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Endlich der Auswärtssieg – Leipzig holt wichtige 3 Punkte!
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Endlich der Auswärtssieg – Leipzig holt wichtige 3 Punkte!

Endlich der Auswärtssieg – Leipzig holt wichtige 3 Punkte!

Seit April mussten die Fans des einzig wahren Rasenballsports auf einen auswärtigen Bundesliga Sieg warten. Gegen Hoffenheim hat Leipzig es endlich geschafft, setzte mit einer ansehnlichen Leistung ein Statement und ist wieder Kandidat für die Champions League.

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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Für das Achtelfinale in eben dieser Königsklasse hat sich RB im letzten Spiel der Gruppenphase am Mittwoch qualifiziert. Gegen Schachtar Donezk setzte Leipzig sich mit 4:0 in Warschau durch und überwintert somit in der Champions League. Damit die Rasenballer sich auch nächstes Jahr wieder mit der europäischen Elite messen können, musste nun noch in der Bundesliga der verkorkste Saisonstart wiedergutgemacht und Punkte aufgeholt werden. Drei Spiele standen vor der Partie am Samstag noch an. Davon zwei Mal Auswärts in Hoffenheim und zum Jahresabschluss in Bremen, einfassend das Heimspiel am Mittwoch gegen den SC Freiburg. Alle drei Gegner keine Laufkundschaft. Bremen ist mit der Platzierung im einstelligen Tabellenbereich bester Aufsteiger und der SC Freiburg spielt bisher eine Fabel-Saison und steht nicht unberechtigt unter den besten 4 in der Rangliste.

Umso wichtiger also, dass RBL endlich wieder einen Sieg in der Ferne einfahren konnte, was bekanntermaßen seit April nicht mehr gelang. Ein Sieg der nicht unbedingt so zu erwarten war. Die TSG begrüßte als Tabellennachbar die inoffiziellen Leipziger Kommerz-Konstrukt-Kumpel und steht diese Saison für frischen, schnellen Offensivfußball mit Ambitionen sich für den Internationalen Wettbewerb in der nächsten Saison zu qualifizieren.

 

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Dreisatz des Spiels

Wie schon im Spiel am Mittwoch gegen Donezk zeigte die Leipziger Mannschaft eine erwachsene Vorstellung und lies den Hoffenheimer Offensivdrang wenig zur Geltung kommen. Ein Mix einer weitestgehend kompakten Defensive, viele sichere Passtaffeten oder auch schnelle Kombinationen zum Zunge schnalzten sicherten den ersten Auswärtssieg seit einem halben Jahr im deutschen Oberhaus. Nur zum Ende der ersten und zum Beginn der zweiten Halbzeit schaltete RBL einen Gang zu viel zurück, was auch den folgerichtigen Ausgleich mit sich brachte, zeigte dann aber wieder Rückkehrer Qualitäten.

 

Szoboszlai sein Sieger-Strahlen.

 

Neu im Bullenstall

Marco Rose hatte eine kleine Denksportaufgabe zu bewältigen. Mo Simakan verletzte sich kurzfristig an der Schulter und Benny Henrichs war gelb gesperrt. Da mit Klostermann der dritte potentielle rechts Verteidiger für längere Zeit ausfällt, war guter Rat teuer. Die Lösung lag in Marcel Halstenberg, der kurz um die Seiten wechselte und die Position hinten rechts in der Viererkette solide übernahm. Auch Diallo wurde ungewohnt auf der 6 im Zentrum neben Schlager eingesetzt und viel ebenso wenig ab wie Halstenberg.

Weiter feierte Dani Olmo mit einem herausragenden Auftritt sein Startelf Comeback. Sein Debüt in der Bundesliga feierte hingegen Sanoussy Ba. Das junge Talent wurde für ein paar Minuten eingewechselt.

 

Halstenberg agiert solide auf ungewohnter Position.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Olmo: Dem Spanier, nach Verletzung endlich wieder von Beginn an auf dem Platz, merkte man an, dass er wieder richtig Lust auf Fußball hat. Passsicher, agil und kreativ sind die Schlagworte die seine Leistung beschreiben. Er hätte nach einer Traumkombination, schon in der ersten Halbzeit ein Tor erzielen können, allerdings Stand Vorlagen-Geber Nkunku mit der Hacke im Abseits. Dani holte aber sein Tor mit dem 3:1 nach. Ein Schuss aus der Kategorie „trocken in den Winkel“. Trainer Rose fragte sich nach dem Spiel, wo dieser Schuss her kam, denn er sah nicht das Olmo überhaupt ausgeholt hatte.

Nkunku: Ein wunderschönes direktes Freistoß-Tor und einmal in die Ecke geschlenzt ergibt zwei Tore für Nkunku. Der Franzose war gemeinsam mit Olmo Dreh- und Angelpunkt der Leipziger Offensive. Auch er wendig und passsicher wie eh und je. Mit den Toren setzte er sich nicht nur an die Spitze der Bundesliga Torjägerliste sondern knackte auch den RBL-internen Jahresrekord (24 Tore im Jahr 2022, davor hielt ihn Werner mit 23 im Jahr 2019).

Szoboszlai: Der Dritte im Bunde ist der derzeitige Dauergast in dieser Kategorie. Eigentlich müsste aus dem Offensiv Trio ein Quartett werden, da auch André Silva in der Arbeitsrate den anderen in nichts nachstand, aber Szoboszlai in den Umschaltsituationen etwas mehr im Spiel und mit dem Pass auf Olmos Tor zum 3:1.

 

Dani Olmo ein wesentlicher Bestandteil des Sieges.

 

Luft nach oben

Es ist immer schön, wenn hier keine Namen zu nennen sind. Auch dieses Mal ist es so. Nach vorne spielten die Künstler die Hoffenheimer streckenweise schwindelig und nach hinten arbeitete das Team kompakt. Die Problematik der fehlenden Rechtsverteidiger wurde mit einer geschlossenen Teamleistung aufgefangen. Einzig allein die Phase um die Pause rum, als Hoffenheim stärker nach vorn ging, kann als kleine Leipziger Delle im Spiel bezeichnet werden. Dass Leipzig sich da aber wieder raus zog, spricht für die Form und das Selbstbewusstsein der Mannschaft. Ein Fakt, der in der Saison nicht immer so gewesen ist.

 

Tweet des Spiels

Nach über einem halben Jahr...Endlich wieder mit drei Punkte in der Fremde.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Es gehen Gerüchte um, dass sich dieses Spiel mehr als vier Sky-Zuschauer angeschaut haben. Vielmehr waren aber wahrscheinlich nicht. Mit ein paar Hundert Anhängern waren die Leipziger in Hoffenheim vertreten. Da die Fanszenen sich untereinander gut verstehen, war es auch für Auswärtsfahrer ein angenehmes Stadion Erlebnis. Das Ergebnis sorgte dann für allerbeste Laune bei Mannschaft und Fans, so dass der neue Gassenhauer "Leipzig on fire" wieder seine Daseinsberechtigung im gemeinsamen Bejubeln des Sieges nach dem Spiel hatte. Unverständlich allerdings, warum Raum bei jeder Ballberührung von seinen ehemaligen Fans mit Pfiffen bedacht wurde, gerade finanziell hatte die TSG mit ihm ein Bombengeschäft gemacht.

 

Leipziger Fans und Mannschaft on fire.

 

Pfeife des Spiels

Martin Petersen war in der 1. Halbzeit gut dabei, was gelbe Karten betraf. Bereits nach einer 30 Minuten standen die Hoffenheimer bei 4 gelben Karten, blieben dann aber auch dabei. Er hätte vielleicht weniger inflationär mit der Kartenvergabe umgehen können. Das Spiel war Intensiv aber kein Getrete, so dass ein böser Blick vielleicht auch gereicht hätte. Leipzig stand am Ende bei zwei Verwarnungen für Diallo und Raum. Schade aus Leipziger Sicht, die Aberkennung des 1. Tores von Dani Olmo. Die Kombination hätte einen Höhepunkt verdient gehabt. Legt man aber das 15 cm Lineal an, muss gesagt werden, dass die Entscheidung Abseits durch Hacke von Nkunku korrekt vom VAR Dingert getroffen wurde. Ein wenig schneller kann jedoch gern überprüft werden.


Aufgefallen

1)      Im Fokus im Vorfeld des Spieles standen Angelino und David Raum. Beide Spieler trafen auf ihren ehemaligen Arbeitgeber. Angelino, der nach dem Raum Wechsel zu Leipzig, an die TSG verliehen wurde spielte genauso wie Raum von Beginn an. Dem Spanier gelang sogar eine Torvorlage zum zwischenzeitlichen Ausgleich von Hoffenheimer Rutter. Ein Vorteil gegenüber Raum, dem es aufgrund des Ergebnisses der Leipziger, wahrscheinlich eher egal sein wird. Angenehm zusehen, war die jeweiligen Begrüßungen durch die früheren Mitspieler. Auf beiden Seiten wirkt der Empfang der Linksverteidiger sehr harmonisch.

2)      Wir bleiben bei Links. In der gewählten 4er Kette spielten 3 offizielle Linksfüßer. Einzig Willi Orban benutzt lieber das rechte Bein. Hätte Diallo ebenfalls in Abwehrreihe agiert, wäre noch ein Linksfuß mehr in der Verteidigung gewesen.

3)     Teilweise war es auch so. Marco Rose zeigt weiter eine hohe Flexibilität. Phasenweise wurde auf eine 3er Kette umgestellt, in dem sich Diallo zwischen Orban und Gvardiol fallen ließ. Auch weiter vorne bleibt die Rose-Elf kreativ. Immer wieder tauschen die offensiven Außen (in dem Spiel Olmo und Szoboszlai) die Seiten. Zudem lässt sich Silva gern nach hinten Fallen und überlässt Nkunku als alleinige Spitze das Feld. Leipzig wird immer unausrechenbarer. Eine positive Entwicklung.

 

Rose löst die Denksportaufgabe mit Flexibilität und Selbstbewusstsein.

 

4)      Die unsung heroes werden immer mehr. Willi Orban stand lange Zeit alleine in dieser Kategorie. Orban der sich zum Fels in der Brandung und Abwehrchef entwickelt hat, fällt auf Grund seiner unspektakulären Spielweise meist nicht so auf, ist aber ein wichtiger Bestandteil des RB Leipzig Spielsystem. Auch André Silva, eigentlich fürs Tore schießen geholt, stellt sich in den Dienst der Mannschaft und lässt so Nkunku, Olmo und Co. glänzen. Und mit Xaver Schlager hat Leipzig im Zentrum den Wadenbeißer im Kader, der eigentlich seit ndem Abgang von Diego Demme gefehlt hat.

5)      Bittere Nachricht für den Hoffenheimer Grischa Prömel. Der gebürtige Stuttgarter zog sich bei einem Zusammenprall mit dem eigenen Mannschaftskollegen eine Fraktur im Knöchel zu. Er fehlt damit mehrere Monate und verpasst sicher die WM, auf die er sich noch berechtigte Hoffnung machen konnte. Gute Besserung an Prömel und hoffen wir, dass er schnell wieder fit wird.

 

Gute Besserung Grischa.

 

6)      Es war das erste Spiel für Mintzlaff seiner Abschiedstour als Leipziger Geschäftsführer. Er wird zum 15. November seine Ämter niederlegen und als CEO zu Red Bull wechseln. Als Verantwortlicher für den Bereich Sport, wird er jedoch weiter Bezugspunkte zu Leipzig haben, zum Beispiel bei der Thematik Erhöhung des Fangehalts. Die ersten 3 Auswärtspunkte seit April erlebte Mintzi live im Stadion.


Es waren enorm wichtige drei Punkte für Leipzig aus zweierlei Gesichtspunkten. Zum einen war es der notwendige Brustlöser in der Auswärtsbilanz und zum anderen muss RBL ja noch weiter aufholen um den verpatzen Start in die Saison wett zu machen. Die Leistung war insgesamt sehr ansprechend. Man merkte der Mannschaft die letzten englischen Wochen nicht an. Die Motivation stimmt, die Spielfreude ist zurückgekommen und der Teamgeist ist da.

 

Gemeinsam die nächsten Aufgaben angehen.

 

Gute Voraussetzungen für die letzten beiden Spiele in diesem Jahr. Mit Freiburg wartet am Mittwoch ein direkter Konkurrent um die Qualifikation zur Champions League. Da die Konkurrenz derzeit wenig Federn lässt, ist ein ganz wichtiges Spiel in der Leipziger Red Bull Arena. Danach geht es zum letzten Spiel nach Bremen. Mit 6 Punkten würde RBL eine holprige zweite Jahreshälfte noch vernünftig zum Abschluss bringen und gut gerüstet in das Jahr 2023 starten. Man darf hier durchaus optimistisch gestimmt sein, denn die letzten gezeigten Leistungen zeigen nach oben.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstat

 

Statistik
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann (C) – Akpoguma (80. Quaresma), Vogt, N'Soki – Skov (67. Kadeřábek), Prömel (19. Kramarić), Baumgartner, Geiger (80. Asllani), Angeliño – Rutter, Bruun Larsen (67. Stiller)
RB Leipzig: Blaswich – Halstenberg (90. Ba), Orbán (C), Gvardiol, Raum – Schlager, Diallo – Szoboszlai (88. Novoa), Olmo (76. Kampl) – Silva (76. Forsberg), Nkunku (88. Poulsen)
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Tore: 0:1 Nkunku (17.), 1:1 Rutter (50.), 1:2 Nkunku (57.), 1:3 Olmo (69.)
Torschüsse: 11 / 17
Schüsse aufs Tor: 3 / 8
expected Goals: 1,2 / 1,7
Passquote: 80% / 88%
Zweikampfquote: 56% / 44%
Ballbesitz: 37% / 63%
Laufleistung: 116,2 km / 115,1 km
Sprints: 205 / 228
Fouls: 9 / 9
Ecken: 6 / 3
Abseits: 1 / 3
Gelbe Karten: Geiger, Akpoguma, Rutter, N'Soki / Diallo (2), Raum (2)
Zuschauer: 23.127

tony4arsenal