Volle Konzentration gegen den Tabellenletzten
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Sieg im Hinspiel trotz gefährlichem FC-Spieler
Im Oktober vergangenen Jahres trafen beide Teams in der Bundesliga zum dritten Mal aufeinander. Die Kölner, zu dem Zeitpunkt noch von Peter Stöger trainiert, zeigten sich in einer spannenden Partie sehr offensiv und kamen zu zahlreichen Großchancen. Da aber auch die Roten Bullen aus Leipzig richtig Lust auf Fußball spielen hatten, entwickelte sich ein Spiel, das für den Zuschauer ein Highlight nach dem anderen bot. Letztendlich schafften es die Jungs von Ralph Hasenhüttl, ihre Torchancen konsequenter auszuspielen als die Gastgeber aus Köln. Damit endete das Spiel 2:1 durch die Tore von Lukas Klostermann und Yussuf Poulsen. Den Kölnern gelang kurz vor Schluss nur der Anschlusstreffer durch Osako. Damit erzielte der Japaner in allen drei Begegnungen gegen unsere Leipziger das jeweils einzige Tor für die Kölner und sollte am Sonntag unter besonderer Beobachtung unserer Innenverteidiger stehen.
Wiedersehen mit Stefan Ruthenbeck
Nach einer katastrophalen Hinrunde mit gerade einmal drei Punkten nach 14 Spieltagen entschied sich der 1. FC Köln die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Erfolgstrainer aus Österreich, Peter Stöger, zu beenden. Vorerst interimsweise übernahm Anfang Dezember Stefan Ruthenbeck das Bundesligateam, der bis dato die A-Jugend des FCs trainierte. Nachdem der 45-Jährige mit den Kölnern den ersten Saisonsieg gegen den VfL Wolfsburg einfuhr, erhielt er einen Vertrag als Cheftrainer bis zum Ende der Saison. Seitdem hat sich der 1. FC Köln etwas stabilisiert, konnte wichtige Punkte im Abstiegsrennen gegen den HSV einsammeln und besiegte sogar die Gladbacher im Derby. Insgesamt holte Ruthenbeck seit seiner Amtsübernahme nur einen Punkt weniger als Hasenhüttl mit RBL.
Nichtsdestotrotz war in den letzten vier Partien wieder ein leichter Abwärtstrend zu erkennen. Zwei Niederlagen und zwei Unentschieden stehen dort
zu Buche. So liegt man mit neun Punkten Rückstand zum Relegationsplatz noch immer
auf dem letzten Tabellenplatz. In der Bundesligahistorie schaffte es bisher kein Team einen solchen Rückstand noch aufzuholen. Allerdings waren die beiden Niederlagen gegen
Teams aus der oberen Tabellenhälfte. Gegen den BVB musste man sich trotz
starkem Kampf kurz vor Spielende geschlagen geben und wie schwer es ist,
auswärts in Frankfurt zu bestehen, haben auch die Leipziger am letzten Spieltag
zu spüren bekommen.
Ebenfalls zu spüren bekommen haben die Leipziger in der Vergangenheit, wie schwer es ist gegen Teams von Stefan Ruthenbeck zu gewinnen. In der zweiten Liga gab es vier Begegnungen mit dem jetzigen Kölner Trainer – drei davon endeten Unentschieden, eins gewannen die Leipziger. In der ersten Zweitligasaison bedeuteten diese Spiele konkret, umkämpfte und zerfahrene Partien gegen den VfR Aalen, in der zweiten Saison ein ebenso enges Unentschieden gegen Fürth. Erst im vierten Anlauf konnte man Stefan Ruthenbeck durch einen Treffer in der Nachspielzeit schlagen.
Simon Terrode als echter Torgarant
Personell werden die Kölner in Leipzig auf Christian Clemens (Muskelverletzung im Oberschenkel) verzichten müssen. Unter der Woche mussten auch Marcel Risse und Yuya Osako das Training pausieren. Beide sollten dennoch für das Spiel am Sonntag einsatzfähig sein. Ähnlich gestaltet sich die Situation um Simon Terrode, der nach einem Tritt ins Gesicht, aus dem vergangenen Spiel eine leichte Kopfverletzung mitnahm, jedoch bereits am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren konnte. Sein Einsatz wird für den FC am Sonntag von großer Bedeutung sein. Der Winterneuzugang vom VfB Stuttgart traf in sechs Spielen bereits fünf Mal und ist damit Toptorschütze des Teams.
So könnten sie spielen: Horn – Sörensen, Meré, Heintz, Risse, Hector – Höger – Koziello, Bittencourt – Osako, Terrode
Ist genug Kraft da?
Im letzten Bundesligaspiel gegen Frankfurt und auch im
Europa League Rückspiel gegen Neapel sahen die Leipziger nicht wirklich
spritzig aus. Teilweise fehlten auch die Passgenauigkeit und der Drang zum Tor.
Dennoch sollte man genügend Euphorie mit in die kommenden Spiele nehmen können,
denn mit Neapel hat man nicht irgendeine Mannschaft aus der Europa League
geschmissen, sondern den verdienten Tabellenführer der Serie A.
Vor dem Spieltag steht man mit 38
Punkten und punktgleich mit dem Vierten
Leverkusen auf Rang fünf der Tabelle. Schalke liegt mit einem Zähler weniger
direkt dahinter. Mittelfeldass Naby Keita wird wahrscheinlich nicht dabei helfen können, den
Vorsprung auf eines der beiden Teams auszubauen, da diese direkt gegeneinander
spielen. Der 23-jährige fällt höchstwahrscheinlich weiterhin mit einer
Oberschenkelzerrung aus.
Im Vergleich zum Neapel-Spiel wird Kapitän Willi Orban nach einer
Schnittverletzung im Knie wieder zur Verfügung stehen. Nicht unwahrscheinlich
ist, dass Emil Forsberg nach überstandener Bauchmuskelverletzung und nach nun drei Einwechslungen
in Folge von Beginn an auflaufen könnte.
So könnten sie spielen: Gulácsi – Laimer, Orban (Konaté), Upamecano, Klostermann – Kampl, Demme – Forsberg, Sabitzer – Werner, Augustin (Poulsen)
Fazit
Wie üblich sollte man den Gegner aufgrund der
Tabellensituation keineswegs unterschätzen. Nachdem es nach den letzten
internationalen Spielen nicht immer einfach war, konstant Leistung abzuliefern,
wären Frische, Spritzigkeit und Spielidee wichtige Faktoren, um drei Punkte
gegen den FC daheim zu behalten. Die
Kölner reisen mit etwa 1.700 Fans im Rücken nach Leipzig, der harte Kern der Kölner Fanszene boykottiert wie im letzten Jahr. Die Mitgereisten erwartet eine
spannende Partie wie im Hinspiel. Es gilt also konzentriert zu bleiben, Chancen zu erarbeiten und drei sehr wichtige Punkte im Kampf um die internationalen Plätze mitzunehmen.
Wer Live im Stadion dabei sein möchte, hat noch immer die Möglichkeit sich eine Karte zu sichern. Ansonsten könnt ihr das Spiel im Bullenfunk oder in unserem Liveticker verfolgen. Das Team von RB-Fans.de wünscht Ralph Hasenhüttl und seiner Mannschaft viel Erfolg!
emi.rbgt.39
dann kommt man trockenen Fußes rüber bzw baut RB dann sicher eine Schnellfahrstraße für die Spieler zur direkten Anbindung der Parkplätze unter dem Stadion