Nagelsmann-Syndrom? – Unser zukünftiger Trainer fordert den Meister heraus!
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Au weia! – Das mag man wohl sagen in Anbetracht der beiden letzten Spiele, die unsere Roten Bullen gegen unseren nächsten Gegner ablieferten. In der vergangenen Saison hagelte es mit die höchsten Niederlagen. Zuerst durfte man trotz hoher Ballbesitzquote in Sinsheim mit einer 0:4 Klatsche nach Hause fahren und in der Rückrunde machte man es keinen Deut besser, als man mit 2:5 erneut unter die Räder geriet. Ganze 9 Gegentreffer musste man hinnehmen gegen ein und dieselbe Mannschaft in nur zwei Liga-Spielen und konnte somit in beiden Spielen in keiner Weise nur annähernd Mittel finden, um besser dazustehen. Diese taktische Flexibilität und der sportliche Erfolg, egal mit welchen Spielern, trägt seit einigen Jahren die klare Handschrift von Hoffenheimtrainer Julian Nagelsmann und war mit ein Grund, warum dieser auf dem Trainermarkt so heiß begehrt war und schließlich auch RB Leipzig zuschlagen ließ.
Die Fäden im Hintergrund zog damals
auch unser Sportdirektor Ralf Rangnick, der mehr oder weniger gewollt in die
Trainerrolle schlüpfte und dabei nun auf seinen zukünftigen RB-Trainer als
Gegner trifft. Eine komische Konstellation und ein gefundenes Fressen auch für
die Presse. Droht eine erneut hohe Niederlage heißt es schnell: „Rangnick
findet in Nagelsmann seinen Meister“, oder „Der zukünftiger RB-Trainer düpiert seinen
zukünftigen Chef“. Keine leichte Aufgabe in diesem Sinne für unseren
Sportdirektor und Trainer zugleich, der in keiner Weise mit seiner Mannschaft
aufgeben und untergehen will, sondern durchaus imstande ist, taktisch den Spieß
umzudrehen. Dies hängt natürlich auch vom Spielerpotential ab und von der
Verfassung dieser. Hinsichtlich unterscheiden sich eigentlich gar nicht beide
Kader und auch die Spielphilosophie, nur die Umsetzung gelang es dem Gastgeber
Hoffenheim zuletzt um Längen besser.
Hoffenheimer Heimstärke gegen Leipziger Auswärtsschwäche
Trotz aller Querelen und Probleme hat es Ralf Rangnick immerhin geschafft nach der Auftaktpleite in Dortmund kein Bundesligaspiel mehr zu verlieren. Mit zwei Siegen und zwei Unentschieden konnte man 8 Punkte verbuchen, während unser Gegner aus Hoffenheim mit einem Zähler Rückstand sogar hinter uns in der Tabelle Platz nimmt. Auch Hoffenheim hatte somit keinen allzu guten Start und steht mit ebenso 8 Gegentreffern in der Defensive den Leipziger um nichts nach. Der einzige Unterschied mag für die Hoffenheimer im Heimvorteil liegen, denn da konnten schon viele Mitfavoriten geschlagen werden. Zuletzt zeigte man sich recht effektiv im Abschluss und taktisch gefestigter, als noch zu Saisonbeginn. So konnte man in Hannover 3:1 gewinnen und spielte trotz langer Führung zuvor gegen Dortmund immerhin noch 1:1 Unentschieden. Nur gegen Düsseldorf musste man vor drei Spielen die Erfahrung sammeln, die RB Leipzig zu Genüge kennt – nämlich viel Ballbesitz und viele Chancen, aber wenig Ertrag.
Julian Nagelsmann hat also
schnell wieder die richtigen Ansätze gefunden, um erfolgreicher die Mannschaft
spielen zu lassen. Mit Gnabry, Uth, Wagner, Rudy und Süle brachte er erfolgreiche
Spieler heraus, die auch zu Nationalspielern reiften. Diese sportlichen
Einschnitte musste er immer wieder nach deren Wechsel bewältigen und neue
Spieler heranführen. Seine Schulung beweist dass er auch diesmal richtig liegt
und sein aktuelles Team es mit jeder Mannschaft aufnehmen kann.
Taktische Spielereien und Pattsituation?
Aber insbesondere die taktische
Flexibilität, die Julian Nagelsmann sein Team agieren lässt, hat es in sich.
Schließlich muss man situativ reagieren und am besten variantenreich die notwendigen
Lösungen herausspielen, um erfolgreicher zu sein. Dem stand auch zuletzt Ralf
Rangnick nicht nach. Beide haben ihre beiden Saisonsiege mit weniger Ballbesitz
gewonnen. Bedeutet im Umkehreffekt: Wenig Ballbesitz, gleich mehr Erfolg? –
Diese Floskel scheint nicht erst seit der Weltmeisterschaft das Geheim- wie
auch Erfolgsrezept zu sein. Die Annahme ist recht groß dass Ralf Rangnick unser
Team wie gegen Stuttgart den Gegner mehr oder weniger den Ball überlassen will, mit der
Zielvorgabe defensiv sicher zu stehen. In keiner Weise will man wie in der
letzten Saison zigmal ins offene Messer laufen, sondern vordergründig
konzentriert und überlegt seine Spielaktionen ausführen, um in jeder Spiellage
defensiv eine Absicherung zur Verfügung zu haben. Gleiches Spielchen kennen
aber auch die Hoffenheimer, so dass eine Pattsituation entstehen könnte, in der
schließlich nur noch Nuancen entscheiden würden für Sieg und Niederlage. Im Endeffekt entscheidet dann die 1:1-Situation - Mann gegen Mann. Dem stehen unsere Leipziger Rasenballer im nichts nach, wenn Fehler wie Fehlabspiele oder mangelhaftes Zweikampfverhalten vermieden werden können.
Wir drücken unsere Mannschaft für das anstehende Spiel in Sinsheim die Daumen. Vor allem die kognitiven Fähigkeiten werden an diesem Tag gefragt sein. Diese müssen letztendlich auch die jungen Leipziger Spieler verstehen und verinnerlichen, die eher psychisch labiler sind, als die meisten erfahrenen Gegenspieler. Mentalität, geistige Frische, Konzentration, psychische Stabilität und schnelle Reaktionsfähigkeit sind vordergründig anzusiedeln, dann kann man auch das nachklingende Nagelsmann-Syndrom und gegen eine Hoffenheimer Mannschaft bestehen. Wer auswärts nicht dabei ist, der kann das Spiel im Liveticker oder über dem Bullenfunk verfolgen. Alternativ läuft das Spiel bei Sky. Für die Auswärtsfahrer haben wir noch folgende Informationen zusammengestellt:
TSG 1899 Hoffenheim – RB
Leipzig, Samstag, der 29. November, 15:30 Uhr
Wirsol Rhein-Neckar-Arena (30.150 Plätze), Anfahrtshinweise & Stadionplan
Eintrittspreise Gästeblock
Stehplatz 12 Euro
Sitzplatz 26 Euro
Ticketerwerb
Der Ticketverkauf im Online-Ticketshop endete am Sonntag. Tickets
können leider nicht an den Tageskassen am Spieltag erworben werden.
Die Tickets berechtigen am Spieltag bis 2:30 Uhr des Folgetages zur Nutzung des
öffentlichen Personennahverkehrs im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) sowie im
Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr (HNV).
a) Anreise mit dem Fanbus
Der Verkauf von Tickets für die Busfahrt endete ebenfalls am Sonntag.
b) Anreise mit dem Auto
Die Route mit eurem Startpunkt vom Stadion könnt ihr euch über diesen Link berechnen lassen. Hinweise zur Anfahrt
findet ihr unter diesem Link.
Mitfahrgelegenheiten könnt ihr hier anbieten oder aussuchen.
Adresse für das Navigationsgerät: Wirsol Rhein-Neckar-Arena,
Dietmar-Hopp-Straße 1, 74889 Sinsheim
oligei & dabdab