Mit Blitzstart an die Spitze!
Inhalt
Rotation ist Trumpf
Um den Endspurt des Jahres zu bewältigen, ist Rotation gefragt. Poulsen, immerhin Toptorjäger der Partie, Mukiele, der in Lyon schwache Saracchi, Haidara und Forsberg blieben draußen, für sie kamen Schick, Ilsanker, Halstenberg, Laimer und Sabitzer zum Zug.
Bei den Hausherren fehlte Topgoalgetter Rouwen Hennings mit Grippe, abseits ihrer Lebensversicherung hatte bisher kein Fortune doppelt getroffen. Nach den Siegen von BVB und FCB war klar, um die Verfolger auf Abstand zu halten benötigte RBL einen Sieg.
Erneuter Blitzstart
Schon beim Aufwärmen wurde man am Rhein mit ABBA begrüßt, wie schon im Jahr zuvor. Auch eine Form von Tradition. Dazu gab es seitens der F95-Fankurve den Hinweis: Kein Fußball mit Red Bull. Dies nahm die Hintermannschaft der Funkelelf etwas zu wörtlich und ermöglichste so einen erneuten Leipziger Blitzstart. Wie schon gegen Paderborn war es Schick, der diesmal nach nur 65 Sekunden traf. Ein Angriff über Werner und Laimer landete per Flanke beim Tschechen, der sich nicht zweimal bitten ließ (2.).

Schick feiert den nächsten Blitztreffer.
Die Gastgeber hatten auch in der Folge Leipzig kaum etwas entgegenzusetzen. Über 75% Ballbesitz und eine kontrollierte Vorstellung der Nagelsmann-Elf waren die Folge. Toschüsse von Düsseldorf hatten absoluten Seltenheitswert und stellten Gul´ßacsi vor keine Probleme. Auf Leipziger Seite hätten Sabitzer, Schick, Upamecano und Ilsanker erhöhen können, fanden ihren Meister in Steffen oder schossen am Tor vorbei.
Zum Ende der ersten Halbzeit dann noch ein paar Aufreger. Zuerst traf Sabitzer im Strafraum die Hand von Bormuth, eine Aktion für die es in anderen Spielen schon Elfmeter gegeben hat. In der 44. Dann das erste Lebenszeichen von Düsseldorf, Thommy, bester Vorlagengeber der Fortuna, trieb den Ball an Upamecano vorbei und bediente Kownacki. Der Pole, einst auch mal von RBL umworben, zirkelte den Ball an Ilsanker und Gulácsi vorbei, traf aber nur den Pfosten. Beinahe wäre die maue Chancenverwertung der Rasenballer bestraft worden…
Mit VAR und Routine zum Sieg
Die zweite Halbzeit begann mit einer weiteren nicht genutzten Chance für RBL. Nach einer Klostermannflanke kam Werner zum Kopfball, Steffen parierte aber glänzend (47.). Für die Topchancen sorgte nun auch Düsseldorf selbst, Zimmermann rettete vor Nkunku fast ins eigene Tor (55.) Nur zwei Minuten später gab es dann doch noch Handelfmeter, wieder war ein Düsseldorfer angeschossen worden, die Hände aber auf Kopfhöhe. Nach VAR Einsatz verwandelte Werner sicher und platziert zum 2:0 (58.).
Leipzig schaltete nun einen Gang zurück und Nagelsmann
brachte Cunha, der nun auch bald Vater wird, für Schick und Mukiele für
Klostermann. Der französische Abwehrspieler war es dann, der nach einer schönen
Sabitzerflanke per Kopf das 3:0 erzielte und so den Deckel drauf machte (75.).
Zum Ende kam dann noch Wolf für Werner, der Österreicher
könnte in der Rückrunde dann so richtig zünden, wird spannend im Angriff…Von Düsseldorf kam nach dem dritten Tor genau so wenig wie davor und das Stadion begann sich schon vor Abpfiff zu leeren. Am Ende ein hochverdienter Sieg unserer Rasenballer, diesmal sogar ohne Gegentor.

Halstenberg heute einer der Besten.
Die drei Besten
Halstenberg: Eine Wohltat, besonders im Vergleich zu Saracchi. Zur Halbzeit 94% Passqoute und 100% Zweikampfquote. Auch wenn Düsseldorf kaum Druck machte, so war seine Anwesenheit ein stabilisierender Faktor.
Laimer: Einer der Gewinner der Hinrunde, auch heute wieder wichtig. Laimer ist ein Tausendsassa, der überall auf dem Feld unterwegs ist. Die Vorlage für Schicks frühes Tor sehenswert.
Klostermann: Zurück auf seiner Stammposition heute mit einem guten Spiel. Legte Torchancen auf und holte den Handelfmeter raus. Auch defensiv meist sicher.

Herr Sabitzer, ihre Meinung zur Leistung ...?
Luft nach oben
Sabitzer: Nicht das Spiel des Österreichers. Tauchte wie Nkunku, sein Gegenpart auf der linken Seite, zu oft ab und fand nicht so recht in die Partie. Steigerte sich wie der Fanzose aber im zweiten Durchgang etwas.
Nkunku: Jammern auf hohem Niveau beim besten Neuzugang des Sommers. Heute war Nkunku eher durchwachsen. Gut möglich, dass ein ausgeruhter Forsberg dann im Spitzenspiel auf seine Stammposition zurückkehrt. Legte wie Sabitzer im zweiten Durchgang zu.

Ordentliche Fanunterstützung in Düsseldorf.
Dominante Vorstellung in Düsseldorf. Ein Team, was derzeit einfach auch nicht das Format hat RBL Paroli zu bieten. Die Hausherren wollten Kontern, kamen aber nur ganz selten dazu diesen Plan umzusetzen. Wenn man RBL einen Vorwurf machen will, dann den, dass sie den Sack nicht schon im ersten Durchgang zugemacht haben. Erst der Elfmeter im zweiten Durchgang stellte dann die Weichen auf Sieg. Mukiele bewies als Einwechsler seine Torgefahr und wuchtete zum 3:0 ein, danach war der Drops gelutscht.
Düsseldorf war insgesamt noch schwächer als erwartet. Offensiv ohne Hennings absolut planlos und einzig über einen schönen Fernschuss gefährlich. Leipzig darf erneut etwas mit der Chancenverwertung hadern, hat sich aber durch die wenig fordernden Fortunen schonen können und blieb dieses Mal gar ohne Gegentor. Geht doch!
Durch den Sieg grüßt der einzig wahre Rasenballsport zumindest bis morgen Nachmittag von der Tabellenspitze. Es gilt den Druck auf Mönchengladbach nicht kleiner werden zu lassen. Zumal sich die Elf von Marco Rose in der Rückrunde komplett auf die Bundesliga konzentrieren kann.
Schon am Dienstag geht es weiter mit dem absoluten Topspiel in Dortmund. Leipzig hat nur 1.500 Karten angefordert, die sind bereits vergriffen. Kann Leipzig auch den BVB schlagen, dann wäre dies die Sahnekirsche auf der Hinrundentorte. Die Borussen sind aus ihrem Tief mit vier Siegen und 13:2 Toren wieder aufgewacht. Ein Punktgewinn in Dortmund daher umso wichtiger. Am Samstag geht es gegen Augsburg beim letzten Spiel des Jahres weiter, ein paar Tickets gibt es noch!
Statistik
Fortuna Düsseldorf: Steffen – Ayhan, Hoffmann, Bormuth – Giesselmann, Sobottka (76. Baker), Bodzek (C), Zimmermann – Ampomah, Kownacki (70. Tekpetey), Thommy (81. Barkok)
RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann (65. Mukiele), Ilsanker, Upamecano, Halstenberg – Demme (C), Laimer – Sabitzer, Nkunku – Schick (71. Cunha), Werner (81. Wolf)
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)
Tore: 0:1 Schick (2.), 0:2 Werner (58.) FE, 0:3 Mukiele (75.)
Torschüsse: 5 / 22
Schüsse aufs Tor: 1 / 7
Passquote: 80,2% / 92,7%
Zweikampfquote: 47,9% / 52,1%
Ballbesitz: 34,3% / 65,7%
Laufleistung: 104,1 km / 111 km
intensive Läufe: 536 / 628
Sprints: 160 / 213
Fouls: 12 / 10
Ecken: 3 / 9
Abseits: – / –
Gelbe Karten: Ayhan, Bodzek / Demme (3)
Zuschauer: 35.387 (ca. 1.000 RBL-Fans)
Rumpelstilzchen
dann kommt man trockenen Fußes rüber bzw baut RB dann sicher eine Schnellfahrstraße für die Spieler zur direkten Anbindung der Parkplätze unter dem Stadion