1:1 gegen 1860 München zum Jahresausklang
Zum Abschluss des Fußballjahres veränderte Trainer Zorniger seine Startelf im Vergleich zur Nullnummer gegen Aalen gleich auf vier Positionen. Die wiedergenesenen Poulsen und Kimmich rutschten in die erste Elf, zudem ersetzte Aushilfsstürmer Teigl den gesperrten Jung in der Viererkette. Etwas überraschend kam zudem Sebastian für Hoheneder in der Innenverteidigung von Beginn an zum Einsatz.
Auf dem frisch verlegten Rasen kamen die Hausherren besser in die Partie und hatten durch Kaiser und Frahn ihre erste Offensivaktion. Die Löwen kamen nach einem zu kurz geratenen Pass von Coltorti zu ihrer ersten Chance, aber Sebastian stand goldrichtig und blockte den Schuss. Die Gäste schienen Gefallen am Angriffsspiel gefunden zu haben und beförderten das Spielgerät in Person von Okotie ins Tor. Schiedsrichter Siebert entschied jedoch auf Abseits und gab den Treffer nicht. Aber auch auf Leipziger Seite zählte ein Tor nicht. Praktisch im Gegenzug foulte Frahn seinen Gegenspieler bevor er per Kopfball einnetzte. Wenig später netzte Okotie erneut, aber wieder zählte der Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht. Nach 20 Minuten lag der Ball somit bereits drei Mal im Tor, trotzdem stand weiter ein 0:0 auf der Anzeigetafel. Dann bekam das Lazarett der Roten Bullen Zuwachs. Sebastian verletzte sich bei einer Rettungsaktion und musste durch Hoheneder ersetzt werden. In der Folge verflachte die Partie zusehends - und dann kam Poulsen. Der Däne wurde von Khedira schön bedient, nahm Fahrt auf und schlenzte den Ball wunderschön hoch ins lange Eck. Der Stürmer feierte seinen Treffer mit einer Mischung aus Luca Toni- und Terrence Boyd-Torjubel. Auch mit der Führung im Rücken, zeigten die Rasenballsportler das gewohnte Bild der letzten Wochen. Das Mittelfeld wurde mit vielen langen Bällen überbrückt, viel Zählbares sprang dabei allerdings nicht heraus. Als die gut 27.000 Zuschauer die wärmenden Getränke in der Halbzeit herbeisahen, kamen die Gäste nochmal auf: Okotie, Adlung und Vollmann hatten in der Schlussphase den Ausgleich auf dem Fuß, ließen teilweise beste Chancen jedoch ungenutzt, sodass es mit einer 1:0 Führung für die Messestädter in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel benötigte keine der Mannschaften irgendwelche Anlaufzeit. Erst entwischte Vollmann Heidinger und setzte den Ball an den Pfosten, wenig später spitzelte Poulsen das Spielgeräte ans Aluminium. Dass zu diesem Zeitpunkt erst ein Tor gefallen war, grenzte an ein Wunder. Auch in Halbzeit zwei begegneten sich beide Teams weitestgehend auf Augenhöhe. Bis zum Sechzehnmeterraum kamen sowohl die Leipziger als auch die Münchner durch, dann war aber Endstation. In der Folge erarbeiteten sich die Messestädter ein spielerisches Übergewicht. Anstatt einen zweiten Treffer nachzulegen, verwalteten die Leipziger ihre knappe Führung. Und so kam es wie es kommen musste: Vier Minute vor Schlusspfiff setzte sich Löwen-Stürmer Okotie gegen Teigl durch und legte den Ball durch Coltortis Hosenträger zum Ausgleich ins Tor.
Fazit: Das war also das aufregende Fußballjahr 2014, das mit einem 0:1 gegen Wacker Burghausen startete und mit einem 1:1 gegen 1860 München abgeschlossen wurde. Schade, dass die Mannschaft die Führung heute nicht über die Zeit schaukeln konnte und es damit verpasst hat, sich ganz vorne im Aufstiegsrennen festzubeißen. Somit gehen die Roten Bullen auf einem leistungsgerechten 7. Platz in die Winterpause. Jetzt heißt es für alle Beteiligten zu regenerieren und die Akkus wieder aufzuladen. Am 6. Januar bittet Trainer Zorniger zur ersten Übungseinheit im neuen Jahr.
Statistik zum Spiel:
RB Leipzig: Coltorti – Heidinger, Sebastian (20. Hoheneder), Compper, Teigl – Khedira, Demme (80. Hierländer), Kimmich - Kaiser - Frahn (75. Morys), Poulsen
1860 München: Ortega, Angha, Kagelmacher, Valori, Wittek - Sanchez, Weigl (71. Mulic) - Adlung, Wolf (37. Vollmann), Claasen (82. Tomasov) -Okotie
Tore: 1:0 Poulsen (29.), 1:1 Okotie (86.)
Gelbe Karten: Heidinger, Compper / Sanchez, Okotie
Schiedsrichter: Siebert (Berlin)
Zuschauer: 27.370
F-Lion