Upamecano wird Leipziger – Vertrag bis 2021!
Dayotchanculle Upamecano. Das klingt nicht nur toll, es könnte ein Versprechen für die Zukunft sein. Ein Transfer, der schon in die Kategorie "außergewöhnlich" fällt. Nicht nur, dass der FC Bayern München den damals 16-jährigen noch auf dem Flughafen vor dem Abflug nach Salzburg überreden wollte, an die Säbener Straße zu wechseln, mittlerweile schienen fast alle Topclubs interessiert an dem jungen Franzosen. Besonders heiß gehandelt: Der FC Barcelona, der für sein "B-Team" in der zweiten spanischen Liga einen Innenverteidiger suchte. Auch Mailand, Chelsea und beide Klubs aus Manchester sollen interessiert gewesen sein. Bei den Angeboten war es nicht selbstverständlich, dass der junge „Dayot“ nach Leipzig wechselt.
Wer ist Upamecano?
Unser Neuzugang wechselte für 2,2 Mio Euro von Valencienne U19 nach Salzburg. Besonders machte er während der U17 Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam an deren Ende der französische Turniersieg mit lediglich zwei Gegentoren stand. In Salzburg durchlief Dayot die üblichen Stationen. Erst sammelte er Systemerfahrung beim FC Liefering mit Talenten aus aller Welt. Später wurde er langsam in die "Kampfmannschaft" Salzburg integriert. Dort bekam Dayot immer mehr Spielzeit und verdrängte das kroatische Talent Caleta-Car von der Position des Innenverteidigers.
Was macht Upamecano aus?
Upamecano wurde vor der Saison eigentlich auf einer ganz anderen Position vermutet. Dem defensiven Mittelfeld. "Dank" des Wechsels von Bernardo wurde für Upamecano auch gleich ein Platz im Mittelfeld frei. Seine Stärken gegen den Ball, seine besondere Antizipationsfähigkeit sollte er auf der "Sechs" in das Spiel der Salzburger einbringen. Nun verschlug es ihn aber nach der Hälfte der Hinrunde in die Innenverteidigung. Parallelen zu Ilsanker? Durchaus. Beide spielen aktiv gegen den Ball, haben die seltene Fähigkeit mit einem Schritt gegen den Ball nicht nur diesen zu erobern, sondern dies obendrein oft in besonders aussichtsreichen Position zu tun. Eine Frage des Spielverständnis, Positionsgespürs und des Timings. Im Gegensatz zu "Ilse" zeichnet sich "Upa" auch durch das Spiel mit dem Ball aus. Ob Spielaufbau, Dribblings oder Pässe in die Tiefe, alles konnte der 18-jährige schon nachweisen. Allerdings ist der Franzose auch mal für einen Patzer gut. Gern genommen, das Spiel der Salzburger gegen Wolfsberg, in welchem Upa zwar das Tor durch Elfmeter einleitete, aber auch seinen Anteil am Gegentor hatte, als er zu (antizipativ) zum Ball geht, sich verschätzt und sein Gegenspieler unbedrängt das Tor machen konnte. Auch sonst passiert es immer mal wieder, dass er einen schnellen Vertikalpass in des Gegners Füße spielt. Eine Sache an die man sich hier in Leipzig aber schon längst gewöhnt haben dürfte.
Startelf oder Bank?
Es ist schwer zu sagen wie schnell sich Spieler an das Niveau der Bundesliga gewöhnen können. Bedenkt man, dass Upamecano noch U19 spielen könnte, dann ist es noch schwerer zu prognostizieren. Dennoch bringt der Franzose eine riesige Portion Selbstvertrauen mit. Dazu weiß er was er will: Einsätze. Was auch der Grund gewesen sein soll, warum er dem FC Bayern absagte. Die Perspektive wird ihm Ralf Rangnick gezeigt haben. Schwer vorstellbar also, dass Dayot lange auf der Bank Platz nimmt. Spätestens zum Sommer wird er seinen Anspruch auf einen Stammplatz stellen. Auch in der Rückrunde dürfte er eine ernstzunehmende Alternative für Compper und Ilsanker auf der Position neben Orban sein.
Millionentransfer?
Gut 10-12 Mio Euro soll Upamecano unsere Rasenballer kosten, der nächste Salzburger Schlüsselspieler, der für eine zweistellige Millionensumme den Gang nach Leipzig antritt. Bei RBL erhält Upa die Rückennummer 17 und hat sich vertraglich bis 2021 gebunden.
Wir heißen Dayot herzlich Willkommen in der schönsten Stadt der Welt!
crank
Das dachte ich mir letztens auch, als ich den Preis vom neuen Trikot gesehen habe - 150 € und dann noch für ein paar Euro den Namen von so einer Eintagsfliege drauf. Im Leben nicht.