Werder wieder weggeflext!
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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel
Wunden lecken? Auch wenn es die Wunden des Erfolgs sind, so musste Nagelsmann etwas rotieren und ließ die Vielspieler Nkunku, Angeliño und Konaté draußen und Kluivert erneut von der Leine. Bei Bremen fehlte fast der gesamte Sturm, was sich in der Torschussstatistik niederschlagen sollte.
Dreisatz des Spiels
20 Minuten ließ sich Leipzig Zeit und übernahm dann die Spielführung. Ein regelkonformer Elfer und ein wunderschönes Olmo Tor genügten, um Bremen zu bezwingen. Nach der Halbzeitpause musste sich Leipzig kein Bein mehr ausreißen und brachte den Sieg souverän nach Hause.

Sabitzer mit einem unhaltbaren Elfer.
Neu im Bullenstall
Kluivert erneut von Beginn an. Er war nicht nur der erfolgreichste Dribbler auf dem Feld, sondern auch der schnellste Spieler. Während er gegen ManU und die Bayern äußerst effizient agierte vergab er heute zwei Großchancen. Jammern auf hohem Niveau. Mit seinen Anlagen ist er momentan der Aspirant auf die Wernernachfolge.
Nicht so gut lief es bei Sörloth. Er kam für die letzten 20 Minuten und brachte erneut keinen Torschuss und keinen gewonnenen Zweikampf aufs Feld. Wird mal zeit auch außerhalb der Türkei zu treffen… Zu erwähnen wären auch die beiden eingewechselten Junioren. Wosz fügte sich gut ein, blieb aber unauffällig (ggf. etwas zu viele Ballverluste), Borkowski kam nur für die Nachspielzeit.
Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt
Olmo: Der Spanier auf seiner Paradeposition. Ein wunderschönes Tor zum 2:0 und im ersten Durchgang der Dreh- und Angelpunkt der Leipziger Offensive… nachdem er zuletzt einige unauffälligere Spiele hatte heute einer der besten Kicker auf dem Feld.
Poulsen: Yussuf mit einem typischen Yussi-Spiel. Am Tor ganz knapp vorbeigeschrammt, dafür den Elfer rausgeholt und das 2:0 aufgelegt. Zweitschnellster Spieler auf dem Feld und Mann mit den meisten wichtigen Pässen. Hinter Angeliño (12) mit 11 Torbeteiligungen zweitbester Leipziger Scorer, bei gut 500 Minuten geringerer Spielzeit.
Sabitzer: Der Kapitän mit einer unaufgeregten Leistung, bissig in den Zweikämpfen und mal wieder kompromisslos beim Elfer. Mit Forsberg der sicherste Schütze im Kader.

Bremen wollte stressen, das haben sie nur phasenweise geschafft.
Luft nach oben
Sørloth: Fraglos, sein Tor gegen Istanbul war extrem wichtig, aber über die zweite Garde kommt er momentan nicht hinaus. Auch heute war seine Einwechslung komplett ohne Impakt.
Kampl: Zur Halbzeit raus, vielleicht etwas angeschlagen, hat auch heute nicht sein volles Leistungspensum ausgespielt.
Kategorie: schlecht gealtert
Leipzig in einer Lose-Lose Situation:
— Maximilian (@mkampHB) December 12, 2020
Wäre Selke dabei, würde er sie zerschießen. Da er fehlt werden Osako und Sargent ihn sozusagen rächen.#RBLSVW pic.twitter.com/MhnOPmFSEQ
Gibt ja noch ein Rückspiel...
Tweet des Spiels
Sieg 🥳🥳🥳 #RBLsvw
— BrauseCrew Berlin (@brausecrew) December 12, 2020
Und ça. eine Stunde und xx Minuten TABELLENFÜHRER 🥳🥳🥳🥳 pic.twitter.com/ClP6UVhda0
Oder sogar noch länger...
Champagner oder Bier – die Fans
The Lockdown is upon us, an einen baldigen Besuch der uneinnehmbaren Festung RBA ist bis zum Frühjahr und auch darüber hinaus vorläufig nicht zu denken.
Rasenball für Leipzig 10 - Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Kleiderspende! Corona-bedingt diesmal über mehrere Tage am Stadion. Warme und gebrauchsfähige Winterkleidung für Kinder und Erwachsene. (Kompletter Aufruf bei FB) pic.twitter.com/qlXf4tcLpK
— rasenballisten (@rasenballisten) November 22, 2020
Pfeife des Spiels
Unter Storcks Leitung hatte Leipzig bisher noch nicht verloren, und seine Serie hielt, es sollte auch im sechsten Spiel so bleiben. Die Entscheidung in Halbzeit zwei, den vermeintlichen erneuten Elfer nicht zu geben, war das einzige wirklich kritikwürdige, aber vielleicht lag auch eine hauchdünne Ballberührung vor.

25 Minuten Einsatz für Wosz.
Aufgefallen
1) Werder wollte Leipzig stressen, das ist ihnen nur bedingt gelungen. Ein Grund dürfte in der immer besseren nagelsmannschen Spielanlage zu suchen sein. Mit dem Ball kann RBL eben auch ein Spiel beruhigen und das Spieltempo diktieren. Nicht gegen jedes Team, aber gegen einige.
2) Poulsen ist und bleibt ein Phänomen. Heute einerseits immens wichtig und dennoch kein eignes Tor. Dabei hat er bei seinem Lupfer eigentlich alles richtig gemacht – nur dass der Ball am Ende etwas zu langsam wurde bzw. das Tor zu weit wegstand ...
3) Es fällt schon die gesamte Halbserie auf: Leipzig ist neben aller Spielkultur ein unangenehmer Gegner, im Normalfall hat man mehr Sprints und mehr Fouls als der Gegner. Das dient natürlich auch dazu, eigene Schwächen zu überspielen, ist aber momentan alternativlos.
4) Wieder mal drei vergebene Großchancen, die Effizienz der letzten Spiele brachte RBL heute nicht aufs Feld, diesmal war es aber auch nicht vonnöten.
5) Bremen nach ihrer einzigen Großchance in der ersten Minute nur noch mit 0,3 xG über den Rest des Spiels. Am Ende des Tages reichten die guten Ansätze nicht, allerdings auch kein Wunder, bei den Ausfällen im Sturm. Die Wechsel zeitigten dann auch kein echtes Aufbäumen mehr – vielleicht Schonung für den BVB, immerhin ist der ist ohne den Wundernorweger auch deutlich schlagbarer.
6) Zwei Junioren mit Einsatzzeiten. Es wäre das ideale Spiel für Samardžić gewesen. Schade, dass auch er nun mit Corona bis Jahresende ausfällt.
7) Es bleibt dabei, Werder kann in Leipzig nix holen. Fünfter Heimsieg gegen Bremen. Bitte nicht absteigen - damit die Serie nächste Saison fortgesetzt werden kann!

Poulsen belohnte seine gute Leistung nicht mit einem Tor, dafür aber mit zwei weiteren Scorern.
Gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss? Fakt ist, abseits einer starken Phase in Halbzeit 1 hat sich Leipzig kein Bein ausgerissen. Das genügte, um einen nie gefährdeten 2:0 Heimsieg einzufahren. Den neunten Sieg im neunten Pflichtheimspiel in dieser Saison. Noch einen zum perfekten Strike!
Auf den anderen Plätzen scheiterte die Konkurrenz an ihren Pflichtaufgaben. Der BVB gar spektakulär. Leipzig neben Bayer und Bayern diese Saison noch am souveränsten. Wer das eine ganze Spielzeit durchhält, kann auch was großes werden…
Jetzt noch zwei oder drei Spiele – Leipzig denkt an Klage und will das Pokalspiel verschieben – dann ist Weihnachten. Am besten legt man sich selbst auch gegen Hoffenheim und Köln jeweils drei Punkte unter den Baum. Es wäre das perfekte Weihnachtsfest…
Statistik
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Mukiele (65. Wosz), Upamecano, Orban, Halstenberg – Sabitzer (C, 72. Forsberg), Kampl (46. Adams) – Haidara (72. Sørloth), Olmo, Kluivert (90. Borkowski) – Poulsen
SV Werder Bremen: Pavlenka – Groß (89. Osako), Toprak (72. Moisander), Friedl – Gebre Selassie (C), Möhwald (82. Mbom), M. Eggestein, Augustinsson, Bittencourt (82. Woltemade), Schmid (72. Chong) – Sargent
Schiedsrichter: Sören Storcks (Velen)
Tore: 1:0 Sabitzer (26.) FE, 2:0 Olmo (41.)
Torschüsse: 15 / 10
Schüsse aufs Tor: 7/ 2
Passquote: 87% / 80%
Zweikampfquote: 48% / 52%
Laufleistung: 115,8 km / 115,6 km
Ballbesitz: 55% / 45%
Fouls: 17 / 11
Ecken: 1 / 6
Abseits: 2 / 0
Gelbe Karten: Mukiele (2), Kampl (3), Upamecano (3) / Augustinsson
Zuschauer: keine
Rumpelstilzchen