Heimstärke und Lieblingsgegner – Spricht alles wieder für einen Heimsieg?
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Ach war das am Dienstag schön, endlich wieder einen Auswärtssieg bejubeln zu können. Nicht in der Bundesliga, aber dafür international beim Champions League Duell in Glasgow. Dies kann hinsichtlich der bevorstehenden englischen Wochen einen wichtigen Schub geben, die kleine Serie von aktuell vier ungeschlagenen Pflichtspielen, erfolgreich auszubauen. Man kann also auswärts doch noch punkten sowie gewinnen und zuhause ist man derzeit sowieso in einem Flow. Nun heißt es also nachzulegen, wenn es denn so einfach wäre. Denn die Hertha tritt definitiv in einer besseren Verfassung an, als es die letzten Aufeinandertreffen vermuten lassen würden.
Plant mehr Zeit für die Anreise gegen Hertha ein! Die Baumaßnahme in der Waldstraße startet ab Samstag, dazu gibt es mehrere Demos in der Innenstadt und ein Konzert in der Arena!
- Die Baumaßnahme in der Waldstraße beginnt! Damit fährt keine Straßenbahn mehr durch die Waldstraße!
- Zusätzlich wichtig für die An- und Abreise ab Montag, also bereits zum Pokalspiel ab Dienstag: Die Verbindung aus Gohlis zum Stadion wird ebenfalls für den Kfz-Verkehr gekappt.
- Die Demos werden im Innenstadtbereich zwischen 14 und 18 Uhr stattfinden und auch den Leipziger Ring betreffen!
- Einlass für das Konzert in der Arena ist 17 Uhr, so dass dies auch unser Spiel betreffen wird!
Wichtig für die An- und Abreise ab Samstag: Die Baumaßnahme in der Waldstraße beginnt! Damit fährt keine Straßenbahn mehr durch die Waldstraße! #RBLBSC https://t.co/USxc7Ocw3b pic.twitter.com/p7jPoo2QBA
— RB-Fans.de (@rb_fans) October 14, 2022
Lieblingsgegner zu Gast
Wird es wieder ein Fußballfest?
Die Bilanz gegen die "Alte Dame" aus Berlin liest sich aus Leipziger Sicht wie Butter. In zwölf Spielen verließ man zehnmal als Sieger den Platz, davon neunmal mit mindestens zwei Toren Differenz. Gegen kein anderes Bundesligateam konnten die Roten Bullen häufiger und höher gewinnen als gegen die Hertha. Ergebnisse wie 6:0, 6:1, 5:0, 6:2, 4:1, 3:0, 3:0, 4:2 offenbaren stets ein Offensivspektakel, zumal in jedem der zwölf Begegnungen immer mindestens zwei Treffer den Leipzigern gelangen. Am Ende steht ein Toreschnitt von 3,75:1 auf Leipziger Habenseite.
Darüber hinaus gab es gleich siebenmal ein Doppelpack (3x2 durch T. Werner, 2x2 durch C. Nkunku und je 1x2 durch Augustin und Selke). Getoppt wird dies noch durch ein Dreierpack von Yussuf Poulsen. Insgesamt konnte man schon 45 Treffer im gegnerischen Tor unterbringen und daran beteiligt waren gleich 20 Feldspieler – darunter auch ein Kevin Kampl und neun Tore durch unsere Abwehrspieler. Im Schnitt schießt RBL 14 Mal auf den Kasten der Hertha pro Spiel und lässt umgekehrt nur sechs gegnerische Torschüsse zu.
Für die Hertha ist das natürlich eine desaströse Historie, in der sich fast Jahr für Jahr ein Debakel gegen die Leipziger ereignete. Insbesondere im Berliner Olympiastadion ist man sogar noch punktlos gegen die Sachsen. In die Karten der Leipziger spielte dabei, dass die Hertha vor heimischen Publikum stets gefordert war, auch auf Erfolg zu spielen und dabei sich viele Räume boten für das schnelle Leipziger Umkehrspiel, welches die Hertha bis dato nicht zu verteidigen wusste. Die Kirsche auf der Sahnetorte sind natürlich die zwei letzten Siege in der vergangenen Bundesligasaison mit 6:1 und 6:0 gewesen.
Es werden bald Kinder eingeschult, die noch nie einen RB-Sieg bei der Hertha mit weniger als drei geschossenen Toren erlebt haben..
— rotebrauseblogger (@rotebrauseblog) February 20, 2022
Gegnercheck
Eine neue Hertha!
Die "Alte Dame" aus Berlin hat wieder einen Plan unter ihrem neuen Trainer Sandro Schwarz und ist bei weitem kein Kanonenfutter mehr wie früher. Das zeigen letztendlich die nur 12 zugelassenen Gegentreffer nach 9 Bundesligaspielen in dieser Saison (zum Vergleich: RB Leipzig hat 13 Gegentore). Klar zu erkennen ist dabei auch die Handschrift von Sandro Schwarz. Offensiv rückt die Hertha bei gegnerischen Ballbesitz weit auf und versucht mit einem mutigen Offensivpressing schon frühzeitig das gegnerische Aufbauspiel zu stören. Parallel dazu erleben Spieler wie Lukébakio eine Wiedergeburt ihrer alten Stärke, der aktuell mit vier Saisontoren bester Torschütze ist. Maßgeschneidert auf ihn sind vor allem die Umschaltmomente, indem nach Pressingsituationen und Balleroberungen schnelle Gegenangriffe vorrangig über seine rechte Außenseite eingeleitet werden.
Aber auch die anderen Spieler wie Plattenhardt und Serdar blühen mit der neuen Spielphilosophie wieder auf, die einst der Red Bull Fußball einmal auszeichnete. Alle ordnen sich diszipliniert der neuen Spieltaktik unter und Jeder arbeitet für Jeden. Dabei sind auch schon nach dem 9. Spieltag viele Automatismen zu erkennen, die für ein schnelles Pressing- und Umschaltspiel vonnöten sind, wie auch ein kollektives Verteidigen und Verdichten hinter dem Ball bei gegnerischen Ballbesitz.
Wer jetzt fragt warum die Hertha trotzdem nur drei Punkte vor einem Abstiegsplatz steht, der sei darauf hingewiesen, dass bisher größtenteils gegen starke Teams gespielt werden musste. Gegen Frankfurt, Hoffenheim, Freiburg und Leverkusen holte man jeweils einen verdienten Punkt, während man gegen Dortmund und Gladbach nur mit 0:1 verlor und darüber hinaus bei Union Berlin mit 1:3 das Nachsehen hatte. Zwar ist mit RB Leipzig wieder so ein Brocken zu meistern, aber man bemerkt schnell anhand der Qualität der Gegner, dass in dieser Saison gegen andere Teams noch mehr zu holen sein dürfte. Hier fügt sich der 2:0 Auswärtssieg beim FC Augsburg schon gut ein.

In der Vergangenheit gab es nicht viel zu lachen für die Hertha aus Berlin gegen unsere Rasenballer.
Eine Frage der Physis
Unsere Roten Bullen sollten vorgewarnt sein, die Partie aufgrund der früheren, hohen Siege nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Schließlich erreichte die Hertha in Mainz auch ein Remis (1:1 wie RB Leipzig). Dabei spielt es ihnen in die Karten, dem Gegner weitestgehend den Ball zu überlassen. Auch wurde am letzten Spieltag beim 2:2 gegen Freiburg nicht nur kämpferisch überzeugt, sondern auch läuferisch. 20 Prozent investierte man mehr in die Sprintarbeit und lief knapp drei Kilometer mehr als die Breisgauer. Zu guter Letzt überzeugte Hertha noch mit einer höheren Zweikampfquote. Summa summarum wird es für unsere Roten Bullen nach dem Champions League Spiel unter der Woche eine erneut körperlich große Herausforderung werden, gegen das neue intensive Spiel der Hertha erfolgreich zu bestehen.
Zu erwarten ist diesmal ein kraftaufwendiges und schnelllebiges Spiel, denn das ist die neue Spielphilosophie der Gastmannschaft. Streut RB Leipzig einmal eine ruhige Ballbesitzphase und somit eine Verschnaufpause im eigenen Spiel mit ein, muss dies nicht immer von Nutzen sein. Es wird eine Geduldsfrage werden, in der viel Gefahrenpotential lauert. Wer denkt dass es diesmal wieder ein Selbstläufer und Schützenfest wird, der sollte sich nicht wundern, wenn es auch ganz anders kommen könnte.
Für Marco Rose wird es wieder schwer innerhalb der englischen Wochen mit dem Kader zu rotieren (Olmo, Klostermann, Gulacsi und Laimer fallen weiter aus, Halstenberg ist fraglich), ohne dabei größtmöglich an Qualität zu verlieren. Wir wünschen ihm ein gutes Händchen und unserem Team erneut ein Heimerfolg. Wer noch gern beim Heimspiel dabei sein möchte > Resttickets sind noch im RBL-Ticketshop und Rückläufer in der RBL-Ticketbörse erhältlich.

Torschützen C. Nkunku und Y. Poulsen in Feierlaune beim 6:0 Heimsieg in der letzten Saison.
Was läuft wo?
Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: https://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: Sky
Bildquellen: Getty Images, imago images, dpa
RBoligei
Das dachte ich mir letztens auch, als ich den Preis vom neuen Trikot gesehen habe - 150 € und dann noch für ein paar Euro den Namen von so einer Eintagsfliege drauf. Im Leben nicht.