Sturm blieb aus – sowohl auf als auch neben dem Platz
Von kleineren Startschwierigkeiten ...
Die Leipziger, die sich in ihrer Startaufstellung fast wie erwartet präsentierten, taten sich gerade zum Anfang schwer in die neue 2. Bundesligasaison zu starten. Die Gastgeber vom Main hielten insgesamt sehr gut dagegen, ließen gerade im eigenem Strafraum wenig zu und zeigten vor allem über schnelle Konter Torgefahr. Dass man auf Seiten Leipzigs nicht schon frühzeitig einen Rückstand hinterherlaufen musste, verdankten die Rasenballer vor allem dem wieder glänzend aufgelegten Coltorti und der soliden Leistung der beiden neuen Innenverteidiger. Die Angriffsabteilung dagegen zeigte sich in der ersten Halbzeit weitestgehend ausbaufähig, sodass man sich torlos in die Halbzeit verabschieden musste.
... und großen Patzern.
Direkt nach dem Seitenwechsel war es dann Sabitzer, der von einem riesigen Patzer der FSV-Abwehr profitierte und den ersehnten Führungstreffer erzielen konnte. Ein zu dem Zeitpunkt durchaus gerechtfertigter Spielstand, hatte doch Leipzig unterm Strich etwas mehr Torchancen durch ihre individuelle Qualität erarbeitet. Auch im Anschluss blieben die Männer von der Pleiße etwas spielbestimmender. Der FSV bemühte sich – nun im Rückstand – um mehr Spielanteile, wirkte aber alles in allem im Mittelfeld nicht griffig genug, um außerhalb von Kontern Torchancen zu erarbeiten.
Zum Ende des Spiels konnten beide Mannschaften nochmals die Intensität steigern. Vor allem der eingewechselte Bruno auf Seiten der Leipziger zeigte ein ums andere Mal, dass er am Ball viel Technik und Gefühl mitbringt und so die eine oder andere Chance erspielen kann. Auf der Gegenseite ließen sich die Gastgeber aus Frankfurt von Leipzigs Extrainer Tomas Oral nach vorne peitschen, um vielleicht doch noch den erlösenden Ausgleich zu erzielen. Schlußendlich ließ die Rangnick-Elf aber nichts mehr anbrennen, sodass der erste Dreier doch noch mit nach Hause genommen werden konnte.
Fazit
Fast schon traditionsgemäß starten die Leipziger etwas holprig in die neue Saison. Gegen engagierte Frankfurter mussten die Messestädter sich deutlich strecken, um am Ende als Sieger vom Platz gehen zu dürfen. Die Neuverpflichtungen auf Seiten der Leipziger (fünf in der Startelf, weitere zwei eingewechselt) zeigten dabei durchaus, dass sie jetzt schon auf ihren Positionen zu den Topspielern der Liga zählen dürften. Das Potential, welches sich bei einer fortschreitenden Saison mit gesteigerter Routine abzeichnet, darf jeden RBL-Fan auf jeden Fall freudig stimmen. Was aber nach dem ersten Spieltag vorerst bleibt, ist ein etwas glücklicher, dennoch verdienter Sieg.
Statistik
FSV Frankfurt: Weis – Huber, Ballas (10. Gugganig), Oumari, Bittroff – Golley, Konrad (C), Perdedaj, Halimi (63. Rolim) – Dedic, Engels (74. Kappllani)
RB Leipzig: Coltorti – Hierländer (75. Klostermann), Orban, Nukan, Jung – Kaiser (C), Ilsanker – Forsberg (90. Quaschner), Sabitzer – Selke, Poulsen (65. Bruno)
Tore: 0:1 Sabitzer (55.)
Gelbe Karten: Halimi, Dedic / Ilsanker (1), Kaiser (1)
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)
Zuschauer: 7.021 (ca. 800 Leipziger)
Thixo
Niemand ist gezwungen Kommentare abzugeben aber auch niemand sie zu lesen. Und es tut mir leid aber wenn man nur positives zu den Testspielen schreiben darf, dann würden hier gar keine Kommentare stehen und der Thread wäre "tot", weil da aktuell einfach nichts positives zu sehen ist. Edit: 2 Torschüsse in 120min sprechen schon eine deutliche Sprache.