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5. Liga-Spieltag
Sonntag, 12.09.2010, 13:30 Uhr
Ort:
Red Bull Arena
RB LEIPZIG   1. FC MAGDEBURG

 RB Leipzig Umfrage
Braucht RBL weitere Verstärkungen?
Nein, die Mannschaft braucht nur mehr Zeit
 48.58%
Ja, vor allem im Mittefeld
 29.87%
Wenn gute Spieler verfügbar sind, warum nicht?
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 Presse Ticker

Erfolgreiche Reise von RB Leipzig

RB Leipzig eröffnet Spieltag

RB Leipzig gegen Holstein Kiel: Oral gibt die Favoritenrolle ab

Presseticker-Archiv


 Offizielle RB Leipzig Website
  Hier könnt ihr den offiziellen Internetauftritt von RB Leipzig
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 Tabelle Regionalliga Nord
3. Spieltag, aktual. 30.08.2010
 
1
    VfL Wolfsburg II  
9
 
2
    KSV Holstein Kiel  
9
 
3
    1. FC Magdeburg  
7
 
4
    Chemnitzer FC  
7
 
5
    Hallescher FC  
7
 
6
    VfB Lübeck  
6
 
7
    VFC Plauen  
4
 
8
    Eintr. Braunschweig II  
4
 
9
    Hannover 96 II  
4
 
10
    Hertha BSC Berlin II  
4
 
11
    RB Leipzig  
3
 
12
    TSV Havelse  
3
 
13
    ZFC Meuselwitz  
3
 
14
    SV Wilhelmshaven  
3
 
15
    Hamburger SV II  
1
 
16
    Türkiyemspor Berlin  
1
 
17
    FC Energie Cottbus II  
0
 
18
    FC Oberneuland  
0
 
 


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 Der erste Saisonsieg wartet
 Meldung vom 28.08.2010


Nach den beiden eher ernüchternden Partien gegen Türkiyemspor (1:1) und Braunschweig II (0:0) folgt nun am morgigen Samstag das dritte Punkt- und gleichzeitig zweite Heimspiel unserer ambitionierten Bullen. Wer den erhofften ersten Saisonsieg mitverfolgen und unsere Mannschaft unterstützen möchte, sollte sich bis zum Anstoß um 13:30 Uhr in der heimischen Red Bull Arena einfinden, in der wir die Zweitvertretung von Hannover 96 als Gast begrüßen dürfen. Wie gewohnt bezahlt man für ein Ticket für Block A (Gerade) zehn Euro (ermäßigt sieben), für Block B (RB-Fankurve) acht Euro (ermäßigt fünf). Kinder bis sechs Jahre dürfen dem Spiel kostenlos beiwohnen.



Der Gegner
Die vom bundesligaerfahrenen Andreas Bergmann trainierten Niedersachsen erwischten einen durchwachsenen, aber sicherlich im Großen und Ganzen einigermaßen zufrieden stellenden Saisonstart: Nach der 0:1-Auftaktniederlage in Wilhelmshaven folgte ein 1:0-Sieg vor heimischen Publikum gegen den FC Oberneuland, welcher immerhin für ganze neun Minuten mit einem ehemaligen Torschützenkönig der Bundesliga aufwarten konnte.
Mit einem Treffer vorn und einem Gegentor hinten kann Hannover 96 II demnach exakt die gleiche Torbilanz wie unsere Elf aufweisen. Das nach den ersten beiden Saisonspielen zu ziehende Fazit müsste also eigentlich lauten: hinten halbwegs sicher aber im Abschluss weitestgehend harmlos.

Von Letzterem sollte man sich aber nicht täuschen lassen, stellte die 96er-Reserve doch in der vergangenen Regionalligasaison mit 62 Treffern die beste Offensive überhaupt. Mit Hendrik Hahne (Babelsberg) und Jaroslaw Lindner (Ziel unbekannt) verließen allerdings die beiden Toptorschützen den Verein, weswegen man diesem Statistikfundstück vielleicht dann doch nicht allzu großen Wert beimessen sollte. Ob nämlich die zahlreich aufgerückten A-Jugend-Spieler sowie auswärtigen Neuzugänge, allen voran der vom 1. FC Magdeburg verpflichtete Lars Fuchs, diese Schwächung im Angriff kompensieren können, bleibt abzuwarten.

Generell kann man in dieser Phase der Saison letztendlich nur schwer einschätzen, mit was für einem Gegner es RB am Samstag zu tun bekommen wird. Neben der bereits erwähnten hohen Fluktuation im Kader, die für eine U23 sicherlich nicht ungewöhnlich sein sollte, spricht einiges dafür, dass sich die Mannschaft auch erst einmal finden muss. So setzte Bergmann in den beiden bisherigen Partien bereits ganze 19 (!) Spieler ein und so erhielten neben Torwart Zieler nur vier weitere Spieler das Vertrauen über die annähernd volle Distanz. Auch der Einsatz vereinzelter (aussortierter) Profis, die sich womöglich gerade gegen unsere gut besetzte Truppe beweisen sollen, scheint vorstellbar.

Aller Ungewissheit zum Trotz sollten die Rasenballer gewarnt sein: Dass es sich bei Hannover 96 II um einen Gegner handelt, der eine solch pomadige Leistung wie in Braunschweig bestrafen wird, dürfte als sicher gelten. Zudem waren in den Pflichtspielen der Vergangenheit beinahe schon traditionell besonders die Reserveteams der Drittligisten (Jena, Erfurt, Dynamo, Aue, nun auch Braunschweig) die dicksten Brocken. Nun wartet erstmals sogar eine Mannschaft, die unter Bundesligabedingungen trainiert und Oral zufolge vor allem durch ihre Homogenität und mannschaftliche Geschlossenheit besticht.

Andreas Bergmann muss auf Viktor Bopp, Deniz Aycicek, Marcel Halstenberg und Marvin Karow verzichten.

Die roten Bullen
In den vergangenen Tagen suchten Trainer und Mannschaft fieberhaft nach einer Lösung, um die unbefriedigenden Leistungen, die in den ersten beiden Punktspielen gezeigt wurden, möglichst rasch abzustellen. Oral sieht das Problem nicht zuletzt darin, dass man den Druck von außen vielleicht zu wenig von der Mannschaft abgehalten habe. Auch die eigens auferlegte Favoritenrolle hätte man womöglich ein wenig zurückhaltender formulieren sollen.
Verbesserungswürdig scheint zudem die Lauf- und Kampfbereitschaft sowie die an den Tag gelegte Cleverness und der Siegeswille. In den Spielen zeige sich weiterhin, dass die wenigen Räume, die sich unseren Jungs bieten, kaum einen Fehler im Pass- bzw. Aufbauspiel verzeihen. Der Gegner könne schließlich die eigenen größeren Räume, die sich zwangsläufig aus unserem Spiel ergeben, für eigene Vorstöße nutzen, was schnell zu haarigen Situationen führen kann.

Auch die Mannschaft beteiligte sich rege an der Diskussion. Sven Neuhaus sieht durchaus eine latent vorhandene Selbstüberschätzung, die es zu beseitigen gilt. Wer in der 2. Liga ein Kämpfer gewesen sei, kann in der 5. Liga nicht auf einmal den Diego mimen. In der vergangenen Oberligasaison habe ihm zufolge diese Zurückbesinnung auf die eigenen Stärken letztendlich zum Erfolg geführt.

Bis auf Sebastian Albert, der wegen einer Muskelverhärtung pausieren muss, und Sven Neuhaus, welcher sich im gestrigen Training einen Pferdekuss zuzog, herrscht im Lazarett der roten Bullen weitestgehende Entspannung. Daniel Rosin, der lange Zeit an den Folgen eines Nasenbeinbruchs laborierte, ist beispielsweise wieder voll einsatzbereit. Ob Neuhaus' Verletzung dessen Einsatz am Samstag verhindert, muss ungewiss bleiben.

Zur Aufstellung und möglichen Veränderungen wollte sich Tomas Oral nicht äußern. Im Training wurden jedoch mehrere Varianten ausprobiert, sodass personelle Veränderungen, wohl primär vor der Abwehr, vorstellbar wären. Vor allem Patrick Bick drängt in die Startelf und könnte für die nötige Kreativität im Aufbauspiel sorgen. Der wieder genesene Paul Schinke könnte die offensive Position auf der linken Außenbahn einnehmen, für die sich bis jetzt noch keine ideale Lösung fand. Ein Beginn in der Startelf scheint für ihn dennoch eher unwahrscheinlich. Vielleicht schafft auch der von vielen geforderte Daniel Frahn sein Sturm (!) - Debüt in der Anfangself, womit sich dessen Wunsch nach dem ersten Saisontor erhöhen dürfte. Sollte unser Stammtorhüter tatsächlich ausfallen, wäre der neuverpflichtete Christopher Gäng anscheinend erste Wahl.

Letzten Endes wird es aber nicht vordergründig an den einzelnen Personalien hängen, ob RB Leipzig am Samstag erfolgreich sein wird. Endlich muss der berüchtigte Knoten platzen, damit die Mannschaft in die Spur findet.

Hiermit wünsche ich der Mannschaft und dem Trainerstab viel Glück bei dieser Aufgabe und hoffe auf eine würdige Kulisse. Der erste Saisonsieg wartet und wir Fans können durch unsere bedingungslose Unterstützung dazu beitragen, dass dies am Samstag auch wirklich eintritt.

Ansonsten sollten wir uns in Geduld üben und die Devise des Trainers zu Herzen nehmen: "Falls es diese Woche nicht klappt, klappt es dann die nächste oder übernächste." - Aber diese Woche wird es klappen!

So könnten sie spielen: (Varianten in Klammern)
Neuhaus (Gäng) - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Lewerenz (Watzka), Rost, Bick (Geißler), Geißler (Laas) - Kammlott, Frommer (Frahn)

Cicerico

 
 Erfolgreiches Wochenende für II. Mannschaft und Nachwuchs
 Meldung vom 24.08.2010


II. Mannschaft

Die von David Bergner neuzusammengestellte Mannschaft hat ihr erstes Spiel gegen Landesligaabsteiger Borna überzeugend vor 157 Zuschauern mit 4:0 gewonnen und die Tabellenführung erobert.
Mit Bellot, Rosin, Franke, Schinke und Albert standen gleich fünf Profis auf dem Spielfeld. Nächster Gegner ist Hartenfels Torgau (2:0 gegen Engelsdorf) im Delitzscher Werkstättenweg - Anstoß ist am Samstag, den 28. August um 15:00 Uhr.

Aufstellung:
Bellot, Moszeik (73. Wittig), Ackermann, Rosin, Daubitz, Franke, Jentzsch, Schinke (46. Zahn), Albert, Hellwig (57. Becker), Oechsner (C)

Tore:
1:0 Schinke (19.), 2:0 Jentzsch (24.), 3:0 Daubitz (50.), 4:0 Becker (67.)


A-Junioren

Die Mannschaft von Tino Vogel hat ebenfalls das erste Saisonspiel in der Regionalliga souverän mit 4:0 gewonnen. Vor 70 Zuschauern gegen den Greifswalder SV standen die beiden Profis Buszkowiak und v.d. Bosch in der Startelf.
Nach dem ersten Spieltag steht das Team auf Platz zwei, hinter Borea Dresden, die Frankfurt mit 6:1 besiegten und nächster Gegner in der Sportschule Abtnaundorf sind - Anstoß ist am Samstag, den 28. August um 12:00 Uhr.

Aufstellung:
Kienitz, Siebeck, Sorge, Girth (C), Schiller, Buszkowiak, Matthe (56. Stapel), v.d. Bosch (87. Tennhardt), Jaworski (77. Schlicht), Dietze, Nattermann (85. Gildenberg)

Tore:
1:0 Nattermann (51.), 2:0 Girth (78.), 3:0 Nattermann (83.), 4:0 Girth (89.)


B-Junioren

Auch das Team von Ivo Jungbauer hat einen Saisonstart nach Maß hingelegt. Gegen den Halleschen FC reichten starke acht Minuten zum 5:0 Erfolg vor 60 Zuschauern und zur Tabellenführung.
Nächster Gegner ist der Chemnitzer FC (0:3 gegen Cottbus) am Gontardweg - Anstoß ist am Sonntag, den 29. August um 12:00 Uhr.

Aufstellung:
Donau, Jaworksi, Mittenbacher (41. Rast), Habeland (73. Bormann), Wolf, Röhrborn (58. Krondwitt), Lunderstädt, Henske (65. Schott), Schladitz, Majetschak (C), Lindau

Tore:
1:0 Majetschak (30.), 2:0 Jaworski (33.), 3:0 Jaworski (36.), 4:0 Jaworski (52.), 5:0 Lindau (77.)

Rojiblanco

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 Der Amateure zweiter Teil
 Meldung vom 19.08.2010


Endlich geht es wieder los, am Freitag geht es in die nächste Runde der Amateur-"los Wochos". Nach der 0:1 Niederlage gegen die Werder Amateure in Flettmar gastieren die Bullen diesmal bei Braunschweigs zweiter Mannschaft. Anstoß ist 19.00 Uhr im Eintrachtstadion. Der Einlass startet um 18 Uhr, für die Gästefans steht Block 19 zur Verfügung. Die Eintrittspreise liegen zwischen neun Euro (Vollzahler) und fünf Euro (ermäßigt), die Tickets berechtigen für eine kostenfreie An- und Abfahrt mit Bussen und Bahnen in Tarifzone 40.



Der Gegner
Braunschweigs Zweitvertretung startete mit einem Auswärtssieg gegen Oberneuland in die Liga und steht punkt- und torgleich mit Magdeburg an der Spitze der Liga. Trotzdem übt sich Christian Benbennek, Trainer der kleinen "Löwen", in Understatement. Erklärte seine Mannschaft zum Underdog, der nur beim Zusammenfall aller Feiertage einen Sieg gegen die übermächtigen Bullen erringen könnte.
Davon sollte sich unsere Mannschaft jedoch nicht einlullen lassen. Gegen die laut Tommy Oral "jungen, kompakt auftretenden, laufbereiten und besonders in Standartsituationen gefährlichen" Junglöwen muss man an der Leistungsgrenze spielen. Selbst 5% Leistungsabfall könnten zum Supergau führen, so sein Fazit aus der Beobachtung des ersten Saisonspiels.
Im Spiel gegen Oberneuland genügten zwei Eckbälle zum 2:0 Sieg, zudem setzte Kapitän Kluk noch einen Kopfball an die Latte. Die Abwehrrecken des RBL sollten also gewarnt sein.
Wie bei den U23 Mannschaften üblich gab es auch zu dieser Saison eine große Kaderfluktuation. 13 Zugänge stehen 10 Abgängen gegenüber. Dabei kamen gegen Oberneuland sieben Neuzugänge (einer davon aus der eigenen Jugend) zum Einsatz. Zudem stießen drei Spieler aus der ersten zur U23: Tozlu, Gos und Washausen. Daraus resultierte letztendlich auch das Fazit des Trainers: "Mit dem Ergebnis und der taktischen Disziplin kann ich absolut zufrieden sein" ... "aber spielerisch konnten wir nichts zeigen.".
Das spielfreie Wochenende wurde ebenfalls zu einem Testspiel (jedoch erst am Dienstag) genutzt, bei dem Benbennek ordentlich durchwechselte. Während die Profis vom Oberneulandspiel nicht teilnahmen stieß in diesem Spiel Vucinovic zu den Amateuren. Zudem kamen beim 4:0 Erfolg gegen den FC Wenden fast alle Spieler zum Einsatz, wobei sich besonders Göwecke, der aus der eigenen Jugend in die U23 wechselte, mit einem lupenreinen Hattrick anbot. Der Coach bezeichnete die Begegnung "im Hinblick auf das Spiel gegen RB Leipzig am Freitag" als "sehr aufschlussreich". Sicher zu den Amateuren abgestellt wird Daniel Davari, daher ist im Tor mit einer Veränderung zu rechnen. Weitere Abstellungen wird das Trainerteam kurzfristig entscheiden, wobei man das Team im Vergleich zum ersten Spiel nicht groß verändern will.

So könnten sie spielen: (Profis in Klammern)
Davari - P. Thomsen (Washausen), Meier, Papaefthimiou,Celikyurt - Göwecke, Kluk, M. Thomsen (Gos), Kodes (Vucinovic) - Neumann (Tozlu), Latowski

Die roten Bullen
Nach zuletzt einem Tor, nach einer feinen Einzelleistung von Steven Lewerenz, in zwei Spielen, war unter der Woche Torschusstraining angesagt. Laut Vizekapitän Rost, wurde auch fleißig an Abschluss und Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten gefeilt. Hoffentlich können wir das Ergebnis dieser harten Arbeit am Freitag bewundern. Gegen den Mitaufsteiger zählt nur ein Sieg, will man sich nicht frühzeitig selbst unter Druck setzen.

Das Testspiel gegen Weder II ging zwar mit 0:1 verloren, war aber spielerisch zumindest "ordentlich". Dabei gab es besonders im Offensivbereich einige Umstellungen, so durften Watzka und Geißler über Außen wirbeln und Baier unterstützte Rost im Zentrum. Frahn dagegen kam auf seiner Stammposition im Sturmzentrum zum Einsatz. Trotzdem fehlte laut Rost die letzte "Geilheit" auf das Tor. Der Spielweise der Mannschaft würde ein Führungstreffer gut tun, damit man ins Rollen kommt, so der Vizekapitän. Neben dem Torabschluss wurden unter der Woche besonders Passsicherheit und Offensivlaufwege einstudiert, damit die Leipziger Stiere ihre Gegner noch besser auf die Hörner nehmen können. Das Team hat, laut Oral, nun die Möglichkeit, sich für "harte Trainingsarbeit zu belohnen".

Rosts weitere Kritik zielte bei der Pressekonferenz eher weg von der eigenen Mannschaft. So forderte er die Medienvertreter dazu auf, mit dem Auspacken der Keule und auch dem Schwingen derselben noch ein wenig zu warten. Erst nach einigen Saisonspielen solle man die Kritik auf die Mannschaft niederprasseln lassen. Alle säßen beim Projekt Aufstieg in einem Boot. Ziel dieser Medienrüge wäre besonders der Schutz der Jungspieler, die mit der harschen Kritik nach dem verpatzten Saisonstart nicht zu Recht kämen. Natürlich stieß diese Schelte nicht nur auf Gegenliebe, manch ein Journalist fragte sich, ob denn die Keule überhaupt schon den Schrank verlassen hatte. Den Wind aus den Segeln der Kritikerpötte wird wohl nur die Mannschaft selbst nehmen können.

Für das Spiel gegen die Löwen (das Braunschweiger Wappentier ist übrigens auch in Rot gewandet) kann Oral aus dem Vollen schöpfen. Im "ausgeglichensten Kader der Liga" stehen nun auch wieder Rosin, der nach seinem Nasenbeinbruch zurück ist und Neuzugang Paul Schinke, der gegen Werder seinen ersten Saisoneinsatz bestreiten konnte. Nur Vorbereitungstorschützenkönig Nico Frommer laboriert noch ein wenig an einer Patellasehnenreizung, für ihn könnte wie in Flettmar Frahn in den Sturm rücken. Unumstößlich erscheint derzeit nur die Abwehr um Kapitän Tim Sebastian, im Mittelfeld sind dagegen Änderungen zum ersten Ligaspiel möglich. Im Großen und Ganzen gilt jedoch, dass eine große Umformung der Mannschaft nicht gewollt ist: "Es gibt keinen Grund, alles über den Haufen zu werfen". Es bleibt also nur, dem Trainerteam und der Mannschaft viel Glück für Gastspiel in Braunschweig zu wünschen.

So könnten sie spielen: (Varianten in Klammern)
Neuhaus - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Watzka (Lewerenz), Rost, Baier (Geißler), Geißler (Laas) - Kammlott, Frahn

Und wieder für alle, die es nicht nach Braunschweig geschafft haben:


Rumpelstilzchen

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 RB-Fans on Tour - Auswärtsfahrt nach Braunschweig
 Meldung vom 18.08.2010


Am Freitag steht das erste Auswärtsspiel der Saison gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Braunschweig auf dem Programm, Anstoß ist 19:00 Uhr im Eintrachtstadion (Vorbericht folgt am Donnerstag). Wer unsere Mannschaft tatkräftig vor Ort unterstützen will, jedoch kein eigenes Auto hat oder dem die Zugfahrt zu teuer ist, kann mit dem Fanbus nach Braunschweig reisen. Abfahrt ist ungefähr 15:00 Uhr, der Preis variiert je nach Mitfahreranzahl zwischen 7 und 10 Euro (Das Stadionticket ist im Preis nicht enthalten, kostet 9 Euro ohne Ermäßigung - mit Ermäßigung 5 Euro). Genauere Informationen bezüglich Anmeldung der Busfahrt, Abfahrt, Ankunft, Preisen und anderen organisatorischen Angelegenheiten erhaltet ihr unter folgender
E-Mail-Adresse: Kontakt@lebulls.de

Wir hoffen, dass möglichst viele Anhänger unseren Verein in Braunschweig zum Sieg verhelfen.

Rojiblanco

 
 Testspiel-Niederlage ohne neue Erkenntnisse
 Meldung vom 15.08.2010


RB Leipzig konnte dem enttäuschenden Saisonauftakt kein Erfolgserlebnis folgen lassen und unterlag im niedersächsischen Flettmar der U23 von Werder Bremen mit 0:1. Kevin Krisch hatte den Drittligisten in der 78. Spielminute auf die Siegerstraße gebracht. Sowohl Tomas Oral als auch Werder-Trainer Thomas Wolter sprachen hinterher von einem ordentlichen Spiel, wobei Oral wieder einmal die Chancenverwertung bemängelte. In der ersten Halbzeit scheiterten Kammlott und Sebastian an Pfosten und Latte, in Hälfte Zwei war es vor allem Werder-Keeper Wiedwald, der die Bullen am Torerfolg hinderte. Doch auch die Grün-Weißen hatten gute Chancen, scheiterten aber ebenfalls unter anderem am Aluminium.

In fünf Tagen wird es nun wieder ernst. Dann fährt RB fast dieselbe Strecke; diesmal geht es allerdings nach Braunschweig, wo Eintrachts U23, aktuell Tabellenführer in der Regionalliga Nord, als nächster Gegner bereit steht. Anstoß im Eintracht-Stadion ist Freitag Abend, 19.00 Uhr. Mit dabei sein könnte dann auch Keeper Christopher Gäng, der gestern Abend 90 Minuten zum Einsatz kam und nun wohl einen Vertrag bei RB erhalten wird.

Loch

Daten zum Spiel
Werder U23: Wiedwald - Gerdes, Schmidt (60. Löhden), Balogun, Barros (46. Tönnies) - Maek, Kroos, Krisch, Ayik (70. Thöle) - Testroet, Husejinovic
RB Leipzig: Gäng - Ismaili (75. Albert), Kläsener (46. Hertzsch), Sebastian, Müller (46. Franke) - Watzka (60. Laas), Rost (60. Bick), Baier, Geißler (60. Schinke) - Kammlott (60. Kutschke), Frahn (60. Lewerenz)
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)
Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Krisch (78.)
Gelbe Karten: keine
(Gelb-)Rote Karten: keine

 
 Auf nach Flettmar!
 Meldung vom 12.08.2010


Wohin? In Niedersachsen an der Aller liegt das idyllische 1000 Einwohner Dörfchen und morgige Testspielort unseres RB Leipzig. In der TSV Arena (Dorfstr. 43), auf der Homepage des TSV Flettmar 1913 auch liebevoll "Der Sportplatz" genannt, findet am Freitag um 18 Uhr der Anstoß statt. Gegner ist die zweite Mannschaft des Bundesligisten Werder Bremen.



Das Spiel kam auf Vermittlung des Flettmarer Trainers Heinfried Gerlof zustande. Beiden Vereinen bietet es die Möglichkeit am spielfreien DFB-Pokal Wochenende im Rythmus zu bleiben. "Dieses Spiel ist" laut Gerlof "für den TSV und Flettmar eine Riesensache". Wird auf der Flettmarer Homepage gar als "Fußball-Highlight der Region" gepriesen. Auch wenn schwer einzuschätzen ist, wie viele Fans kommen, so würde man sich gemäß TSV Vorsitzenden Jäger über 500 Zuschauer sehr freuen.

Der Gegner
Durch Verletzungssorgen (Schindler, Trinks, Thiele, Ikeng, Bulang, Becker, Andersen, Hessel, Artmann), Abstellungen zu den Profis (Kroos) und einem eher jugendlichen Ansatz (Verzicht auf zwei Ü23 Stammspieler) sind die Werder Amateure eher schlecht in die Drittligasaison gestartet. Zwei Niederlagen (Regensburg, Erfurt) stehen neben zwei Unentschieden (Aalen, Ahlen), dabei kassierte man jedoch nur fünf Gegentore.
Zudem ist es bereits der dritte Test gegen einen Regionalligaaufstiegsaspiranten. Vor gut einem Monat spielte Werder bereits gegen die Sportfreunde Lotte (RL West, 0:1) und Hessen Kassel (RL Süd, 0:3). Unter diesen Vorzeichen kann die Begegnung als echter Belastungstest beider Mannschaften gelten. Werder Coach Thomas Wolter freut sich jedenfalls auf einen "interessanten Test". Ob es Abstellungen zum DFB Pokalspiel der ersten Mannschaft am Sonnabend geben wird, ist noch nicht klar; Felix Kroos wäre zumindest möglich. Im Tor ist wohl wieder mit Wiewald zu rechnen, der in Erfurt eine höhere Niederlage durch starke Paraden verhinderte.

Mögliche Aufstellung:
Wiedwald - Maek, Stallbaum (C), Schmidt, Gerdes - Ronneburg, Schmidt, Ayik, Perthel - Testroet, Thy

Die Bullen
Für den RBL eröffnet die Begegnung die Spielwochen gegen die Zweiten Mannschaften. Es folgen Braunschweig (A) und Hannover (H). Man hat also die Möglichkeit das Spiel gegen die jungen U23 Truppen zu üben. Gleichzeitig bietet sich nach dem eher mauen Saisonstart die Chance, den Kampf um die Stammplätze - zumindest teilweise - neu auszurufen.
Als relativ sicher gilt das Auflaufen des Testspieler Christopher Gäng. Der 22jährige Mannheimer Torwart spielte in den letzten drei Jahren für Hertha BSC und kam dabei zu einem Bundesligaeinsatz. Pikanterweise vor rund zwei Jahren gegen die erste Mannschaft Werder Bremens. Leider ging dieses Spiel 5:1 verloren und beförderte ihn postwendend in die zweite Mannschaft zurück. Von den damaligen Spielern wird jedoch keiner den Weg von Gäng in Flettmar kreuzen, ein glücklicheres "Händchen" sei ihm allemal gewünscht. Relativ unwahrscheinlich scheint eine Umstellung der Abwehr, so denn nicht Ex-Kapitän Hertzsch einen Einsatz bekäme (für Kläsener?). Möglicher hingegen wäre eine Neuformierung des Mittelfelds. Kandidaten gäbe es genug: Laas, Geißler oder Lewerenz auf Links statt Frahn; Bick, Rosin oder Baier in der Mitte statt Rost und Geißler; Watzka oder Albert statt Lewerenz auf Rechts. Im Sturm könnte Frahn oder Kutschke statt Frommer auflaufen. Man darf also gespannt sein, wie sich Tommy Orals Enttäuschung über den einen oder anderen Spieler nach der Realitätsdämmerung in der Aufstellung äußert.

Mögliche Aufstellung:
Gäng - Ismaili, Sebastian, Kläsener, Müller - Watzka, Bick, Geißler, Laas - Kammlott, Frahn

Rumpelstilzchen

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 RB Leipzig enttäuscht beim Saisonauftakt vor 4028 Zuschauern
 Meldung vom 06.08.2010


Des einen Freud, des anderen Leid. Während die Spieler von Türkiyemspor Berlin sich nach Abpfiff alle in den Armen lagen, das Remis wie einen Sieg feierten und vor dem Mannschaftsbus schnell ihre Verwandten anriefen und erzählten, dass man dem großen Aufstiegsfavoriten mächtig geärgert hat, verließen die Spieler von RB Leipzig mit hängenden Köpfen den Platz, konnten selbst kaum in Worte fassen, was da heute auf dem Rasen passiert ist und waren ein wenig fassungslos, über die eigene Leistung.



Den Saisonauftakt in die neue Saison hatten sich die vielen Zuschauer in der Arena anders vorgestellt. Der Großteil der Zuschauer ging von einem klaren Sieg aus, eine Minderheit von einem zähen 2:1 oder 3:1 Erfolg der Leipziger und eine ganz kleine Spezies, sah das Unheil kommen und ging vom Schlimmsten aus. Das Schlimmste trat Lewerenz sei Dank nicht ein, trotzdem war das 1:1 gegen den Berliner Verein zu wenig.

RB Leipzig kam gut in die Partie, gewann Zweikämpfe und spielte sich erste Torchancen heraus. Vor allem über die vermeintlich schwache linke Seite liefen in den ersten zehn Minuten die gefährlichsten Angriffe. Es wurde eigentlich früh deutlich, dass es hier zu dem erwartenden Einbahnstraßenfußball kommen würde. Doch als RB das Tempo der Anfangsphase drosselte, das Spiel langsamer gestaltete und mehrfach Querpässe in der eigenen Abwehr spielte, schlugen die Gäste eiskalt zu. Ahmetcik, eigentlich Linksverteidiger der Berliner, bringt einen Freistoß Richtung Strafraum, der zweite Verteidiger Schalle springt höher als die komplette RB-Defensive und überwindet den zu weit vor dem Tor stehenden Neuhaus mit dem Kopf. 1:0 für Türkiyemspor - die Überraschung war perfekt. RB wirkte nach dem Gegentreffer nicht sonderlich beeindruckt, versuchte weiter nach vorne zu spielen, hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und doch gelang ihnen kaum ein vernünftiger Angriff. Wenn es mal gefährlich wurde, dann nur durch Standards. Müller in der 33. Minute per Ecke, Kläsener artistisch via Seitfallzieher - daneben. Fünf Minuten später setzte Müller einen Freistoß von halblinker Position knapp neben den Pfosten, den anschließenden Gegenangriff konnte Neuhaus gerade so klären. Kurz vor der Pause, entstand aus einem fast schon hoffnungslosen Angriff der Ausgleich. Lewerenz bekam den Ball auf der rechten Seite, zog nach Innen, wollte eigentlich Frommer oder Kammlott bedienen, da beide Passwege aber zugestellt waren setzte der junge Neuzugang zum Verzweiflungsschuss an und traf den Ball perfekt ins obere rechte Ecke - Ausgleich!



In Hälfte zwei unverändertes Bild. RB war im Aufbauspiel ideenlos, kam nur durch Freistöße oder Ecken Richtung Tornähe. Das Spiel trudelte so vor sich hin und jeder im Stadion fragte sich, wann ihre Mannschaft nun endlich aufwachen würde. In der 72. Minute konterte Berlin die Leipziger mustergültig aus und traf durch Erdil nur den Pfosten, Riesenglück für RB. Durch die Einwechslungen von Watzka und Kutschke entflammte zumindest für einige Minuten das langersehnte Offensivfeuerwerk, der eingewechselte Stürmer vergab aber zwei Großchancen zum Leidwesen fast aller Anwesenden. Der Gegner war ab der 70. Minute laut Oral "mausetot", umso unverständlicher das zaghafte und uncouragierte Auftreten der Bullen in den letzten Minuten. Erst in der Nachspielzeit hatte Sebastian noch mal eine Großchance, als er nach Eckball von Watzka frei zum Kofpball kam. Doch es blieb beim 1:1, ein eher mäßiger Start in die neue Saison.

Trainer Oral war nach dem Spiel sichtlich angefressen. Als Pressesprecher Felder ihn fragte, ob nach dem Remis seine Spieler nun in der Regionalliga angekommen sein, entgegnete er frustriert "Ich kann nur sagen: Willkommen in der Realität". Er habe heute keine 11 Spieler auf dem Platz gesehen und war von einigen arg enttäuscht - Namen nannte er verständlicherweise nicht. Neuhaus sah beim Gegentor nicht gut aus, zeigte zwar einige gute Paraden, ließ die Bälle aber meist nach vorne abprallen. Die Verteidigung war engagiert, gewann einige wichtige Zweikämpfe und hatte trotzdem einige haarsträubende Fehlpässe und Ballverluste im Aufbauspiel. Dasselbe gilt für das Mittelfeld. Von Frahn war nur in den ersten zehn Minuten viel zu sehen, Rost tauchte fast völlig ab, Geißler zeigte sich nur im Gewinnen von Zweikämpfen stark und Lewerenz glänzte lediglich durch zwei gute Einzelaktionen. Für Kammlott gilt dasselbe wie für Frahn, der Ex-Erfurter wurde meistens gedoppelt, bekam ungenaue und zu scharfe Pässe aus dem Mittelfeld, die er nicht verwerten konnte. Sein Sturmpartner knüpfte an die Leistung der Vorsaison an, war ebenfalls kaum zu sehen. Kutschke und Watzka sorgten für kurzzeitige Belebung, Baiers Einwechslung verpuffte fast vollständig.

Fazit:
RB tat sich gegen die Gäste aus Berlin schwer, obwohl diese mit einem klassischen 4-4-2 System nicht einmal ein Abwehrbollwerk aufbauten. Respekt und Lob an Türkiyemspor, die gut verteidigten und auch richtig gute Offensivaktionen hatten. Enttäuschend war das Mittelfeld, von dem keine Impulse ausgingen und das konzeptlos im Spielaufbau wirkte.
Geißler und Rost sind sehr gute Defensivspieler, in der Offensive haben beide noch enormen Nachholbedarf. Oral hat nun zwei Wochen Zeit, die Mannschaft auf das nächste Regionalligaspiel in Braunschweig neu einzustellen und dafür zu sorgen, dass der Saisonstart nicht völlig nach hinten losgeht.

Daten zum Spiel
RB Leipzig: Neuhaus, Kläsener, Rost (79´ Baier), Sebastian, Kamlott, Frahn, Ismaili, Müller, Frommer (65´ Kutschke), Geißler, Lewerenz (70´ Watzka).
Türkiyemspor Berlin: Normann Köhlman, Christian Schalle, Julian Austermann, Kadir Erdil (76´ Enes Çabuk), Marcus Steinwarth, Demircan Dikmen, Fatih Yig(itus,ag(?, Kwasie Boachie (67´ F?rat Karaduman), Ertan Turan, Gökhan Ahmetçik, Süleyman Kapan (49´ Cihan Dog(an)
Schiedsrichter: Marco Achmüller (Bad Füssing)
Zuschauer: 4028
Tore: 0:1 Schalle (12.), 1:1 Lewerenz (40.)
Gelbe Karten: Lewerenz, Kutschke - Steinwarth, Boachie
(Gelb-)Rote Karten: keine

Rojiblanco

 
 Pflichtsieg zum Pflichtspiel-Auftakt?
 Meldung vom 05.08.2010


Zwei Monate Pause sind mehr als genug. Insbesondere dann, wenn die letzte Vorstellung so dürftig ausfiel wie im Falle unserer Rasenballsportler (1:2 gegen Sachsen Leipzig). Und so schön und beeindruckend die Spiele gegen Schalke und Hertha auch gewesen sein mögen - richtig spannend ist es doch nur, wenn es um Punkte geht. Freitag Abend, 19.00 Uhr, gegen Türkiyemspor Berlin ist es nun wieder soweit (Fanradio und Ticker sind natürlich wieder live dabei). Der Regionalliga-Auftakt in der Red Bull Arena steht an. Mit Türkiyemspor kommt zum Start zwar sicher nicht die stärkste, dafür aber eine der interessantesten Mannschaften der Liga.



Der 1978 gegründete Verein, der aber erst seit 1987 seinen heutigen Namen trägt und im Spiel gegen RB mit neuem Logo aufläuft, gilt als bekanntester "Migrantenverein" Deutschlands. Bei Türkiyem ("meine Türkei") spielen, wie es der Name schon vermuten lässt, vor allem Migranten türkischer Herkunft.

Im ersten Jahrzehnt nach seiner Gründung stieg Türkiyemspor schnell mehrere Spielklassen auf und hatte es 1987 in die Oberliga Berlin geschafft, wo Gegner wie Tennis Borussia oder Hertha BSC auf dem Programm standen. In dieser Zeit verfolgten mehrere tausend Zuschauer (vor allem Bewohner von Kreuzberg und Neukölln sowie türkischstämmige Fans) die Spiele von Türkiyemspor, mehr als 12 000 kamen allein zum Duell gegen die Hertha. Zwischen 1988 und 1991 qualifizierten sich die Blau-Weißen mehrmals für den DFB-Pokal. Sowohl diese sportlichen Erfolge als auch die integrative, multikulturelle Ausrichtung des Vereins sorgte für nationale wie internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Aufmerksamkeit erregte Türkiyem leider aber auch im rechtsextremen Spektrum, aus welchem dem Verein Anfeindungen und Angriffe entgegen schlugen.

Mitte der 90er-Jahre stieg Türkiyemspor aus der 3. Liga ab (damals Regionalliga Nordost) und kam seitdem nicht wieder über die vierte Spielklasse hinaus. In der bis 2008 viertklassigen Oberliga etablierte man sich schließlich. Im jenem Jahr gelang Türkiyemspor durch einen dritten Platz dann der Sprung in die neuen, nun viertklassigen Regionalligen. 2009 stieg man sportlich eigentlich ab, profitierte jedoch von einem Lizenzentzug bei der Konkurrenz. 2010 schaffte Türkiyemspor den Klassenerhalt dann aus eigener Kraft.

Um nichts anderes als den Kampf gegen den Abstieg dürfte es auch in der nun beginnenden Saison gehen. 14 Spieler haben den Verein im Sommer verlassen, darunter einige, die nicht nur Trainer Taskin Aksoy als Leistungsträger bezeichnete. Im Gegenzug kamen 16 neue Spieler (fast ausschließlich aus anderen Berliner Vereinen), darunter Rückkehrer Fatih Yigitusagi (schoss 2007/08 ganze 31 Tore in 28 Oberliga-Spielen). Auch aufgrund der angespannten finanziellen Situation stand bei den Transfers Verjüngung auf dem Programm: Das schon nicht so enorm hohe Durchschnittsalter der Abgänge beträgt 24,4 Jahre, das der Zugänge sagenhafte 19,4 Jahre. Klammert man die zweiten Mannschaften aus, so stellt Türkiyemspor die jüngste Mannschaft (21,1) aller Regionalligisten, in unserer Regionalliga Nord sogar mit großem Abstand.

Auch wenn man aufgrund der Neuverpflichtungen von RB Leipzig vielleicht den Eindruck gewinnen konnte, dass wir mittlerweile ebenfalls eine recht junge Truppe auf den Rasen schicken, so heben die Spieler der vergangenen Oberliga-Saison das Durchschnittsalter doch noch deutlich an (25,5). Nur Meuselwitz und Plauen können das noch überbieten. Auf dem Platz zu erwarten ist morgen Abend eine Mischung aus eher älteren (Müller, Neuhaus, Kläsener, Frommer, Rost) und verhältnismäßig jungen (Kammlott, Ismaili, Lewerenz, Frahn) Spielern. Auch wenn ein Watzka, ein Laas oder ein Kutschke in der Schlussviertelstunde gegen Hertha einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, ist es wahrscheinlicher, dass Oral seiner Startelf aus diesem Spiel vertraut. Die da wäre:

Neuhaus - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Lewerenz, Rost, Geißler,Frahn - Kammlott, Frommer

Erfahrung in der Verteidigung, Jugend im Angriff - damit soll grob zusammengefasst ein erfolgreicher Start in die Saison gelingen. Erfolgreich kann gegen einen der ersten Anwärter auf den Abstieg nichts anderes bedeuten als ein Sieg. Im Hinblick auf das Interesse des Leipziger Publikums am Besten gleich ein deutlicher, zumindest aber überzeugender.

Loch

 
 Regionalliga-Trainer sehen RB als Top-Favorit
 Meldung vom 03.08.2010


Eine Umfrage des DFB unter den Trainern der 18 Regionalliga-Teams hat die wenig überraschende Erkenntnis zu Tage gefördert: RB Leipzig geht als Aufstiegs-Favorit in die kommende Saison. Die Mehrheit der Trainer bezeichnet RB als Top-Favoriten, gut ein Drittel nennt RB "nur" als einen Aufstiegs-Anwärter unter mehreren. Lediglich Karsten Heine, Trainer des Hertha-Nachwuchses, favorisiert ein anderes Team: den Chemnitzer FC. Den Himmelblauen wird generell am Ehesten zugetraut, RB am Durchmarsch hindern zu können. Aber auch dem Halleschen FC, Drittliga-Absteiger Holstein Kiel und der Zweiten vom VfL Wolfsburg werden Chancen im Aufstiegsrennen eingeräumt. Tomas Oral rechnet zudem mit dem 1. FC Magdeburg (der nach eigener Aussage jedoch erst in der nächsten Saison wieder angreifen möchte) und dem HSV II.

In wenigen Tagen wird sich erstmals zeigen, wie sich die hochgehandelten Teams schlagen. RB (gegen Türkiyemspor) und Wolfsburg II (gegen Havelse) empfangen Freitag Abend zwei Mannschaften, für die es um nichts anderes als den Klassenerhalt gehen dürfte. Ebenfalls Freitag Abend reist Halle zu Hertha II. Am Sonntag schließlich gastiert Chemnitz in Plauen und Holstein Kiel muss beim HSV II ran.

Loch

Zur Umfrage

 
 Erfolgreicher Abschluss der Saisonvorbereitung
 Meldung vom 31.07.2010


Audio-Interviews nach dem Spiel:

Interview Tomas Oral
Interview mit Carsten Kammlott
Interview mit Stefan Kutschke

Nachdem es sowohl gegen den rumänischen Meister CFR Cluj als auch gegen den deutschen Vize-Meister Schalke 04 trotz zwischenzeitlicher Führung am Ende unglückliche 1:2-Niederlagen setzte, drehten die Bullen den Spieß gegen Hertha BSC Berlin nun einfach rum. Die Führung durch Neuzugang Rob Friend in der 52. Minute reichte den nur noch zweitklassigen Hauptstädtern am Ende nicht einmal zum Unentschieden. Erst Kammlott (79.) und kurz darauf Watzka (82.) sorgten für überwiegend freudestrahlende Gesichter bei den 1665 Zuschauern im Markranstädter Stadion am Bad.



Von den insgesamt 18 Akteuren, die gestern Abend gegen RB auf dem Platz standen, konnten sich wohl nur noch zwei Spieler, nämlich Raffael und Domovchiysky, an den 7. März des vergangenen Jahres erinnern. Damals siegten die Herthaner am 23. Bundesliga-Spieltag mit 3:1 in Cottbus (dreimal Voronin) und bauten ihre Führung in der Bundesliga auf vier Zähler aus. In der Hauptstadt träumte man im Frühling 2009 von Meisterschaft und Champions League. Der sich anschließende, in der Bundesliga-Historie fast beispiellose Absturz der Hertha ist bekannt:
Europa League - Abstiegskampf - Zweite Liga. Vom Meister der Träume zu den Deppen der Fußball-Nation in gerade einmal 14 Monaten.

Studierte man im gestrigen Test gegen unsere Bullen die Mannschaftsaufstellung der Gäste, so ließen sich zwar keine Namen wie Drobny, Friedrich, Simunic, Voronin oder Pantelic mehr finden. Zweifelsohne verfügt die Hertha mit Janker, Mijatovic, Kobiashvili, Lustenberger, Ramos, Friend und einigen anderen aber immer noch über eine überdurchschnittlich gut besetzte Zweitliga-Truppe. Womit sie sich mit RB Leipzig so ziemlich den idealen Gegner ausgesucht hatte, wobei in der Heldenstadt die Differenz zwischen Liga und Leistungsvermögen wohl noch einen Zacken schärfer sein dürfte. Wie sich gestern Abend im Spiel einer Mannschaft, die die Zweite Liga nach oben hin verlassen möchte, und einer Mannschaft, die wohl jetzt schon Chancen auf den Klassenerhalt in jener Liga hätte, eindrucksvoll zeigte.

Auch wenn die Rot-Weißen zunächst nicht ganz an das (ein)druck(s)volle Spiel gegen Königsblau anzuknüpfen vermochten, so war von einem Klassenunterschied wenig zu erkennen. Guido Schäfer erkannte gestern eine Hertha, die lange Zeit alles im Griff hatte und Ball und Gegner laufen ließ. Kann man auch andersherum sehen. Abgesehen von einer durch Neuhaus glänzend vereitelten Großchance ließ die Hintermannschaft von RB in der ersten Halbzeit nichts anbrennen. Ernsthafte Gefahr kam zwar auch nicht aufs Tor von Hertha-Keeper Burchert, doch sorgte zumindest Kammlott in einer Szene für Aufsehen, als er mehrere Herthaner Abwehrspieler im Strafraum stehen ließ und bis zur Grundlinie durchlief, wenn auch ohne zählbaren Erfolg. Ein ausgeglichenes Spiel zweier in Bestbesetzung angetretenen Teams, dem der Unterhaltungswert vom Schalke-Gastspiel jedoch fehlte. Das sollte sich in den zweiten 45 Minuten grundlegend ändern.

Was zunächst einmal den Gästen mit dem "D" und dem "B" auf der Brust zu verdanken war. Wurde dem ersten Tor von Rob Friend noch die Anerkennung verweigert, so klingelte es kurze Zeit später doch noch im Gehäuse des machtlosen Kapitäns Sven Neuhaus. Die Hertha war in dieser Phase überlegen und die Führung ging somit auch in Ordnung. In früheren Zeiten wäre die Sache damit vielleicht auch gegessen gewesen. Allerdings vermeldete RB Leipzig am 5. Juli eine Neuverpflichtung namens Carsten Kammlott. Und dass dieser gestern auf dem Platz stand, ist keinem glücklichen Zuschauer, keinem bemitleidenswerten Gegenspieler und sicher auch nicht dem staunenden Gäste-Coach Markus Babbel entgangen.

Dass Kammlott mit fairen Mitteln gestern nicht zu stoppen war, ist keine Übertreibung. Dreimal wurde er aufs Tor zustürmend taktisch und gelbwürdig gefoult, einmal davon auf der Strafraumgrenze. Ein weiteres Mal hielt ihn ein Herthaner im Strafraum fest und hinderte ihn somit am Nachsetzen - der circa drei Meter große Schiedsrichter Benjamin Schwermer erkannte dies jedoch nicht, beziehungsweise beurteilte die Situation zu Ungunsten des RB-Spielers. Doch all die fairen und weniger fairen Bemühungen, Kammlott zu stoppen, halfen am Ende wenig: In der 79. Minute war es der - da muss man sich nicht weit aus dem Fenster lehnen - angehende Publikumsliebling, der nach Vorarbeit von Kutschke und Laas, beide kurz zuvor eingewechselt, den Ausgleich besorgte. Abgesehen von Kammlott waren es die Einwechselspieler, die das Spiel drehten. Denn auch der flugköpfende Torschütze zum 2:1, Maximilian Watzka, kam von der Bank. Er verwertete den Abpraller, der aus einem von Burchert großartig gehaltenen Torschuss durch Kutschke resultierte.

Die Elf, die sich gestern von Beginn an präsentierte, soll ja eigentlich auch zum Saisonstart gegen Türkiyemspor auf dem Platz stehen. Doch in Anbetracht der Offensiv-Wucht, die nach den Einwechslungen von Baier, Lass, Watzka und Kutschke über die Hertha-Verteidigung herein brach, könnte Tomas Oral vielleicht doch noch mal ins Grübeln kommen. Nico Frommer wirkte gestern eher unglücklich, Kutschke hingegen verdammt auffällig. Und wenn nicht Kutschke, so könnte zumindest Frahn in den Angriff neben Kammlott rücken, womit ein Platz im Mittelfeld frei werden würde. Eine Garantie auf einen Einsatz haben im mittleren und vorderen Mannschaftsteil im Moment vermutlich nur Rost und Kammlott. Letzterer ist genau das, was in der Mannschaft der vergangenen Saison gefehlt hat: ein mitreißender Spieler. Jemand, der den Ball in jeder Lage unter Kontrolle bringt, scheinbar stets die richtige Wahl zwischen intelligentem Abspiel und dynamischem Antritt Richtung Tor trifft, und überdies noch mit einer überragenden Technik ausgestattet ist. Da kann man schon mal ins Schwärmen geraten und leicht vergessen, dass auch der Rest der Mannschaft wiederholt ein überzeugendes Spiel abgeliefert hat. Insbesondere auch die sichere Abwehr, in der sich heute eine wichtige Weichenstellung ergeben hat: Tim Sebastian erbt das Kapitänsamt von Ingo Hertzsch, der nicht nur seine Binde verliert, sondern - so hat es zumindest im Moment den Anschein - auch seinen Stammplatz.

Halle besiegt Aue, Chemnitz spielt Remis gegen Union Berlin und Energie Cottbus, Magdeburg schafft ein Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg. Was sagt einem das? Bloße Testspiel-Resultate besitzen keinen Wert. Doch aus der Art und Weise des Auftretens darf man sicher schon mal den einen oder anderen Schluss ziehen:

1. Unsere Abwehr steht auch im zweiten Jahr stabil.
2. Die Mannschaft wurde stark verjüngt, spielt schneller, attraktiver, technisch hochwertiger.
3. Die Qualität auf der Bank ist beachtlich. Kein Spieler kann sich seines Stammplatzes mehr sicher sein.

Welche Wünsche da überhaupt noch übrig bleiben? Dass sich diese Eindrücke bestätigen, wenn es wirklich drauf ankommt. Gegen Chemnitz, Lübeck, Havelse und Cottbus II. Und am Besten schon gleich am kommenden Freitag, zum Regionalliga-Auftakt gegen Türkiyemspor Berlin.

Loch

Daten zum Spiel
RB Leipzig: Neuhaus - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Lewerenz (75. Watzka), Rost, Geißler (75. Laas), Frahn (57. Baier) - Kammlott, Frommer (67. Kutschke)
Hertha BSC: Burchert - Perdedaj (67. Kaka), Janker, Mijatovic, Kobiashvili (67. Schulz) - Bigalke (67. Hartmann), Lustenberger, Ramos (67. Beichler), Raffael (46. Rukavytsya), Domovchiyski (67. Ronny) - Friend (67. Lasogga)
Schiedsrichter: Benjamin Schwermer (Magdeburg)
Zuschauer: 1665
Tore: 0:1 Friend (52.), 1:1 Kammlott (79.), 2:1 Watzka (82.)
Gelbe Karten: keine
(Gelb-)Rote Karten: keine

 
 Aufsteiger empfängt Absteiger - Rückkehr an alte Wirkungsstätte
 Meldung vom 30.07.2010


Heute um 19:00 Uhr findet für RB Leipzig der letzte Härtetest vor dem Saisonstart gegen Türkiyemspor Berlin (Freitag, 06.08.2010, 19:00 Uhr, Red Bull Arena) statt. Die Mannschaft von Tomas Oral empfängt den Bundesligaabsteiger Hertha BSC Berlin in Markranstädt im Stadion am Bad und will sich mit einem positiven Ergebnis aus der Saisonvorbereitung verabschieden. Hertha BSC befindet sich zu diesem Zeitpunkt ähnlich wie Schalke mitten in einer Reihe von Testspielen, so dass die Hauptstädter wohl nicht Einhundertprozentig fit sein werden.



Der Gegner: Herthas Umbruch

Es ist knapp 11 Monate her, da spielte die 'alte Dame' in der Europa-League-Qualifikation gegen den dänischen Vertreter Bröndby IF und zog durch einen 3:1 Heimerfolg in die Hauptrunde ein. Ein Jahr später ist vom internationalen Flair in der Haupstadt nichts mehr zu sehen, statt nach Lissabon geht es in der 2. Bundesliga nach Aue, Paderborn oder Oberhausen.
Doch trotz drückender Schulden konnte die 'alte Dame' den Großteil des Kaders für die 2. Bundesliga zusammenhalten und musste nur wenige Leistungsträger wie Kacar, Drobny (beide Hamburger SV), Friedrich (VfL Wolfsburg), Piszczek (Borussia Dortmund), von Bergen (noch unbekannt) und Chermiti (FC Zürich) ziehen lassen - der in Berlin unbeliebte Chancentod Artur Wichniarek wechselte zu Lech Posen und erzielte gleich im ersten Pflichtspiel der Champions-League-Qualifikation ein Tor, welch Ironie.

Markus Babbel heizt der 'alten Dame' neues Leben ein, verjüngt den Kader, gibt den Jugendspielern wieder eine Chance und baut einzelne Routiniers ins Mannschaftsgebilde ein - die Fans sind bereits vor Saisonstart von ihrem "neuen" Verein begeistert. Der 25-jährige und zukünftige Abwehrchef Roman Hubnik verlängerte bereits Ende Mai seinen Vertrag bis 2014, Kobiashvili bekam trotz seines fortgeschrittenen Alters (32) einen Dreijahresvertrag, das 23-jährige bulgarische Sturmtalent Domovchiyski erhielt einen Vertrag bis 2012. Fabian Lustenberger, der in der abgelaufenen Spielzeit sogar Kacar in den Schatten stellte, verlängerte bis 2014. Nando Raffael, der ein Tor mit 210,9 kmh erzielte und damit in die Annalen des Fußballs als stärkster gemessener Schuss einging, verlängerte ebenfalls um vier Jahre. Bei Stürmer Adrian Ramos wurde die Option gezogen, Dardai und Ebert erhielten Einjahresverträge. Der Kader wurde durch Spieler wie Christian Lell (25, Rechtsverteidiger, Bayern München), Rob Friend (29, Stürmer, B. Mönchen Gladbach), Andre Mijatovic (30, Innenverteidiger, Arminia Bielefeld) und dem österreichischen Nationalspieler Daniel Beichler (21, Mittelfeld, Stum Graz) sinnvoll ergänzt, hinzu kommen einige talentierte Jugendspieler wie z.B. Stürmer Pierre-Michel Lasogga von Bayer 04 Leverkusen.

Fazit: Der Kader ist eigentlich zu stark für die 2. Bundesliga, der Wiederaufstieg sollte definitiv möglich sein. Doch theoretisch war der Kader auch zu stark für den Abstieg aus der 1. Bundesliga und mit Bielefeld gab es bereits in der vergangenen Saison ein prominentes Opfer, das mit ähnlichen Methoden und Zielen in der 2. Bundesliga fast in die Insolvenz gegangen wäre.

Zum Spiel:

Tomas Oral muss weiterhin auf den verletzten Daniel Rosin (Nasenbeinbruch), Paul Schinke (Bruch des Sprunggelenks), Karsten Kammlott (Oberschenkelprellung) und Rechtsverteidiger Shaban Ismaili verzichten, der sich gegen Zwickau eine Zerrung zuzog. Aber auch Hertha BSC hat einige Ausfälle in der Vorbereitung zu verkraften. Torhüter Maikel Aerts zog sich im Training eine Rippenprellung zu, der 19-jährige Abwehrspieler Neumann musste gegen Lübeck wegen einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden, wird ebenfalls fehlen. Hinzu kommen die Ausfälle von Mittelfeldspieler Patrick Ebert (Kreuz- und Außenbandriss), Pal Dardai (Zerrung), Christan Lell (Sprunggelenksverletzung) und Hubnik (Knieverletzung). So könnte demnach die Aufstellung (4-2-3-1) aussehen, wenn Babbel nicht wie gegen Erfurt mit einer Amateurmannschaft auftritt:
Im Tor wird Sascha Burchert den verletzten Aerts ersetzen, in der Viererabwehrreihe werden Kobiashvili und Kaka/Ronny die Außenpositionen besetzen, Mijatovic und Janker stellen die Innenverteidigung. Davor kommt die "Doppelsechs" mit Lustenberger und Bigalke, die Offensivabteilung im Mittelfeld werden höchstwahrscheinlich Raffael, Beichler, Domovchiyski oder Rukavytsya bilden. Im Sturm scheint laut den letzten Testspielen Rob Friend als alleinige Spitze gesetzt zu sein, die Alternative wäre hier Lasogga, der in den letzten Spielen ebenfalls zu überzeugen wusste. Ändern könnte sich die komplette taktische Formation, wenn Adrian Ramos nach Achillessehnen-Problemen wieder ins Team stößt - laut Babbel aber nur für maximal 60 Minuten.
Tomas Oral wird vermutlich seine beste Elf auf den Platz schicken, die dann auch gegen Türkiyemspor auflaufen wird. Im Tor ist Neuhaus gesetzt, wobei man dem Geburtstagskind Benny Bellot auch einen Einsatz wünschen würde. Durch die Verletzung von Ismaili wird Albert den Posten als Rechtsverteidiger einnehmen, unumstrittener Linksverteidiger ist Müller, Sebastian dürfte in der Innenverteidigung ebenfalls gesetzt sein. Fraglich ist, wer neben Sebastian spielen wird - Kläsener oder Hertzsch. Im rechten Mittelfeld streiten sich Lewerenz und Watzka um den Startplatz. Lewerenz überraschte in der Vorbereitung, fiel aber gegen Zwickau mit einer Unsportlichkeit auf und wurde kurze Zeit später wieder ausgewechselt. Der Ex-Magdeburger Watzka nutzte dagegen seine Chance und überzeugte mit seinem Tor zum 2:0. Im zentralen Mittelfeld dürfte nur Rost seinen Stammplatz sicher haben, an seiner Seite steht entweder Bick, Geißler oder Baier. Geißler enttäuschte gegen Zwickau auf der linken Seite, wirkte wie ein Fremdkörper und verlor fast alle Zweikämpfe. Frahn eignet sich anscheinend ebenfalls nicht als linker Mittelfeldspieler, aber auch als Stürmer konnte der Ex-Babelsberger gegen die Thüringer nicht überzeugen. Der eingewechselte Laas erzielte kurz nach seiner Einwechslung das 4:0, könnte also auf links spielen. Im Sturm dürften durch die Verletzung von Kammlott Frahn und Frommer auflaufen.

Wie bereits gegen Schalke boykottieren die gegnerischen Fans das Spiel. Im Fall Hertha hat die Ultra-Gruppierung 'Harlekins' angekündigt, dass Spiel nicht zu besuchen: "Die Unterstützung eines solchen Testspiels widerspricht anderen ideellen Werten, denen wir uns verpflichtet haben."

Rojiblanco

 
 Testspielleiden bei strömenden Regen vor 592 Zuschauern in Zwickau
 Meldung vom 28.07.2010


Es war schon etwas eigenartig, was sich heute im Westsachsenstadion zu Zwickau ereignete: Kaum pfiff der Plauener Referee Fritzsch das Freundschaftsspiel mit fünfminütiger Verspätung zwischen dem Oberligisten FSV Zwickau und RB Leipzig an, da leerte der liebe Wettergott bereits seine ersten Gießkannen. Zur Verwunderung der Zuschauer versteht sich, schließlich sah der Himmel rund ums Stadion eigentlich ganz gut aus, nur diese eine Wolke wollte partout nicht über den Hang und machte es sich über dem Stadion gemütlich - zum Leidwesen aller.



Trainer Tomas Oral vertraute in der ersten Hälfte folgender Elf:
Neuhaus - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Rost, Bick - Watzka, Geißler - Frommer, Frahn.

Erster Höhepunkt war die gelbe Karte von Timo Rost in der elften Minute, der seinen Gegenspieler als "Holzbein" beschimpfte. Die Zwickauer Fans fanden es gar nicht lustig, der gemeine RB-Anhänger konnte darüber schmunzeln. In der 26. Minute tankte sich Watzka auf der rechten Seite durch, passte zurück in den Strafraum, fand Timo Rost und der fand im Zwickauer Schlussmann Wohlfeld seinen Meister. Nur zwei Minuten später sah Watzka nach einem üblen Foul die gelbe Karte, die Zwickauer Zuschauer waren derweil wieder in ihrem Element. 10 Minuten vor der Halbzeit dann der erste ordentliche Angriff der Gastgeber, den Spielmacher Hauser weit übers Tor setzte. Als alle sich schon zum Bratwurstholen bereit machten, kam die Überraschung aus dem Nichts. Frommer erkämpfte sich den Ball in der Vorwärtsbewegung der Zwickauer, spielte rüber zu Bick, der fackelte nicht lange und schoss den Ball mit Unterlatte, Linie, Unterlatte, Linie ins Tor - den sehenswerten Treffer honorierten sogar einige Zwickauer mit Applaus. Danach war Halbzeit, Zeit zum Bratwurstholen und siehe da, es hörte auf zu Regnen. Aber kaum waren die Spieler zurück auf dem Feld, ging der Guss weiter. Die zweite Halbzeit war so höhepunktarm und spielerisch schwach wie die erste, einzig Tomas Oral wusste die RB-Anhängerschaft zu beschäftigen - mit taktischem Wirrwarr und ständigen Auswechslungen. Laas kam für Ismaili, Buszkowiak für Sebastian, Franke für Müller und Baier für Geißler. Jetzt aufgepasst, die Formation sah für mehrere Minuten so aus:

Neuhaus - Bick, Kläsener, Buszkowiak - Watzka, Baier, Rost, Laas, Franke - Frommer, Frahn.

Bei jedem Angriff von RB Leipzig wurde die Abwehr zu einer Dreierkette, selbst wenn der Angriff nicht über links ging, war Franke mehr im Mittelfeld als in der Abwehr zu finden. Das kurzfristige Übergewicht im Mittelfeld zahlte sich aus: Hoher Ball auf Frommer, der legte mit der Brust ab und Watzka schoss den Ball aus 20 Metern flach ins Netz. Als sich Franke nun auf die Linksverteidigerposition zurück begab und man als Zuschauer froh war, endlich die taktische Ordnung verstanden zu haben, spielte uns Oral den nächsten Streich. Vier neue Spieler in der 64. Minute: Hertzsch für Kläsener, Lewerenz für Watzka, Kutschke für Frahn und Albert für Bick.

Neuhaus - Albert, Hertzsch, Buszkowiak, Franke - Baier, Rost - Lewerenz, Laas - Frommer, Kutschke.

Wie schon in Halbzeit eins, sah es danach aus, als ob Oral mit zwei "Sechsern" spielen ließ, in diesem Falle also Baier und Rost. Der sonst so starke Lewerenz sorgte in der 74. Minute im Westsachsenstadion für Aufruhr. Kaum auf dem Platz, verlor er dem Ball am Gegenspieler und schubste ihn anschließend nicht gerade sanft von hinten. Glück: Der Schiri sah es nicht. Pech: Oral sah es, nahm ihn zur Strafe vom Platz und wechselte Richard v.d. Bosch ein. Als die Zwickauer in der 77. Minute noch einmal zu einer Doppelchance kamen, machte Frommer in der 83. Minute den Deckel auf die Partie. Wie bei der Torchance in Hälfte eins von Timo Rost tankte sich ein Leipziger von außen durch, passte in die Mitte und fand den eigenen Mitspieler. Passgeber war diesmal Frommer, der Schütze Baier und schon stand es 3:0. Nur zwei Minuten später dann das 4:0. Nach einer abgewehrten Ecke schickte Alexander Laas den Ball volley ins Eck, der Drops war gelutscht. Kurz danach war auch Schluss, verdienter Sieg einer müde wirkenden Leipziger Mannschaft, die anscheinend vorher noch eine Trainingseinheit hatte. Zwickau stand vor allem in der Abwehr gut und kämpfte aufoperungsvoll. Stefan Schumann, ehemals RB Leipzig, war einer der besten auf Seiten der Gastgeber.
Übrigens: Kaum war der Zuschauer ein paar Kilometer vom Stadion entfernt, war strahlendblauer Himmel.

Rojiblanco

 
 Mal wieder Westsachsenstadion
 Meldung vom 26.07.2010


FSV Zwickau gegen RB Leipzig, so heißt das nächste anstehende Testspiel unserer aufstrebenden Mannschaft. Gespielt wird in Zwickau, am Dienstag, den 27.07.2010 - Anpfiff ist 18:30 Uhr. Dass es bei dieser Partie zu keiner 15-minütigen Verschiebung der Anstoßzeit, auf Grund von einer zu erwartenden Rekordkulisse, kommt, dürfte jedem klar sein. Zwickau hat Tradition, heißt aber nicht Schalke und spielt erst recht nicht in der gleichen Liga. Wenn überhaupt, so muss sich der klamme Verein mit einer vierstelligen Zuschauerzahl zufrieden geben.

Bereits dreimal traf das erst mit einem Jahr Vereinsgeschichte ausgestatte Team aus Leipzig schon auf die Zwickauer Mannschaft. Gleich am 2. Spieltag der ersten Saison fegten die Spieler von RB das Team des FSV mit 4:0 vor 2565 Zuschauern im eigenen Stadion am Bad vom Platz. Das Rückrundenduell gewann man vor knapp halb so vielen Fans in Zwickau mit 2:0. Doch es gab auch eine Niederlage gegen das von Dirk Barsikow angeführte Team und das war auch zugleich die bitterste Niederlage der Saison. Mit einem 3:2 kegelten die frechen Zwickauer unseren RBL im Viertelfinale des Sachsenpokals aus dem Turnier. Während die Leipziger Gäste zur Halbzeit noch an einen Halbfinaleinzug festhalten konnten (2:2), geschah in der 77. Minute die Sensation. Helbig überwindet Neuhaus zum 3:2-Siegtreffer und verhindert damit dem selbsternannten "Überflieger" RB Leipzig ein Weiterkommen im Landespokal.

Das alles ist Schnee von gestern! RB spielt nun eine Klasse höher, hat sich weiter enorm verstärkt und der neue Trainer Oral wirkt so, als arbeite er mit dem neuen Kader bereits am Feinschliff. Eine etwaige Findungsphase des gesamten Kaders konnte man in den letzten Testspielen kaum ausmachen. Alles läuft noch zügiger, professioneller und mit deutlich mehr Nachdruck ab. Das Leistungsprinzip scheint bei allen angekommen und von allen verstanden worden zu sein.

Und der FSV Zwickau? Startet den, vor allem im Osten so oft gehörten, Neuanfang. Konnte der drohenden Insolvenz und dem damit verbundenen Zwangsabstieg irgendwie von der Schippe springen und steht nun da mit leeren Händen. Was folgte war eine Inventur personeller Art. Das Präsidium wurde ausgewechselt. Der neue Trainer Nico Quade verliert die Leistungsträger Shubitidze, Fuchsenthaler und Helbig, gewinnt junge Spieler aus der eigenen 2. Mannschaft und den Ex-RB-Spieler Stefan Schumann (beide Seiten bekennen sich zum Wechsel, der Vertrag wird aber noch erarbeitet). Seine sechs Testspiele konnte der FSV mit einer beeindruckenden Bilanz gewinnen. 39:1-Tore stehen zu Buche. Allerdings spielten die Zwickauer ausschließlich gegen niederklassige Teams, was eine wirkliche Standortbestimmung unmöglich macht. Jetzt kommen also die Leipziger und was diese dem Traditionsverein auf jeden Fall hinterlassen, sind ein paar Euros in der Kasse und viele Notizen auf dem Block von Nico Quade.

Spilo

 
 Regionalligapreise stehen fest
 Meldung vom 26.07.2010


Auf der offiziellen Homepage sind nun die Tages- und Dauerkartenpreise für den Eintritt in die Red Bull Arena einzusehen. Demnach werden an Spieltagen die Sektoren A (Haupttribüne), B (Fanblock) und D (Auwärtsblock) geöffnet. Das günstigste Tagesticket kostet fünf Euro für den Fanblock, die günstigste Dauerkarte ist für 75 Euro zu haben - jeweils ermäßigt.



Hier die Preise im Überblick:

Tagespreise
Sektor A: 10 Euro (7 Euro ermäßigt)
Sektor B: 8 Euro (5 Euro ermäßigt)
Sektor D: 8 Euro (5 Euro ermäßigt)
VIP: 85 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei

Dauerkartenpreise
Sektor A: 150 Euro (105 Euro ermäßigt)
Sektor B: 120 Euro (75 Euro ermäßigt)
VIP: 1250 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei

Loch

 
 RB am Rande einer Überraschung
 Meldung vom 25.07.2010


Knapp zwei Monate ist es her, dass RB Leipzig schon einmal gewaltig Werbung in eigener Sache machen wollte. Damals ging das gründlich in die Hose. Der ideenlos spielende Oberliga-Meister unterlag im letzten Saisonspiel, zugleich ein Stadt-Derby, gegen erfrischend respektlos auftretende Leutzscher. Und das vor "nur" 10 000 statt der erwarteten 20 000 Zuschauer. Nun also Versuch Nummer 2: Diesmal gegen den traditionsreichen FC Schalke 04, diesmal vor exakt 21 566 zahlenden(!) Zuschauern, und diesmal vor allem gepaart mit einer Leistung, die viele Sympathien in der Stadt geweckt haben dürfte. Das Ergebnis, RB unterliegt nach frühem Führungstor durch Frommer am Ende unglücklich mit 1:2 (1:2), erscheint dabei zweitrangig.



Man muss schon etwas weiter in die Vergangenheit zurück reisen, um ein Spiel unter Beteiligung einer Leipziger Mannschaft zu finden, zu dem mehr als 20 000 Zuschauer strömten. Im März 2004 war dies der Fall, als der FC Sachsen in der damals noch drittklassigen Regionalliga vor 28 000 Zuschauern im Zentralstadion gegen die Amateure von Borussia Dortmund unterlag, und 2005, als ebenfalls Grün-Weiß vor mehr als 30 000 Zuschauern im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden ausschied. Weder die Freundschaftsspiele von Lok gegen Werder (13 268 Zuschauer) oder Leverkusen (9 165) noch das Traditions-Derby im vergangenen August (14 986) vermochten seitdem an dieser Marke zu knabbern. Nein, es musste schon ein anderer Club aus dem Revier her, um das Zentralstadion, das nun Red Bull Arena heißt, mal wieder zumindest zur Hälfte zu füllen.

Dass dies heute passieren würde, deuteten bereits die reichlich gefüllten Ränge lange vor Spielbeginn an. Aufgrund des großen Andrangs wurde der Anpfiff schließlich um 15 Minuten nach hinten verlegt. Ein Blick ins weite Runde lohnte heute ganz besonders: Die Gegengerade war proppenvoll, ebenso der RB-Fanblock. Besonders erfreulich: Dieser war somit sogar noch besser gefüllt als die blau-weiße Gegenseite und schloss sich den Aufforderungen der L.E. Bulls, aufzustehen, mehrmals mehrheitlich an. Wie einigen Gesprächen zu entnehmen war, hatten es sich auch einige Zuschauer in Block B bequem gemacht, die Fußball ansonsten vornehmlich im Bruno-Plache oder Alfred-Kunze verfolgen. In Anbetracht der großartigen Vorstellung unserer Bullen erscheint es nur schwer vorstellbar, dass dies für längere Zeit ihr letzter Besuch gewesen sein sollte.

Zum Spiel: Vielleicht fühlten sich die Schalker einfach veräppelt, weil ihre Einlaufkinder Schwarz-Gelb trugen. Vielleicht hatten die Blau-Weißen nach dem gestrigen Testspiel-Erfolg gegen Erzgebirge Aue (3:1) schwere Knochen. Vielleicht hatten sie aber auch einfach nicht mit einem von der ersten bis zur letzten Sekunde topmotivierten, einsatz- und teilweise auch spielfreudigen Gegner gerechnet. Denn genau das war RB Leipzig am gestrigen Abend.

In den ersten zehn Minuten spielte im Prinzip bloß eine Mannschaft: der Gastgeber. Es mag kurios klingen, doch das Führungstor durch Nico Frommer (nach Vorarbeit von Hertzsch und Lewerenz) nach gerade einmal elf Minuten war verdient. Schon vier Minuten zuvor hatte Kammlott die Chance zur Führung. Auch in der Folgezeit dominierte RasenBallsport das Geschehen und bot den von Tomas Oral nicht nur für dieses Spiel versprochenen Offensivfußball. Dass mit Frahn, Frommer, Kammlott und Lewerenz vier verdammt offensive Kräfte auf dem Platz standen, machte sich nicht nur in der Mannschaftsaufstellung, sondern auch in der praktischen Umsetzung bemerkbar.

Gut 20 Minuten dauerte es, bis auch die Gäste gefährlich vor dem Tor auftauchten. Zunächst schoss Rakitic drei Meter übers Tor, dann brachte unser Kapitän Ingo Hertzsch den Ball gefährlich auf den eigenen Kasten und in Minute 24 stand es dann leider tatsächlich 1:1. Der Schalker Neuzugang Erik Jendrisek setzte sich auf rechts gegen den bis dahin ganz starken Ismaili durch und bediente Edu in der Mitte, der sich aus fünf Metern Distanz gegen den ebenfalls ansonsten sehr starken Tim Sebastian durchsetzen konnte und auch Neuhaus keine Chance ließ. Kurz vor der Pause dann eine Duplizität der Ereignisse: Hertzsch erneut fast mit einem Eigentor (Neuhaus konnte gerade noch retten) und kurz darauf trifft S04 erneut ins Netz. Diesmal verlor Geißler 20 Meter vor dem eigenen Tor den Ball (und wurde dabei eventuell gefoult), woraufhin Rakitic die Gunst der Stunde nutzte und aus Strafstoßdistanz eiskalt abschloss.

Recht ausgeglichen präsentierte sich das Spiel in Halbzeit Zwei, wobei RB die besseren Chancen hatte. Kurz nach Wiederanpfiff setzte Rost einen Freistoß nur knapp am Tor vorbei und Schalke-Keeper Unnerstall wäre nach Notbremse an Kammlott wohl vom Platz geflogen, wenn es sich nicht um ein Testspiel gehandelt hätte. So beließ es Schiri Jan Seidel bei einer Gelben Karte. Bei Schalke war es Torschütze Edu, dem sich die beiden besten Chancen seines Teams boten; auf Seiten von RB war es vor allem ein vom eingewechselten Albert angeführter 3-gegen-1-Konter, der Aussicht auf Torerfolg versprach. Am Ende fehlte den Bullen jedoch wiederholt Glück und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

Schalke präsentierte sich so wie über weite Strecken der Vorsaison auch: abgezockt, effizient, die Fehler des Gegners eiskalt ausnutzend. So schafften es die Königsblauen vor wenigen Monaten fast sensationell zur Deutschen Meisterschaft, und so reichte es auch zu einem etwas schmeichelhaften Erfolg gegen einen Regionalligisten. Regionalliga-Niveau war das, was RB Leipzig dem Publikum in seinem neuen "Wohnzimmer" gestern Abend präsentierte, allerdings nicht. Natürlich war dies nur ein Testspiel. Doch trotzdem: Wenn diese kollektiv überzeugende Mannschaft diese Einstellung und Spielfreude annähernd mit in den weit weniger aufregenden Ligabetrieb übernehmen kann, dann ist die Regionalliga tatsächlich nur eine weitere Durchgangsstation. Auf dem Weg in Sphären, in denen begeisternde Fußballfeste wie das gestrige auf der Tagesordnung stehen.

Loch

Daten zum Spiel
RB Leipzig: Neuhaus - Ismaili (71. Albert), Hertzsch (71. Kläsener), Sebastian (71. Buszkowiak), Müller (71. Franke) - Lewerenz (59. Watzka), Rost (71. Bick), Geißler (71. Laas), Frahn (82. van den Bosch) - Kammlott (71. Kutschke), Frommer (59. Baier)
Schalke 04: Schober (46. Unnerstall) - Moritz, Höwedes (46. Matip), Metzelder, Hao (12. Schmitz) - Kluge (46. Reginiussen), Rakitic (73. Jones) - Farfan, Jendrisek (83. Pourie) - Gavranovic (68. Müller), Edu
Schiedsrichter: Jan Seidel (Hennigsdorf)
Zuschauer: 21 566
Tore: 1:0 Frommer (11.), 1:1 Edu (24.), 1:2 Rakitic (42.)
Gelbe Karten: Unnerstall
(Gelb-)Rote Karten: keine

 
 Spiel 1 in der Red Bull Arena
 Meldung vom 23.07.2010


Viel besser hätte man die Geschichte kaum schreiben können: Die beiden Trainer, die in der Sommerpause als heißeste und vor allem namhafteste Anwärter auf die Nachfolge von Tino Vogel gehandelt wurden, treffen wenige Wochen später direkt aufeinander. Der eine, Tomas Oral, Serien-Aufsteiger mit dem FSV Frankfurt, ist nun tatsächlich RB-Trainer und möchte, nein, muss seine Aufstiegs-Serie fortsetzen. Zweite Bundesliga innerhalb von drei Jahren, hat Red Bull-Boss Didi Mateschitz jüngst als Vorgabe ausgegeben. Der Aufstieg in die 3. Liga ist bereits im ersten Jahr Pflicht. Der andere kürzlich als RB-Coach gehandelte Mann, Meistertrainer Felix Magath, sitzt nun weiterhin auf der Bank von Bundesligist, Vize-Meister und Champions League-Teilnehmer Schalke 04. Und das auch am morgigen Samstag, 17.00 Uhr, in der Red Bull Arena, wenn diese im Rahmen eines Testspiels offiziell "eröffnet" wird.



Aufklärungsbedarf in Sachen Geheimtreffen mit Mateschitz sieht Felix Magath keinen mehr. Beide kennen sich seit Jahren, waren miteinander essen - geheim sei daran überhaupt nichts gewesen. Mehr gab und gibt es dazu scheinbar auch nicht mehr zu sagen. Ob jemals ernsthaft die Chance bestand, dass Magath in die Regionalliga wechselt, wissen wohl nur diese beiden. RB war bundesweit in den Nachrichten, Magath darf nun auf Schalke shoppen gehen - eine Win-Win-Situation war es in jedem Fall. Davon, dass der eigentliche neue Trainer, also Tomas Oral, schon von Beginn an das Stigma der zweiten Wahl mit sich herumtragen müsse, kann jedenfalls keine Rede sein. Nach Magath kräht in Leipzig im Moment kein Hahn mehr.

So viel zur Vorgeschichte des Testkicks, für das - Stand heute - bereits 17 000 Karten im Vorverkauf weggegangen sind. Eine Zuschauerzahl jenseits der 20 000, die man sich ja eigentlich schon bei der Anti-Werbung gegen den FC Sachsen erhofft hatte, erscheint nun mehr als realistisch.

Doch worauf darf sich das Leipziger Publikum, inklusive der DHfK-Handballer mitsamt Kretzsche, freuen? Auf Schalke in Bestbesetzung? Zumindest Neuzugang Christoph Metzelder soll von Beginn an spielen, genauso wie Stürmer Edu und Mittelfeldspieler Peer Kluge. Rafinha fehlt verletzt, Nationalkeeper Manuel Neuer befindet sich noch im Urlaub. Auch auf Raúl werden wir verzichten müssen, da dieser laut Informationen der BILD erst am kommenden Montag seine Entscheidung fällt, ob er künftig in Blau-Weiß auflaufen wird. Heute Abend spielt Schalke gegen Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue (live auf Sport1). Wer da schon länger als 45 Minuten auf dem Platz steht, dürfte für morgen nicht gerade Startplatz-Kandidat Nummer 1 sein.

Auf Seiten der Rasenballsportler besteht nur auf zwei Positionen absolute Gewissheit: Sven Neuhaus hütet das Tor (aber wie lange noch?) und Innenverteidiger Ingo Hertzsch führt die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Die Kapitänsbinde zum Saisonauftakt ist ihm damit aber ebenso wenig sicher wie eine Garantie auf einen Stammplatz. Überhaupt besteht im Team nun ein viel größerer Konkurrenzkampf als noch in der Vorsaison.

Müller, nach übereinstimmender Einschätzung bester Spieler der letzten Saison, ist hinten links gesetzt, auf der anderen Seite scheint der Zweikampf zwischen Albert und Ismaili vollkommen offen. In der Innenverteidigung streiten sich Kläsener, Hertzsch und Sebastian um zwei Plätze; dem Neuzugang gehört im Moment einer davon, im Falle des anderen dürfte Hertzsch gerade etwas die Nase vorn haben. Auch im Sturm stehen für die drei aussichtsreichsten Kandidaten, also Frommer, Frahn und Kammlott, lediglich zwei Plätze zur Verfügung. In den Testspielen während des Trainingslagers durften trotzdem alle drei gleichzeitig auf den Platz: Frommer und Kammlott als Stürmer, Frahn im Mittelfeld. Sollte Oral an dieser wie angekündigt offensiven Ausrichtung festhalten, bleiben im Mittelfeld noch drei Plätze, um die sich dann unter anderem Lewerenz, Watzka, Rost, Bick, Geißler, Baier, Laas, Rosin (derzeit verletzt) sowie die potentielle "1A-Lösung auf links" streiten. Nimmt man die Startaufstellungen der letzten Testspiele als Maßstab, so dürften Lewerenz und Rost hierbei gute Karten haben.

Mit Ausnahme des Spiels gegen Eilenburg hat es bislang stets den Anschein gehabt, dass Tomas Oral die seiner Meinung nach stärkste Elf von Beginn an spielen lässt. Das Spiel gegen Schalke gibt vielleicht keine Gewissheit, wer zum Saisonauftakt gegen Türkiyemspor auf dem Platz stehen wird. Doch die Spieler, die gegen Königsblau in den ersten 45 Minuten zum Zug kommen, dürfen sich vermutlich gute Chancen ausrechnen.

Loch

 
 Nach 2:1-Erfolg kommt deutscher Vizemeister Schalke 04
 Meldung vom 21.07.2010


Audio-Interviews vor dem Spiel:

Pressekonferenz vor dem Schalke-Spiel: Tomas Oral
Pressekonferenz

Audio-Interviews nach dem Spiel:

Pressekonferenz nach dem Schalke-Spiel: Tomas Oral
Pressekonferenz
Interview mit Ingo Hertzsch
Interview mit Nico Frommer
Interview mit Tom Geißler

Am gestrigen Dienstag konnte RB Leipzig erfolgreich das Trainingslager mit einem 2:1-Erfolg gegen die U23-Mannschaft von Red Bull Salzburg abschließen. Die Tore in einem erneut guten Spiel von RB Leipzig schossen Nico Frommer (27.) und der erst 17-jährige Matthias Buszkowiak. Mit diesen drei starken Spielen (1:2-Niederlage gegen den rumänischen Meister Cluj, 1:1 gegen den ungarischen Rekordmeister Ferencvaros Budapest sowie der Sieg gegen die U23-Auswahl von Salzburg) wird die Mannschaft von Trainer Tomas Oral mit breiter Brust in die Partie gegen den deutschen Vizemeister und Champions League-Teilnehmer FC Schalke 04 gehen. Dennoch wird RB Leipzig gegen das von Erfolgs-Trainer Felix Magath trainierte Team als klarer Außenseiter in die Partie gehen. Bis auf Daniel Rosin sind bei den Roten Bullen alle Spieler fit, weshalb man sich, in der sicherlich mit über 20.000 Zuschauern gut gefüllten Red Bull Arena, Chancen auf einen Sieg ausrechnet. Gerade in den letzten Tagen wurden besonders viele Karten abgesetzt, so dass am heutigen Dienstag zwischenzeitlich keine Karten mehr für das Spiel geordert werden konnten.



Für alle die, die nicht zu diesem Fußballhighlight im Stadion sein können, findet ihr wie immer auf unserer Seite das Fanradio. Es wird euch kompetent und spannend das aktuelle Spielgeschehen geschildert sowie einige Hintergrundinformationen zu Verein und Spielern mitgeteilt. Somit könnt ihr auch ohne den Ticker der offiziellen RB-Seite, welcher zu diesem Spiel leider nicht eingestzt wird, live im Internet dabei sein. Solltet ihr direkt Fragen an die beiden Radiomoderatoren haben, könnt ihr diese gern in unserem Chat stellen. Für diesen ist allerdings die Anmeldung in unserem Forum erforderlich, wo ihr unter anderem über das große Spiel gegen Schalke diskutieren könnt. Weiterhin könnt ihr in unserer Grußbox gern Personen grüßen, die dann von den Radiomoderatoren ausgerichtet werden. Dazu müsst ihr nur den Fanradiobutton in der Grußbox auf der linken Seite aufrufen. Wir wünschen allen Zuschauern viel Spaß bei diesem zu erwartenden Fußballfest!

Statistik zum Spiel gegen Red Bull Salzburg U23:
Aufstellung: Hammel - Ismaili (46. Albert), Hertzsch (46. Kläsener), Sebastian (74. Buszkowiak), Müller (46. Franke) - Lewerenz (46. Watzka), Rost (46. Bick), Geißler (46. Baier), Frahn (66. van den Bosch) - Kammlott (46. Laas), Frommer (46. Kutschke)
Tore: 0:1 Frommer (27.), 1:1 Aschauer (53.), 1:2 Buszkowiak (82.)
Zuschauer: 50

Jupp

 
 Trainingslager in Salzburg - Erster Achtungserfolg und Testspiel
 gegen ungarischen Rekordmeister
 Meldung vom 15.07.2010


Während in Deutschland bei 35 Grad die Klimaanlagen der Deutschen Bahn ausfallen, die Menschen in regelmäßigen Abständen kollabieren und bei jedem Einzelnen schon vom Nichtstun die Schweißproduktion auf Hochtouren läuft, ist es fast unvorstellbar, bei diesem Klima auch noch aktiv Sport zu betreiben. Die Mannschaft von RasenBallsport Leipzig tut dies, jedoch bei angenehmen 20-25 Grad in der österreichischen Landeshauptstadt Salzburg, dazu mit perfekter Betreuung und idealen Trainingsbedingungen - Fußballer müsste man sein.

Doch dass dieses zweiwöchige Trainingslager kein Erholungsurlaub wird, wo die Spieler in der Salzach baden und die Landschaft bewundern können, macht die Aussage von Keeper Sven Neuhaus gegenüber der LVZ deutlich:
"Wir trainieren jetzt jeden Tag an unserer Leistungsgrenze. Und das muss auch so sein. Die Regionalliga wird uns nicht empfangen und sagen: Steigt ihr mal schön auf. Tomas Oral arbeitet akribisch, hat einen Plan. Wer von dem abweicht, bekommt Probleme. Wenn um 13 Uhr Mittagessen ist, heißt das nicht 13.05 Uhr. Und wenn es heißt, wir ziehen das rote T-Shirt an, dann ist es das rote."
Nachdem die Mannschaft am Sonntag im Trainingslager ankam, bat der gut gelaunte Trainer Oral am Montag gleich zur ersten Trainingseinheit. In Thalgau wurde am Vormittag eine Leistungsdiagnostik durchgeführt, anschließend folgten Übungen mit dem Ball und das Einstudieren von Standartsituationen auf dem Trainingsgelände der Nachwuchsakademie von Red Bull Salzburg. Dienstagabend zeigte der, vor allem wenn es um Trainingsleistung geht, umbarmherzige Oral seine soziale Seite und schaute sich zusammen mit der Mannschaft das Champions-League-Qualifikationsspiel zwischen Salzburg und dem Vertreter der Faröer Inseln HB Torshavn an (Endstand 5:0). Zwei Dinge waren dabei elementar:
1. Das Spiel sollte ein Anreiz für die Spieler sein, schließlich wollen sie dort in ein paar Jahren auch spielen.
2. Es wurden ihnen gezeigt, wie man gegen defensiv spielende Gegner spielerisch überzeugt und dabei auch mehr als ein oder zweimal das Tor trifft - war in der letzten Saison nicht immer der Fall.

Am Mittwochabend hatten die Leipziger ihr erstes Testspiel auf höherklassigem Niveau. Der rumänische Erstligist CFR Cluj, die vor kurzem Anderlecht mit 3:0 vom Platz gefegt haben und vor zwei Jahren gegen Chelsea London (!) in der Champions League zu Hause ein 0:0 erreichten, sollte damit der erste Härtetest werden. In einer guten Partie erzielte der zur Halbzeit eingewechselte Maximilian Watzka in der 59. Minute die Führung für die Bullen mit einem sehenswerten Fernschusstor aus 35-40 Metern. Doch die Führung hielt nicht lange an, Sasa Bjelanovic sorgte nur fünf Minuten später für den Ausgleich und keine zehn Minuten später stand es plötzlich 1:2, Torschütze Gabriel Muresan, Fernschusstor aus 20 Metern. Oral war mit der ersten Halbzeit zufrieden, in der Zweiten fehlten ihm die Ordnung im Spiel und die Durchschlagskraft in der Offensive. Trotz allem ein gutes Resultat, auf das die Mannschaft stolz sein kann.

Am Samstag findet das nächste Testspiel statt, diesmal gegen den ungarischen Rekordmeister Ferencvaros Budapest, die 28 mal die Nemzeti Bajnoksag gewannen. Im Kader der Ungarn befinden sich wenig bekannte Namen, vielleicht ist Fußballkennern der Name André Schembri bekannt, der bis vor einem Jahr noch bei CZ Jena gespielt hat. Mit Justin Haber haben sie einen 38-maligen Nationalspieler von Malta im Tor, hinten hält der Serbe Djordje Tutoric, ausgebildet bei Partizan Belgrad und bereits mit internationaler Erfahrung, die Abwehr zusammen. Wir freuen uns auf ein schönes Spiel, drücken den Jungs die Daumen und hoffen auf ein gutes Resultat!

Aufstellung gegen Cluj:
Neuhaus - Ismaili, Hertzsch (46. Kläsener), Sebastian (46. Buszkowiak), Müller (46. Franke) - Lewerenz (46. Watzka), Bick (46. Rosin), Geißler (46. Baier), Frahn (46. Laas) - Kammlott (46. Kutschke), Frommer (46. van den Bosch) - Trainer: Tomas Oral
Tore: 1:0 Watzka (59.), 1:1 Bjelanovic (65.), 1:2 Muresan (75.)
Schiedsrichter: Norbert Schwab (Salzburg)
Zuschauer: 50
Karten: Kläsener und Watzka (beide Gelb)

Rojiblanco

 
 RB Leipzig überzeugt im Testspiel gegen Borna
 Meldung vom 10.07.2010


Kurz vor der Abreise in österreichische Trainingslager nach Salzburg hat das Team von Trainer Tomas Oral das dritte Vorbereitungsspiel der Saison gewonnen. Nach dem 4:0-Erfolg gegen Eilenburg und dem mageren 1:0-Sieg gegen BW Neustadt legte die Mannschaft vor allem in der Offensive ihre eklatante Abschlussschwäche ab und gewann gegen Borna hochverdient mit 10:0.



Bei brütend heißen Temperaturen zeigten die Spieler eine engagierte Vorstellung und bestimmten die Partie nach Belieben, so war auch die Pausenführung von 7:0 standesgemäß. In Hälfte zwei blieb Oral seinem bisherigen Testspielmotto treu und wechselte die komplette Elf aus. Der zweite Anzug wurde bereits während der ersten Halbzeit abseits des Platzes vom Konditionstrainer mit einer Trainingseinheit strapaziert, sodass die Jungs in den letzten 45 Minuten jede Spritzigkeit vermissen ließen. Am Ende des Spiels hieß es 10:0 für RB Leipzig, die 320 Zuschauer sahen ein gutes Spiel das für alle RBL-Fans Hoffnung auf mehr macht.

Aufstellung: Neuhaus (46. Hammel) - Ismaili (46. Albert), Kläsener (46. Hertzsch), Sebastian (46. Buszkowiak), Müller (46. Franke) - Lewerenz (46. Watzka), Bick (46. Baier), Laas (46. Rosin), Geißler (46. Daubitz) - Kammlott (46. Frahn), Frommer (46. Kutschke)
Tore: 0:1 Frommer (17.), 0:2 Frommer (27.), 0:3 Kammlott (29.), 0:4 Frommer (38.), 0:5 Müller (40., Foulelfmeter), 0:6 Lewerenz (41.), 0:7 Frommer (44.), 0:8 Kutschke (53.), 0:9 Rosin (77.), 0:10 Frahn (86.)
Schiedsrichter: Mirko Eckart (Zschaitz)
Zuschauer: 320
Karten: Keine


 
 Rahmenspielplan für die Regionalliga Nord terminiert
 Meldung vom 08.07.2010


Seit dem gestrigen Mittwoch steht der Rahmenspielpan für die kommende Saison fest. RB Leipzig tritt dabei zum Auftakt gegen Türkiyemspor Berlin an. Weitere wichtige Termine sind das Spiel gegen Magdeburg am 11.09.2010 sowie die Spiele gegen Halle, die beide in der heimischen Red Bull Arena ausgetragen werden am 20.11.2010 und 14.05.2010. Es ist zu beachten, dass dies nur der vorläufige Spielplan ist und sich Termine noch verschieben können. Hier der komplette Spielplan mit Beteiligung von RB Leipzig:

1. Spieltag, 07.08.2010: RB Leipzig - Türkiyemspor Berlin
2. Spieltag, 21.08.2010: Eintracht Braunschweig II - RB Leipzig
3. Spieltag, 28.08.2010: RB Leipzig - Hannover 96 II
4. Spieltag, 04.09.2010: Holstein Kiel - RB Leipzig
5. Spieltag, 11.09.2010: RB Leipzig - 1. FC Magdeburg
6. Spieltag, 18.09.2010: Hamburger SV II - RB Leipzig
7. Spieltag, 22.09.2010: RB Leipzig - SV Wilhelmshaven
8. Spieltag, 25.09.2010: FC Oberneuland - RB Leipzig
9. Spieltag, 02.10.2010: VfB Lübeck - RB Leipzig
10. Spieltag, 16.10.2010: RB Leipzig - VfL Wolfsburg II
11. Spieltag, 23.10.2010: VFC Plauen - RB Leipzig
12. Spieltag, 30.10.2010: RB Leipzig - Hertha BSC Berlin II
13. Spieltag, 06.11.2010: Energie Cottbus II - RB Leipzig
14. Spieltag, 13.11.2010: RB Leipzig - ZFC Meuselwitz
15. Spieltag, 20.11.2010: Hallescher FC - RB Leipzig
16. Spieltag, 27.11.2010: RB Leipzig - Chemnitzer FC
17. Spieltag, 04.12.2010: TSV Havelse - RB Leipzig
18. Spieltag, 11.12.2010: Türkiyemspor Berlin - RB Leipzig
19. Spieltag, 18.12.2010: RB Leipzig - Eintracht Braunschweig II

-- Winterpause --

20. Spieltag, 12.02.2010: Hannover 96 II - RB Leipzig
21. Spieltag, 19.02.2010: RB Leipzig - Holstein Kiel
22. Spieltag, 26.02.2010: 1. FC Magdeburg - RB Leipzig
23. Spieltag, 05.03.2010: RB Leipzig - Hamburger SV II
24. Spieltag, 12.03.2010: SV Wilhelmshaven - RB Leipzig
25. Spieltag, 19.03.2010: RB Leipzig - FC Oberneuland
26. Spieltag, 02.04.2010: RB Leipzig - VfB Lübeck
27. Spieltag, 09.04.2010: VfL Wolfsburg II - RB Leipzig
28. Spieltag, 16.04.2010: RB Leipzig - VFC Plauen
29. Spieltag, 23.04.2010: Hertha BSC Berlin II - RB Leipzig
30. Spieltag, 30.04.2010: RB Leipzig - Energie Cottbus II
31. Spieltag, 07.05.2010: ZFC Meuselwitz - RB Leipzig
32. Spieltag, 14.05.2010: RB Leipzig - Hallescher FC
33. Spieltag, 21.05.2010: Chemnitzer FC - RB Leipzig
34. Spieltag, 28.05.2010: RB Leipzig - TSV Havelse

Jupp

 
 Reimann und Moritz wechseln in die dritte Liga - Knapper Testspielsieg
 Meldung vom 07.07.2010


Stürmer Christian Reimann und Torhüter Alexander Moritz verlassen nach nur einem Jahr den Verein und wechseln zum Drittligisten FC Carl-Zeiss Jena, die mit Josip Landeka, Ronny Nikol und Tobias Korbjuweit noch drei weitere Neuzugänge vermeldeten. Beide bestanden das Probetraining und überzeugten die Verantwortlichen um Trainer Jürgen Raab.



Reimann kehrt damit in seine Heimat zurück, der gebürtige Thüringer spielte bereits in der Jugend bei Grün-Weiß Stadtroda. Nach den Zwischenstationen Pößneck (bis 2004), Plauen (bis 2007), Sachsen Leipzig (bis 2008) und Magdeburg (bis 2009) wechselte "Reimi" in der vergangenen Saison zu RB Leipzig und erzielte insgesamt 13 Treffer. Keeper Alexander Moritz kam trotz seines großen Potenzials nicht an Stammtorhüter Sven Neuhaus vorbei und suchte deshalb eine neue Herausforderung, die er nun in Jena bekommen wird. In der abgelaufenen Spielzeit kam Moritz auf sechs Einsätze.

Wir wünschen beiden Spielern viel Erfolg bei ihrem neuen Arbeitgeber und bedanken uns für die gezeigten Leistungen.

Gestern Abend fand für die Leipziger währenddessen das zweite Testspiel statt. Beim Sechstligisten Blau Weiss 90 Neustadt kam die Truppe von Tomas Oral zu einem 1:0 Erfolg, Siegtorschütze war Maximilian Watzka in der 46. Minute. Trainer Oral bemängelte anschließend die schlechte Chancenverwertung und forderte im nächsten Spiel mehr Tore - Gelegenheit haben die Spieler dazu schon am Freitag beim Bornaer SV, Anstoß ist 18.30 Uhr.

Aufstellung: Neuhaus (46. Bellot) - Ismaili (46. Albert), Hertzsch (46. Kläsener), Sebastian (46. Buszkowiak), Franke (46. Müller) - Lewerenz (46. Watzka), Rost (46. Rosin), Baier (46. Bick), Geißler (46. Laas) - Kutschke (46. Frahn), Frommer (46. Kammlott)
Tor: 0:1 Watzka (46.)
Schiedsrichter: Jan Schröder (Jena)
Zuschauer: 200
Karten: Keine

Rojiblanco

 
 Testspielauftakt gegen Eilenburg
 Meldung vom 01.07.2010


Am kommenden Samstag den 3. Juli um 12.30 Uhr wird erstmals das Team von Trainer Tomas Oral zu einem Spiel antreten. Gegner im Ilburgstadion wird der heimische Klub aus Eilenburg sein, der in der nächsten Saison in der sechstklassigen Sachsenliga antritt. In der letzten Spielzeit verpasste der FC Eilenburg den Aufstieg in die Oberliga nur knapp und konnte Platz 3 belegen. Diese gute Platzierung war jedoch nicht überraschend. So konnten die Eilenburger bei der Generalprobe von RB Leipzig in Markranstädt ein beachtliches 1:1 erzielen.

Gespannt darf man somit sein, wie sich das neu formierte Team von RB Leipzig beim ersten Vorbereitungsspiel für die kommende Regionalligasaison schlägt. Nicht dabei sein werden Daniel Rosin und Nico Frommer, welche beide angeschlagen ausfallen werden. Sicher ist, dass Tomas Oral viel experimentieren wird, so dass jeder Spieler zum Einsatz kommen dürfte. Insofern wird es schwierig sein, erste Rückschlüsse über künftige Aufstellungen zu ziehen. Durch die Vorverlegung auf 12.30 Uhr ist zu hoffen, dass die Mannschaft von einigen Auswärtsfans unterstützt werden wird. Einen Liveticker und das Fanradio wird es zum Spiel leider nicht geben. Es ist allerdings zu erwarten, dass der ein oder andere Mitgereiste im Forum live zum Spielgeschehen postet. Das entsprechende Thema zu diesem Spiel findest du hier.

Jupp

 
 Es geht wieder los
 Meldung vom 29.06.2010


Audio-Interviews:

Audio-Interview mit Tim Sebastian
Audio-Interview mit Tomas Oral

Pünktlich 10.00 Uhr eröffnete Neu-Trainer Tomas Oral heute im Noch-Zentralstadion das Training der Rasenballer, verfolgt von etwa 50 Interessierten und Medienvertretern. Mit an Bord waren die zahlreichen namhaften Neuzugänge wie Daniel Frahn, Tim Sebastian und Tom Geißler sowie Probespieler Marcel Piesche von Twente Enschede. Dieser wird noch bis zum ersten Testspiel am Samstag in Eilenburg (vorverlegt auf 12.30 Uhr) für RB am Ball bleiben, dann dürfte sich seine Zukunft entscheiden. Daniel Rosin (Knochenhautentzündung) und Nico Frommer (Patellasehnenzerrung) konnten heute nur teilweise mittrainieren. Im Falle von Frommer besteht leider die Möglichkeit, dass er noch eine ganze Weile nicht zur Verfügung steht. Gewissheit bringt in beiden Fällen eine baldige genaue Diagnose.


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Los ging's heute mit Dehnübungen unter dem neuen Athletik-Trainer Tobias Wawroschek, der ebenso wie Ali-Kayhan Cakici (Co.), Ingmar Genehr (Physio-Chef) und Peter Hergert (Busfahrer, Zeugwart) dem neuen Funktionsteam angehören wird. Anschließend stand Training mit dem Ball, darunter Tempo-Dribblings auf dem Programm. In Anbetracht der bereits zu früher Stunde unangebracht hohen Temperaturen hielt sich das Tempo dabei verständlicherweise noch in Grenzen. Es folgte ein kleines Trainingsspielchen und nach 90 Minuten hatten die Roten Bullen ihre erste Trainingseinheit dann auch überstanden.

In der anschließenden Pressekonferenz wagten Tomas Oral und Innenverteidiger Tim Sebastian einen kleinen Ausblick auf die kommende Regionalliga-Saison. Die Frage nach den härtesten Konkurrenten beantwortete Oral mit den üblichen Verdächtigen: Chemnitz, Halle, Magdeburg sowie die Zweiten von Wolfsburg und dem HSV. Oral möchte gerne schönen Fußball spielen lassen, allerdings nütze dieser auch nichts, wenn man in der letzten Minute ein Spiel verliert. Wenn dann aber alle Spieler topfit und die Abläufe und spielerischen Elemente verinnerlicht sind, könne man sich auf die eine oder andere attraktive Partie freuen.

Desweiteren bestätigte uns Pressechef Hans-Georg Felder, dass das neuerdings verwendete Logo nun offizielles Vereinslogo sei. Mindestens in der Hinrunde werde es allerdings keinen Einzug auf die Trikots halten. Eine Bestätigung durch den DFB stehe ebenfalls noch aus.

Loch

 
 Goalgetter wechselt zu RB Leipzig
 Meldung vom 28.06.2010


Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern: Regionalliga-Torschützenkönig Daniel Frahn wechselt von Babelsberg zu RB Leipzig und damit wird der erste der von Trainer Oral angekündigten Stürmer verpflichtet. Über die Ablösesumme vereinbarten die Vereine Stillschweigen. Zuletzt hatte der SVB 500.000 Euro aufgerufen.



In der abgelaufenen Saison hatte Frahn eine eingebaute Torgarantie: 29 Tore in 32 Spielen sprechen Bände. Der gebürtige Potsdamer begann das Fußballspielen in der Jugend des FSV Glückauf Brieske-Senftenberg. Später zog es ihn zurück in die Landeshauptstadt zum SSV Turbine Potsdam. Mit 13 wechselte er in die Sportschule nach Cottbus, wo er die übrigen Jugendabteilungen durchlief. Er spielte in der B- und A-Jugend in der Regionalliga und stieg mit letzterer in der Saison 03/04 in die Juniorenbundesliga auf. In der darauffolgenden Spielzeit erreichte seine Mannschaft den 4. Platz und er avancierte zum "überragenden Torjäger". In der Saison 05/06 überraschte Cottbus mit dem zweiten Platz. In jener Saison trainierte er unter Petrik Sander mit dem Bundesligateam von Energie und debütierte mit einem Kurzeinsatz gegen Alemannia Aachen bei den Profis, musste sich in 20 weiteren Fällen jedoch mit einem Bankplatz zufrieden geben. Neben seinen Spielen für die Junioren kam er außerdem zu 12 Oberligaeinsätzen für die 2. Mannschaft von Cottbus. Ein Höhepunkt am Ende der Saison war die Einladung zur U19 Nationalmannschaft, für die er im Spiel gegen Polen zum Einsatz kam.

Im Sommer 2006 wechselte Frahn dann in die Regionalliga zu Hertha BC II und war an 31 Spielen beteiligt. Seine vier Tore konnten den Abstieg jedoch nicht verhindern. Unrühmlicher Höhepunkt einer verunglückten Saison war die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit am vorletzten Spieltag, die ihm eine Sperre über 6 Spiele einbrachte. Diese saß er dann bei seinem neuen Arbeitgeber, dem SV Babelsberg ab, wohin er zur Saison 07/08 wechselte.

In der neuen Regionalligasaison kam er zu 28 Einsätzen, nur unterbrochen durch zwei Gelbsperren. Dabei erzielte er 5 Tore. Aufgrund der Regionalligareform spielten die Filmstädter in der nächsten Saison nur noch Viertklassig. In 27 Punktspielen war er mit 11 "Buden" Toptorjäger seiner Mannschaft. In den Heimspielen gegen den CFC und den HSV II hatte er mit Doppelpacks großen Anteil an den Siegen. Der HSV II gehörte auch in der nächsten Saison 09/10 zu seinen Lieblingsgegnern. Im Hinspiel am 8. Spieltag gelangen ihm vier Tore, darunter ein lupenreiner Hattrick.

Frahn erhält bei den Bullen, wie seine Sturmkollegen Kutschke und Lewerenz, einen Dreijahresvertrag und wird in der neuen Saison mit der Rückenummer 9 auflaufen. Dies bedeutet zugleich, dass der alte Torschützenkönig und ehemalige Träger der Nr.9, Jochen Höfler, den Verein wohl verlassen wird. Frahn bezeichnet "die sportliche Herausforderung, die RB Leipzig" ihm "perspektivisch aufgezeigt hat, ist sehr reizvoll" und weiß, dass von ihm vor allem " Tore erwartet werden".

Den aktuellen Stand der Kaderplanung könnt ihr hier einsehen.

Rumpelstilzchen

 
 RB Leipzig startet in Saisonvorbereitung - Trainingsauftakt am Montag -
 Trainingslager und Testspiele
 Meldung vom 28.06.2010


Die WM ist noch im vollen Gange und trotzdem starten die ersten deutschen Vereine bei angenehmen sommerlichen Temperaturen bereits ihre Vorbereitung auf die neue Saison. Auch für die Spieler des Regionalligaaufsteigers RB Leipzig ist am kommenden Montag die Sommerpause vorbei.

Los geht es wie bereits erwähnt am Montag, den 28. Juni 2010, mit einer Leistungsdiagnostik in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig. Hier wird mit bestimmten Testverfahren die Leistungsfähigkeit in den Disziplinen Ausdauer, Schnelligkeit und Schnellkraft der Spieler festgestellt. Ziel ist es, individuelle Schwächen des Einzelnen zu erkennen. Sind diese bekannt, kann der Trainer den Trainingsplan darauf zuschneiden um diese versuchen zu beseitigen. Am Dienstag um 10 Uhr im Zentralstadion folgt das erste Training mit Ball, wobei bei Tomas Oral bezweifelt werden darf, ob die Spieler wirklich in den Genuss des runden Leders kommen werden - schließlich lautet seine erste Divise "Einhundertprozentige Fitness aller Spieler" und damit kann man schließlich nicht früh genug anfangen.

Nach drei Testspielen (Details siehe weiter unten) geht es für die Mannschaft - nicht wie von Ex-Trainer Timo Vogel geplant ins Trainingslager nach Teistungen - sondern vom 11. Juli bis zum 21. Juli nach Österreich. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Wahl auf das idyllische Saalfelden/Leogang gefallen ist. Dort hatte bereits vom 13.06. - 19.06 der österreichische Meister RB Salzburg Quartier bezogen und auch weitere namenhafte Teams bereiten sich in der Urlaubsregion auf ihre neue Saison vor - eine Bestätigung seitens RB Leipzig liegt uns bisher aber nicht vor. Saalfelden/Leogang liegt nahe der deutschen Grenze circa 25 km entfernt vom Königssee (Nationalpark Berchtesgaden), von Leipzig aus sind es mit dem Auto circa 6 Stunden Fahrt. In diesem Zeitraum sind weitere Testspiele geplant, möglich wäre ein Aufeinandertreffen mit dem rumänischen Erstligisten und Champions-League-Vertreter Unirea Urziceni, die zum selben Zeitpunkt in Saalfelden ihr Trainingslager haben.

Nach dem Trainingslager geht es wieder zurück nach Leipzig, wo sich die Mannschaft auf weitere Testspiele freuen darf. Ein besonderes Schmankerl erwartet die Leipziger Fußballszene am 24. Juli 2010 um 17 Uhr zur Eröffnung der Red-Bull-Arena, wenn der amtierende Vizemeister mit Erfolgstrainer Felix Magath gegen RB Leipzig antritt. Nach Informationen der BILD sollen bereits über 10.000 Karten verkauft worden sein - Tendenz weiter steigend.

Die Saison beginnt für RB Leipzig am Wochenende des 06.-08. August, die Ansetzungen werden aber erst Mitte Juli bekannt gegeben.

Der Testspielplan von RB Leipzig im Juli:

03.07.2010, 15:00, Eilenburg (Ilburgstadion)
FC Eilenburg - RB Leipzig

06.07.2010, 17:30, Neustadt (Sportanlage "Rote Erde")
SV Blau-Weiß 90 Neustadt - RB Leipzig

09.07.2010, 18:30, Borna (Rudolf-Harbig-Stadion)
Bornaer SV 91 - RB Leipzig

24.07.10, 17:00, Leipzig (Red Bull Arena)
RB Leipzig - FC Schalke 04

27.07.2010, 18.30, Zwickau (Westsachsenstadion)
FSV Zwickau - RB Leipzig

30.07.10, 19:00, Markranstädt (Stadion am Bad)
RB Leipzig - Hertha BSC

Rojiblanco

 
 Tom Geißler kehrt nach Leipzig zurück - Gerüchte um Transfers für die
 Offensive - RBL in Nordstaffel eingeteilt
 Meldung vom 22.06.2010


Ein weiterer verlorener Sohn kehrt in die Heldenstadt Leipzig zurück: Tom Geißler, 26-jähriger Linksverteidiger und ehemaliger Regionalligaspieler bei Sachsen Leipzig, kommt vom Zweitligaabsteiger TuS Koblenz. Der gebürtige Oschatzer unterschrieb bei RB Leipzig einen Zweijahresvertrag und trägt in der nächsten Saison die Rückennummer 19. Überraschend kommt die Verpflichtung von Tom Geißler aber nicht, denn schon vor einigen Wochen vermeldete das Sportmagazin "Kicker" den Wechsel des Ex-Leutzschers als perfekt.



Seine Stationen als Fußballer:
2002 - 2004 Sachsen Leipzig
2004 - 2005 Wacker Burghausen
2005 - 2006 FSV Mainz 05
2006 - 2008 Erzgebirge Aue
2008 - 2009 VfL Osnabrück
2009 - 2010 TuS Koblenz

Während also nun die Personalplanung im Defensivbereich abgeschlossen sein dürften, halten sich zahlreiche Gerüchte über mögliche Spieler in der Offensive.

Der Eine ist Mahir Saglik, 27-jähriger türkischer Stürmer, der letzte Saison von Paderborn ausgeliehen war und eine hervorragende Quote aufzuweisen hatte (27 Spiele, 15 Tore).
Problem I: Saglik steht beim VfL Wolfsburg unter Vertrag und wäre nicht ablösefrei.
Problem II: RB Leipzig hat starke Konkurrenz - der VfL Bochum und ZSKA Sofia sollen ebenfalls in Verhandlungen mit ihm stehen.

Das andere Stürmergerücht handelt vom Babelsberger Daniel Frahn. Der 1,87m große Torjäger hat in der abgeschlossenen Saison in 32 Spielen sage und schreibe 29 Tore geschossen und trug damit wesentlich dazu bei, dass die Filmstädter nächste Saison in der 3. Liga spielen können. Der einzige, der sich vermutlich nicht über diese Verpflichtung freuen würde, wäre RBL-Neuzugang Stefan Kutschke. Er "floh" aus Babelsberg, weil er an eben diesem Frahn nicht vorbei kam.

Das dritte Gerücht ist die Verpflichtung des Koblenzers Daniel Gunkel (ehemals Energie Cottbus). Der 30-jährige Freißstoßspezialist erhält nach dem Zweitligaabstieg der Koblenzer keinen Vertrag mehr. Mit 31 Bundesligaeinsätzen für Cottbus und Mainz sowie 97 Zweitligaeinsätze für diese beiden Vereine und Koblenz bringt Gunkel eine Menge Erfahrung mit. Da er mit Timo Rost bei Energie Cottbus zusammengespielt hat, dürfte das Zusammenspiel mit ihm im zentralen Mittelfeld gut funktionieren.

Als perfekt meldete der VfB Stuttgart und die 'Backnanger Kreiszeitung' unter der Woche den Wechsel von Shaban Ismaili zu RB Leipzig. Der Mazedonier/Albanier kommt von der SG Sonnenhof Großaspach (Regionalliga Süd) ist Stürmer, 21 Jahre jung und hat seine Fußballfähigkeiten beim VfB Stuttgart erlernt.

Unterdessen wurde gestern die Staffeleinteilung der Regionalligen vom DFB bekannt gegeben. Wie erwartet wurde RB Leipzig in die Nordstaffel eingeteilt, die Fans können sich also auf die zahlreichen und brisanten Ostderbys gegen Magdeburg, Halle, Plauen, Meuselwitz, Cottbus II und Chemnitz freuen. Die genaue Terminierung der Spiele wird vermutlich erst Mitte Juli erfolgen.

Den aktuellen Stand der Kaderzusammenstellung erfahrt ihr wie immer hier.

Rojiblanco

 
 Neunter Neuzugang für RB Leipzig
 Meldung vom 26.06.2010


Die Verjüngungskur des RB Leipzig geht weiter. Am Freitag wurde mit Shaban Ismaili die nunmehr neunte Neuverpflichtung bekannt gegeben. Der 21-jährige Allrounder wechselt vom VfB Stuttgart II zu den Bullen.



Ismaili wurde 1989 in Gostivar in der jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien geboren und ist albanischer Nationalität. 2008 wurde er von Arie Haan, dem damaligen Nationaltrainer Albaniens, als jüngster Teilnehmer zu einem Lehrgang der albanischen Nationalmannschaft eingeladen. Seine Stationen als Jugendspieler waren der TSV Eltingen und ab 2003 der VfB Stuttgart. Dabei waren seine größten der Gewinn des Mercedes-Benz Junior Cup 2007 und die Süddeutsche Meisterschaft als Stammspieler in der A-Jugend des VfB in der Saison 2007/08. Zudem konnte er dreimal den WSF Pokal gewinnen. Nachdem er sich in der sich in der Drittligareserve Stuttgarts in seiner ersten Profisaison nicht drchsetzen konnte (neun Einsätze als Einwechselspieler) wurde er im Sommer 2009 an die SG Sonnenhof Großaspach verliehen. Dort wusste er bereits in den Testspielen zu überzeugen - bereitete unter anderem den 1:0 Siegtreffer gegen Hoffenheim vor. Ein weiteres Highlight war der Sieg mit der württembergischen Auswahl im DFB-U21 Ländercup im Oktober 2009. Auch gegen seinen alten Verein glänzte Ismaili in einem Testspiel sowie im DFB-Pokal, als er Großaspach mit 1:0 in Führung brachte. Trotz guter erster Halbzeit ging dieses Spiel 1:4 verloren.

In der Regionalliga Süd war Ismaili an fast allen Spielen beteiligt, nur einmal fehlte er gelbgesperrt. Dabei erzielte er 5 Tore und 4 Vorlagen. Seine vornehmliche Position bei der SG war das rechte Mittelefeld. Zudem half er einige Male im linken Mittelfeld aus, wobei sich seine Beidfüßigkeit bezahlt machte. Zwischen dem 31 und 33 Spieltag wurde er auch als rechter Verteidiger eingesetzt. Auf dieser Position gelangen ihm 4 seiner 9 Scorerpunkte. Am 9. Spieltag war er mit zwei Vorlagen maßgeblich am Sieg gegen die SpVgg Weiden beteiligt. In diesem Spiel wurde er als eine Art hängender Rechtsaußen eigesetzt. Aalen Aufstiegstrainer Scharinger bezeichnete ihn vor dem Hinspiel am 5. Spieltag als: "brandgefährlichen Spieler, der perfekte Konter inszenieren" kann.

Ismaili erhält beim RB Leipzig einen Vertrag bis 2012 mit Option sowie die Trikotnummer 13. Er wird mit den Worten zitiert: "Ich möchte mich bei RB Leipzig weiterentwickeln und den nächsten Schritt in meiner Laufbahn gehen." Laut Trainer Tomas Oral soll er sich "mit Sebastian Albert um den Platz rechts hinten streiten".

Rumpelstilzchen

 
 Tomas Oral als neuer Trainer präsentiert und mit Dreijahresvertrag
 ausgestattet
 Meldung vom 18.06.2010


Eigentlich pfiffen es die Vögel von den Dächern, dass Tomas Oral neuer Trainer wird. Aber als kurz nach zwölf Uhr bei der Pressekonferenz im Radisson Blu immer noch keiner von den RBL-Verantwortlichen zu sehen war, munkelte die gespannte Presseschar, ob nicht doch noch Felix Magath im letzten Moment zugesagt hat und via Tipp-Ex der Trainer in der Pressemitteilung geändert werden müsste. Doch das Gerücht löste sich so schnell in Luft auf, wie es gekommen war, denn um 12:07 Uhr war es dann soweit: Dietmar Beiersdorfer und der leicht sonnengebräunte Hans-Georg Felder betraten zusammen mit dem neuen Trainer Tomas Oral den Konferenzraum.



Pressesprecher Hans-Georg Felder, der extra seinen Urlaub im ägyptischen Hurghada unterbrochen hatte, stellte Tomas Oral mit einigen Worten vor. Der 37-jährige Unterfranke, verheiratet, mit abgeschlossenem Trainerlehrgang, ehemaliger Coach des FSV Frankfurt, unterzeichnete bei RB Leipzig einen Dreijahresvertrag.

Tomas Oral über die neue Saison:
Saisonziel ist der Aufstieg in die 3. Liga, alles andere wäre "unrealistisch und enttäuschend mit diesem Potenzial", so Oral.
Seine Spieler sollen vor allem die Tugenden des Fußballs beherzigen, dazu gehören u.a. unbedingter Siegeswille und eine hundertprozentige Fitness. Nach jetzigem Personalstand bevorzugt er ein 4-4-2-Spielsystem, dass aber je nach Neuzugängen noch flexibel wäre. Ein Co-Trainer ist momentan nicht bekannt, wird aber in den nächsten Tagen und Wochen intern diskutiert.

Dietmar Beiersdorfer über den neuen Trainer:
"Der richtige Trainer zur richtigen Zeit, der eine Mannschaft begeistern kann und leidenschaftlich seiner Arbeit nachgeht", schwärmte Dietmar Beiersdorfer von Oral.
Seit Anfang Juni 2010 befanden sich die Verantwortlichen von Red Bull mit Oral in Kontakt, der ab diesem Zeitpunkt bereits über die Kaderplanung informiert wurde.

Tomas Oral über die nächsten Tage in Leipzig:
In den nächsten Tagen wird er sich vor allem mit "Informationen vollpumpen", sowohl über den Verein als auch über die Spieler, denn nur wer seine Arbeit verinnerlicht, könne seinen Job ordentlich erledigen, philosophierte der nur 1,68m große Trainer.
Die Wohnungssuche in Leipzig läuft bereits, seine Frau und sein Hund werden ihm dann in die Messestadt folgen. Leipzig selber empfindet er als schöne Stadt, fußballbegeistert und mit einem großen Einzugsgebiet.

Tomas Oral über Neuzugänge und die Personalie Jochen Höfler:
Neue Spieler wurden nicht vorgestellt, es bleibt also vorerst bei den sieben. Oral stellte aber klar, dass vor allem in der Offensive noch der ein oder andere Spieler kommen werde. Auf die Frage, ob der Abgang von Jochen Höfler etwas mit seiner Verpflichtung zu tun hätte, bestritt er.
"Wir sind damals mit dem FSV Frankfurt sehr schnell aufgestiegen und für Jochen Höfler gab es bei uns in der 2. Liga dann einfach keinen Platz mehr. Mit dem Abgang von Höfler bei RB Leipzig habe ich nichts zu tun, diese Entscheidung stand schon vor meiner Vertragsunterschrift fest."

Dietmar Beiersdorfer über die Gerüchte mit Felix Magath:
"Wir haben uns in zwei Talksendungen in Österreich getroffen und diverse Gespräche geführt, aber es war nie eine Situation, dass er kurz vor einer Vertragsunterschrift stand."
Die späte Vorstellung von Oral begründete Beiersdorfer mit einer Terminflut, die nicht so einfach bewältigt und verschoben werden konnte.

Rojiblanco

 
 Ein Leipziger zurück in seiner Heimat
 Meldung vom 16.06.2010


Die Informationen die dem "Bulls Club" in aller Herrgottsfrüh zugespielt wurden, haben sich als zuverlässig erwiesen. Der nächste Transferhammer hat Gestalt angenommen. Abwehrass Tim Sebastian (26) kommt von Zweitligaabsteiger Hansa Rostock zu den Roten Bullen - unterschrieb bis 2014. Innerhalb einer Woche ist der gebürtige Leipziger nach Kutschke, Lewerenz, Franke und Schinke bereits der fünfte Neuzugang. Des Weiteren konnte heute ebenfalls mit Sebastian Albert und Benjamin Bellot verlängert werden.



Tim Sebastian begann das Fußballspielen 1993 bei Motor Wolgast, wechselte 1996 zum Greifswalder SC, ehe er sich 1999 der Jugend von Hansa Rostock anschloss. Der Hansekogge blieb er bis auf ein kurzes Intermezzo beim Karlsruher SC treu. In den Jugendauswahlmannschaften des DFB absolvierte er zwischen 2000 und 2004 fünf Einsätze. In der abgelaufenen Saison kam er für Rostock auf 33 Spiele in der 2. Bundesliga und war trotz des Abstiegs ein Leistungsträger des Teams. Dennoch wurde ihm vor zwei Wochen lapidar mitgeteilt, dass er bei Rostock keine Zukunft mehr hat. Über die Jahre kam Sebastian auf 58 Bundesliga- und 59 Zweitligaeinsätze für Hansa Rostock und den KSC. Dabei gelangen ihm 8 Tore, 4 davon in der letzten Saison. Sein Marktwert wird von transfermarkt.de mit 1,25 Millionen beziffert. Mit seinen 26 Lenzen be findet sich Sebastian im besten Fußballeralter. Der 1,88m große Abwehrrecke wird von der offziellen Homepage mit den Worten zitiert: "Als Leipziger freue ich mich, dass ich mithelfen darf, den Fußball in dieser Stadt wieder nach oben zu bringen. Unser Ziel ist, die Sehnsucht der Leipziger nach hochklassigem Fußball so schnell wie möglich zu befriedigen."

Neben Kapitän Ingo Hertzsch, Thomas Kläsener - dem besten Abwehrspieler der abgelaufenen Saison - und Neuzugang Fabian Franke komplettiert der Rechtsfuß die Innenverteidigung des Regionalligaaufsteigers. Mit welcher Trikotnummer Sebastian in der nächsten Saison auflaufen wird, steht noch nicht fest.

RB-Fans.de heißt Tim Sebastian herzlich Willkommen und wünscht ihm eine erfolgreiche Zeit!

Den aktuellen Stand der Kaderzusammenstellung erfahrt ihr wie immer hier.

Rumpelstilzchen

 
 RB-Fans.de bedankt sich bei seinen zahlreichen Helfern
 Meldung vom 16.06.2010


Nach einem souveränen Direktaufstieg unserer Mannschaft RB Leipzig und dem Ende der Saison 2009/2010, möchte sich RB-Fans.de für die zahlreichen Unterstützungen in den Bereichen Fanradio, Websiteadministration,Technik, Forum, News, Spielberichte und Fotografie herzlich bei denjenigen bedanken die das Ziel von RB-Fans.de aufgehen lassen haben. Eine aktuelle Fan-Website "Von Fans für Fans von RB-Leipzig" mitzugestalten. Anfangs waren alle Aufgaben von mir alleine bewältigt worden. Inzwischen konnten die Aufgaben auf ca. 15 engagierte Helfer verteilt werden, was mich sehr entlastet. Alle haben durch ihre ehrenamtliche Arbeit die Fanseite qualitativ stark gemacht und damit dem Aufbau der Fanbasis für RB Leipzig einen respektablen Dienst erwiesen.



Besonders erwähnen möchte ich "Tankoalhadji" & "Ich" vom Fanradio. Sie haben zusammen mit mir das Fanradio aufgebaut und im Laufe der Zeit eine solide und zuverlässige Arbeit geleistet. Darüber hinaus sorgen sie auch stets für topaktuelle Audiobeiträge und "Ich" kontinuierlich für News zum Verein über den Dienst "Twitter". An dieser Stelle bedankt sich RB-Fans.de auch bei Tino Vogel und Hansi Felder, für die Informationsbereitschaft und die Verfügbarkeit in der vergangenen Saison.

Außerdem danke ich "blacky2906" die in der Rückrunde die Administrationsvertretung übernommen hat, ohne sie wäre es nicht möglich gewesen die Fanseite in gewohnter Qualität fortzuführen und sogar an vielen Stellen noch zu verbessern. Auch "Jupp" sei gedankt der sich vor allem für das Qualitätsmangements eingesetzt hat, aber auch stets sehr gute Inhalte verfasst und ebenso engagiert wie "Loch", "Rumpelstilzchen", "Mario", "Mehrhardt" & "Rojiblanco" Spielberichte und News schreibt. Zusätzlich helfen viele der genannten noch bei der Moderation des Forums. Auch für die technische Unterstützung von "Mehrhardt" "Kaiaiai (erster aktiver User)" und "Mario" aus Frankfurt sowie die fotografische Arbeit von EB9005 bedankt sich RB-Fans.de.

Zu Beginn von RB-Fans.de war die Seite nur schwach besucht, erst durch die kooperative Zusammenarbeit zwischen RB-Fans.de und dem ersten offiziellen Fanclub, den "LE Bulls" ("Dizz", "Carsten", "Sebbel") konnte sich die Fanseite zur Nummer 1 für RB Leipzig hocharbeiten und erreichte im ersten Halbjahr 1,9 Millionen Pageimpressions. Im zweiten Halbjahr konnte die Community erst durch die zahlreichen Helfer deutlich wachsen und hat nach dem 2ten Halbjahr seit Vereinsgründung seine Besucherzahlen bereits mehr als verdoppelt.

Weiter so! Auf eine erfolgreiche neue Saison 2010/11

OzzyRBL, Admin und RB-Fans.de-Founder

Für die kommende Saison suchen wir Sponsoren die uns finanziell bei der Arbeit unterstützen, dafür bieten wir hervorragende Werbeplätze auf einer sich ständig erweiternden Community.

Kontakt: admin@rb-fans.de

 
 Benjamin Bellot und Sebastian Albert bleiben, Transfercoup Tim Sebastian?
 Meldung vom 16.06.2010


Wie auf der offiziellen Homepage am heutigen Mittwoch vermeldet wurde, haben mit Benjamin Bellot und Sebastian Albert zwei weitere Spieler ihren Vertrag bei RB Leipzig verlängert. Das 19-jährige Torhütertalent Bellot erhält dabei einen Einjahresvertrag und der 23-jährige flexible Mittelfeldspieler Albert einen Einjahresvertrag plus Option. Die beiden jungen Spieler sehen bei RB Leipzig eine gute Chance ihr Leistungsvermögen weiterzuentwickeln.

Laut den Informationen des Fanclubs "Bulls Club" soll RB Leipzig zudem ein Transfercoup gelungen sein. So soll der Innenverteidiger von Hansa Rostock Tim Sebastian bei RB Leipzig unterschrieben haben. In der abgelaufenen Saison lief er in 33 Saisonspielen für die Rostocker auf und war trotz der enttäuschenden Spielzeit einer der Leistungsträger bei Hansa. In den beiden Jahren zuvor war er Bundesligaspieler und kam insgesamt auf 50 Bundesligaspiele. Dies und der Marktwert bei Transfermarkt von 1,25 Millionen zeigen, dass der 26-jährige für die Regionalliga ein absoluter Kracher wäre. Mit Kapitän Ingo Hertzsch, Abwehrass Thomas Kläsener und Talent Fabian Franke dürfte die Innenverteidigung mit seiner Verpflichtung komplett sein. Bleibt zu hoffen, dass sich die Informationen vom "Bulls Club" bewahren und er wie angekündigt entweder noch heute oder morgen als Neuzugang präsentiert wird.

Den aktuellen Stand der Kaderzusammenstellung erfahrt ihr wie immer hier.

Jupp

 
 Magath dementiert, Trainersuche wird zur Chefsache erklärt
 Meldung vom 14.06.2010


Geheimtreffen von S04-Coach Felix Magath mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz über Verhandlungen eines Engagements bei RB Leipzig - es war eine Schlagzeile, die letzte Woche vor der WM ein mittleres Beben in Fußballdeutschland auslöste. Ganz Deutschland spekulierte, ob der Erfolgstrainer wirklich die vierte Liga der Champions-League vorziehen würde. Doch Magath dementierte heute indirekt die Gerüchte über einen Wechsel zu RB Leipzig. Dem Sportmagazin "Kicker" machte er deutlich, dass er bei Schalke 04 auf jeden Fall zum Trainingsauftakt auf dem Platz stehen würde. Letztendlich war es wohl nicht mehr als heiße Luft, aus der die Medien ein riesiges Tam-Tam machen mussten - das hinlänglich bekannte Sommerloch lässt grüßen.
Die Nachfolge von Tino Vogel bleibt also weiter offen. Kandidat Tomas Oral löste bei Mateschitz anscheinend keine Jubelstürme aus, sodass er die Trainersuche kurzerhand zur Chefsache erklärte. Einen großen Namen will er - aber in der vierten Liga? Die RB-Fans dürfen gespannt sein.

In Sachen Spielverpflichtungen beginnt die neue Woche wie die alte endete: Mit dem 19-jährigen Mittelfeldspieler Paul Schinke von Energie Cottbus II und dem 21-jährigen Innenverteidiger Fabian Franke vom Hamburger SV II nahm RB Leipzig zwei weitere junge Spieler unter Vertrag. Genau wie Maximilan Watzka und Alexander Laas bekommen beide einen Zweijahresvertrag. Mittlerweile scheint auch der Abgang von Torjäger Jochen Höfler beschlossene Sache zu sein. Er absolviert zusammen mit Torwart Alexander Moritz ein Probetraining bei CZ Jena, deren Sportdirektor Kurbjuweit geht bereits davon aus, dass RB Leipzig mit keinem der Beiden für die neue Saison plant. Selbiges gilt wohl auch für Christian Reimann und Christian Streit, deren Trikotnummern bereits an die Neuzugänge Franke und Lewerenz vergeben wurden. Die aktuelle Kaderübersicht findet ihr hier.

Rojiblanco

 
 Spieler der Saison: Lars Müller
 Meldung vom 14.06.2010


Die Besucher unserer Seite haben gewählt: Scorer-König Lars Müller ist ganz klar der beste RB-Spieler der Saison. In einer Umfrage entfielen 91 von 182 Stimmen, also exakt die Hälfte, auf den Mann mit dem starken linken Fuß. Torwart Sven Neuhaus (34 Stimmen), Innenverteidiger Thomas Kläsener (30) und Stürmer Jochen Höfler (27) folgen mit einigem Abstand. Diese drei dürfen sich aber immerhin als die besten Spieler des jeweiligen Mannschaftsteils bezeichnen.

Loch



 
 Magath nach Leipzig?
 Meldung vom 11.06.2010


Zugegeben, wir wissen nicht, wie realistisch dieses Szenario ist: Felix Magath, der vielleicht beste aktuelle deutsche Vereinstrainer, in Diensten von RB Leipzig. Doch BILD und Sport1 spekulieren über einen Wechsel von Magath zu RasenBallsport und stützen sich dabei auf bestätigte Gespräche zwischen Magath und Red Bull-Boss Didi Mateschitz. Ein Red Bull-Sprecher wird von der BILD-Zeitung mit den Worten "Jetzt ist nichts mehr unvorstellbar" zitiert.

Magath, eigentlich vertraglich bis 2013 an den FC Schalke 04, pikanterweise Gegner bei der Eröffnung der Red Bull-Arena, gebunden, hatte sich zuletzt über fehlende finanzielle Mittel für Neuverpflichtungen beklagt und indirekt mit Abschied gedroht. Insofern macht dieses Gerücht durchaus Sinn. Andererseits bleibt zu hinterfragen, ob ein Felix Magath sich wirklich den Abstieg in die 4. Liga antun würde und nicht einfach nur hoch pokert, um seine Vorstellungen beim FCS durchsetzen zu können. Denn dem Traditionsclub aus dem Pott sollte in dieser Saison eindrucksvoll vor Augen geführt worden sein, wie wichtig dieser Trainer ist.
Auch aus RB-Sicht macht sowohl das Gerücht selbst als auch dessen Aufkommen Sinn. Zum einen gerät RB damit bundesweit in die Schlagzeilen (beispielsweise Hauptseite im ARD-Teletext), zum anderen könnten Verhandlungen mit Magath erklären, warum noch immer kein neuer Trainer präsentiert wurde. Angeblich sollte dies ja Tomas Oral sein, angeblich sollte dieser aber auch nur die zweite Wahl sein und in Österreich noch ein größerer Name gehandelt werden - womit Felix Magath perfekt ins Bild passt.

Es ist nicht ganz auszuschließen, dass noch am Wochenende der neue Trainer von RB Leipzig präsentiert wird. Eine entsprechende Pressekonferenz war ursprünglich noch für diese Woche angedacht. Sollte dies nicht geschehen, werden wir uns wohl noch etwas gedulden müssen, da Pressechef Hans-Georg Felder dann erst einmal in den Urlaub fährt.

Fast zur Nebenssache geraten da zwei Spieler-Vollzugsmeldungen, die auch nicht wirklich überraschen. Der 21-jährige Stürmer Stefan Kutschke kommt von Drittliga-Aufsteiger Babelsberg und erhält einen Dreijahresvertrag. In Anbetracht seiner Körpergröße von 1,94 Meter in jedem Fall eine auffällige Verpflichtung. Außerdem verstärkt Offensiv-Allrounder Steven Lewerenz, der aus der Zweiten Mannschaft des HSV kommt, die Bullen von der kommenden Saison an. Grund für seinen Wechsel ist wie bei den anderen Neuverpflichtungen auch der Wunsch nach Weiterentwicklung und neuer sportlicher Herausforderung. Lewerenz erhält die Rückennummer 7, womit nun endgültig klar sein dürfte, dass deren bisheriger Träger, Christian Streit, bei RB keine Zukunft mehr hat.

Loch

 
 Oral neuer Trainer von RB Leipzig?
 Meldung vom 05.06.2010


Viele mehr und weniger prominente Namen geisterten seit der Degradierung von Tino Vogel durch Presse und Fan-Foren, doch nun scheint sich ein Favorit für die Nachfolge des Oberligameistertrainers heraus zukristallisieren: Wie LVZ und BILD übereinstimmend berichten wird Tomas Oral (37) neuer Coach von RB Leipzig. Bei einigen Transfers soll er bereits seine Hände mit im Spiel gehabt haben. Wann und ob Oral wirklich offiziell als Trainer von RB vorgestellt wird, ist nicht bekannt.



Tomas Oral trainierte bis Oktober 2009 den FSV Frankfurt und sorgte dabei für einiges Aufsehen. Nachdem er die zweite Mannschaft des FSV innerhalb weniger Jahre um einige Ligen nach oben gebracht hatte, übernahm Oral 2006 die erste Mannschaft. Mit dieser gelang ihm auf Anhieb der Sprung in die damals drittklassige Regionalliga und von dort der direkte Durchmarsch in die Zweite Bundesliga. Die als Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelten Frankfurter hielten unter seiner Leitung im ersten Jahr überraschend die Klasse. Am 4. Oktober 2009 jedoch trat der als sehr emotional geltende Oral infolge eines Fehlstarts in die abgelaufene Zweitligasaison zurück.

Loch

 
 Geißler, Hahne, Franke, Kutschke, und Schinke sollen kommen
 Meldung vom 04.06.2010


Wie die heutige Ausgabe der LVZ vermeldet, hat RB Leipzig mit Steven Lewerenz (19, Hamburger SV II), Fabian Franke (21, Hamburger SV II), Stefan Kutschke (21, Babelsberg), und Paul Schinke (19, Cottbus II) vier junge Spieler verpflichtet. Mit diesen vier Spielerverpflichtungen wird deutlich, dass RB Leipzig auch in Hinblick auf die U23-Regelung (4 Spieler müssen auf dem Spielberichtsbogen stehen) die Mannschaft deutlich verjüngen möchte. Weiterhin sind laut dem Kicker Tom Geißler (26, Koblenz) und laut der Bildzeitung Hendrik Hahne (24, Hannover II) unter Vertrag genommen worden sein. Eine offizielle Bestätigung für diese Neuverpflichtungen steht allerdings noch aus.

Gerade die Verpflichtung des Ex-Leipzigers Tom Geißler sticht aus den durch die Presse bekanntgegebenen Verpflichtungen heraus. Der 1,74 Meter große Spieler hat in den letzten Jahren stets in der zweiten Liga gespielt und kam sogar in der Saison 2005/2006 zu 15 Erstligaeinsätzen für den FSV Mainz. Der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler dürfte damit eine deutliche Verstärkung für RB Leipzig sein.

Der 24-jährige Hendrik Hahne (1,74m) soll hingegen für mehr Kreativität im Offensivbereich sorgen. Bei der zweiten Mannschaft von Hannover erzielte er 8 Tore und gab eine Vorlage und gehörte damit zu den gefährlichsten Offensivspielern beim kommenden Ligakonkurrenten.

Mit Steven Lewerenz kommt ein junger und wendiger Stürmer (1,76m) an die Pleiße, der im Nachwuchs von Dynamo Dresden ausgebildet wurde. Der Offensivallrounder von der zweiten Mannschaft des Hamburger SV konnte in 25 Spielen 2 Tore und 3 Vorlagen erzielen. Dabei kam er in der abgelaufenen Saison auf Grund seiner starken Leistungen im Verein für die U19-Auswahl in den beiden Spielen gegen Belgien zum Einsatz. Dies zeigt das hohe Talent des Angreifers, weshalb er die älteren Stürmer des Teams um Nico Frommer und Jochen Höfler unter Druck setzen dürfte.

Ein komplett anderer Stürmertyp ist hingegen der in Dresden-Laubegast ausgebildete Stefan Kutschke vom Regionalligaaufsteiger Babelsberg. Der mit einem Gardemaß von 1,94 Meter ausgestatte Kutschke hat auf Grund seiner Größe besonders im Strafraum seine Stärken. Mit 4 Toren und 2 Vorlagen war der Einwechselspieler viertbester Scorer seines Teams und drittbester Torschütze.

Für das linke Mittelfeld wurde der flinke Leipziger Paul Schinke (1,74m) verpflichtet. Nach einer Verletzung konnte er sich beim Meister der Oberliga Nord Energie Cottbus II jedoch nicht mehr in die Stammformation spielen. Dem zu Folge hat er lediglich 15 Einsätze mit 2 Toren und 2 Vorlagen vorzuweisen. Auf Grund der Konkurrenz mit Alexander Laas und Lars Müller ist zu bezweifeln, ob sich Paul Schinke in die Stammformation spielen wird.

Mit Fabian Franke kommt ein weiterer Leipziger, welcher zuletzt, wie Steven Lewerenz, ebenfalls beim Hamburger SV II gespielt hat. Mit 1,91 Meter bringt der Innenverteidiger ideale Maße für diese Position mit und hat auch in Hamburg schon bewiesen, dass er Talent für höhere Aufgaben hat. Auch er kam auf Grund einer Verletzung nicht über 14 Spiele in dieser Saison hinaus.

Ohne Frage hat RB Leipzig mit diesen vier Spielern junge Talente verpflichtet, die den Sprung in den Profibereich schaffen können. Es bleibt jedoch bei allen vier Spielern abzuwarten, ob sie sich gegen die vorhandene starke Konkurrenz innerhalb der Mannschaft durchsetzen können. In Hinblick auf die U23-Regelung wären diese vier Spiele, so sie denn auch offiziell bestätigt werden, aber auf jeden Fall wichtige Verstärkungen für RB Leipzig.

Mit Tom Geißler dürfte RB Leipzig hingegen ein absoluter Topspieler ins Netz gegangen sein. Gerade auf Grund seiner Flexibilität und seiner höherklassigen Erfahrung wäre er eine absolute Verstärkung. Hendrik Hahne ist mit Sicherheit ein starker Spieler für die Regionalliga. Da er jedoch kein U23-Spieler ist, bleibt abzuwarten, ob er sich in die Stammformation spielen kann. Den aktuellen Stand der Kaderplanung für die Regionalligasaison 2010/2011 könnt ihr stets hier einsehen.

Jupp

 
 Vogel macht Trainerlizenz, Alexander Laas zweiter Transfer,
 Gerüchte um weitere Neuzugänge
 Meldung vom 03.06.2010


Die Wahrscheinlichkeit, dass Trainer Tino Vogel die 2. Mannschaft in der nächsten Saison trainieren wird, ist laut der heutigen Ausgabe der LVZ deutlich gestiegen. So bekommt Tino Vogel von RB Leipzig den einjährigen Trainerlehrgang an der Sporthochschule in Köln in Höhe von 15.000 Euro bezahlt, mit der er dann auch Vereine oberhalb der Regionalliga trainieren darf. Neben dem erfolgreichen Erhalt der Trainerlizenz soll er die 2. Mannschaft von RasenBallsport Leipzig in die Landesliga führen. Ein Nachfolgekandidat als Trainer für die 1. Mannschaft konnte bisher noch nicht präsentiert werden.
Weiterhin wurde bekannt, dass das Vorbereitungsspiel gegen den FC Schalke 04 am 24. Juli um 17.00 Uhr angepfiffen wird. Tickets sind dabei schon jetzt in der Geschäftsstelle am Neumarkt 29-33 zum Preis von 25 Euro/ermäßigt 20 Euro (Haupttribüne Sektor A), Gegengerade 15 Euro/ermäßigt 12 Euro (Sektor C) und in den Sektoren B und D zum Preis von 10 Euro/ermäßigt 7 Euro erhältlich.



Mit Alexander Laas steht nach Maximilian Watzka zudem die zweite Neuverpflichtung offiziell fest. Der 26-jähirge linke Mittelfeldspieler erhält einen Zweijahresvertrag mit Option auf Verlängerung und wird die Trikotnummer 27 auf seinem Rücken tragen. Alexander Laas hat schon 34 Bundesligaspiele beim Hamburger SV, Arminia Bielefeld und dem VfL Wolfsburg absolviert und konnte dabei 2 Tore erzielen. Highlights in seiner Karriere dürften ohne Zweifel die vier UEFA-Cup-Spiele in der Saison 2005/2006 sein sowie das Champions-League-Spiel gegen den ZSKA Moskau im Dezember 2006. Schon allein diese Bilanz zeigt, welch starke Leistungen Alexander Laas schon in jungen Jahren vollbrachte. Besonders seine Schnelligkeit und Technik machten ihn dabei zum Bundesligaspieler. Allerdings konnte er dieses Leistungsniveau in den letzten Jahren auch auf Grund von Verletzungen nicht halten, so dass er in der letzten Saison von Meister VfL Wolfsburg in die zweite Mannschaft (Regionalliga Nord) degradiert wurde. Überraschenderweise konnte er aber auch dort nicht überzeugen, weshalb er gerade einmal in 5 Spiele mit einer Gesamtspielzeit von 128 Minuten zum Einsatz kam. Es ist somit zu hoffen, dass Alexander Laas bei RB Leipzig wieder an sein früheres Leistungsvermögen anknüpfen kann. Sollte er dies schaffen, dürfte er einer der absoluten Topspieler der Liga sein. Wir wünschen alles Gute und viel Erfolg Alex!

Neben den beiden bereits bestätigten Wechseln soll man sich laut diversen Medien mit den drei Leipzigern Tom Geißler (Koblenz), Paul Schinke (Cottbus II) und Fabian Franke (Hamburg II) sowie dem für die zweite Mannschaft von Hannover auflaufenden Offensivspieler Hendrik Hahne einig sein. Diese Verpflichtungen sollen jedoch nach Medienangaben erst nach und nach bekannt gegeben werden. Besonders Tom Geißler dürfte von den genannten Spielern eine Verstärkung darstellen, da er in den letzten Jahren Stammspieler in der 2. Liga war.
Den aktuellen Stand der Kaderplanung für die Regionalligasaison 2010/2011 könnt ihr stets hier einsehen.

Jupp

 
 Watzka kommt, Stadionsprecher geht
 Meldung vom 31.05.2010


Ein Geheimnis war es schon lange nicht mehr, doch nun ist es endlich offiziell: RB Leipzig stellt seine erste Neuverpflichtung für die kommende Saison vor und erwartunsgemäß handelt es sich dabei um Mittelfeldspieler Maximilian Watzka (24). "Wir freuen uns, dass wir mit Maximilian Watzka einen jungen Spieler mit Leipziger Wurzeln verpflichten konnten, der in der Regionalliga bereits seine Klasse unter Beweis gestellt hat". Die Wurzeln, auf die sich RB-Geschäftsführer Dieter Gudel bezieht, liegen sowohl beim VfB Leipzig (1991-2004) als auch beim FC Sachsen Leipzig (2004-2007). Nach drei Jahren und Zwischenstationen bei den Kickers Offenbach (wo er zu 13 Zweitligaeinsätzen kam) und dem 1. FC Magdeburg kehrt Watzka nun also nach Leipzig zurück: "Ich freue mich auf die neue Aufgabe bei RB Leipzig und will meinen Beitrag dazu leisten, dass der Klub seine ehrgeizigen Ziele erreichen wird". Watzka erhält einen Zweijahresvertrag bis 2012 und die Rückennummer 16 und dürfte nicht die einzige Neuverpflichtung sein, die in dieser Woche bekannt gegeben wird.

Außerdem teilte uns der Verein auf Anfrage mit, dass Stadionsprecher Michael Unverricht in der kommenden Saison nicht mehr die Spiele von RB Leipzig moderieren wird. Die Suche nach einem neuen Stadionsprecher läuft bereits, ein paar Kandidaten befinden sich in der engeren Auswahl.

Loch

 
 Die Bullen bereits im Sommerurlaub
 Meldung vom 31.05.2010


Audio-Interviews:

Audio-Interview mit Tino Vogel
Pressekonferenz

Es sollte ein Fußballfest vor 20000 Leipzigern werden. Ein würdiges Abschiedsspiel, die Kirsche auf der Rückrundentorte. Trainer Vogel kündigte an, dass die Mannschaft "top motiviert und hoch konzentriert" sein würde. Allein die Angestellten wollten nicht so recht mitspielen - im wahrsten Sinne des Wortes. Was folgte war eine verdiente 2:1 Niederlage der Bullen.



Vor dem Spiel herrschte noch eitel Sonnenschein in der bulligen Fußballwelt. Die Zelte auf der Festwiese waren Anlaufpunkt für etliche Leipziger. Einige davon vielleicht zum ersten Mal in Berührung mit dem zukünftigen Primus Leipzigs in Sachen Rasenballsport. Zwischen den verregneten Tagen war man sogar von Mutter Sonne mit 21 Grad gesegnet. Vielleicht war dies einigen Spielern nach dem verregneten Frühling auch eine Spur zu warm...

Auch die Gegner aus Leutzsch waren zahlreich zu ihrem letzten Heimspiel im Zentralstadion erschienen. Die Spieler hatten ihre neusten Glückstrikots an, um das 111. Jubiläum und den 6. Platz gebührend zu feiern. Eigentlich wollte ja eine andere Mannschaft einem 1899ziger Spielstil nacheifern. Doch die Grün-Weißen sollten den Bullen den Schneid abkaufen.

Aber der Reihe nach. Das Spiel wurde durch einen gewonnen Zweikampf wieder genesenen Neuhaus eingeleitet (1.), eine Aktion die sich später in Form eines Laufduells wiederholen sollte. Es folgten einige Minuten der stillen Besinnlichkeit im mit knapp 10.000 Zuschauern gefüllten Rund. Ein Ende wurde ihnen durch eine etwas unglückliche Grätsche des RBL Kapitäns bereitet, der den Ball und Ledwoch spielte. Die Folge war ein Freistoß aus ca. 20 Metern und halbrechter Position, den Schößler - Sohn des DDR Auswahlspielers Detlef Schößler - unter die Latte zirkelte. Neuhaus stand zwar etwas zu weit vor dem Tor, wäre wohl aber auch auf der Linie geschlagen worden.

In der Folge steigerte sich der RBL. Wobei die größte Gefahr von Standardsituationen ausging, denn oft fehlte es an Bewegung und Spielwitz aus dem Spiel heraus. Zudem hatte Lippmann in seinem vierten Saisonspiel im Tor der Sachsen einen sehr guten Tag erwischt. So scheiterten Kläsener mit einem Kopfball (22.) und Höfler per Schuss am Keeper. Andere setzten ihre Versuche neben das Gehäuse: Albert (11.), Kläsener (19.). Wenn Lippmann einmal geschlagen war, dann konnte er sich auf seine Abwehrspieler verlassen, so klärte Werner einen Kopfball von Mittenzwei auf der Linie (27). Die größte Chance hatte Reimann, der nur knapp den Ausgleich per Kopf verpasste (15.).

Die mangelnde Bewegungsfreudigkeit auf der linken Außenbahn und die Absicht den Druck zu erhöhen, mündeten dann in den ersten Wechsel des Spiels: Vogel brachte Hauck für den schwachen Streit (37.). Hauck stürmte fortan rechts neben Reimann, während Höfler ins linke Mittelfeld rückte.

Diese Umstellung wurde prompt belohnt, als Höfler mit Links in den Strafraum flankt und sein Gegenüber Albert findet, der ebenfalls mit einem satten Linksschuss den Ausgleich markierte (40.). Das erste Saisontor des Winterzugangs, der zu Beginn der Rückrunde von Verletzungen gebeutelt war.

Danach ging es in die Halbzeit und zum Elfmeterschießen gegen die Maskottchen, dass die Schützen allesamt für sich entscheiden konnten.

Nach der Pause erwartete der geneigte Fan wohl einen Sturmlauf der Bullen, allein es sollte anders kommen. Das Spiel verflachte zusehends. Wenn der Ball mal in die Spitze kam, dann wurde er vertändelt oder fiel den stets lauf- und zweikampffreudigen Leutzschern in die Füße. Einziger Lichtblick war ein Freistoß von Kläsener (63.), der das Tor nur knapp verfehlte. Mit der Auswechslung des immer schlechter werdenden Lerchl, der damit jedoch leider nicht allein war, versuchte Vogel noch mal zu reagieren und brachte Jurascheck (69.), dafür rückte Albert nun endgültig in die Verteidigung. Im Gegensatz zur ersten Hälfte war der Wechsel diesmal nicht von Erfolg gekrönt.

Im Gegenteil wurde es jetzt vor dem Kasten von Neuhaus gefährlicher, denn Heyne hatte mit seinen Wechseln das glücklichere Händchen. Dennhardt - in der 58. Für Nolde gekommen - tauchte zweimal vor dem Gehäuse auf und kam zum Abschluss, zielte jedoch zu ungenau. Auch Gröbel und Köckeritz hatten jeweils eine Chance auf dem Fuß respektive Kopf. Zum Matchwinner wurde dann der in der 80. Minute eingewechselte Frühaufsteher Neigenfink, seines Zeichens Bäckerlehrling, der die gesamte Abwehr der Bullen einmehlte und Nach einem Abstimmungsfehler zwischen Jurascheck und Albert erkämpfte er sich den Ball, Hauck langte nicht hin, Hertzsch produzierte einen Pressschlag, so dass der gebürtige Hallenser den Ball mit links an Neuhaus vorbei ins Tor befördern konnte.

Der mit Bedacht leitende Schiedsrichter Wenkel ersparte den Zuschauern in seinem letzten Spiel eine Verlängerung und pfiff pünktlich ab. Damit hatte sich der RBL sein eigenes Haar in die Rückrundensuppe gelegt. Trotzdem feierte man mit den zahlreichen Fans noch die 80 Punkte Saison. Bei den Neutralen kam der unengagierte Kick, besonders in der zweiten Hälfte, wohl etwas weniger an.

Großes Lob muss an dieser Stelle den Bemühungen der Fans zugesprochen werden. Die ganz im Gegenteil zur Mannschaft den Geist des Fußballfestes und eine gelungene Saison zelebrierten. Mit schönen Choreos hielten sie auch in der schwächeren zweiten Halbzeit die Fahne des RBL hoch.

Fazit
Zu oft musste der Zuschauer mit ansehen, wie die Bullen den letzten Schritt in Richtung Ball nicht machten und die engagierten Leutzscher stattdessen den Ball gewannen. Nach einer Dreißigminütigen Druckphase in der ersten Halbzeit schienen die Rasenballer flügellos aus der Kabine zu kommen und ließen sich den Schneid durch die bissigen Sachsen abkaufen. Diese wurden ab der 70. Minute stärker, hatten ihre Chancen und wurden kurz vor knapp mit dem Siegtreffer belohnt.

Ausblick
In der Sommerpause steht der große Umbruch bevor. Nach Andreas Sadlo verlassen nun auch Joachim Krug und Tino Vogel ihre angestammten Positionen. Zudem geht das Gros der Spieler neue Wege, neben den verabschiedeten Lerchl, Mittenzwei, Jurascheck, Schumann und Hauck wurde auch anderen Spielern unter der Woche mitgeteilt, dass sie nicht für die Regionalliga eingeplant sind. Kandidaten die beim Spiel auf dem Feld standen: Streit, Reimann und Albert. Weitere sichere Abgänge sind Räbsch und Kujat, die sich ins Karriereende verabschieden. Wobei der Fußballgott als Scout für den RBL tätig bleiben wird. Daneben wird wohl auch Schaaf den Verein verlassen. Den für einige Spieler schlechten Neuigkeiten lastete Vogel dann auch eine Teilschuld am schwachen Spiel der Mannschaft an. Rückblickend auf die Entlassung Vogels und Krugs, dürfte der pomadige Auftritt sicher auch ein wenig seinen Ursprung in den Entscheidungen der letzten Tage haben. Trotz kämpferisch wie spielerisch schwacher Leistung in dieser Begegnung, sei Mannschaft und Trainerteam an dieser Stelle für die ausgezeichnete Saison gedankt. Für die Sommerpause bleibt also viel zu tun. Dabei werden ab der kommenden Woche die ersten Neuverpflichtungen vorgestellt werden. Laut LVZ handelt es sich um Tom Geißler (TuS Koblenz), Paul Schinke (Energie Cottbus II) und Maximilian Watzka (1. FC Magdeburg). Bereits vor einer Woche vermeldete die Bild eine Einigung mit Fabian Franke (HSV II). Weitere Gerüchte um Neuzugänge können im Kaderforum eingesehen werden.

Die Spieler in der Einzelkritik:
Neuhaus
Bei den Gegentoren machtlos, wobei er beim Freistoß ein wenig zu weit vorne steht. Haltbar würde man selbigen trotzdem nicht leichtfertig bezeichnen. Sonst mit zwei 1 gegen 1 Einlagen, die man in einer höheren Liga besser vermeiden sollte.

Lerchl (bis 69.)
Schwer auszumachen, ob er oder Albert auf der Verteidigerposition spielten. Wobei die Tendenz eher zu Lerchl als RV geht. Wie so viele Zusammenspiele in der Mannschaft, war auch sein Verbund mit Albert oft glücklos. Dabei erwartete man vom technisch versierten Lerchl oft mehr, als dieser zu zeigen bereit war. Zog als Leichtgewicht gegen die mit solidem Einsatz spielenden Sachsen auch häufig den Kürzeren.

Hertzsch
Unglücklich beim 1:0 (Ball gespielt jedoch Stollen zu hoch, Folge: Freistoß) und ebenso beim 2:1 (Pressschlag zu seinen Ungunsten). Sonst solides Spiel mit Abbau in der zweiten Hälfte, als die Sachsen einige gefährlich Konter hatten. Zu bestimmten Phasen wäre ein verstärktes Mitwirken im Spielaufbau wünschenswert gewesen, da über die Mitte wenig lief.

Kläsener (bis 85.)
Ebenfalls solides Spiel mit einem schönen Freistoß. Die Auswechslung konnte eigentlich nur von der Verletzung vor dem Spiel herrühren. Zur zweiten Hälfte gilt das gleiche wie bei Hertzsch.

Müller
Wohl keine gute Entscheidung ihn in die Verteidigung zu nehmen. Den Unwillen die langen Wege zu gehen, sah man ihm förmlich an. Dies schlug sich natürlich auch auf seine Vorderleute nieder: erst Streit, später Höfler, die zu selten von ihm unterstützt wurden. Freistöße und Ecken fanden leider nicht den Weg auf den Kopf eines Bullen. Wäre wohl im Mittelfeld, dafür z.B. Schumann auf seiner Position besser aufgehoben gewesen.

Albert
Zur Position siehe Lerchl. Nach der Auswechslung Lerchls spielte er in die Verteidigung, wobei die Abstimmung mit Jura nicht gut war, was man dann auch bei der erneuten Führung der Sachsen bewundern durfte. Davor machte er ein solides Spiel - war einer der Besseren. Krönte seine Leistung mit einem Tor, dass der Rechtsfuß mit einem schönen Linksschuss erzielte. Bis zu Pause war er wie die gesamte Mannschaft im Aufschwung, danach glich er sich langsam dem Gesamtniveau an.

Bick
Versuchte es manchmal allein, blieb jedoch an den engagierten Sachsen hängen. Das Zusammenspiel mit Mittenzwei war gelinde gesagt verbesserungswürdig. Der Einsatz war höher als bei manch anderem, jedoch lief das Spiel an der Zentrale vorbei.

Mittenzwei
Wirkte glücklos und verlor ein ums andere mal den Ball gegen die bissigen Sachsen. Auch das Zusammenspiel mit seinem Nebenmann, wobei man die genaue Ausrichtung der Mittefeldzentrale nicht zu erkennen vermochte (DM-OM vs. ZM-ZM, die Tendenz ging zur Raute), war nicht besonders erfolgreich. Echte Alternativen auf der Bank gab es jedoch nicht.

Streit (bis 37.)
Das Zusammenspiel mit Müller klappte nicht besonders gut und die einzige "Waffe" war das versuchte reinziehen. Größtes Problem auf der linken Bahn war der Unwille einen Lauf zu beginnen und in selbigen zu spielen. Die logische Konsequenz war seine Auswechslung.

Höfler
Startete mit Reimann als Mittelstürmer, wurde aber nach der Auswechslung von Streit auf die ungewohnte linke Außenbahn verschoben. Läutete dort prompt den Ausgleich ein. Über das Spiel gesehen stimmte der Einsatz, besonders wenn man bedenkt, dass die offensive Unterstützung von Müller im zunehmenden Verlauf fehlte und die Position ungewohnt war.

Reimann
Was soll man nur zu Reimann sagen... Er lief viel, aber das allein reicht natürlich nicht. Nicht selbstverschuldet war das Problem, oft allein in der Sturmspitze zu sein (Höfler ja ab der 37. auf LM und Hauck wich oft auf die Außenbahn aus, um den Ball zu behaupten). Zudem wurde er in dieser Position zu häufig mit hohen Bällen gesucht. Seine eigenen Schwächen überwogen dies jedoch. Fast immer verlor er den Ball nach einem Zuspiel und sein Antritt auf den ersten Metern ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Dies zog sich durch den gesamten Spielverlauf, auch wenn er nur knapp den Ausgleich verpasste, so dass man sich fragen konnte, warum Reimann nicht ausgewechselt wurde.

Einwechslungen:
Hauck (ab 37.)
Kam früh für den schwachen Streit und ackerte viel. Versuchte stets anspielbar zu sein, konnte daraus trotzdem nicht oft Gewinn ziehen. War auf alle Fälle der beste Stürmer des Tages bei RB, weil er im Gegensatz zu Reimann den Ball auch das ein oder andere Mal behaupten konnte. Diese intensiven Bemühungen um den Ball trugen ihn jedoch oft auf die Außen, wodurch er natürlich seltener direkt vor das Tor kam und den blassen Reimann in der Mitte allein ließ. Verweigerte zudem beim 2:1 den Zweikampf mit Neigenfink.

Jurascheck (ab 70.)
Kam zu einem Zeitpunkt ins Team, in dem man sich schon auf dem absteigenden Ast befand. Fügte sich nahtlos ein und hatte mit Albert großen Anteil am 2:1 für den FCS. Seine Ballführung in der Offensive ließ zu wünschen übrig. Letztendlich wohl zurecht nicht im Regionalligakader.

Schumann (ab 85.)
Beim 2:1 machtlos, sonst in der kurzen Spielzeit solide.

Daten zum Spiel:
FC Sachsen Leipzig: Lippmann - Felke, Werner, Köckeritz, Kuckelt - Schmidt (88. Schöbe), Kittler, Ledwoch, Schößler - Nolde (58. Dennhardt), Gröbel (80.Neigenfink)
RB Leipzig: Neuhaus - Lerchl (70. Jurascheck), Hertzsch, Kläsener (85.Schumann), Müller - Albert, Bick, Mittenzwei, Streit (39. Hauck) - Reimann, Höfler
Schiedsrichter: Tino Wenkel (Höxter-Ottbergen)
Zuschauer: 10.088
Tore: 1:0 Schößler (7.), 1:1 Albert (40.), 2:1 Neigenfink (89.)
Gelbe Karten: Albert (24.), Hauck (90.)
Gelb-Rote Karten / Rote Karten: keine

Rumpelstilzchen

 
 Red Bull verleiht Tino Vogel und Joachim Krug Flügel
 Meldung vom 30.05.2010


Audio-Interview:

Audio-Interview mit Dietmar Beiersdorfer

Dass man eine Werbebotschaft auch ganz anders als intentioniert auffassen kann, dürfte der heutige Tag, der ein ereignisreiches Wochenende "gebührend" beschließt, eindrucksvoll unter Beweis stellen. Flügel kann man natürlich gebrauchen, um hohe Ziele (Aufstiege) zu erreichen. Flügel sind aber auch ganz behilflich beim Abflug. Denn genau das ist der Fall: Tino Vogel und Joachim Krug sind nicht länger verantwortlich für die (erste) Mannschaft von RB Leipzig!

Ob RB-Chef Dietmar Beiersdorfer unter "organisch wachsen" tatsächlich den Austausch von Trainer, Sportdirektor und mehr als der halben Mannschaft (Gerüchten zufolge werden Reimann, Albert und Streit nicht Bestandteil der Regionalliga-Mannschaft sein) versteht, ist ebenso wenig bekannt wie die Antwort auf die Frage, ob Tino Vogel seine Entlassung/Degradierung als Geburtsgeschenk verpackt erhalten hat (alles Gute zum heutigen 41. Geburtstag, Tino!).

Fakt ist: Tino Vogel wird in der kommenden Saison nicht mehr Trainer der 1. Mannschaft von RB Leipzig sein. Ihm liegt das Angebot vor, weiterhin im Verein als Trainer der 2. oder einer Jugendmannschaft tätig zu sein. Darüber wird er in den nächsten Tagen nachdenken müssen. Vom neuen Trainer, der spätestens zum Trainingsauftakt am 1. Juli gefunden sein soll, erhofft sich Beiersdorfer "mehr Griff, mehr Impulse auf die Mannschaft". Mit zwei, drei Kandidaten sei man aktuell im Gespräch; durch die Neuigkeiten vom Tage sei aber natürlich denkbar, dass sich noch einige Interessenten hinzu gesellen.

Nachdem Beiersdorfer gestern bei Sport im Osten sehr ausweichend auf die Frage geantwortet hatte, ob Tino Vogel weiterhin Trainer von RB bleibt, kam diese Meldung nun nicht mehr ganz so überraschend. Jedenfalls weit weniger überraschend als die Meldung, dass auch Joachim Krug die Kompetenzen entzogen werden. Beiersdorfer und Krug lägen in inhaltlichen Punkten auseinander, man müsse sich anders aufstellen, um in der Regionalliga zu bestehen. Beide Entscheidungen seien nicht als Konsequenz aus der Derby-Blamage gefallen, sondern hätten sich bereits seit etwas längerer Zeit angedeutet.

Dass sich Dietmar Beiersdorfer mit diesen Weichenstellungen persönlich enorm unter Druck setzt, steht natürlich außer Frage. Sollte der Regionalliga-Durchmarsch misslingen, dürften nach der kommenden Saison wohl "Weichenstellungen" auf allen Positionen anstehen. Aber so weit zu schauen macht jetzt wohl kaum Sinn. Für Diskussionsstoff für die Zeit bis zum Trainingsauftakt ist nun gesorgt. Die Ablösung von Andreas Sadlo in der Winterpause erscheint plötzlich wie ein laues Lüftchen und letzte Zweifel an der Zielstrebigkeit von Red Bull dürften damit ausgeräumt sein.

Positive News am Rande: Eine zweite Mannschaft für die kommende Saison wurde gefunden. Wie bereits erwartet, handelt es sich dabei um die Bezirksklasse-Mannschaft des ESV Delitzsch. Beide Vereine haben bereits vertraglich geregelt, dass die Spiele von RB II, zumindest in der kommenden Saison, in Delitzsch ausgetragen werden.

Loch

 
 Stadtderby zum Saisonende im Zentralstadion!
 Meldung vom 27.05.2010


Zum vorerst letzten Stadtderby im Ligaspielbetrieb treffen am kommenden Samstag um 14.00 Uhr im Zentralstadion der FC Sachsen und RB Leipzig aufeinander. Dabei soll erstmals die Marke von 20.000 Zuschauern durchbrochen werden. Da am gestrigen Mittwoch schon 17.700 Karten im Umlauf waren, scheint das hochgesteckte Ziel als realistisch. Positiv auf die Zuschauerzahl und die Atmosphäre dürfte sich die aktuell gute Wettervorhersage für Leipzig am Samstag auswirken. Für die Roten Bullen gilt es zwei Serien zu verteidigen. So konnte RB Leipzig bisher alle 14 Spiele der Rückrunde sowie alle Stadtduelle im Zentralstadion gewinnen.



Wenn ihr leider zum Spiel nicht anwesend sein könnt, findet ihr wie immer auf unserer Startseite einen Link zum offiziellen Liveticker und zum Fanradio, wo ihr das Spiel live verfolgen könnt. Gern könnt ihr auch im Chat und im Forum parallel zum Spiel diskutieren.



Mit Sachsen Leipzig trifft das Team von Trainer Tino Vogel auf eine junge Mannschaft, die um erfahrene Korsettstangen wie Kapitän Kevin Kittler, Enrico Köckeritz, Robert Gerber und Mario Scholze zusammengestellt wurde. Die beiden letztgenannten Spieler können jedoch auf Grund von Verletzungen genau wie Sebastian Seifert und Maximilian Heyse am Samstag nicht mitwirken. Da fast der komplette Kader aus der Leutzscher Talentschmiede resultiert, ist eine äußerst kampfstarke Mannschaft zu erwarten, die dem haushohen Favoriten ein Bein stellen möchte. Trotz des geringen Altersdurchschnitts tritt das von Coach Dirk Heyne trainierte Team taktisch äußerst diszipliniert auf, was die geringe Gegentoranzahl von 26 aus 29 Spielen belegt. Damit hat Sachsen hinter den RasenBallsportlern und Bautzen die statistisch drittbeste Abwehr der Liga.

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 Über 20.000 Zuschauer gegen den FC Sachsen erwartet!
 Meldung vom 25.05.2010


Für das Spiel gegen den FC Sachsen Leipzig am kommenden Samstag um 14.00 wird ein neuer Zuschauerrekord für diese Saison erwartet. Diesen hält aktuell Sachsen Leipzig mit 14.986 Zuschauern, die zum Spiel gegen den 1. FC Lok Leipzig am 3. Spieltag kamen. Da Sachsen Leipzig gegen die Roten Bullen als Heimmannschaft auftritt, könnten sie mit der großen Unterstützung der RB-Anhänger ihren eigenen Zuschauerrekord weiter erhöhen. Auf Grund der erfolgreichen Saisons beider Mannschaften gehen die Feiern schon vor dem Spiel los. So steigt ab 11.Uhr auf der Festwiese ein Familienfest mit Hüpfburgen, Motodrom, Human Table Soccer und andere schönen Aktivitäten für Familie und Freunde.



Zum Spiel werden die RB-Fans diesmal im Block D (8 Euro, ermäßigt 5 Euro) ihre Mannschaft unterstützen. Dabei ist vom Fanblock eine Choreographie geplant, weshalb sich alle RB-Fans unbedingt in diesen Block begeben sollten. Dabei ist es wichtig, dass alle Fans möglichst nah beieinander stehen, damit die Choreographie besser wirkt und die Mannschaft gemeinsam angefeuert werden kann.

Ein weiteres Highlight, welches mit Sicherheit für Gänsehaut sorgen wird, dürfte die Verabschiedung des "Fußballgottes" Ronny Kujat sein, der besonders für den Verein aus Leutzsch in bester Erinnerung sein dürfte, da er damals die Sachsen fast im Alleingang in die dritte Liga schoss. Er wird auf jeden Fall die eine oder andere Minute Spielzeit gegen seinen alten Verein erhalten. Mit Frank Räbsch verabschiedet sich zudem ein weiterer Spieler von der Fußballbühne. Alles in allem dürfen sich die Anhänger beide Fanlager und neugierige Fußballinteressierte auf ein Fußballfest freuen, für das sowohl die Anhänger als auch die beiden Teams sorgen werden!

Jupp

 
 RB Leipzig deklassiert Erfurt in der zweiten Hälfte
 Meldung vom 23.05.2010


Audio-Interviews:

Audio-Interview mit Tino Vogel
Pressekonferenz

Vor 730 Zuschauern konnte RB Leipzig am gestrigen Samstag auch das letzte Pflichtspiel in Markranstädt im Stadion am Bad mit 4:1 gewinnen. RasenBallsport Leipzig konnte trotz der vier Ausfälle von Sven Neuhaus, Daniel Rosin, Timo Rost und Nico Frommer sein Spiel mit einer überzeugenden Leistung gewinnen und somit die 80-Punktemarke durchbrechen sowie den Vorsprung auf Verfolger Bautzen auf 22 Punkte ausbauen.



Vor dem Spiel wurden mit Christian Mittenzwei, Sebastian Hauck, Michael Lerchl, Stefan Schumann und Toni Jurascheck fünf Spieler verabschiedet, die in der nächsten Saison in der Regionalliga definitiv nicht mehr zum Kader gehören werden. Weitere sichere Abgänge sind Ronny Kujat und Frank Räbsch, welche beim heutigen 2:0-Pokalsieg der zweiten Mannschaft in Krostitz mitgewirkt haben. Nach dem Spiel wurde die erfolgreiche Saison zunächst mit einer "Uffta" von Ingo Hertzsch und den Fans gefeiert, bevor im angrenzenden Freibad die Aufstiegsfeier mit Freibier fortgesetzt wurde und auch das Champions-League-Finale auf einer Großleinwand angeschaut wurde. Nächsten Samstag werden zum Spiel gegen den FC Sachsen die Feierlichkeiten ab 11.00 Uhr auf der Festwiese vor dem Zentralstation fortgesetzt, wobei auch viele Dinge wie z.B. eine Hüpfburg für Familien angeboten werden.

Beim gestrigen Spiel konnte RB Leipzig nach einem von Lars Müller getretenen Freistoß durch einen Kopfball von Thomas Kläsener in der 17. Spielminute in Führung gehen. Trotz eines Pfostenschusses von Fabian Montabell (31.) dominierte RB Leipzig die erste Halbzeit, konnte jedoch seine Chancen nicht in Tore ummünzen. Bestraft wurde dies kurz vorm Halbzeitpfiff, wo Fabian Montabell mit seinem 10. Saisontreffer nach präziser Flanke von Christian Beck den Ausgleich besorgte.

Nach Wiederanpfiff erhöhten die Roten Bullen den Druck stetig und konnten folgerichtig in der 63. Spielminute durch Christian Reimann (Vorlage Höfler) in Führung gehen. Mit dem Führungstreffer war der Widerstand der Erfurter gebrochen, so dass Höfler mit seinem 14. Saisontreffer das Ergebnis weiter erhöhte (67.) und der eingewechselte Sebastian Hauck nach starkem Solo über 40 Meter zum 4:1 (73.) vollenden konnte. Mit dieser starken Leistung verabschiedete man sich gebührend aus Markranstädt und konnte zudem dem FC Sachsen Leipzig Schützenhilfe leisten, der mit seinem 0:1 Auswärtssieg den sechsten Tabellenplatz sichern konnten. Somit können am kommenden Samstag beide Fanlager ihre Mannschaften für ihre starken Saisonleistungen feiern!

RB Leipzig: Moritz - Albert, Hertzsch, Kläsener (77. Schumann), Streit - Lerchl (77. Jurascheck), Mittenzwei, Bick, Müller - Höfler, Reimann (71. Hauck)
Rot-Weiß Erfurt II: Heidrich - Mees (75. Ziegler), Rahn, Eckermann Brandau (71. Langner) - Strauss (65. Walter), Handke, Grohs, Göbel - Beck, Montabell
Tore: 1:0 Kläsener (17.), 1:1 Montabell (45.), 2:1 Reimann (63.), 3:1 Höfler (67.), 4:1 Hauck (73.)
Zuschauer: 730

Jupp

 
 Letztes Spiel im Stadion am Bad in Markranstädt
 Meldung vom 21.05.2010


Mit dem Spiel am kommenden Samstag um 13.30 Uhr gegen die zweite Mannschaft von Rot Weiß Erfurt verabschiedet sich RB Leipzig aus Markranstädt, da in der nächsten Saison alle Heimspiele im Leipziger Zentralstadion stattfinden werden. An dieser Stelle heißt es auch von Seiten der Fans Danke zu sagen für eine tolle Saison in Markranstädt, wo man sich stets im Stadion am Bad wohl gefühlt hat. RB Leipzig möchte den Abschied aus Markranstädt mit einer gebührenden Aufstiegsfeier zelebrieren, womit sich neben dem Spiel das Kommen der Anhänger zusätzlich lohnen dürfte.



Bevor die Feierlichkeiten beginnen, kann das Team um Ex-Nationalspieler Ingo Hertzsch mit einem Sieg gegen Erfurt II die magische 80 Punkte-Marke knacken. Zudem ist nach dem 2:2 im Hinspiel, bei dem der von Red Bull gesponserte Verein eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab, noch eine Rechnung offen. So ist die zweite Mannschaft von Erfurt das letzte Team in der Oberliga gegen die RasenBallsport Leipzig noch nicht gewonnen hat, weshalb die Motivation der Roten Bullen besonders groß sein wird.

Mit Erfurt II trifft RB auf eine junge und talentierte Mannschaft, die nicht nur im Hinspiel ihre Qualitäten bewiesen hat. Aus der Mannschaft stechen im Offensivbereich mit Christian Beck (15 Tore) und Fabian Montabell (9) zwei Spieler hervor, die für deutlich mehr als die Hälfte der 37 Treffer des Teams bisher sorgten. Dem zu Folge sollten die Augen der Abwehr besonders auf diesen beiden Akteuren liegen.

Wie in jedem Spiel, wird RB Leipzig trotz der angespannten Personalsituation auch gegen Erfurt als klarer Favorit in die Partie gehen. Unklar ist noch, welche Spieler alles beim Abschiedsspiel aus Markranstädt mitwirken werden. So fehlten beim letzten Auswärtserfolg gegen Aue II Sven Neuhaus, Daniel Rosin, Timo Rost und Nico Frommer. Durch die Breite des Kaders dürfen sich die Anhänger von RB Leipzig erneut auf ein erfolgreiches Spiel freuen.

Wer nicht beim Spiel anwesend sein kann, hat wie immer die Möglichkeit hier bei RB-Fans.de das Spiel über den Liveticker, das Fanradio und den Chat mit zu verfolgen.



Jupp

 
 Ticketaktion mit Discounter "Konsum" zum Derby im Zentralstadion
 Meldung vom 18.05.2010


Für das am Samstag den 29. Mai um 14.00 Uhr im Zentralstadion stattfindende Stadtderby zwischen den beiden besten Leipziger Mannschaften hat RB Leipzig gemeinsam mit dem Discounter "Konsum" eine Ticketaktion gestartet. So erhält man beim Kauf von 2 Dosen Red Bull (je 1,49 Euro) eine Karte für den Preis von 3 Euro für das vorerst letzte Duell beider Teams für Block C (Neutraler Block). Dies stellt einen deutlichen Preisvorteil gegenüber dem Normalpreis von 10 Euro dar. Weitere Kartenvergünstigungen bzw. Gratistickets gibt es zudem in diversen Kneipen und Bars, welche Red Bull anbieten.

Auf Grund diverser Aktionen rund um das letzte Saisonspiel gegen den FC Sachsen(ab 11.00 Uhr) und anschließender Aufstiegsfeier darf auf einen erhöhten Zuschauerbesuch gehofft werden. Der Fanblock von RB Leipzig befindet sich im Block D gegenüber vom Glockenturm und wird sicher stimmgewaltig das Team von Trainer Vogel unterstützen. Zum Spiel darf auch gern jetzt schon hier in unserem Forum diskutiert werden.

Jupp

 
 Höfler trifft, Serie hält
 Meldung vom 13.05.2010


Audio-Interviews:

Audio-Interview mit Tino Vogel

Dank eines Tores von Höfler zu Beginn der 2. Halbzeit konnte RB Leipzig auch sein 14. Spiel in Folge gewinnen und marschiert nun mit aller Macht auf die unglaubliche 80-Punkte-Marke zu. Gegen Ende geriet der Sieg jedoch ein ums andere Mal in Gefahr, auch begünstigt durch eine zweifelhafte Leistung des Schiedsrichters (der zudem Tino Vogel auf die "Tribüne" schickte).

Ausgangslage
Erst der Aufstieg, dann das Schützenfest - auch wenn RB Leipzig im Saisonverlauf generell sicherlich alles andere als für Negativschlagzeilen gesorgt hatte, so waren die vergangenen Wochen dann doch nochmal eine Stufe höher einzuschätzen. Dem definitiv feststehenden Aufstieg am Wochenende des Halle-Spiels folgte kurze Zeit später das lange herbeigesehnte Torfestival (Pößneck war das bedauernswerte Opfer beim 1:7 aus deren Sicht). Drei Spiele standen also noch bevor, die natürlich allesamt gewonnen werden sollten. Zunächst ging es dabei nach Aue, wo Spieler und Trainer in Erinnerung an das knappe Hinspiel (3:2) verhältnismäßig starke Gegenwehr erwarteten. Und damit auch Recht behalten sollten.

In der Aufstellung ergab sich eine kleine, durchaus nachvollziehbare Veränderung im Vergleich zum Pößneck-Spiel: Der wirkungslose Jurascheck musste wieder zurück auf die Bank, stattdessen rückte Höfler auf seine Position im rechten Mittelfeld und Reimann durfte nach seinem starken Spiel inklusive Doppelpack im Sturm mal wieder von Beginn an ran.

Spielverlauf
In der torlosen ersten Halbzeit war RB insgesamt das bessere Team und spielte zumindest in den ersten 30 Minuten auch aktiv und mit ordentlichem Tempo nach vorne. Gute Chancen durch Reimann (8.), Bick (20.) und Müller (29.) blieben allerdings ungenutzt. Stattdessen schalteten nun die defensiv kompakt stehenden Erzgebirgler einen Gang hoch und kamen ihrerseits zu einigen Torgelegenheiten. Torbulle Moritz musste dabei einige Male eingreifen. Erst gegen Ende der Hälfte kam RB nochmals gefährlich vors gegnerische Tor - der fleißige Reimann schoss jedoch rechts vorbei.

Licht und Schatten auch in Hälfte Zwei. Die zunächst sehr engagiert aus der Kabine kommenden Bullen belohnten sich nach 55 Minuten mit dem Führungstreffer: Der sich für die Regionalliga empfehlende Reimann passte zu Höfler, der wiederum zu seinem 13. Saisontor vollendete. Auch in der Folgezeit waren es vor allem diese Beiden und der nun im Mittelfeld spielende Streit (Lattenknaller von ihm in der 70.), die in der Offensive für Schwung sorgten. Nach hinten brannte nichts an, auch wenn Aue im Anschluss an Streits Groß-Chance auf den Ausgleich drängte. Für Aufregung sorgten schließlich noch der Verweis für Tino Vogel, der sich über die Nichtahndung eines Nachtretens lautstark beschwert hatte sowie ein Abseitstreffer von Christian Reimann (85.).

Fazit und Ausblick
Sicher nicht das beste Saisonspiel von RB und schon gar nicht eine so tolle Darbietung wie vor Kurzem gegen Pößneck. Erwartet werden durfte das allerdings auch nicht, denn der Gegner aus Aue erwies sich als - sorry, Phrase - der erwartet unangenehme Gegner, der einerseits geschickt verteidigte und andererseits auch druckvoll nach vorne spielte. Am Ende reichte ein gescheiter Moment unseres Top-Torschützen Höfler (nach Vorlage des sich immer stärker anbietenden Reimann) aus, um das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden - und das zum 14. Mal in Folge.

Erfurt und Sachsen Leipzig heißen die letzten beiden möglichen Stolpersteine auf dem Weg zur perfekten Rückrunde. Schön für alle Leipziger: Beide Partien dürfen getrost als Heimspiele betrachtet werden. Hoffentlich ziehen der Abschied aus Markranstädt (nächste Woche Samstag) und der Abschied aus der Oberliga (übernächste Woche Samstag im Zentralstadion) ein paar Zuschauer mehr an als zuletzt die Partie gegen Pößneck.

Loch

Daten zum Spiel
Aue: Michael - Grandner, Liebold (46. Albustin), Lobsch, Weirauch (81. Wernecke), Käßermodel, Sonntag (68. Heßmann), Ristovski, Kunert, Wendschuch, Schwitzky
RB Leipzig: Moritz - Streit (88. Schumann), Kläsener, Hertzsch, Lerchl - Müller, Albert, Bick, Höfler - Hauck (81. Jurascheck), Reimann
Schiedsrichter: Marek Nixdorf (Dresden)
Zuschauer: 320
Tor: 0:1 Höfler (55.)
Gelbe Karten: Bick, Müller
(Gelb-)Rote Karten: keine

 
 Duell der Aufsteiger
 Meldung vom 11.05.2010


Die letzte echte Auswärtsfahrt der Saison steht an, so man die kurze Anreise zum Auswärtsspiel gegen den FCS nicht als "Fahrt" bezeichnet. Am Mittwoch gastiert der RB Leipzig in Aue (genauer gesagt Grünhain-Beierfeld). Mit dabei ist die Truppe, die den höchsten Saisonsieg (aller Mannschaften) einfuhr. Verzichten muss Tino Vogel dagegen weiterhin auf Rosin, Rost, Neuhaus und Frommer.



Partystimmung in Aue, der Aufstieg in die zweite Liga ist geschafft. Ein Ziel, welches der diesjährige Oberligameister frühestens 2012 ins Auge fassen kann. Für die U23 Aues sieht es dagegen nicht ganz so rosig aus. Die Mittelfeldtristes hält Einzug. Seit nunmehr 5 Spielen warten die Erzgebirgler auf einen Sieg. Zuletzt gab es einen selbigen am 7.4. in Gera. Dabei musste man jedoch nur einmal in den tiefen Schacht der Niederlage schauen (bei Jena II). Im letzten Heimspiel gegen Auerbach war man eine Halbzeit lang die bessere Mannschaft, konnte jedoch eine 2:0 Führung nicht über die Zeit retten. Die großen Torjäger sucht man in Aues Kader vergebens. Der führende Patrick Sonntag (6 Tore) traf bisher nur an Namensgebenden Wochentagen. Der Zweitplatzierte Schwitzky (5 Tore) war immerhin in der Rückrunde recht erfolgreich (alle Tore) und traf beim letzten Sieg im Heimspiel gegen Halberstadt zweifach. So verwundert es nicht, dass die Erzgebirgler in Sachen geschossene Tore nur auf dem siebten Platz rangieren. Zurück im Kader der Gastgeber ist Tommy Käßemodel, der seine Gelb-Rot-Sperre im Spiel gegen Borea absaß.
Ein Wermutstropfen für die Gäste ist die Wahl des Spielorts. Statt im wunderschön gelegenen Erzgebirgsstadion wird in Grünhain-Beierfeld gespielt. Dafür kann der historisch interessierte Leipziger den Geburtsort eines sehr ehemaligen Thomaskantors - Johann Hermann Schein - besichtigen (1616-1630).

Die Bullen sind weiterhin ersatzgeschwächt, was jedoch den vormaligen Bankdrückern die Chance bietet, für sich Werbung zu machen. Mit Rosin, Rost, Neuhaus und Frommer fehlen vier Stammspieler. Rost ist zwar wieder im Training, ein Einsatz käme jedoch zu früh. Ob Rosin (Knochenhautentzündung am Mittelfuß) und Frommer (Entzündung Patellasehne) vor der Sommerpause überhaupt noch eingesetzt werden können, ist mehr als fraglich. Priorität hat, wie auch im Fall Neuhaus, die vollständige Genesung bis zum Trainingsauftakt der nächsten Saison (1.7.). Vielleicht kann man also mit einer Neuauflage der Startelf des Pößneckspiels rechnen, so sich nicht Reimann mit seiner dreißigminütigen Gala in die Anfangsformation gespielt hat.
Wiederum erwarten kann man wohl ein faires Spiel seitens des RBL. Die letzten vier Begegnungen konnte man ohne Karten über die Bühne bringen. In der Fairnesstabelle steht man trotzdem noch drei Punkte hinter Bautzen und Halle. Ebenfalls drei Zähler Rückstand hat Höfler auf den führenden Torjäger der Liga (Schuch), vielleicht gelingt ihm ja wieder ein Doppelpack wie gegen Aue(rbach), zu wünschen wäre es ihm...

Schiedsrichter Nixdorf aus Dresden hatte in dieser Saison noch nicht die Gelegenheit, ein Spiel der NOFV Oberliga Süd zu pfeifen, wurde aber neunmal in der Nordstaffel eingesetzt. Fazit: 7 Rote oder Gelb Rote Karten und drei Elfmeter. Vielleicht wird das fünfte Spiel in Folge ohne Karten für den RBL doch ein wenig schwerer als die vier davor...

So könnten sie spielen:
Erzgebirge Aue II: Arnold - Lobsch, Liebold, Grandner, Heßmann - Käßemodel, Albustin, Kunert, Schwitzky, Ristovski - Sonntag
RB Leipzig: Moritz - Lerchl, Hertzsch, Kläsener, Streit - Jurascheck, Bick, Albert, Müller - Hauck (Reimann), Höfler
Schiedsrichter: Marek Nixdorf (Dresden)

Rumpelstilzchen

 
 Funpark zum Saisonabschluss
 Meldung vom 10.05.2010


Eine ganze Saison mussten die Anhänger von RB Leipzig auf eine Veranstaltung wie Autogrammstunde oder Lady's Day warten, nun ist es endlich so weit: Zum Abschluss der Oberliga-Saison (29.5.) veranstaltet RB ein Familienfest auf der Festwiese. Drei Stunden vor Anpfiff der Partie gegen den FC Sachsen, also 11.00 Uhr, öffnet der "Funpark" seine Pforten. Mit Hüpfburg, Kinderland, Kinderkochshow, Eis- und Zuckerwatteständen und und und schöpft die Marketingabteilung des Vereins endlich mal aus dem Vollen. Scheinbar soll RBL nun auch außerhalb des Spielfeldes in der Stadt richtig Fuß fassen. Hoffen wir auf schönes Wetter und darauf, dass viele Fans und Interessierte das kostenlose Angebot wahrnehmen.



Zudem war im Forum kürzlich zu lesen, dass RB zahlreiche Freikarten (an Einrichtungen mit Kindern) verteilt. Sollte das stimmen, könnte die zahlenmäßige grün-weiße Überlegenheit auf den Rängen so langsam in Gefahr geraten.

Loch

 
 RB wachsen endlich Flügel - 7:1-Kantersieg gegen Pößneck
 Meldung vom 09.05.2010


Audio-Interviews:

Pressekonferenz
Audio-Interview mit Tino Vogel

Als vor der laufenden Oberliga-Saison immer mehr ehemalige Profi-Fußballer den Weg nach Leipzig antraten, rechneten sich nicht wenige Interessierte eine ganze Reihe von Kantersiegen aus. Das 4:0 gegen die als sehr stark eingeschätzten Zwickauer zu Saisonbeginn schien den Reigen zu eröffnen; tatsächlich folgte aber nicht mehr wirklich viel. In der Hinrunde schon gar nicht, in der Rückrunde gab's zumindest noch ein 5:0 gegen Borea und ein 4:0 gegen Schott Jena. Drei Kantersiege in 26 Spielen - bei dem enormen Potential doch eigentlich recht wenig. Doch manchmal zahlt sich Geduld eben auch aus. Wer heute zu den fast lächerlich wenigen 420 Zuschauern gehörte, erlebte den höchsten Sieg der Saison und eine zwangsweise ungewohnt zusammengestellte Mannschaft, die zumindest in Hälfte Zwei endlich einmal befreit aufspielen konnte.



Ausgangslage
Mit den obligatorischen 2-Tore-Differenz-Siegen (2:0 in Halberstadt, 2:0 in Halle, 3:1 gegen Auerbach) hatte sich RB Leipzig den Aufstieg zuletzt auch rechnerisch gesichert. Nun kamen die zuletzt desolaten Pößnecker nach Markranstädt. Dass die Heimmannschaft aufgrund der Ausfälle des Quartetts Neuhaus-Rost-Rosin-Frommer vor ernsthafte Probleme gestellt werden würde, nahm niemand an. Die muskulären Probleme von Höfler konnten zwar rechtzeitig gelöst werden, dennoch ergab sich in der Startaufstellung ein ungewohntes Bild.

Sowohl Michael Lerchl als auch Toni Jurascheck kamen von Beginn an zum Zug. Für Lerchl der erste Rückrunden-Einsatz von Beginn an, für Jurascheck immerhin schon der dritte. Für beide also vielleicht die letzte Chance, sich doch noch für die kommende Saison zu empfehlen. Sebastian Albert kam heute neben Bick im zentralen Mittelfeld zum Einsatz, jedoch deutlich defensiver orientiert als der Spieler der Hinrunde. Bitter für Reimann: Selbst der Ausfall von vier Stammkräften bringt ihm keinen Platz in der ersten Elf. Trotz seiner Dauer-Reservistenrolle wirkte der Acht-Tore-Stürmer aber wie immer gut gelaunt.

Spielverlauf und -analyse

Halbzeit 1
Gewohntes Bild zu Spielbeginn: Der Gegner verteidigt mit 6er-Abwehrkette (merkwürdig, dass Tino Vogel ausgerechnet heute einen mitspielenden Kontrahenten erkannt haben wollte), RB müht sich, findet aber nicht das richtige Mittel. Die ersten Unmutsbekundungen auf der Tribüne lassen nicht lange auf sich warten. Ganze 25 Minuten vergehen, bis die Bullen das erste Mal gefährlich vors gegnerische Tor kommen: Streit schickt Bick steil; dessen Flanke erweist sich jedoch als zu hoch für Hauck. Quasi im Gegenzug ein Hochkaräter für die Gäste: Reich fühlt sich am 16er nicht angegriffen, zieht ab und trifft die Latte.

Für RB muss dies wohl ein echter Wachschuss gewesen sein, denn plötzlich nimmt Rot-Weiß etwas Fahrt auf. Bicks Freistoß aus seitlicher Position findet Kläsener am langen Pfosten, der wiederum vollkommen freistehend mühelos per Kopf die Führung besorgt. Das 1:0 nach etwa einer halben Stunde nach zuvor mühevollem Gegurke - business as usual.

Für kurze Zeit bringt Kläseners Kopfball-Tor natürlich Stimmung in die Bude; insgesamt gleicht die Angelegenheit in Halbzeit Eins allerdings einem Friedhofsbesuch. Dass lediglich 420 zahlende Menschen und eine geduldete Katze anwesend sind, macht sich auch in der Fankurve bemerkbar, in der gefühlt maximal fünf Leute für Stimmung sorgen.

Kurz vor dem Pausen-Drink ziehen die Bullen das Tempo noch mal ein wenig an. Während Höflers strammer Schuss lediglich daran scheitert, zu sehr auf den Gäste-Keeper zentriert zu sein, legen die Schüsschen von Hauck und Jurascheck die Vermutung nahe, dass Tino Vogel dermaßen kraftraubend trainieren lässt, dass im Spiel letztlich die Kräfte fehlen. Doch immerhin: Mit Ablauf der ersten 45 Minuten holt Jurascheck noch einen etwas zweifelhaften Strafstoß heraus, den Müller (wer sonst?) gewohnt souverän verwandelt.

Während Pößneck-Kapitän Hujdurovic die Gelbe Karte für das (vermeintliche?) Foul an Jurascheck sieht, holt sich Gäste-Keeper Jovanovic seine Gelbe noch nach Abpfiff der ersten Halbzeit ab. Auf dem Weg in die Kabine den Schiedsrichter beschreien, wild gestikulieren und die Trinkflasche wütend in den Heiligen Rasen schmeißen - mindestens eine Aktivität davon war dann doch zu viel. So berechtigt diese Gelbe Karte wegen Meckerns auch war; Kritik am Schiedsrichter war nach 45 Minuten durchaus berechtigt. So verweigerte Schiri Musick RB eine glasklare Ecke und verzichtete zuvor darauf, einem Pößnecker mindestens die Gelbe Karte zu zeigen, nachdem dieser von hinten rüde gegen Müller eingestiegen war.

Halbzeit 2
Die erste Person, die dann in Hälfte Zwei auf sich aufmerksam machte, war Ulrich Göhr, Trainer der Gast-Mannschaft. Dieser stellte seine ganze besonderen Vorstellungen von Fair Play unter Beweis, indem er seinen Spieler Louis Hörger dafür rügte, sich nicht fallen gelassen zu haben. Sehr sympathisch... Die Spieler von RB interessierte das nur geringfügig, denn die machten von nun an ihr eigenes Ding und bescherten den Zuschauern im Stadion am Bad die unterhaltsamste Halbzeit der Saison.

Eröffnen durfte den Tor-Reigen ausgerechnet ein Spieler, dem man ein Tor gönnte wie keinem Zweiten: Sebastian Hauck. Der Stürmer, der zu den "Überresten" des SSV gehört, zeigte seit seinem Start-Einsatz gegen Lok immer wieder gute Leistungen, brachte das Runde aber nie ins Eckige. Das Leiden gehört nun der Vergangenheit an, denn Müllers harte Flanke verlängerte Hauck in der 56. Minute per Kopf ins Tor zum 3:0. Für Pößneck war dies wohl das Zeichen, sich aufzugeben und vollkommen auseinander zu brechen. Den desolaten Leistungen der Vorwochen setzten sie nun die Krone auf (wobei das 0:5 daheim gegen Borea wohl immer noch eine Stufe niedriger einzuschätzen ist).

Jeweils nach Flanke von Höfler, der auf rechts außen spielend nun mehrere Gänge hochschaltete, durfte auch Reimi nach langer Zeit (in der Rückrunde nur im ersten Spiel gegen Borea Dresden erfolgreich) mal wieder jubeln - und dann auch gleich im Doppelpack. In beiden Fällen taucht Reimann in bester Mittelstürmer-Manier genau richtig vor dem Torwart auf und hat einmal mehr und einmal weniger Mühe, den Ball in die Maschen zu dreschen.

Was nun noch folgte, waren neben dem Ehrentreffer für Pößneck (Staskewitsch, 74.), bei dem Kläsener noch viel älter als 33 aussah, zwei schöne Premieren: Zunächst trifft Streit (72.) nach Vorlage von Reimann eiskalt ins Netz und nur fünf Minuten später kommt Mittenzwei nach scheinbar schon verlorenem Zweikampf im Pößneck-Strafraum noch an den Ball und hebt ihn an Torwart Jovanovic vorbei zum finalen 7:1.

Selbstredend war von der Friedhofsatmosphäre der ersten Halbzeit nun nichts mehr zu spüren. Selbst auf der Tribüne sah man Zuschauer ihre Fanschals schwenken und hörte, wie sie den Stadionsprecher (der sich diesmal keinen Patzer erlaubte...) bei der Durchsage des Spielstands lautstark unterstützten. Nur wenige Zentimeter fehlten dem eingewechselten Schumann kurz vor Abpfiff, um sich auch noch erstmals in der Torschützenliste zu verewigen. Das wäre dann des Guten aber vermutlich doch ein bisschen zu viel gewesen.

Fazit
Es muss schon Außergewöhnliches geschehen, damit man Tino Vogel dabei beobachten kann, wie er die Laola-Welle nach Spielschluss mitmacht. Heute war es soweit, heute hat RB endlich einmal ein richtiges Schützenfest gefeiert und einen Gegner mit sieben Toren (bei einem zu verschmerzenden Gegentor) nach Hause geschickt. Die Tordifferenz (aktuell 68:14) konnte sich schon vor dem Spiel sehen lassen, nun jedoch umso mehr.

Über die gesamte erste Hälfte sah es eigentlich nicht wirklich danach aus, dass man das Stadion heute mit einem breiten Grinsen verlassen würde. Im Gegenteil: "Warum tue ich mir das eigentlich schon wieder an?" dürfte die Frage gewesen sein, die sich nicht wenige Zuschauer trotz solider Pausen-Führung innerlich gestellt haben. Dass die Tore aus einem Freistoß und einem Elfmeter resultierten, war fast standesgemäß.

Vollkommen anderes Bild dann in Halbzeit Zwei. Höfler stürmte über rechts und brachte eine gefährliche Hereingabe nach der anderen in den Strafraum. Reimann erzielte zwei Tore selbst, bereite das von Streit vor und wirbelte auch sonst die Pößneck-Abwehr ordentlich durcheinander. Hauck hingegen machte heute trotz seines Premieren-Tores sicher nicht sein bestes Spiel für RB, wirkte aber wie immer bemüht. Weniger in der zweiten, vielmehr in der ersten Halbzeit zeigten Müller und Streit ihr Leistungsvermögen. Während die Jurascheck/Lerchl-Seite kaum für Gefahr sorgte, ließ Müller immer wieder seine technische Klasse aufblitzen und stieß Streit immer wieder von der eigenen Hälfte aus weit nach vorne und spielte dann den gefährlichen Pass, meist auf Müller. Streit hat Schumann in der Rückrunde den Schneid ganz klar abgekauft und sollte eigentlich zum zukünftigen Regionalliga-Kader gehören. Auch Reimann dürfte sich plötzlich wieder Chancen ausrechnen. Lerchl erntete einige Male Szenenapplaus, aber ob er auch die Verantwortlichen von RB überzeugen konnte, bleibt fraglich. Zumindest dürfte er im Moment noch einen kleinen Vorsprung vor Jurascheck haben.

Auch wenn der Tag auf Bullen-Seite heute viele Gewinner parat hatte, so haben doch nicht alle Akteure heute überzeugt. Moritz zeigte ein, zwei Unsicherheiten, Kläsener ließ sich beim Gegentor wie ein Amateur düpieren und Bick mühte sich zwar, vor allem zu Beginn, traf aber grundsätzlich die falsche Entscheidung: passte dann, wenn kein Mitspieler gestartet war, traf den Ball nicht, wenn er sich in aussichtsreicher Position befand, und versuchte es selbst, wenn ein Mitspieler viel besser postiert war. Lediglich sein Freistoß zum 1:0 lässt sich auf der Habensseite verbuchen. Albert agierte heute recht unauffällig, sicherlich auch dadurch bedingt, dass ihm offensive Vorstöße aufgrund seiner defensiven Mittelfeld-Position hinter Bick heute weitgehend verwehrt blieben.
Doch hätten selbst die beiden zentralen MF-Akteure heute geglänzt, dann wäre diese Partie vermutlich mit einem zweistelligen Resultat zu Ende gegangen. Über ein 7:1 wird sich auf Gewinner-Seite sicherlich niemand beschweren und auch ein Bick oder ein Kläsener wird die nicht ganz souveräne Darbietung in Anbetracht des Schützenfestes verschmerzen können. A propos: Kläsener zog sich kurz vor Schluss eine kleine Verletzung zu und wäre wohl ausgewechselt worden, wenn das Kontingent nicht schon erschöpft gewesen wäre. Es scheint aber so, als ob er gegen Aue zur Verfügung steht. Und selbst wenn nicht: Mit Schumann als Ersatz muss man sich vermutlich auch keine allzu großen Gedanken machen.

Ausblick
Zwölf Spiele - zwölf Siege. RB Leipzig marschiert durch die Rückrunde, dass es eine wahre Freude ist. Häufige spielerische Magerkost hin oder her - solch eine Bilanz nötigt einfach Respekt ab. Ganz besonders jetzt, wo der Aufstieg auch rechnerisch endlich feststeht, lässt es die Mannschaft nicht schleifen und liefert etwas überraschend sogar noch mal ein richtiges Torfestival ab. Das Saisonziel von 83 Punkten fest im Visier steht als Nächstes das Mittwochabend-Spiel in Aue auf dem Programm. Das 3:2 im Hinspiel bot jede Menge Spannung. Genau das erhoffen wir uns auch vom Rückspiel. Oder ein weiteres Schützenfest für die Bullen.

Loch

Daten zum Spiel
RB Leipzig: Moritz - Streit, Kläsener, Hertzsch, Lerchl - Müller, Bick, Albert, Jurascheck (57. Reimann) - Hauck (66. Mittenzwei), Höfler (71. Schumann)
Pößneck: Jovanovic - Bronec, Tröger, Hujdurovic, Urbansky, Reich, Staskewitsch, Hörger (71. Ferreira Junior), Spanier, Horn (60. Baez Ayala), Heimlich
Schiedsrichter: Christopher Musick (Friedland)
Zuschauer: 420
Tore: 1:0 Kläsener (27.), 2:0 Müller (45., FE), 3:0 Hauck (56.), 4:0/5:0 Reimann (59./68.), 6:0 Streit (72.) 6:1 Staskewitsch (74.), 7:1 Mittenzwei (77.)
Gelbe Karten: Hujdurovic, Jovanovic
(Gelb-)Rote Karten: keine

 
 Unglückszahl 13?
 Meldung vom 07.05.2010


Es sieht düster aus für Pößneck. Die Thüringer, die sich seit 2005/06 - mit Ausnahme der letzten Saison - im Abstiegskampf der Oberliga etabliert haben (immer exakt einen Platz "über dem Strich"), scheint es diesmal zu erwischen. Noch vier Spiele stehen aus (RB, Bautzen, Dresden II, Lok), der Rückstand auf Rang 13 beträgt acht Punkte, auf Rang 14, der ja vielleicht reichen könnte, immerhin auch noch vier Punkte. In der Rückrunde hangelt sich der VfB seit Mitte März von Klatsche zu Klatsche (0:4 in Aue, 1:4 beim FC Sachsen, 1:5 gegen Carl-Zeiss) und gewinnt gegen die direkten Kontrahenten im Abstiegskampf nicht (besonders bitter: das Heim-0:5 gegen Borea Dresden am vergangenen Spieltag). In der Rückrunde steht bislang ein einziger Sieg zu Buche. Klassischer geht es nicht: So spielt ein Absteiger.

Hoffnung kann den Pößneckern wohl bloß noch die Aussicht auf ein Wunder, beziehungsweise die Flucht in den Aberglauben geben. Denn: RB Leipzig hat die vergangenen zwölf Partien (darunter sämtliche Rückrunden-Spiele) zu seinen Gunsten entschieden; nun steht also die berüchtigte Nummer 13 vor der Tür. Hoffnung, dass es die Bullen nach dem längst sicheren Aufstieg schleifen lassen könnten, dürfen sich die Pößnecker aber kaum machen. Sollte es keine weitere Klatsche geben, so wird RB höchstwahrscheinlich mit 2:0 gewinnen. Einem Grottenkick in Hälfte 1 folgt eine heftige Pausenansprache von Tino Vogel. In Halbzeit 2 schalten die Rot-Weißen einen Gang hoch, schießen zwei Tore und schaukeln den Sieg vor etwa 700 Zuschauern über die Zeit. Die drei Punkte bleiben in jedem Fall am Rande von Leipzig. Business as usual.

Soweit aus Pößnecker Sicht.
Aus RB-Sicht lässt es sich etwas knapper formulieren: ein Spiel wie jedes andere.

Mögliche Aufstellung:
Moritz - Schumann, Kläsener, Hertzsch, Albert - Müller, Bick, Rosin, Höfler - Frommer, Reimann

Loch

 
 12. Sieg in Folge
 Meldung vom 05.05.2010


Audio-Interviews:

Pressekonferenz
Audio-Interview mit Tino Vogel

Obwohl sie die Meisterschaft bereits lange vor Saisonschluss souverän gewonnen haben, lassen die Kicker unseres RBL keinen Schlendrian einziehen und versetzen selbst auf ihrer Oberliga-Abschiedstour ihre Gegner noch in Angst und Schrecken!

Vor dem Anpfiff gab es eine schöne Geste von den Halberstädtern, mit einem Präsentkorb gratulierten sie den Bullen am Mittelkreis zum Aufstieg. Diese begannen dann wie die Feuerwehr: Zuerst Kopfball von Frommer (3.), dann setzt sich dieser in einem Alleingang gegen 3 Spieler durch, sein Schuss wird erst auf der Linie gestoppt (5.). Kurz danach rast Albert aufs Tor zu und schießt nur knapp an diesem vorbei (7.), genauso ein Kopfball von Reimann 4 Minuten später.

Jetzt bekam Halberstadt Keeper Kischel die Gelegenheit, sich auszuzeichnen: Erst klärt er mit einer Parade einen Schuss von Bick (17.), dann sorgt er dafür dass Reimann eine Flanke von Müller nicht bekommt (22.). Es sollten nicht die einzigen Male sein in denen er die Leipziger zur Verzweiflung bringt.

Plötzlich große Aufregung: Höfler überwindet den Keeper und wird gefoult, doch Schiedsrichter Wenkel lässt einfach weiterspielen (27.).

Auch in der Folgezeit bleibt der RBL dank konsequentem Spiel über die Außen am Drücker, es werden Ecken erkämpft und Gefahr aufs Tor ausgestrahlt, doch die Abwehr der Halberstädter steht. Doch auch die Abwehr der Bullen leistet gute Arbeit, so kann in der 30. der quirlige Mutschler im 16er gestoppt werden und ein aussichtsreicher Freistoß der Germania vereitelt werden, indem der Ball im gemeinsamen Zusammenspiel wieder aus dem eigenen 16er herausgebracht werden konnte (42.).

Eigentlich hätte es nach dem überlegenen Auftritt der 1. Hälfte nur eine Frage der Zeit sein müssen, biss die Kugel im Tor der Gastgeber landet, doch Trainer Andreas Petersen muss wohl eine flammende Halbzeitansprache gehalten haben. Denn die Germania machte plötzlich richtig Druck: Erst erkämpfen sie sich eine Ecke, welche erst auf der Linie gerettet werden konnte. Anschließend setzt ein Halberstädter den Ball mit dem Kopf an den Pfosten. Dann muss sich Moritz richtig lang machen, um den nächsten Eckball der Gastgeber noch zu bekommen. Unser Ersatzkeeper lieferte wie Kischel ein starkes Spiel, und ist eine würdige Vertretung für Neuhaus.

Doch dann kamen wieder die Bullen: Den ersten Angriff von Reimann konnte Kischel noch parieren (59.), doch eine Minute später schießt Höfler aus spitzem Winkel zur Erleichterung der gut 40 anwesenden RBL-Fans das 0:1! Doch kaum war der Torjubel beendet, zieht Frommer nach einem langen Ball von Bick über das Spielfeld und überwindet Kischel erneut! Der Jubel der kleinen Gruppe Bullenfans kannte nun keine Grenzen!

Doch wer dachte, Halberstadt wäre gebrochen und hätte sich aufgegeben, der sah sich getäuscht: Mutschler (71.), Neumann (72.) und Krüger (77.) testen Moritz, der aber stets die Oberhand behält. Dann kann sich wieder Kischel auszeichnen: Nachdem Lerchl gut auf den mittig vor dem Tor stehenden Müller gespielt hat, haut der volley aufs Tor - doch findet in dem Keeper seinen Meister. Das Spiel wird nun gegen Ende nochmal richtig attraktiv, jetzt verwöhnt Daniel Rosin nach Eckball von Bick die Zuschauer mit einem Fallrückzieher, der aber am Tor vorbeigeht (84.). Man merkte es den Leipzigern an, sie wollten noch das dritte Tor. Auch wenn daraus nichts wurde, der RB Leipzig lieferte ein starkes Spiel gegen couragierte Gegner. Das war ein beeindruckendes Signal an die heimischen Zuschauer, dass sich auch jetzt nach der feststehenden Meisterschaft noch ein Besuch im Stadion am Bad auf alle Fälle lohnt - denn die Jungs sind immer noch hungrig auf Siege!

Mario

Daten zum Spiel:
RB Leipzig: Moritz - Albert, Hertzsch, Kläsener, Schumann (59. Streit) - Höfler (75. Lerchl), Bick, Rosin, Müller - Reimann (70. Hauck), Frommer
VfB Germania Halberstadt: Kischel - Pölzing (74. Schwarzenberg), Kopp, Saalbach, Götz - Krüger, Siemund, Neumann, Mutschler (74. Ruttke) - Reitzig (67. Salihu), Eggert
Schiedsrichter: Tino Wenkel (Höxter-Ottbergen)
Tore: 0:1 Höfler (60.), 0:2 Frommer (62.)
Zuschauer: 383
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: keine

 
 RB Leipzig erhält Regionalligalizenz/ Watzka erster Neuzugang
 Meldung vom 05.05.2010


Laut heutiger LVZ hat RB Leipzig die Lizenz "ohne erwähnenswerte Auflagen erhalten" und kann nach dem sportlichen Aufstieg sicher für die nächste Saison planen. Nach Angaben der LVZ wird der Etat auf rund 4,5 Millionen Euro geschätzt, weshalb die roten Bullen auch in diese Liga als klare Favoriten gehen werden. Angekündigt sind dabei 8-10 neue Spieler, welche die jetzige Aufstiegsmannschaft weiter verstärken werden. Dabei dürften einige junge Spieler sein, da mit der geltenden U23-Regelung vier Spieler unter 23 Jahren auf dem Spielberichtsbogen erscheinen müssen. Aus dem jetzigen Kader wären dies lediglich Sebastian Hauck und Benjamin Bellot.

Mit Maximilian Watzka steht laut der LVZ zudem der erste Neuzugang fest. Der Leipziger, welcher in früheren Jahren für Sachsen Leipzig im Mittelfeld spielte, soll das Team von Tino Vogel auf der rechten Seite verstärken. Mit 8 Toren und 4 Vorlagen gehörte der in Magdeburg mit der Trikotnummer 16 auflaufende Spieler zu den absoluten Leistungsträgern in der anhaltinischen Landeshauptstadt. Insofern ist Maximilian Watzka als absolute Verstärkung für RasenBallsport Leipzig anzusehen. Eine offizielle Bestätigung dieser Personalie steht allerdings noch aus.

Gerüchte gibt es zudem um den Magdeburger Kapitän Radovan Vujanovic (Stürmer), der gemeinsam mit Lars Fuchs die interne Torschützenliste anführt (14 Tore). Weitere aktuelle Transfergerüchte sind die Ahlener Zweitligaspieler Tim Gorschlüter (Mittelfeld), Baldo di Gregorio (Abwehr), Ole Kittner (Abwehr) sowie der Rostocker Mario Fillinger (Mittelfeld). Über alle Personalien kann gern bei uns im Forum im Kaderbereich diskutiert werden.

Jupp

 
 Keine Zeit für halbe Sachen
 Meldung vom 04.05.2010


Das letzte Nachholspiel ruft. Diesen Mittwoch gastiert der RB Leipzig als Meister beim ehemaligen Spitzenreiter (2.-3. Spieltag), der im Hinspiel eigenfüßig entthront werden konnte. Anstoß ist 18.00 Uhr im Friedensstadion. Es ist die letzte Reise nach Sachsen-Anhalt in dieser Saison.



Nach einem guten Start in die Saison und der Tabellenführung kam für die Halberstädter der Bruch im Spiel gegen den RB Leipzig (2:1 Niederlage). In der Hinrunde konnte die Mannschaft danach keine zwei Spiele mehr in Folge gewinnen, verlor unter anderem Zuhause 2:4 gegen den FCS. Im April hingegen fand das Team um Coach Andreas Petersen zu alter Stärke und blieb einen Monat lang unbesiegt. In der Liga gelangen zwei Unentschieden und vier Siege mit nur einem Gegentor. Im Landespokal blieb man gänzlich ohne Gegentreffer und schlug sogar den 1. FC Magdeburg. Die Bullen sollten also gewarnt sein. Der Mai begann jedoch nicht ganz so erfolgreich, beim FCS verlor man am Sonntag trotz Halbzeitführung 1:2. Nachdem der Toptorjäger Blankenburg im Winter nach Meuselwitz wechselte, verteilt sich die Last des Toreschießens nun auf mehrere Schultern. Besonders Eggert war in den letzten Spielen treffsicher. Sein Sturmpartner Reitzig ließ vor dem Spiel in einem Interview verlauten: "Wenngleich RB Leipzig die *Übermacht* der Liga ist, bin ich der festen Überzeugung, dass wir das Potential haben, jede Mannschaft der Liga schlagen zu können, auch die *Roten Bullen*." Ob Nicolas Warz, der im Winter den RBL Richtung Halberstadt verließ, am Mittwoch spielen wird, steht noch nicht fest. Er stand zuletzt vor zwei Wochen beim Spiel in Erfurt in der Startelf und scheint gegen Pölzing und Mutschler einen schweren Stand zu haben.

Fraglich ist auch die Aufstellung des RBL. Albert kehrte gegen Halle in die Viererkette zurück, Rosin dafür aus der IV ins Mittelfeld. Letzterer machte besonders in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel. Dies dürfte wohl auch gegen Halberstadt eine Option sein. Ausfallen wird sicher Rost, ob Höfler und Frommer mitwirken werden, ist ebenfalls noch ungewiss, beide sind angeschlagen. Sollten beide nicht spielen, wären Reimann und Hauck die Stürmer der Wahl. Für Rost könnten Jurascheck oder Lerchl ins Mittelfeld rücken, Bick dafür wieder ins Zentrum. Weiter heiß umkämpft ist die Vereinsinterne Torjägerkanone: Höfler, Frommer, Müller und Reimann trennt nur ein Tor. Ob man an den Topschützen der Liga (14 Tore): Schuch (Auerbach) und Beck (Erfurt) noch vorbei kommt steht in den Sternen. Befreit aufspielen kann man nach dem Erreichen des Saisonziels jedenfalls. Also auf zum zweiten Abschiedsspiel aus der Oberliga.

Schiedsrichter Tino Wenkel pfiff zuletzt am ersten Spieltag ein Heimspiel der Halberstädter, dass diese 2:1 gegen Auerbach gewannen. Dabei wurden fünf Gelbe verteilt.

So könnten sie spielen:
VfB Germania Halberstadt: Kischel - Pölzing, Siemund, Saalbach, Mutschler - Krüger, Kopp, Hosenthien, Rode - Reitzig, Eggert
RB Leipzig: Moritz - Albert, Hertzsch, Kläsener, Streit - Jurascheck (Lerchl), Bick, Rosin, Müller - Höfler (Reimann), Frommer (Hauck)
Schiedsrichter: Tino Wenkel (Mühlhausen)

Rumpelstilzchen

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