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Berlin, Berlin – über Union nach Berlin!

Berlin, Berlin – über Union nach Berlin!

Gleich zweimal heißt der Gegner in dieser Woche Union Berlin. Die Union-Woche wird mit dem Heimspiel im DFB-Pokal eröffnet. Im Flutlicht und vor heimischer Kulisse soll der dritte Einzug der Vereinsgeschichte in ein DFB-Pokalfinale finalisiert werden. Das Pokalspiel ist bereits ausverkauft. Wer noch eines der begehrten Tickets ergattern möchte, sollte schleunigst in der Ticketbörse vorbeischauen.

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Unterstützt unser Team schon zur Erwärmung und seid eher im Stadion!

Die Unioner möchten die ersten 15 Minuten des Spiels aus Protest zu RBL schweigen, dafür umso lauter bei der Erwärmung sein. Wer das Stadtderby gegen die Hertha gesehen hat, der weiß, dass dort der Gästeblock schon laut war. Insofern sollten wir frühzeitig im Stadion sein und unsere Jungs unterstützen! Da erstmals das Stadion mit 47.069 Zuschauern ausverkauft sein wird (neuer RBL-Zuschauerrekord!), ist auch mit mehr Zeit bei der Anreise, am Einlass, an den Toiletten und Cateringständen zu rechnen! Darüber hinaus ist die Käthe-Kollwitz-Straße gesperrt, was ebenfalls für Verzögerungen sorgen wird.

Und überhaupt: Der Gästeblock wird laut sein, am Mittwoch sind alle RB-Fans gefragt für einen guten Heimsupport zu sorgen!

Nicht nur die Spieler sind am Mittwoch gefragt



Die Roten Pullen aus Berlin-Köpenick wollen mal wieder protestieren


Was haben wir nicht schon für kultige Protestaktionen gegen RB Leipzig und seine Fans erlebt. Sei es Buttersäure und Kotgestank im Gästeblock oder das symbolische zu Grabe tragen des Fußballs mit Kreuzen und Särgen vor der Red Bull Arena. Besonders erfolgreich war der Stimmungsboykott im Jahr 2019. Als die Eisernen gerade „die Hölle entfachen“ wollten, stoppte damals Halstenberg nach nur 55 Sekunden die Berliner Freude mit dem 1:0 für die Rasenballer. Im Vorfeld hatten einige Berliner Akteure darum gebeten die Mannschaft 90 Minuten lang zu unterstützen. Eine Aktion, die nach hinten losging.

Für das Pokalhalbfinale haben sich die Eisernen etwas ganz Innovatives ausgedacht. So stattet der Verein jeden Auswärtsfahrer mit einem roten Pullover mit der Aufschrift „Volle Pulle Union“ aus. Die Roten Bullen gegen die Vollen Pullen also. Naja.  
Weitere Aktionen der Berliner Ultras sind zudem nicht ausgeschlossen. Bei etwa 7.000 Gästefans in der Red Bull Arena kann man ein hitziges Spiel auf und neben dem Platz erwarten.


Ein wahrer Trauermarsch. Die Unioner verloren an diesem Spieltag mit  3:1


Zahlen lügen nicht

In der Vereinsgeschichte beider Mannschaften konnten die Köpenicker noch kein Spiel in der Red Bull Arena gewinnen. Besser: Union Berlin hat in der Red Bull Arena bislang immer verloren. Dabei schoss man in allen fünf Heimspielen insgesamt 10 Tore. Mittwoch scheint nun wirklich der unpassendste Moment, um diesen Trend enden zu lassen.


Unsere Rasenballsportler

Oh du schöne Rückrundentabelle


Form von RB Leipzig

Es sind wohl die heißesten Wochen der Saison. Für die Spieler der Leipziger gibt es im April keine Zeit zum Durchschnaufen. Von daher war es wenig verwunderlich, dass Domenico Tedesco am vergangenen Sonntag gleich auf sieben Positionen im Vergleich zum Spiel in Bergamo rotierte. Der Plan des Deutsch-Italieners ging voll auf. Zwar war man über weite Strecken des Spiels nicht die gefährlichere Mannschaft, konnte am Ende aber doch das entscheidende Tor erzielen, um an den Leverkusenern vorbeizuziehen. Besonders diese gnadenlose Effizienz gepaart mit etwas Spielglück ist das Geheimrezept des Wundertranks der Küche Tedescos. Ein beeindruckender Punkteschnitt von 2,5 und die Führung in der Rückrundentabelle sind nur zwei Zahlen, die seine Leistung unterstreichen.

Wenn die vergangenen Wochen eines gelehrt haben, dann dass Tedesco immer einen Plan hat, der (in den meisten Fällen) auch aufgeht. Mit den Erfolgen im Rücken und einer guten Rotation am Wochenende sollten die Leipziger BEREIT und fit für den Einzug in das Pokalfinale sein.


Entwarnung! Poulsen ohne schwere Verletzung vom Wochenende.


Verletzte/gesperrte Spieler RB Leipzig

Die Spieler bringen von Sonntag ein paar Schürfwunden mit, aber dank der guten Rotation keine ernsthaften Verletzungen. Der Verdacht auf Mittelhandbruch bei Yussuf Poulsen konnte revidiert werden. So liegt lediglich eine Stauchung der Hand vor, womit der Däne gegen Union eine Option sein müsste. Weiterhin fehlt jedoch Amadou Haidara (Innenbandverletzung Knie), der die vergangene Woche zur Behandlung und Reha in Österreich verbrachte. Seine Ausfallzeit wird auf etwa zwei weitere Wochen geschätzt. Zudem wird Klostermann nicht dabei sein, da er als Corona-Kontaktperson gilt und daher in häuslicher Quarantäne verweilt. Hinter Kevin Kampl steht ein Fragezeichen. Zuletzt wurde er aufgrund von körperlicher Probleme gegen Leverkusen frühzeitig ausgewechselt.

Mögliche Aufstellung: Gulácsi – Angeliño, Gvardiol, Orban, Simakan, Henrichs – Forsberg, Laimer – Olmo – Nkunku, Silva

 

Der Gegner im Check

Historisches im DFB-Pokal

Für die Eisernen wäre es nicht der ersten Finaleinzug im DFB-Pokal. 2001 durfte man schon einmal ein Finalspiel im Berliner Olympiastadion bestreiten. Damals verlor man mit 2:0 gegen Schalke 04. Das kuriose dabei, Union Berlin war 2001 noch Regionalligist (was heute die dritte Bundesliga ist). Trotz der Finalniederlage durften die Köpenicker in der darauffolgenden Saison im damaligen UEFA-Cup antreten, da sich Schalke bereits als Vizemeister für die Champions League qualifiziert hatte.  


Form des Gegners

Bei all der Unannehmlichkeiten, die bei Spielen zwischen RBL und Eisern Union bereits stattgefunden haben, muss man dennoch sportlich den Hut vor der Leistung Unions ziehen. Saison Nummer drei im deutschen Oberhaus und bereits die zweite, in der Union um die europäischen Plätze mitspielt. Auch wenn man nach der Winterpause und den Abgängen von Abwehrchef Marvin Friedrich sowie dem kreativen Unterschiedsspieler Max Kruse etwas einbrach, konnte Steuermann Urs Fischer doch das Ruder wieder rumreißen und nun auf dem Pfad des Erfolges weitersegeln. Besonders hilfreich dabei die klare Struktur im Spiel der Unioner, was sie von der weiteren Berliner Mannschaft unterscheidet. 3 Siege aus den letzten 3 Spielen sprechen eine klare Sprache!

Im DFB-Pokal schlugen die Eisernen im Achtelfinale erst den Stadtrivalen und einstigen Big City Club Hertha BSC mit 3:2 und besiegten danach mit 2:1 den Dortmund Bezwinger St. Pauli. Man kann davon ausgehen, dass am Mittwoch kein Spieler geschont wird und die Köpenicker ein zweites Mal in der Vereinsgeschichte ins Pokalfinale einziehen wollen. Dafür gehen die Unioner vor dem Spiel sogar ins Kurz-Trainingslager nach Bad Saarow.


Der Mann für den Erfolg. Urs Fischer.


Trainer und Spielweise

Urs Fischer kam zur Saison 2018/19 nach Berlin an die Alte Försterei. Der ehemalige Schweizer Nationalspieler, der bereits zwei Mal als Trainer Schweizer Meister mit dem FC Basel geworden war, schaffte gleich in der Premieren-Saison den Aufstieg über die Relegation gegen den VfB Stuttgart in die erste Bundesliga. Während er Union Berlin in der ersten Saison in Liga 1 noch recht defensiv spielen ließ und somit frühzeitig und recht ungefährdet den Klassenerhalt sichern konnte, entwickelte er in den Jahren darauf die Mannschaft offensiv mutig weiter. Dabei ist Urs Fischer ein Trainer, der zumeist auf alt bewährtes setzt. Defensiv lässt er (fast) grundsätzlich eine Dreierkette spielen, welche von zwei offensivausgerichteten Außenverteidigern abgerundet wird. So kommt es auch, dass Union Berlin zu den Mannschaften gehört, die die meisten Flanken in den gegnerischen Strafraum schlägt. Im Gegensatz zu Tedescos Leipzigern, die das Spiel gerne kompakt halten, nutzen die Eisernen die gesamte Spielfeldbreite für das eigenen Offensivspiel aus.

Auch menschlich scheint Trainer Fischer ein gutes Händchen zu haben. Mit insgesamt 31 Spielern startete man in die Saison 2022/23. Dabei kamen trotz Dreifachbelastung nicht alle Spieler auf ihre Einsätze. Die damit verbundene Unzufriedenheit einzelner konnte Fischer dennoch gut wegmoderieren und hielt somit die Mannschaft zusammen. Zusammen mit dem Sportdirektor Oliver Ruhnert, der aus wenig Mitteln ein starkes Team zusammengestellt hat, ist Urs Fischer der Erfolgsgarant im sportlichen Bereich.


Wiedersehen macht Freude. Rani Khedira, seit 2021 Spieler bei Union Berlin.


Player to watch

Wettbewerbsübergreifend 19 Tore und vier Vorlagen. Mit Taiwo Awoniyi hat Union Berlin einen wahren Topspieler gefunden. Awoniyi schoss am vergangenen Spieltag sein bereits 13tes Bundesligator für die Köpenicker in der laufenden Spielzeit und ist damit Vereinsrekordhalter. Der schnelle und abschlussstarke Offensivspieler weckt mit solchen Zahlen zunehmend das Interesse einiger englischer Klubs. Ein Verkauf im Sommer scheint daher nur noch Formsache zu sein. Mit den kolportierten 30 Millionen würde er der teuerste Spieler der Unioner Vereinsgeschichte werden.


Verletzte/gesperrte Spieler

Die Eisernen müssen wohl auf ihren Torhüter Andreas Luthe verzichten, der schon drei Spiele wegen muskulärer Probleme ausgefallen ist. Mit Frederik Rønnow haben die Berliner jedoch einen guten Ersatzmann parat.


Die Pressekonferenz in voller Länge


And the winner is ... der Fantipp

Auch wenn Berlin dieses Jahr rot ist, bleibt Leipzig weiterhin rot-weiß. Die Roten Bullen ziehen nach einem harten und ausgeglichenen Spiel zum dritten Mal in das DFB-Pokalfinale ein und siegen am Mittwoch mit 2:1!


Was läuft wo?

Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV & Streaming: Sky, ARD


Alex Hell