Header Image
Es geht weiter! – Zu Gast beim Wolfsrudel

Es geht weiter! – Zu Gast beim Wolfsrudel

Am kommenden Sonntag (17:30 Uhr) endet die zweiwöchige Länderspielpause auch für unsere Roten Bullen. In Wolfsburg wollen unsere Jungs weiter ungeschlagen bleiben und die Rekordserie verlängern. Es gibt weiterhin Tickets an der Tageskasse für den Gästeblock!

Hier würde ein Spenden-Widget von GoFundMe geladen werden. Das lädt Inhalte eines externen Anbieters inklusive dessen Cookies.

Endlich wieder Bundesliga – motiviert nach Niedersachsen

Nach zwei Wochen ist die Länderspielpause nun beendet, die auch zahlreiche Spieler unseres Teams auf Reisen geschickt hatte. Mehr oder weniger erfolgreich sind die Spieler zurückgekehrt, wichtiger aber noch: Alle sind gesund geblieben. Am Sonntag möchte die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl jetzt die Erfolgsserie der ersten sechs Spieltage fortsetzen und auch Punkte aus Wolfsburg entführen. Die nötige Motivation konnten vor allem Sabitzer, Poulsen und Selke sammeln, die sich in den vergangenen Tagen auf internationalem Parkett in die Torschützenliste eintragen konnten. Sprintkönig Sabitzer markierte den Treffer der Österreicher gegen Wales zum zwischenzeitlichen 1:1 (2:2 Endstand), Poulsen traf zum 2:3 Anschluss der Dänen gegen Polen und Davie Selke netzte sowohl gegen die U21-Mannschaft Russlands als auch gegen das Jugendnationalteam von Österreich. Insgesamt waren 12 Spieler mit ihren Nationalteams unterwegs und sammelten Erfahrung. Diese gilt es jetzt in die Bundesliga mitzunehmen.

Wolfsburg unter Zugzwang – 5 Spiele ohne Sieg

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking steht dabei am Sonntag wohl mehr unter Druck als unsere Rekordjungs aus der Messestadt. Seit dem Auftaktsieg gegen Augsburg konnten die Wölfe kein Spiel mehr gewinnen. Besonders bitter war dabei die 1:5 Heimniederlage gegen den BVB, bei der die Niedersachsen trotz einer zwischenzeitlich ansprechenden Leistung abgewatscht wurden. Nur einen Spieltag später gaben die Grün-Weißen gegen Werder Bremen eine 1:0 Führung in den letzten 5 Minuten der Partie noch aus der Hand und verloren 1:2. Dazu gesellen sich drei Unentschieden, die jeweils 0:0 endeten. Das zeigt, dass das Team aus der VW-Stadt durchaus verteidigen kann, jedoch auch sehr anfällig erscheint, wenn das Momentum auf Gegnerseite liegt. Nichtsdestotrotz sind vier zu-Null Spiele Bundesligaspitze, nur der Ligakrösus aus Bayern kann denselben Wert aufweisen. Rechnet man die 1:5 Niederlage gegen Dortmund weg, dann kassierten die Wölfe in 5 Spielen nur einen einzigen Gegentreffer. Vor allem mit dem IV-Duo Knoche und Bruma scheint es für den VfL zu funktionieren – alle Partien mit den beiden in der Startelf endeten zu null. Demgegenüber steht allerdings eine magere Offensivausbeute von 4 Toren, weswegen es bislang auch nur für den 13. Tabellenplatz reicht. Die Hecking-Elf besitzt die zweitschlechteste Chancenauswertung der Liga, nur Ingolstadt netzt noch ineffektiver.

Die von Klaus Allofs und Dieter Hecking neu zusammengestellte Offensive scheint noch nicht richtig rund zu laufen (viele Schüsse, wenig Treffer). Der neue Topstürmer Mario Gomez kann noch nicht an seine Leistungen im Besiktas-Trikot anknüpfen und blieb in bislang 5 Einsätzen torlos. Der zum Bleiben verdammte Spielmacher Julian Draxler schließt sich seinem Nationalmannschaftskollegen an und kann nach sieben Pflichspieleinsätzen noch keinen Scorerpunkt vorweisen. Hoffen wir mal dass Draxlers Knoten nach seinem Tor unter der Woche gegen Nordirland nicht geplatzt ist. Dazu sind die Niedersachsen auch von Verletzungspech geplagt. Daniel Didavi, der vor der Saison vom VfB Stuttgart in den Norden wechselte, musste sich erneut einer Knie-OP unterziehen und wird frühestens Ende Oktober zurückkehren. Weiterhin fällt Josuha Guilavogui noch auf unbestimmte Zeit aus, mit Luiz Gustavo kommt aber ein Topspieler im zentralen Mittelfeld nach Verletzung zurück. Ein zusätzliches Problem des VfL ist die Heimschwäche in dieser Spielzeit. Die Wölfe konnten noch kein Spiel vor heimischer Kulisse gewinnen, wobei natürlich auch erst drei Heimspiele absolviert wurden - eines davon gegen den BVB, der zwar schlagbar ist wie wir alle wissen, aber dennoch keine Laufkundschaft.

Mögliche Aufstellung: Casteels – Träsch, Knoche, Bruma, Rodriguez – Arnold, Luiz Gustavo (Gerhardt) – Blaszczykowski, Draxler, Caligiuri – Gomez

Qual der Wahl – Geht die Rotation weiter?

Auf Leipziger Seite kann man optimistisch in die Partie am Sonntag gehen. Wie bereits erwähnt, blieben unsere Nationalspieler glücklicherweise frei von Verletzungen und konnten sich in Einzelfällen auch einen kleinen Schub holen. Besonders gilt dies wahrscheinlich für Davie Selke, der eine wiedermal sehr überzeugende Leistung im Dress der deutschen U21-Nationalmannschaft zeigte und so auch auf mehr Einsatzzeiten im Verein drängt. Bis auf Lukas Klostermann und Ken Gipson stehen Ralph Hasenhüttl also alle Spieler zur freien Verfügung, womit unser Trainer sowohl Luxus als auch die Qual der Wahl genießt. Besonders in der Offensive zeigte sich unser Trainer zuletzt experimentier- und rotationsfreudig, weshalb schwer vorherzusehen ist wer sich am Sonntag um das Toreschießen kümmern wird. Sabitzer, Poulsen, Selke und Werner zeigten sich zuletzt in Bestform. Ein wenig Trubel gab es um Oliver Burke, der während seiner Länderspielreise nach der nicht-Berücksichtigung gegen die Slowakei etwas zu aufgeregt gezwitschert hat – sein Standing bei unserem Trainerstab sollte dadurch aber kaum beeinflusst werden (und Schottland verlor 0:3 – so, who’s right, Mr. Strachan?). Und selbst Terrence Boyd kehrte nach 4 Einsätzen in der Regionalliga ins Nationalteam der USA zurück und durfte sogar 2 Minuten mitspielen und sich mal wieder auf der großen Fußballbühne zeigen. Da wir mit dem VfL Wolfsburg mal wieder auf einen Gegner treffen, der darauf aus sein wird den Ball zu haben und das Spiel zu machen, kann man vermuten, dass unser Trainergespann eine schnelle, konterstarke Variante im Angriff bevorzugen wird. Werner, Poulsen und Sabitzer sollten also die Nase vorn haben.

In der Defensive setzt Hasenhüttl bislang eher auf eine eingespielte Kette und rotierte zuletzt wenig, wenn man mal außer Acht lässt, dass der richtige Rechtsverteidiger nach dem Klostermann-Ausfall erst gefunden werden musste. Dort scheint sich Bernardo nun behauptet zu haben, das IV-Duo Orban und Compper funktioniert gut – es gibt also keinen offensichtlichen Grund für einen Wechsel. Anmerken kann man aber, dass auch Papadopoulos wieder fit ist und vergangene Woche auch für Griechenland im Einsatz war. Beim 2:0 – Erfolg gegen Estland spielte der griechische Koloss sogar über die volle Distanz, allerdings im defensiven Mittelfeld.

Ein Fragezeichen bleibt hingegen auch das Mittelfeld, wo offen ist, welche Variante unser Trainer gegen die offensiv zumindest gut besetzten Wölfe aufbietet. Es ist wahrscheinlich, dass man eine defensivere Aufstellung als zuletzt gegen Augsburg sehen wird. Hasenhüttl dazu am Freitag: „Wir wollen vor allem in der Arbeit gegen den Ball eine Top-Leistung abliefern. Es wird unsere Aufgabe sein, die Wolfsburger kaum zu Torchancen kommen zu lassen. Dafür müssen wir defensiv diszipliniert und synchron arbeiten, um dem Gegner damit im eigenen Stadion das Leben schwer zu machen.“

Mögliche Aufstellung: Gulácsi – Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg – Ilsanker (Keita), Demme – Kaiser, Forsberg – Sabitzer, Poulsen

Bullen gegen Wölfe – Ein Duell mit Geschichte

Im Gegensatz zu vielen anderen Matches innerhalb unserer ersten Bundesligasaison kann das kommende Duell eine bereits turbulente Historie vorweisen. Denn: Unser RBL stand den Niedersachsen schon in zwei früheren Pflichtspielen gegenüber. In der Saison 2011/12 schlug man als Regionalligist den klaren Favoriten aus Wolfsburg in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals mit 3:2. Damals erlegte RBL-Legende Daniel Frahn die Wölfe mit einem Dreierpack und sorgte so für die Sensation. Die turbulente und spannende Partie war einer der frühen Meilensteine unserer jungen Vereinshistorie. Als Zweitligist hatte man leider weniger Glück gegen die Grün-Weißen. In der Saison 14/15 schied man im Achtelfinale desselben Wettbewerbs mit 0:2 gegen den Erstligisten aus und die VW-Städter kamen zu ihrer späten Revanche. Dazu gesellen sich auch noch vier Spiele gegen die zweite Mannschaft der Niedersachsen während der Regionalligazeit zwischen 2010 und 2012. Bei vier Aufeinandertreffen sprang leider nur ein Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen raus.

Nun freuen wir uns also auf die bereits siebte Partie gegen eine Wolfsburger Mannschaft. Für das Match am Sonntag werden mindestens 2.600 mitreisende Leipziger Fans erwartet, die die doch teilweise maue Kulisse in der Volkswagen Arena beleben werden. Verlieren können wir sowieso nicht wirklich, bedenkt man, dass die erste Bundesliganiederlage nur eine Frage der Zeit ist und die erfolgreichen ersten Spieltage alle Erwartungen übertroffen haben. Jedes weitere ungeschlagene Spiel ist zurzeit einfach ein Bonus. Wer es am Sonntag leider nicht nach Wolfsburg schafft, für den ist unser Fanticker wieder LIVE dabei und berichtet über alle Ereignisse auf und neben dem Feld. Alternativ bieten sich auch der Bullenfunk oder Sky an. Schiedsrichter der Partie ist Sascha Stegemann, unter dessen Leitung wir noch kein Spiel verloren haben. Das RB-Fans.de-Team wünscht unserer Mannschaft um Trainer Ralph Hasenhüttl wie immer alles Gute, maximalen Erfolg und den nächsten Sieg!

FM7