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RB Leipzig bügelt den VfL Bochum mit 3:1

RB Leipzig bügelt den VfL Bochum mit 3:1

Bestes Frühlingswetter, eine in der 2. Halbzeit entfesselt aufspielende Mannschaft und über 32.000 Zuschauer, die unsere Red Bull Arena in ein Tollhaus verwandelten. Einzig die Verletzung von Rani Khedira blieb ein Wermutstropfen.

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Wenn man sich einen perfekten Fußballtag malen würde, dann würde der gestrige Tag ziemlich nah rankommen. In einem spannenden Aufstiegsrennen bekamen wir gestern gegen den seit immerhin 11 Spielen ungeschlagenen VfL Bochum die Chance vorzulegen und zumindest Platz 3 endgültig zu sichern. In einer mehr als beeindruckenden Art und Weise schickten wir die Jungs von der Castroper Straße in den Pott zurück.

Rückkehr zur Erfolgself – Khedira für Ilsanker
Nachdem in den letzten Spielen immer wieder durch Verletzungen und Sperren auf wichtige Leistungsträger verzichtet werden musste bzw. durch Grippe nicht alle Spieler im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, konnte Ralf Rangnick wieder mit seiner stärksten Elf auflaufen. Einzig die Frage auf der Sechserposition war offen. Ralf Rangnick entschied sich dabei für den in der letzten Woche komplett mittrainierenden Rani Khedira und gegen Stefan Ilsanker, der am Dienstag mit Österreich noch über 90 Minuten gegen die Türkei auf dem Platz stand.

Adduktorenverletzung Khedira und Rangnick wechselt offensiv
Durch die frühe Adduktorenverletzung von Rani Khedira, der sich unglücklich im Zweikampf mit Toptorjäger Simon Terrodde verletzte, war wohl für jeden im Stadion klar, dass nun Stefan Ilsanker positionsgetreu ins Spiel kommen würde. Für ihn wohl auch, da er sich für einen Wechsel bereits vorbereitete. Ralf Rangnick überraschte hingegen und brachte mit Massimo Bruno einen weiteren offensiven Mittelfeldspieler, der den VfL Bochum mit schnellem Kombinationsspiel weiter unter Druck setzen sollte. Bruno, vielleicht die Enttäuschung der Saison mit bisher 0 Toren (in über 40 Torschüssen), sollte später mit zwei Treffern für die Entscheidung sorgen.

1. Halbzeit – die letzte Genauigkeit fehlt
Mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz, aber nur wenige zwingende Chancen. Aus der eigentlichen Überlegenheit in der ersten Halbzeit wurde viel zu wenig gemacht. Obwohl sich unser Team immer wieder gefällig in Richtung gegnerischem Strafraum kombinieren konnte, fehlte im letzten Spieldrittel immer wieder die nötige Genauigkeit und auch Gradlinigkeit. Es hätte dennoch mit einer Führung in die Halbzeitpause gehen können, wenn Schiedsrichter Brand den eigentlich regulären Treffer nicht abgepfiffen hätte. Yussuf Poulsen legte den Ball sauber auf Diego Demme ab, pfiff jedoch ein vermeintlich gefährliches Spiel von Yussuf Poulsen ab, weil sein Gegenspieler den Kopf knapp über der Grasnarbe hatte. Der RBL danach weiterhin spielbestimmend, aber Bochum mit der größten Chance als sich Simon Terrodde das einzige Mal gegen Willi Orban durchsetzen konnte und in den Lauf von Thomas Eisfeld spielte. Er scheiterte jedoch allein vor dem erneut starken Péter Gulácsi im 1 gegen 1.

2. Halbzeit – RB Leipzig überrennt den VfL Bochum
Der Pausentee muss dieses Mal besonders gut gewesen sein. Fehlte in der 1. Halbzeit noch das letzte Quäntchen, brachen nach dem abgefälschten Fernschuss von Dominik Kaiser in der 51. Minute alle Dämme. Ein Angriff nach dem anderen rollte von nun an auf das Bochumer Tor, die mit der Spielgeschwindigkeit unseres Teams nicht mehr mithalten konnten. In diesen Minuten brillierte vor allem ein Mann: Massimo Bruno! Beim 2:0 trieb Marvin Compper den Ball nach vorn, legte auf Emil Forsberg nach außen, der den Ball schnell auf den von hinten heranstürmenden Massimo Bruno ablegte, der diesen direkt mit dem rechten Außenrist ins kurze Eck schoss (53.). Das zweite Tor des jungen Belgiers war nach den vergebenen Chancen von Yussuf Poulsen und Emil Forsberg deutlich einfacher für ihn, da er nur noch den Kopf hinhalten musste und den Spielstand auf 3:0 erhöhte. Bis zum Abpfiff bekamen die Zuschauer Champagnerfußball zu sehen bei dem leider durch die fehlende Konsequenz die Tore fehlten. Ein Tor fiel nach einer Standardsituation kurz vor Schluss noch durch Anthony Losilla, welches allerdings nichts mehr außer Ergebsniskosmetik war.

Fazit: Wir haben gestern ein Fußballfest vor über 30.000 Zuschauern gesehen, welches zugleich ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz war. Red Bull-Firmenchef Dietrich Mateschitz, welcher gestern zum zweiten Mal in unserem Stadion war, fungierte damit erneut als Glücksbringer. Mit dem gestrigen Sieg stehen unsere Verfolger Nürnberg und Freiburg jetzt unter Zugzwang und Bochum sowie St. Pauli sind endgültig abgeschüttelt.  Das nächste Spiel steigt bei der Fortuna in Düsseldorf. Dort gilt es endlich wieder auswärts 3 Punkte mitzunehmen. Der Vorverkauf läuft noch bis Dienstag!

Statistik zum Spiel:
RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg (85. Nukan) – Khedira (19. Bruno), Demme – Kaiser, Sabitzer, Forsberg – Poulsen (66. Selke)
VfL Bochum: Riemann – Celozzi, Fabian, Bastians (76. Cacutalua), Maria – Losilla, Eisfeld – Bulut, Haberer (66. Novikovas), Terrazzino – Terodde
Tore: 1:0 Kaiser (51.), 2:0 Bruno (54.), 3:0 Bruno (64.), 3:1 Losilla (88.)
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)
Schüsse: 22 / 5
Ballbesitz: 56% / 44%
Zweikämpfe: 53,8% (126) / 46,2% (108)
Angekommene Pässe: 76,8% (345) / 64,1% (209)
Fehlpässe: 23,2% (104) / 35,9% (117)
Laufweite: 120,6 km / 117,6 km
Sprints: 232 / 220
Ecken: 4 / 7
Abseits: 2 / 6
Fouls: 15 / 21
Gelbe Karten: Orban (9) / Fabian (8), Bastians (3)
Zuschauer: 32.244 (ca. 300 aus Bochum)

Jupp