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Nur nicht wieder beim Feiern zuschauen!

Nur nicht wieder beim Feiern zuschauen!

Der alte und neue Meister kommt nach Leipzig. Und mit ihm die einzige aktuelle Bundesligamannschaft, gegen die RBL noch sieglos ist. Entsprechende Ergebnisse vorausgesetzt, kann der FCB in Leipzig seine Meisterschaft fixieren. Das wollen die Rasenballer verhindern.

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Der Altmeister

Das Viertelfinale der Europa League ist erreicht. Leipzig darf sich weiter auf spannende Europapokalnächte freuen und auf eine erneute Fahrt nach Südfrankreich. Vor der Länderspielpause steht jedoch noch eine Mammutaufgabe an. Die scheinbar unschlagbaren Heynckes-Bayern kommen nach LE! Nur eine Niederlage und ein Unentschieden gab es in 27 Spielen unter Heynckes. 13/1 Tore in den letzten drei Spielen, der Altmeister mag den bei weitem besten Kader der Liga zur Verfügung haben, aber er zeigt auch beeindruckend, was man mit ihm anstellen kann.


Nicht beim Feiern zuschauen

Entsprechende Ergebnisse der „Verfolger“ vorausgesetzt, könnten die Bayern bei Schnee und Minusgraden am morgigen Sonntag die Meisterschaft feiern. Schon mehrfach wurden die Leipziger zu Zeugen gegnerischer Meisterfeiern. Jedoch noch nie daheim. In Chemnitz, Halle und Ingolstadt war RBL die Staffage für den Titel anderer. Morgen können neben den Siegen von Schalke und Dortmund (die für RBL auch nicht gerade praktisch wären) nur die Rasenballer selbst den Titel der Bayern verhindern. Nach kräftezehrenden Wochen und einer anstrengenden Reise nach St. Petersburg sind die Voraussetzungen nicht die Besten, aber den Versuch die Bayern im fünften Aufeinandertreffen endlich in die Knie zu zwingen, den wird man dennoch wagen.


Wunschlisten

Nicht zuletzt Keita hatte dies als großes Ziel vor seinem Wechsel nach England ausgegeben – sein Wort in des Fußballgottes Ohr. Stürmerstar Augustin ist ebenfalls heiß und will nicht dem FCB zur Meisterschaft in LE beglückwünschen. Auch der Trainer hatte sich entsprechend geäußert. Mal mit 11 Mann das Spiel beenden, kein Gegentor kassieren (das ist RBL seit dem letzten Aufeinandertreffen mit den Bayern nur vier Mal gelungen) und ein Tor erzielen – danach sollte sofort der Abpfiff erfolgen. Klingt nach einem Plan, den RBL so ähnlich mal im ersten Bundesligaheimspiel der Vereinsgeschichte umgesetzt hat.


Kalt – kälter – Burghausen

Wintereinbruch in Leipzig – zwar wird es gegen die Bayern nicht zweistellige Minusgrade geben, aber mit Schnee und -5 Grad zum Anpfiff wird es wohl das drittkälteste Heimspiel der Vereinsgeschichte. Nur Köln und Burghausen waren kälter und da nahm es kein gutes Ende, aber RBL ist ja durch den russischen Winter abgehärtet und bisher waren die Duelle mit den Bayern ja immer hitzig…

Außer Halstenberg könnten gegen den Meister alle wieder mit an Bord sein, auch wenn der ein oder andere noch an leichten Verletzungen laboriert. Kampl und Laimer trainierten schon vor dem EL Spiel wieder mit dem Team, Sabitzer hält bekanntlich eh wenig auf und Demme, Keita und Forsberg sollten ihre Blessuren aus dem Spiel in Russland überwunden haben.

Auf der Seite des Rekordmeisters fallen neben Robben auch Tolisso und Thiago aus. Aber wenn einer solche Ausfälle kompensieren kann, dann der FCB. James soll von Beginn an spielen genauso wie Lewandowski – beide trafen im Hinspiel.


Smells like Unentschieden?

Zumindest wenn es nach dem Schiedsrichter geht. Denn Marco Fritz wurde als Schiedsrichter in der Liga bisher weder Zeuge einer bayrischen (18 Spiele) noch einer Leipziger (4 Spiele) Niederlage. In der Hinrunde stellte er Keita beim 2:2 gegen Gladbach vom Platz. Wie dem auch sei, nach den letzten zwei Begegnungen mit den Bayern kann es schiedsrichtertechnisch eigentlich nur noch aufwärts gehen...

Dazu konnte sich RBL zuletzt fangen, blieb in den letzten vier Spielen ohne Niederlage. Wenn RBL auf Platz 6 liegend antrat gab es in 10 von 20 Fällen ein Unentschieden. Daneben könnte es den Münchnern besser gefallen im Heimspiel gegen den BVB die Meisterschaft klarzumachen. Zuhause feiert es sich doch am besten und dazu hat man in München auch gleich die GoPros zur Hand, um die ganze Emotionalität gebührend zu dokumentieren.


Schwächephase

Nur ein Sieg in den letzten sieben Spielen, einer der längsten Durststrecken der RBL-Vereinsgeschichte. Nur zur Zeit der Zornigerablösung gab es einmal vergleichbares. Holten Zorniger und Beierlorzer zwischen Ende November und Ende Februar nur einen Sieg in acht Spielen und schoss RBL nur drei Tore. Damals waren die Gegner jedoch noch leichter. Immerhin war der Heimsieg gegen St. Petersburg wichtig für das Selbstwertgefühl. Könnte man nach vier Spielen ohne Niederlage einen Aufwärtstrend erkennen.


Statistisches

Der letzte Heimsieg gegen einen Gast, der auf Tabellenplatz 1 in der Liga anreist, liegt schon einige Jahre zurück (Pokal und Relegation mal außen vor). Pacult gewann als letzter im November 2011 gegen Kiel. Auswärts sah es da zuletzt besser aus. Viele werden sich noch gerne an das letzte Aufeinandertreffen mit einem Tabellenführer erinnern. Denn in Dortmund gewann RBL selbiges in der Hinrunde mit 3:2.

An einem 18. des Monats trat RBL bisher elf Mal an. Fünf Siege stehen vier Unentschieden und zwei Niederlagen gegenüber. Neben Kiel vor genau 7 Jahren und einem Monat (Orals Fluch) jährt sich morgen auch die Pleite in Bremen. Der höchste Sieg an einem 18. ist übrigens genau sieben Jahre her (gegen Oberneuland).

Bis zur Pleite gegen Hertha war Hasenhüttl sonntags mit RBL ungeschlagen. Seit der vorweihnachtlichen Pleite wartet RBL indes noch auf einen Dreier am Sonntag. Hertha und Köln waren zudem auch die einzigen beiden Spiele die um 18:00 Uhr angepfiffen wurden, die RBL bisher verlor. Zeit das Glück des Sonntagskindes wiederzufinden, denn der letzte Sieg an einem Sonntag war am 7. Spieltag und in den kommenden Wochen gibt es ja noch das ein oder andere wichtige Sonntagsspiel…


Ihr habt keine Chance – also nutzt sie!

Getreu obigem Motto kann RBL durchaus ins morgige Spiel gehen. Gegen die Überbayern erwartet derzeit keiner einen Sieg, befreiter kann man nicht aufspielen. Auch wenn das Spiel in St. Petersburg noch in den Knochen steckt, so verspricht die Länderspielpause mit ihren Testspielen und Pausen für die Nichtnationalspieler doch eine Ruhepause vor dem Sturm des heranbrausenden Saisonfinales.

Das Spiel ist wie erwartet seit Wochen ausverkauft – es bleibt zu hoffen, dass auch gegen Marseille dann die Bude voll ist! Wer keine Karte ergattern konnte, für den gibt es die Möglichkeit die Partie im Liveticker oder über dem Bullenfunk zu verfolgen, daneben übertragt wie gewohnt Sky.

Rumpelstilzchen