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Bigpoint im Kampf um die Champions League!
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Bigpoint im Kampf um die Champions League!

Bigpoint im Kampf um die Champions League!

Hocheffizient und mit einem klaren Plan gewinnt Leipzig gegen den Tabellennachbarn aus Köln und fährt zum Beginn der spanischen Los Wochos einen immens wichtigen Sieg im Kampf um die Champions League Plätze ein. Olmo und Nkunku überragen als Offensivduo.

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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Leipzig ist zurück im Geschäft. Trotz der Niederlagen gegen die Bayern und Bielefeld darf der Start unter Tedesco als gelungen bezeichnet werden. Das Spiel in München konnte RBL wie zu den besseren Zeiten unter Nagelsmann relativ ausgeglichen gestalten, es sind wieder klare Strategien erkennbar und das Lazarett lichtet sich.

Gute Voraussetzungen, um ins Verfolgerduell gegen Köln zu gehen, die auf ihren Topstürmer Modeste verzichten mussten, während Tedesco fast aus dem Vollen schöpfen konnte, aber nur auf zwei Positionen wechselte – Haidara für Kampl und Henrichs für Mukiele.

 

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Dreisatz des Spiels

Eine Konstante der letzten Jahre war die ausbaufähige Verwertungsquote der Chancen – das machen die Leipziger im neuen Jahr deutlich besser. Gegen Köln kontrollierte RBL bis zum 3:0 das Spiel und schlug eiskalt (drei von vier Schüssen aufs Tor waren drin) wie auch wunderschön (Freistoß-, Fernschuss- und Kontertor) zu. Danach ließen die Rasenballer die Zügel etwas zu sehr schleifen und durften sich kurz vor Ende über den Kölner Ehrentreffer ärgern.

 

Ballkünster unter sich ... und Henrichs.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Olmo: Gegen die Bayern war es mir persönlich noch etwas zu wenig, was nach der langen Pause auch durchaus erwartbar war. Gestern war Olmo im Mittelfeld einer der Antreiber und auch wenn Leipzig kein Feuerwerk abbrannte, so war der Spanier doch an vielen Offensivaktionen beteiligt. Hier und da fehlt es immer noch an Effizienz, aber das Fernschusstor sowie der herausgeholte Freistoß und die Vorlage zum 3:0 wussten bestens zu entschädigen. Mehr noch als Nkunku scheut er keinen Zweikampf mit dem Ball am Fuß (13 Zweikämpfe waren der zweitbeste Wert nach Gvardiol) und kann gut dribbeln (meiste Dribblings auf dem Feld, meiste gewonnene Dribblings).

Nkunku: Wer Olmo sagt muss auch Nkunku sagen. Der Franzose auch im Sturm überragend. Ihn konnte Leipzig schicken, wenn Köln aufgerückt war, um die Abwehrspieler unter Druck zu setzen. Das funktionierte am Ende nicht immer (aber beim 3:0 war das im Prinzip der Grundansatz), aber die Idee dahinter war klar und mit einer Steigerung der Passqualität im letzten Spielfelddrittel könnte Leipzig hier sehr erfolgreich agieren. Sein wichtiges Freistoßtor zum 1:0 natürlich aller erste Sahne, die Zweikampfquote dagegen etwas verbesserungsbedürftig.

Laimer & Haidara: Führten zusammen 16 Zweikämpfe und gewannen davon 11. Das sind andere Werte, als man vom Duo Kampl & Adams in der Hinrunde so gewohnt war. Zwar fehlte es noch an Spielkontrolle und Passqualität, aber in Sachen Bissigkeit war es ein anderes Niveau. Alternativ hätte hier aber auch mal wieder die unerbittliche Maschine Gvardiol genannt werden können.

 

Nkunku bleibt der Überflieger vom Dienst.

 

Luft nach oben

Silva: Spielte ein wenig yussufesk. War also im Sturm dafür zuständig in die Zweikämpfe zu gehen und die Bälle zu verteilen. Das gelang ihm gar nicht so schlecht, aber die Passqualität war zu niedrig und dass am Ende kein einziger Torschuss heraussprang, war natürlich auch nicht im Sinne des Erfinders. So muss Silva noch mindestens eine Woche auf seinen 10. Bundesligasaisontreffer und sein 50. Bundesligator warten.

Orban: Steile These: Wenn Modeste gespeilt hätte, wäre Orbans Leistung ggf. weniger ausreichend gewesen. Nur ein gewonnenes Kopfballduell und unter 40% Zweikampfquote. In der Abwehrkette war Willi gegen Köln der Unsicherheitsfaktor. Wobei weder Mukiele noch Simakan sich nach der Einwechslung mehr angeboten hätten.

Wechselspieler: Kaum positiver Impact von der Bank. Das lag zum einen auch am Spielstand und den kommenden Aufgaben, aber eigentlich konnte sich keiner der fünf eingewechselten Kicker wirklich anbieten. Poulsen auch nicht besser als Silva, der zumindest noch in die Zweikämpfe fand. Forsbergs Entscheidungsfindung war nicht gut und allgemein zu langsam. Mukiele und Simakan konnten die Abwehr am Ende nicht stabilisieren. Szoboszlai agierte im Zentrum auch eher als Mitläufer und war in Sachen Zweikampf natürlich kein adäquater Ersatz für Laimer.

 

Kategorie muss unbedingt gut altern

Mehr bagpipes wagen!

 

Tweet des Spiels

Darum geht es letztlich, denn ohne Fans ist alles nüscht...

 

Champagner statt Bier – die Fans

Es tut so gut wieder im Stadion zu sein. Auch wenn nur zu einem Drittel gefüllt, war es doch die Atmosphäre, die wir alle so lieben. Die gerade Kurve mit den besten Schlagern und trotz Kälte am Ende mit kurzer Party mit den Spielern. Den Trainer nach dem Spiel in die Kurve zu rufen, vielleicht etwas verfrüht – gemessen daran, wie das in der Hinrunde für Marsch ausgegangen ist – aber bei dem Start in die Rückrunde auch etwas verständlich. Mein Kleiner hofft immer noch auf sein Nkunku-Trikot, aber wenigstens hat er jetzt endlich wieder die Möglichkeit dazu. Eine 50% Auslastung scheint greifbar, wobei sich dann schon fast die Frage stellt, ob RBL genügend Käufer für die Karten findet, denn die letzten 1.000 Karten gegen Köln wurden ihnen auch nicht gerade aus den Händen gerissen. Da macht sich Fußball- und Coronamüdigkeit bemerkbar.

 

Gelingt es die Ränge irgendwann wieder vollständig zu füllen?

 

Pfeife des Spiels

Sechster Einsatz für Badstüber mit Leipziger und vierter mit Kölner Beteiligung bzw. sein 19. Einsatz in der Bundesliga. RBL brachte er eigentlich meist Glück (nur ein Unentschieden), Köln eher weniger (nur ein Sieg im Elfmeterschießen). Seine eher lockere Linie bevorteilte eher die Kölner (fast doppelt so viele Fouls). Im Großen und Ganzen gab es aber keine echten Aufreger, was bei Schiedsrichtern eigentlich stets positiv zu bewerten ist.

 

Party mit den Fans machte Laune.

 

Aufgefallen

1)      Bis zum 3:0 war es zwar kein Offensivfeuerwerk unserer Rasenballer, aber defensiv hatte Leipzig Köln im Griff. Dieses lange vermisste Gefühl den Gegner spielerisch zu kontrollieren und defensiv sicher zu stehen, feiert in der Rückrunde seine Wiederauferstehung. Federführend dabei der neue Trainer, eine klare Idee, was die Kicker auf dem Feld machen sollen (Köln rauslocken und die Lücken nutzen) und eine Besinnung auf die Stärken des Kaders (eine gesunde Mischung aus Ballbesitz und Spiel gegen den Ball).

2)      Nicht alle werden derzeit mit dem Passspiel zwischen den Verteidigern und Gulácsi warm. Gegen Köln war dieser Ansatz aber sicherlich die Maßgabe, um den FC möglichst tief in die Leipziger Hälfte zu locken und dann die Lücken zu nutzen, in die Nkunku geschickt wurde. Auch wenn das nicht immer sicher aussah, so war es dies bis zum 3:0 dennoch. Denn bis dahin kam der FC quasi zu keinerlei echten Abschlüssen. Trotzdem merkte man, dass RBL hier noch zu sehr von einzelnen Abwehrspielern abhängig ist (bspw. Gvardiol), um die Spielzüge zu eröffnen und nicht alle (bspw. Klostermann oder Orbán) hier über die gleichen Fähigkeiten verfügen. So war die linke Seite mit Angel und Gvardiol dann auch die deutlich aktivere als die rechte mit Henrichs und Klostermann.

 

Nkunku Momente.

 

3)      Wie schon oben angesprochen war der Auftritt im Mittelfeld zwar noch nicht top, aber um Längen besser als das, was in der Hinrunde so aufs Feld gezaubert wurde. Kampl bringt hier sicherlich noch etwas mehr Passqualität mit, aber kämpferisch und läuferisch macht dem Duo Haidara & Laimer keiner so schnell was vor. So können auch Lücken geschlossen und Fehler besser kompensiert werden. Adams dürfte sich auf eine Rückrunde mit viel Zeit auf der Bank einstellen können oder er muss gewaltig zulegen. Dass er mehr kann, als in weiten Teilen der Hinrunde gezeigt, war auch in Leipzig schon zu sehen.

4)      Die letzten 30 Minuten ging RBL etwas zu sorglos an. Klar mit den Europa League und Pokal Wochen vor der Nase muss das Team solche Ergebnisse auch nutzen, um Kräfte zu sparen. Zum einen kam hier von der Bank keine große Entlastung, obwohl Tedesco durchaus Spieler mit Stammplatzanspruch einwechseln konnte. Zum anderen sorgte das tiefe Verteidigen dafür, dass Köln weiterhin in die gefährlichen Zonen kam. Hier hätte ein anderer Spielansatz am Ende wohl besser getragen.

 

Tedesco nach dem guten Rückrundenstart entspannter und haderte nur mit der Entscheidungsfindung im letzten Drittel.

 

5)      Das Glück ist mit den Tüchtigen. Letzte Woche wurde die Pleite in München nicht bestraft und auch diese Woche spielen einige der anderen Vereine für Leipzig. Freiburg und Mainz mit einem Unentschieden. Wolfsburg siegt mit Kruse sogar in Frankfurt und auch der Gladbacher Sieg könnte für RBL günstig sein, wenn verbesserte Fohlen später ggf. auch andere Konkurrenten schlagen würden. Nur Union könnte Leipzig morgen realistisch gesehen (die Tordifferenz der TSG ist zu niedrig) noch von Rang 4 verdrängen. Wenn nicht, wäre es die beste Saisonplatzierung unserer Leipziger!

6)      Gemessen am heutigen Bochumer Sieg gegen die Bayern kann man als Fan schon etwas traurig sein, dass es letzte Woche nicht auch zu mehr gereicht hat. An solchen Spielen kann sich die Liga eine Scheibe abschneiden. Die Bayern sind schlagbar!

 

Offensiv war Luft nach oben.

 

7)      Die letzten drei Spiele gegen Köln konnte RBL nicht gewinnen und wie Marsch blieb auch Nagelsmann letzte Saison sieglos. Um so höher darf der Erfolg gestern bewertet werden, denn der FC ist in dieser Saison solide unterwegs und gerade kämpferisch durch Baumgart gut eingestellt.

8)      Nach dem Spiel holte Orbán zum Rundumschlag gegen Marsch aus. Deftige, aber wahre Worte die der ehemalige Kapitän fand. Der Verfall der spielerischen Qualität in der Hinrunde nach zwei Jahren Nagelsmann war extrem rapide. Marsch bzw. auch Mintzlaffs Berufung Marschs rissen hier mit dem Arsch ein, was Rangnick und Nagelsmann in mehreren Jahren sorgsam aufgebaut hatten, ohne dabei zu berücksichtigen, wie der Kader sich seit dem Aufstieg verändert hat.

9)      Nur noch gut 10 Tore (je nach Zählung, wegen Siegen am grünen Tisch) und dann kann RBL sein 1000. Pflichtspieltor feiern. Das wäre ggf. noch diesen Monat möglich.

 

Zuletzt noch ob der schlechten Chancenverwertung kritisiert, gegen Köln mit Sonntagsschuss: Olmo.

 

10)      Abseits des Sieges gegen Dortmund hat Leipzig in der Hinrunde gegen kein Team gewonnen, was aktuell in der oberen Tabellenhälfte steht. Da markieren die Siege gegen Mainz und nun Köln einen wichtigen Wendepunkt in der Saison. Genau diese Spiele muss RBL nämlich in der Rückrunde gewinnen, um am Ende die Champions League-Qualifikation zu schaffen.

11)      Morgen spielt der kommende Gegner aus San Sebastián gegen Granada (eigentlich ein Pflichtsieg). Seit dem Sieg gegen Atletico vor gut einem Monat haben die Basken nicht mehr getroffen und agieren derzeit ausbaufähig. Ein Leipziger Erfolg am Donnerstag wäre ein wichtiger Schritt Richtung Titten – wie Forsberg sagen würde.

 

Ob Westen, Nordern, Süden oder Osten ... im Stadion ist's am bosten...

 

Ein echter Bigpoint! Gerade die kontrollierte Art und Weise, in der Leipzig bis zum 3:0 auftrat, wusste zu überzeugen. Mit diesem Sieg vergoldet Tedesco seinen Rückrundenstart und bringt RBL endgültig zurück ins Rennen um die letzten zwei Champions League Plätze.

Offensiv war hingegen noch nicht alles so goldig. Beide Teams unter einem xG, die Tore durch Sonntagsschüsse von Nkunku und Olmo fallen in dieser Form auch nur alle zehn Spiele. Auch wenn Köln bis zum 3:0 offensiv nicht stattfand, so war RBL diesbezüglich nicht so viel besser, wie das Ergebnis nahelegen könnte.

Der Ehrentreffer für Köln etwas unnötig, aber nach den letzten 30 Minuten nicht unverdient. Dass von der Bank kaum Impulse kamen, war nicht so schön. Dass Leipzig in Anbetracht der anstehenden möglichen fünf englischen (bzw. spanischen) Wochen einen oder auch zwei Gänge zurückschaltete, war hingegen durchaus verständlich.

 

Die PK nach dem Sieg.

 

Kicker –  Whoscored –  Sofacore –  Understat –  RBL –  Bundesliga –  FotMob


Statistik
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Henrichs, Klostermann (70. Simakan), Orbán, Gvardiol, Angeliño (78. Mukiele) – Haidara, Laimer (70. Szoboszlai) – Olmo (64. Forsberg) – Silva (64. Poulsen), Nkunku
1. FC Köln: Schwäbe – Schmitz, Kilian, Hübers, Hector (C) – Özcan, Skhiri (85. Ostrak) – Thielmann (62. Schindler), Duda (62. Uth), Kainz (62. Ljubicic) – Andersson (85. Lemperle)
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)
Tore: 1:0 Nkunku (25.), 2:0 Olmo (54.), 3:0 Angeliño (57.), 3:1 Lemperle (90.+1.)
Torschüsse: 6 / 9
Schüsse aufs Tor: 4 / 2
expected Goals: 0,9 / 0,8
Passquote: 79% / 81%
Zweikampfquote: 50% / 50%
Ballbesitz: 50% / 50%
Laufleistung: 115,2 km / 119,3 km
Sprints: 254 / 282
Fouls: 6 / 11
Ecken: 5 / 6
Abseits: 2 / 0
Gelbe Karten: Gvardiol (4) / Thielmann, Hübers
Zuschauer: 15.000

Rumpelstilzchen