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Wieder kein Sieg gegen einen Topgegner!

Wieder kein Sieg gegen einen Topgegner!

Trotz einer guten zweiten Halbzeit konnte die Nagelsmann-Elf die Fehler des ersten Durchgangs nicht mehr gänzlich korrigieren. Mit einem 2:2 teilt RBL die Punkte mit den Wölfen. Mukiele besorgte die frühe Führung, Orban den Ausgleich per Kacktor in Halbzeit 2.

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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Entspannung im Lazarett. Kluivert und Nkunku kehrten auf die Bank zurück, Sabitzer konnte spielen. Nagelsmann verzichtete daher erstmals wieder auf Nachwuchsspieler auf den Bankplätzen und hatte abseits der defensiven Dreierkette mehr Optionen. Gewechselt wurde dennoch wenig. Mukiele rückte für Adams zurück auf die rechte Abwehrseite. Poulsen rotierte für Kampl auf die Bank, Forsberg stürmte.

Die Marschroute war klar. Nicht nochmal Punkte in einem Spitzenspiel lassen und mit einem Sieg zumindest über Nacht die Tabellenspitze erklimmen. Nach der Niederlage gegen den BVB gab es erneut Kampfansagen Richtung Meisterschaft. Bei den heimstarken Wolfsburgern wollte man nun Taten folgen lassen.

 

Dreisatz des Spiels

Große Worte und viel zu lang nur wenige Taten, denn auch wenn Leipzig durch Mukiele in Führung ging, so war die erste Halbzeit in weiten Teilen verschenkt und viel zu passiv. Mit einem Kacktor durch Orban kam Leipzig dann zurück ins Spiel, aber Nagelsmann behielt die Stürmer zu lange draußen und so blieb RBL erneut sieglos.

 

Neu im Bullenstall

Sørloth, Hwang und Samardžić zu Beginn auf der Bank und zum Ende auch. Einzig Kluivert wurde eingewechselt und war durchaus offensiv ein Faktor. Leider verhunzte er einen guten zwei gegen einen Konter durch einen schwachen Pass und versemmelte in der Schlussminute die mögliche Führung. Dennoch um Längen besser als die Offensivbemühungen in Halbzeit 1.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Orban: Die Flanke vor dem 1:1 nicht verhindert. Beim 2:1 abgefälscht. Dafür das Kacktor zum 2:2 vorbereitet und vollendet. Das Spiel hatte für Willi heute so seine Höhen und Tiefen.

Nkunku: Sorgte durchaus für Betrieb in der Offensive, holte den Freistoß zum 2:2 raus. Sollte, da Olmo und Forsberg in den letzten Wochen auch nicht mehr vollends überzeugten, bald wieder eine Startelfoption sein.

Klostermann: Rettete am Ende den Punkt.

 

Kluivert brachte Schwung ins Spiel, verpasste aber am Ende Konter und Tor.

 

Luft nach oben

Haidara: Bitte mal unbedingt Abschlüsse und Kaltschnäuzigkeit trainieren…

Halstenberg: Weghorst entwischen lassen. Schlechteste Zweikampfquote der drei Abwehrspieler und meiste Ballverluste im ersten Durchgang. Fing sich aber in der zweiten Halbzeit etwas.

 

Kategorie schlecht gealtert

Zu wenig Feinstaub in den Red Bull Dosen.

 

Tweet des Spiels

So richtig verdient war das Unentschieden nicht...

 

Champagner oder Bier – die Fans

Same procedure as every week. Keine Fans und jeder für sich daheim an den Endgeräten.


Pfeife des Spiels

Stieler, nicht gerade ein Schiedsrichter, der in der RBL Fanszene beliebt ist. Die letzte Leipziger Niederlage unter seiner Leitung war 2018 in Wolfsburg und auch diesmal sollte er RBL kein Glück bringen. Richtig konsistent war seine Leistung nicht so gab bspw. in Halbzeit 1 keine Ecke, nachdem Haidara bei der Klärungsaktion zu Boden ging (27.). Zudem hätte er Mbabu mit Ampelkarte und Weghorst mit Rot vom Platz stellen oder Orbans Aufstützen vor dem 2:2 pfeifen können.

 

Nkunku holte den Freistoß vor dem 2:2 raus.

 

Aufgefallen

1)      Der Biss der zweiten Halbzeit hat in der ersten gefehlt. Nach dem Tor überließ RBL den Wölfen das Spiel und die zeigten sich – etwas glücklich – eiskalt. RBL also erneut nicht mit zwei gleich guten Halbzeiten. Daran muss man arbeiten. Zumal es nicht an Kraft mangelte in Halbzeit 2.

2)      Zwei Schüsse aufs Tor und zwei Tore. Wolfsburg heute mit mehr Glück als Leipzig, denen aus neun Schüssen aufs Tor ebenfalls nur zwei Treffer gelangen. Dennoch hätte man das Spiel am Ende auch verlieren können, wenn Weghorst nicht knapp verpasst hätte (88.).

3)      Seit dem DFB Pokalsieg in Wolfsburg im Oktober 2019 hat Leipzig gegen kein Team aus der Top-7 der Abschlusstabelle 18/19 gewonnen. Nicht gegen Mönchengladbach, nicht gegen Wolfsburg, nicht gegen Frankfurt, nicht gegen Leverkusen, nicht gegen München, nicht gegen Dortmund. Weder in dieser bald abgeschlossenen Hinrunde noch in der letzten Rückrunde also. Das ist definitiv zu wenig, um markige Sprüche in Richtung Tabellenführung rauszuschicken. Ggf. sollte man diese Bilanz mal an die Kabinentür pinnen…

4)      Auf der anderen Seite darf man durchaus konstatieren, dass die Wölfe daheim noch ungeschlagen sind und RBL sie am Ende am Rande einer Niederlage hatte. Auf jeden Fall eine Leistungssteigerung im Vergleich zum BVB Kick.

5)      Vier Gegentore aus den letzten zwei Spielen, das Prunkstück, die RBL Defensive bröckelt etwas. Upamecano zuletzt eher so durchschnittlich, Konaté und Sechser Laimer fallen weiterhin aus. Immerhin gibt Klostermanns Rückkehr Hoffnung. Nach einem schlechten Spiel gegen den BVB heute verbessert.

6)      So als Sørloth und Hwang könnte man sich etwas verschaukelt vorkommen. Da steht es 2:2, RBL durchaus auch mal mit Flanken unterwegs und der Norweger bleibt draußen. 30-40 Mio quasi ungenutztes Kapital und das nach dem ersten wichtigen Bundesligatreffer. Ohne Spielzeit wird es wohl auch nicht besser. Haidara im Torabschluss heute mal wieder mau und Forsberg bis auf die Vorlage zum 1:0 auch wenig zu sehen. Die Chance zur Einwechslung wäre schon irgendwo dagewesen.

7)      Den Sprung auf Platz 1 erneut verpasst. Hat RBL doch eine Erstplatzallergie? Und wie gefährlich ist so ein andauernder Lachkrampf für die Bayern?

8)      Zwei Tore durch Verteidiger – ja ist denn schon wieder Beginn der Hinrunde? Gut heute war es ohne Stürmer auch schwer für die Stürmer ein Tor zu schießen. Allerdings sollten diverse Mittelfeldspieler mal ein paar Übungsstunden im Abschluss nehmen.

 

Wir z.B. ...

 

Fazit & Ausblick

Seit Oktober 2019 wartet RBL jetzt schon auf einen Sieg gegen ein Team aus der Top-7 der Abschlusstabelle 18/19 (FCB, BVB, Gladbach, Bayer, Frankfurt und Wolfsburg). Auch heute wieder mal nur ein mageres Pünktchen. Da braucht man dann auch keine Kampfansagen rausschicken, wenn selbst solche Spiele nicht gewonnen werden.

Auch die Wechsel am Ende nicht wirklich zu verstehen. Kein Sørloth und Poulsen erst in der 89.? Gegen Wölfe, die dann auch bei Eckbällen gefährlich waren. Da fehlte irgendwie auch der letzte Mut auf der Trainerbank.

Mit Union und Leverkusen warten die nächsten schweren Broken schon in diesem Januar. Gelingt RBL endlich mal wieder ein Big Point? Auch heute hätte man Boden auf Leverkusen und den BVB gutmachen können, wieder hat man dies versäumt. Es sind solche Spiele, die am Ende erneut dafür sorgen werden, dass den Ansagen keinerlei echte Taten folgen werden und selbst ein schwächelnder FCB am Ende wieder ganz oben ist.

 

Statistik
VfL Wolfsburg: Casteels – Mbabu, Lacroix, Brooks, Otávio – Guilavogui (C), Schlager – Steffen (85. Philipp), Gerhardt, Baku (70. Brekalo) – Weghorst
RB Leipzig: Gulácsi – Halstenberg, Upamecano, Orban – Angeliño, Sabitzer (C), Kampl (78. Kluivert), Mukiele (66. Klostermann) – Olmo (89. Poulsen), Forsberg (46. Nkunku), Haidara
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)
Tore: 0:1 Mukiele (5.), 1:1 Weghorst (20.), 2:1 Steffen (35.), 2:2 Orban (54.)
Torschüsse: 9 / 12
Schüsse aufs Tor: 2/ 9
Passquote: 74% / 77%
Zweikampfquote: 47% / 53%
Laufleistung: 117,0 km / 116,4 km
Ballbesitz: 48% / 52%
Fouls: 15 / 9
Ecken: 6 / 6
Abseits: 2 / 0
Gelbe Karten: Otávio, Mbabu, Weghorst, Lacroix / Kampl (4), Mukiele (3), Angeliño (1)
Zuschauer: keine

Rumpelstilzchen