Nach den beiden eher ernüchternden Partien gegen Türkiyemspor (1:1)
und Braunschweig II (0:0) folgt nun am morgigen Samstag das dritte Punkt-
und gleichzeitig zweite Heimspiel unserer ambitionierten Bullen. Wer den
erhofften ersten Saisonsieg mitverfolgen und unsere Mannschaft unterstützen
möchte, sollte sich bis zum Anstoß um 13:30 Uhr in der heimischen Red Bull
Arena einfinden, in der wir die Zweitvertretung von Hannover 96 als Gast
begrüßen dürfen. Wie gewohnt bezahlt man für ein Ticket für Block A (Gerade)
zehn Euro (ermäßigt sieben), für Block B (RB-Fankurve) acht Euro (ermäßigt fünf).
Kinder bis sechs Jahre dürfen dem Spiel kostenlos beiwohnen.
Der Gegner
Die vom bundesligaerfahrenen Andreas Bergmann trainierten Niedersachsen erwischten einen
durchwachsenen, aber sicherlich im Großen und Ganzen einigermaßen zufrieden stellenden
Saisonstart: Nach der 0:1-Auftaktniederlage in Wilhelmshaven folgte ein 1:0-Sieg vor
heimischen Publikum gegen den FC Oberneuland, welcher immerhin für ganze neun Minuten mit
einem ehemaligen Torschützenkönig der Bundesliga aufwarten konnte.
Mit einem Treffer vorn und einem Gegentor hinten kann Hannover 96 II demnach exakt die
gleiche Torbilanz wie unsere Elf aufweisen. Das nach den ersten beiden Saisonspielen zu
ziehende Fazit müsste also eigentlich lauten: hinten halbwegs sicher aber im Abschluss
weitestgehend harmlos.
Von Letzterem sollte man sich aber nicht täuschen lassen, stellte die 96er-Reserve doch in der
vergangenen Regionalligasaison mit 62 Treffern die beste Offensive überhaupt. Mit Hendrik Hahne
(Babelsberg) und Jaroslaw Lindner (Ziel unbekannt) verließen allerdings die beiden
Toptorschützen den Verein, weswegen man diesem Statistikfundstück vielleicht dann doch nicht
allzu großen Wert beimessen sollte. Ob nämlich die zahlreich aufgerückten A-Jugend-Spieler
sowie auswärtigen Neuzugänge, allen voran der vom 1. FC Magdeburg verpflichtete Lars Fuchs,
diese Schwächung im Angriff kompensieren können, bleibt abzuwarten.
Generell kann man in dieser Phase der Saison letztendlich nur schwer einschätzen, mit was
für einem Gegner es RB am Samstag zu tun bekommen wird. Neben der bereits erwähnten hohen
Fluktuation im Kader, die für eine U23 sicherlich nicht ungewöhnlich sein sollte, spricht
einiges dafür, dass sich die Mannschaft auch erst einmal finden muss. So setzte Bergmann
in den beiden bisherigen Partien bereits ganze 19 (!) Spieler ein und so erhielten neben
Torwart Zieler nur vier weitere Spieler das Vertrauen über die annähernd volle Distanz. Auch
der Einsatz vereinzelter (aussortierter) Profis, die sich womöglich gerade gegen unsere gut
besetzte Truppe beweisen sollen, scheint vorstellbar.
Aller Ungewissheit zum Trotz sollten die Rasenballer gewarnt sein: Dass es sich bei Hannover
96 II um einen Gegner handelt, der eine solch pomadige Leistung wie in Braunschweig bestrafen
wird, dürfte als sicher gelten. Zudem waren in den Pflichtspielen der Vergangenheit beinahe
schon traditionell besonders die Reserveteams der Drittligisten (Jena, Erfurt, Dynamo, Aue,
nun auch Braunschweig) die dicksten Brocken. Nun wartet erstmals sogar eine Mannschaft, die
unter Bundesligabedingungen trainiert und Oral zufolge vor allem durch ihre Homogenität und
mannschaftliche Geschlossenheit besticht.
Andreas Bergmann muss auf Viktor Bopp, Deniz Aycicek, Marcel Halstenberg und Marvin Karow verzichten.
Die roten Bullen
In den vergangenen Tagen suchten Trainer und Mannschaft fieberhaft nach einer Lösung, um
die unbefriedigenden Leistungen, die in den ersten beiden Punktspielen gezeigt wurden, möglichst
rasch abzustellen. Oral sieht das Problem nicht zuletzt darin, dass man den Druck von
außen vielleicht zu wenig von der Mannschaft abgehalten habe. Auch die eigens
auferlegte Favoritenrolle hätte man womöglich ein wenig zurückhaltender
formulieren sollen. Verbesserungswürdig scheint zudem die Lauf- und Kampfbereitschaft
sowie die an den Tag gelegte Cleverness und der Siegeswille. In den Spielen zeige sich
weiterhin, dass die wenigen Räume, die sich unseren Jungs bieten, kaum einen Fehler
im Pass- bzw. Aufbauspiel verzeihen. Der Gegner könne schließlich die eigenen
größeren Räume, die sich zwangsläufig aus unserem Spiel ergeben,
für eigene Vorstöße nutzen, was schnell zu haarigen Situationen führen kann.
Auch die Mannschaft beteiligte sich rege an der Diskussion. Sven Neuhaus sieht
durchaus eine latent vorhandene Selbstüberschätzung, die es zu beseitigen
gilt. Wer in der 2. Liga ein Kämpfer gewesen sei, kann in der 5. Liga nicht auf einmal
den Diego mimen. In der vergangenen Oberligasaison habe ihm zufolge diese
Zurückbesinnung auf die eigenen Stärken letztendlich zum Erfolg geführt.
Bis auf Sebastian Albert, der wegen einer Muskelverhärtung pausieren muss, und Sven
Neuhaus, welcher sich im gestrigen Training einen Pferdekuss zuzog, herrscht im Lazarett
der roten Bullen weitestgehende Entspannung. Daniel Rosin, der lange Zeit an den Folgen
eines Nasenbeinbruchs laborierte, ist beispielsweise wieder voll einsatzbereit. Ob Neuhaus'
Verletzung dessen Einsatz am Samstag verhindert, muss ungewiss bleiben.
Zur Aufstellung und möglichen Veränderungen wollte sich Tomas Oral nicht äußern.
Im Training wurden jedoch mehrere Varianten ausprobiert, sodass personelle Veränderungen,
wohl primär vor der Abwehr, vorstellbar wären. Vor allem Patrick Bick drängt in
die Startelf und könnte für die nötige Kreativität im Aufbauspiel sorgen.
Der wieder genesene Paul Schinke könnte die offensive Position auf der linken Außenbahn
einnehmen, für die sich bis jetzt noch keine ideale Lösung fand. Ein Beginn in der
Startelf scheint für ihn dennoch eher unwahrscheinlich. Vielleicht schafft auch der von
vielen geforderte Daniel Frahn sein Sturm (!) - Debüt in der Anfangself, womit sich dessen
Wunsch nach dem ersten Saisontor erhöhen dürfte. Sollte unser Stammtorhüter
tatsächlich ausfallen, wäre der neuverpflichtete Christopher Gäng anscheinend erste Wahl.
Letzten Endes wird es aber nicht vordergründig an den einzelnen Personalien hängen,
ob RB Leipzig am Samstag erfolgreich sein wird. Endlich muss der berüchtigte Knoten platzen,
damit die Mannschaft in die Spur findet.
Hiermit wünsche ich der Mannschaft und dem Trainerstab viel Glück bei dieser Aufgabe
und hoffe auf eine würdige Kulisse. Der erste Saisonsieg wartet und wir Fans können
durch unsere bedingungslose Unterstützung dazu beitragen, dass dies am Samstag auch wirklich
eintritt.
Ansonsten sollten wir uns in Geduld üben und die Devise des Trainers zu Herzen nehmen:
"Falls es diese Woche nicht klappt, klappt es dann die nächste oder übernächste." -
Aber diese Woche wird es klappen!
So könnten sie spielen: (Varianten in Klammern)
Neuhaus (Gäng) - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Lewerenz (Watzka),
Rost, Bick (Geißler), Geißler (Laas) - Kammlott, Frommer (Frahn)
Cicerico
Erfolgreiches Wochenende für II. Mannschaft und Nachwuchs
Meldung vom 24.08.2010
II. Mannschaft
Die von David Bergner neuzusammengestellte Mannschaft hat ihr erstes Spiel
gegen Landesligaabsteiger Borna überzeugend vor 157 Zuschauern mit 4:0
gewonnen und die Tabellenführung erobert. Mit Bellot, Rosin, Franke,
Schinke und Albert standen gleich fünf Profis auf dem Spielfeld. Nächster
Gegner ist Hartenfels Torgau (2:0 gegen Engelsdorf) im Delitzscher
Werkstättenweg - Anstoß ist am Samstag, den 28. August um 15:00 Uhr.
Die Mannschaft von Tino Vogel hat ebenfalls das erste Saisonspiel in der
Regionalliga souverän mit 4:0 gewonnen. Vor 70 Zuschauern gegen den Greifswalder
SV standen die beiden Profis Buszkowiak und v.d. Bosch in der Startelf. Nach dem
ersten Spieltag steht das Team auf Platz zwei, hinter Borea Dresden, die Frankfurt
mit 6:1 besiegten und nächster Gegner in der Sportschule Abtnaundorf sind - Anstoß
ist am Samstag, den 28. August um 12:00 Uhr.
Auch das Team von Ivo Jungbauer hat einen Saisonstart nach Maß hingelegt.
Gegen den Halleschen FC reichten starke acht Minuten zum 5:0 Erfolg vor 60 Zuschauern
und zur Tabellenführung. Nächster Gegner ist der Chemnitzer FC (0:3 gegen
Cottbus) am Gontardweg - Anstoß ist am Sonntag, den 29. August um 12:00 Uhr.
Endlich geht es wieder los, am Freitag geht es in die nächste
Runde der Amateur-"los Wochos". Nach der 0:1 Niederlage gegen die Werder
Amateure in Flettmar gastieren die Bullen diesmal bei Braunschweigs zweiter
Mannschaft. Anstoß ist 19.00 Uhr im Eintrachtstadion. Der Einlass
startet um 18 Uhr, für die Gästefans steht Block 19 zur
Verfügung. Die Eintrittspreise liegen zwischen neun Euro (Vollzahler)
und fünf Euro (ermäßigt), die Tickets berechtigen
für eine kostenfreie An- und Abfahrt mit Bussen und Bahnen in Tarifzone 40.
Der Gegner
Braunschweigs Zweitvertretung startete mit einem Auswärtssieg gegen Oberneuland
in die Liga und steht punkt- und torgleich mit Magdeburg an der Spitze der Liga.
Trotzdem übt sich Christian Benbennek, Trainer der kleinen "Löwen", in
Understatement. Erklärte seine Mannschaft zum Underdog, der nur beim
Zusammenfall aller Feiertage einen Sieg gegen die übermächtigen Bullen
erringen könnte. Davon sollte sich unsere Mannschaft jedoch nicht einlullen
lassen. Gegen die laut Tommy Oral "jungen, kompakt auftretenden, laufbereiten und
besonders in Standartsituationen gefährlichen" Junglöwen muss man an der
Leistungsgrenze spielen. Selbst 5% Leistungsabfall könnten zum Supergau führen,
so sein Fazit aus der Beobachtung des ersten Saisonspiels.
Im Spiel gegen Oberneuland genügten zwei Eckbälle zum 2:0 Sieg, zudem setzte
Kapitän Kluk noch einen Kopfball an die Latte. Die Abwehrrecken des RBL sollten
also gewarnt sein.
Wie bei den U23 Mannschaften üblich gab es auch zu dieser Saison eine große
Kaderfluktuation. 13 Zugänge stehen 10 Abgängen gegenüber. Dabei kamen
gegen Oberneuland sieben Neuzugänge (einer davon aus der eigenen Jugend) zum Einsatz.
Zudem stießen drei Spieler aus der ersten zur U23: Tozlu, Gos und Washausen.
Daraus resultierte letztendlich auch das Fazit des Trainers: "Mit dem Ergebnis und der
taktischen Disziplin kann ich absolut zufrieden sein" ... "aber spielerisch konnten wir
nichts zeigen.".
Das spielfreie Wochenende wurde ebenfalls zu einem Testspiel (jedoch erst am Dienstag)
genutzt, bei dem Benbennek ordentlich durchwechselte. Während die Profis vom
Oberneulandspiel nicht teilnahmen stieß in diesem Spiel Vucinovic zu den Amateuren.
Zudem kamen beim 4:0 Erfolg gegen den FC Wenden fast alle Spieler zum Einsatz, wobei sich
besonders Göwecke, der aus der eigenen Jugend in die U23 wechselte, mit einem
lupenreinen Hattrick anbot. Der Coach bezeichnete die Begegnung "im Hinblick auf das
Spiel gegen RB Leipzig am Freitag" als "sehr aufschlussreich". Sicher zu den Amateuren
abgestellt wird Daniel Davari, daher ist im Tor mit einer Veränderung zu rechnen.
Weitere Abstellungen wird das Trainerteam kurzfristig entscheiden, wobei man das Team
im Vergleich zum ersten Spiel nicht groß verändern will.
So könnten sie spielen: (Profis in Klammern)
Davari - P. Thomsen (Washausen), Meier, Papaefthimiou,Celikyurt - Göwecke,
Kluk, M. Thomsen (Gos), Kodes (Vucinovic) - Neumann (Tozlu), Latowski
Die roten Bullen
Nach zuletzt einem Tor, nach einer feinen Einzelleistung von Steven Lewerenz,
in zwei Spielen, war unter der Woche Torschusstraining angesagt. Laut Vizekapitän Rost,
wurde auch fleißig an Abschluss und Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten gefeilt.
Hoffentlich können wir das Ergebnis dieser harten Arbeit am Freitag bewundern.
Gegen den Mitaufsteiger zählt nur ein Sieg, will man sich nicht frühzeitig
selbst unter Druck setzen.
Das Testspiel gegen Weder II ging zwar mit 0:1 verloren, war aber spielerisch zumindest
"ordentlich". Dabei gab es besonders im Offensivbereich einige Umstellungen, so durften
Watzka und Geißler über Außen wirbeln und Baier unterstützte Rost
im Zentrum. Frahn dagegen kam auf seiner Stammposition im Sturmzentrum zum Einsatz.
Trotzdem fehlte laut Rost die letzte "Geilheit" auf das Tor. Der Spielweise der Mannschaft
würde ein Führungstreffer gut tun, damit man ins Rollen kommt, so der
Vizekapitän. Neben dem Torabschluss wurden unter der Woche besonders Passsicherheit
und Offensivlaufwege einstudiert, damit die Leipziger Stiere ihre Gegner noch besser auf
die Hörner nehmen können. Das Team hat, laut Oral, nun die Möglichkeit,
sich für "harte Trainingsarbeit zu belohnen".
Rosts weitere Kritik zielte bei der Pressekonferenz eher weg von der eigenen Mannschaft.
So forderte er die Medienvertreter dazu auf, mit dem Auspacken der Keule und auch dem
Schwingen derselben noch ein wenig zu warten. Erst nach einigen Saisonspielen solle man
die Kritik auf die Mannschaft niederprasseln lassen. Alle säßen beim Projekt
Aufstieg in einem Boot. Ziel dieser Medienrüge wäre besonders der Schutz der
Jungspieler, die mit der harschen Kritik nach dem verpatzten Saisonstart nicht zu Recht
kämen. Natürlich stieß diese Schelte nicht nur auf Gegenliebe, manch ein
Journalist fragte sich, ob denn die Keule überhaupt schon den Schrank verlassen hatte.
Den Wind aus den Segeln der Kritikerpötte wird wohl nur die Mannschaft selbst nehmen können.
Für das Spiel gegen die Löwen (das Braunschweiger Wappentier ist übrigens
auch in Rot gewandet) kann Oral aus dem Vollen schöpfen. Im "ausgeglichensten Kader
der Liga" stehen nun auch wieder Rosin, der nach seinem Nasenbeinbruch zurück ist
und Neuzugang Paul Schinke, der gegen Werder seinen ersten Saisoneinsatz bestreiten konnte.
Nur Vorbereitungstorschützenkönig Nico Frommer laboriert noch ein wenig an einer
Patellasehnenreizung, für ihn könnte wie in Flettmar Frahn in den Sturm
rücken. Unumstößlich erscheint derzeit nur die Abwehr um Kapitän
Tim Sebastian, im Mittelfeld sind dagegen Änderungen zum ersten Ligaspiel möglich.
Im Großen und Ganzen gilt jedoch, dass eine große Umformung der Mannschaft
nicht gewollt ist: "Es gibt keinen Grund, alles über den Haufen zu werfen".
Es bleibt also nur, dem Trainerteam und der Mannschaft viel Glück für Gastspiel
in Braunschweig zu wünschen.
So könnten sie spielen: (Varianten in Klammern)
Neuhaus - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Watzka (Lewerenz), Rost, Baier
(Geißler), Geißler (Laas) - Kammlott, Frahn
Und wieder für alle, die es nicht nach Braunschweig geschafft haben:
Am Freitag steht das erste Auswärtsspiel der Saison gegen
die zweite Mannschaft von Eintracht Braunschweig auf dem Programm,
Anstoß ist 19:00 Uhr im Eintrachtstadion (Vorbericht folgt am Donnerstag).
Wer unsere Mannschaft tatkräftig vor Ort unterstützen will, jedoch kein
eigenes Auto hat oder dem die Zugfahrt zu teuer ist, kann mit dem Fanbus nach
Braunschweig reisen. Abfahrt ist ungefähr 15:00 Uhr, der Preis variiert
je nach Mitfahreranzahl zwischen 7 und 10 Euro (Das Stadionticket ist im Preis
nicht enthalten, kostet 9 Euro ohne Ermäßigung - mit Ermäßigung 5 Euro).
Genauere Informationen bezüglich Anmeldung der Busfahrt, Abfahrt, Ankunft,
Preisen und anderen organisatorischen Angelegenheiten erhaltet ihr unter folgender
E-Mail-Adresse: Kontakt@lebulls.de
Wir hoffen, dass möglichst viele Anhänger unseren Verein in Braunschweig zum Sieg verhelfen.
Rojiblanco
Testspiel-Niederlage ohne neue Erkenntnisse
Meldung vom 15.08.2010
RB Leipzig konnte dem enttäuschenden Saisonauftakt
kein Erfolgserlebnis folgen lassen und unterlag im niedersächsischen
Flettmar der U23 von Werder Bremen mit 0:1. Kevin Krisch hatte den
Drittligisten in der 78. Spielminute auf die Siegerstraße gebracht.
Sowohl Tomas Oral als auch Werder-Trainer Thomas Wolter sprachen
hinterher von einem ordentlichen Spiel, wobei Oral wieder einmal die
Chancenverwertung bemängelte. In der ersten Halbzeit scheiterten
Kammlott und Sebastian an Pfosten und Latte, in Hälfte Zwei war
es vor allem Werder-Keeper Wiedwald, der die Bullen am Torerfolg hinderte.
Doch auch die Grün-Weißen hatten gute Chancen, scheiterten aber
ebenfalls unter anderem am Aluminium.
In fünf Tagen wird es nun wieder ernst. Dann fährt RB fast dieselbe Strecke;
diesmal geht es allerdings nach Braunschweig, wo Eintrachts U23, aktuell Tabellenführer
in der Regionalliga Nord, als nächster Gegner bereit steht. Anstoß im
Eintracht-Stadion ist Freitag Abend, 19.00 Uhr. Mit dabei sein könnte dann auch
Keeper Christopher Gäng, der gestern Abend 90 Minuten zum Einsatz kam und nun wohl
einen Vertrag bei RB erhalten wird.
Wohin? In Niedersachsen an der Aller liegt das idyllische 1000 Einwohner
Dörfchen und morgige Testspielort unseres RB Leipzig. In der TSV Arena
(Dorfstr. 43), auf der Homepage des TSV Flettmar 1913 auch liebevoll
"Der Sportplatz" genannt, findet am Freitag um 18 Uhr der Anstoß
statt. Gegner ist die zweite Mannschaft des Bundesligisten Werder Bremen.
Das Spiel kam auf Vermittlung des Flettmarer Trainers Heinfried Gerlof zustande. Beiden
Vereinen bietet es die Möglichkeit am spielfreien DFB-Pokal Wochenende im Rythmus
zu bleiben. "Dieses Spiel ist" laut Gerlof "für den TSV und Flettmar eine Riesensache".
Wird auf der Flettmarer Homepage gar als "Fußball-Highlight der Region" gepriesen.
Auch wenn schwer einzuschätzen ist, wie viele Fans kommen, so würde man sich
gemäß TSV Vorsitzenden Jäger über 500 Zuschauer sehr freuen.
Der Gegner
Durch Verletzungssorgen (Schindler, Trinks, Thiele, Ikeng, Bulang, Becker, Andersen,
Hessel, Artmann), Abstellungen zu den Profis (Kroos) und einem eher jugendlichen
Ansatz (Verzicht auf zwei Ü23 Stammspieler) sind die Werder Amateure eher
schlecht in die Drittligasaison gestartet. Zwei Niederlagen (Regensburg, Erfurt)
stehen neben zwei Unentschieden (Aalen, Ahlen), dabei kassierte man jedoch nur
fünf Gegentore. Zudem ist es bereits der dritte Test gegen einen
Regionalligaaufstiegsaspiranten. Vor gut einem Monat spielte Werder bereits gegen
die Sportfreunde Lotte (RL West, 0:1) und Hessen Kassel (RL Süd, 0:3). Unter
diesen Vorzeichen kann die Begegnung als echter Belastungstest beider Mannschaften
gelten. Werder Coach Thomas Wolter freut sich jedenfalls auf einen "interessanten
Test". Ob es Abstellungen zum DFB Pokalspiel der ersten Mannschaft am Sonnabend
geben wird, ist noch nicht klar; Felix Kroos wäre zumindest möglich.
Im Tor ist wohl wieder mit Wiewald zu rechnen, der in Erfurt eine höhere
Niederlage durch starke Paraden verhinderte.
Die Bullen
Für den RBL eröffnet die Begegnung die Spielwochen gegen die
Zweiten Mannschaften. Es folgen Braunschweig (A) und Hannover (H). Man hat
also die Möglichkeit das Spiel gegen die jungen U23 Truppen zu üben.
Gleichzeitig bietet sich nach dem eher mauen Saisonstart die Chance, den Kampf
um die Stammplätze - zumindest teilweise - neu auszurufen. Als relativ
sicher gilt das Auflaufen des Testspieler Christopher Gäng. Der 22jährige
Mannheimer Torwart spielte in den letzten drei Jahren für Hertha BSC und kam
dabei zu einem Bundesligaeinsatz. Pikanterweise vor rund zwei Jahren gegen die
erste Mannschaft Werder Bremens. Leider ging dieses Spiel 5:1 verloren und
beförderte ihn postwendend in die zweite Mannschaft zurück. Von den
damaligen Spielern wird jedoch keiner den Weg von Gäng in Flettmar kreuzen,
ein glücklicheres "Händchen" sei ihm allemal gewünscht. Relativ
unwahrscheinlich scheint eine Umstellung der Abwehr, so denn nicht Ex-Kapitän
Hertzsch einen Einsatz bekäme (für Kläsener?). Möglicher
hingegen wäre eine Neuformierung des Mittelfelds. Kandidaten gäbe es
genug: Laas, Geißler oder Lewerenz auf Links statt Frahn; Bick, Rosin oder
Baier in der Mitte statt Rost und Geißler; Watzka oder Albert statt
Lewerenz auf Rechts. Im Sturm könnte Frahn oder Kutschke statt Frommer
auflaufen. Man darf also gespannt sein, wie sich Tommy Orals Enttäuschung
über den einen oder anderen Spieler nach der Realitätsdämmerung
in der Aufstellung äußert.
RB Leipzig enttäuscht beim Saisonauftakt vor 4028 Zuschauern
Meldung vom 06.08.2010
Des einen Freud, des anderen Leid. Während die Spieler von
Türkiyemspor Berlin sich nach Abpfiff alle in den Armen lagen,
das Remis wie einen Sieg feierten und vor dem Mannschaftsbus
schnell ihre Verwandten anriefen und erzählten, dass man dem
großen Aufstiegsfavoriten mächtig geärgert hat, verließen die
Spieler von RB Leipzig mit hängenden Köpfen den Platz, konnten
selbst kaum in Worte fassen, was da heute auf dem Rasen passiert
ist und waren ein wenig fassungslos, über die eigene Leistung.
Den Saisonauftakt in die neue Saison hatten sich die vielen Zuschauer in der
Arena anders vorgestellt. Der Großteil der Zuschauer ging von einem klaren
Sieg aus, eine Minderheit von einem zähen 2:1 oder 3:1 Erfolg der Leipziger und
eine ganz kleine Spezies, sah das Unheil kommen und ging vom Schlimmsten aus. Das
Schlimmste trat Lewerenz sei Dank nicht ein, trotzdem war das 1:1 gegen den Berliner
Verein zu wenig.
RB Leipzig kam gut in die Partie, gewann Zweikämpfe und spielte sich erste
Torchancen heraus. Vor allem über die vermeintlich schwache linke Seite liefen
in den ersten zehn Minuten die gefährlichsten Angriffe. Es wurde eigentlich
früh deutlich, dass es hier zu dem erwartenden Einbahnstraßenfußball
kommen würde. Doch als RB das Tempo der Anfangsphase drosselte, das Spiel
langsamer gestaltete und mehrfach Querpässe in der eigenen Abwehr spielte,
schlugen die Gäste eiskalt zu. Ahmetcik, eigentlich Linksverteidiger der
Berliner, bringt einen Freistoß Richtung Strafraum, der zweite Verteidiger
Schalle springt höher als die komplette RB-Defensive und überwindet den
zu weit vor dem Tor stehenden Neuhaus mit dem Kopf. 1:0 für
Türkiyemspor - die Überraschung war perfekt. RB wirkte nach dem Gegentreffer
nicht sonderlich beeindruckt, versuchte weiter nach vorne zu spielen, hatte
gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und doch gelang ihnen kaum ein vernünftiger
Angriff. Wenn es mal gefährlich wurde, dann nur durch Standards. Müller in
der 33. Minute per Ecke, Kläsener artistisch via Seitfallzieher - daneben.
Fünf Minuten später setzte Müller einen Freistoß von halblinker
Position knapp neben den Pfosten, den anschließenden Gegenangriff konnte Neuhaus
gerade so klären. Kurz vor der Pause, entstand aus einem fast schon hoffnungslosen
Angriff der Ausgleich. Lewerenz bekam den Ball auf der rechten Seite, zog nach Innen,
wollte eigentlich Frommer oder Kammlott bedienen, da beide Passwege aber zugestellt
waren setzte der junge Neuzugang zum Verzweiflungsschuss an und traf den Ball perfekt
ins obere rechte Ecke - Ausgleich!
In Hälfte zwei unverändertes Bild. RB war im Aufbauspiel ideenlos, kam nur
durch Freistöße oder Ecken Richtung Tornähe. Das Spiel trudelte so
vor sich hin und jeder im Stadion fragte sich, wann ihre Mannschaft nun endlich aufwachen
würde. In der 72. Minute konterte Berlin die Leipziger mustergültig aus und traf
durch Erdil nur den Pfosten, Riesenglück für RB. Durch die Einwechslungen von Watzka
und Kutschke entflammte zumindest für einige Minuten das langersehnte Offensivfeuerwerk,
der eingewechselte Stürmer vergab aber zwei Großchancen zum Leidwesen fast aller
Anwesenden. Der Gegner war ab der 70. Minute laut Oral "mausetot", umso unverständlicher
das zaghafte und uncouragierte Auftreten der Bullen in den letzten Minuten. Erst in der
Nachspielzeit hatte Sebastian noch mal eine Großchance, als er nach Eckball von Watzka
frei zum Kofpball kam. Doch es blieb beim 1:1, ein eher mäßiger Start in die neue Saison.
Trainer Oral war nach dem Spiel sichtlich angefressen. Als Pressesprecher Felder ihn fragte,
ob nach dem Remis seine Spieler nun in der Regionalliga angekommen sein, entgegnete er
frustriert "Ich kann nur sagen: Willkommen in der Realität". Er habe heute keine 11
Spieler auf dem Platz gesehen und war von einigen arg enttäuscht - Namen nannte er
verständlicherweise nicht. Neuhaus sah beim Gegentor nicht gut aus, zeigte zwar einige
gute Paraden, ließ die Bälle aber meist nach vorne abprallen. Die Verteidigung
war engagiert, gewann einige wichtige Zweikämpfe und hatte trotzdem einige
haarsträubende Fehlpässe und Ballverluste im Aufbauspiel. Dasselbe gilt für
das Mittelfeld. Von Frahn war nur in den ersten zehn Minuten viel zu sehen, Rost tauchte fast
völlig ab, Geißler zeigte sich nur im Gewinnen von Zweikämpfen stark und
Lewerenz glänzte lediglich durch zwei gute Einzelaktionen. Für Kammlott gilt dasselbe
wie für Frahn, der Ex-Erfurter wurde meistens gedoppelt, bekam ungenaue und zu scharfe
Pässe aus dem Mittelfeld, die er nicht verwerten konnte. Sein Sturmpartner knüpfte
an die Leistung der Vorsaison an, war ebenfalls kaum zu sehen. Kutschke und Watzka sorgten
für kurzzeitige Belebung, Baiers Einwechslung verpuffte fast vollständig.
Fazit:
RB tat sich gegen die Gäste aus Berlin schwer, obwohl diese mit einem
klassischen 4-4-2 System nicht einmal ein Abwehrbollwerk aufbauten. Respekt und Lob an
Türkiyemspor, die gut verteidigten und auch richtig gute Offensivaktionen hatten.
Enttäuschend war das Mittelfeld, von dem keine Impulse ausgingen und das konzeptlos
im Spielaufbau wirkte. Geißler und Rost sind sehr gute Defensivspieler, in der
Offensive haben beide noch enormen Nachholbedarf. Oral hat nun zwei Wochen Zeit, die Mannschaft
auf das nächste Regionalligaspiel in Braunschweig neu einzustellen und dafür
zu sorgen, dass der Saisonstart nicht völlig nach hinten losgeht.
Daten zum Spiel RB Leipzig: Neuhaus, Kläsener, Rost (79´ Baier), Sebastian, Kamlott, Frahn, Ismaili, Müller, Frommer (65´ Kutschke), Geißler, Lewerenz (70´ Watzka). Türkiyemspor Berlin: Normann Köhlman, Christian Schalle, Julian Austermann, Kadir Erdil (76´ Enes Çabuk), Marcus Steinwarth, Demircan Dikmen, Fatih Yig(itus,ag(?, Kwasie Boachie (67´ F?rat Karaduman), Ertan Turan, Gökhan Ahmetçik, Süleyman Kapan (49´ Cihan Dog(an) Schiedsrichter: Marco Achmüller (Bad Füssing) Zuschauer: 4028 Tore: 0:1 Schalle (12.), 1:1 Lewerenz (40.) Gelbe Karten: Lewerenz, Kutschke - Steinwarth, Boachie (Gelb-)Rote Karten: keine
Rojiblanco
Pflichtsieg zum Pflichtspiel-Auftakt?
Meldung vom 05.08.2010
Zwei Monate Pause sind mehr als genug. Insbesondere dann, wenn die letzte
Vorstellung so dürftig ausfiel wie im Falle unserer Rasenballsportler
(1:2 gegen Sachsen Leipzig). Und so schön und beeindruckend die Spiele
gegen Schalke und Hertha auch gewesen sein mögen - richtig spannend ist
es doch nur, wenn es um Punkte geht. Freitag Abend, 19.00 Uhr, gegen
Türkiyemspor Berlin ist es nun wieder soweit (Fanradio und Ticker sind
natürlich wieder live dabei). Der Regionalliga-Auftakt in der Red Bull
Arena steht an. Mit Türkiyemspor kommt zum Start zwar sicher nicht die
stärkste, dafür aber eine der interessantesten Mannschaften der Liga.
Der 1978 gegründete Verein, der aber erst seit 1987 seinen heutigen Namen trägt
und im Spiel gegen RB mit neuem Logo aufläuft, gilt als bekanntester "Migrantenverein"
Deutschlands. Bei Türkiyem ("meine Türkei") spielen, wie es der Name schon
vermuten lässt, vor allem Migranten türkischer Herkunft.
Im ersten Jahrzehnt nach seiner Gründung stieg Türkiyemspor schnell mehrere
Spielklassen auf und hatte es 1987 in die Oberliga Berlin geschafft, wo Gegner wie Tennis
Borussia oder Hertha BSC auf dem Programm standen. In dieser Zeit verfolgten mehrere
tausend Zuschauer (vor allem Bewohner von Kreuzberg und Neukölln sowie
türkischstämmige Fans) die Spiele von Türkiyemspor, mehr als 12 000
kamen allein zum Duell gegen die Hertha. Zwischen 1988 und 1991 qualifizierten sich
die Blau-Weißen mehrmals für den DFB-Pokal. Sowohl diese sportlichen Erfolge
als auch die integrative, multikulturelle Ausrichtung des Vereins sorgte für
nationale wie internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Aufmerksamkeit erregte
Türkiyem leider aber auch im rechtsextremen Spektrum, aus welchem dem Verein
Anfeindungen und Angriffe entgegen schlugen.
Mitte der 90er-Jahre stieg Türkiyemspor aus der 3. Liga ab (damals Regionalliga Nordost)
und kam seitdem nicht wieder über die vierte Spielklasse hinaus. In der bis 2008
viertklassigen Oberliga etablierte man sich schließlich. Im jenem Jahr gelang
Türkiyemspor durch einen dritten Platz dann der Sprung in die neuen, nun viertklassigen
Regionalligen. 2009 stieg man sportlich eigentlich ab, profitierte jedoch von einem
Lizenzentzug bei der Konkurrenz. 2010 schaffte Türkiyemspor den Klassenerhalt dann
aus eigener Kraft.
Um nichts anderes als den Kampf gegen den Abstieg dürfte es auch in der nun
beginnenden Saison gehen. 14 Spieler haben den Verein im Sommer verlassen, darunter einige,
die nicht nur Trainer Taskin Aksoy als Leistungsträger bezeichnete. Im Gegenzug kamen
16 neue Spieler (fast ausschließlich aus anderen Berliner Vereinen), darunter
Rückkehrer Fatih Yigitusagi (schoss 2007/08 ganze 31 Tore in 28 Oberliga-Spielen).
Auch aufgrund der angespannten finanziellen Situation stand bei den Transfers Verjüngung
auf dem Programm: Das schon nicht so enorm hohe Durchschnittsalter der Abgänge
beträgt 24,4 Jahre, das der Zugänge sagenhafte 19,4 Jahre. Klammert man die zweiten
Mannschaften aus, so stellt Türkiyemspor die jüngste Mannschaft (21,1) aller
Regionalligisten, in unserer Regionalliga Nord sogar mit großem Abstand.
Auch wenn man aufgrund der Neuverpflichtungen von RB Leipzig vielleicht den Eindruck gewinnen
konnte, dass wir mittlerweile ebenfalls eine recht junge Truppe auf den Rasen schicken, so
heben die Spieler der vergangenen Oberliga-Saison das Durchschnittsalter doch noch deutlich
an (25,5). Nur Meuselwitz und Plauen können das noch überbieten. Auf dem Platz zu
erwarten ist morgen Abend eine Mischung aus eher älteren (Müller, Neuhaus,
Kläsener, Frommer, Rost) und verhältnismäßig jungen (Kammlott, Ismaili,
Lewerenz, Frahn) Spielern. Auch wenn ein Watzka, ein Laas oder ein Kutschke in der
Schlussviertelstunde gegen Hertha einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, ist es
wahrscheinlicher, dass Oral seiner Startelf aus diesem Spiel vertraut. Die da wäre:
Erfahrung in der Verteidigung, Jugend im Angriff - damit soll grob zusammengefasst ein
erfolgreicher Start in die Saison gelingen. Erfolgreich kann gegen einen der ersten Anwärter
auf den Abstieg nichts anderes bedeuten als ein Sieg. Im Hinblick auf das Interesse des
Leipziger Publikums am Besten gleich ein deutlicher, zumindest aber überzeugender.
Loch
Regionalliga-Trainer sehen RB als Top-Favorit
Meldung vom 03.08.2010
Eine Umfrage des DFB unter den Trainern der 18 Regionalliga-Teams hat die wenig
überraschende Erkenntnis zu Tage gefördert: RB Leipzig geht als
Aufstiegs-Favorit in die kommende Saison. Die Mehrheit der Trainer bezeichnet
RB als Top-Favoriten, gut ein Drittel nennt RB "nur" als einen Aufstiegs-Anwärter
unter mehreren. Lediglich Karsten Heine, Trainer des Hertha-Nachwuchses, favorisiert
ein anderes Team: den Chemnitzer FC. Den Himmelblauen wird generell am Ehesten zugetraut,
RB am Durchmarsch hindern zu können. Aber auch dem Halleschen FC,
Drittliga-Absteiger Holstein Kiel und der Zweiten vom VfL Wolfsburg werden Chancen
im Aufstiegsrennen eingeräumt. Tomas Oral rechnet zudem mit dem 1. FC Magdeburg
(der nach eigener Aussage jedoch erst in der nächsten Saison wieder angreifen
möchte) und dem HSV II.
In wenigen Tagen wird sich erstmals zeigen, wie sich die hochgehandelten Teams schlagen.
RB (gegen Türkiyemspor) und Wolfsburg II (gegen Havelse) empfangen Freitag Abend zwei
Mannschaften, für die es um nichts anderes als den Klassenerhalt gehen dürfte.
Ebenfalls Freitag Abend reist Halle zu Hertha II. Am Sonntag schließlich gastiert
Chemnitz in Plauen und Holstein Kiel muss beim HSV II ran.
Nachdem es sowohl gegen den rumänischen Meister CFR Cluj als auch gegen den deutschen
Vize-Meister Schalke 04 trotz zwischenzeitlicher Führung am Ende unglückliche
1:2-Niederlagen setzte, drehten die Bullen den Spieß gegen Hertha BSC Berlin nun
einfach rum. Die Führung durch Neuzugang Rob Friend in der 52. Minute reichte den
nur noch zweitklassigen Hauptstädtern am Ende nicht einmal zum Unentschieden. Erst
Kammlott (79.) und kurz darauf Watzka (82.) sorgten für überwiegend
freudestrahlende Gesichter bei den 1665 Zuschauern im Markranstädter Stadion am Bad.
Von den insgesamt 18 Akteuren, die gestern Abend gegen RB auf dem Platz standen,
konnten sich wohl nur noch zwei Spieler, nämlich Raffael und Domovchiysky, an
den 7. März des vergangenen Jahres erinnern. Damals siegten die Herthaner am
23. Bundesliga-Spieltag mit 3:1 in Cottbus (dreimal Voronin) und bauten ihre Führung
in der Bundesliga auf vier Zähler aus. In der Hauptstadt träumte man im
Frühling 2009 von Meisterschaft und Champions League. Der sich anschließende,
in der Bundesliga-Historie fast beispiellose Absturz der Hertha ist bekannt: Europa
League - Abstiegskampf - Zweite Liga. Vom Meister der Träume zu den Deppen der
Fußball-Nation in gerade einmal 14 Monaten.
Studierte man im gestrigen Test gegen unsere Bullen die Mannschaftsaufstellung der
Gäste, so ließen sich zwar keine Namen wie Drobny, Friedrich, Simunic,
Voronin oder Pantelic mehr finden. Zweifelsohne verfügt die Hertha mit Janker,
Mijatovic, Kobiashvili, Lustenberger, Ramos, Friend und einigen anderen aber immer
noch über eine überdurchschnittlich gut besetzte Zweitliga-Truppe. Womit
sie sich mit RB Leipzig so ziemlich den idealen Gegner ausgesucht hatte, wobei in
der Heldenstadt die Differenz zwischen Liga und Leistungsvermögen wohl noch
einen Zacken schärfer sein dürfte. Wie sich gestern Abend im Spiel einer
Mannschaft, die die Zweite Liga nach oben hin verlassen möchte, und einer
Mannschaft, die wohl jetzt schon Chancen auf den Klassenerhalt in jener Liga hätte,
eindrucksvoll zeigte.
Auch wenn die Rot-Weißen zunächst nicht ganz an das (ein)druck(s)volle Spiel
gegen Königsblau anzuknüpfen vermochten, so war von einem Klassenunterschied
wenig zu erkennen. Guido Schäfer erkannte gestern eine Hertha, die lange Zeit alles
im Griff hatte und Ball und Gegner laufen ließ. Kann man auch andersherum sehen.
Abgesehen von einer durch Neuhaus glänzend vereitelten Großchance ließ
die Hintermannschaft von RB in der ersten Halbzeit nichts anbrennen. Ernsthafte Gefahr
kam zwar auch nicht aufs Tor von Hertha-Keeper Burchert, doch sorgte zumindest Kammlott
in einer Szene für Aufsehen, als er mehrere Herthaner Abwehrspieler im Strafraum
stehen ließ und bis zur Grundlinie durchlief, wenn auch ohne zählbaren Erfolg.
Ein ausgeglichenes Spiel zweier in Bestbesetzung angetretenen Teams, dem der
Unterhaltungswert vom Schalke-Gastspiel jedoch fehlte. Das sollte sich in den zweiten
45 Minuten grundlegend ändern.
Was zunächst einmal den Gästen mit dem "D" und dem "B" auf der Brust zu verdanken
war. Wurde dem ersten Tor von Rob Friend noch die Anerkennung verweigert, so klingelte es
kurze Zeit später doch noch im Gehäuse des machtlosen Kapitäns Sven Neuhaus.
Die Hertha war in dieser Phase überlegen und die Führung ging somit auch in
Ordnung. In früheren Zeiten wäre die Sache damit vielleicht auch gegessen gewesen.
Allerdings vermeldete RB Leipzig am 5. Juli eine Neuverpflichtung namens Carsten Kammlott.
Und dass dieser gestern auf dem Platz stand, ist keinem glücklichen Zuschauer, keinem
bemitleidenswerten Gegenspieler und sicher auch nicht dem staunenden Gäste-Coach Markus
Babbel entgangen.
Dass Kammlott mit fairen Mitteln gestern nicht zu stoppen war, ist keine Übertreibung.
Dreimal wurde er aufs Tor zustürmend taktisch und gelbwürdig gefoult, einmal davon
auf der Strafraumgrenze. Ein weiteres Mal hielt ihn ein Herthaner im Strafraum fest und
hinderte ihn somit am Nachsetzen - der circa drei Meter große Schiedsrichter
Benjamin Schwermer erkannte dies jedoch nicht, beziehungsweise beurteilte die Situation
zu Ungunsten des RB-Spielers. Doch all die fairen und weniger fairen Bemühungen,
Kammlott zu stoppen, halfen am Ende wenig: In der 79. Minute war es der - da muss man
sich nicht weit aus dem Fenster lehnen - angehende Publikumsliebling, der nach Vorarbeit
von Kutschke und Laas, beide kurz zuvor eingewechselt, den Ausgleich besorgte. Abgesehen
von Kammlott waren es die Einwechselspieler, die das Spiel drehten. Denn auch der
flugköpfende Torschütze zum 2:1, Maximilian Watzka, kam von der Bank. Er
verwertete den Abpraller, der aus einem von Burchert großartig gehaltenen Torschuss
durch Kutschke resultierte.
Die Elf, die sich gestern von Beginn an präsentierte, soll ja eigentlich auch zum
Saisonstart gegen Türkiyemspor auf dem Platz stehen. Doch in Anbetracht der
Offensiv-Wucht, die nach den Einwechslungen von Baier, Lass, Watzka und Kutschke über
die Hertha-Verteidigung herein brach, könnte Tomas Oral vielleicht doch noch mal ins
Grübeln kommen. Nico Frommer wirkte gestern eher unglücklich, Kutschke hingegen
verdammt auffällig. Und wenn nicht Kutschke, so könnte zumindest Frahn in den
Angriff neben Kammlott rücken, womit ein Platz im Mittelfeld frei werden würde.
Eine Garantie auf einen Einsatz haben im mittleren und vorderen Mannschaftsteil im Moment
vermutlich nur Rost und Kammlott. Letzterer ist genau das, was in der Mannschaft der
vergangenen Saison gefehlt hat: ein mitreißender Spieler. Jemand, der den Ball in
jeder Lage unter Kontrolle bringt, scheinbar stets die richtige Wahl zwischen intelligentem
Abspiel und dynamischem Antritt Richtung Tor trifft, und überdies noch mit einer
überragenden Technik ausgestattet ist. Da kann man schon mal ins Schwärmen geraten
und leicht vergessen, dass auch der Rest der Mannschaft wiederholt ein überzeugendes
Spiel abgeliefert hat. Insbesondere auch die sichere Abwehr, in der sich heute eine
wichtige Weichenstellung ergeben hat: Tim Sebastian erbt das Kapitänsamt von Ingo
Hertzsch, der nicht nur seine Binde verliert, sondern - so hat es zumindest im Moment den
Anschein - auch seinen Stammplatz.
Halle besiegt Aue, Chemnitz spielt Remis gegen Union Berlin und Energie Cottbus, Magdeburg
schafft ein Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg. Was sagt einem das? Bloße
Testspiel-Resultate besitzen keinen Wert. Doch aus der Art und Weise des Auftretens
darf man sicher schon mal den einen oder anderen Schluss ziehen:
1. Unsere Abwehr steht auch im zweiten Jahr stabil.
2. Die Mannschaft wurde stark verjüngt, spielt schneller, attraktiver, technisch hochwertiger.
3. Die Qualität auf der Bank ist beachtlich. Kein Spieler kann sich seines Stammplatzes
mehr sicher sein.
Welche Wünsche da überhaupt noch übrig bleiben? Dass sich diese Eindrücke
bestätigen, wenn es wirklich drauf ankommt. Gegen Chemnitz, Lübeck, Havelse und
Cottbus II. Und am Besten schon gleich am kommenden Freitag, zum Regionalliga-Auftakt
gegen Türkiyemspor Berlin.
Aufsteiger empfängt Absteiger - Rückkehr an alte Wirkungsstätte
Meldung vom 30.07.2010
Heute um 19:00 Uhr findet für RB Leipzig der letzte Härtetest
vor dem Saisonstart gegen Türkiyemspor Berlin (Freitag, 06.08.2010,
19:00 Uhr, Red Bull Arena) statt. Die Mannschaft von Tomas Oral empfängt
den Bundesligaabsteiger Hertha BSC Berlin in Markranstädt im Stadion
am Bad und will sich mit einem positiven Ergebnis aus der Saisonvorbereitung
verabschieden. Hertha BSC befindet sich zu diesem Zeitpunkt ähnlich wie
Schalke mitten in einer Reihe von Testspielen, so dass die Hauptstädter
wohl nicht Einhundertprozentig fit sein werden.
Der Gegner: Herthas Umbruch
Es ist knapp 11 Monate her, da spielte die 'alte Dame' in der Europa-League-Qualifikation
gegen den dänischen Vertreter Bröndby IF und zog durch einen 3:1 Heimerfolg
in die Hauptrunde ein. Ein Jahr später ist vom internationalen Flair in der Haupstadt
nichts mehr zu sehen, statt nach Lissabon geht es in der 2. Bundesliga nach Aue,
Paderborn oder Oberhausen.
Doch trotz drückender Schulden konnte die 'alte Dame' den Großteil des
Kaders für die 2. Bundesliga zusammenhalten und musste nur wenige Leistungsträger
wie Kacar, Drobny (beide Hamburger SV), Friedrich (VfL Wolfsburg), Piszczek (Borussia Dortmund),
von Bergen (noch unbekannt) und Chermiti (FC Zürich) ziehen lassen - der in Berlin
unbeliebte Chancentod Artur Wichniarek wechselte zu Lech Posen und erzielte gleich im
ersten Pflichtspiel der Champions-League-Qualifikation ein Tor, welch Ironie.
Markus Babbel heizt der 'alten Dame' neues Leben ein, verjüngt den Kader, gibt den
Jugendspielern wieder eine Chance und baut einzelne Routiniers ins Mannschaftsgebilde
ein - die Fans sind bereits vor Saisonstart von ihrem "neuen" Verein begeistert.
Der 25-jährige und zukünftige Abwehrchef Roman Hubnik verlängerte bereits
Ende Mai seinen Vertrag bis 2014, Kobiashvili bekam trotz seines fortgeschrittenen Alters
(32) einen Dreijahresvertrag, das 23-jährige bulgarische Sturmtalent Domovchiyski
erhielt einen Vertrag bis 2012. Fabian Lustenberger, der in der abgelaufenen Spielzeit
sogar Kacar in den Schatten stellte, verlängerte bis 2014. Nando Raffael, der ein
Tor mit 210,9 kmh erzielte und damit in die Annalen des Fußballs als stärkster
gemessener Schuss einging, verlängerte ebenfalls um vier Jahre. Bei Stürmer
Adrian Ramos wurde die Option gezogen, Dardai und Ebert erhielten Einjahresverträge.
Der Kader wurde durch Spieler wie Christian Lell (25, Rechtsverteidiger, Bayern
München), Rob Friend (29, Stürmer, B. Mönchen Gladbach), Andre Mijatovic (30,
Innenverteidiger, Arminia Bielefeld) und dem österreichischen Nationalspieler
Daniel Beichler (21, Mittelfeld, Stum Graz) sinnvoll ergänzt, hinzu kommen
einige talentierte Jugendspieler wie z.B. Stürmer Pierre-Michel Lasogga von Bayer
04 Leverkusen.
Fazit: Der Kader ist eigentlich zu stark für die 2. Bundesliga, der Wiederaufstieg
sollte definitiv möglich sein. Doch theoretisch war der Kader auch zu stark
für den Abstieg aus der 1. Bundesliga und mit Bielefeld gab es bereits in der
vergangenen Saison ein prominentes Opfer, das mit ähnlichen Methoden und Zielen
in der 2. Bundesliga fast in die Insolvenz gegangen wäre.
Zum Spiel:
Tomas Oral muss weiterhin auf den verletzten Daniel Rosin (Nasenbeinbruch), Paul
Schinke (Bruch des Sprunggelenks), Karsten Kammlott (Oberschenkelprellung) und
Rechtsverteidiger Shaban Ismaili verzichten, der sich gegen Zwickau eine Zerrung zuzog.
Aber auch Hertha BSC hat einige Ausfälle in der Vorbereitung zu verkraften. Torhüter
Maikel Aerts zog sich im Training eine Rippenprellung zu, der 19-jährige Abwehrspieler
Neumann musste gegen Lübeck wegen einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden, wird
ebenfalls fehlen. Hinzu kommen die Ausfälle von Mittelfeldspieler Patrick Ebert
(Kreuz- und Außenbandriss), Pal Dardai (Zerrung), Christan Lell (Sprunggelenksverletzung)
und Hubnik (Knieverletzung). So könnte demnach die Aufstellung (4-2-3-1) aussehen, wenn
Babbel nicht wie gegen Erfurt mit einer Amateurmannschaft auftritt:
Im Tor wird Sascha Burchert den verletzten Aerts ersetzen, in der Viererabwehrreihe
werden Kobiashvili und Kaka/Ronny die Außenpositionen besetzen, Mijatovic und Janker
stellen die Innenverteidigung. Davor kommt die "Doppelsechs" mit Lustenberger und
Bigalke, die Offensivabteilung im Mittelfeld werden höchstwahrscheinlich Raffael,
Beichler, Domovchiyski oder Rukavytsya bilden. Im Sturm scheint laut den letzten
Testspielen Rob Friend als alleinige Spitze gesetzt zu sein, die Alternative wäre hier
Lasogga, der in den letzten Spielen ebenfalls zu überzeugen wusste. Ändern könnte
sich die komplette taktische Formation, wenn Adrian Ramos nach Achillessehnen-Problemen
wieder ins Team stößt - laut Babbel aber nur für maximal 60 Minuten.
Tomas Oral wird vermutlich seine beste Elf auf den Platz schicken, die dann auch gegen
Türkiyemspor auflaufen wird. Im Tor ist Neuhaus gesetzt, wobei man dem Geburtstagskind
Benny Bellot auch einen Einsatz wünschen würde. Durch die Verletzung von Ismaili
wird Albert den Posten als Rechtsverteidiger einnehmen, unumstrittener Linksverteidiger
ist Müller, Sebastian dürfte in der Innenverteidigung ebenfalls gesetzt sein.
Fraglich ist, wer neben Sebastian spielen wird - Kläsener oder Hertzsch. Im rechten
Mittelfeld streiten sich Lewerenz und Watzka um den Startplatz. Lewerenz überraschte
in der Vorbereitung, fiel aber gegen Zwickau mit einer Unsportlichkeit auf und wurde kurze
Zeit später wieder ausgewechselt. Der Ex-Magdeburger Watzka nutzte dagegen seine
Chance und überzeugte mit seinem Tor zum 2:0. Im zentralen Mittelfeld dürfte
nur Rost seinen Stammplatz sicher haben, an seiner Seite steht entweder Bick, Geißler
oder Baier. Geißler enttäuschte gegen Zwickau auf der linken Seite, wirkte wie
ein Fremdkörper und verlor fast alle Zweikämpfe. Frahn eignet sich anscheinend
ebenfalls nicht als linker Mittelfeldspieler, aber auch als Stürmer konnte der
Ex-Babelsberger gegen die Thüringer nicht überzeugen. Der eingewechselte Laas
erzielte kurz nach seiner Einwechslung das 4:0, könnte also auf links spielen. Im
Sturm dürften durch die Verletzung von Kammlott Frahn und Frommer auflaufen.
Wie bereits gegen Schalke boykottieren die gegnerischen Fans das Spiel. Im Fall Hertha hat
die Ultra-Gruppierung 'Harlekins' angekündigt, dass Spiel nicht zu
besuchen: "Die Unterstützung eines solchen Testspiels widerspricht anderen ideellen
Werten, denen wir uns verpflichtet haben."
Rojiblanco
Testspielleiden bei strömenden Regen vor 592 Zuschauern in Zwickau
Meldung vom 28.07.2010
Es war schon etwas eigenartig, was sich heute im Westsachsenstadion zu
Zwickau ereignete: Kaum pfiff der Plauener Referee Fritzsch das
Freundschaftsspiel mit fünfminütiger Verspätung zwischen
dem Oberligisten FSV Zwickau und RB Leipzig an, da leerte der liebe
Wettergott bereits seine ersten Gießkannen. Zur Verwunderung der
Zuschauer versteht sich, schließlich sah der Himmel rund ums Stadion
eigentlich ganz gut aus, nur diese eine Wolke wollte partout nicht
über den Hang und machte es sich über dem Stadion
gemütlich - zum Leidwesen aller.
Trainer Tomas Oral vertraute in der ersten Hälfte folgender Elf:
Neuhaus - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Rost, Bick - Watzka, Geißler - Frommer, Frahn.
Erster Höhepunkt war die gelbe Karte von Timo Rost in der elften Minute, der seinen
Gegenspieler als "Holzbein" beschimpfte. Die Zwickauer Fans fanden es gar nicht lustig,
der gemeine RB-Anhänger konnte darüber schmunzeln. In der 26. Minute tankte
sich Watzka auf der rechten Seite durch, passte zurück in den Strafraum, fand Timo
Rost und der fand im Zwickauer Schlussmann Wohlfeld seinen Meister. Nur zwei Minuten
später sah Watzka nach einem üblen Foul die gelbe Karte, die Zwickauer
Zuschauer waren derweil wieder in ihrem Element. 10 Minuten vor der Halbzeit dann der
erste ordentliche Angriff der Gastgeber, den Spielmacher Hauser weit übers Tor setzte.
Als alle sich schon zum Bratwurstholen bereit machten, kam die Überraschung aus
dem Nichts. Frommer erkämpfte sich den Ball in der Vorwärtsbewegung der
Zwickauer, spielte rüber zu Bick, der fackelte nicht lange und schoss den Ball
mit Unterlatte, Linie, Unterlatte, Linie ins Tor - den sehenswerten Treffer honorierten
sogar einige Zwickauer mit Applaus. Danach war Halbzeit, Zeit zum Bratwurstholen und
siehe da, es hörte auf zu Regnen. Aber kaum waren die Spieler zurück auf dem
Feld, ging der Guss weiter. Die zweite Halbzeit war so höhepunktarm und
spielerisch schwach wie die erste, einzig Tomas Oral wusste die RB-Anhängerschaft zu
beschäftigen - mit taktischem Wirrwarr und ständigen Auswechslungen. Laas kam
für Ismaili, Buszkowiak für Sebastian, Franke für Müller und Baier
für Geißler. Jetzt aufgepasst, die Formation sah für mehrere Minuten so aus:
Bei jedem Angriff von RB Leipzig wurde die Abwehr zu einer Dreierkette, selbst wenn der
Angriff nicht über links ging, war Franke mehr im Mittelfeld als in der Abwehr zu
finden. Das kurzfristige Übergewicht im Mittelfeld zahlte sich aus: Hoher Ball auf
Frommer, der legte mit der Brust ab und Watzka schoss den Ball aus 20 Metern flach ins
Netz. Als sich Franke nun auf die Linksverteidigerposition zurück begab und man als
Zuschauer froh war, endlich die taktische Ordnung verstanden zu haben, spielte uns Oral
den nächsten Streich. Vier neue Spieler in der 64. Minute: Hertzsch für
Kläsener, Lewerenz für Watzka, Kutschke für Frahn und Albert für Bick.
Wie schon in Halbzeit eins, sah es danach aus, als ob Oral mit zwei "Sechsern" spielen
ließ, in diesem Falle also Baier und Rost. Der sonst so starke Lewerenz sorgte in
der 74. Minute im Westsachsenstadion für Aufruhr. Kaum auf dem Platz, verlor er dem
Ball am Gegenspieler und schubste ihn anschließend nicht gerade sanft von hinten.
Glück: Der Schiri sah es nicht. Pech: Oral sah es, nahm ihn zur Strafe vom Platz
und wechselte Richard v.d. Bosch ein. Als die Zwickauer in der 77. Minute noch einmal zu
einer Doppelchance kamen, machte Frommer in der 83. Minute den Deckel auf die Partie.
Wie bei der Torchance in Hälfte eins von Timo Rost tankte sich ein Leipziger von
außen durch, passte in die Mitte und fand den eigenen Mitspieler. Passgeber war
diesmal Frommer, der Schütze Baier und schon stand es 3:0. Nur zwei Minuten später
dann das 4:0. Nach einer abgewehrten Ecke schickte Alexander Laas den Ball volley ins Eck,
der Drops war gelutscht. Kurz danach war auch Schluss, verdienter Sieg einer müde
wirkenden Leipziger Mannschaft, die anscheinend vorher noch eine Trainingseinheit hatte.
Zwickau stand vor allem in der Abwehr gut und kämpfte aufoperungsvoll. Stefan Schumann,
ehemals RB Leipzig, war einer der besten auf Seiten der Gastgeber.
Übrigens: Kaum war der Zuschauer ein paar Kilometer vom Stadion entfernt, war strahlendblauer Himmel.
Rojiblanco
Mal wieder Westsachsenstadion
Meldung vom 26.07.2010
FSV Zwickau gegen RB Leipzig, so heißt das nächste anstehende
Testspiel unserer aufstrebenden Mannschaft. Gespielt wird in Zwickau, am
Dienstag, den 27.07.2010 - Anpfiff ist 18:30 Uhr. Dass es bei dieser Partie
zu keiner 15-minütigen Verschiebung der Anstoßzeit, auf Grund von
einer zu erwartenden Rekordkulisse, kommt, dürfte jedem klar sein.
Zwickau hat Tradition, heißt aber nicht Schalke und spielt erst
recht nicht in der gleichen Liga. Wenn überhaupt, so muss sich der
klamme Verein mit einer vierstelligen Zuschauerzahl zufrieden geben.
Bereits dreimal traf das erst mit einem Jahr Vereinsgeschichte ausgestatte Team aus
Leipzig schon auf die Zwickauer Mannschaft. Gleich am 2. Spieltag der ersten Saison
fegten die Spieler von RB das Team des FSV mit 4:0 vor 2565 Zuschauern im eigenen
Stadion am Bad vom Platz. Das Rückrundenduell gewann man vor knapp halb so vielen
Fans in Zwickau mit 2:0. Doch es gab auch eine Niederlage gegen das von Dirk
Barsikow angeführte Team und das war auch zugleich die bitterste Niederlage
der Saison. Mit einem 3:2 kegelten die frechen Zwickauer unseren RBL im Viertelfinale
des Sachsenpokals aus dem Turnier. Während die Leipziger Gäste zur Halbzeit
noch an einen Halbfinaleinzug festhalten konnten (2:2), geschah in der 77. Minute
die Sensation. Helbig überwindet Neuhaus zum 3:2-Siegtreffer und verhindert
damit dem selbsternannten "Überflieger" RB Leipzig ein Weiterkommen im Landespokal.
Das alles ist Schnee von gestern! RB spielt nun eine Klasse höher, hat sich
weiter enorm verstärkt und der neue Trainer Oral wirkt so, als arbeite er mit
dem neuen Kader bereits am Feinschliff. Eine etwaige Findungsphase des gesamten
Kaders konnte man in den letzten Testspielen kaum ausmachen. Alles läuft noch
zügiger, professioneller und mit deutlich mehr Nachdruck ab. Das Leistungsprinzip
scheint bei allen angekommen und von allen verstanden worden zu sein.
Und der FSV Zwickau? Startet den, vor allem im Osten so oft gehörten, Neuanfang.
Konnte der drohenden Insolvenz und dem damit verbundenen Zwangsabstieg irgendwie von
der Schippe springen und steht nun da mit leeren Händen. Was folgte war eine
Inventur personeller Art. Das Präsidium wurde ausgewechselt. Der neue Trainer
Nico Quade verliert die Leistungsträger Shubitidze, Fuchsenthaler und Helbig,
gewinnt junge Spieler aus der eigenen 2. Mannschaft und den Ex-RB-Spieler Stefan
Schumann (beide Seiten bekennen sich zum Wechsel, der Vertrag wird aber noch erarbeitet).
Seine sechs Testspiele konnte der FSV mit einer beeindruckenden Bilanz gewinnen.
39:1-Tore stehen zu Buche. Allerdings spielten die Zwickauer ausschließlich
gegen niederklassige Teams, was eine wirkliche Standortbestimmung unmöglich
macht. Jetzt kommen also die Leipziger und was diese
dem Traditionsverein auf jeden Fall hinterlassen, sind ein paar Euros in der Kasse
und viele Notizen auf dem Block von Nico Quade.
Spilo
Regionalligapreise stehen fest
Meldung vom 26.07.2010
Auf der offiziellen Homepage sind nun die Tages- und Dauerkartenpreise für
den Eintritt in die Red Bull Arena einzusehen. Demnach werden an Spieltagen die
Sektoren A (Haupttribüne), B (Fanblock) und D (Auwärtsblock) geöffnet.
Das günstigste Tagesticket kostet fünf Euro für den Fanblock,
die günstigste Dauerkarte ist für 75 Euro zu haben - jeweils ermäßigt.
Hier die Preise im Überblick:
Tagespreise
Sektor A: 10 Euro (7 Euro ermäßigt)
Sektor B: 8 Euro (5 Euro ermäßigt)
Sektor D: 8 Euro (5 Euro ermäßigt)
VIP: 85 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei
Dauerkartenpreise
Sektor A: 150 Euro (105 Euro ermäßigt)
Sektor B: 120 Euro (75 Euro ermäßigt)
VIP: 1250 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei
Loch
RB am Rande einer Überraschung
Meldung vom 25.07.2010
Knapp zwei Monate ist es her, dass RB Leipzig schon einmal gewaltig Werbung in
eigener Sache machen wollte. Damals ging das gründlich in die Hose. Der ideenlos
spielende Oberliga-Meister unterlag im letzten Saisonspiel, zugleich ein Stadt-Derby,
gegen erfrischend respektlos auftretende Leutzscher. Und das vor "nur" 10 000 statt
der erwarteten 20 000 Zuschauer. Nun also Versuch Nummer 2: Diesmal gegen den
traditionsreichen FC Schalke 04, diesmal vor exakt 21 566 zahlenden(!) Zuschauern,
und diesmal vor allem gepaart mit einer Leistung, die viele Sympathien in der Stadt
geweckt haben dürfte. Das Ergebnis, RB unterliegt nach frühem Führungstor
durch Frommer am Ende unglücklich mit 1:2 (1:2), erscheint dabei zweitrangig.
Man muss schon etwas weiter in die Vergangenheit zurück reisen, um ein Spiel unter Beteiligung
einer Leipziger Mannschaft zu finden, zu dem mehr als 20 000 Zuschauer strömten. Im März
2004 war dies der Fall, als der FC Sachsen in der damals noch drittklassigen Regionalliga vor 28 000
Zuschauern im Zentralstadion gegen die Amateure von Borussia Dortmund unterlag, und 2005,
als ebenfalls Grün-Weiß vor mehr als 30 000 Zuschauern im DFB-Pokal gegen Dynamo
Dresden ausschied. Weder die Freundschaftsspiele von Lok gegen Werder (13 268 Zuschauer) oder
Leverkusen (9 165) noch das Traditions-Derby im vergangenen August (14 986) vermochten seitdem an
dieser Marke zu knabbern. Nein, es musste schon ein anderer Club aus dem Revier her, um das
Zentralstadion, das nun Red Bull Arena heißt, mal wieder zumindest zur Hälfte zu füllen.
Dass dies heute passieren würde, deuteten bereits die reichlich gefüllten Ränge lange
vor Spielbeginn an. Aufgrund des großen Andrangs wurde der Anpfiff schließlich um 15 Minuten
nach hinten verlegt. Ein Blick ins weite Runde lohnte heute ganz besonders: Die Gegengerade war
proppenvoll, ebenso der RB-Fanblock. Besonders erfreulich: Dieser war somit sogar noch besser
gefüllt als die blau-weiße Gegenseite und schloss sich den Aufforderungen der L.E. Bulls,
aufzustehen, mehrmals mehrheitlich an. Wie einigen Gesprächen zu entnehmen war, hatten es sich
auch einige Zuschauer in Block B bequem gemacht, die Fußball ansonsten vornehmlich im
Bruno-Plache oder Alfred-Kunze verfolgen. In Anbetracht der großartigen Vorstellung
unserer Bullen erscheint es nur schwer vorstellbar, dass dies für längere Zeit ihr
letzter Besuch gewesen sein sollte.
Zum Spiel: Vielleicht fühlten sich die Schalker einfach veräppelt, weil ihre
Einlaufkinder Schwarz-Gelb trugen. Vielleicht hatten die Blau-Weißen nach dem gestrigen
Testspiel-Erfolg gegen Erzgebirge Aue (3:1) schwere Knochen. Vielleicht hatten sie aber auch
einfach nicht mit einem von der ersten bis zur letzten Sekunde topmotivierten, einsatz- und
teilweise auch spielfreudigen Gegner gerechnet. Denn genau das war RB Leipzig am gestrigen Abend.
In den ersten zehn Minuten spielte im Prinzip bloß eine Mannschaft: der Gastgeber.
Es mag kurios klingen, doch das Führungstor durch Nico Frommer (nach Vorarbeit von Hertzsch
und Lewerenz) nach gerade einmal elf Minuten war verdient. Schon vier Minuten zuvor hatte
Kammlott die Chance zur Führung. Auch in der Folgezeit dominierte RasenBallsport das
Geschehen und bot den von Tomas Oral nicht nur für dieses Spiel versprochenen
Offensivfußball. Dass mit Frahn, Frommer, Kammlott und Lewerenz vier verdammt offensive
Kräfte auf dem Platz standen, machte sich nicht nur in der Mannschaftsaufstellung, sondern
auch in der praktischen Umsetzung bemerkbar.
Gut 20 Minuten dauerte es, bis auch die Gäste gefährlich vor dem Tor auftauchten.
Zunächst schoss Rakitic drei Meter übers Tor, dann brachte unser Kapitän Ingo
Hertzsch den Ball gefährlich auf den eigenen Kasten und in Minute 24 stand es dann leider
tatsächlich 1:1. Der Schalker Neuzugang Erik Jendrisek setzte sich auf rechts gegen den
bis dahin ganz starken Ismaili durch und bediente Edu in der Mitte, der sich aus fünf
Metern Distanz gegen den ebenfalls ansonsten sehr starken Tim Sebastian durchsetzen konnte
und auch Neuhaus keine Chance ließ. Kurz vor der Pause dann eine Duplizität der
Ereignisse: Hertzsch erneut fast mit einem Eigentor (Neuhaus konnte gerade noch retten) und
kurz darauf trifft S04 erneut ins Netz. Diesmal verlor Geißler 20 Meter vor dem eigenen
Tor den Ball (und wurde dabei eventuell gefoult), woraufhin Rakitic die Gunst der Stunde nutzte
und aus Strafstoßdistanz eiskalt abschloss.
Recht ausgeglichen präsentierte sich das Spiel in Halbzeit Zwei, wobei RB die besseren
Chancen hatte. Kurz nach Wiederanpfiff setzte Rost einen Freistoß nur knapp am Tor vorbei
und Schalke-Keeper Unnerstall wäre nach Notbremse an Kammlott wohl vom Platz geflogen,
wenn es sich nicht um ein Testspiel gehandelt hätte. So beließ es Schiri Jan Seidel
bei einer Gelben Karte. Bei Schalke war es Torschütze Edu, dem sich die beiden besten
Chancen seines Teams boten; auf Seiten von RB war es vor allem ein vom eingewechselten Albert
angeführter 3-gegen-1-Konter, der Aussicht auf Torerfolg versprach. Am Ende fehlte den
Bullen jedoch wiederholt Glück und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.
Schalke präsentierte sich so wie über weite Strecken der Vorsaison auch: abgezockt,
effizient, die Fehler des Gegners eiskalt ausnutzend. So schafften es die Königsblauen vor
wenigen Monaten fast sensationell zur Deutschen Meisterschaft, und so reichte es auch zu einem
etwas schmeichelhaften Erfolg gegen einen Regionalligisten. Regionalliga-Niveau war das, was RB
Leipzig dem Publikum in seinem neuen "Wohnzimmer" gestern Abend präsentierte, allerdings
nicht. Natürlich war dies nur ein Testspiel. Doch trotzdem: Wenn diese kollektiv
überzeugende Mannschaft diese Einstellung und Spielfreude annähernd mit in den weit
weniger aufregenden Ligabetrieb übernehmen kann, dann ist die Regionalliga tatsächlich
nur eine weitere Durchgangsstation. Auf dem Weg in Sphären, in denen begeisternde
Fußballfeste wie das gestrige auf der Tagesordnung stehen.
Viel besser hätte man die Geschichte kaum schreiben können: Die beiden
Trainer, die in der Sommerpause als heißeste und vor allem namhafteste Anwärter
auf die Nachfolge von Tino Vogel gehandelt wurden, treffen wenige Wochen später
direkt aufeinander. Der eine, Tomas Oral, Serien-Aufsteiger mit dem FSV Frankfurt,
ist nun tatsächlich RB-Trainer und möchte, nein, muss seine Aufstiegs-Serie
fortsetzen.Zweite Bundesliga innerhalb von drei Jahren, hat Red Bull-Boss Didi
Mateschitz jüngst als Vorgabe ausgegeben. Der Aufstieg in die 3. Liga ist
bereits im ersten Jahr Pflicht. Der andere kürzlich als RB-Coach gehandelte Mann,
Meistertrainer Felix Magath, sitzt nun weiterhin auf der Bank von Bundesligist,
Vize-Meister und Champions League-Teilnehmer Schalke 04. Und das auch am morgigen
Samstag, 17.00 Uhr, in der Red Bull Arena, wenn diese im Rahmen eines Testspiels
offiziell "eröffnet" wird.
Aufklärungsbedarf in Sachen Geheimtreffen mit Mateschitz sieht Felix Magath keinen mehr.
Beide kennen sich seit Jahren, waren miteinander essen - geheim sei daran überhaupt nichts
gewesen. Mehr gab und gibt es dazu scheinbar auch nicht mehr zu sagen. Ob jemals ernsthaft
die Chance bestand, dass Magath in die Regionalliga wechselt, wissen wohl nur diese beiden.
RB war bundesweit in den Nachrichten, Magath darf nun auf Schalke shoppen gehen - eine Win-Win-Situation
war es in jedem Fall. Davon, dass der eigentliche neue Trainer, also Tomas Oral, schon von
Beginn an das Stigma der zweiten Wahl mit sich herumtragen müsse, kann jedenfalls keine
Rede sein. Nach Magath kräht in Leipzig im Moment kein Hahn mehr.
So viel zur Vorgeschichte des Testkicks, für das - Stand heute - bereits 17 000 Karten
im Vorverkauf weggegangen sind. Eine Zuschauerzahl jenseits der 20 000, die man sich ja
eigentlich schon bei der Anti-Werbung gegen den FC Sachsen erhofft hatte, erscheint nun mehr
als realistisch.
Doch worauf darf sich das Leipziger Publikum, inklusive der DHfK-Handballer mitsamt
Kretzsche, freuen? Auf Schalke in Bestbesetzung? Zumindest Neuzugang Christoph Metzelder
soll von Beginn an spielen, genauso wie Stürmer Edu und Mittelfeldspieler Peer Kluge.
Rafinha fehlt verletzt, Nationalkeeper Manuel Neuer befindet sich noch im Urlaub. Auch
auf Raúl werden wir verzichten müssen, da dieser laut Informationen der BILD
erst am kommenden Montag seine Entscheidung fällt, ob er künftig in
Blau-Weiß auflaufen wird. Heute Abend spielt Schalke gegen Zweitliga-Aufsteiger
Erzgebirge Aue (live auf Sport1). Wer da schon länger als 45 Minuten auf dem Platz
steht, dürfte für morgen nicht gerade Startplatz-Kandidat Nummer 1 sein.
Auf Seiten der Rasenballsportler besteht nur auf zwei Positionen absolute Gewissheit:
Sven Neuhaus hütet das Tor (aber wie lange noch?) und Innenverteidiger Ingo Hertzsch
führt die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Die Kapitänsbinde zum
Saisonauftakt ist ihm damit aber ebenso wenig sicher wie eine Garantie auf einen Stammplatz.
Überhaupt besteht im Team nun ein viel größerer Konkurrenzkampf
als noch in der Vorsaison.
Müller, nach übereinstimmender Einschätzung bester Spieler der letzten
Saison, ist hinten links gesetzt, auf der anderen Seite scheint der Zweikampf zwischen
Albert und Ismaili vollkommen offen. In der Innenverteidigung streiten sich Kläsener,
Hertzsch und Sebastian um zwei Plätze; dem Neuzugang gehört im Moment einer
davon, im Falle des anderen dürfte Hertzsch gerade etwas die Nase vorn haben.
Auch im Sturm stehen für die drei aussichtsreichsten Kandidaten, also Frommer,
Frahn und Kammlott, lediglich zwei Plätze zur Verfügung. In den Testspielen
während des Trainingslagers durften trotzdem alle drei gleichzeitig auf den Platz:
Frommer und Kammlott als Stürmer, Frahn im Mittelfeld. Sollte Oral an dieser wie
angekündigt offensiven Ausrichtung festhalten, bleiben im Mittelfeld noch drei
Plätze, um die sich dann unter anderem Lewerenz, Watzka, Rost, Bick, Geißler,
Baier, Laas, Rosin (derzeit verletzt) sowie die potentielle "1A-Lösung auf links"
streiten. Nimmt man die Startaufstellungen der letzten Testspiele als Maßstab,
so dürften Lewerenz und Rost hierbei gute Karten haben.
Mit Ausnahme des Spiels gegen Eilenburg hat es bislang stets den Anschein gehabt,
dass Tomas Oral die seiner Meinung nach stärkste Elf von Beginn an spielen lässt.
Das Spiel gegen Schalke gibt vielleicht keine Gewissheit, wer zum Saisonauftakt
gegen Türkiyemspor auf dem Platz stehen wird. Doch die Spieler, die gegen Königsblau
in den ersten 45 Minuten zum Zug kommen, dürfen sich vermutlich gute Chancen ausrechnen.
Loch
Nach 2:1-Erfolg kommt deutscher Vizemeister Schalke 04
Am gestrigen Dienstag konnte RB Leipzig erfolgreich das Trainingslager
mit einem 2:1-Erfolg gegen die U23-Mannschaft von Red Bull Salzburg
abschließen. Die Tore in einem erneut guten Spiel von RB Leipzig schossen
Nico Frommer (27.) und der erst 17-jährige Matthias Buszkowiak. Mit diesen
drei starken Spielen (1:2-Niederlage gegen den rumänischen Meister Cluj, 1:1
gegen den ungarischen Rekordmeister Ferencvaros Budapest sowie der Sieg gegen die
U23-Auswahl von Salzburg) wird die Mannschaft von Trainer Tomas Oral mit breiter
Brust in die Partie gegen den deutschen Vizemeister und Champions League-Teilnehmer
FC Schalke 04 gehen. Dennoch wird RB Leipzig gegen das von Erfolgs-Trainer Felix
Magath trainierte Team als klarer Außenseiter in die Partie gehen. Bis auf
Daniel Rosin sind bei den Roten Bullen alle Spieler fit, weshalb man sich, in der
sicherlich mit über 20.000 Zuschauern gut gefüllten Red Bull Arena, Chancen
auf einen Sieg ausrechnet. Gerade in den letzten Tagen wurden besonders viele Karten
abgesetzt, so dass am heutigen Dienstag zwischenzeitlich keine Karten mehr für
das Spiel geordert werden konnten.
Für alle die, die nicht zu diesem Fußballhighlight im Stadion sein können, findet ihr wie immer
auf unserer Seite das Fanradio. Es wird euch kompetent und spannend das aktuelle Spielgeschehen
geschildert sowie einige Hintergrundinformationen zu Verein und Spielern mitgeteilt. Somit könnt
ihr auch ohne den Ticker der offiziellen RB-Seite, welcher zu diesem Spiel leider nicht
eingestzt wird, live im Internet dabei sein. Solltet ihr direkt Fragen an die beiden
Radiomoderatoren haben, könnt ihr diese gern in unserem Chat stellen. Für diesen ist allerdings
die Anmeldung in unserem Forum erforderlich,
wo ihr unter anderem über das große Spiel gegen Schalke diskutieren könnt. Weiterhin könnt ihr in unserer Grußbox gern Personen grüßen, die dann
von den Radiomoderatoren ausgerichtet werden. Dazu müsst ihr nur den Fanradiobutton in der
Grußbox auf der linken Seite aufrufen. Wir wünschen allen Zuschauern viel Spaß bei diesem zu
erwartenden Fußballfest!
Statistik zum Spiel gegen Red Bull Salzburg U23: Aufstellung: Hammel - Ismaili (46. Albert), Hertzsch (46. Kläsener), Sebastian (74. Buszkowiak), Müller (46. Franke) - Lewerenz (46. Watzka), Rost (46. Bick), Geißler (46. Baier), Frahn (66. van den Bosch) - Kammlott (46. Laas), Frommer (46. Kutschke) Tore: 0:1 Frommer (27.), 1:1 Aschauer (53.), 1:2 Buszkowiak (82.) Zuschauer: 50
Jupp
Trainingslager in Salzburg - Erster Achtungserfolg und Testspiel
gegen ungarischen Rekordmeister
Meldung vom 15.07.2010
Während in Deutschland bei 35 Grad die Klimaanlagen der Deutschen Bahn
ausfallen, die Menschen in regelmäßigen Abständen kollabieren und
bei jedem Einzelnen schon vom Nichtstun die Schweißproduktion auf Hochtouren
läuft, ist es fast unvorstellbar, bei diesem Klima auch noch aktiv Sport zu
betreiben. Die Mannschaft von RasenBallsport Leipzig tut dies, jedoch bei angenehmen
20-25 Grad in der österreichischen Landeshauptstadt Salzburg, dazu mit perfekter
Betreuung und idealen Trainingsbedingungen - Fußballer müsste man sein.
Doch dass dieses zweiwöchige Trainingslager kein Erholungsurlaub wird, wo die Spieler in der
Salzach baden und die Landschaft bewundern können, macht die Aussage von Keeper Sven Neuhaus
gegenüber der LVZ deutlich: "Wir trainieren jetzt jeden Tag an unserer Leistungsgrenze. Und das muss auch so sein.
Die Regionalliga wird uns nicht empfangen und sagen: Steigt ihr mal schön auf. Tomas Oral
arbeitet akribisch, hat einen Plan. Wer von dem abweicht, bekommt Probleme. Wenn um 13 Uhr Mittagessen
ist, heißt das nicht 13.05 Uhr. Und wenn es heißt, wir ziehen das rote T-Shirt an,
dann ist es das rote."
Nachdem die Mannschaft am Sonntag im Trainingslager ankam, bat der gut gelaunte Trainer Oral am
Montag gleich zur ersten Trainingseinheit. In Thalgau wurde am Vormittag eine Leistungsdiagnostik
durchgeführt, anschließend folgten Übungen mit dem Ball und das Einstudieren von
Standartsituationen auf dem Trainingsgelände der Nachwuchsakademie von Red Bull Salzburg.
Dienstagabend zeigte der, vor allem wenn es um Trainingsleistung geht, umbarmherzige Oral seine
soziale Seite und schaute sich zusammen mit der Mannschaft das Champions-League-Qualifikationsspiel
zwischen Salzburg und dem Vertreter der Faröer Inseln HB Torshavn an (Endstand 5:0). Zwei
Dinge waren dabei elementar:
1. Das Spiel sollte ein Anreiz für die Spieler sein, schließlich wollen sie dort in ein
paar Jahren auch spielen.
2. Es wurden ihnen gezeigt, wie man gegen defensiv spielende Gegner spielerisch überzeugt und
dabei auch mehr als ein oder zweimal das Tor trifft - war in der letzten Saison nicht immer der Fall.
Am Mittwochabend hatten die Leipziger ihr erstes Testspiel auf höherklassigem Niveau. Der
rumänische Erstligist CFR Cluj, die vor kurzem Anderlecht mit 3:0 vom Platz gefegt haben und
vor zwei Jahren gegen Chelsea London (!) in der Champions League zu Hause ein 0:0 erreichten,
sollte damit der erste Härtetest werden. In einer guten Partie erzielte der zur Halbzeit
eingewechselte Maximilian Watzka in der 59. Minute die Führung für die Bullen mit einem
sehenswerten Fernschusstor aus 35-40 Metern. Doch die Führung hielt nicht lange an, Sasa
Bjelanovic sorgte nur fünf Minuten später für den Ausgleich und keine zehn Minuten
später stand es plötzlich 1:2, Torschütze Gabriel Muresan, Fernschusstor aus 20 Metern.
Oral war mit der ersten Halbzeit zufrieden, in der Zweiten fehlten ihm die Ordnung im Spiel und die
Durchschlagskraft in der Offensive. Trotz allem ein gutes Resultat, auf das die Mannschaft stolz sein kann.
Am Samstag findet das nächste Testspiel statt, diesmal gegen den ungarischen Rekordmeister
Ferencvaros Budapest, die 28 mal die Nemzeti Bajnoksag gewannen. Im Kader der Ungarn befinden sich
wenig bekannte Namen, vielleicht ist Fußballkennern der Name André Schembri bekannt,
der bis vor einem Jahr noch bei CZ Jena gespielt hat. Mit Justin Haber haben sie einen 38-maligen
Nationalspieler von Malta im Tor, hinten hält der Serbe Djordje Tutoric, ausgebildet bei
Partizan Belgrad und bereits mit internationaler Erfahrung, die Abwehr zusammen. Wir freuen uns
auf ein schönes Spiel, drücken den Jungs die Daumen und hoffen auf ein gutes Resultat!
Kurz vor der Abreise in österreichische Trainingslager nach Salzburg hat das
Team von Trainer Tomas Oral das dritte Vorbereitungsspiel der Saison gewonnen.
Nach dem 4:0-Erfolg gegen Eilenburg und dem mageren 1:0-Sieg gegen BW Neustadt
legte die Mannschaft vor allem in der Offensive ihre eklatante Abschlussschwäche
ab und gewann gegen Borna hochverdient mit 10:0.
Bei brütend heißen Temperaturen zeigten die Spieler eine engagierte Vorstellung
und bestimmten die Partie nach Belieben, so war auch die Pausenführung von 7:0
standesgemäß. In Hälfte zwei blieb Oral seinem bisherigen Testspielmotto
treu und wechselte die komplette Elf aus. Der zweite Anzug wurde bereits während der
ersten Halbzeit abseits des Platzes vom Konditionstrainer mit einer Trainingseinheit strapaziert,
sodass die Jungs in den letzten 45 Minuten jede Spritzigkeit vermissen ließen. Am Ende
des Spiels hieß es 10:0 für RB Leipzig, die 320 Zuschauer sahen ein gutes Spiel
das für alle RBL-Fans Hoffnung auf mehr macht.
Rahmenspielplan für die Regionalliga Nord terminiert
Meldung vom 08.07.2010
Seit dem gestrigen Mittwoch steht der Rahmenspielpan für die kommende Saison fest.
RB Leipzig tritt dabei zum Auftakt gegen Türkiyemspor Berlin an. Weitere wichtige
Termine sind das Spiel gegen Magdeburg am 11.09.2010 sowie die Spiele gegen Halle, die
beide in der heimischen Red Bull Arena ausgetragen werden am 20.11.2010 und 14.05.2010.
Es ist zu beachten, dass dies nur der vorläufige Spielplan ist und sich Termine
noch verschieben können. Hier der komplette Spielplan mit Beteiligung von RB Leipzig:
Reimann und Moritz wechseln in die dritte Liga - Knapper Testspielsieg
Meldung vom 07.07.2010
Stürmer Christian Reimann und Torhüter Alexander Moritz verlassen
nach nur einem Jahr den Verein und wechseln zum Drittligisten FC Carl-Zeiss Jena,
die mit Josip Landeka, Ronny Nikol und Tobias Korbjuweit noch drei weitere
Neuzugänge vermeldeten. Beide bestanden das Probetraining und überzeugten
die Verantwortlichen um Trainer Jürgen Raab.
Reimann kehrt damit in seine Heimat zurück, der gebürtige Thüringer spielte
bereits in der Jugend bei Grün-Weiß Stadtroda. Nach den Zwischenstationen Pößneck
(bis 2004), Plauen (bis 2007), Sachsen Leipzig (bis 2008) und Magdeburg (bis 2009) wechselte
"Reimi" in der vergangenen Saison zu RB Leipzig und erzielte insgesamt 13 Treffer.
Keeper Alexander Moritz kam trotz seines großen Potenzials nicht an Stammtorhüter Sven
Neuhaus vorbei und suchte deshalb eine neue Herausforderung, die er nun in Jena bekommen wird.
In der abgelaufenen Spielzeit kam Moritz auf sechs Einsätze.
Wir wünschen beiden Spielern viel Erfolg bei ihrem neuen Arbeitgeber und bedanken uns für
die gezeigten Leistungen.
Gestern Abend fand für die Leipziger währenddessen das zweite Testspiel statt.
Beim Sechstligisten Blau Weiss 90 Neustadt kam die Truppe von Tomas Oral zu einem 1:0 Erfolg,
Siegtorschütze war Maximilian Watzka in der 46. Minute. Trainer Oral bemängelte
anschließend die schlechte Chancenverwertung und forderte im nächsten Spiel mehr
Tore - Gelegenheit haben die Spieler dazu schon am Freitag beim Bornaer SV, Anstoß ist 18.30 Uhr.
Am kommenden Samstag den 3. Juli um 12.30 Uhr wird erstmals das Team von Trainer
Tomas Oral zu einem Spiel antreten. Gegner im Ilburgstadion wird der heimische
Klub aus Eilenburg sein, der in der nächsten Saison in der sechstklassigen
Sachsenliga antritt. In der letzten Spielzeit verpasste der FC Eilenburg den
Aufstieg in die Oberliga nur knapp und konnte Platz 3 belegen. Diese gute Platzierung
war jedoch nicht überraschend. So konnten die Eilenburger bei der Generalprobe
von RB Leipzig in Markranstädt ein beachtliches 1:1 erzielen.
Gespannt darf man somit sein, wie sich das neu formierte Team von RB Leipzig beim ersten
Vorbereitungsspiel für die kommende Regionalligasaison schlägt. Nicht dabei sein
werden Daniel Rosin und Nico Frommer, welche beide angeschlagen ausfallen werden. Sicher ist,
dass Tomas Oral viel experimentieren wird, so dass jeder Spieler zum Einsatz kommen dürfte.
Insofern wird es schwierig sein, erste Rückschlüsse über künftige
Aufstellungen zu ziehen. Durch die Vorverlegung auf 12.30 Uhr ist zu hoffen, dass die Mannschaft
von einigen Auswärtsfans unterstützt werden wird. Einen Liveticker und das Fanradio
wird es zum Spiel leider nicht geben. Es ist allerdings zu erwarten, dass der ein oder andere
Mitgereiste im Forum live zum Spielgeschehen postet. Das entsprechende Thema zu diesem Spiel findest
du hier.
Pünktlich 10.00 Uhr eröffnete Neu-Trainer Tomas Oral heute
im Noch-Zentralstadion das Training der Rasenballer, verfolgt von etwa 50
Interessierten und Medienvertretern. Mit an Bord waren die zahlreichen
namhaften Neuzugänge wie Daniel Frahn, Tim Sebastian und Tom Geißler
sowie Probespieler Marcel Piesche von Twente Enschede. Dieser wird noch bis
zum ersten Testspiel am Samstag in Eilenburg (vorverlegt auf 12.30 Uhr) für
RB am Ball bleiben, dann dürfte sich seine Zukunft entscheiden. Daniel Rosin
(Knochenhautentzündung) und Nico Frommer (Patellasehnenzerrung) konnten heute
nur teilweise mittrainieren. Im Falle von Frommer besteht leider die Möglichkeit,
dass er noch eine ganze Weile nicht zur Verfügung steht. Gewissheit bringt in
beiden Fällen eine baldige genaue Diagnose.
Los ging's heute mit Dehnübungen unter dem neuen Athletik-Trainer Tobias Wawroschek,
der ebenso wie Ali-Kayhan Cakici (Co.), Ingmar Genehr (Physio-Chef) und Peter Hergert
(Busfahrer, Zeugwart) dem neuen Funktionsteam angehören wird. Anschließend stand
Training mit dem Ball, darunter Tempo-Dribblings auf dem Programm. In Anbetracht der bereits
zu früher Stunde unangebracht hohen Temperaturen hielt sich das Tempo dabei
verständlicherweise noch in Grenzen. Es folgte ein kleines Trainingsspielchen und nach
90 Minuten hatten die Roten Bullen ihre erste Trainingseinheit dann auch überstanden.
In der anschließenden Pressekonferenz wagten Tomas Oral und Innenverteidiger Tim
Sebastian einen kleinen Ausblick auf die kommende Regionalliga-Saison. Die Frage nach den
härtesten Konkurrenten beantwortete Oral mit den üblichen Verdächtigen: Chemnitz,
Halle, Magdeburg sowie die Zweiten von Wolfsburg und dem HSV. Oral möchte gerne
schönen Fußball spielen lassen, allerdings nütze dieser auch nichts, wenn
man in der letzten Minute ein Spiel verliert. Wenn dann aber alle Spieler topfit und die
Abläufe und spielerischen Elemente verinnerlicht sind, könne man sich auf die eine
oder andere attraktive Partie freuen.
Desweiteren bestätigte uns Pressechef Hans-Georg Felder, dass das neuerdings verwendete
Logo nun offizielles Vereinslogo sei. Mindestens in der Hinrunde werde es allerdings keinen
Einzug auf die Trikots halten. Eine Bestätigung durch den DFB stehe ebenfalls noch aus.
Loch
Goalgetter wechselt zu RB Leipzig
Meldung vom 28.06.2010
Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern:
Regionalliga-Torschützenkönig Daniel Frahn wechselt von Babelsberg zu
RB Leipzig und damit wird der erste der von Trainer Oral angekündigten Stürmer
verpflichtet. Über die Ablösesumme vereinbarten die Vereine Stillschweigen.
Zuletzt hatte der SVB 500.000 Euro aufgerufen.
In der abgelaufenen Saison hatte Frahn eine eingebaute Torgarantie: 29 Tore in 32 Spielen sprechen
Bände. Der gebürtige Potsdamer begann das Fußballspielen in der Jugend des FSV
Glückauf Brieske-Senftenberg. Später zog es ihn zurück in die Landeshauptstadt
zum SSV Turbine Potsdam. Mit 13 wechselte er in die Sportschule nach Cottbus, wo er die
übrigen Jugendabteilungen durchlief. Er spielte in der B- und A-Jugend in der Regionalliga
und stieg mit letzterer in der Saison 03/04 in die Juniorenbundesliga auf. In der darauffolgenden
Spielzeit erreichte seine Mannschaft den 4. Platz und er avancierte zum "überragenden
Torjäger". In der Saison 05/06 überraschte Cottbus mit dem zweiten Platz. In jener Saison
trainierte er unter Petrik Sander mit dem Bundesligateam von Energie und debütierte mit
einem Kurzeinsatz gegen Alemannia Aachen bei den Profis, musste sich in 20 weiteren Fällen
jedoch mit einem Bankplatz zufrieden geben. Neben seinen Spielen für die Junioren kam er
außerdem zu 12 Oberligaeinsätzen für die 2. Mannschaft von Cottbus. Ein Höhepunkt
am Ende der Saison war die Einladung zur U19 Nationalmannschaft, für die er im Spiel gegen Polen
zum Einsatz kam.
Im Sommer 2006 wechselte Frahn dann in die Regionalliga zu Hertha BC II und war an 31 Spielen
beteiligt. Seine vier Tore konnten den Abstieg jedoch nicht verhindern. Unrühmlicher
Höhepunkt einer verunglückten Saison war die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit
am vorletzten Spieltag, die ihm eine Sperre über 6 Spiele einbrachte. Diese saß er
dann bei seinem neuen Arbeitgeber, dem SV Babelsberg ab, wohin er zur Saison 07/08 wechselte.
In der neuen Regionalligasaison kam er zu 28 Einsätzen, nur unterbrochen durch zwei Gelbsperren.
Dabei erzielte er 5 Tore. Aufgrund der Regionalligareform spielten die Filmstädter in der
nächsten Saison nur noch Viertklassig. In 27 Punktspielen war er mit 11 "Buden" Toptorjäger
seiner Mannschaft. In den Heimspielen gegen den CFC und den HSV II hatte er mit Doppelpacks großen
Anteil an den Siegen. Der HSV II gehörte auch in der nächsten Saison 09/10 zu seinen
Lieblingsgegnern. Im Hinspiel am 8. Spieltag gelangen ihm vier Tore, darunter ein lupenreiner Hattrick.
Frahn erhält bei den Bullen, wie seine Sturmkollegen Kutschke und Lewerenz, einen
Dreijahresvertrag und wird in der neuen Saison mit der Rückenummer 9 auflaufen. Dies bedeutet
zugleich, dass der alte Torschützenkönig und ehemalige Träger der Nr.9, Jochen
Höfler, den Verein wohl verlassen wird. Frahn bezeichnet "die sportliche Herausforderung,
die RB Leipzig" ihm "perspektivisch aufgezeigt hat, ist sehr reizvoll" und weiß, dass von
ihm vor allem " Tore erwartet werden".
Den aktuellen Stand der Kaderplanung könnt ihr hier einsehen.
Rumpelstilzchen
RB Leipzig startet in Saisonvorbereitung - Trainingsauftakt am Montag -
Trainingslager und Testspiele
Meldung vom 28.06.2010
Die WM ist noch im vollen Gange und trotzdem starten die ersten deutschen
Vereine bei angenehmen sommerlichen Temperaturen bereits ihre Vorbereitung
auf die neue Saison. Auch für die Spieler des Regionalligaaufsteigers
RB Leipzig ist am kommenden Montag die Sommerpause vorbei.
Los geht es wie bereits erwähnt am Montag, den 28. Juni 2010, mit einer Leistungsdiagnostik
in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig. Hier wird mit bestimmten Testverfahren die
Leistungsfähigkeit in den Disziplinen Ausdauer, Schnelligkeit und Schnellkraft der Spieler
festgestellt. Ziel ist es, individuelle Schwächen des Einzelnen zu erkennen. Sind diese
bekannt, kann der Trainer den Trainingsplan darauf zuschneiden um diese versuchen zu beseitigen.
Am Dienstag um 10 Uhr im Zentralstadion folgt das erste Training mit Ball, wobei bei Tomas Oral
bezweifelt werden darf, ob die Spieler wirklich in den Genuss des runden Leders kommen
werden - schließlich lautet seine erste Divise "Einhundertprozentige Fitness aller Spieler"
und damit kann man schließlich nicht früh genug anfangen.
Nach drei Testspielen (Details siehe weiter unten) geht es für die Mannschaft - nicht wie
von Ex-Trainer Timo Vogel geplant ins Trainingslager nach Teistungen - sondern vom 11. Juli
bis zum 21. Juli nach Österreich. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Wahl auf das
idyllische Saalfelden/Leogang gefallen ist. Dort hatte bereits vom 13.06. - 19.06 der
österreichische Meister RB Salzburg Quartier bezogen und auch weitere namenhafte Teams
bereiten sich in der Urlaubsregion auf ihre neue Saison vor - eine Bestätigung seitens
RB Leipzig liegt uns bisher aber nicht vor.
Saalfelden/Leogang liegt nahe der deutschen Grenze circa 25 km entfernt vom Königssee
(Nationalpark Berchtesgaden), von Leipzig aus sind es mit dem Auto circa 6 Stunden Fahrt.
In diesem Zeitraum sind weitere Testspiele geplant, möglich wäre ein Aufeinandertreffen
mit dem rumänischen Erstligisten und Champions-League-Vertreter Unirea Urziceni,
die zum selben Zeitpunkt in Saalfelden ihr Trainingslager haben.
Nach dem Trainingslager geht es wieder zurück nach Leipzig, wo sich die Mannschaft auf
weitere Testspiele freuen darf. Ein besonderes Schmankerl erwartet die Leipziger Fußballszene
am 24. Juli 2010 um 17 Uhr zur Eröffnung der Red-Bull-Arena, wenn der amtierende Vizemeister
mit Erfolgstrainer Felix Magath gegen RB Leipzig antritt. Nach Informationen der BILD sollen
bereits über 10.000 Karten verkauft worden sein - Tendenz weiter steigend.
Die Saison beginnt für RB Leipzig am Wochenende des 06.-08. August, die Ansetzungen
werden aber erst Mitte Juli bekannt gegeben.
Der Testspielplan von RB Leipzig im Juli:
03.07.2010, 15:00, Eilenburg (Ilburgstadion)
FC Eilenburg - RB Leipzig
Tom Geißler kehrt nach Leipzig zurück - Gerüchte um Transfers für die
Offensive - RBL in Nordstaffel eingeteilt
Meldung vom 22.06.2010
Ein weiterer verlorener Sohn kehrt in die Heldenstadt Leipzig zurück:
Tom Geißler, 26-jähriger Linksverteidiger und ehemaliger Regionalligaspieler
bei Sachsen Leipzig, kommt vom Zweitligaabsteiger TuS Koblenz. Der gebürtige
Oschatzer unterschrieb bei RB Leipzig einen Zweijahresvertrag und trägt in
der nächsten Saison die Rückennummer 19. Überraschend kommt die
Verpflichtung von Tom Geißler aber nicht, denn schon vor einigen Wochen
vermeldete das Sportmagazin "Kicker" den Wechsel des Ex-Leutzschers als perfekt.
Während also nun die Personalplanung im Defensivbereich abgeschlossen sein dürften,
halten sich zahlreiche Gerüchte über mögliche Spieler in der Offensive.
Der Eine ist Mahir Saglik, 27-jähriger türkischer Stürmer, der letzte Saison von
Paderborn ausgeliehen war und eine hervorragende Quote aufzuweisen hatte (27 Spiele, 15 Tore).
Problem I: Saglik steht beim VfL Wolfsburg unter Vertrag und wäre nicht ablösefrei.
Problem II: RB Leipzig hat starke Konkurrenz - der VfL Bochum und ZSKA Sofia sollen ebenfalls in
Verhandlungen mit ihm stehen.
Das andere Stürmergerücht handelt vom Babelsberger Daniel Frahn. Der 1,87m große
Torjäger hat in der abgeschlossenen Saison in 32 Spielen sage und schreibe 29 Tore geschossen
und trug damit wesentlich dazu bei, dass die Filmstädter nächste Saison in der 3. Liga
spielen können. Der einzige, der sich vermutlich nicht über diese Verpflichtung freuen
würde, wäre RBL-Neuzugang Stefan Kutschke. Er "floh" aus Babelsberg, weil er an eben
diesem Frahn nicht vorbei kam.
Das dritte Gerücht ist die Verpflichtung des Koblenzers Daniel Gunkel (ehemals Energie Cottbus).
Der 30-jährige Freißstoßspezialist erhält nach dem Zweitligaabstieg der
Koblenzer keinen Vertrag mehr. Mit 31 Bundesligaeinsätzen für Cottbus und Mainz sowie
97 Zweitligaeinsätze für diese beiden Vereine und Koblenz bringt Gunkel eine Menge
Erfahrung mit. Da er mit Timo Rost bei Energie Cottbus zusammengespielt hat, dürfte das
Zusammenspiel mit ihm im zentralen Mittelfeld gut funktionieren.
Als perfekt meldete der VfB Stuttgart und die 'Backnanger Kreiszeitung' unter der Woche den Wechsel
von Shaban Ismaili zu RB Leipzig. Der Mazedonier/Albanier kommt von der SG Sonnenhof Großaspach
(Regionalliga Süd) ist Stürmer, 21 Jahre jung und hat seine Fußballfähigkeiten
beim VfB Stuttgart erlernt.
Unterdessen wurde gestern die Staffeleinteilung der Regionalligen vom DFB bekannt gegeben.
Wie erwartet wurde RB Leipzig in die Nordstaffel eingeteilt, die Fans können sich also
auf die zahlreichen und brisanten Ostderbys gegen Magdeburg, Halle, Plauen, Meuselwitz, Cottbus II
und Chemnitz freuen. Die genaue Terminierung der Spiele wird vermutlich erst Mitte Juli erfolgen.
Den aktuellen Stand der Kaderzusammenstellung erfahrt ihr wie immer hier.
Rojiblanco
Neunter Neuzugang für RB Leipzig
Meldung vom 26.06.2010
Die Verjüngungskur des RB Leipzig geht weiter. Am Freitag wurde mit
Shaban Ismaili die nunmehr neunte Neuverpflichtung bekannt gegeben. Der
21-jährige Allrounder wechselt vom VfB Stuttgart II zu den Bullen.
Ismaili wurde 1989 in Gostivar in der jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien geboren und
ist albanischer Nationalität. 2008 wurde er von Arie Haan, dem damaligen Nationaltrainer
Albaniens, als jüngster Teilnehmer zu einem Lehrgang der albanischen Nationalmannschaft
eingeladen. Seine Stationen als Jugendspieler waren der TSV Eltingen und ab 2003 der VfB
Stuttgart. Dabei waren seine größten der Gewinn des Mercedes-Benz Junior Cup 2007
und die Süddeutsche Meisterschaft als Stammspieler in der A-Jugend des VfB in der Saison
2007/08. Zudem konnte er dreimal den WSF Pokal gewinnen. Nachdem er sich in der sich in der
Drittligareserve Stuttgarts in seiner ersten Profisaison nicht drchsetzen konnte
(neun Einsätze als Einwechselspieler) wurde er im Sommer 2009 an die SG Sonnenhof
Großaspach verliehen. Dort wusste er bereits in den Testspielen zu überzeugen - bereitete
unter anderem den 1:0 Siegtreffer gegen Hoffenheim vor. Ein weiteres Highlight war der Sieg
mit der württembergischen Auswahl im DFB-U21 Ländercup im Oktober 2009. Auch gegen
seinen alten Verein glänzte Ismaili in einem Testspiel sowie im DFB-Pokal, als er
Großaspach mit 1:0 in Führung brachte. Trotz guter erster Halbzeit ging dieses Spiel
1:4 verloren.
In der Regionalliga Süd war Ismaili an fast allen Spielen beteiligt, nur einmal fehlte er
gelbgesperrt. Dabei erzielte er 5 Tore und 4 Vorlagen. Seine vornehmliche Position bei der SG
war das rechte Mittelefeld. Zudem half er einige Male im linken Mittelfeld aus, wobei sich seine
Beidfüßigkeit bezahlt machte. Zwischen dem 31 und 33 Spieltag wurde er auch als
rechter Verteidiger eingesetzt. Auf dieser Position gelangen ihm 4 seiner 9 Scorerpunkte.
Am 9. Spieltag war er mit zwei Vorlagen maßgeblich am Sieg gegen die SpVgg Weiden beteiligt.
In diesem Spiel wurde er als eine Art hängender Rechtsaußen eigesetzt. Aalen
Aufstiegstrainer Scharinger bezeichnete ihn vor dem Hinspiel am 5. Spieltag als:
"brandgefährlichen Spieler, der perfekte Konter inszenieren" kann.
Ismaili erhält beim RB Leipzig einen Vertrag bis 2012 mit Option sowie die Trikotnummer 13.
Er wird mit den Worten zitiert: "Ich möchte mich bei RB Leipzig weiterentwickeln und den
nächsten Schritt in meiner Laufbahn gehen." Laut Trainer Tomas Oral soll er sich "mit
Sebastian Albert um den Platz rechts hinten streiten".
Rumpelstilzchen
Tomas Oral als neuer Trainer präsentiert und mit Dreijahresvertrag
ausgestattet
Meldung vom 18.06.2010
Eigentlich pfiffen es die Vögel von den Dächern, dass Tomas Oral neuer
Trainer wird. Aber als kurz nach zwölf Uhr bei der Pressekonferenz im Radisson
Blu immer noch keiner von den RBL-Verantwortlichen zu sehen war, munkelte die gespannte
Presseschar, ob nicht doch noch Felix Magath im letzten Moment zugesagt hat und via
Tipp-Ex der Trainer in der Pressemitteilung geändert werden müsste. Doch das
Gerücht löste sich so schnell in Luft auf, wie es gekommen war, denn um 12:07
Uhr war es dann soweit: Dietmar Beiersdorfer und der leicht sonnengebräunte
Hans-Georg Felder betraten zusammen mit dem neuen Trainer Tomas Oral den Konferenzraum.
Pressesprecher Hans-Georg Felder, der extra seinen Urlaub im ägyptischen Hurghada unterbrochen
hatte, stellte Tomas Oral mit einigen Worten vor. Der 37-jährige Unterfranke, verheiratet,
mit abgeschlossenem Trainerlehrgang, ehemaliger Coach des FSV Frankfurt, unterzeichnete bei RB
Leipzig einen Dreijahresvertrag.
Tomas Oral über die neue Saison:
Saisonziel ist der Aufstieg in die 3. Liga, alles andere wäre "unrealistisch und
enttäuschend mit diesem Potenzial", so Oral. Seine Spieler sollen vor allem die Tugenden
des Fußballs beherzigen, dazu gehören u.a. unbedingter Siegeswille und eine
hundertprozentige Fitness. Nach jetzigem Personalstand bevorzugt er ein 4-4-2-Spielsystem,
dass aber je nach Neuzugängen noch flexibel wäre. Ein Co-Trainer ist momentan nicht
bekannt, wird aber in den nächsten Tagen und Wochen intern diskutiert.
Dietmar Beiersdorfer über den neuen Trainer:
"Der richtige Trainer zur richtigen Zeit, der eine Mannschaft begeistern kann und
leidenschaftlich seiner Arbeit nachgeht", schwärmte Dietmar Beiersdorfer von Oral.
Seit Anfang Juni 2010 befanden sich die Verantwortlichen von Red Bull mit Oral in Kontakt,
der ab diesem Zeitpunkt bereits über die Kaderplanung informiert wurde.
Tomas Oral über die nächsten Tage in Leipzig:
In den nächsten Tagen wird er sich vor allem mit "Informationen vollpumpen",
sowohl über den Verein als auch über die Spieler, denn nur wer seine Arbeit verinnerlicht,
könne seinen Job ordentlich erledigen, philosophierte der nur 1,68m große Trainer.
Die Wohnungssuche in Leipzig läuft bereits, seine Frau und sein Hund werden ihm dann in die
Messestadt folgen. Leipzig selber empfindet er als schöne Stadt, fußballbegeistert
und mit einem großen Einzugsgebiet.
Tomas Oral über Neuzugänge und die Personalie Jochen Höfler:
Neue Spieler wurden nicht vorgestellt, es bleibt also vorerst bei den sieben. Oral stellte aber
klar, dass vor allem in der Offensive noch der ein oder andere Spieler kommen werde. Auf die Frage,
ob der Abgang von Jochen Höfler etwas mit seiner Verpflichtung zu tun hätte, bestritt er.
"Wir sind damals mit dem FSV Frankfurt sehr schnell aufgestiegen und für Jochen Höfler
gab es bei uns in der 2. Liga dann einfach keinen Platz mehr. Mit dem Abgang von Höfler bei
RB Leipzig habe ich nichts zu tun, diese Entscheidung stand schon vor meiner Vertragsunterschrift fest."
Dietmar Beiersdorfer über die Gerüchte mit Felix Magath:
"Wir haben uns in zwei Talksendungen in Österreich getroffen und diverse Gespräche
geführt, aber es war nie eine Situation, dass er kurz vor einer Vertragsunterschrift stand."
Die späte Vorstellung von Oral begründete Beiersdorfer mit einer Terminflut, die nicht
so einfach bewältigt und verschoben werden konnte.
Rojiblanco
Ein Leipziger zurück in seiner Heimat
Meldung vom 16.06.2010
Die Informationen die dem "Bulls Club" in aller Herrgottsfrüh
zugespielt wurden, haben sich als zuverlässig erwiesen.
Der nächste Transferhammer hat Gestalt angenommen. Abwehrass Tim
Sebastian (26) kommt von Zweitligaabsteiger Hansa Rostock zu den Roten
Bullen - unterschrieb bis 2014. Innerhalb einer Woche ist der gebürtige
Leipziger nach Kutschke, Lewerenz, Franke und Schinke bereits der fünfte
Neuzugang. Des Weiteren konnte heute ebenfalls mit Sebastian Albert und
Benjamin Bellot verlängert werden.
Tim Sebastian begann das Fußballspielen 1993 bei Motor Wolgast, wechselte 1996 zum
Greifswalder SC, ehe er sich 1999 der Jugend von Hansa Rostock anschloss. Der Hansekogge
blieb er bis auf ein kurzes Intermezzo beim Karlsruher SC treu. In den
Jugendauswahlmannschaften des DFB absolvierte er zwischen 2000 und 2004 fünf Einsätze.
In der abgelaufenen Saison kam er für Rostock auf 33 Spiele in der 2. Bundesliga und
war trotz des Abstiegs ein Leistungsträger des Teams. Dennoch wurde ihm vor zwei Wochen
lapidar mitgeteilt, dass er bei Rostock keine Zukunft mehr hat.
Über die Jahre kam Sebastian auf 58 Bundesliga- und 59 Zweitligaeinsätze für
Hansa Rostock und den KSC. Dabei gelangen ihm 8 Tore, 4 davon in der letzten Saison. Sein
Marktwert wird von transfermarkt.de mit 1,25 Millionen beziffert. Mit seinen 26 Lenzen be
findet sich Sebastian im besten Fußballeralter. Der 1,88m große Abwehrrecke
wird von der offziellen Homepage mit den Worten zitiert: "Als Leipziger freue ich mich,
dass ich mithelfen darf, den Fußball in dieser Stadt wieder nach oben zu bringen.
Unser Ziel ist, die Sehnsucht der Leipziger nach hochklassigem Fußball so schnell
wie möglich zu befriedigen."
Neben Kapitän Ingo Hertzsch, Thomas Kläsener - dem besten Abwehrspieler der
abgelaufenen Saison - und Neuzugang Fabian Franke komplettiert der Rechtsfuß die
Innenverteidigung des Regionalligaaufsteigers. Mit welcher Trikotnummer Sebastian in der
nächsten Saison auflaufen wird, steht noch nicht fest.
RB-Fans.de heißt Tim Sebastian herzlich Willkommen und wünscht ihm eine erfolgreiche Zeit!
Den aktuellen Stand der Kaderzusammenstellung erfahrt ihr wie immer hier.
Rumpelstilzchen
RB-Fans.de bedankt sich bei seinen zahlreichen Helfern
Meldung vom 16.06.2010
Nach einem souveränen Direktaufstieg unserer Mannschaft RB Leipzig und dem Ende der Saison
2009/2010, möchte sich RB-Fans.de für die zahlreichen Unterstützungen in den Bereichen
Fanradio, Websiteadministration,Technik, Forum, News, Spielberichte und Fotografie herzlich bei
denjenigen bedanken die das Ziel von RB-Fans.de aufgehen lassen haben. Eine aktuelle Fan-Website
"Von Fans für Fans von RB-Leipzig" mitzugestalten. Anfangs waren alle Aufgaben von mir alleine
bewältigt worden. Inzwischen konnten die Aufgaben auf ca. 15 engagierte Helfer verteilt werden,
was mich sehr entlastet. Alle haben durch ihre ehrenamtliche Arbeit die Fanseite qualitativ stark
gemacht und damit dem Aufbau der Fanbasis für RB Leipzig einen respektablen Dienst erwiesen.
Besonders erwähnen möchte ich "Tankoalhadji" & "Ich" vom Fanradio. Sie haben zusammen
mit mir das Fanradio aufgebaut und im Laufe der Zeit eine solide und zuverlässige Arbeit geleistet.
Darüber hinaus sorgen sie auch stets für topaktuelle Audiobeiträge und "Ich"
kontinuierlich für News zum Verein über den Dienst "Twitter". An dieser Stelle bedankt
sich RB-Fans.de auch bei Tino Vogel und Hansi Felder, für die Informationsbereitschaft und
die Verfügbarkeit in der vergangenen Saison.
Außerdem danke ich "blacky2906" die in der Rückrunde die Administrationsvertretung
übernommen hat, ohne sie wäre es nicht möglich gewesen die Fanseite in gewohnter
Qualität fortzuführen und sogar an vielen Stellen noch zu verbessern. Auch "Jupp" sei
gedankt der sich vor allem für das Qualitätsmangements eingesetzt hat, aber auch stets
sehr gute Inhalte verfasst und ebenso engagiert wie "Loch", "Rumpelstilzchen", "Mario",
"Mehrhardt" & "Rojiblanco" Spielberichte und News schreibt. Zusätzlich helfen viele der
genannten noch bei der Moderation des Forums.
Auch für die technische Unterstützung von "Mehrhardt" "Kaiaiai (erster aktiver User)"
und "Mario" aus Frankfurt sowie die fotografische Arbeit von EB9005 bedankt sich RB-Fans.de.
Zu Beginn von RB-Fans.de war die Seite nur schwach besucht, erst durch die kooperative Zusammenarbeit
zwischen RB-Fans.de und dem ersten offiziellen Fanclub, den "LE Bulls" ("Dizz", "Carsten", "Sebbel")
konnte sich die Fanseite zur Nummer 1 für RB Leipzig hocharbeiten und erreichte im ersten
Halbjahr 1,9 Millionen Pageimpressions.
Im zweiten Halbjahr konnte die Community erst durch die zahlreichen Helfer deutlich wachsen und
hat nach dem 2ten Halbjahr seit Vereinsgründung seine Besucherzahlen bereits mehr als verdoppelt.
Weiter so! Auf eine erfolgreiche neue Saison 2010/11
OzzyRBL, Admin und RB-Fans.de-Founder
Für die kommende Saison suchen wir Sponsoren die uns finanziell bei der Arbeit unterstützen,
dafür bieten wir hervorragende Werbeplätze auf einer sich ständig erweiternden Community. Kontakt:admin@rb-fans.de
Benjamin Bellot und Sebastian Albert bleiben, Transfercoup Tim Sebastian?
Meldung vom 16.06.2010
Wie auf der offiziellen Homepage am heutigen Mittwoch vermeldet wurde, haben
mit Benjamin Bellot
und Sebastian Albert zwei weitere Spieler ihren Vertrag
bei RB Leipzig verlängert. Das 19-jährige Torhütertalent Bellot
erhält dabei einen Einjahresvertrag und der 23-jährige flexible
Mittelfeldspieler Albert einen Einjahresvertrag plus Option. Die beiden
jungen Spieler sehen bei RB Leipzig eine gute Chance ihr Leistungsvermögen
weiterzuentwickeln.
Laut den Informationen des Fanclubs "Bulls Club" soll RB Leipzig zudem ein Transfercoup
gelungen sein. So soll der Innenverteidiger von Hansa Rostock Tim Sebastian bei RB Leipzig
unterschrieben haben. In der abgelaufenen Saison lief er in 33 Saisonspielen für die
Rostocker auf und war trotz der enttäuschenden Spielzeit einer der Leistungsträger
bei Hansa. In den beiden Jahren zuvor war er Bundesligaspieler und kam insgesamt auf 50
Bundesligaspiele. Dies und der Marktwert bei Transfermarkt von 1,25 Millionen zeigen,
dass der 26-jährige für die Regionalliga ein absoluter Kracher wäre. Mit
Kapitän Ingo Hertzsch, Abwehrass Thomas Kläsener und Talent Fabian Franke
dürfte die Innenverteidigung mit seiner Verpflichtung komplett sein. Bleibt zu hoffen,
dass sich die Informationen vom "Bulls Club" bewahren und er wie angekündigt entweder
noch heute oder morgen als Neuzugang präsentiert wird.
Den aktuellen Stand der Kaderzusammenstellung erfahrt ihr wie immer hier.
Jupp
Magath dementiert, Trainersuche wird zur Chefsache erklärt
Meldung vom 14.06.2010
Geheimtreffen von S04-Coach Felix Magath mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz
über Verhandlungen eines Engagements bei RB Leipzig - es war eine
Schlagzeile, die letzte Woche vor der WM ein mittleres Beben in Fußballdeutschland
auslöste. Ganz Deutschland spekulierte, ob der Erfolgstrainer wirklich die
vierte Liga der Champions-League vorziehen würde. Doch Magath dementierte
heute indirekt die Gerüchte über einen Wechsel zu RB Leipzig.
Dem Sportmagazin "Kicker" machte er deutlich, dass er bei Schalke 04 auf jeden
Fall zum Trainingsauftakt auf dem Platz stehen würde. Letztendlich war es
wohl nicht mehr als heiße Luft, aus der die Medien ein riesiges Tam-Tam
machen mussten - das hinlänglich bekannte Sommerloch lässt grüßen.
Die Nachfolge von Tino Vogel bleibt also weiter offen. Kandidat Tomas Oral löste bei
Mateschitz anscheinend keine Jubelstürme aus, sodass er die Trainersuche kurzerhand zur
Chefsache erklärte. Einen großen Namen will er - aber in der vierten Liga? Die RB-Fans
dürfen gespannt sein.
In Sachen Spielverpflichtungen beginnt die neue Woche wie die alte endete: Mit dem
19-jährigen Mittelfeldspieler
Paul Schinke von Energie Cottbus II und dem 21-jährigen
Innenverteidiger Fabian Franke vom Hamburger SV II nahm RB Leipzig zwei weitere junge Spieler
unter Vertrag. Genau wie Maximilan Watzka und Alexander Laas bekommen beide einen Zweijahresvertrag.
Mittlerweile scheint auch der Abgang von Torjäger Jochen Höfler beschlossene Sache
zu sein. Er absolviert zusammen mit Torwart Alexander Moritz ein Probetraining bei CZ Jena,
deren Sportdirektor Kurbjuweit geht bereits davon aus, dass RB Leipzig mit keinem der Beiden
für die neue Saison plant. Selbiges gilt wohl auch für Christian Reimann und
Christian Streit, deren Trikotnummern bereits an die Neuzugänge Franke und Lewerenz
vergeben wurden. Die aktuelle Kaderübersicht findet ihr hier.
Rojiblanco
Spieler der Saison: Lars Müller
Meldung vom 14.06.2010
Die Besucher unserer Seite haben gewählt: Scorer-König Lars
Müller ist ganz klar der beste RB-Spieler der Saison. In einer
Umfrage entfielen 91 von 182 Stimmen, also exakt die Hälfte, auf
den Mann mit dem starken linken Fuß. Torwart Sven Neuhaus (34 Stimmen),
Innenverteidiger Thomas Kläsener (30) und Stürmer Jochen Höfler
(27) folgen mit einigem Abstand. Diese drei dürfen sich aber immerhin als
die besten Spieler des jeweiligen Mannschaftsteils bezeichnen.
Loch
Magath nach Leipzig?
Meldung vom 11.06.2010
Zugegeben, wir wissen nicht, wie realistisch dieses Szenario ist:
Felix Magath, der vielleicht beste aktuelle deutsche Vereinstrainer,
in Diensten von RB Leipzig. Doch BILD und Sport1 spekulieren über
einen Wechsel von Magath zu RasenBallsport und stützen sich dabei
auf bestätigte Gespräche zwischen Magath und Red Bull-Boss
Didi Mateschitz. Ein Red Bull-Sprecher wird von der BILD-Zeitung mit
den Worten "Jetzt ist nichts mehr unvorstellbar" zitiert.
Magath, eigentlich vertraglich bis 2013 an den FC Schalke 04, pikanterweise Gegner
bei der Eröffnung der Red Bull-Arena, gebunden, hatte sich zuletzt über
fehlende finanzielle Mittel für Neuverpflichtungen beklagt und indirekt mit
Abschied gedroht. Insofern macht dieses Gerücht durchaus Sinn. Andererseits
bleibt zu hinterfragen, ob ein Felix Magath sich wirklich den Abstieg in die 4.
Liga antun würde und nicht einfach nur hoch pokert, um seine Vorstellungen beim
FCS durchsetzen zu können. Denn dem Traditionsclub aus dem Pott sollte in
dieser Saison eindrucksvoll vor Augen geführt worden sein, wie wichtig dieser
Trainer ist.
Auch aus RB-Sicht macht sowohl das Gerücht selbst als auch dessen Aufkommen Sinn.
Zum einen gerät RB damit bundesweit in die Schlagzeilen (beispielsweise Hauptseite
im ARD-Teletext), zum anderen könnten Verhandlungen mit Magath erklären,
warum noch immer kein neuer Trainer präsentiert wurde. Angeblich sollte dies ja
Tomas Oral sein, angeblich sollte dieser aber auch nur die zweite Wahl sein und in
Österreich noch ein größerer Name gehandelt werden - womit Felix
Magath perfekt ins Bild passt.
Es ist nicht ganz auszuschließen, dass noch am Wochenende der neue Trainer
von RB Leipzig präsentiert wird. Eine entsprechende Pressekonferenz war
ursprünglich noch für diese Woche angedacht. Sollte dies nicht geschehen,
werden wir uns wohl noch etwas gedulden müssen, da Pressechef Hans-Georg Felder
dann erst einmal in den Urlaub fährt.
Fast zur Nebenssache geraten da zwei Spieler-Vollzugsmeldungen, die auch nicht
wirklich überraschen. Der 21-jährige Stürmer Stefan Kutschke kommt
von Drittliga-Aufsteiger Babelsberg und erhält einen Dreijahresvertrag. In
Anbetracht seiner Körpergröße von 1,94 Meter in jedem Fall eine
auffällige Verpflichtung. Außerdem verstärkt Offensiv-Allrounder
Steven Lewerenz, der aus der Zweiten Mannschaft des HSV kommt, die Bullen von der
kommenden Saison an. Grund für seinen Wechsel ist wie bei den anderen
Neuverpflichtungen auch der Wunsch nach Weiterentwicklung und neuer sportlicher
Herausforderung. Lewerenz erhält die Rückennummer 7, womit nun endgültig
klar sein dürfte, dass deren bisheriger Träger, Christian Streit,
bei RB keine Zukunft mehr hat.
Loch
Oral neuer Trainer von RB Leipzig?
Meldung vom 05.06.2010
Viele mehr und weniger prominente Namen geisterten seit der Degradierung
von Tino Vogel durch Presse und Fan-Foren, doch nun scheint sich ein Favorit
für die Nachfolge des Oberligameistertrainers heraus zukristallisieren:
Wie LVZ und BILD übereinstimmend berichten wird Tomas Oral (37) neuer
Coach von RB Leipzig. Bei einigen Transfers soll er bereits seine Hände
mit im Spiel gehabt haben. Wann und ob Oral wirklich offiziell als Trainer
von RB vorgestellt wird, ist nicht bekannt.
Tomas Oral trainierte bis Oktober 2009 den FSV Frankfurt und sorgte dabei für
einiges Aufsehen. Nachdem er die zweite Mannschaft des FSV innerhalb weniger Jahre
um einige Ligen nach oben gebracht hatte, übernahm Oral 2006 die erste Mannschaft.
Mit dieser gelang ihm auf Anhieb der Sprung in die damals drittklassige Regionalliga
und von dort der direkte Durchmarsch in die Zweite Bundesliga. Die als Abstiegskandidat
Nummer 1 gehandelten Frankfurter hielten unter seiner Leitung im ersten Jahr
überraschend die Klasse. Am 4. Oktober 2009 jedoch trat der als sehr emotional
geltende Oral infolge eines Fehlstarts in die abgelaufene Zweitligasaison zurück.
Loch
Geißler, Hahne, Franke, Kutschke, und Schinke sollen kommen
Meldung vom 04.06.2010
Wie die heutige Ausgabe der LVZ vermeldet, hat RB Leipzig mit Steven
Lewerenz (19, Hamburger SV II), Fabian Franke (21, Hamburger SV II),
Stefan Kutschke (21, Babelsberg),
und Paul Schinke (19, Cottbus II) vier
junge Spieler verpflichtet. Mit diesen vier Spielerverpflichtungen wird
deutlich, dass RB Leipzig auch in Hinblick auf die U23-Regelung (4 Spieler
müssen auf dem Spielberichtsbogen stehen) die Mannschaft deutlich
verjüngen möchte. Weiterhin sind laut dem Kicker Tom Geißler
(26, Koblenz) und laut der Bildzeitung Hendrik Hahne (24, Hannover II)
unter Vertrag genommen worden sein. Eine offizielle Bestätigung für
diese Neuverpflichtungen steht allerdings noch aus.
Gerade die Verpflichtung des Ex-Leipzigers Tom Geißler sticht aus den durch die
Presse bekanntgegebenen Verpflichtungen heraus. Der 1,74 Meter große Spieler hat
in den letzten Jahren stets in der zweiten Liga gespielt und kam sogar in der Saison
2005/2006 zu 15 Erstligaeinsätzen für den FSV Mainz. Der flexibel einsetzbare
Mittelfeldspieler dürfte damit eine deutliche Verstärkung für RB Leipzig sein.
Der 24-jährige Hendrik Hahne (1,74m) soll hingegen für mehr Kreativität
im Offensivbereich sorgen. Bei der zweiten Mannschaft von Hannover erzielte er 8 Tore und
gab eine Vorlage und gehörte damit zu den gefährlichsten Offensivspielern beim
kommenden Ligakonkurrenten.
Mit Steven Lewerenz kommt ein junger und wendiger Stürmer (1,76m) an die Pleiße,
der im Nachwuchs von Dynamo Dresden ausgebildet wurde. Der Offensivallrounder von der
zweiten Mannschaft des Hamburger SV konnte in 25 Spielen 2 Tore und 3 Vorlagen erzielen.
Dabei kam er in der abgelaufenen Saison auf Grund seiner starken Leistungen im Verein
für die U19-Auswahl in den beiden Spielen gegen Belgien zum Einsatz. Dies zeigt das
hohe Talent des Angreifers, weshalb er die älteren Stürmer des Teams um Nico
Frommer und Jochen Höfler unter Druck setzen dürfte.
Ein komplett anderer Stürmertyp ist hingegen der in Dresden-Laubegast ausgebildete
Stefan Kutschke vom Regionalligaaufsteiger Babelsberg. Der mit einem Gardemaß von
1,94 Meter ausgestatte Kutschke hat auf Grund seiner Größe besonders im Strafraum
seine Stärken. Mit 4 Toren und 2 Vorlagen war der Einwechselspieler viertbester
Scorer seines Teams und drittbester Torschütze.
Für das linke Mittelfeld wurde der flinke Leipziger Paul Schinke (1,74m) verpflichtet.
Nach einer Verletzung konnte er sich beim Meister der Oberliga Nord Energie Cottbus II
jedoch nicht mehr in die Stammformation spielen. Dem zu Folge hat er lediglich 15 Einsätze
mit 2 Toren und 2 Vorlagen vorzuweisen. Auf Grund der Konkurrenz mit Alexander Laas und Lars
Müller ist zu bezweifeln, ob sich Paul Schinke in die Stammformation spielen wird.
Mit Fabian Franke kommt ein weiterer Leipziger, welcher zuletzt, wie Steven Lewerenz,
ebenfalls beim Hamburger SV II gespielt hat. Mit 1,91 Meter bringt der Innenverteidiger
ideale Maße für diese Position mit und hat auch in Hamburg schon bewiesen,
dass er Talent für höhere Aufgaben hat. Auch er kam auf Grund einer Verletzung
nicht über 14 Spiele in dieser Saison hinaus.
Ohne Frage hat RB Leipzig mit diesen vier Spielern junge Talente verpflichtet, die den
Sprung in den Profibereich schaffen können. Es bleibt jedoch bei allen vier Spielern
abzuwarten, ob sie sich gegen die vorhandene starke Konkurrenz innerhalb der Mannschaft
durchsetzen können. In Hinblick auf die U23-Regelung wären diese vier Spiele,
so sie denn auch offiziell bestätigt werden, aber auf jeden Fall wichtige
Verstärkungen für RB Leipzig.
Mit Tom Geißler dürfte RB Leipzig hingegen ein absoluter Topspieler ins Netz
gegangen sein. Gerade auf Grund seiner Flexibilität und seiner höherklassigen
Erfahrung wäre er eine absolute Verstärkung. Hendrik Hahne ist mit Sicherheit
ein starker Spieler für die Regionalliga. Da er jedoch kein U23-Spieler ist, bleibt
abzuwarten, ob er sich in die Stammformation spielen kann.
Den aktuellen Stand der Kaderplanung für die Regionalligasaison 2010/2011 könnt
ihr stets hier einsehen.
Jupp
Vogel macht Trainerlizenz, Alexander Laas zweiter Transfer,
Gerüchte um weitere Neuzugänge
Meldung vom 03.06.2010
Die Wahrscheinlichkeit, dass Trainer Tino Vogel die 2. Mannschaft
in der nächsten Saison trainieren wird, ist laut der heutigen
Ausgabe der LVZ deutlich gestiegen. So bekommt Tino Vogel von RB Leipzig
den einjährigen Trainerlehrgang an der Sporthochschule in Köln
in Höhe von 15.000 Euro bezahlt, mit der er dann auch
Vereine oberhalb der Regionalliga trainieren darf. Neben dem erfolgreichen
Erhalt der Trainerlizenz soll er die 2. Mannschaft von RasenBallsport
Leipzig in die Landesliga führen. Ein Nachfolgekandidat als Trainer
für die 1. Mannschaft konnte bisher noch nicht präsentiert werden.
Weiterhin wurde bekannt, dass das Vorbereitungsspiel gegen den FC Schalke 04 am 24.
Juli um 17.00 Uhr angepfiffen wird. Tickets sind dabei schon jetzt in der Geschäftsstelle
am Neumarkt 29-33 zum Preis von 25 Euro/ermäßigt 20 Euro (Haupttribüne Sektor A),
Gegengerade 15 Euro/ermäßigt 12 Euro (Sektor C) und in den Sektoren B und D zum Preis
von 10 Euro/ermäßigt 7 Euro erhältlich.
Mit Alexander Laas
steht nach Maximilian Watzka zudem die zweite Neuverpflichtung offiziell fest. Der 26-jähirge
linke Mittelfeldspieler erhält einen Zweijahresvertrag mit Option auf Verlängerung und
wird die Trikotnummer 27 auf seinem Rücken tragen. Alexander Laas hat schon 34 Bundesligaspiele
beim Hamburger SV, Arminia Bielefeld und dem VfL Wolfsburg absolviert und konnte dabei 2 Tore erzielen.
Highlights in seiner Karriere dürften ohne Zweifel die vier UEFA-Cup-Spiele in der Saison
2005/2006 sein sowie das Champions-League-Spiel gegen den ZSKA Moskau im Dezember 2006. Schon
allein diese Bilanz zeigt, welch starke Leistungen Alexander Laas schon in jungen Jahren vollbrachte.
Besonders seine Schnelligkeit und Technik machten ihn dabei zum Bundesligaspieler. Allerdings
konnte er dieses Leistungsniveau in den letzten Jahren auch auf Grund von Verletzungen nicht halten,
so dass er in der letzten Saison von Meister VfL Wolfsburg in die zweite Mannschaft (Regionalliga Nord)
degradiert wurde. Überraschenderweise konnte er aber auch dort nicht überzeugen,
weshalb er gerade einmal in 5 Spiele mit einer Gesamtspielzeit von 128 Minuten zum Einsatz kam.
Es ist somit zu hoffen, dass Alexander Laas bei RB Leipzig wieder an sein früheres
Leistungsvermögen anknüpfen kann. Sollte er dies schaffen, dürfte er einer der
absoluten Topspieler der Liga sein. Wir wünschen alles Gute und viel Erfolg Alex!
Neben den beiden bereits bestätigten Wechseln soll man sich laut diversen Medien mit den drei
Leipzigern Tom Geißler (Koblenz),
Paul Schinke (Cottbus II)
und Fabian Franke (Hamburg II)
sowie dem für die zweite Mannschaft von Hannover auflaufenden Offensivspieler Hendrik Hahne
einig sein. Diese Verpflichtungen sollen jedoch nach Medienangaben erst nach und nach bekannt
gegeben werden. Besonders Tom Geißler dürfte von den genannten Spielern eine
Verstärkung darstellen, da er in den letzten Jahren Stammspieler in der 2. Liga war.
Den aktuellen Stand der Kaderplanung für die Regionalligasaison 2010/2011 könnt ihr stets hier einsehen.
Jupp
Watzka kommt, Stadionsprecher geht
Meldung vom 31.05.2010
Ein Geheimnis war es schon lange nicht mehr, doch nun ist es endlich
offiziell: RB Leipzig stellt seine erste Neuverpflichtung für die
kommende Saison vor und erwartunsgemäß handelt es sich dabei
um Mittelfeldspieler Maximilian Watzka (24). "Wir freuen uns, dass wir
mit Maximilian Watzka einen jungen Spieler mit Leipziger Wurzeln
verpflichten konnten, der in der Regionalliga bereits seine Klasse
unter Beweis gestellt hat". Die Wurzeln, auf die sich RB-Geschäftsführer
Dieter Gudel bezieht, liegen sowohl beim VfB Leipzig (1991-2004) als
auch beim FC Sachsen Leipzig (2004-2007). Nach drei Jahren und
Zwischenstationen bei den Kickers Offenbach (wo er zu 13 Zweitligaeinsätzen kam)
und dem 1. FC Magdeburg kehrt Watzka nun also nach Leipzig zurück:
"Ich freue mich auf die neue Aufgabe bei RB Leipzig und will meinen Beitrag
dazu leisten, dass der Klub seine ehrgeizigen Ziele erreichen wird".
Watzka erhält einen Zweijahresvertrag bis 2012 und die Rückennummer
16 und dürfte nicht die einzige Neuverpflichtung sein, die in dieser
Woche bekannt gegeben wird.
Außerdem teilte uns der Verein auf Anfrage mit, dass Stadionsprecher Michael
Unverricht in der kommenden Saison nicht mehr die Spiele von RB Leipzig moderieren wird.
Die Suche nach einem neuen Stadionsprecher läuft bereits, ein paar Kandidaten
befinden sich in der engeren Auswahl.
Es sollte ein Fußballfest vor 20000 Leipzigern werden. Ein würdiges
Abschiedsspiel, die Kirsche auf der Rückrundentorte. Trainer Vogel kündigte
an, dass die Mannschaft "top motiviert und hoch konzentriert" sein würde.
Allein die Angestellten wollten nicht so recht mitspielen - im wahrsten Sinne des
Wortes. Was folgte war eine verdiente 2:1 Niederlage der Bullen.
Vor dem Spiel herrschte noch eitel Sonnenschein in der bulligen Fußballwelt.
Die Zelte auf der Festwiese waren Anlaufpunkt für etliche Leipziger. Einige davon
vielleicht zum ersten Mal in Berührung mit dem zukünftigen Primus Leipzigs in
Sachen Rasenballsport. Zwischen den verregneten Tagen war man sogar von Mutter Sonne mit
21 Grad gesegnet. Vielleicht war dies einigen Spielern nach dem verregneten Frühling
auch eine Spur zu warm...
Auch die Gegner aus Leutzsch waren zahlreich zu ihrem letzten Heimspiel im Zentralstadion
erschienen. Die Spieler hatten ihre neusten Glückstrikots an, um das 111. Jubiläum
und den 6. Platz gebührend zu feiern. Eigentlich wollte ja eine andere Mannschaft
einem 1899ziger Spielstil nacheifern. Doch die Grün-Weißen sollten den Bullen
den Schneid abkaufen.
Aber der Reihe nach. Das Spiel wurde durch einen gewonnen Zweikampf wieder genesenen Neuhaus
eingeleitet (1.), eine Aktion die sich später in Form eines Laufduells wiederholen sollte.
Es folgten einige Minuten der stillen Besinnlichkeit im mit knapp 10.000 Zuschauern
gefüllten Rund. Ein Ende wurde ihnen durch eine etwas unglückliche Grätsche
des RBL Kapitäns bereitet, der den Ball und Ledwoch spielte. Die Folge war ein
Freistoß aus ca. 20 Metern und halbrechter Position, den Schößler - Sohn
des DDR Auswahlspielers Detlef Schößler - unter die Latte zirkelte. Neuhaus
stand zwar etwas zu weit vor dem Tor, wäre wohl aber auch auf der Linie geschlagen worden.
In der Folge steigerte sich der RBL. Wobei die größte Gefahr von Standardsituationen
ausging, denn oft fehlte es an Bewegung und Spielwitz aus dem Spiel heraus. Zudem hatte
Lippmann in seinem vierten Saisonspiel im Tor der Sachsen einen sehr guten Tag erwischt.
So scheiterten Kläsener mit einem Kopfball (22.) und Höfler per Schuss am Keeper.
Andere setzten ihre Versuche neben das Gehäuse: Albert (11.), Kläsener (19.).
Wenn Lippmann einmal geschlagen war, dann konnte er sich auf seine Abwehrspieler verlassen,
so klärte Werner einen Kopfball von Mittenzwei auf der Linie (27). Die größte
Chance hatte Reimann, der nur knapp den Ausgleich per Kopf verpasste (15.).
Die mangelnde Bewegungsfreudigkeit auf der linken Außenbahn und die Absicht den
Druck zu erhöhen, mündeten dann in den ersten Wechsel des Spiels: Vogel brachte
Hauck für den schwachen Streit (37.). Hauck stürmte fortan rechts neben Reimann,
während Höfler ins linke Mittelfeld rückte.
Diese Umstellung wurde prompt belohnt, als Höfler mit Links in den Strafraum flankt
und sein Gegenüber Albert findet, der ebenfalls mit einem satten Linksschuss den
Ausgleich markierte (40.). Das erste Saisontor des Winterzugangs, der zu Beginn der
Rückrunde von Verletzungen gebeutelt war.
Danach ging es in die Halbzeit und zum Elfmeterschießen gegen die Maskottchen, dass
die Schützen allesamt für sich entscheiden konnten.
Nach der Pause erwartete der geneigte Fan wohl einen Sturmlauf der Bullen, allein es sollte
anders kommen. Das Spiel verflachte zusehends. Wenn der Ball mal in die Spitze kam, dann
wurde er vertändelt oder fiel den stets lauf- und zweikampffreudigen Leutzschern in
die Füße. Einziger Lichtblick war ein Freistoß von Kläsener (63.),
der das Tor nur knapp verfehlte. Mit der Auswechslung des immer schlechter werdenden Lerchl,
der damit jedoch leider nicht allein war, versuchte Vogel noch mal zu reagieren und
brachte Jurascheck (69.), dafür rückte Albert nun endgültig in die Verteidigung.
Im Gegensatz zur ersten Hälfte war der Wechsel diesmal nicht von Erfolg gekrönt.
Im Gegenteil wurde es jetzt vor dem Kasten von Neuhaus gefährlicher, denn Heyne hatte
mit seinen Wechseln das glücklichere Händchen. Dennhardt - in der 58. Für
Nolde gekommen - tauchte zweimal vor dem Gehäuse auf und kam zum Abschluss, zielte
jedoch zu ungenau. Auch Gröbel und Köckeritz hatten jeweils eine Chance auf dem
Fuß respektive Kopf. Zum Matchwinner wurde dann der in der 80. Minute eingewechselte
Frühaufsteher Neigenfink, seines Zeichens Bäckerlehrling, der die gesamte Abwehr
der Bullen einmehlte und Nach einem Abstimmungsfehler zwischen Jurascheck und Albert
erkämpfte er sich den Ball, Hauck langte nicht hin, Hertzsch produzierte einen
Pressschlag, so dass der gebürtige Hallenser den Ball mit links an Neuhaus vorbei
ins Tor befördern konnte.
Der mit Bedacht leitende Schiedsrichter Wenkel ersparte den Zuschauern in seinem letzten
Spiel eine Verlängerung und pfiff pünktlich ab. Damit hatte sich der RBL sein
eigenes Haar in die Rückrundensuppe gelegt. Trotzdem feierte man mit den zahlreichen
Fans noch die 80 Punkte Saison. Bei den Neutralen kam der unengagierte Kick, besonders
in der zweiten Hälfte, wohl etwas weniger an.
Großes Lob muss an dieser Stelle den Bemühungen der Fans zugesprochen werden.
Die ganz im Gegenteil zur Mannschaft den Geist des Fußballfestes und eine gelungene
Saison zelebrierten. Mit schönen Choreos hielten sie auch in der schwächeren
zweiten Halbzeit die Fahne des RBL hoch.
Fazit Zu oft musste der Zuschauer mit ansehen, wie die Bullen den letzten Schritt in Richtung
Ball nicht machten und die engagierten Leutzscher stattdessen den Ball gewannen. Nach einer
Dreißigminütigen Druckphase in der ersten Halbzeit schienen die Rasenballer
flügellos aus der Kabine zu kommen und ließen sich den Schneid durch die bissigen
Sachsen abkaufen. Diese wurden ab der 70. Minute stärker, hatten ihre Chancen und wurden
kurz vor knapp mit dem Siegtreffer belohnt.
Ausblick In der Sommerpause steht der große Umbruch bevor. Nach Andreas Sadlo verlassen nun
auch Joachim Krug und Tino Vogel ihre angestammten Positionen. Zudem geht das Gros der
Spieler neue Wege, neben den verabschiedeten Lerchl, Mittenzwei, Jurascheck, Schumann und
Hauck wurde auch anderen Spielern unter der Woche mitgeteilt, dass sie nicht für die
Regionalliga eingeplant sind. Kandidaten die beim Spiel auf dem Feld standen: Streit,
Reimann und Albert. Weitere sichere Abgänge sind Räbsch und Kujat, die sich ins
Karriereende verabschieden. Wobei der Fußballgott als Scout für den RBL
tätig bleiben wird. Daneben wird wohl auch Schaaf den Verein verlassen.
Den für einige Spieler schlechten Neuigkeiten lastete Vogel dann auch eine Teilschuld
am schwachen Spiel der Mannschaft an. Rückblickend auf die Entlassung Vogels und Krugs,
dürfte der pomadige Auftritt sicher auch ein wenig seinen Ursprung in den Entscheidungen
der letzten Tage haben. Trotz kämpferisch wie spielerisch schwacher Leistung in dieser
Begegnung, sei Mannschaft und Trainerteam an dieser Stelle für die ausgezeichnete Saison gedankt.
Für die Sommerpause bleibt also viel zu tun. Dabei werden ab der kommenden Woche die
ersten Neuverpflichtungen vorgestellt werden. Laut LVZ handelt es sich um Tom Geißler
(TuS Koblenz), Paul Schinke (Energie Cottbus II) und Maximilian Watzka (1. FC Magdeburg).
Bereits vor einer Woche vermeldete die Bild eine Einigung mit Fabian Franke (HSV II).
Weitere Gerüchte um Neuzugänge können im Kaderforum eingesehen werden.
Die Spieler in der Einzelkritik: Neuhaus Bei den Gegentoren machtlos, wobei er beim Freistoß ein wenig zu weit vorne steht.
Haltbar würde man selbigen trotzdem nicht leichtfertig bezeichnen. Sonst mit zwei 1
gegen 1 Einlagen, die man in einer höheren Liga besser vermeiden sollte.
Lerchl (bis 69.) Schwer auszumachen, ob er oder Albert auf der Verteidigerposition spielten. Wobei die
Tendenz eher zu Lerchl als RV geht. Wie so viele Zusammenspiele in der Mannschaft, war auch
sein Verbund mit Albert oft glücklos. Dabei erwartete man vom technisch versierten
Lerchl oft mehr, als dieser zu zeigen bereit war. Zog als Leichtgewicht gegen die mit solidem
Einsatz spielenden Sachsen auch häufig den Kürzeren.
Hertzsch Unglücklich beim 1:0 (Ball gespielt jedoch Stollen zu hoch, Folge: Freistoß)
und ebenso beim 2:1 (Pressschlag zu seinen Ungunsten). Sonst solides Spiel mit Abbau in der
zweiten Hälfte, als die Sachsen einige gefährlich Konter hatten. Zu bestimmten
Phasen wäre ein verstärktes Mitwirken im Spielaufbau wünschenswert gewesen,
da über die Mitte wenig lief.
Kläsener (bis 85.) Ebenfalls solides Spiel mit einem schönen Freistoß. Die Auswechslung konnte
eigentlich nur von der Verletzung vor dem Spiel herrühren. Zur zweiten Hälfte
gilt das gleiche wie bei Hertzsch.
Müller Wohl keine gute Entscheidung ihn in die Verteidigung zu nehmen. Den Unwillen die langen
Wege zu gehen, sah man ihm förmlich an. Dies schlug sich natürlich auch auf
seine Vorderleute nieder: erst Streit, später Höfler, die zu selten von ihm
unterstützt wurden. Freistöße und Ecken fanden leider nicht den Weg auf den
Kopf eines Bullen. Wäre wohl im Mittelfeld, dafür z.B. Schumann auf seiner Position
besser aufgehoben gewesen.
Albert Zur Position siehe Lerchl. Nach der Auswechslung Lerchls spielte er in die Verteidigung,
wobei die Abstimmung mit Jura nicht gut war, was man dann auch bei der erneuten Führung
der Sachsen bewundern durfte. Davor machte er ein solides Spiel - war einer der Besseren.
Krönte seine Leistung mit einem Tor, dass der Rechtsfuß mit einem schönen
Linksschuss erzielte. Bis zu Pause war er wie die gesamte Mannschaft im Aufschwung, danach
glich er sich langsam dem Gesamtniveau an.
Bick Versuchte es manchmal allein, blieb jedoch an den engagierten Sachsen hängen. Das
Zusammenspiel mit Mittenzwei war gelinde gesagt verbesserungswürdig. Der Einsatz war
höher als bei manch anderem, jedoch lief das Spiel an der Zentrale vorbei.
Mittenzwei Wirkte glücklos und verlor ein ums andere mal den Ball gegen die bissigen Sachsen.
Auch das Zusammenspiel mit seinem Nebenmann, wobei man die genaue Ausrichtung der
Mittefeldzentrale nicht zu erkennen vermochte (DM-OM vs. ZM-ZM, die Tendenz ging zur Raute),
war nicht besonders erfolgreich. Echte Alternativen auf der Bank gab es jedoch nicht.
Streit (bis 37.) Das Zusammenspiel mit Müller klappte nicht besonders gut und die einzige "Waffe"
war das versuchte reinziehen. Größtes Problem auf der linken Bahn war der
Unwille einen Lauf zu beginnen und in selbigen zu spielen. Die logische Konsequenz war
seine Auswechslung.
Höfler Startete mit Reimann als Mittelstürmer, wurde aber nach der Auswechslung von Streit
auf die ungewohnte linke Außenbahn verschoben. Läutete dort prompt den Ausgleich
ein. Über das Spiel gesehen stimmte der Einsatz, besonders wenn man bedenkt, dass die
offensive Unterstützung von Müller im zunehmenden Verlauf fehlte und die Position
ungewohnt war.
Reimann Was soll man nur zu Reimann sagen... Er lief viel, aber das allein reicht natürlich
nicht. Nicht selbstverschuldet war das Problem, oft allein in der Sturmspitze zu sein
(Höfler ja ab der 37. auf LM und Hauck wich oft auf die Außenbahn aus, um den
Ball zu behaupten). Zudem wurde er in dieser Position zu häufig mit hohen Bällen
gesucht. Seine eigenen Schwächen überwogen dies jedoch. Fast immer verlor er den
Ball nach einem Zuspiel und sein Antritt auf den ersten Metern ließ ebenfalls zu
wünschen übrig. Dies zog sich durch den gesamten Spielverlauf, auch wenn er nur
knapp den Ausgleich verpasste, so dass man sich fragen konnte, warum Reimann nicht ausgewechselt wurde.
Einwechslungen: Hauck (ab 37.) Kam früh für den schwachen Streit und ackerte viel. Versuchte stets anspielbar
zu sein, konnte daraus trotzdem nicht oft Gewinn ziehen. War auf alle Fälle der beste
Stürmer des Tages bei RB, weil er im Gegensatz zu Reimann den Ball auch das ein oder
andere Mal behaupten konnte. Diese intensiven Bemühungen um den Ball trugen ihn jedoch
oft auf die Außen, wodurch er natürlich seltener direkt vor das Tor kam und den
blassen Reimann in der Mitte allein ließ. Verweigerte zudem beim 2:1 den Zweikampf mit Neigenfink.
Jurascheck (ab 70.) Kam zu einem Zeitpunkt ins Team, in dem man sich schon auf dem absteigenden Ast befand.
Fügte sich nahtlos ein und hatte mit Albert großen Anteil am 2:1 für den FCS.
Seine Ballführung in der Offensive ließ zu wünschen übrig. Letztendlich
wohl zurecht nicht im Regionalligakader.
Schumann (ab 85.) Beim 2:1 machtlos, sonst in der kurzen Spielzeit solide.
Dass man eine Werbebotschaft auch ganz anders als intentioniert
auffassen kann, dürfte der heutige Tag, der ein ereignisreiches
Wochenende "gebührend" beschließt, eindrucksvoll unter Beweis
stellen. Flügel kann man natürlich gebrauchen, um hohe Ziele
(Aufstiege) zu erreichen. Flügel sind aber auch ganz behilflich
beim Abflug. Denn genau das ist der Fall: Tino Vogel und Joachim Krug
sind nicht länger verantwortlich für die (erste) Mannschaft
von RB Leipzig!
Ob RB-Chef Dietmar Beiersdorfer unter "organisch wachsen" tatsächlich den
Austausch von Trainer, Sportdirektor und mehr als der halben Mannschaft (Gerüchten
zufolge werden Reimann, Albert und Streit nicht Bestandteil der Regionalliga-Mannschaft
sein) versteht, ist ebenso wenig bekannt wie die Antwort auf die Frage, ob Tino Vogel
seine Entlassung/Degradierung als Geburtsgeschenk verpackt erhalten hat (alles Gute zum
heutigen 41. Geburtstag, Tino!).
Fakt ist: Tino Vogel wird in der kommenden Saison nicht mehr Trainer der 1. Mannschaft
von RB Leipzig sein. Ihm liegt das Angebot vor, weiterhin im Verein als Trainer der 2.
oder einer Jugendmannschaft tätig zu sein. Darüber wird er in den nächsten
Tagen nachdenken müssen. Vom neuen Trainer, der spätestens zum Trainingsauftakt
am 1. Juli gefunden sein soll, erhofft sich Beiersdorfer "mehr Griff, mehr Impulse auf die
Mannschaft". Mit zwei, drei Kandidaten sei man aktuell im Gespräch; durch die Neuigkeiten
vom Tage sei aber natürlich denkbar, dass sich noch einige Interessenten hinzu gesellen.
Nachdem Beiersdorfer gestern bei Sport im Osten sehr ausweichend auf die Frage geantwortet
hatte, ob Tino Vogel weiterhin Trainer von RB bleibt, kam diese Meldung nun nicht mehr
ganz so überraschend. Jedenfalls weit weniger überraschend als die Meldung, dass
auch Joachim Krug die Kompetenzen entzogen werden. Beiersdorfer und Krug lägen in
inhaltlichen Punkten auseinander, man müsse sich anders aufstellen, um in der Regionalliga
zu bestehen. Beide Entscheidungen seien nicht als Konsequenz aus der Derby-Blamage gefallen,
sondern hätten sich bereits seit etwas längerer Zeit angedeutet.
Dass sich Dietmar Beiersdorfer mit diesen Weichenstellungen persönlich enorm unter
Druck setzt, steht natürlich außer Frage. Sollte der Regionalliga-Durchmarsch
misslingen, dürften nach der kommenden Saison wohl "Weichenstellungen" auf allen Positionen
anstehen. Aber so weit zu schauen macht jetzt wohl kaum Sinn. Für Diskussionsstoff
für die Zeit bis zum Trainingsauftakt ist nun gesorgt. Die Ablösung von Andreas
Sadlo in der Winterpause erscheint plötzlich wie ein laues Lüftchen und letzte
Zweifel an der Zielstrebigkeit von Red Bull dürften damit ausgeräumt sein.
Positive News am Rande: Eine zweite Mannschaft für die kommende Saison wurde gefunden.
Wie bereits erwartet, handelt es sich dabei um die Bezirksklasse-Mannschaft des ESV Delitzsch.
Beide Vereine haben bereits vertraglich geregelt, dass die Spiele von RB II, zumindest in der
kommenden Saison, in Delitzsch ausgetragen werden.
Loch
Stadtderby zum Saisonende im Zentralstadion!
Meldung vom 27.05.2010
Zum vorerst letzten Stadtderby im Ligaspielbetrieb treffen am kommenden Samstag
um 14.00 Uhr im Zentralstadion der FC Sachsen und RB Leipzig aufeinander. Dabei
soll erstmals die Marke von 20.000 Zuschauern durchbrochen werden. Da am gestrigen
Mittwoch schon 17.700 Karten im Umlauf waren, scheint das hochgesteckte Ziel als
realistisch. Positiv auf die Zuschauerzahl und die Atmosphäre dürfte
sich die aktuell gute Wettervorhersage für Leipzig am Samstag auswirken.
Für die Roten Bullen gilt es zwei Serien zu verteidigen. So konnte RB Leipzig
bisher alle 14 Spiele der Rückrunde sowie alle Stadtduelle im Zentralstadion gewinnen.
Wenn ihr leider zum Spiel nicht anwesend sein könnt, findet ihr wie immer auf unserer
Startseite einen Link zum offiziellen Liveticker
und zum Fanradio,
wo ihr das Spiel live
verfolgen könnt. Gern könnt ihr auch im Chat und im Forum parallel zum Spiel diskutieren.
Mit Sachsen Leipzig trifft das Team von Trainer Tino Vogel auf eine junge Mannschaft,
die um erfahrene Korsettstangen wie Kapitän Kevin Kittler, Enrico Köckeritz,
Robert Gerber und Mario Scholze zusammengestellt wurde. Die beiden letztgenannten Spieler
können jedoch auf Grund von Verletzungen genau wie Sebastian Seifert und Maximilian
Heyse am Samstag nicht mitwirken. Da fast der komplette Kader aus der Leutzscher
Talentschmiede resultiert, ist eine äußerst kampfstarke Mannschaft zu erwarten,
die dem haushohen Favoriten ein Bein stellen möchte. Trotz des geringen
Altersdurchschnitts tritt das von Coach Dirk Heyne trainierte Team taktisch äußerst
diszipliniert auf, was die geringe Gegentoranzahl von 26 aus 29 Spielen belegt. Damit hat
Sachsen hinter den RasenBallsportlern und Bautzen die statistisch drittbeste Abwehr der Liga.
Über 20.000 Zuschauer gegen den FC Sachsen erwartet!
Meldung vom 25.05.2010
Für das Spiel gegen den FC Sachsen Leipzig am kommenden
Samstag um 14.00 wird ein neuer Zuschauerrekord für diese Saison
erwartet. Diesen hält aktuell Sachsen Leipzig mit 14.986 Zuschauern,
die zum Spiel gegen den 1. FC Lok Leipzig am 3. Spieltag kamen.
Da Sachsen Leipzig gegen die Roten Bullen als Heimmannschaft auftritt,
könnten sie mit der großen Unterstützung der RB-Anhänger
ihren eigenen Zuschauerrekord weiter erhöhen. Auf Grund der
erfolgreichen Saisons beider Mannschaften gehen die Feiern schon vor dem
Spiel los. So steigt ab 11.Uhr auf der Festwiese ein Familienfest mit
Hüpfburgen, Motodrom, Human Table Soccer und andere schönen
Aktivitäten für Familie und Freunde.
Zum Spiel werden die RB-Fans diesmal im Block D (8 Euro, ermäßigt 5 Euro)
ihre Mannschaft unterstützen. Dabei ist vom Fanblock eine Choreographie geplant,
weshalb sich alle RB-Fans unbedingt in diesen Block begeben sollten. Dabei ist es wichtig,
dass alle Fans möglichst nah beieinander stehen, damit die Choreographie besser
wirkt und die Mannschaft gemeinsam angefeuert werden kann.
Ein weiteres Highlight, welches mit Sicherheit für Gänsehaut sorgen wird,
dürfte die Verabschiedung des "Fußballgottes" Ronny Kujat sein, der besonders
für den Verein aus Leutzsch in bester Erinnerung sein dürfte, da er damals die
Sachsen fast im Alleingang in die dritte Liga schoss. Er wird auf jeden Fall die eine
oder andere Minute Spielzeit gegen seinen alten Verein erhalten. Mit Frank Räbsch
verabschiedet sich zudem ein weiterer Spieler von der Fußballbühne. Alles in
allem dürfen sich die Anhänger beide Fanlager und neugierige
Fußballinteressierte auf ein Fußballfest freuen, für das sowohl
die Anhänger als auch die beiden Teams sorgen werden!
Jupp
RB Leipzig deklassiert Erfurt in der zweiten Hälfte
Vor 730 Zuschauern konnte RB Leipzig am gestrigen Samstag
auch das letzte Pflichtspiel in Markranstädt im Stadion
am Bad mit 4:1 gewinnen. RasenBallsport Leipzig konnte trotz
der vier Ausfälle von Sven Neuhaus, Daniel Rosin, Timo Rost
und Nico Frommer sein Spiel mit einer überzeugenden Leistung
gewinnen und somit die 80-Punktemarke durchbrechen sowie den
Vorsprung auf Verfolger Bautzen auf 22 Punkte ausbauen.
Vor dem Spiel wurden mit Christian Mittenzwei, Sebastian Hauck, Michael Lerchl,
Stefan Schumann und Toni Jurascheck fünf Spieler verabschiedet, die in der
nächsten Saison in der Regionalliga definitiv nicht mehr zum Kader
gehören werden. Weitere sichere Abgänge sind Ronny Kujat und
Frank Räbsch, welche beim heutigen 2:0-Pokalsieg der zweiten Mannschaft
in Krostitz mitgewirkt haben. Nach dem Spiel wurde die erfolgreiche Saison
zunächst mit einer "Uffta" von Ingo Hertzsch und den Fans gefeiert,
bevor im angrenzenden Freibad die Aufstiegsfeier mit Freibier fortgesetzt
wurde und auch das Champions-League-Finale auf einer Großleinwand
angeschaut wurde. Nächsten Samstag werden zum Spiel gegen den FC Sachsen
die Feierlichkeiten ab 11.00 Uhr auf der Festwiese vor dem Zentralstation
fortgesetzt, wobei auch viele Dinge wie z.B. eine Hüpfburg für Familien angeboten werden.
Beim gestrigen Spiel konnte RB Leipzig nach einem von Lars Müller
getretenen Freistoß durch einen Kopfball von Thomas Kläsener
in der 17. Spielminute in Führung gehen. Trotz eines Pfostenschusses von
Fabian Montabell (31.) dominierte RB Leipzig die erste Halbzeit, konnte jedoch
seine Chancen nicht in Tore ummünzen. Bestraft wurde dies kurz vorm
Halbzeitpfiff, wo Fabian Montabell mit seinem 10. Saisontreffer nach
präziser Flanke von Christian Beck den Ausgleich besorgte.
Nach Wiederanpfiff erhöhten die Roten Bullen den Druck stetig und konnten
folgerichtig in der 63. Spielminute durch Christian Reimann (Vorlage Höfler)
in Führung gehen. Mit dem Führungstreffer war der Widerstand der
Erfurter gebrochen, so dass Höfler mit seinem 14. Saisontreffer das
Ergebnis weiter erhöhte (67.) und der eingewechselte Sebastian Hauck nach
starkem Solo über 40 Meter zum 4:1 (73.) vollenden konnte. Mit dieser
starken Leistung verabschiedete man sich gebührend aus Markranstädt
und konnte zudem dem FC Sachsen Leipzig Schützenhilfe leisten, der mit
seinem 0:1 Auswärtssieg den sechsten Tabellenplatz sichern konnten. Somit
können am kommenden Samstag beide Fanlager ihre Mannschaften für ihre
starken Saisonleistungen feiern!
Mit dem Spiel am kommenden Samstag um 13.30 Uhr gegen die zweite
Mannschaft von Rot Weiß Erfurt verabschiedet sich RB Leipzig
aus Markranstädt, da in der nächsten Saison alle Heimspiele
im Leipziger Zentralstadion stattfinden werden. An dieser Stelle
heißt es auch von Seiten der Fans Danke zu sagen für
eine tolle Saison in Markranstädt, wo man sich stets im Stadion
am Bad wohl gefühlt hat. RB Leipzig möchte den Abschied aus
Markranstädt mit einer gebührenden Aufstiegsfeier zelebrieren,
womit sich neben dem Spiel das Kommen der Anhänger zusätzlich
lohnen dürfte.
Bevor die Feierlichkeiten beginnen, kann das Team um Ex-Nationalspieler Ingo
Hertzsch mit einem Sieg gegen Erfurt II die magische 80 Punkte-Marke knacken.
Zudem ist nach dem 2:2 im Hinspiel, bei dem der von Red Bull gesponserte Verein
eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab, noch eine Rechnung offen. So ist
die zweite Mannschaft von Erfurt das letzte Team in der Oberliga gegen die
RasenBallsport Leipzig noch nicht gewonnen hat, weshalb die Motivation der
Roten Bullen besonders groß sein wird.
Mit Erfurt II trifft RB auf eine junge und talentierte Mannschaft, die nicht
nur im Hinspiel ihre Qualitäten bewiesen hat. Aus der Mannschaft stechen
im Offensivbereich mit Christian Beck (15 Tore) und Fabian Montabell (9) zwei
Spieler hervor, die für deutlich mehr als die Hälfte der 37 Treffer
des Teams bisher sorgten. Dem zu Folge sollten die Augen der Abwehr besonders
auf diesen beiden Akteuren liegen.
Wie in jedem Spiel, wird RB Leipzig trotz der angespannten Personalsituation
auch gegen Erfurt als klarer Favorit in die Partie gehen. Unklar ist noch,
welche Spieler alles beim Abschiedsspiel aus Markranstädt mitwirken werden.
So fehlten beim letzten Auswärtserfolg gegen Aue II Sven Neuhaus, Daniel Rosin,
Timo Rost und Nico Frommer. Durch die Breite des Kaders dürfen sich die
Anhänger von RB Leipzig erneut auf ein erfolgreiches Spiel freuen.
Wer nicht beim Spiel anwesend sein kann, hat wie immer die Möglichkeit
hier bei RB-Fans.de das Spiel über den Liveticker, das Fanradio und den
Chat mit zu verfolgen.
Jupp
Ticketaktion mit Discounter "Konsum" zum Derby im Zentralstadion
Meldung vom 18.05.2010
Für das am Samstag den 29. Mai um 14.00 Uhr im Zentralstadion
stattfindende Stadtderby zwischen den beiden besten Leipziger Mannschaften
hat RB Leipzig gemeinsam mit dem Discounter "Konsum" eine Ticketaktion
gestartet. So erhält man beim Kauf von 2 Dosen Red Bull (je 1,49 Euro)
eine Karte für den Preis von 3 Euro für das vorerst letzte
Duell beider Teams für Block C (Neutraler Block). Dies stellt einen
deutlichen Preisvorteil gegenüber dem Normalpreis von 10 Euro dar.
Weitere Kartenvergünstigungen bzw. Gratistickets gibt es zudem in
diversen Kneipen und Bars, welche Red Bull anbieten.
Auf Grund diverser Aktionen rund um das letzte Saisonspiel gegen den FC Sachsen(ab 11.00 Uhr) und
anschließender Aufstiegsfeier darf auf einen erhöhten Zuschauerbesuch
gehofft werden. Der Fanblock von RB Leipzig befindet sich im Block D gegenüber
vom Glockenturm und wird sicher stimmgewaltig das Team von Trainer Vogel unterstützen.
Zum Spiel darf auch gern jetzt schon hier in unserem Forum diskutiert werden.
Dank eines Tores von Höfler zu Beginn der 2. Halbzeit konnte
RB Leipzig auch sein 14. Spiel in Folge gewinnen und marschiert nun
mit aller Macht auf die unglaubliche 80-Punkte-Marke zu. Gegen Ende
geriet der Sieg jedoch ein ums andere Mal in Gefahr, auch
begünstigt durch eine zweifelhafte Leistung des Schiedsrichters
(der zudem Tino Vogel auf die "Tribüne" schickte).
Ausgangslage Erst der Aufstieg, dann das Schützenfest - auch wenn RB Leipzig im
Saisonverlauf generell sicherlich alles andere als für Negativschlagzeilen
gesorgt hatte, so waren die vergangenen Wochen dann doch nochmal eine Stufe höher
einzuschätzen. Dem definitiv feststehenden Aufstieg am Wochenende des Halle-Spiels
folgte kurze Zeit später das lange herbeigesehnte Torfestival (Pößneck
war das bedauernswerte Opfer beim 1:7 aus deren Sicht).
Drei Spiele standen also noch bevor, die natürlich allesamt gewonnen werden sollten.
Zunächst ging es dabei nach Aue, wo Spieler und Trainer in Erinnerung an das knappe
Hinspiel (3:2) verhältnismäßig starke Gegenwehr erwarteten. Und damit
auch Recht behalten sollten.
In der Aufstellung ergab sich eine kleine, durchaus nachvollziehbare Veränderung im
Vergleich zum Pößneck-Spiel: Der wirkungslose Jurascheck musste wieder zurück
auf die Bank, stattdessen rückte Höfler auf seine Position im rechten Mittelfeld
und Reimann durfte nach seinem starken Spiel inklusive Doppelpack im Sturm mal wieder von
Beginn an ran.
Spielverlauf In der torlosen ersten Halbzeit war RB insgesamt das bessere Team und spielte zumindest
in den ersten 30 Minuten auch aktiv und mit ordentlichem Tempo nach vorne. Gute Chancen
durch Reimann (8.), Bick (20.) und Müller (29.) blieben allerdings ungenutzt.
Stattdessen schalteten nun die defensiv kompakt stehenden Erzgebirgler einen Gang hoch und
kamen ihrerseits zu einigen Torgelegenheiten. Torbulle Moritz musste dabei einige Male
eingreifen. Erst gegen Ende der Hälfte kam RB nochmals gefährlich vors gegnerische
Tor - der fleißige Reimann schoss jedoch rechts vorbei.
Licht und Schatten auch in Hälfte Zwei. Die zunächst sehr engagiert aus der
Kabine kommenden Bullen belohnten sich nach 55 Minuten mit dem Führungstreffer: Der
sich für die Regionalliga empfehlende Reimann passte zu Höfler, der wiederum zu
seinem 13. Saisontor vollendete. Auch in der Folgezeit waren es vor allem diese Beiden
und der nun im Mittelfeld spielende Streit (Lattenknaller von ihm in der 70.), die in der
Offensive für Schwung sorgten. Nach hinten brannte nichts an, auch wenn Aue im
Anschluss an Streits Groß-Chance auf den Ausgleich drängte. Für Aufregung
sorgten schließlich noch der Verweis für Tino Vogel, der sich über die
Nichtahndung eines Nachtretens lautstark beschwert hatte sowie ein Abseitstreffer von
Christian Reimann (85.).
Fazit und Ausblick Sicher nicht das beste Saisonspiel von RB und schon gar nicht eine so tolle Darbietung
wie vor Kurzem gegen Pößneck. Erwartet werden durfte das allerdings auch nicht,
denn der Gegner aus Aue erwies sich als - sorry, Phrase - der erwartet unangenehme Gegner,
der einerseits geschickt verteidigte und andererseits auch druckvoll nach vorne spielte.
Am Ende reichte ein gescheiter Moment unseres Top-Torschützen Höfler (nach Vorlage
des sich immer stärker anbietenden Reimann) aus, um das Spiel zu unseren Gunsten zu
entscheiden - und das zum 14. Mal in Folge.
Erfurt und Sachsen Leipzig heißen die letzten beiden möglichen Stolpersteine
auf dem Weg zur perfekten Rückrunde. Schön für alle Leipziger: Beide Partien
dürfen getrost als Heimspiele betrachtet werden. Hoffentlich ziehen der Abschied aus
Markranstädt (nächste Woche Samstag) und der Abschied aus der Oberliga
(übernächste Woche Samstag im Zentralstadion) ein paar Zuschauer mehr an als
zuletzt die Partie gegen Pößneck.
Loch
Daten zum Spiel Aue: Michael - Grandner, Liebold (46. Albustin), Lobsch, Weirauch (81. Wernecke), Käßermodel, Sonntag (68. Heßmann), Ristovski, Kunert, Wendschuch, Schwitzky RB Leipzig: Moritz - Streit (88. Schumann), Kläsener, Hertzsch, Lerchl - Müller, Albert, Bick, Höfler - Hauck (81. Jurascheck), Reimann Schiedsrichter: Marek Nixdorf (Dresden) Zuschauer: 320 Tor: 0:1 Höfler (55.) Gelbe Karten: Bick, Müller (Gelb-)Rote Karten: keine
Duell der Aufsteiger
Meldung vom 11.05.2010
Die letzte echte Auswärtsfahrt der Saison steht an, so man
die kurze Anreise zum Auswärtsspiel gegen den FCS nicht als "Fahrt"
bezeichnet. Am Mittwoch gastiert der RB Leipzig in Aue
(genauer gesagt Grünhain-Beierfeld). Mit dabei ist die Truppe, die
den höchsten Saisonsieg (aller Mannschaften) einfuhr. Verzichten muss
Tino Vogel dagegen weiterhin auf Rosin, Rost, Neuhaus und Frommer.
Partystimmung in Aue, der Aufstieg in die zweite Liga ist geschafft. Ein Ziel, welches
der diesjährige Oberligameister frühestens 2012 ins Auge fassen kann. Für
die U23 Aues sieht es dagegen nicht ganz so rosig aus. Die Mittelfeldtristes hält
Einzug. Seit nunmehr 5 Spielen warten die Erzgebirgler auf einen Sieg. Zuletzt gab es
einen selbigen am 7.4. in Gera. Dabei musste man jedoch nur einmal in den tiefen Schacht
der Niederlage schauen (bei Jena II). Im letzten Heimspiel gegen Auerbach war man eine
Halbzeit lang die bessere Mannschaft, konnte jedoch eine 2:0 Führung nicht über
die Zeit retten. Die großen Torjäger sucht man in Aues Kader vergebens. Der
führende Patrick Sonntag (6 Tore) traf bisher nur an Namensgebenden Wochentagen.
Der Zweitplatzierte Schwitzky (5 Tore) war immerhin in der Rückrunde recht erfolgreich
(alle Tore) und traf beim letzten Sieg im Heimspiel gegen Halberstadt zweifach. So verwundert
es nicht, dass die Erzgebirgler in Sachen geschossene Tore nur auf dem siebten Platz rangieren.
Zurück im Kader der Gastgeber ist Tommy Käßemodel, der seine Gelb-Rot-Sperre
im Spiel gegen Borea absaß.
Ein Wermutstropfen für die Gäste ist die Wahl des Spielorts. Statt im
wunderschön gelegenen Erzgebirgsstadion wird in Grünhain-Beierfeld gespielt.
Dafür kann der historisch interessierte Leipziger den Geburtsort eines sehr
ehemaligen Thomaskantors - Johann Hermann Schein - besichtigen (1616-1630).
Die Bullen sind weiterhin ersatzgeschwächt, was jedoch den vormaligen Bankdrückern
die Chance bietet, für sich Werbung zu machen. Mit Rosin, Rost, Neuhaus und Frommer fehlen
vier Stammspieler. Rost ist zwar wieder im Training, ein Einsatz käme jedoch zu früh.
Ob Rosin (Knochenhautentzündung am Mittelfuß) und Frommer (Entzündung
Patellasehne) vor der Sommerpause überhaupt noch eingesetzt werden können, ist mehr
als fraglich. Priorität hat, wie auch im Fall Neuhaus, die vollständige Genesung bis
zum Trainingsauftakt der nächsten Saison (1.7.). Vielleicht kann man also mit einer
Neuauflage der Startelf des Pößneckspiels rechnen, so sich nicht Reimann mit seiner
dreißigminütigen Gala in die Anfangsformation gespielt hat.
Wiederum erwarten kann man wohl ein faires Spiel seitens des RBL. Die letzten vier Begegnungen
konnte man ohne Karten über die Bühne bringen. In der Fairnesstabelle steht man
trotzdem noch drei Punkte hinter Bautzen und Halle. Ebenfalls drei Zähler Rückstand
hat Höfler auf den führenden Torjäger der Liga (Schuch), vielleicht gelingt ihm
ja wieder ein Doppelpack wie gegen Aue(rbach), zu wünschen wäre es ihm...
Schiedsrichter Nixdorf aus Dresden hatte in dieser Saison noch nicht die Gelegenheit, ein
Spiel der NOFV Oberliga Süd zu pfeifen, wurde aber neunmal in der Nordstaffel eingesetzt.
Fazit: 7 Rote oder Gelb Rote Karten und drei Elfmeter. Vielleicht wird das fünfte Spiel
in Folge ohne Karten für den RBL doch ein wenig schwerer als die vier davor...
So könnten sie spielen: Erzgebirge Aue II: Arnold - Lobsch, Liebold, Grandner, Heßmann - Käßemodel, Albustin, Kunert, Schwitzky, Ristovski - Sonntag RB Leipzig: Moritz - Lerchl, Hertzsch, Kläsener, Streit - Jurascheck, Bick, Albert, Müller - Hauck (Reimann), Höfler Schiedsrichter: Marek Nixdorf (Dresden)
Rumpelstilzchen
Funpark zum Saisonabschluss
Meldung vom 10.05.2010
Eine ganze Saison mussten die Anhänger von RB Leipzig
auf eine Veranstaltung wie Autogrammstunde oder Lady's Day warten,
nun ist es endlich so weit: Zum Abschluss der Oberliga-Saison (29.5.)
veranstaltet RB ein Familienfest auf der Festwiese. Drei Stunden vor
Anpfiff der Partie gegen den FC Sachsen, also 11.00 Uhr, öffnet
der "Funpark" seine Pforten. Mit Hüpfburg, Kinderland, Kinderkochshow,
Eis- und Zuckerwatteständen und und und schöpft die
Marketingabteilung des Vereins endlich mal aus dem Vollen. Scheinbar
soll RBL nun auch außerhalb des Spielfeldes in der Stadt richtig
Fuß fassen. Hoffen wir auf schönes Wetter und darauf, dass
viele Fans und Interessierte das kostenlose Angebot wahrnehmen.
Zudem war
im Forum kürzlich zu lesen, dass RB zahlreiche Freikarten
(an Einrichtungen mit Kindern) verteilt. Sollte das stimmen, könnte
die zahlenmäßige grün-weiße Überlegenheit auf
den Rängen so langsam in Gefahr geraten.
Loch
RB wachsen endlich Flügel - 7:1-Kantersieg gegen Pößneck
Als vor der laufenden Oberliga-Saison immer mehr ehemalige
Profi-Fußballer den Weg nach Leipzig antraten,
rechneten sich nicht wenige Interessierte eine ganze Reihe von
Kantersiegen aus. Das 4:0 gegen die als sehr stark
eingeschätzten Zwickauer zu Saisonbeginn schien den
Reigen zu eröffnen; tatsächlich folgte aber nicht
mehr wirklich viel. In der Hinrunde schon gar nicht, in der
Rückrunde gab's zumindest noch ein 5:0 gegen Borea und ein
4:0 gegen Schott Jena. Drei Kantersiege in 26 Spielen - bei dem
enormen Potential doch eigentlich recht wenig. Doch manchmal zahlt
sich Geduld eben auch aus. Wer heute zu den fast lächerlich
wenigen 420 Zuschauern gehörte, erlebte den höchsten Sieg
der Saison und eine zwangsweise ungewohnt zusammengestellte
Mannschaft, die zumindest in Hälfte Zwei endlich einmal
befreit aufspielen konnte.
Ausgangslage Mit den obligatorischen 2-Tore-Differenz-Siegen (2:0 in Halberstadt, 2:0 in Halle,
3:1 gegen Auerbach) hatte sich RB Leipzig den Aufstieg zuletzt auch rechnerisch
gesichert. Nun kamen die zuletzt desolaten Pößnecker nach Markranstädt.
Dass die Heimmannschaft aufgrund der Ausfälle des Quartetts
Neuhaus-Rost-Rosin-Frommer vor ernsthafte Probleme gestellt werden würde,
nahm niemand an. Die muskulären Probleme von Höfler konnten zwar rechtzeitig
gelöst werden, dennoch ergab sich in der Startaufstellung ein ungewohntes Bild.
Sowohl Michael Lerchl als auch Toni Jurascheck kamen von Beginn an zum Zug. Für
Lerchl der erste Rückrunden-Einsatz von Beginn an, für Jurascheck immerhin
schon der dritte. Für beide also vielleicht die letzte Chance, sich doch noch
für die kommende Saison zu empfehlen. Sebastian Albert kam heute neben Bick im
zentralen Mittelfeld zum Einsatz, jedoch deutlich defensiver orientiert als der Spieler
der Hinrunde. Bitter für Reimann: Selbst der Ausfall von vier Stammkräften
bringt ihm keinen Platz in der ersten Elf. Trotz seiner Dauer-Reservistenrolle wirkte
der Acht-Tore-Stürmer aber wie immer gut gelaunt.
Spielverlauf und -analyse
Halbzeit 1 Gewohntes Bild zu Spielbeginn: Der Gegner verteidigt mit 6er-Abwehrkette
(merkwürdig, dass Tino Vogel ausgerechnet heute einen mitspielenden Kontrahenten
erkannt haben wollte), RB müht sich, findet aber nicht das richtige Mittel. Die
ersten Unmutsbekundungen auf der Tribüne lassen nicht lange auf sich warten.
Ganze 25 Minuten vergehen, bis die Bullen das erste Mal gefährlich vors gegnerische
Tor kommen: Streit schickt Bick steil; dessen Flanke erweist sich jedoch als zu
hoch für Hauck. Quasi im Gegenzug ein Hochkaräter für die Gäste:
Reich fühlt sich am 16er nicht angegriffen, zieht ab und trifft die Latte.
Für RB muss dies wohl ein echter Wachschuss gewesen sein, denn plötzlich
nimmt Rot-Weiß etwas Fahrt auf. Bicks Freistoß aus seitlicher Position
findet Kläsener am langen Pfosten, der wiederum vollkommen freistehend mühelos
per Kopf die Führung besorgt. Das 1:0 nach etwa einer halben Stunde nach zuvor
mühevollem Gegurke - business as usual.
Für kurze Zeit bringt Kläseners Kopfball-Tor natürlich Stimmung in die
Bude; insgesamt gleicht die Angelegenheit in Halbzeit Eins allerdings einem Friedhofsbesuch.
Dass lediglich 420 zahlende Menschen und eine geduldete Katze anwesend sind, macht sich auch
in der Fankurve bemerkbar, in der gefühlt maximal fünf Leute für Stimmung sorgen.
Kurz vor dem Pausen-Drink ziehen die Bullen das Tempo noch mal ein wenig an. Während
Höflers strammer Schuss lediglich daran scheitert, zu sehr auf den Gäste-Keeper
zentriert zu sein, legen die Schüsschen von Hauck und Jurascheck die Vermutung nahe,
dass Tino Vogel dermaßen kraftraubend trainieren lässt, dass im Spiel letztlich
die Kräfte fehlen. Doch immerhin: Mit Ablauf der ersten 45 Minuten holt Jurascheck
noch einen etwas zweifelhaften Strafstoß heraus, den Müller (wer sonst?)
gewohnt souverän verwandelt.
Während Pößneck-Kapitän Hujdurovic die Gelbe Karte für das
(vermeintliche?) Foul an Jurascheck sieht, holt sich Gäste-Keeper Jovanovic seine
Gelbe noch nach Abpfiff der ersten Halbzeit ab. Auf dem Weg in die Kabine den Schiedsrichter
beschreien, wild gestikulieren und die Trinkflasche wütend in den Heiligen Rasen
schmeißen - mindestens eine Aktivität davon war dann doch zu viel. So berechtigt
diese Gelbe Karte wegen Meckerns auch war; Kritik am Schiedsrichter war nach 45 Minuten
durchaus berechtigt. So verweigerte Schiri Musick RB eine glasklare Ecke und verzichtete
zuvor darauf, einem Pößnecker mindestens die Gelbe Karte zu zeigen, nachdem
dieser von hinten rüde gegen Müller eingestiegen war.
Halbzeit 2 Die erste Person, die dann in Hälfte Zwei auf sich aufmerksam machte, war Ulrich
Göhr, Trainer der Gast-Mannschaft. Dieser stellte seine ganze besonderen Vorstellungen
von Fair Play unter Beweis, indem er seinen Spieler Louis Hörger dafür rügte,
sich nicht fallen gelassen zu haben. Sehr sympathisch... Die Spieler von RB interessierte
das nur geringfügig, denn die machten von nun an ihr eigenes Ding und bescherten den
Zuschauern im Stadion am Bad die unterhaltsamste Halbzeit der Saison.
Eröffnen durfte den Tor-Reigen ausgerechnet ein Spieler, dem man ein Tor gönnte
wie keinem Zweiten: Sebastian Hauck. Der Stürmer, der zu den "Überresten" des SSV
gehört, zeigte seit seinem Start-Einsatz gegen Lok immer wieder gute Leistungen, brachte
das Runde aber nie ins Eckige. Das Leiden gehört nun der Vergangenheit an, denn
Müllers harte Flanke verlängerte Hauck in der 56. Minute per Kopf ins Tor zum 3:0.
Für Pößneck war dies wohl das Zeichen, sich aufzugeben und vollkommen
auseinander zu brechen. Den desolaten Leistungen der Vorwochen setzten sie nun die Krone auf
(wobei das 0:5 daheim gegen Borea wohl immer noch eine Stufe niedriger einzuschätzen ist).
Jeweils nach Flanke von Höfler, der auf rechts außen spielend nun mehrere Gänge
hochschaltete, durfte auch Reimi nach langer Zeit (in der Rückrunde nur im ersten Spiel
gegen Borea Dresden erfolgreich) mal wieder jubeln - und dann auch gleich im Doppelpack. In
beiden Fällen taucht Reimann in bester Mittelstürmer-Manier genau richtig vor dem
Torwart auf und hat einmal mehr und einmal weniger Mühe, den Ball in die Maschen zu dreschen.
Was nun noch folgte, waren neben dem Ehrentreffer für Pößneck (Staskewitsch, 74.),
bei dem Kläsener noch viel älter als 33 aussah, zwei schöne Premieren: Zunächst
trifft Streit (72.) nach Vorlage von Reimann eiskalt ins Netz und nur fünf Minuten später
kommt Mittenzwei nach scheinbar schon verlorenem Zweikampf im Pößneck-Strafraum noch
an den Ball und hebt ihn an Torwart Jovanovic vorbei zum finalen 7:1.
Selbstredend war von der Friedhofsatmosphäre der ersten Halbzeit nun nichts mehr zu spüren.
Selbst auf der Tribüne sah man Zuschauer ihre Fanschals schwenken und hörte, wie sie den
Stadionsprecher (der sich diesmal keinen Patzer erlaubte...) bei der Durchsage des Spielstands
lautstark unterstützten. Nur wenige Zentimeter fehlten dem eingewechselten Schumann kurz vor
Abpfiff, um sich auch noch erstmals in der Torschützenliste zu verewigen. Das wäre dann
des Guten aber vermutlich doch ein bisschen zu viel gewesen.
Fazit Es muss schon Außergewöhnliches geschehen, damit man Tino Vogel dabei beobachten kann,
wie er die Laola-Welle nach Spielschluss mitmacht. Heute war es soweit, heute hat RB endlich einmal
ein richtiges Schützenfest gefeiert und einen Gegner mit sieben Toren (bei einem zu
verschmerzenden Gegentor) nach Hause geschickt. Die Tordifferenz (aktuell 68:14) konnte sich schon
vor dem Spiel sehen lassen, nun jedoch umso mehr.
Über die gesamte erste Hälfte sah es eigentlich nicht wirklich danach aus, dass man das
Stadion heute mit einem breiten Grinsen verlassen würde. Im Gegenteil: "Warum tue ich mir das
eigentlich schon wieder an?" dürfte die Frage gewesen sein, die sich nicht wenige Zuschauer
trotz solider Pausen-Führung innerlich gestellt haben. Dass die Tore aus einem Freistoß
und einem Elfmeter resultierten, war fast standesgemäß.
Vollkommen anderes Bild dann in Halbzeit Zwei. Höfler stürmte über rechts und brachte
eine gefährliche Hereingabe nach der anderen in den Strafraum. Reimann erzielte zwei Tore selbst,
bereite das von Streit vor und wirbelte auch sonst die Pößneck-Abwehr ordentlich durcheinander.
Hauck hingegen machte heute trotz seines Premieren-Tores sicher nicht sein bestes Spiel für RB,
wirkte aber wie immer bemüht. Weniger in der zweiten, vielmehr in der ersten Halbzeit zeigten
Müller und Streit ihr Leistungsvermögen. Während die Jurascheck/Lerchl-Seite kaum für
Gefahr sorgte, ließ Müller immer wieder seine technische Klasse aufblitzen und stieß
Streit immer wieder von der eigenen Hälfte aus weit nach vorne und spielte dann den gefährlichen
Pass, meist auf Müller. Streit hat Schumann in der Rückrunde den Schneid ganz klar
abgekauft und sollte eigentlich zum zukünftigen Regionalliga-Kader gehören. Auch Reimann
dürfte sich plötzlich wieder Chancen ausrechnen. Lerchl erntete einige Male Szenenapplaus,
aber ob er auch die Verantwortlichen von RB überzeugen konnte, bleibt fraglich. Zumindest
dürfte er im Moment noch einen kleinen Vorsprung vor Jurascheck haben.
Auch wenn der Tag auf Bullen-Seite heute viele Gewinner parat hatte, so haben doch nicht alle Akteure
heute überzeugt. Moritz zeigte ein, zwei Unsicherheiten, Kläsener ließ sich beim
Gegentor wie ein Amateur düpieren und Bick mühte sich zwar, vor allem zu Beginn, traf
aber grundsätzlich die falsche Entscheidung: passte dann, wenn kein Mitspieler gestartet war,
traf den Ball nicht, wenn er sich in aussichtsreicher Position befand, und versuchte es selbst,
wenn ein Mitspieler viel besser postiert war. Lediglich sein Freistoß zum 1:0 lässt sich
auf der Habensseite verbuchen. Albert agierte heute recht unauffällig, sicherlich auch dadurch
bedingt, dass ihm offensive Vorstöße aufgrund seiner defensiven Mittelfeld-Position
hinter Bick heute weitgehend verwehrt blieben.
Doch hätten selbst die beiden zentralen MF-Akteure heute geglänzt, dann wäre diese
Partie vermutlich mit einem zweistelligen Resultat zu Ende gegangen. Über ein 7:1 wird sich auf
Gewinner-Seite sicherlich niemand beschweren und auch ein Bick oder ein Kläsener wird die nicht
ganz souveräne Darbietung in Anbetracht des Schützenfestes verschmerzen können.
A propos: Kläsener zog sich kurz vor Schluss eine kleine Verletzung zu und wäre wohl
ausgewechselt worden, wenn das Kontingent nicht schon erschöpft gewesen wäre. Es scheint
aber so, als ob er gegen Aue zur Verfügung steht. Und selbst wenn nicht: Mit Schumann als
Ersatz muss man sich vermutlich auch keine allzu großen Gedanken machen.
Ausblick Zwölf Spiele - zwölf Siege. RB Leipzig marschiert durch die Rückrunde, dass es eine
wahre Freude ist. Häufige spielerische Magerkost hin oder her - solch eine Bilanz nötigt
einfach Respekt ab. Ganz besonders jetzt, wo der Aufstieg auch rechnerisch endlich feststeht,
lässt es die Mannschaft nicht schleifen und liefert etwas überraschend sogar noch mal
ein richtiges Torfestival ab. Das Saisonziel von 83 Punkten fest im Visier steht als Nächstes
das Mittwochabend-Spiel in Aue auf dem Programm. Das 3:2 im Hinspiel bot jede Menge Spannung. Genau
das erhoffen wir uns auch vom Rückspiel. Oder ein weiteres Schützenfest für die Bullen.
Es sieht düster aus für Pößneck.
Die Thüringer, die sich seit 2005/06 - mit Ausnahme
der letzten Saison - im Abstiegskampf der Oberliga etabliert
haben (immer exakt einen Platz "über dem Strich"),
scheint es diesmal zu erwischen. Noch vier Spiele stehen aus
(RB, Bautzen, Dresden II, Lok), der Rückstand auf Rang
13 beträgt acht Punkte, auf Rang 14, der ja vielleicht
reichen könnte, immerhin auch noch vier Punkte. In der
Rückrunde hangelt sich der VfB seit Mitte März von
Klatsche zu Klatsche (0:4 in Aue, 1:4 beim FC Sachsen, 1:5 gegen Carl-Zeiss)
und gewinnt gegen die direkten Kontrahenten im Abstiegskampf nicht
(besonders bitter: das Heim-0:5 gegen Borea Dresden am vergangenen
Spieltag). In der Rückrunde steht bislang ein einziger Sieg zu
Buche. Klassischer geht es nicht: So spielt ein Absteiger.
Hoffnung kann den Pößneckern wohl bloß noch die
Aussicht auf ein Wunder, beziehungsweise die Flucht in den Aberglauben
geben. Denn: RB Leipzig hat die vergangenen zwölf Partien (darunter
sämtliche Rückrunden-Spiele) zu seinen Gunsten entschieden;
nun steht also die berüchtigte Nummer 13 vor der Tür. Hoffnung,
dass es die Bullen nach dem längst sicheren Aufstieg schleifen lassen
könnten, dürfen sich die Pößnecker aber kaum machen.
Sollte es keine weitere Klatsche geben, so wird RB höchstwahrscheinlich
mit 2:0 gewinnen. Einem Grottenkick in Hälfte 1 folgt eine heftige
Pausenansprache von Tino Vogel. In Halbzeit 2 schalten die Rot-Weißen
einen Gang hoch, schießen zwei Tore und schaukeln den Sieg vor etwa
700 Zuschauern über die Zeit. Die drei Punkte bleiben in jedem Fall
am Rande von Leipzig. Business as usual.
Soweit aus Pößnecker Sicht.
Aus RB-Sicht lässt es sich etwas knapper formulieren: ein Spiel wie jedes andere.
Mögliche Aufstellung:
Moritz - Schumann, Kläsener, Hertzsch, Albert - Müller, Bick, Rosin, Höfler - Frommer, Reimann
Obwohl sie die Meisterschaft bereits lange vor Saisonschluss
souverän gewonnen haben, lassen die Kicker unseres RBL
keinen Schlendrian einziehen und versetzen selbst auf ihrer
Oberliga-Abschiedstour ihre Gegner noch in Angst und Schrecken!
Vor dem Anpfiff gab es eine schöne Geste von den Halberstädtern,
mit einem Präsentkorb gratulierten sie den Bullen am Mittelkreis zum Aufstieg.
Diese begannen dann wie die Feuerwehr: Zuerst Kopfball von Frommer (3.),
dann setzt sich dieser in einem Alleingang gegen 3 Spieler durch, sein Schuss
wird erst auf der Linie gestoppt (5.). Kurz danach rast Albert aufs Tor zu und
schießt nur knapp an diesem vorbei (7.), genauso ein Kopfball von
Reimann 4 Minuten später.
Jetzt bekam Halberstadt Keeper Kischel die Gelegenheit, sich auszuzeichnen:
Erst klärt er mit einer Parade einen Schuss von Bick (17.), dann sorgt
er dafür dass Reimann eine Flanke von Müller nicht bekommt (22.).
Es sollten nicht die einzigen Male sein in denen er die Leipziger zur Verzweiflung bringt.
Plötzlich große Aufregung: Höfler überwindet den Keeper
und wird gefoult, doch Schiedsrichter Wenkel lässt einfach weiterspielen (27.).
Auch in der Folgezeit bleibt der RBL dank konsequentem Spiel über die
Außen am Drücker, es werden Ecken erkämpft und Gefahr aufs
Tor ausgestrahlt, doch die Abwehr der Halberstädter steht. Doch auch die
Abwehr der Bullen leistet gute Arbeit, so kann in der 30. der quirlige
Mutschler im 16er gestoppt werden und ein aussichtsreicher Freistoß
der Germania vereitelt werden, indem der Ball im gemeinsamen Zusammenspiel
wieder aus dem eigenen 16er herausgebracht werden konnte (42.).
Eigentlich hätte es nach dem überlegenen Auftritt der 1. Hälfte
nur eine Frage der Zeit sein müssen, biss die Kugel im Tor der Gastgeber
landet, doch Trainer Andreas Petersen muss wohl eine flammende Halbzeitansprache
gehalten haben. Denn die Germania machte plötzlich richtig Druck: Erst
erkämpfen sie sich eine Ecke, welche erst auf der Linie gerettet werden
konnte. Anschließend setzt ein Halberstädter den Ball mit dem Kopf
an den Pfosten. Dann muss sich Moritz richtig lang machen, um den nächsten
Eckball der Gastgeber noch zu bekommen. Unser Ersatzkeeper lieferte wie Kischel
ein starkes Spiel, und ist eine würdige Vertretung für Neuhaus.
Doch dann kamen wieder die Bullen: Den ersten Angriff von Reimann konnte
Kischel noch parieren (59.), doch eine Minute später schießt Höfler
aus spitzem Winkel zur Erleichterung der gut 40 anwesenden RBL-Fans das 0:1!
Doch kaum war der Torjubel beendet, zieht Frommer nach einem langen Ball von
Bick über das Spielfeld und überwindet Kischel erneut! Der Jubel der
kleinen Gruppe Bullenfans kannte nun keine Grenzen!
Doch wer dachte, Halberstadt wäre gebrochen und hätte sich aufgegeben,
der sah sich getäuscht: Mutschler (71.), Neumann (72.) und Krüger (77.)
testen Moritz, der aber stets die Oberhand behält. Dann kann sich wieder
Kischel auszeichnen: Nachdem Lerchl gut auf den mittig vor dem Tor stehenden
Müller gespielt hat, haut der volley aufs Tor - doch findet in dem Keeper
seinen Meister. Das Spiel wird nun gegen Ende nochmal richtig attraktiv, jetzt
verwöhnt Daniel Rosin nach Eckball von Bick die Zuschauer mit einem
Fallrückzieher, der aber am Tor vorbeigeht (84.). Man merkte es den
Leipzigern an, sie wollten noch das dritte Tor. Auch wenn daraus nichts wurde,
der RB Leipzig lieferte ein starkes Spiel gegen couragierte Gegner. Das war ein
beeindruckendes Signal an die heimischen Zuschauer, dass sich auch jetzt nach
der feststehenden Meisterschaft noch ein Besuch im Stadion am Bad auf alle
Fälle lohnt - denn die Jungs sind immer noch hungrig auf Siege!
RB Leipzig erhält Regionalligalizenz/ Watzka erster Neuzugang
Meldung vom 05.05.2010
Laut heutiger LVZ hat RB Leipzig die Lizenz
"ohne erwähnenswerte Auflagen erhalten" und kann nach
dem sportlichen Aufstieg sicher für die nächste Saison planen.
Nach Angaben der LVZ wird der Etat auf rund 4,5 Millionen Euro geschätzt,
weshalb die roten Bullen auch in diese Liga als klare Favoriten
gehen werden. Angekündigt sind dabei 8-10 neue Spieler, welche
die jetzige Aufstiegsmannschaft weiter verstärken werden. Dabei
dürften einige junge Spieler sein, da mit der geltenden U23-Regelung
vier Spieler unter 23 Jahren auf dem Spielberichtsbogen erscheinen müssen.
Aus dem jetzigen Kader wären dies lediglich Sebastian Hauck und Benjamin Bellot.
Mit Maximilian Watzka steht laut der LVZ zudem der erste Neuzugang fest. Der Leipziger,
welcher in früheren Jahren für Sachsen Leipzig im Mittelfeld spielte, soll
das Team von Tino Vogel auf der rechten Seite verstärken. Mit 8 Toren und 4 Vorlagen
gehörte der in Magdeburg mit der Trikotnummer 16 auflaufende Spieler zu den
absoluten Leistungsträgern in der anhaltinischen Landeshauptstadt. Insofern ist
Maximilian Watzka als absolute Verstärkung für RasenBallsport Leipzig anzusehen.
Eine offizielle Bestätigung dieser Personalie steht allerdings noch aus.
Gerüchte gibt es zudem um den Magdeburger Kapitän Radovan Vujanovic
(Stürmer), der gemeinsam mit Lars Fuchs die interne Torschützenliste
anführt (14 Tore). Weitere aktuelle Transfergerüchte sind die Ahlener
Zweitligaspieler Tim Gorschlüter (Mittelfeld), Baldo di Gregorio (Abwehr),
Ole Kittner (Abwehr) sowie der Rostocker Mario Fillinger (Mittelfeld). Über
alle Personalien kann gern bei uns im Forum im Kaderbereich diskutiert werden.
Jupp
Keine Zeit für halbe Sachen
Meldung vom 04.05.2010
Das letzte Nachholspiel ruft. Diesen Mittwoch gastiert
der RB Leipzig als Meister beim ehemaligen Spitzenreiter
(2.-3. Spieltag), der im Hinspiel eigenfüßig
entthront werden konnte. Anstoß ist 18.00 Uhr im
Friedensstadion. Es ist die letzte Reise nach Sachsen-Anhalt
in dieser Saison.
Nach einem guten Start in die Saison und der Tabellenführung
kam für die Halberstädter der Bruch im Spiel gegen den
RB Leipzig (2:1 Niederlage). In der Hinrunde konnte die Mannschaft
danach keine zwei Spiele mehr in Folge gewinnen, verlor unter
anderem Zuhause 2:4 gegen den FCS. Im April hingegen fand das Team
um Coach Andreas Petersen zu alter Stärke und blieb einen Monat
lang unbesiegt. In der Liga gelangen zwei Unentschieden und vier Siege
mit nur einem Gegentor. Im Landespokal blieb man gänzlich ohne
Gegentreffer und schlug sogar den 1. FC Magdeburg. Die Bullen sollten
also gewarnt sein. Der Mai begann jedoch nicht ganz so erfolgreich,
beim FCS verlor man am Sonntag trotz Halbzeitführung 1:2. Nachdem
der Toptorjäger Blankenburg im Winter nach Meuselwitz wechselte,
verteilt sich die Last des Toreschießens nun auf mehrere Schultern.
Besonders Eggert war in den letzten Spielen treffsicher. Sein Sturmpartner
Reitzig ließ vor dem Spiel in einem Interview verlauten:
"Wenngleich RB Leipzig die *Übermacht* der Liga ist, bin ich der
festen Überzeugung, dass wir das Potential haben, jede Mannschaft
der Liga schlagen zu können, auch die *Roten Bullen*." Ob Nicolas Warz,
der im Winter den RBL Richtung Halberstadt verließ, am Mittwoch
spielen wird, steht noch nicht fest. Er stand zuletzt vor zwei Wochen
beim Spiel in Erfurt in der Startelf und scheint gegen Pölzing und
Mutschler einen schweren Stand zu haben.
Fraglich ist auch die Aufstellung des RBL. Albert kehrte gegen Halle
in die Viererkette zurück, Rosin dafür aus der IV ins Mittelfeld.
Letzterer machte besonders in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel.
Dies dürfte wohl auch gegen Halberstadt eine Option sein. Ausfallen
wird sicher Rost, ob Höfler und Frommer mitwirken werden, ist ebenfalls
noch ungewiss, beide sind angeschlagen. Sollten beide nicht spielen,
wären Reimann und Hauck die Stürmer der Wahl. Für Rost
könnten Jurascheck oder Lerchl ins Mittelfeld rücken, Bick
dafür wieder ins Zentrum. Weiter heiß umkämpft ist die
Vereinsinterne Torjägerkanone: Höfler, Frommer, Müller
und Reimann trennt nur ein Tor. Ob man an den Topschützen der Liga
(14 Tore): Schuch (Auerbach) und Beck (Erfurt) noch vorbei kommt steht
in den Sternen. Befreit aufspielen kann man nach dem Erreichen des
Saisonziels jedenfalls. Also auf zum zweiten Abschiedsspiel aus der Oberliga.
Schiedsrichter Tino Wenkel pfiff zuletzt am ersten Spieltag ein Heimspiel
der Halberstädter, dass diese 2:1 gegen Auerbach gewannen.
Dabei wurden fünf Gelbe verteilt.