Nullnummer zum Auftakt
Beim Zweitligaauftakt starteten die Roten Bullen mit einer Mannschaft, die weitestgehend das Gesicht von der letzten Drittligaspielzeit trug. Das Tor hütete Benny Bellot, die Viererkette bildeten Jung, Sebastian, Hoheneder und Teigl. Im Mittelfeld agierte neben Khedira, dem einzigen Neuzugang in der Startelf, Demme und Thomalla. Hinter den Sturmspitzen Frahn und Poulsen, sollte Kaiser für die Geniestreiche sorgen.
Die Rasenballsportler begannen druckvoll und mit viel Dampf. Vor über 20.000 Zuschauer und bestem Sommerwetter drängte der Gastgeber den VfR tief in die eigene Hälfte und hatte durch Frahn nach knapp drei Minuten die erste kleine Torchance zu verzeichnen. Die Schwaben kamen mit dem Pressing der Leipziger nicht zurecht und kaum über die Mittellinie hinaus. Folgerichtig hatte Poulsen nach zehn Minuten die Führung auf dem Fuß, jedoch scheiterte der Däne freistehend vor Fejzic und schob das runde Leder am Gehäuse vorbei. Aalen versuchte die hochstehende Defensive der Leipziger fast ausschließlich über lange Bälle zu knacken. Gegen Sebastian und Hoheneder, die gefühlt keinen Zweikampf verloren, sahen die Gäste aber keinen Stich. Nachdem das Spiel etwas verflachte und die Torchancen zur Mangelware verkamen, setzte sich Poulsen nach einer guten halben Stunde mit einer feiner Einzelaktion selbst in Szene und traf aus der Drehung die Latte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten der VfR seine bis das dato beste und einzige gelungene Offensivaktion. Drexler bediente den mitgelaufenen Klauß mustergültig, doch der Stürmer köpfte nur an den Pfosten. Mit dem 0:0 ging es wenig später in die Kabine.
Nach der Pause mussten die Leipziger dem hohen Tempo und den Temperaturen Tribut zollen. Die Genauigkeit im Passpiel ging merklich verloren, klare Torchancen ergaben sich dementsprechend kaum noch. Zuerst köpfte Hoheneder nach einer guten Stunde eine Kaiser-Ecke über das Tor, eine Viertelstunde vor Schluss scheiterte der eingewechselte Prevljak aus spitzem Winkel. Aalen stand in der Defensive sicher und hatte - auch aufgrund des geringeren Tempos - weniger Probleme als noch in der ersten Halbzeit. Die einzige Annäherung der Gäste in den zweiten 45 Minuten war ein Fernschuss von Feick, der nur mit gutem Willen als Torchance in die Statistik eingeht.
Fazit: Zum vierten Mal in sechs Jahren, startet RB Leipzig mit einem Remis in die Saison. Während die Unentschieden in den Jahren zuvor immer gefühlte Niederlagen waren, lässt sich es sich als Zweitligaaufsteiger mit dem Punktgewinn gut leben. In der ersten Halbzeit waren die Roten Bullen die klar dominierende Mannschaft, verpassten es aber, die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Nach dem Seitenwechsel mussten die Leipziger dem hohen Tempo und dem heißen Wetter Tribut zollen. Alles in allem aber eine zufriedenstellende Leistung der Messestädter, auf der es in den nächsten Wochen aufzubauen gilt. Das nächste Spiel findet am kommenden Sonntag (15:30 Uhr) statt, wenn RB Leipzig bei 1860 München gastiert.
Statistik zum Spiel:
RB Leipzig: Bellot – Jung, Sebastian, Hoheneder, Heidinger – Khedira, Thomalla (58. Fandrich), Demme (81. Palacios) - Kaiser – Poulsen, Frahn (C) (69. Prevljak)
VfR Aalen: Fejzic - Ofosu-Ayeh, Barth, Hainault, Feick - Mössmer - Hofmann, Leandro (84. Mockenhaupt) - Junglas, Drexler (76. Ludwig), Klauß (62. Daghfous)
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 21.354
F-Lion
Niemand ist gezwungen Kommentare abzugeben aber auch niemand sie zu lesen. Und es tut mir leid aber wenn man nur positives zu den Testspielen schreiben darf, dann würden hier gar keine Kommentare stehen und der Thread wäre "tot", weil da aktuell einfach nichts positives zu sehen ist. Edit: 2 Torschüsse in 120min sprechen schon eine deutliche Sprache.