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RBL schlägt Augsburg!

RBL schlägt Augsburg!

WIR SIND HERBSTMEISTER!

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Ausgangslage

Wer hätte vor Saisonbeginn gedacht, dass wir am letzten Spieltag 2019 gegen den FC Augsburg um die Herbstmeisterschaft spielen würden und nebenbei noch völlig souverän durch die Gruppenphase der Champions League spazierten und zusätzlich noch im DFB-Pokal vertreten sind? Es war eine überragende Hinrunde unserer Roten Bullen, die mit einem Sieg gegen die Fuggerstädter gekrönt werden sollte. Doch mit dem FCA gastierte ein denkbar unbequemer Gegner in Leipzig, der zuletzt 16 von möglichen 18 Punkten holte. Team der Hinrunde vs. Team der Stunde – wer würde die Oberhand behalten?


Personalsituation

Unser Coach musste lediglich auf die Langzeitverletzten Konate, Kampl und Orban verzichten. Dennoch deutete Nagelsmann schon auf der Pressekonferenz an, dass bei einigen Spielern der Akku nicht mehr voll sei und er deshalb rotieren müsse. Doch die größte Überraschung war das Startelf-Comeback von Tyler Adams, der neben Demme auf der "Sechs" startete. Die etablierten Stammkräfte Poulsen, Forsberg und Sabitzer mussten auf die Bank, dafür begannen Schick, Haidara und Nkunku. Lookman stand nicht einmal im Kader.

Gulácsi – Adams, Klostermann, Upamecano, Halstenberg – Demme, Laimer, Haidara, Nkunku – Schick, Werner 

Beim FC Augsburg überraschte Martin Schmidt ebenfalls und ließ den torgefährlichen Angreifer Philipp Max auf der Bank (hatte wohl Halsschmerzen). Zudem fehlte der Ex-Leipziger Khedira gelb-gesperrt.  

Koubek – Lichtsteiner, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago – Jedvaj, Baier, Vargas, Richter – Niederlechner, Cordova


Verlauf 1. Halbzeit

Unser Team dominierte die Anfangsphase und kam mit viel Schwung in die Partie. Werner erzielte sogar die Führung, aber Adams sprang zuvor der Ball im Strafraum an die Hand und somit zählte der Treffer nicht. Anders in der 8. Minute auf der Gegenseite, als sich der FCA erstmalig über die Mittellinie traute, Richter von rechts in den Strafraum flankte und Niederlechner den Stellungsfehler in der Innenverteidigung zur Führung ausnutzte. Zehn Minuten später antworteten wir fast mit dem Ausgleich. Nkunku bediente Schick, der umkurvte Koubek, doch Uduokhai rettete für die Fuggerstädter auf der Linie. Bis zur Halbzeit rannten wir auf das Tor des FCA zu, doch es gelang uns einfach nicht, den Ball im Gehäuse unterzubringen. Schick und Werner hatten mehrere gute Möglichkeiten, Laimer schoss aus guter Position übers Tor und Nkunku scheiterte freistehend vor Koubek. Es blieb somit beim unglücklichen 0:1 Rückstand zur Halbzeit. Bis auf die Chancenverwertung konnte man unseren Jungs nicht viel vorwerfen.


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Laimer knackt das FCA Bollwerk.


Verlauf 2. Halbzeit

Gleiches Bild analog zur 1. Halbzeit. RB belagerte den Strafraum des FCA, doch die Abschlüsse waren nicht gut genug. Wir rannten und rannten und rannten...doch das Bollwerk der Gäste ließ sich nicht knacken. Nagelsmann reagierte und brachte mit Sabitzer neuen Schwung in die Partie. Und dann kam die 67. Minute: Laimer zieht unwiderstehlich mit einem Kraft- und Willensakt in den Strafraum rein, zirkelt den Ball in den langen Winkel und erlöst die 40.000 Leipziger Fans mit dem Ausgleich. Hochverdient und längst überfällig. Unser Team drückte danach weiter und kam – Weihnachtswunder – nach einer Ecke sogar zur Führung! Nkunku flankte perfekt, Schick wurde im Zentrum völlig frei gelassen und hatte keine Mühe zum 2:1 einzuköpfen. Spätestens jetzt explodierte das Stadion und es hielt niemanden mehr auf den Sitzen. Die Herbstmeisterschaft war zum Greifen nah und sollte uns auch nicht mehr entrissen werden. Augsburg wollte plötzlich Fußball spielen (was sie 80 Minuten nicht taten) und ließ sich zur Strafe auskontern. Werner rannte in bekannter Art und Weise allen davon, legte im Strafraum quer zu Poulsen und der erhöhte auf 3:1. Das 800. Pflichtspieltor des Rasenballsports und der 250. Pflichtspielsieg und dies durch den seit Liga 3 in LE kickenden Rekordspieler, der damit seinen 110 RBL-Scorer erzielte. Solche Geschichten schreibt der Rasenballsport.! Deckel drauf, Endstand, Herbstmeister!


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Weihnachtssingen als Herbstmeister in der RBA.


Fazit

Was ein Spiel zum Jahresabschluss. Augsburg war der ideale, polarisierende Gegner um uns Fans vor dem Weihnachtsfest noch einmal richtig in Wallung zu bringen. Es war ein spannendes, nervenaufreibendes Spiel mit einem glücklichen und verdienten 3:1 Heimerfolg für unsere Mannschaft, die trotz einer Vielzahl englischer Wochen die letzten Kräfte mobilisierte und sich selbst gegen kämpferische Augsburger durchsetzen konnte. Es war die Kirsche auf der Sahnetore in dieser Hinrunde. Unglaublich, was dieses Team in allen Wettbewerben abgeliefert hat. Davor kann man nur den Hut ziehen! Die Ausfälle von Kampl, Orban und Konate hat sie eindrucksvoll kompensiert und einige Spieler wie Laimer oder auch Nkunku haben sich sensationell entwickelt. Dazu die Tore von Werner und Schick – Irre! 



Ausblick

Winterpause = Fußballfreie Zeit. Unsere Jungs können nun frische Kräfte sammeln um im neuen Jahr an ihre Leistungen von 2019 anzuknüpfen. Trainingsauftakt ist am 06. Januar, das erste Ligaspiel startet am 18. Januar mit einem Heimspiel gegen Union Berlin. Das Spiel ist bereits ausverkauft. Schaut aber regelmäßig in die Ticketbörse rein, dort sind meistens Rückläufer zu erwerben. 

Langweilig dürfte es für uns Fans dennoch auch in der Winterpause nicht werden. Wie üblich werden uns glaubhafte und völlig wilde Gerüchte um die Ohren fliegen. Wechselwillige Kandidaten in unserem Team sind Mvogo, Saracchi, Cunha und ggf. Ilsanker. Die Vereinsspitze schloss Neuzugänge bislang aus – außer Spieler würden uns verlassen. Sollte bspw. Saracchi gehen (Leihe zu Galatasaray Istanbul), könnte Benjamin Henrichs aus Monaco kommen. Auch das Thema um Salzburgs Stürmer Haaland ist noch nicht final geklärt, wobei derzeit viel für Manchester United spricht. Es bleibt also spannend.


Statistik
RB Leipzig
: Gulácsi – Adams (86. Poulsen), Klostermann, Upamecano, Halstenberg – Haidara, Laimer, Demme (65. Sabitzer), Nkunku – Schick (83. Mukiele), Werner
FC Augsburg: Koubek – Lichtsteiner, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago – Jedvaj (60. Moravek), Richter, Baier, Vargas – Niederlechner (75. Jensen), Cordova (81. Hahn)
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Tore: 0:1 Niederlechner (8.), 1:1 Laimer (68.), 2:1 Schick (79.), 3:1 Poulsen (89.)
Torschüsse: 22 / 6
Schüsse aufs Tor: 7 / 2
Passquote: 87,3% / 65,4%
Zweikampfquote: 53,9% / 46,1%
Ballbesitz: 68,3% / 31,7%
Laufleistung: 116,5 km / 116,2 km
intensive Läufe: 725 / 740
Sprints: 268 / 283
Fouls: 8 / 12
Ecken: 11 / 4
Abseits: 7 / 3
Gelbe Karten: Schick / Uduokhai, Baier, Vargas
Zuschauer: 40.562

Rojiblanco