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Auch in der Bundesliga wieder dreifach punkten!

Auch in der Bundesliga wieder dreifach punkten!

Alle wünschen sich eine spannendere Bundesliga, nun haben wir sie. Zwischen Platz 1 (Borussia Mönchengladbach) und Platz 9 (Bayer 04 Leverkusen) liegen nur zwei Punkte. Mitten in diesem Rudel aus Topmannschaften wartet auch der nächste Gegner der Leipziger, der Sportclub aus Freiburg.

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Zu Gast beim Angstgegner Freiburg

Was erst einmal komisch klingt, ist wirklich Fakt! Weder gegen die Bayern, noch gegen die Borussia aus Dortmund mussten die Leipziger in den vergangenen beiden Auswärtsspielen so viele Tore hinnehmen und gleichzeitig alle Punkte lassen, wie bei den Breisgauern. Nun folgt das nächste Aufeinandertreffen, diesmal mit etwas anderen Voraussetzung.


Der Gegner unter dem Brennglas

Der Club aus dem Schwarzwald ist eines der Teams der Stunde. Der beste Saisonstart der Geschichte und ein ansehnliches Torverhältnis von 15:9 zeigen auf, dass die Mannschaft unter der jahrelangen Führung von Christian Streich kein leichter Gegner ist. Die Freiburger Erfolgswelle startete bereits am 1. Spieltag mit einem 3:0 gegen den Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt aus Mainz. Danach sicherte man sich mit einem 3:1 Auswärtserfolg in Paderborn die nächsten drei Punkte. Der erste Dämpfer folgte bei der knappen Heimniederlage gegen den Aufsteiger aus Köln. Doch auch davon ließen sich die Freiburger nicht beirren und fuhren zwei Wochen darauf einen klaren 3:0 Auswärtserfolg gegen Nagelsmanns alte Liebe, die TSG aus Hoffenheim, ein. Gefolgt von einer Punktteilung gegen den FC Augsburg, einem Sieg über die Fortuna aus Düsseldorf und einem mehr als gerechten Remis gegen den Titelaspiranten aus Dortmund. Zuletzt musste das Team allerdings gegen Union Berlin Federn lassen. Die 0:2 Niederlage war die zweite Saisonniederlage und das erste Spiel ohne eigenen Treffer. Das mindert die starke Leistung des ersten Saisonviertels aber nur wenig.

Der Erfolg des Sportclubs kommt natürlich nicht von Ungefähr, wurde allerdings durch einige Faktoren unterstützt. Das Auftaktprogramm der Breisgauer war, abgesehen von Dortmund, durchaus moderat, aber sicher kein Selbstläufer. Außerdem patzten die großen Favoriten wie Bayern, Dortmund und auch die Leipziger am laufenden Band, auch deshalb steht der SC so weit oben in der Tabelle. Dass das Team von Christian Streich dabei guten Fußball mit viel Herz spielt, ist aber der wichtigste Faktor und deshalb steht Freiburg momentan mit 14 Punkten auf Tabellenplatz 6. Die Mannschaft träumt nun aber nicht von Europa, sondern spricht nur davon, dass man sich bereits jetzt wichtige Punkte für den Klassenerhalt sichern konnte.


Die Angst vor der Tabellenspitze geht um!

Nach einem fulminanten Saisonstart kam RB Leipzig gerade etwas auf den Boden der Tatsachen zurück. Nach dem Pokalerfolg gegen den VfL Osnabrück und den Bundesligasiegen über Union Berlin, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach zeigten sich beim Remis gegen den Rekordmeister aus München erste größere Schwächen in der Leipziger Spielanlage – eine anfällige Dreierkette und fehlende Flexibilität, um das System ohne Spielerwechsel während der laufenden Partie auf eine Viererkette umzustellen. Der Auswärtserfolg in Bremen machte das schnell wieder vergessen, seitdem reihen sich abgesehen vom Sieg am Mittwoch gegen Sankt Petersburg allerdings Dämpfer um Dämpfer aneinander. Die ersten vier Pflichtspiele unter Nagelsmann gewann das Team, aus den letzten fünf Pflichtspielen holte man nur fünf Punkte (zwei Niederlagen, zwei Remis, ein Sieg).

Nun stellt sich die Frage, was genau da gerade passiert. Nagelsmanns Spielideen an sich fruchten. Zu Saisonbeginn spielte das Team schnellen Offensivfußball mit viel Pressing, aber auch eigenem Ballbesitz. Die Defensive stand dabei zumeist stabil. Auch bei der ersten Saisonniederlage gegen Schalke 04 (1:3) zeigten die Leipziger kein schlechtes Spiel, die Gelsenkirchener trumpften allerdings durch einstudierte Standards und gnadenlose Konter auf. Leipzig betrieb außerdem Chancenwucher. Die 0:2 Niederlage gegen Lyon in der Königsklasse kam ebenfalls durch liegengelassene Chancen und hanebüchene Abwehrfehler zustande. Ähnlich stellt es sich bei den Unentschieden gegen Leverkusen und Wolfsburg dar: eine zweitweise schläfrige Defensive und eine schlechte Chancennutzung. In allen vier Spielen hat das Leipzig den Sieg gekostet. Die Spielidee hat sich also nicht geändert. In den meisten Spielen hat man eher das Gefühl, dass es dem Team etwas an Bissigkeit fehlte, die Partie gegen Sankt Petersburg war dabei ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Beim Auswärtsspiel am Samstag in Freiburg wird es allerdings gerade auf Tugenden wie Kampfgeist und eine starke Moral ankommen. Wie bereits zu Beginn erwähnt, haben uns die Freiburger in den vergangenen beiden Spielzeiten immer die Suppe im Schwarzwaldstadion versalzt. Es ist nun an der Zeit, dies zu ändern. Trainer Nagelsmann muss dabei allerdings auf mehrere Spieler verzichten. Hannes Wolf ist nach wie vor langzeitverletzt, Patrick Schick zog sich eine Verletzung bei der Nationalmannschaft zu und Ibrahima Konaté kämpft immer noch mit einem Muskelfaserriss aus dem Heimspiel gegen Lyon. Nach dem Spiel kamen zudem Kevin Kampl (Mandelentzündung), Timo Werner (Hüftprobleme) als Ausfälle dazu. Zudem sind Diego Demme und Nordi Mukiele mit Wadenproblemen fraglich sowie Konrad Laimer mit Problemen im Nacken.


Leipzig gegen Freiburg, eine Konstellation bereits seit Liga 2

Am Samstag treffen die beiden Tams zum neunten Mal aufeinander. Denn die gemeinsame Geschichte begann bereits in der Zweitligasaison 2015/16. Damals gab es für die Leipziger aus zwei Partien nur einen Punkt. Die gemeinsame Spielzeit im Unterhaus krönten beide Mannschaften mit dem Aufstieg.

Die ersten drei Bundesligaspiele gegen den SCF entschied Leipzig klar für sich (4:1 A, 4:0 H, 4:1 H), doch zuletzt haben sich die Kräfteverhältnisse etwas verschoben. In Freiburg konnten die Leipziger zweimal nicht gewinnen, im eigenen Stadion reichte es zuletzt nur für einen knappen 2:1 Erfolg.



Der Aufreger der Woche

... ganz klar der tolle Champions League-Abend am Mittwoch gegen den russischen Meister Zent St. Petersburg. Tolle Stimmung, tolles und spannendes Spiel, was will man mehr? Ach ja, endlich mal die Gruppenphase überstehen!


Das Fazit

... ist diesmal gar nicht so einfach zu formulieren. In der Wundertüte Bundesliga ist momentan fast alles möglich. Vermeintliche Abstiegskandidaten ringen den Titelaspiranten zu Hauf die Punkte ab, die Tabellenspitze ist so eng wie nie zuvor, jede Partie ist ein gefühltes Sechs-Punkte Spiel. Das Match in Freiburg könnte deshalb in jede Richtung kippen.

Klar ist: Leipzig hat die größere Qualität im Kader. Ziel muss es deshalb sein, diese auch auf den Rasen zu bringen. Dabei ist vor allem Cleverness gefragt. Um ein Team mit geringerer individueller Qualität zu schlagen, muss man den Gegner viel laufen lassen und Zweikämpfe annehmen. Dadurch ergeben sich im Lauf der Partie Räume, die Leipzig mit der besseren Qualität bespielen muss. Gelingt dies, ist ein Auswärtsdreier sicher sehr gut möglich. Die Leipziger könnten sich so wieder ganz oben in der Tabelle festbeißen und sich Selbstvertrauen für die Spiele gegen Wolfsburg (Pokal), Mainz (Liga) und Zenit St. Petersburg (Champions League Rückspiel) holen.

Wer nicht mit in den Schwarzwald reist, hat natürlich die Möglichkeit dies bei Sky zu tun oder der rein akustischen Variante im Fanradio zu lauschen. Wer die Informationen am liebsten schwarz auf weiß bekommt, wählt unseren Fanticker.

Linus