Header Image
RBL empfängt die Eisernen – Gelingt die Wiedergutmachung zu Hause?

RBL empfängt die Eisernen – Gelingt die Wiedergutmachung zu Hause?

Nach der unglücklichen Niederlage gegen den FC St. Pauli am letzten Spieltag empfangen unsere Roten Bullen am kommenden Freitag (18:30 Uhr) Union Berlin. Finden unsere Rasenballer wieder das Glück vor dem Tor oder lässt man erneut Federn?

Hier würde ein Spenden-Widget von GoFundMe geladen werden. Das lädt Inhalte eines externen Anbieters inklusive dessen Cookies.

Wie antwortet Leipzig? – Union mit Dreierkette zum Erfolg

Als am letzten Sonntag um etwa 20.21 Uhr der Schlusspfiff am Millerntor ertönte, schaute man in ratlose Gesichter. Die Roten Bullen kassierten ihre erste Niederlage seit sechs Spielen, zudem war es erst das dritte verlorene Spiel der Saison und die erste Pleite in der Fremde überhaupt. Dabei verzeichneten die Messestädter 29 Torschüsse, doch entweder fehlte das Glück oder der überragende Robin Himmelmann stand im Weg. Aus tabellarischer Sicht hätte die Niederlage zwar kaum glücklichere Auswirkungen haben können, da die Verfolger aus Freiburg und Nürnberg ebenso Punkte ließen, aber es bleibt die Frage, wie unsere Rasenballer auf diesen Rückschlag reagieren. Bisher fand man nach Niederlagen in dieser Saison schnell zurück auf die Erfolgsspur. Nach dem 0:2 gegen Kaiserslautern am 14. Spieltag gewann man beispielsweise sechs Spiele in Folge. Nach der Hinrunden-Niederlage gegen St. Pauli gelang allerdings in Berlin nur ein spätes 1:1-Unentschieden durch ein Eigentor von Parensen in der 83. Minute. Man darf gespannt sein welche Antwort nun folgt, besonders, da an diesem Freitag wiedererstarkte Berliner zu Gast in der Red Bull Arena sein werden. Verloren die Eisernen in den ersten 12 Spielen der Saison noch satte 5 Spiele bei nur 2 Siegen, so gab man seit der Umstellung auf eine Dreierkette von Trainer Sascha Lewandowski, der auch bei RB Leipzig im Gespräch war, nur noch einmal die kompletten 3 Punkte ab. Bei 9 Spielen im 3-5-2 stehen 4 Siege und 4 Unentschieden für die Hauptstädter zu Buche. Die Mannschaft und Trainer Ralf Rangnick sollten also gewarnt sein.

Rangnick zuversichtlich – Verletzungssorgen in Berlin

Trotz der Niederlage am vergangenen Spieltag dürften unsere Roten Bullen als klarer Favorit in die Partie am Freitag gehen. Zuletzt zeigten unsere Jungs gegen Braunschweig, dass man sich gut auf die erwähnte Dreierkette einstellen kann. Dies bestätigte auch Ralf Rangnick bei der Pressekonferenz vor dem Spiel: „Berlin spielt in der Grundausrichtung ähnlich wie Braunschweig beim letzten Heimspiel. Darauf sind wir vorbereitet.“. Offen bleibt die Frage, wie tief die Eisernen letztendlich wirklich stehen werden und wie oft die Dreierkette tatsächlich zu einer 5er- oder 6er-Kette mutiert. Das Spiel in Hamburg zeigte einmal mehr, dass es problematisch werden kann, wenn der Gegner sehr tief steht und gut kontert. Allerdings haben die Hauptstädter mit erheblichen Verletzungssorgen zu kämpfen. Sieben Spieler fallen am Freitag definitiv aus. Sascha Lewandowski muss seit Anfang Februar auf die Langzeitverletzten Korte, Skrzypski und Thiel verzichten. Auch Nikci (Aufbautraining), Quirinig (Krank) und Köhler (Adduktoren) sind nicht einsatzbereit. Das Innenverteidiger-Duo Toni Leistner und Fabian Schönheim, sowie Winter-Neuzugang Felix Kroos sind angeschlagen und somit fraglich. Viel Arbeit also für das Trainergespann der Eisernen, will man Ende der Woche eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen. Nichtsdestotrotz besitzt Union viel Qualität, besonders in der Offensive. „Mit B. Wood, S. Brandy und D. Kreilach ist Union Berlin im Angriff überdurchschnittlich gut besetzt.“, warnt Rangnick. Zusammen erzielte das Trio 19 der 36 Tore des Tabellenzwölften. Ein besonderes Augenmerk sollte auf Top-Torschütze Bobby Wood liegen. Der vor der Saison aus München gekommene quirlige US-Amerikaner ist mit neun Toren drittbester Torschütze der 2. Bundesliga. Er wird aller Voraussicht nach in einer Doppelspitze mit Zweitliga-Dauerbrenner Sören Brandy agieren.

Auch auf Leipziger Seite hat man mit ein paar Verletzungen zu kämpfen. Für den an der Schulter verletzten Stammkeeper Fabio Coltorti wird weiterhin Péter Gulácsi das Tor hüten. Der unter der Woche in Ungnade gefallene, aber auch immer noch angeschlagene Marcel Halstenberg könnte, wie in den letzten beiden Partien, vom zuletzt wieder stark aufspielenden Anthony Jung ersetzt werden. Ausfallen wird wohl auch Stefan Ilsanker, der nach einer Verletzung am Schultereckgelenk noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren konnte. Für ihn könnte Rani Khedira spielen, aber auch eine Lösung mit nur einem Sechser ist möglich. Terrence Boyd befindet sich nach seiner Knie-OP im Aufbautraining und fällt ebenso aus. Wir gratulieren Terrence nachträglich zum 25. Geburtstag und wünschen ihm weiterhin alles Gute!

Mögliche Aufstellung: Gulácsi – Klostermann, Orban, Compper (Nukan), Halstenberg (Jung) – Khedira (Ilsanker), Demme – Kaiser, Sabitzer, Forsberg – Poulsen

Bruno und Selke konnten nach ihrer Einwechslung in Hamburg nicht genug Druck auf die erste Elf erzeugen, laut Rangnick kann sich im Training aber noch jeder zeigen und alles ist möglich. Aufpassen müssen am Freitag auch Poulsen und Demme, die jeweils bei 4 gelben Karten stehen und für das Spiel in Paderborn somit gesperrt werden könnten. Dasselbe gilt für Stefan Ilsanker (9 gelbe Karten), sollte dieser doch spielen.

Bereits 28.000 Tickets verkauft – Union boykottiert erneut

Für das Spiel am Freitag wurden bereits 28.000 Tickets verkauft, die Sektoren B und D sowie der Gästebereich bereits ausverkauft, so dass über 30 000 Zuschauer erwartet werden. Beste Voraussetzungen also um im Ostduell am Freitag Fußball zu zelebrieren und 3 Punkte in der Messestadt zu belassen. Von einem Ostderby wollen die mitgereisten Fans von unserem nicht nur geographisch nächsten Gegner allerdings nichts hören. Schon beim letzten Besuch in der Alten Försterei wurde klar, was die Union-Anhänger von unserem Verein halten und auch diesmal ist mit einer verspäteten Ankunft der Gäste-Fans zu rechnen. Man wird das Stadion wohl mit einer 15-minütigen Verzögerung betreten. Beim letzten Besuch der Eisernen in Leipzig waren es sogar noch 45 Minuten. Ein Grund mehr für unsere Mannschaft wieder von Beginn an Druck zu machen, um zu zeigen, wer der Herr im Haus ist.

Wer es am Freitag nicht ins Stadion schafft, für den ist unser Fanticker wieder LIVE dabei und berichtet über alle Ereignisse auf und neben dem Feld. Alternativ bieten sich auch der Bullenfunk oder SKY an. Das RB-Fans.de-Team wünscht unserer Mannschaft um Trainer Ralf Rangnick wie immer alles Gute und viel Erfolg!

FM7