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3:2-Heimsieg gegen Union Berlin! Erster Sieg des Jahres perfekt!

3:2-Heimsieg gegen Union Berlin! Erster Sieg des Jahres perfekt!

Das Ostduell gegen Union Berlin endet nach furioser erster Halbzeit 3:2 für RB Leipzig! Damit beendet unsere Mannschaft die 5 Spiele andauernde Sieglosserie und holt den ersten Dreier des Jahres und unter Neucoach Achim Beierlorzer.

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Der Bock ist umgestoßen! Die Roten Bullen gewannen nach 5 sieglosen Partien ihr Heimspiel gegen Union Berlin. Die knapp 25.000 Zuschauer, darunter 5.000 mitgereiste Unioner, sahen drei Punkte, drei Tore und drei Premieren für RB Leipzig: Den ersten Sieg des Jahres, den ersten Sieg unter Beierlorzer und das erste Saisontor von Joshua Kimmich.

Unser Trainer Achim Beierlorzer stellte die Mannschaft auf 3 Positionen um. Für den gesperrten Poulsen spielte Rebic im nun gewohnten Dreiersturm mit Forsberg und Damari. Im Mittelfeld durfte Diego Demme wieder von Beginn an ran. Daneben spielten Kaiser und Kimmich. Die Abwehrreihe musste nach krankheitsbedingtem Ausfall von Marvin Compper umgestellt werden. Für Ihn spielte Lukas Klostermann. Sebastian, Jung und Teigl komplettierten den Abwehrverbund vor Coltorti. Poulsens Ausfall bescherte Daniel Frahn einen Platz auf der Bank und später einen Kurzeinsatz.

Das Spiel nahm sofort Fahrt auf. Gleich der erste Angriff unserer Mannschaft führte zum Elfmeterpfiff vom guten Schiedsrichter Gagelmann. Omer Damari war im Strafraum angespielt worden, und wurde von Parensen gefoult. Den erst zweiten Elfmeter der Saison verwandelte Kapitän Dominik Kaiser sicher zum umjubelten 1:0. Kaum hatten die Fans nach dem Jubel Luft geholt, war es schon wieder soweit. Erneut wurde Omer Damari im Strafraum gut angespielt. Diesmal zog er an die Grundlinie links des Unioner Gehäuses und passte klug zurück an die 5-Meter Linie, von wo Joshua Kimmich abzog und der Ball vom rechten Innenpfosten den Weg ins Unioner Gehäuse fand. Es war das erste Saisontor unseres Jungstars.

Diesmal war der Jubel noch nicht verhallt, als es für die RB-Fans Anlass zum Ärgern gab. Im direkten Gegenzug tauchte Steven Skrzybski am linken Strafraumrand auf und konnte von mehreren Verteidigern nicht am Schuss gehindert werden, der dann links unten im Gehäuse einschlug. Die Situation hatte frappierende Ähnlichkeit mit jener direkt vor dem Braunschweiger 1:0 vom Montag. Auch hier sah Georg Teigl nicht gut aus.

Doch unser Team ließ sich nicht beirren und so tauchte Emil Forsberg kurz darauf frei vor Unions Schlussmann Haas auf, der jedoch parieren konnte. Keine 2 Minuten später war es dann doch soweit und Georg Teigl erzielte das 3:1. Wieder glänzte der als Dreh- und Angelpunkt im Sturmzentrum überzeugende Neuzugang Omer Damari, als er schön Forsberg auf rechts einsetzte, der wiederum auf den heranstürmenden Teigl ablegte. Unser österreichische Flügelflitzer hatte nun viel Raum und keine Mühe an Haas vorbei zu vollenden.

Gerade 15 Minuten waren gespielt und es schien eine Klatsche für Union in der Luft zu liegen, zumal Stürmer Sören Brandy verletzt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam der quirlige Quiring. Doch nicht nur dei Berliner Abwehr hatte nicht den besten Tag. Wie nach dem 2:0 gab es auch jetzt im direkten Gegenzug wieder große Gefahr. Konnte Polter zunächst gerade noch gestoppt werden, gab es gleich darauf einen Fernschuss, den Coltorti nur gerade so parieren konnte.

Etwas beruhigte sich das furiose Spiel nun. Speziell die Berliner Abwehr stand besser, und konnte immer wieder sehr gefällige Gegenzüge über die ballsicheren, schnellen und robusten Berliner Angreifer einleiten. Eine Schlafeinlage der RB-Abwehr konnten die Berliner dann auch nutzen, als Quiring einen Langen Ball auf den völlig freien Sebastian Polter spielte, der keine Mühe hatte wuchtig links unten einzunetzen. Es scheint, als wäre RB Leipzig nun endgültig der Lieblingsgegner von Polter, für den es schon der vierte Treffer gegen uns war.

Bis zur 45. Minute, als Forsberg erneut Haas prüfte, passierte in den Strafräumen nicht mehr viel und so ging es mit dem 3:2 in die Pause zum Durchschnaufen.

Beide Teams schienen nach dem Seitenwechsel wieder an den Beginn von Halbzeit eins anknüpfen zu wollen. Zunächst konnte die RB-Abwehr gefühlt minutenlang den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen, aber man überstand die Situation unbeschadet. Im Gegenzug war wieder das Heimteam an der Reihe und Forsberg fand erneut seinen Meister in Haas.

In der Folgezeit beherrschte RB Leipzig den Großteil des Spiels. Vor allem die Abwehr hatte sich besser auf die Unioner eingestellt, die dann auch bis zum Spielende ohne weitere Großchance bleiben sollten. Dennoch gab es auch wieder Phasen, wie z.B. um die 70. Minute, in der sich die roten Bullen sehr hinten reindrängen ließen und nicht zu geordnetem Spiel fanden.

Chancen auf ein beruhigendes 4. Tor gab es, doch wie so oft musste bis zum Schluss gezittert werden. Schöne Aktionen wie die Schüsse von Damari (59.) und Reyna (80.) konnte der Unioner Schlussmann parieren. Die Kontergelegenheiten wurden wieder nicht konsequent genutzt. Exemplarisch eine Szene in der 65. Minute als Ante Rebic mit schöner Einzelaktion in der Defensive das Spiel öffnet, dann über Forsberg und Damari der Ball an den linken Strafraumrand getragen wird, aber da niemand in der Mitte mitgelaufen war, verpuffte der schöne Spielzug. So blieb es beim 3:2-Sieg, den Mannschaft und Fans ausgiebig feierten.

Fazit:
Ein verdienter Sieg für unsere Rasenballsportler. Das Offensivspiel sah deutlich verbessert aus. Viele der kurzen Anspiele, die zuletzt noch beim Gegner landeten, kamen heute an. Die Neuzugänge Damari und Forsberg wussten besonders zu gefallen. Yussuf Poulsen vermisste man nicht. In Halbzeit zwei lebte der Angriff aber zu sehr von Einzelaktionen und das Konterspiel offenbarte noch Luft nach oben. Defensiv war man in Halbzeit eins viel zu offen, aber das besserte sich sehr im zweiten Spielabschnitt. Insgesamt ist eine deutlich positive Entwicklung zu sehen. Das Erfolgserlebnis sollte der Mannschaft Auftrieb geben, die weiter nötigen Verbesserungen anzugehen.
Fans und Mannschaft gehen nun mit positiver Stimmung in den Pokalknaller gegen Wolfsburg. Bei noch ca. 1.000 zu verkaufenden Tickets könnten nach den heute knapp 25.000 Zuschauern das Stadion komplett ausverkauft sein. Lasst uns nochmal so einen magischen Abend wie damals gegen Wolfsburg erleben! Auf geht's Leipzig!

Tore:
1:0 Kaiser (3.,Foulelfmeter), 2:0 Kimmich (8.), 2:1 Skrzybski (9.), 3:1 Teigl (14.), 3:2 Polter (29.)

Zuschauer: 24.780

RB Leipzig:
Coltorti - Teigl, Klostermann, Sebastian, Jung - Demme, Kaiser, Kimmich - Forsberg (84. Hierländer), Rebic (81. Frahn), Damari (75. Reyna)

Union Berlin:

Haas - Trimmel, Leistner, Puncec, Schönheim - Jopek, Parensen (62. Zejnullahu), Kreilach, Skrzybski (78. Kobylanski)- Polter, Brandy (14. Quiring)

Gelbe Karten:
Kostermann(1), Rebic (2) / Leistner, Parensen, Skrzybski

Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)