Chance astrein verspielt – Leipzigs Hoffnungen versinken in der Elbe!
Getrennt im Getränk – vereint im Fußball: Relativ freundlicher Empfang für die Leipziger am Millerntor. Keine Schmähgesänge, paar kleine Scherze und ein gemeinsames Getränk im Vorfeld. Fußball kann so einfach sein…

Intensive Partie: St. Pauli nahm den Abstiegskampf an. Lief und grätschte als gäbe es kein Morgen. Zur Halbzeit gab es daher läuferisch keinen Unterschied zum laufstärksten Team der Liga. RB Leipzig tat sich schwer ins Spiel zu kommen und leistete sich gegen die kompakten Hamburger zu viele Fehlpässe. Sehenswerte Abschlüsse blieben aber beiderseitig Mangelware. Forsberg und Demme noch mit den besten Chancen auf Leipziger Seite.
Genickschlag vor der Pause: Als die Beierlorzerelf das Spiel etwas besser im Griff hatte, setzte es eine Minute vor dem Halbzeitastra einen echten Reeperbahntiefschlag. Thy enteilt Sebastian und Jung, keiner hat die Rakete wirklich auf dem Schirm und mit einem sauberen Schuss geht der Bullenpopo arschkalt auf Grundeis – 1:0 St. Pauli – darauf ein Frustastra!
Beierlorzer setzt wieder auf Damari: Demme durfte in der Kabine bleiben, für ihn kam Damari und mit ihm die Umstellung zum offensiveren 433, in der Hoffnung, dass die Hamburger ihr intensives Tempo nicht über 90 Minuten gehen könnten.
Offensive Einfallslos: Zu viele Flanken, zu viele ungefährliche Weitschüsse, echte Gefahr für Himmelmanns Kasten? Fehlanzeige! Trotz Damari und später Frahn konnten die Roten Bullen keine gefährlichen Abschlüsse produzieren und blieben so letztlich verdient punktlos. Der beste Torschuss der zweiten Hälfte erfolgte erst in der 93.! Spielminute.
Reyna wird zum Buhmann: Weil Reyna Kiezgröße Kalla bei einem Angriff ins Tor schubste, wurde er danach konsequent ausgepfiffen, es sollte bezeichnenderweise die größte Gegenwehr gegen die Niederlage an der Reeperbahn bleiben.
Zu viel Druck? Das Team machte insgesamt einen angespannten Eindruck, agierte nach vorn zu überhastet und gerade im Offensivdrittel zu unstrukturiert. Beide Teams mussten gewinnen, St. Pauli spielte von Beginn an sehr stark, brach in der zweiten Halbzeit ein, konnte aber zumindest noch die Leipziger Torabschlüsse unterbinden und war einem 2:0 via Konter letztlich sogar näher als Leipzig dem Ausgleich.
Wie geht’s weiter?
Der Aufstieg ist durch, Leipzig verabschiedet sich damit aus dem Rennen um die
ersten drei Plätze. Trotz Sieg von Aue gegen den KSC (3:1, inklusive Tor von
Fandrich!), die Planungen für eine weitere Zweitligasaison können wohl beginnen. Der Rückstand auf Darmstadt und Kaiserslautern wahrscheinlich zu groß. Um die Meisterschaft wird allenfalls in den Nachwuchsteams gekämpft. Die U17 ist bereits für die Endrunde qualifiziert, U23 trotz Schwächephase auf einem guten Weg zum Aufstieg und der U19 fehlt nur noch ein Sieg zur ersten Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft.
FC St. Pauli: Himmelmann – Schachten (73. Sobota), Sobiech, Gonther, Halstenberg – Alushi, Daube – Buballa, Buchtmann (68. Koch), Kalla (82. Ziereis) – Thy
RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Sebastian (C), Compper, Jung – Demme (46. Damari) – Teigl (66. Kalmár), Kimmich, Forsberg (76. Frahn), Poulsen – Reyna
Tore: 1:0 Thy (45.),
Gelbe Karten: Gonther, Daube, Buballa / Sebastian (5), Reyna (3)
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)
Zuschauer: 23.584 (ca. 2000 Leipziger)
Rumpelstilzchen