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3:0 in Freiburg – ein fast schon meisterlicher Auftritt
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3:0 in Freiburg – ein fast schon meisterlicher Auftritt

3:0 in Freiburg – ein fast schon meisterlicher Auftritt

Eine – man ist schon fast geneigt zu sagen – meisterliche Vorstellung. Wo andere stolpern und Leipzig zuletzt selbst quasi immer zu Fall kam, siegen die Rasenballer bei ihrem Gipfelsturm mit 3:0. Nkunku, Sørloth und Forsberg erzielten die Tore in Freiburg. Spitzenreiter! Mindestens für eine Stunde!

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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Beste Laune beim einzig wahren Rasenballsport. Die Siege gegen Gladbach und Wolfsburg geben Rückenwind für die kommenden Aufgaben. Auch der Ausfall von Stammspielern konnte bisher kompensiert werden. Nach Angeliño, Halstenberg und Sabitzer (heute mit Gelbsperre) nun aber auch noch Orban. Wird langsam dünn, auch wenn alle Genannten, anders als Szoboszlai und Laimer, bald wieder zurück zu erwarten sind.

Nagelsmann im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel lediglich mit zwei Wechseln in der Startelf. Sørloth wurde für seine letzten Leistungen belohnt und rückte für den gegen Wolfsburg zweikampfschwachen Kluivert ins Team. Haidara ersetzte Orban, Adams rückte auf die rechte Seite. Streich musste in seiner ausgeruhteren Elf nicht tauschen und agierte mit der gleichen Mannschaft die zuletzt Leverkusen geschlagen hatte, inklusive Ex-RBLer Demirović.

 

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Dreisatz des Spiels

Oha – das wirkte sehr abgeklärt! Leipzig provozierte und nutzte die Fehler von Freiburg eiskalt aus und siegte verdient und ungefährdet mit 3:0 im Breisgau. Nach drei Pleiten beim SCF heute eine fast schon meisterliche Vorstellung inklusive Kontertoren und einem treffenden Sørloth – Ketschupflasche ist offen!

 

Die Doppelscorer des Spiels!

 

Neu im Bullenstall

Sørloth von Beginn an und mit seinem dänischen Kollegen Poulsen an der Seite, das hatte er sich verdient und das versprach eine Menge Dynamik. Nach der Hinrundenpleite in Gladbach erst das zweite Mal, dass beide Sturmkanten in der Startelf standen. Heute der erste Sieg! Sørloth wich viel auf die rechte Seite aus, Poulsen ließ sich oft in den Rückraum fallen. So ganz rund wirkte das noch nicht, aber es schaffte Platz für Nkunku und der stach am Ende. Hwang später für Poulsen, vergab leider die Großchance zum früheren 3:0 in der 72., weil er irgendwie zu viel wollte. Samardžić und Henrichs noch in den letzten Minuten, der dominante Spielverlauf erlaubte dies.

 

Sørloth pflügte durch den Breisgau.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Kampl: Heute der Lenker auf der Sechs mit vielen wichtigen Ballgewinnen, an der Entstehung aller Tore beteiligt und mit einer guten Passquote. Schade, dass Kampl nicht immer auf 100% ist, fit ist er einer der besten ZDMs der Liga. Man of the Match und eines seiner besten Saisonspiele heute.

Nkunku: Wie Sørloth auch er mit zwei Scorern, viel Laufarbeit und auch nicht zu schade, defensive Laufwege zu gehen. In Sachen Zweikampf kann er sich noch steigern, ist aber jammern auf hohem Niveau.

Sørloth: Das dürfte eine veritable Ketschupflaschenexplosion gewesen sein. Wahrscheinlich muss der Alex jetzt seine Küche neu streichen. Schon wieder zwei Scorer – es hat gedauert, aber nun wird er endlich zu dem König, den wir hier erwartet hatten.

 

Kampl heute Man of the Match – der Lenker im Maschinenraum.

 

Luft nach oben

Olmo: Die Abschlussschwäche ist bekannt (meiste Torschüsse pro Einsatzminute aller RBL Spieler aber nur drei Bulitreffer) aber auch die Pass- und Zweikampfquote war heute nicht gut. Olmo hat fraglos seine Momente im Spiel, dennoch muss er sich steigern. Es sind letztlich die gleichen Kritikpunkte wie vor einer Woche gegen Gladbach (zumindest da in Halbzeit 1).

 

Kategorie schlecht gealtert

Da hat sich Freiburg tatsächlich nicht genug gequält, aber RBL war auch stark.

 

Tweet des Spiels

Sahnehaube des Spiels!

 

Champagner oder Bier – die Fans

So langsam muss man sich Gedanken über einen eventuellen Titelgewinn machen. Wie würde man den in Coronazeiten feiern? Bekommt mal den Arsch hoch bei der Impfgeschwindigkeit!

 

Pfeife des Spiels

Guido Winkmann mit seinem zehnten Einsatz in einem Leipziger Spiel. Noch nie hatte RBL unter seiner Leitung verloren (6 Siege) und vor gut 1,5 Jahren beim letzten Einsatz einen Kantersieg gegen Mainz gefeiert. Waren augenscheinlich beste Voraussetzungen, um auch heute als Sieger vom Feld zu gehen.

Im Spiel hatte er dann wenig zu tun, es ging nicht sehr ruppig zu, nicht alles hätte man wohl gleich entschieden, aber zu meckern dürften auch die Verlierer wenig haben.

 

Olmo mit Luft nach oben.

 

Aufgefallen

1)      Drei Pleiten in Folge im Breisgau, da konnte man schon zaghaft von Angstgegner sprechen. Dazu war die Streichelf super drauf (in den letzten 13 Spielen mit Zweipunkteschnitt), hatte den BVB und Bayer geschlagen. Dennoch der Leipziger Sieg – ist das schon die Titelreife?

2)      Bei fünf oder mehr Spielen hatte RBL nur gegen die Bayern und den BVB sowie gegen Frankfurt und Heidenheim eine schlechtere Punkteausbeute als gegen Freiburg. Mit dem heutigen Sieg kommt Leipzig endlich wieder auf eine 50% Siegquote. Nächster Halt die Eintracht?

3)      Fast auf den Tag genau fünf Jahre nach dem legendären Schneespiel und nach drei Pleiten in Folge ein Sieg im Stile einer Spitzenmannschaft. Freiburg in Halbzeit 1 nur mit einem Torschuss (Freistoß in die Mauer) und auch im zweiten Durchgang nur leicht besser (die ersten fünf Minuten). Dieses aktive Verteidigen über eigenen Ballbesitz, eine gute Abwehr und eine schlaue Restfeldverteidigung sind die Säulen auf denen der Leipziger Erfolg ruht.

4)      Das 3:0 war die Sahnehaube des Spiels. Eine wunderschöne Passstafette mit einem krönenden Abschluss durch Forsberg.

 

Hwang vergab die Chance zum frühzeitigen 3:0.

 

5)      Treffende Stürmer und nun kann RBL sogar wieder kontern – ein besonderer Dank hier an Kampl! Die Mixtur wird immer meisterlicher.

6)      Upamecano: Ein Erlebnis der anderen Art, wenn man gegen Upa ran muss. Dieses Mal hatte Ex-Leipziger Demirović das zweifelhafte Vergnügen. Nächste Saison müssen dann leider unsere Jungs in diese unangenehmen Zweikämpfe.

7)      Poulsen: Mal wieder Mr. Selbstlos. Eiskalt für den besser positionierten Nkunku aufgelegt, Scorer Nummer Zehn in der Bundesliga. 19 hatte er unter Rangnick, ambitioniert aber noch möglich. Heute etwas tiefer positioniert und als halber Spielmacher unterwegs, klappte hin und wieder ganz gut.

8)      Nur einen Schuss aufs Tor ließ RBL und der war ungefährlich. Auch Freiburg wurde also offensiv der Zahn gezogen (0,2 xG), einem der formstärksten Teams. Man selbst spielte dabei sicherlich nicht die Sterne vom Himmel, aber ungemein abgezockt.

 

 

9)      In den letzten acht nationalen Spielen RBL mit acht Siegen und lediglich drei Gegentoren. Diesen Schwung jetzt mit nach Budapest nehmen und dann schauen wir mal…

10)      Ein Spieltag wie gemalt. Wolfsburg verliert, Frankfurt nur mit einem Punkt und in Gladbach wird Rose immer mehr zur lame duck. Bitter, aber das kommt eben davon, wenn man sich mit dem BVB einlässt. Die Champions League dürfte nach diesem Spieltag als quasi-gebucht für RBL gelten, da müsste schon der Himmel einstürzen...

 

Spitzenreiterswing!

 

Eine reife Leistung (O-Ton Krösche). Dem kann man nur zustimmen. Trotz der schweren Spiele gegen Gladbach und im Pokal (WOB) sowie Liverpool vor der Brust, war die erste Halbzeit konzentriert und ergebnisorientiert und in den letzten 30 Minuten hatte RBL die Streich-Elf dann im Sack.

Freiburg ist nur der Auftakt zur nächsten Woche der Wahrheit. Mit Liverpool und Frankfurt gibt es nun zwei echte Brocken. Der LFC taumelt, aber im Hinspiel reichte es dank der vertrackten Leipziger Aussetzer. Kann die Nagelsmann-Elf am Mittwoch schnell ein Tor in Budapest erzielen, könnte dennoch noch etwas gehen. Die Eintracht, wie Freiburg kein Lieblingsgegner unserer Rasenballer, muss natürlich für die großen Ziele ebenfalls dran glauben.

Gleich beginnt der "Deutsche Clásico", eigentlich egal, wie das Spiel endet. RBL kann entspannt zuschauen, gewinnen die Bayern darf die Zementierung der kommenden Champions League Teilnahme als komplett erhärtet gelten. Siegt der BVB, dann steht man auf dem Platz an der Sonne und bei Punkteteilung gibt es eben ein bisschen von beidem.


 

Stimmungsbild.

 

Statistik
SC Freiburg: Müller – Kübler (81. Schlotterbeck), Lienhart, Heintz, Günter (C) – Santamaria (65. Sallai), Höfler, Schmid, Grifo (80. Jeong) – Höler (69. Petersen), Demirović (69. Til)
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Adams (84. Henrichs), Mukiele, Upamecano, Klostermann (84. Konaté) – Haidara, Kampl – Nkunku (85. Samardžić), Olmo (62. Forsberg) – Poulsen (62. Hwang), Sørloth
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Tore: 0:1 Nkunku (41.), 0:2 Sørloth (64.), 0:3 Forsberg (79.)
Torschüsse: 5 / 13
Schüsse aufs Tor: 1 / 7
Passquote: 73% / 82%
Zweikampfquote: 50% / 50%
Ballbesitz: 42% / 58%
Laufstrecke: 111,5 km / 112,7 km
Fouls: 10 / 13
Ecken: 1 / 3
Abseits: 0 / 1
Gelbe Karten: Höfler / Hwang (2)
Zuschauer: keine

Rumpelstilzchen