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Da waren‘s nur noch drei – Leipzig setzt sich ab!
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Da waren‘s nur noch drei – Leipzig setzt sich ab!

Da waren‘s nur noch drei – Leipzig setzt sich ab!

Mit ordentlich Rotation sowie einer effizienten und reifen Vorstellung in der ersten Halbzeit besiegt RBL die ersatzgeschwächten Gäste aus Hoffenheim mit 3:0. Der erste Heimsieg seit fast zwei Monaten. Highlight des Abends war Halstenbergs Comeback-Tor!

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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Vier Heimspiele ohne Sieg und auch wenn, wie Tedesco auf der PK festhielt, die Gegner ja keine Laufkundschaft waren, so muss man daheim auch mal Freiburg, Frankfurt oder Atalanta schlagen können. Mit der ersatzgeschwächten TSG kam gut 72h nach dem Kick gegen Atalanta zumindest nominell ein ähnliches Kaliber.

Im Hinblick auf das Europa League Rückspiel war heute etwas mehr Rotation nötig. So wechselte Tedesco auf fünf Positionen. Simakan, Halstenberg (erstmals in dieser Saison in der Startelf), Mukiele, Forsberg und Szoboszlai rückten für Klostermann, Olmo, Silva, Angeliño und Henrichs (sie alle waren aber auf der Bank) in die Startelf. Für Hoeneß stellte sich das Team schon fast von selbst auf, auch wenn die Reservebank noch einiges hergab, so musste er seine Dreierkette komplett wechseln. Offensiv hatte der Kader mit Rutter, Dabbur (Bank), Baumgartner oder Kramarić immer noch viel zu bieten.

 

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Dreisatz des Spiels

In der Hinrunde noch am Nasenring durch die Manage geführt heute Hoeneß und der TSG keine Chance gelassen. Ein effizientes 3:0 mit ordentlich Rotation und keinem Schuss aufs Tor durch Hoffenheim – kurzum eine reife Leistung. Da blieb nicht nur Zeit Laimer zur Pause auszuwechseln sondern auch für einen emotionalen Moment als Halstenberg traf.

 

Der emotionalste Moment des Spiels.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Nkunku: Der Franzose jagt den Rekord von Sancho (als einziger je 15+ Tore und Vorlagen). Wieder mal der Dosenöffner, auch wenn das aufgehobene Abseits extra knapp ausfiel. Die Vorlage zum 2:0 sprichwörtlich mit Köpfchen. Oft musste die TSG auf kleine Fouls zurückgreifen, um ihn stoppen zu können.

Szoboszlai: Für einen Befreiungsschlag vielleicht ein wenig zu früh, aber Szobo belohnte sich heute für gute Ansätze in den letzten Wochen mit einer Vorlage und einem Tor. Auch in der zweiten Halbzeit konnte er zeigen, warum er in der Hinrunde zumindest nach Einsatzzeiten einer der Antreiber der Leipziger Offensive war, wobei er ab und an noch die falschen Entscheidungen traf. Nach dieser Vorstellung Anwärter Nummer 1, um die Dreieroffensive aus Nkunku, Olmo und Silva anzugreifen.

Halstenberg: Defensiv solide und mit seinem Tor schrieb er „die“ Geschichte des Spiels. Beim Abschluss und in der Entstehung natürlich viel Glück dabei, aber es war das Glück des Tüchtigen. Der Ballgewinn von Laimer gut, beim Pressschlag etwas Zufall, dass der Ball bei Halste landet. Dessen Abschluss passte perfekt durch die Beine des Gegenspielers und an den Innenpfosten ins Tor. In Gedanken war Halste danach bei seinen, die letztes Jahr verstarben.

 

Szoboszlai setzt eine Duftmarke im Kampf um die Stammplätze.

 

Luft nach oben

Forsberg: Mehr Pässe und gewonnene Zweikämpfe als Szoboszlai, aber wie der Ungar mit einigen ausbaufähigen Entscheidungen, schlechten Ballannahmen und Stockfehlern. Schon gegen Atalanta hatte seine Einwechslung nicht den gewünschten Effekt. Jetzt ist der Zeitpunkt an dem wir einen Emil in Topform brauchen, von dieser ist er momentan aber eine Klasse entfernt.

 

Kategorie alte Freunde

Boyd gratuliert Halste aus der Pfalz.

 

Tweet des Spiels

Partystimmung nach zuletzt kurzem Stimmungstief.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Ein wenig hatte es in den letzten Spielen im Fanblock geknirscht. Natürlich muss sich das mit Capos, Stehern und der vollen Auslastung erstmal eingrooven. Gerade die Liedauswahl stand in der Kritik. Daher gab es vor dem Spiel eine Aussprache, um im Saisonendspurt keine unnötige Baustelle aufzumachen. Dit is ja hier nich Berlin, wa…
Die Aussprache schien jedenfalls Wirkung zu zeigen und der Spielverlauf tat sein Übriges, um eine wunderbare Sonntagabendatmosphäre zur erzeugen.

 

Nach einigen fanblockinternen Differenzen gab es eine Aussprache vor dem Spiel gegen die TSG.

 

Pfeife des Spiels

In den letzten drei Spielen unter Dankerts Leitung mit Leipziger Beteiligung fielen 13 Tore, bei den TSG Auftritten waren es 19. Zumindest diese Schiedsrichteransetzung versprach Feuerwerk. Zudem pfiff Dankert Tedescos erstes Spiel (den 4:1 Heimsieg gegen Gladbach) und RBL hatte mit ihm in der Bundesliga vier Heimsiege bei einem Unentschieden, die TSG mit zwei Siegen in bisher sieben Bundesligaauswärtsspielen (in Fürth und in Leverkusen).

Im Großen und Ganzen sollten die Serien also halten. Beim 1:0 hatte vor allem der VAR eine schwierige Entscheidung zu treffen. Auf den ersten Blick wirkte es eher wie Abseits von Nkunku und dass beim Franzosen kein Lot angelegt wurde, sorgte zumindest bei einigen TSG Fans für Kritik. Im Zweifel für den Angreifer… Bei den Zweikampfbewertungen ließ er lange die Karten stecken. In der ersten Halbzeit hatte Hoffenheim mehr Fouls. Insgesamt war die Zweikampfbewertung nicht ganz konsistent.

 

Wie gut ist Nkunku eigentlich?.

 

Aufgefallen

1)      Nkunku ist nur noch zwei Scorer (nach Kicker Rechnung) von Sanchos Rekord entfernt. Als einziger Kicker konnte der ehemalige Dortmunder jeweils über 15 Tore und Vorlagen in einer Saison erzielen (17/17). Ein Rekord, den Nkunku (17/15) in den verbliebenen Spielen noch knacken könnte. Wobei hier nicht ganz klar ist, welche Statistik heranzuziehen ist. Laut Kicker wären es aktuell 15 Vorlagen, Transfermarkt führt 14 und Opta nur 12. Wie dem auch sei – es ist eine Top-Saison!

2)      Ein 3:0 im 100. Bundesligaheimspiel und das gegen den Gegner aus dem ersten Bundesligaspiel. Damals traf Kaiser bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, dieses Mal feierte Halstenberg seine Startelfrückkehr mit einem Tor. Zwei ganz spezielle Geschichten aus diesen bisher 199 Erstligaspielen des Rasenballsports. Die nächsten werden hoffentlich im internationalen Spiel Nummer 52 und Bundesligaspiel Nr. 200 geschrieben.

 

Wenn dein Tor alle zum Strahlen bringt.

 

3)      Fünf nominelle Kicker für eine Dreierkette in der Fünferkette, also ein eher defensiver Ansatz. Dabei sorgten gerade die Defensivspieler für einige Offensivhighlights. Während Gvardiol mal wieder einer der progressivsten Spieler war, was das Treiben des Balls in Richtung gegnerisches Tor anbelangt, konnte Simakan mit der Vorarbeit zum 3:0 den Lauf des Spiels abliefern. Mukiele mit Licht und Schatten, heute aber mehr Licht. Dass es auch ohne Henrichs und Angel funktionieren kann, gehörte zu den Erkenntnissen des Spiels.

4)      Auch Defensiv stimmte die Abwehrkette. Nur drei geblockte Schüsse brachte die TSG aufs Feld, selbst in der zweiten Halbzeit, als Leipzig Hoffenheim Ball und Feld überließ, gab es kein Durchkommen. Die resultierenden 0,17 xG waren der niedrigste Wert für einen Leipziger Gegner in dieser Bundesligasaison und dies obwohl die TSG Offensive weitestgehend intakt war und nicht so stark von der Ausfallwelle betroffen.

 

Sieg ist Selfie Time

 

5)      Dass bei den Gästen kaum was lief lag zum einen an der neuformierten Dreierkette, die durch Sperren und Verletzungen komplett umgebaut werden musste, zum anderen an den vielen Ballverlusten im Spielaufbau. Nicht zuletzt weil RBL die Räume gut zustellte. Selbst als Adams für Laimer kam, änderte sich daran wenig. Der Amerikaner hat ein paar sehr ausbaufähige Wochen hinter sich, fügte sich aber trotz Verlust von Stammplatz und sehr viel Bankzeit gut ein.

6)      Trinkpause um kurz vor acht, denn 19:58 war Sonnenuntergang und damit das Fastenbrechen im Ramadan. Simakan warf gleich noch einen Energieriegel ein und dampfte kurze Zeit später den Hoffenheimern davon.

 

Eine reife Leistung.

 

7)      In der zweiten Halbzeit schaltete Leipzig einen Gang zurück und überließ Hoffenheim den Ball. Weder RBL noch die TSG konnten dann noch einen Schuss aufs Tor bringen. Forsberg und Szoboszlai hatten noch die besten Chancen, ballerten aber drüber. Schongang trifft es wohl am ehesten, was in Anbetracht der zwei schweren Auswärtsspiele nicht die schlechteste Idee war.

8)      Während Köln und Union wieder den Anschluss fanden, verpasste es Frankfurt gegen Freiburg etwas Zählbares mitzunehmen. Die Breisgauer sitzen daher Leipzig immer noch im Nacken. Durch das Unentschieden in Bochum ist Leverkusen aber wieder greifbar und könnte durch einen Sieg am nächsten Wochenende überholt werden. Es scheint auf einen Dreikampf hinauszulaufen. Zwei Auswärtssiege in der kommenden Woche und RBL wäre der potenziell besten Rasenballsportsaison aller Zeiten einen großen Schritt näher.

9)      Atalanta verpatzte die Generalprobe bei Sassuolo mit 2:1. Muriel traf in der letzten Minute der Nachspielzeit nach einem typischen langen Ball in die Spitze. Sassuolo mit mehr Schüssen aufs Tor und mehr Großchancen (wie RBL auch). Gasperini rotierte aber ebenfalls ordentlich durch und ließ einige Kicker vom 1:1 gegen RBL zu Beginn auf der Bank bspw. Keeper Musso, Torschütze Muriel oder auch Koopmeiners und Zappacosta. Schlagbar ist La Dea also allemal!

 

Die PK nach dem Sieg gegen die Verfolger.

 

Ein ganz wichtiger Erfolg. Endlich wieder ein Heimsieg, vor dem Rückspiel ein Erfolgserlebnis und jetzt nur noch ein Dreikampf um zwei Plätze. Wichtiger noch die Art und Weise. Leipzig hatte Hoffenheim im Griff, ließ keinen Schuss aufs Tor zu und war vor dem Kasten eiskalt. Dinge, die in den kommenden Wochen sicherlich hilfreich sein könnten.

Denn vor der Unionwoche geht es nun nach Bergamo und Leverkusen. Atalanta mit einer Niederlage gegen Sassuolo eher mau, mal schauen, ob Tedesco und die Rasenballer die nötigen Lehren aus dem Hinspiel ziehen können und mit Leverkusen hat man wie gegen die TSG ja noch eine Hinrundenrechnung zu begleichen, der mögliche Lohn: Platz 3.

 

Kicker –  Whoscored –  Sofacore –  Understat –  RBL –  Bundesliga –  FotMob


Statistik
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Mukiele, Simakan (62. Klostermann), Orbán, Gvardiol, Halstenberg (62. Angeliño) – Kampl (80. Olmo), Laimer (46. Adams) – Szoboszlai, Forsberg – Nkunku (62. Poulsen)
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann (C) – Posch, Nordtveit, Richards – Bebou (80. Skov), Stiller, Samassékou, Kadeřábek – Baumgartner (70. Dabbur), Kramarić – Rutter (70. Larsen)
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)
Tore: 1:0 Nkunku (5.), 2:0 Halstenberg (20.), 3:0 Szoboszlai (44.)
Torschüsse: 11 / 3
Schüsse aufs Tor: 4 / 0
expected Goals: 1,6 / 0,2
Passquote: 80% / 79%
Zweikampfquote: 57% / 43%
Ballbesitz: 51% / 49%
Laufleistung: 113,3 km / 113,9 km
Sprints: 249 / 241
Fouls: 11 / 15
Ecken: 2 / 1
Abseits: 2 / 5
Gelbe Karten: Mukiele (3) / Kadeřábek, Richards
Zuschauer: 35.112

Rumpelstilzchen