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Ein Tänzchen mit den Rückrundenbesten
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Ein Tänzchen mit den Rückrundenbesten

Ein Tänzchen mit den Rückrundenbesten

Trotz eines frühen Rückstands ein kaum gefährdeter 6:1 Auswärtssieg in Fürth und damit die Rückkehr auf Platz 4 für unseren Rasenballsport. Leipzig suchte und fand die Lücken in der Hintermannschaft der Spielvereinigung. Nkunku, Forsberg und Angeliño überragten.

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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Während in der Ukraine der Krieg tobt, geht die Bundesliga weiter. Für einige verständlicherweise befremdlich aber immerhin laufen viele Hilfs- und Unterstützungsaktionen. Das letzte Gastspiel in Fürth war seinerzeit eine reichlich schmierige Angelegenheit, als von den „Gastgebern“ Öl im Leipziger Fanblock verteilt wurde.

Durch die Ergebnisse auf den anderen Plätzen war klar: Gegen den Tabellenletzten (immerhin sechs Heimspiele ohne Niederlage) zählte nur der Sieg, dann wäre es ein Vierkampf um Platz 3 und 4. Tedesco musste auf Olmo (Erkältung) und Kampl (Ohrenschmerzen) verzichten. Gvardiol musste kurzfristig für Klostermann einspringen, der beim Aufwärmen muskuläre Probleme hatte.

 

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Dreisatz des Spiels

Ein Ausrufezeichen im jetzigen Vierkampf um die beiden verbleibenden Champions League Plätze. Obwohl RBL früh in Rückstand geriet, setzte es am Ende eine 6:1 Klatsche für Fürth, die den Rasenballern das Leben nicht wirklich schwer machten. Als Spitzenreiter der Rückrundentabelle hat RBL nun schon so viele Punkte wie in der Hinrunde eingefahren – der Tedesco-Effekt?

 

Starkes Spiel vom Altmeister.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Nkunku: Noch sechs Scorerpunkte bis zu Werners Bestmarke aus der Saison 19/20. ZU Beginn noch etwas zu weit weg vom Geschehen, bereitete er das 1:2 von Forsberg und das 1:3 durch Laimer vor. Auch der Schlusspunkt zum 1:6 sehenswert. Seine Fabelsaison geht weiter.

Angeliño: 50% angekommene Flanken, das war deutlich besser als zuletzt. Besonders hervorzuheben natürlich die zum 1:1 durch Silva und auch bei Henrichs Treffer vor der Pause behielt Angel die Übersicht. Wie bei Henrichs ist bei ihm eine steigende Formkurve zu sehen.

Forsberg: Wie in den guten alten Zeiten. Besonders sein Freistoß zum Tor durch Simakan und sein Tor zum 1:2 weckten Erinnerungen an die erste Bundesligasaison, als Forsberg der Motor des Leipziger Angriffsspiels war. Hätte Silva den Ball im ersten Durchgang nicht verstolpert, so wäre wohl noch ein weiterer Assist hinzugekommen, so machte es Nkunku in Halbzeit 2 besser.

 

Silva mit dem 50. Bundesligatreffer.

 

Luft nach oben

Haidara: Beim Gegentor überhaupt nicht griffig. Verschläft den ersten Zweikampf und kommt dann auch vor dem Tor nicht an den Ball. Haidara war einer der Unsicherheitsfaktoren, der auch an den Fernschüssen der Fürther im zweiten Durchgang seinen Anteil hatte. Momentan wirken Kampl und Laimer stabiler.

Simakan: Glückwunsch zum ersten Bundesligatreffer. Die französische Frohnatur hatte sich das Kopfballtor wahrlich verdient. Defensiv war er aber etwas wackliger als der Rest der Abwehr und ging zu hohe Risiken ein. Jammern auf gehobenen Niveau.

 

Kategorie schlecht gealtert

Karma is a bitch...

 

Tweet des Spiels

Mal was für die Tordifferenz tun.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Als Fürth führte kamen sofort die zweitklassigen Klassiker. Nachdem die Leipziger die Fürther Hintermannschaft auf links gedreht hatten, war man sich gar nicht mal mehr sicher, ob überhaupt Heimfans anwesend waren. Quasi nur noch die Leipziger waren zu hören und skandierten fröhlich: „Eure Eltern geh‘n zum FCN“…

 

Tolle Auswärtsfahrt!

 

Pfeife des Spiels

14. Spiel für Jablonski mit Leipziger Beteiligung, im verflixten dreizehnten setzte es in München die erste Niederlage mit ihm an der Pfeife. Fürth fuhr dagegen gegen Union den ersten Heimsieg unter seiner Leitung ein.

Jablonski ließ im Spiel einiges laufen. Richtig bösartiges oder kritisches war bis auf das Foul von Abiama nicht dabei, auch weil Fürth trotz Unterlegenheit nicht wirklich zum Holzhammer griff. Insofern eine ruhige Veranstaltung für den Bremer, der nach seinem Ausrutscher in München auf die Siegerstraße zurückkehrte.

 

Laimer lupfte wie Nkunku.

 

Aufgefallen

1)      Kein Bruch im Spiel durch das frühe Tor. RBL spielte den Stiefel runter und kam auch gegen die tiefgestaffelte Fürther Defensive zu Chancen. Während die Effizienz bei den Abschlüssen top war, erspielte sich RBL verhältnismäßig wenige Möglichkeiten und verstolperte im Ansatz auch einiges. Bestes Beispiel dafür waren Silvas Abschlüsse vor dem Ausgleich. Mit dem Kopf machte der Portugiese es dann besser.

2)      Wenige aber gute (um eine alte Anstoss Fan Kategorie leicht abzuwandeln). So könnte man Leipzigs Chancen beschreiben. Fünf Großchancen bei sieben Schüssen aufs Tor und 12 Torschüssen insgesamt. Nur gegen die Bayern erzielte Leipzig in der Rückrunde weniger Tore als xG erspielt wurden, in allen anderen Spielen traf die Tedesco-Elf häufiger als laut dieser Metrik zu erwarten wäre. Es ist die neue Tedesco-Effizienz, die man so als Leipziger Fan schon lange nicht mehr erlebt hat.

 

Nkunku auf dem besten Weg (41) Werners Scorer-Rekord (47) zu brechen.

 

3)      Fürth war zuvor sechs Heimspiele ungeschlagen und hatte dabei auch lediglich drei Gegentore kassiert. Insofern war der Sieg in dieser Höhe schon etwas überraschend, wenngleich die Mannschaften, die Fürth zu Besuch hatte auch nicht gerade für eine geballte Offensivpower stehen. Hertha, Köln, Mainz, Union, Stuttgart und Augsburg. In Wolfsburg und München setzte es auch Klatschen. Dennoch waren die Fürther nach dem Spiel ordentlich geschockt ob dieser kalten Dusche.

4)      Vor dem Spiel gab Tedesco an, dass RBL besonders Seitenwechsel trainiert hatte und das war im Spiel auch gut zu sehen. Sehr viel ging über die Außenbahnen, sei es nun mit Seitenwechseln wie bei den Flanken von Angel oder angetäuschten Läufen in die Mitte (Nkunku vor dem 1:4). Die Linkslastigkeit war immer noch zu sehen, aber nicht mehr ganz so frappierend wie zuletzt, was auch an Henrichs lag, der derzeit wohl der beste ROV im Kader ist – Dinge die man so vor einem halben Jahr nicht gesagt hätte…

 

Die personifizierte gute Laune: Simakan.

 

5)      Die Situation in der Tabelle spitzt sich zu. Der April wird mit BVB, Leverkusen, Hoffenheim und Union extrem fordernd. Bei Bayer häuft sich das Verletzungspech. Nach Schick hat es heute gegen Köln auch noch Wirtz und Frimpong erwischt. Ausfälle die kaum zu kompensieren sind. Aus dem Dreikampf um Platz 4 ist so ein Vierkampf um die Plätze 3 & 4 geworden – und Leipzig mittendrin.

6)      23 Partien gegen Aufsteiger und nicht verloren, 21-mal siegte Leipzig! Eine tolle Bilanz die DAZN da aus dem Hut zauberte und die beste, die die Bundesliga zu bieten hat. Mögen alle Neuankömmlinge in der Liga diese Tradition hochhalten. Tradition … so wichtig!

 

Ehre, wem Ehre gebührt.

 

7)      Gegen die SGE könnte nun erstmal die Hütte wieder komplett voll sein. Gut 38.000 Tickets sind bereits weg, also noch geht da was, um auf den Zuschauerrekord nach Umbau zu kommen. Außerdem in dieser Woche zu erwarten: Die CAS Verhandlung zu Augustin. Muss Leeds jetzt endlich blechen?

 

Offensiv klar überlegen, mehr war nicht nötig.

 

Es bleibt extrem eng an der Spitze. Während sich der BVB wieder an die Bayern heranrobbt, trennt Platz 3 und Platz 6 gerade mal ein Punkt. Sekt oder Selters – Champions oder Europa League – wer sich die wenigsten Ausrutscher erlaubt, der wird am Ende das edlere Gesöff bechern.

Fürth war ein Pflichtsieg und nun kommen die deutlich schweren Kaliber, da ist das Heimspiel gegen Frankfurt gerade einmal ein Präludium zum Hammer-April. In de Europa League ist die SGE noch ungeschlagen. An guten Tagen schlägt die Eintracht in der Liga auch mal Bayer oder Bayern, an schlechten verliert man daheim gegen Bielefeld (RBL wink einmal). Eine enorme Bandbreite.

Für RBL wäre es wichtig den tollen Trend (bestes Rückrundenteam) weiter zu festigen und mit einem Sieg in die Länderspielpause zu gehen. Danach kommt der Monat der Entscheidungen.

 

Die Pressekonferenz nach dem 6:1 für RBL.

 

Kicker –  Whoscored –  Sofacore –  Understat –  RBL –  Bundesliga –  FotMob


Statistik
SpVgg Greuther Fürth: Linde – Meyerhöfer, Viergever, Bauer (75. Asta), Willems (46. Itter) – Christiansen – Seguin (74. Raschl), Nielsen (73. Abiama), Green (46. Tillman) – Hrgota, Leweling
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Henrichs, Simakan, Orbán, Gvardiol (60. Halstenberg), Angeliño (71. Novoa) – Haidara (60. Szoboszlai), Laimer (78. Adams) – Forsberg – Nkunku (71. Poulsen), Silva
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Tore: 1:0 Leweling (4.), 1:1 Silva (17.), 1:2 Forsberg (32.), 1:3 Laimer (34.), 1:4 Henrichs (45.), 1:5 Simakan (59.), 1:6 Nkunku (69.)
Torschüsse: 7 / 12
Schüsse aufs Tor: 1 / 7
expected Goals: 0,4 / 2,1
Passquote: 85% / 88%
Zweikampfquote: 49% / 51%
Ballbesitz: 47% / 53%
Laufleistung: 115,5 km / 112,1 km
Sprints: 220 / 223
Fouls: 9 / 8
Ecken: 0 / 2
Abseits: 1 / 1
Gelbe Karten: Willems, Abiama / –
Zuschauer: 9.418 (ca. 500 Leipziger)

Rumpelstilzchen