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Bäm! Bullen ballern sich Richtung Tabellenspitze!

Bäm! Bullen ballern sich Richtung Tabellenspitze!

Leipzig nimmt die Kölner Karnevalstruppe auf die Hörner und zieht sie einmal ordentlich durch den Kakao. Nkunku und Forsberg überragten beim 4:1 Heimsieg. Nur Terodde sorgte für den Wermutstropfen und trat Upamecano um.

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Der Ausgang dieses Spiels war im Vorfeld nicht so leicht abzuschätzen, wie die Ansetzung Zweiter gegen Vorletzter vermuten ließ. Direkt nach der Länderspielpause und nach erfolgtem Trainerwechsel in Köln glich die Partie eher einer Wundertüte. Von "Schwung von vor der Pause mitnehmen" bis "die Kölner servieren ihrem neuen Trainer einen Auftaktsieg" schien alles möglich.


Aufstellung

Die Personalsorgen in der Innenverteidigung ließen leider auch in der Länderspielpause nicht wirklich nach. Konaté und Mukiele fielen weiterhin aus, dazu musste sich nun auch noch Willi Orban einer Operation unterziehen. So kam Stefan Ilsanker mal wieder zu einem Einsatz in der Start-Elf, für den er sich mit viel Engagement bedankte. Dauerläufer Demme und Mentalitätsmonster Laimer auf den 6er-Positionen. Davor eine Kreativabteilung, die sich sehen lassen konnte: Sabitzer, Werner, Forsberg und Nkunku. Poulsen musste kurzfristig wegen Adduktorenproblemen passen. Und Gulácsi stand im Tor. Sowieso.


Partystimmung auf den Rängen.


Erst war's schön

Kölns neuer Trainer Markus Gisdol hatte seiner Mannschaft zwar Mut zum hohen Verteidigen eingetrichtert, so richtig wollte dies allerdings nicht gelingen. Bereits nach einer Viertelstunde des Spiels bestimmte unsere Mannschaft völlig das Geschehen und nutzte in der 22. Minute einen Fehler des Kölner Verteidigers Hector aus. Der hatte sich den Ball zu weit vorgelegt, so dass Nkunku ihn stibitzen konnte. Kurzer Antritt, Pass auf Werner, Tor. Ein richtig klassisches RB-Tor nach schnellem Umschalten.

Nicht einmal zehn Minuten später stand Nkunku ebenfalls im Mittelpunkt. Sein Laufweg wird im Strafraum vom Kölner Ehizibue abrupt gestoppt, so dass ein Elfmeter fällig wurde. Diesen verwandelte Emil Forsberg mit einem satten platzierten Schuss ins linke Eck. In der 38. Minute konnte sich dann Laimer als Torschütze zum 3:0 eintragen. Ein schlecht abgewehrter Ball der Kölner Hintermannschaft landete bei ihm und sein Fernschuss drehte sich unerreichbar für den Keeper ins rechte obere Eck.

Leider passiert im Anschluss etwas, von dem wir dachten, dass wir das nie wieder sehen: Im direkten Gegenzug nach Wiederanpfiff erarbeiten sich die Kölner ihre erste Ecke und diese führt prompt zum 3:1.


Stadionrunde nach dem Spiel.


Und dann wurd's schick

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Die Kölner blieben völlig wirkungslos während wir mit unserem neuen Ballbesitzstiefel aus dem Hause Nagelsmann das Spiel kontrollierten. So bedurfte es auch eines Freistoßes um den Endstand herzustellen. Sabitzer und Halstenberg liefen über den Ball, den anschließend Forsberg mit höchster Präzision versenkte. Kurz zuvor durfte Patrick Schick sein Heimdebüt feiern. Der tschechische Stürmer fügte sich nahtlos in die Mannschaft und es blieb ein bisschen fraglich, wieso der baumlange Schick nicht schon eher gekommen war. 

Kurz vor Ende des Spiels noch einige unschöne Szenen. Kölns Terodde räumte Upamecano ab, so dass dieser mit starken Schmerzen vom Feld humpeln musste. Eine genauere Diagnose steht noch aus, Guido Schäfer gibt aber Entwarnung. Dazu gab es kurz vor Schlusspfiff zwei Rudelbildungen wegen absoluter Nichtigkeiten. Einfach unnötig sowas.


Sorge um Upamecano.


Die Besten

Nkunku – Der Neuzugang wird immer mehr zu einer wichtigen Größe im Angriffsspiel der Rasenballer und fühlt sich dort sichtlich wohl.

Werner – Seit heute der jüngste Mensch, der zu 200 Bundesligaspielen auflief. Auch heute wieder als Torschütze und Erarbeiter von Chancen im Einsatz.

Laimer – Rennt und rennt und rennt und rennt. Und schießt auch ab und zu ein Tor.


Laimer erneut einer der Besten.


Der nicht ganz so Beste

Sabitzer – Flog heute unter dem Radar und hatte kaum spielprägende Szenen. Trotzdem erhielt er nach dem Match von Teamkollege
Werner endlich seine wohlverdiente Medaille für sein grandioses Tor des Monats. Auch wenn viele der Meinung sind, es war das Tor des Jahres.


Doppeltorschütze Forsberg feiert mit dem Töchterchen.


Fazit und Ausblick

Wir sind sehr gut in die Zeit nach der Länderspielpause, die ja auch die letzte Saisonphase vor der Winterpause ist, gestartet. Nun gilt es, den Schwung weiterzutragen. Am besten mit einem Sieg am Mittwoch in der Champions League gegen Lissabon.


Statistik
RB Leipzig
: Gulácsi – Klostermann, Ilsanker, Upamecano, Halstenberg (82. Saracchi) – Laimer, Demme – Sabitzer, Forsberg (80. Haidara) – Nkunku (76. Schick), Werner
1. FC Köln: Horn – Ehizibue, Bornauw, Czichos, Hector – Höger (70. Terodde) – Schindler (59. Risse), Skhiri (46. Kainz), Verstraete, Jakobs – Modeste
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)
Tore: 1:0 Werner (22.), 2:0 Forsberg (32./Foulelfer), 3:0 Laimer (37.), 3:1 Czichos (39.), 4:1 Forsberg (80.)
Torschüsse: 21 / 6
Schüsse aufs Tor: 8 / 1
Passquote: 88,8% / 75,5%
Zweikampfquote: 57,8% / 42,2%
Ballbesitz: 65,5% / 35,5%
Laufleistung: 113m4 km / 111m5 km
intensive Läufe: 651 / 707
Sprints: 226 / 205
Fouls: 9 / 15
Ecken: 13 / 3
Abseits: 3 / 6
Gelbe Karten: – / Verstraete, Kainz, Terodde
Zuschauer: 42.036

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