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Traditionsduell der Traditionslosen

Traditionsduell der Traditionslosen

Von Kritikern gern als traditionslose Konzernmannschaften geschmäht, trotzdem schon so etwas wie eine gemeinsame Pokaltradition aufgebaut: Das Duell Wolfsburg gegen Leipzig im DFB-Pokal ist kein neues.

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Nach einer sieglosen Serie in der Bundesliga hängt der Haussegen bei Rasenballsports etwas schief. Wie gut, dass wir da zur Abwechslung mal in einem Wettbewerb antreten, in dem wir saisonübergreifend seit fast zwei Jahren nur ein Spiel verloren haben. Vor der ärgerlichen Niederlage im Pokalfinale 2018/19 verloren wir nämlich zuletzt am 25. Oktober 2017 daheim mit 5:6 nach Elfmeterschießen. Die zweite Runde des DFB-Pokals steht an und wir müssen uns – mal wieder – dem VfL Wolfsburg entgegenstellen.


Unsere Mannschaft

Nicht nur Trainer Julian Nagelsmann bemängelte zuletzt das Fehlen des allerletzten Siegeswillens bei manchen Spielern, auch hier im Forum und in den sozialen Netzwerken ging es hoch her. Vielleicht wird es also Zeit, dass sich einige aus der zweiten Reihe beweisen können, wie es in Spielen der Pokalvorrunde gern praktiziert wird. Die Reservisten Yvon Mvogo, Ethan Ampadu oder auch Mentalitätsmonster Stefan Ilsanker böten sich an. Kevin Kampl, Hannes Wolf, Tyler Adams und Ibrahima Konaté werden verletzungsbedingt definitiv nicht dabei sein, ob Konrad Laimers steifer Nacken rechtzeitig wieder beweglich wird ist noch fraglich.

Neben einem möglichen Wechsel im Tor – Yvon Mvogo drängt seit langem auf Einsatzzeiten, Julian Nagelsmann ist gewillt sie ihm zu geben – ist vor allem die Aufstellung der Kreativ- und Offensivabteilung fraglich. Marcel Sabitzer? Stets bemüht. Emil Forsberg? Nur körperlich in alter Verfassung. Yussuf Poulsen? Ab vom Schuss. Timo Werner? Glücklos. Matheus Cunha? Herrjeh. Niemand drängt sich da so wirklich auf, am ehesten noch die beiden bisherigen Reservisten Ademola Lookman und Amadou Haidara. Letzterem wurde nach dem Spiel in Freiburg vom Cheftrainer immerhin erkennbarer Wille attestiert. Das konnte nicht jeder der Stammspieler von sich behaupten. Wer auch immer am Ende den Rasen der Volkswagen Arena betreten darf, wird jedoch 100 Prozent Einsatzwillen zeigen müssen, um den Ausgang des Spiels für uns positiv zu gestalten.


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Das letzte Duell endete Unentschieden.


Der Gegner

Der VfL Wolfsburg der Saison 2019/2020 ist ein Phänomen. Als einzige Mannschaft im laufenden Ligabetrieb noch ungeschlagen, zeitweise sogar Tabellenführer, macht die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner momentan scheinbar so einiges richtig. Gleichzeitig sind die Wolfsburger weit davon entfernt, die Liga zu dominieren. Überhaupt schossen die Wolfsburger in den letzten sieben Spielen nie mehr als ein Tor. Die Ungeschlagenserie basiert zum großen Teil auf torarmen Unentschieden gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte.

Einzige Ausnahme bildet hier – leider – das Spiel gegen unsere Roten Bullen vom vorvergangenen Wochenende. Dass dieses ebenfalls 1:1 endete, lag allerdings weniger an Wolfsburger Dominanz als an unserem eigenen Unvermögen. Alle anderen Kandidaten für das internationale Geschäft werden die Wölfe erst in den kommenden Wochen zu sehen bekommen und es ist fraglich ob bei diesen Partien dann auch an Toren gespart wird. Man kann die schmalen Ergebnisse aber natürlich auch anders lesen. Die Defensive der Wölfe lässt wenig bis gar keine Tore zu und vorne ist zumindest Wout Weghorst immer für einen Treffer gut. Aber zumindest eines ist sicher: Das Pokalspiel wird nicht in einem Unentschieden enden.


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Play it like Frahn – so lautet wie immer das Motto gegen die Wölfe!


Statistisches

Der rasenballistische DFB-Pokal kennt nur zwei Modi: frühes Aus oder Wolfsburg (oder beides gleichzeitig). Zwar steht es im Duell der Traditionspokalgegner zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Augsburg bereits 3:3, jedoch werden wir am Mittwoch bereits das vierte Pokalspiel gegen die Wölfe bestreiten. Alle bisherigen Partien waren Heimspiele für uns, von denen wir zwei für uns entscheiden konnten. Darunter natürlich – vielen besonders gut in Erinnerung – unser allererstes DFB-Pokalspiel, welches wir sensationell mit 3:2 gewannen.

Nun kommt jedoch zum ersten Mal ein Auswärtsspiel in Wolfsburg im DFB-Pokal auf uns zu. Die Gesamtstatistik spricht momentan für uns. Von insgesamt 12 Begegnungen in Pokal und Liga konnten die Wolfsburger nur 3 für sich entscheiden, 5-mal behielten wir die Nase vorn.


Auf geht's Leipziger Jungs

Der Spielort in Wolfsburg liegt angenehm nah. Dies und die Tatsache, dass das Spiel am Vorabend eines Feiertages liegt sorgt dafür, dass über 3.000 Fans gemeinsam zum Pokalspiel reisen werden. Wer nicht beim Auswärtsspiel dabei sein kann, hat natürlich die Möglichkeit das Spiel bei Sky zu verfolgen tun oder dem Fanradio zu lauschen. Und dann gibt es auch noch den Fanticker.

Semantosoph