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Morgen kommt der Nagelsmann!

Morgen kommt der Nagelsmann!

Drei Tage vor Heiligabend gilt es noch einmal in der Red Bull Arena. Nach intensiven Wochen empfangen die Leipziger zum Hinrundenfinale den FC Augsburg, momentan sicher eines der Überraschungsteams der Liga. Was uns Samstag erwartet, steht in den folgenden Zeilen.

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Leipzig gegen Augsburg, Spektakel sah bisher anders aus

Am Samstag treffen die beiden Mannschaften bereits zum 10. Mal aufeinander. Die bisherigen Partien waren dabei immer sehr knapp. Nie konnte einer der beiden Kontrahenten mit mehr als zwei Toren unterschied gewinnen – generell schoss keines der beiden Teams in den Aufeinandertreffen jemals mehr als zwei Tore. Die Bilanz aus den ersten neun Spielen ist dabei völlig ausgeglichen. 3x Sieg Leipzig, 3x Sieg FCA, 3x Remis, dabei ein Torverhältnis von 8:8. Gerade die Bundesligaspiele der vergangenen Saison hatten teils einschläfernden Charakter. Nach 90 Minuten stand es sowohl in der Ferne als auch Daheim 0:0. Samstag gilt es auf eine spannendere Partie zu hoffen, mit positivem Ausgang für die Leipziger.


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Noch einmal siegen, dann gäbe es eine Herbstmeisterparty!


Der FCA, aus dem Abstiegskampf direkt ins gesicherte Mittelfeld

Die Augsburger gelten in jeder Saison als ein möglicher Absteiger. In den vergangenen drei Spielzeiten konnte sie sich nie richtig aus dem Dunstkreis der letzten drei Plätze befreien und auch diese Saison begann wenig vielversprechend. Dem Pokal-Aus in der ersten Runde gegen den SC Verl folgte eine Serie aus insgesamt elf Spielen mit lediglich einem einzigen Sieg in der Bundesliga. So standen die Augsburger nach dem 11. Spieltag nur einem Punkt vor dem Relegationsplatz. Seitdem sind die bayerischen Schwaben allerdings aufgeblüht. Seit sechs Spielen ist der FCA ungeschlagen, in dieser Zeit holte das Team von Trainer Martin Schmidt 16 von 18 möglichen Punkten (nur RBL holte genauso viele Punkte) und steht somit nach dem 16. Spieltag mit 23 Punkten verdient auf Platz 10. So entwichen die Augsburger dem Dunstkreis der Abstiegsplätze und befinden sich nun nur knapp hinter den Europa League-Aspiranten.

Im Gegensatz zu einigen anderen Teams starteten die Augsburger nicht mit einem neuen Trainer in die Saison. Sie holten Martin Schmidt bereits zum Ende der vergangenen Rückrunde, um den Klassenerhalt abzusichern. Diesen Klassenerhalt ermöglichte er auch durchaus souverän, so entschied man sich die Zusammenarbeit fortzusetzen. Schmidt steht dabei für einen geradlinigen Pressingfußball, der in Leipzig bekannt ist. Meist lässt er seine Augsburger in einem 4-4-2 agieren, teils mit einer hängenden Spitze, manchmal spielen sie auch im 4-2-3-1, somit haben die Augsburger eine gute Kontrolle im Mittelfeld und können bei Ballgewinn schnell kontern. Gerade das war beim Gastspiel der Augsburger bei der TSG Hoffenheim gut zu sehen.


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Niederlechner gegen RBL, das gab es schon in Liga 3.


Der FCA hatte vor Saisonbeginn einige personelle Abgänge zu verzeichnen. So verließen unter anderem Martin Hinteregger, Jonathan Schmid, Kevin Danso und Marvin Friedrich den Verein. Hinteregger und Friedrich endgültig, nachdem sie bereits ausgeliehen waren. Gerade in der Defensive war der Aderlass zu Saisonbeginn spürbar.

Neuzugänge waren unter anderem Goalie Tomas Koubek, Ruben Vargas und Florian Niederlechner vom SC Freiburg. Eben dieser Niederlechner ist nun Top-Torschütze für die Augsburger in dieser Saison. Nach 16 Spieltagen stehen 7 Tore und 8 Assists auf seinem Konto, damit gehört er zu den Topscorern der Liga. Dicht hinter ihm steht Linksverteidiger Philipp Max, der zuletzt meist im linken Mittelfeld eingesetzt wurde, mit 6 Treffern und 4 Vorlagen. Gerade diese Beiden waren maßgeblich am Erfolg der vergangenen Wochen beteiligt.

Die Augsburger scheinen sich nach einem schwierigen Saisonbeginn gefangen zu haben und sind der Abstiegszone entflohen. Den erfolgreichen Endspurt der Hinrunde wollen sie sicher mit einem Punktgewinn in Leipzig vergolden, nun ist es an Nagelsmann und den Seinen, dies zu verhindern. Fehlen werden dem Team der Ex-Leipziger Rani Khedira, Felix Götze, Carlos Gruezo, Marek Suchy und Alfred Finnbogason.


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Nach Niederlechner der gefährlichste Augsburger: Philipp Max.


Die letzte Kirsche auf die Torte setzen...

Die erste Halbserie unter Julian "Spektakelsmann" neigt sich dem Ende entgegen. Nach fulminantem Start und einer kleinen Tiefphase wirkte der Endspurt wie ein Marathon. Sechs der vergangenen sieben Bundesligaspiele gewonnen, dabei stets Tore im Überfluss. Nagelsmanns Aussage nach der Niederlage in Freiburg, die Mannschaft sei kein Topteam, hat in den Augen vieler dazu geführt, dass die Leipziger ein solches Topteam wurden. Die Krönung der unterhaltsamen und emotionalen Hinrunde war die Partie bei Borussia Dortmund. Eine Halbzeit zum Vergessen und eine Halbzeit, in der man als Zuschauer nicht so richtig wusste, was genau da gerade passiert, sorgten für eine hohe Herzfrequenz innerhalb der 90 Minuten. Dieses Spiel zeigt auf, wo die Leipziger gerade stehen. Nämlich durchaus verdient an der Tabellenspitze. In Halbzeit 1 hatten die Roten Bullen keinerlei Zugriff. Dortmund presste früh, stellte gut zu und ließen so Yussuf Poulsen und Timo Werner fast gar nicht ins Spiel kommen. Die Folge: ein 0:2 Rückstand und die erste richtige Torchance in der Nachspielzeit. Innerhalb der ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte drehten die Leipziger, dank zweier Geschenke des BVB, das Spiel fast, ehe Jadon Sancho erneut auf Führung BVB stellte. Joker Schick belohnte die Leipziger Leistungssteigerung mit dem Ausgleich. Ein durchaus glücklicher Punktgewinn, aufgrund der desolaten ersten Hälfte. Das Auftreten des Teams in den zweiten 45 Minuten zeigte allerdings, dass die Mannschaft sowohl mit Mentalität, Kaltschnäuzigkeit und fußballerische Klasse glänzen kann. Und genau deshalb spiegelt das Gastspiel beim BVB die Hinrunde in gewisser Weise wieder.

Durch den Punktgewinn kann Leipzig am Samstag aus eigener Kraft die Herbstmeisterschaft klar machen. Ein Sieg gegen die Augsburger reicht RB, um nach der ersten Saisonhälfte ganz oben zu stehen. Natürlich, kaufen kann man sich davon wenig, aber es wäre ein weiteres, kleines Kapitel im noch jungen Erfolgsbuch der Leipziger.

Grund für die starke Hinrunde sind neben Nagelsmanns Verbesserungen im Ballbesitzspiel, die bekannte Stärke im Pressing und Kontern, als auch ein paar Neuzugänge. Dazu haben sich etliche Stammspieler nochmal verbessert. Vor allem Marcel Sabitzer und Timo Werner spielen die beste Hinrunde ihrer bisherigen Karrieren. Hinzu kommen ein Christopher Nkunku, der, Stand jetzt, die beste Neuverpflichtung aus dem Sommer ist, und ein Patrik Schick, der immer öfter zeigt, warum er vor zwei Jahren so hoch gehandelt wurde. Eben diese Kombination der drei Faktoren, ein starker Trainer, alte Leistungsträger, die noch einmal eine Schippe draufgelegt haben und größtenteils funktionierender Neuzugänge rechtfertigen den Tabellenplatz und machen Vorfreude auf mehr.

Für das Spiel am Samstag fehlen den Leipzigern nach wie vor Ibrahima Konaté, Willi Orban und Kevin Kampl. Ein Einsatz von Tyler Adams ist ebenfalls unwahrscheinlich.


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In den letzten vier Spielen erzielte Augsburg nur ein Tor gegen RBL.


Der Aufreger der Woche

... ist diesmal gar nicht so leicht zu finden. Die erste Hälfte in Dortmund war sicherlich nicht gut, ein Aufreger nach Wochen der starken Leistungen ist es allerdings nicht. Für Samstag bleibt zu hoffen, dass kein großer Aufreger hinzukommt.


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Gemeinsam zur Herbstmeisterschaft - #WirSindEins!


Das Fazit

Sowohl die Leipziger als auch die Augsburger haben starke Hinrunden gespielt, allerdings mit Ausreißern nach unten. Beide Teams sind zuletzt erstarkt und wollen sich mit einem Punktgewinn belohnen. Die Augsburger könnten damit noch einmal einen Big Point in Sachen Klassenerhalt landen, in Leipzig lechzt man nach der Herbstmeisterschaft. Die Sachsen gehen als Favorit in das Spiel, im letzten Spiel des Jahres ist ein dreifacher Punktgewinn durchaus realistisch, wenn das Team wieder die Stärken der vergangenen Wochen zeigt. Ballsicherheit, starke Ballbesitzphasen, gutes Pressing und Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss. Ein Sieg würde die starke Hinrunde veredeln und die müde Bilanz gegen den FCA etwas aufpolieren.

Anpfiff der Partie ist am Samstag um 15:30 Uhr in der Red Bull Arena. Karten gibt es noch in den Blöcken 50-53 über den Gästefans, aber ein ausverkauftes Stadion ist absolut möglich. Macht die Hütte voll, damit wir gemeinsam ein tolles Fußballjahr 2019 feiern können!

Linus