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Premiere gegen VfB Stuttgart – kann RBL den Siegeszug fortsetzen?

Premiere gegen VfB Stuttgart – kann RBL den Siegeszug fortsetzen?

An diesem Samstag kommt es zum ersten Aufeinandertreffen überhaupt zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig. Mit einem weiteren Sieg würde man sich im oberen Tabellenfeld festsetzen.

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Der Gegner

Nach dem erfolgreichen Champions-League-Spiel unter der Woche, gilt es nun den Fokus voll auf das anstehende Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart zu richten, sagte Kevin Kampl nach dem CL-Spiel. Der Tabellendritte RB Leipzig empfängt den Tabellenelften aus Baden-Württemberg.

Mit vier Niederlagen aus vier Spielen ist der VfB Stuttgart bisher das auswärtsschwächste Team der Liga (bei 2:9 Toren), während das Team zuhause in vier Spielen jedoch zehn Punkte holte. Für unsere Mannschaft wird es nach insgesamt fünf Auswärtsspielen nun das vierte Heimspiel. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden aus den ersten drei Heim-Partien geht man somit als klarer Favorit in dieses Match.

Aber nichts ist gefährlicher als der reinen Statistik zu trauen. Denn der VfB Stuttgart hat mit Simon Terodde einen alten Bekannten im Team. Der ehemalige Bochumer erzielte in den letzten zwei Zweitligajahren satte 50 Tore und traf auch beim letzten Auswärtskick in Frankfurt. Verzichten müssen die Schwaben indes auf ihre zweite Offensivwaffe: Anastasios Donis, der pfeilschnelle Grieche zog sich eine Schultereckgelenksprengungzu und wird bis Dezember ausfallen. Ein herber Verlust, zeigte er doch im letzten Spiel eine starke Leistung und war maßgeblichen am 2:1 Heimerfolg gegen Köln beteiligt.


Euphorie der vergangenen Siege mitnehmen

Trotz Simon Terodde und Anastasios Donis sind unserem Gegner in acht Spielen nur sechs Tore gelungen, so dass wir über unsere Fähigkeit eines offensiven Pressings und dem variablen Offensivspiel eigentlich klar als spielführende Mannschaft auftrumpfen müssten.

Aufgrund unserer Kaderbreite mit hoher Qualität sollte auch das Champions League-Spiel gut kompensiert werden können, wenngleich nicht alle Spieler genügend pausieren konnten. Im Gegensatz zu unserem Gegner, der ausgeruht und taktisch eingestellt nicht freiwillig die weiße Flagge hissen will. Gerade das aufwendige Pressing und die enorme Laufarbeit könnten irgendwann ihre Spuren hinterlassen, so dass unsere „Mannen“ nicht immer Höchsttempo gehen können. Jedoch haben gerade in dieser Hinsicht die „Roten Bullen“ uns eines Besseren belehrt. Mit Kampfgeist und enormen Laufaufwand erarbeitete man sich den Ballbesitz, und kreierte anschließend einen variablen Spielaufbau.

Die aktuell aufgestellte Doppelsechs, bestehend aus Kevin Kampl und Naby Keita, hat auch Trainer Hasenhüttl überzeugt. So meint er über die beiden Mittelfeldspielern: "Mit Keita und Kampl auf der Sechs sind wir bärenstark, das ist fußballerisch ein Augenschmaus."

Dahinter wartet und hofft ein ausgeruhter Diego Demme auf seinen Einsatz gegen Stuttgart, während wir im Sturm ebenso variabel wechseln können. Würde man die Rotationsmechanismen mit einbeziehen, wäre demnach ein Einsatz eines altbekannten Sturmduos „Werner-Poulsen“ die Alternative zu „Bruma-Augustin“, die beim Porto-Spiel zum Zuge kam. Ebenso könnte Bernardo neu in die Außenverteidigung rücken.


Standardsituationen besser meistern

Es bleibt abzuwarten, ob Trainer Wolf seine Elf weiterhin mit einem 3-4-2-1-Sytstem auf den Rasen schickt und somit über einer stabilen Defensive agieren will. Bisher haben beide Mannschaften 10 Gegentreffer - umso wertvoller wäre die effektive Ausnutzung von Standardaktionen wie auch die Angriffe zum Abschluss zu bringen, bzw. mutig Torabschlüsse aus der zweiten Reihe zu suchen.

Gerade Standardsituationen können spielentscheidend sein und hier sollten die Rasenballer auf dem Feld aus den Fehlern des Porto-Spiels gelernt haben. Wichtig wäre demnach mehr Gegenwehr und Konsequenz bei gegnerischen Standards auszuüben, wie auch selbige Standards erfolgreicher zu nutzen.


Stuttgarter Fan-Protest angekündigt

Im Juli 2016 sollte es eigentlich zu einem Freundschaftsspiel zwischen den Roten Bullen und dem VfB Stuttgart kommen, jedoch wurde „in der Abwägung aller Dinge, die eine Rolle spielen, sich gegen die Austragung entschieden.“

Die Stuttgarter Fanszene stellt weiterhin ihre Kultur und Tradition in den Vordergrund und das wollen auch die 4.500 VfB-Fans am Samstag in der Red-Bull-Arena gegen das „Konstrukt RB Leipzig“ (Zitat VfB-Ultras) präsentieren unter dem Motto „Verachtung & Mitleid“!


Trauer um Thomas Albeck

Überschattet wird das Spiel vom plötzlichen Tod von Thomas Albeck. Der ehemalige Stuttgarter und zuletzt Leipziger Jugendleiter verstarb am Dienstag plötzlich und viel zu früh im Alter von gerade einmal 61 Jahren. Albeck war mit Frieder Schrof für mehr als ein dutzend Juniorenmeisterschaften und einen ganzen Batzen späterer Nationalspieler verantwortlich. Zu seinen Ehren wird es am Samstag erneut eine Schweigeminute in der Arena geben.


Favoritenrolle gerecht werden

Vom Papier her sind wir klarer Favorit, aber diese Rolle muss man erst einmal während der Doppelbelastung gerecht werden. Schon ein knapper Sieg wäre wiederum als eine starke Leistung zu beurteilen, denn der Erfolg muss sich immer hart erarbeitet werden.

Wer gegen die Brustringträger nicht in die Arena kommen kann, der hat wie immer die Möglichkeit dem Spiel mit unserem RB-Fanticker zu folgen. Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit, den Bullenfunk zu nutzen. Drücken wir unserer Elf die Daumen, sorgen für eine klasse Stimmung im Stadion – und wer weiß, vielleicht erleben wir wieder ein neues, mitreißendes Fußballfest!

oligei