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Das „Mainz-Set“ muss stimmen!

Das „Mainz-Set“ muss stimmen!

Nach zuletzt zwei Pflichtspielniederlagen in Folge geht es für RB am 26. Spieltag gegen den Ex-Klub von Rose, Schröder und Diallo darum, nach der Länderspielpause wieder in die Erfolgsspur zu finden. Von den letzten fünf Spielen gegen Mainz 05 konnten die Roten Bullen nur zwei gewinnen - eine Bilanz, die es aus RB-Sicht mit einem Sieg zu verbessern gilt.

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Rund um RB Leipzig

Die titelmäßig erfolgreichste Abteilung des Vereins, die RBLZ, konnte am vergangenen Sonntag den zweiten Deutschen Meistertitel in Folge im eFootball erringen. Das Team um Weltmeister Umut Gültekin und den 17-jährigen Dänen Anders Vejrgang setzte sich dabei im Finale gegen die eSports-Abteilung von Hansa Rostock durch.


Für das Team von Marco Rose geht es an diesem Spieltag nicht um den Meistertitel, sondern um drei Punkte im Rennen um die Champions-League-Plätze. Dabei geht es an Rouven Schröders ersten offiziellen Arbeitstag als Sportdirektor bei RB Leipzig gleich gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, den 1. FSV Mainz 05, bei dem er am 13. Spieltag der Saison 2020/21 in einer aus Mainzer Sicht sehr schwierigen sportlichen Situation zurückgetreten war. Trotz dieses Abschieds mitten in der Saison blickt man aus Mainzer Sicht positiv auf Rouven Schröder zurück. Aus Leipziger Sicht wird man hoffentlich auch in einigen Jahren so positiv auf ihn zurückblicken können.


Die Rasenballsportler müssen auch am 26. Spieltag auf ihren etatmäßigen Kapitän Peter Gulácsi und mit Xaver Schlager und Christopher Nkunku auf zwei der wichtigsten Spieler der bisherigen Saison verzichten. Dagegen hat Abdou Diallo nach seiner Verletzung gute Chancen, in den Kader zurückzukehren. Auch die angeschlagenen Mo Simakan und Dani Olmo haben laut Marco Rose gute Chancen, am Samstag dabei zu sein.


Gegneranalyse Mainz 05

Seit dem Wiederbeginn der Bundesliga nach der Weltmeisterschaftspause hat sich der FSV Mainz unter der Leitung von Bo Svensson still und heimlich zu einer Spitzenmannschaft der Bundesliga entwickelt. Deutlich wird dies zum Beispiel in der Rückrundentabelle, wo die Mainzer vor Mannschaften wie dem FC Bayern oder RB Leipzig auf Platz zwei thronen und sich nur der absoluten Mannschaft der „Stunde“, Borussia Dortmund, geschlagen geben müssen.

Der Mainzer Erfolg basiert dabei auf einem starken Plan A von Bo Svensson, der voraussetzt, dass die Mainzer Spieler in jedem Spiel eine gewisse Leistungsgarantie gepaart mit Intensität abrufen. Bricht man diesen Plan auf wenige Punkte herunter, so basiert er defensiv darauf, dass Mainz den Gegner unter Druck setzen und den Spielaufbau stören will, um daraus Ballgewinne zu generieren und offensiv darauf, dass Mainz den Ball lang und hoch auf den zentralen Stürmer schlagen kann, der dann den Ball verarbeiten soll.

Mainz agiert aus dem Ballbesitz und dem Pressing heraus in einem 3-4-2-1. Gelingt es der gegnerischen Mannschaft, das Mainzer Pressing zu umgehen, greift die Mannschaft von Svensson auf eine Art 5-3-2 zurück, wobei sich Lee zu den beiden zentralen Spielern fallen lässt, um gemeinsam mit der Abwehrkette eine möglichst kompakte Defensive zu bilden.


Voraussichtliche Aufstellung: Zentner - Fernandes, Bell, Hanke-Olsen - Caci, Stach, Barreiro, da Costa - Lee, Ajorque, Onisiwo


Eine entscheidende Rolle im Mainzer System spielt, wie bereits erwähnt, der zentrale Stürmer. Auf dieser wichtigen Position gelang den Mainzer Verantwortlichen um Sportvorstand Christian Heidel im Winter mit Ludovic Ajorque ein Glücksgriff. Der 197 cm große Stürmer aus La Réunion ist der Spieler, der den Mainzern nach dem Abgang von Ádám Szalai fehlte. Ajorque kann durch seine Physis viele Luftduelle für sich entscheiden und durch seine gute Technik viele Bälle für seine Mitspieler verwertbar verarbeiten, so dass die beiden anderen Stürmer Lee und Ingvartsen/Onisiwo sich bereits auf die Ablage vorbereiten und Ideen für die Folgeaktion entwickeln können. Ajorque ist aber nicht nur bei Bällen, die von den Mainzer Verteidigern oder Zentner nach vorne geschlagen werden, ein wichtiger Bestandteil des Mainzer Systems, sondern auch bei vielen Standardsituationen, bei denen er die zentrale Anspielstation ist. Dies zeigt sich beispielsweise bei den Einwürfen der Mainzer Spieler, welche mit ihren langen und weiten Einwürfen Ajorque suchen, der mit seiner Physis und Technik die Bälle erobern und dann auch weiterleiten kann.


Neben den langen Bällen auf Ajorque zeigen sich im Mainzer Offensivspiel aber auch andere Muster, wie der direkte Ball in Richtung Strafraum nach Ballgewinn oder das Fluten des Strafraums, wobei neben den offensiven Dreien auch die zentralen Spieler und die Außenverteidiger mit in den Sechzehnerraum einrücken. Im Spiel gegen den Ball lebt das Mainzer Spiel von den bereits erwähnten Pressingmomenten, wobei Mainz den Gegner entweder schon in der eigenen Hälfte unter Druck setzt, Ajorque ist in diesem Fall häufig der erste anlaufende Spieler. Verlagert Mainz das Pressing in Richtung Mittellinie, ist häufig Leandro Barreiro der erste attackierende Spieler. Gelingt es der gegnerischen Mannschaft das Mainzer Pressing zu überspielen, lässt sich Mainz in das bereits erwähnte 5-3-2 fallen.


Matchvorschau RBL-M05

Für RB wird es, wie der Titel des Artikels schon andeutet, darauf ankommen, dass das „Mainz-Set“ stimmt und die Mannschaft bereit ist, die von Intensität geprägte Spielweise der Mainzer anzunehmen. Gelingt dies und können die Mainzer weiterhin von ihrem Plan A abgebracht werden, könnten in diesem Spiel schon viele Weichen in Richtung RB-Sieg gestellt sein.

Eine besonders wichtige Rolle werden dabei die beiden Sechser und die beiden Innenverteidiger spielen. Für sie wird es darum gehen, bei den langen Bällen der Mainzer zur Stelle zu sein und es Ajorque schwer zu machen, saubere Ablagen auf seine Mitspieler zu spielen, während es für die umstehenden RBLer darum gehen wird, wach zu sein, mögliche unsaubere Ablagen abzufangen und daraus Umschaltsituationen zu generieren. Den Platz als zweiter Sechser neben Laimer könnte somit, wenn er fit genug ist, direkt Diallo einnehmen, der im Gegensatz zu Haidara und Kampl die nötige körperliche Robustheit für dieses Spiel mitbringt. Im Spielaufbau gegen das Mainzer Pressing könnte sich Diallo dann auch zwischen Orban und Gvardiol schieben, um den Mainzer Angreifern keinen numerischen Vorteil gegenüber den beiden Leipziger Innenverteidigern zu ermöglichen. Ein zusätzlicher Innenverteidiger könnte natürlich auch bei einer der beiden Hauptproblemstellen des RB-Spiels, den gegnerischen Standardsituationen, eine wichtige Hilfe sein. Aber auch dieses Problem wird Diallo nicht alleine lösen können. Hier wird es darauf ankommen, dass alle Akteure mit dem (Hier haben wir es wieder) richtigen „Mainz-Set“ an den Start gehen.

In der Offensive wird es, wenn Mainz Leipzig kommen lässt, darum gehen, taktische und spielerische Mittel gegen das Mainzer 5-3-2 zu finden, hier könnte ein fitter Dani Olmo der RB-Offensive einen ordentlichen Kreativitätsschub geben und im Zusammenspiel mit Forsberg, Silva und Szoboszlai den Mainzer Verteidigungsgürtel vor Probleme stellen.


Voraussichtliche Aufstellung: Blaswich - Henrichs, Orban, Gvardiol, Halstenberg - Olmo, Diallo, Laimer, Szoboszlai - Forsberg, Silva


Tipp: Nach zähen Anfangsminuten, in denen sich RB erst an die intensive Spielweise der Mainzer gewöhnen musste, gewinnt das Team von Marco Rose nach Toren von Szoboszlai und Orban mit 2:0. 


Was läuft wo?


Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: Sky Sport Bundesliga

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