RB Leipzig empfängt St. Pauli
Das erste Aufeinandertreffen beider Vereine resultiert aus dem Jahre 2011 in der Regionalliga. Unter Peter Pacult kamen wir gegen die zweite Mannschaft des FSCP vor 4.576 Zuschauern nicht über ein 1:1 hinaus, das hitzige Rückspiel gewannen wir 2:1 im Stadion Hoheluft. Damals standen auf unserer Seite übrigens noch Spieler wie Wisio, Borel und Wallner auf dem Platz.
In der verganenen Saison trafen wir erstmals auf die Profimannschaft der Hanseaten. Das Hinspiel konnte die Zorniger-Elf zwar souverän mit 4:1 gewinnen (2x Boyd, Poulsen, Sebastian), dafür setzte es auf St. Pauli eine enttäuschende und verdiente 0:1 Niederlage. Damit war die Aufholjagd für die Roten Bullen frühzeitig beendet und die Aufstiegsträume konnten endgültig begraben werden. Eine feierliche Beerdigung folgte im darauffolgenden Spiel gegen den SV Sandhausen.
Die Ausgangslage
Beide Teams sind mit je einem Unentschieden und zwei Siegen in die Saison gestartet. Deshalb könnte man geneigt sein, von einem Spitzenspiel (Zweiter gegen Dritter) zu sprechen, allerdings ist die Aussagekraft der Tabelle nach drei Spieltagen eher gering. Vielmehr treffen zwei Mannschaften aufeinander, die gut in die neue Spielzeit gestartet sind und den soliden Auftakt mit weiteren Punkten bestätigen wollen.
Am ersten Spieltag spielte St. Pauli zu Hause 0:0 gegen Aufsteiger Bielefeld, kam auswärts beim bisher enttäuschenden Karlsruher SC zu einem 2:1 Auswärtserfolg und gewann das anschließende Heimspiel 3:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth. Die Leipziger Bullen holten eher vier glückliche Punkte in Frankfurt und gegen Fürth, überzeugten dafür aber beim letzten Auswärtsspiel in Braunschweig.
Die Gäste aus Hamburg
Trainer Ewald Lienen hat einen erheblichen Anteil daran, dass St. Pauli in der letzten Saison nicht abgestieg. Er hat der Mannschaft defensive Stabilität verliehen und die alte Leidenschaft des Kultclubs wieder zum Leben erweckt. Mit körperbetontem Defensivverhalten und überfallartigen Konterfußball haben die Norddeutschen einen überzeugenden Saisonstart hingelegt und sogar spielstarke Gegner wie Mönchengladbach im DFB-Pokal vor erhebliche Probleme gestellt. Eine Spielweise, die gegen unsere Konteranfälligkeit aufgrund der hohen Verteidigungslinie durchaus zum Erfolg führen könnte. Eine ähnlich schwache Leistung wie beim 1:4 letzte Saison ist am Sonntag wohl (leider) nicht zu erwarten.
Auf der Verletztenliste stehen mit Kalla und Gonther zwei wichtige Verteidiger (letzterer ist sogar Kapitän), deren Ausfälle allerdings schon im letzten Spiel gut kompensiert werden konnten. Ryo Miyaichi, immerhin Neuzugang von Arsenal London, fällt wegen eines Kreuzbandrisses noch monatelang aus. Rzatkowski, Sobiech, Halstenberg und Sobota werden wohl bis Sonntag fit, plagten sich unter der Woche mit muskulären Problemen rum.
Unsere Leipziger Jungs
Marcel Sabitzer laborierte unter der Woche an einem Magen-Darm-Infekt und soll heute wieder ins Training einsteigen (alternativ stünden Poulsen oder Kalmár bereit). Ansonsten stehen unserem Trainer Ralf Rangnick alle Akteure bis auf die Verletzten Boyd, Compper, Nukan, Gipson und Hierländer sowie den abermalig rotgesperrten Gulasci zur Verfügung. Gegenüber dem Auswärtssieg in Braunschweig ist neben Sabitzer noch die rechte Außenverteidigerposition vakant – hier streiten sich Teigl und Klostermann um den Platz in der Startaufstellung. Auf der Pressekonferenz lobte Rangnick zudem Zsolt Kalmár, der sich in den letzten Wochen von einem "talentierten Kicker zu einem richtigen Profi entwickelt" habe. Gegen St. Pauli wird es laut unserem Trainer darauf ankommen, die schnellen Tempogegenstöße des Gegners zu verhindern und sich der Manndeckung zu entziehen.
St. Pauli verweigert weiterhin Vereins-Logo
Für einigen medialen Wirbel sorgte am Donnerstag die Meldung, dass der FC St. Pauli auf seiner Homepage unser Vereinslogo entfernt und dies mit dem Schriftzug "Leipzig" ersetzt hatte (war letzte Saison aber auch nicht anders). Der Vereinssprecher der Norddeutschen erklärte, dass man sich das Recht vorbehalte, in den eigenen Publikationen auch die eigene Sicht der Dinge kundzutun – egal ob Lob oder Kritik. Benjamin Ippoliti, seit dieser Saison neuer Pressesprecher, reagiert süffisant auf die Verweigerung: „Wir haben St. Pauli bereits am Dienstag gefragt, ob wir ihnen
unser Logo als Datei noch einmal senden sollen, da wir es einfach für
einen technischen Fehler hielten. Wir haben darauf bis gestern 18 Uhr
keine Antwort erhalten. Dann hieß es, der Geschäftsführer sei in diesen
Fall nicht involviert. Allerdings fragte uns der Verein schon vorher, ob
wir ihnen doch bitte einige weitere Freikarten zur Verfügung stellen
könnten. Dieser Bitte kommen wir selbstverständlich nach.“ Danach ging es medial noch einmal hin- und her.
FaRBe bekennen
Unter dem Motto "FaRBe bekennen" rufen wir und alle Fanclubs dazu auf, am Sonntag mit rot-weißen Outfit ins Stadion zu kommen. Wer noch über kein Trikot verfügt, der findet sicherlich den einen
oder anderen rot-weißen Fetzen in seinem Schrank, den er schon länger
mal wieder anziehen wollte. Ziel der Aktion soll sein, eine rot-weiße Wand aufzubauen, um dem sicher rappelvollen Gästeblock einen drauf zu setzen.
40.000 Zuschauer erwartet – oder doch ausverkauft?
Bereits in der letzten Saison
gehörte das Heimspiel gegen den Kiezclub mit 38.660 Zuschauern zu einem der besucherreichsten Spielen in der Red Bull Arena. Für den kommenden
Sonntag wurden bereits im Vorfeld über 36.000 Karten abgesetzt (Stand Freitagvormittag ), so dass sogar die magische Grenze von 40.000 überschritten
werden könnte. Aufgrund des größeren VIP-Bereiches fasst die Red Bull Arena aktuell nur noch 42.959 Zuschauer, durch die Pufferblöcke am Sonntag verringert sich die Kapazität nochmals auf 41.795.
Die Wetterfrösche prognostizieren jedenfalls sommerliche
27 Grad und eine Regenwahrscheinlichkeit, die gegen Null tendiert. Da
sich die Schulferien ebenfalls dem Ende entgegen neigen, ist alles für
ein zuschauerreiches und stimmungsvolles Duell angerichtet! Bitte plant für die Anreise, am Einlass und auch beim Catering wegen der hohen Zuschauerzahl etwas mehr Zeit ein und kommt bitte etwas eher als sonst!
Rojiblanco
dann kommt man trockenen Fußes rüber bzw baut RB dann sicher eine Schnellfahrstraße für die Spieler zur direkten Anbindung der Parkplätze unter dem Stadion