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Rosige Aussichten auf den ersten Dreier in der Champions League

Rosige Aussichten auf den ersten Dreier in der Champions League

Kaum ist die Länderspielpause vorbei, werden die RB-Fans mit 5 (!) englischen Wochen am Stück verwöhnt. Beginnen tun diese mit einem Heimspiel gegen den schottischen Rekordmeister Celtic Glasgow. Kein Unbekannter in der Messestadt.

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Form von RB Leipzig

Das 4:0 gegen Bochum am vergangenen Samstag war Balsam für die RB-Seele. Endlich wieder gradliniger, offensiver Fußball. Schnell, schön und mit Erfolg. Dabei zeigte das Team von Marco Rose, dass sich ein hoher Ballbesitzanteil auch mit starkem Pressing und schnellen Kontern kombinieren lässt. Eine Formel, nach der man in Leipzig schon lange gesucht hat. Doch die abstiegsgefährdeten Bochumer scheinen kein Gradmesser für die Mannschaft zu sein, die RB Leipzig am Mittwochabend in der Red Bull Arena erwarten wird. Weiterhin muss man Konstanz zeigen, um auch nach dem Winter international spielen zu können.


Silva, Werner, Nkunku. Das offensive Dreigespann bringt RB Leipzig zurück auf die Erfolgsspur.


Ausgangslage in Gruppe F

Nach zwei Spielen stehen die Roten Bullen nach wie vor mit 0 Punkten am Ende der vermeintlich schwachen Gruppe F. Gegen Donzek zeigte man sich fehleranfällig und harmlos und auch der gute Auftritt in Madrid war am Ende nur ein erfolgloser Versuch, das Schiff wieder in internationale Gewässer zu bringen. Somit ist RB Leipzig gegen Celtic zum Siegen verdammt. Bei einer weiteren Niederlage wäre selbst Platz 3 und das Erreichen der Europa League in weite Ferne gerückt.


Heim Hui, auswärts Pfui - ein weiteres Mal gegen einen schottischen Hauptstadtklub

Es ist nicht das erste Mal, dass RB Leipzig auf einen der beiden schottischen Topklubs trifft. Bereits zweimal musste man gegen Glasgow ran, beide Male in der Europa League. Was die Fans der beiden Klubs sicherlich nicht gerne hören werden, gibt es doch einige Gemeinsamkeiten der beiden Aufeinandertreffen.  
Ob Grün-Weiß oder Blau-Weiß, in der Vergangenheit konnte RB Leipzig im eigenen Haus immer gegen die Glasgower Klubs gewinnen. Auch wenn diese stets mit einer ganzen Horde Fans anrückten, die das Barfußgässchen für einen Tag zum schottischen Hoheitsgebiet erklärten, blieben die Punkte stets in der Messestadt. Doch so schön die Spiele im eigenen Wohnzimmer auch immer waren, so (sportlich) unangenehm waren die Auswärtsspiele. Ob Gruppenphase oder Halbfinale in Glasgow sahen die Leipziger Jungs nie gut aus. Umso wichtiger scheint der Sieg am Mittwoch, wenn man weiterhin eine Rolle im internationalen Geschehen spielen will.


Das letzte Aufeinandertreffen mit Celtic Glasgow

Man muss schon ein wenig nachdenken, um darauf zu kommen, welche Leipziger Spieler beim letzten Aufeinandertreffen mit „The Bhoys“ auf dem Rasen standen. Allein die damaligen Torschützen der Leipziger mit Cunha, Bruma und Augustin, rufen (nicht immer schöne) Erinnerungen wach.

Doch seit 2018 hat sich bei den Roten Bullen so einiges verändert. Personell gehört man zu einer Topmannschaft und sollte den Schotten dahingehend überlegen sein. Zudem wird man in dieser Saison in der Champions League nicht eine halbe B-Elf spielen lassen, wie es 2018 in der Europa League unter Ralf Rangnick der Fall war. Auch ist die Spielphilosophie erwachsener geworden. Man weiß jetzt mehr mit dem Ball anzufangen, hat Erfahrungen mit Siegen und Niederlagen gesammelt und zudem einen der begehrtesten Spieler der Welt im Kader. Rein von den Marktwerten und Erfolgen müsste RB Leipzig gegen Celtic als Sieger vom Platz gehen.


Es wird nordisch auf dem Feld. Die Schiedsrichteransetzung für unser Champions League Spiel.


Verletzte/gesperrte Spieler von RB Leipzig

Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Dani Olmo und Lukas Klostermann. Yussuf Poulsen ist wieder voll im Mannschaftstraining eingebunden und wartet auf seinen ersten Startelfeinsatz unter Rose.


Mögliche Aufstellung von RB Leipzig

Gulácsi – Raum, Gvardiol, Orbán, Henrichs – Kampl, Schlager – Szoboszlai, Nkunku – Silva, Werner



Der Gegner im Check: Celtic Glasgow

Ein Verein mit irischer Geschichte

Kaum eine Mannschaft prägt die grün-weißen Vereinsfarben so sehr wie Celtic Glasgow. Ein Zeichen der Vergangenheit, die auf der Gründung des Vereins beruht. 1887 wurde der Celtic Football and Athletic Club gegründet, um als Projekt die vorherrschende Armut irischer Einwanderer in der schottischen Hauptstadt zu bekämpfen. Der Gründer dabei, ein schottischer Mönch.
Der Klub versteht sich als Zusammenkunft für alle Schichten, aber vor allem für die Unterprivilegierten. Was die Fans von dem United Kingdom und der vorherrschenden Monarchie halten, zeigte sich nach dem Tod der Queen im Champions League Spiel gegen Donezk, als Spruchbänder mit „Fuck the Crown“ zu sehen waren.


Manche nennen es britischen Humor, andere respektlos. Die Fans von Celtic halten nicht viel vom britischen Königshaus.


Form des Gegners

Auch wenn man vor der Länderspielpause die erste Niederlage in der Liga kassierte, geht es dem schottischen Rekordmeister sportlich sehr gut. Mit 21 Punkten steht man an der Tabellenspitze der Premiership und damit 2 Punkte vor dem verhassten Nachbarn, welche man bereits mit 4:0 schlagen konnte. In der Champions League hingegen läuft es bislang schleppend. Eine Niederlage gegen Real Madrid und ein Punkt gegen Donezk. Damit steht man zwar vor RB Leipzig, aber für das Weiterkommen reicht es bislang nicht.


Trainer und Spielphilosophie

Dass Celtic schon lange nicht mehr der Verein ist, der mit Spielern aus der direkten Nachbarschaft einen europäischen Titel holte, zeigt sich unter anderem auch auf der Trainerposition. So wie der Fußball wurde auch Celtic internationaler. Mit Ange Postecoglou steht mittlerweile ein Australier mit griechischer Herkunft an der Seitenlinie. Seit 2021 coachte der ehemalige Verteidiger die Grün-Weißen und dies mit Erfolg. In seiner Debutsaison gewann er gleich den schottischen Ligapokal und die Meisterschaft. Nun stehen nach fünfjähriger Champions League Abstinenz auch wieder die ganz großen Namen auf dem schottischen Spielplan.

Das favorisierte Spielsystem von Postecoglou ist das 4-2-3-1. In der Premiership steht dies für einen offensiven Ballbesitzfußball. Mit fast 70% Ballbesitz steht man ganz oben in der Ballbesitztabelle. Ein Grund mehr für RB, erst gar keine gegnerischen Ballbesitzstafetten zuzulassen und mit frühem Pressing dem Gegner das Spiel zu entziehen.


Player to watch

Der offensive Schlüssel Celtics ist der Japaner Kyogo Furuhashi, der mit seinen sieben Saisontoren der beste Angreifer der Bhoys ist. Furuhashi hält sich gerne zentral im Spielgeschehen auf, weicht aber auch wenn nötig auf die Außenpositionen aus. Gefährlichen machen ihn sein gutes Passspiel (65% in der gegnerischen Hälfte) sowie seine Abschlussstärke (knapp ein Tor pro Spiel bei 2,5 Schüssen). Er ist der absolute Zielspieler bei eigenem Ballbesitz, weshalb seine Herausnahme aus dem Spiel fundamental für das Endergebnis ist. 


Auch wenn das Kopfballspiel nicht seine Paradedisziplin ist, wird Kyogo die Leipziger Hintermannschaft ordentlich auf Trapp halten.


And the winner is ... der Fantipp

Es wird Zeit für den ersten Sieg in der Champions League. Daher gewinnt RB erneut gegen Celtic Glasgow im heimischen Stadion. Diesmal mit einem klaren 3:0.


Was läuft wo?

Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: DAZN


Alex Hell