Parkplatz. Gefolgt vom zweiten, und vom dritten, und vom vierten. Insgesamt waren es schnell über zehn Polizeiautos und ihre Insassen, die sich auf die anstehende Aufgabe vorbereiteten.


Es kommt ein Bus aus Nirgendwo...

15:30 Uhr sollte es gemeinsam zum Stadion gehen. Kurzer Blick auf die Uhr: Es war drei nach halb vier, aber die Fanbusse fehlten noch. Blick von der Uhr wieder nach oben: Die Busse müssen aus einem Loch gekrochen sein und standen Schlange, um auf den Parkplatz zu fahren.


Beschwingt auf der Brücke

Gut 20 Minuten später ging es dann unter präsenter Polizeibegleitung auf zum Stadion. Die ersten Lieder wurden angestimmt, wenn auch teilweise eher im Kanon statt im Chor. Bangen musste man nur, als auf der Brücke hieß: "Die ganze Brücke hüpft Olé, Olé!" Ja Olé, hoffentlich bricht die Brücke nicht zusammen, wir waren schließlich Tausende. Aber alles gut gegangen. Auch sonst waren weit und breit keine Dortmunder Chaoten zu sehen, sondern nur Dortmunder Kameramänner, die an jeder Ecke standen.


Undercover Dortmunder dank geöffneter Gästekasse

Im Stadion, zumindest in Block 60, dem kleineren RB-Fanbereich, fanden sich plötzlich Dortmunder Fans auf den Rängen wieder. Zwar wurden den meisten Schal und Trikot abgenommen, doch eine vereinzelte Gruppe hielt es nicht auf, mal kurz zu erörtern wie traditionslos wir doch seien. Nach Beschwerden bei den Ordnern, machte sich diese Gruppe zumindest aus dem Staub. Andere Dortmund Sympathisanten sahen ein, sich zumindest neutral zu verhalten.


Plakatives von den Ruhrpottphilosophen

Wie angekündigt erneute Plakate der Südtribüne. „Die Kurve der Schande grüßt die Schande der Liga “. Zumindest haben Sie erkannt, dass sie auch Schande sind..., oder was heißt auch? Mein Favorit aber das Banner „Wort ist Wort“. Fällt unter die Kategorie Erkenntnis des Tages.


Sabitzer lässt die Leipziger jubeln

18:30 Uhr der Anpfiff ertönte, die Leipziger kamen gut ins Spiel rein, doch dann 4. Minute: Bock von Ilsanker, der für Willi Orban spielte, und Tor durch Aubameyang. Puh, jetzt wird die Aufgabe hier noch härter... Doch unsere Offensive, in der Forsberg und Werner fehlten, machte dort weiter, wo sie aufgehört hatten. In der 10. Spielminute dann Marcel Sabitzer mit der perfekten Reaktion. Er nutze die Fehler der BVB Defensive eiskalt aus und es stand 1:1. Die 3000 Leipziger schrien sich erstmals an diesem Abend die Kehle aus dem Hals.


Bruma brummt Toljan davon

Spielminute 25: Bruma war motiviert und Bruma zeigte Toljan mal eben, wie er so durch den Strafraum tanzen kann. Die Leipziger Fans schon: Jaaa, und Jaa Bruma findet irgendwen in der Mitte und Zack steht es 2:1 für die Gäste. Ja aber wer war es denn? Wie schon beim 1:1 sagte der Stadionsprecher den Torschützen nicht an. Doch es sprach sich langsam rum: Yussuf Poulsen. Das zweite Mal hieß es Kehle aus dem Hals schreien. Innerhalb der ersten 25. Minuten erzielte Leipzig somit 50% alle Gegentore für Dortmund in dieser Saison. Jedem RB Fan wurde langsam klar: Hier und heute geht mehr als nur ein Unentschieden!


Klassiker mit Verwechslungsgefahr

Wie reagierten jetzt die Dortmunder Fans? Die sangen: „Alle Bullen sind Schweine." Und die Leipziger? Die sangen mit.
Der Polizist hinter mir verzog leicht das Gesicht und war 10 Minuten später verschwunden. Dabei haben wir doch gar nicht ihn gemeint...


Jauchzen, Zittern, Jubeln

Die zweite Halbzeit begann. Die Dortmunder Südtribüne war gefühlt etwas ruhiger als noch zu Beginn der ersten Hälfte. Könnte daran liegen, dass Sokratis Augustin im Strafraum zu Fall brachte und mit Rot vom Platz flog. Die Leipziger jubelten wieder. Augustin trat selbst an und verwandelt souverän links unten. Die RB Fans schrien nun zum vierten Mal an diesem Abend vor Freude.

Die Freude sank etwas als sich Ilsanker innerhalb von kurzer Zeit zwei Gelbe durch Fouls an Götze und Aubameyang holte und es plötzlich 10 gegen 10 hieß. Mit der neuen Formation kamen die Dortmunder etwas besser zurecht, als die Leipziger. 62. Spielminute Foul an Aubameyang durch Upamecano. Vom Gästeblock aus sah es nach außerhalb des Strafraums aus. Doch mithilfe des Videoassistenten entschied Denis Aytekin auf Elfmeter für Dortmund. Abameyang verwandelte. Nun stand es nur noch 2:3 aus Sicht der Gastgeber und das Heimpublikum war wieder voll da.

Doch durch vergebene Torchancen auf Seiten der Dortmunder wurden die Leipziger Fans wieder stärker. Wenn Gulácsi den Ball fest in den Händen hielt, Glücksrufe von den RB Fans. Die Anzeigetafel  ist in Dortmund freundlicherweise direkt neben dem Gästeblock angebracht. So mancher hypnotisierte die Anzeige der Spielzeit. Zittern, Jubeln, Singen - ein Gefühlsstress auf den Rängen. Sabitzer, der fünf Minuten vor Schluss ausgewechselt wurde, machte es sich zum Ende in der Coaching Zone neben Hasenhüttl bequem. Übt da schon jemand für eine Trainerkarriere in der Zukunft?


Leipzig beendet die Serie

Mittlerweile flog auch das ein oder andere Bier vom Oberrang in den Gästeblock, doch das hinderte keinen Fan daran, nochmals alles zu geben und letztendlich den Sieg zu feiern. Erst langsam wurde es klar: Wir sind die erste Mannschaft, die Dortmund in dieser Saison in der Liga besiegt. Wir sind außerdem der erste Bundesligist der seit zwei Jahren (damals Bayern) im Signal Iduna Park gewonnen hat. Und das ganz ohne Werner, Forsberg und Orban!


Nach dem Abpfiff blieb weitestgehend ruhig

Aber wie reagieren die Dortmunder Fans jetzt außerhalb des Stadions? Gut 20 Minuten mussten sich die Leipziger diese Frage stellen, bis es auf den Weg zurück zum Parkplatz ging. Gut, die meisten waren eher mit Singen, Feiern und noch mehr Singen beschäftigt. Dann ging es wieder unter der Obhut zahlreicher Polizisten zurück. Die Stimmung durchaus etwas angespannter als noch vor dem Spiel. BVB Fans provozierten, aber auch einzelne Leipziger. Die Polizei meisterte die Situation auch noch souverän, als der ein oder andere Dortmunder auf uns Leipziger los wollte. Ein ganzes Stück lang begleitete uns auf dem Rückweg, eine Truppe Dortmunder Anhänger. Unter Aufsicht ihrer eigenen Polizeigruppe, stimmten sie zwar immer wieder Anti-Red-Bull-Gesänge an, geflogen ist heute aber kein Stein. Und es gab sogar Dortmunder die uns zum Sieg gratulierten.

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an die Dortmunder Polizisten und Polizistinnen, die am gestrigen Abend keinerlei Unruhen aufkommen lassen haben. Nach dem Erlebnis gestern werden wohl 3000 Leipziger sagen, ich komme nächstes Jahr gerne wieder!

emi.rbgt.39


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REKORDE SIND ZUM BRECHEN DA! LEIPZIG SIEGT IN DORTMUND!

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Dortmund - (14.10.2017) Ein Abend für die Geschichtsbücher! Leipzig schlägt die Borussen mit 3:2 und bringt so dem BVB die erste Bundesligaheimpleite seit 41 Spielen bei (Vereinsrekord). Ein Sieg, der nichts für schwache Nerven war.

Samstagabend – Spitzenspiel in der Bundesliga und was für eins. Unsere Leipziger mussten zu den daheim unbezwingbar scheinenden Borussen, die im Signal Iduna Park 41 Ligaspiele infolge nicht verloren hatten (Dortmunder Vereinsrekord!). Obendrein fehlten mit Klostermann, Forsberg und Werner (alle noch angeschlagen) drei Stammspieler. Dafür war aber Keita zurück am Ball.

Nach den Vorfällen im Februar machten sich heute "nur" rund 3000 Fans auf nach Dortmund. Unter massivem Polizeischutz blieb es vor und nach dem Spiel weitestgehend ruhig. Wer den Weg auf sich genommen hatte, sollte indes nicht entäuscht werden...



Hasenhüttl überrascht
Hasenhüttl wäre nicht Hasenhüttl, wenn er trotz der fehlenden Kicker, nicht noch eine Überraschung aus dem Ärmel schütteln würde. Nicht etwa Kapitän Orban, der erst kürzlich seinen Vertrag bis 2022 verlängert hatte, sondern Ilsanker spielte neben Upamecano. Und nicht etwa Dauerläufer Demme sicherte das Mittelfeld ab, sondern Kampl sollte neben Keita die Räume gegen den spielbestimmenden BVB suchen. Dazu ersetzten Bruma und Bernardo die angeschlagenen Forsberg und Klostermann. Augustin stürmte für Werner, der das Spiel auf der Bank verfolgte.


Blitzstart-BVB
Die Entscheidung für den Kämpfer Ilsanker, der mit angebrochenem Zeh auflief, sollte sich indes als nicht sonderlich glücklich herausstellen. Schon nach vier Minuten hatte Ilse einen Blackout und passte den Ball statt zu Gulácsi zu Aubameyang, der zur frühen Führung für den BVB traf. Aber Leipzig ließ sich davon nicht beeindrucken und kam noch stärker zurück!


Mr. Turban – das Kopfballungeheuer
Bereits in der zehnten Minute die Antwort durch den heute sinnigerweise mit der Schland-Kapitänsbinde auflaufenden Sabitzer, der zum Ausgleich "einköpfelte". Kampl hatte zuvor den Ball mittels Freistoß auf Halstenbergs Kopf befördert, der ihn im Duell mit Toljan zu Sabitzer weiterleitete. Hier wirkte die sonst so gute BVB Defensive nicht sattelfest. Aber das sollte erst der Anfang sein.


Unleash the Bruma
Es entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier, was sich durch die Aufstellung bereits angedeutet hatte. Aber zum Glück für die Leipziger fehlte dem BVB heute das Fortune. So rettete Ilsanker gegen Aubameyang nur drei Minuten nach dem Ausgleich und Sahin verzog nur knapp in der 20. Dieses Mal arbeitete das alte Sprichwort von der Strafe der nicht gemachten Tore für RBL. Denn in der 25. Spielminute war es Bruma der mit einem genialen Dribbling gegen Toljan den BVB knackte. An der linken Seitenlinie bekam er den Ball, schüttelte Toljan ab, zog an der Grundlinie zum Tor, tunnelte BVB-Torhüter Bürki und Poulsen musste nur noch den Fuß hinhalten! Was für ein Tor mit überragender Vorlage von Bruma und die Führung für RBL!


Ein Mann sieht nicht Rot
Zur Halbzeit musste dann Keita gehen, denn der Guineer hatte früh den gelben Karton gesehen und wandelte so erneut nahe am Platzverweis. Für ihn kam Demme. Aber ehe man diesen Wechsel wirklich realisiert hatte, nahm die Partie schon wieder Fahrt auf. Augustin startete durch (47.) und wurde durch einen Zupfer von Sokratis im Strafraum zu Fall gebracht. Folge: Rote Karte und Elfmeter für RBL, den der Gefoulte sicher verwandelte. Zwei Tore Führung und Überzahl für unsere Jungs- so früh hatte der BVB zuletzt 1997 in der Liga drei Gegentore bekommen! Historisch!


Ein anderer Mann sieht Rot
Leipzig nun am Drücker und mit 2-3 guten Kontergelegenheiten, die jedoch zu unsauber ausgespielt wurden und so kam der BVB wieder ins Spiel. Bei einem Konter sperrte Ilsanker den in der Mitte durchstartenden Aubameyang weg und sah die Ampelkarte, nur zwei Minuten zuvor hatte er Gelb nach Foul an Götze gesehen. Kein guter Tag des Österreichers, der den BVB so wieder in die Partie zurückbrachte (56.).

Nur acht Minuten später dann der Anschlusstreffer, wieder war es Aubameyang der zu Fall kam, Im Laufduell erwischte ihn Upamecano am Bein, eine harte Entscheidung des Videoschiedsrichters. Auch hier trat der Gefoulte selbst an und traf.


Wo sind die Herztabletten?
Was folgte war der zuletzt schon übliche Herzkasper. Der BVB konnte mit gutem Passspiel und weil sich RBL zurückzog (Laimer für Augustin, später Orban für Sabitzer) weite Teile des Spielfelds kontrollieren und hatte einige Abschlussmöglichkeiten (am Ende 15 : 8 Torschüsse). Aber die beherzt kämpfenden Leipziger bekamen immer noch ein Bein dazwischen und wenn nicht, war Gulácsi auf dem Posten. So hieß es nach 95 Minuten 3:2 für R-B-L!



Fazit: Ein unglaublich intensives Spiel. Beste Werbung für Red Bull … ähh den Fußballsport. Das ausgerechnet die ungeliebten Leipziger dem BVB nach seiner Rekordserie die erste Heimpleite beibringen, dürfte für einige Ewiggestrige schwer zu schlucken sein. Ein Sieg, der obendrein ohne den besten deutschen Torjäger Werner und den Rekordbulivorlagengeber Forsberg errungen wurde (und in Halbzeit 2 auch ohne Keita). Die Bundesligaspitze ist durch den Dreier nun wieder eng zusammengerückt und der heiße Herbst startet mit einem Paukenschlag. Zeit um Durchzuschnaufen bleibt indes kaum.

Schon am Dienstag geht es in unserem Wohnzimmer weiter, wenn unsere Rasenballer gegen den nächsten Spitzenreiter kicken. Gegen den FC Porto gibt es noch einige wenige Restkarten – das solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Die Portugiesen sind derzeit in der Liga noch ungeschlagen und feierten am Freitag einen 6:0 Kantersieg im Pokal.  Dazu fertigten sie Monaco zuletzt 3:0 ab, ein hartes Spiel erwartet die Rasenballer. Mit Iker Casillas kommt eine wahre Torhüterlegende nach Leipzig! Gegen Stuttgart am Samstag gibt es auch nur noch Restkarten! Nach diesem Spiel hat sich unser Team zweimal ein auverkauftes Stadion verdient! Schaut auch in der Ticketbörse vorbei!


Statistik
Borussia Dortmund:
Bürki – Toljan (46. Pulisic), Sokratis (C), Toprak, Zagadou – Castro, Sahin (46. Weigl), Götze – Yarmolenko, Aubameyang, Philipp (51. Bartra)
RB Leipzig: Gulácsi – Bernardo, Ilsanker, Upamecano, Halstenberg – Keita (46. Demme), Kampl – Sabitzer (C, 86. Orban), Bruma – Augustin (64. Laimer), Poulsen
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Nürnberg)
Tore: 1:0 Aubameyang (4.), 1:1 Sabitzer (10.), 1:2 Poulsen (25.), 1:3 Augustin (49., Foulelfmeter), 2:3 Aubameyang (64., Foulelfmeter)
Torschüsse: 15 / 8
Gewonnene Zweikämpfe: 46% / 53%
Ballbesitz: 63,5% / 36,5%
Angekommene Pässe: 84% / 70%
Laufweite: 113,5 km / 115,2 km
Sprints: 206 / 219
Intensive Läufe: 619 / 651
Fouls: 16 / 19
Ecken:
3 / 2
Abseits: 7 / 5
Gelbe Karten: Bürki (1), Götze (1) / Keita (3), Demme (3), Bernardo (1)
Gelb-Rote Karte: Ilsanker (56., wiederholtes Foulspiel)
Rote Karte: Sokratis (47., Notbremse)
Zuschauer: 80.100 (ca. 3.000 Leipziger)

Rumpelstilzchen


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