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Wer den Ball nicht reinmacht, gewinnt keine Spiele.
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Wer den Ball nicht reinmacht, gewinnt keine Spiele.

Wer den Ball nicht reinmacht, gewinnt keine Spiele.

Eine gute solide Leistung reicht nicht aus, wenn die Ineffizienz dramatische Ausmaße annimmt. 26 Torschüsse. Keiner ging rein. Die Harmlosigkeit der Mannschaft stellt viel mehr ein Problem dar als die Fehler, die man in der Abwehr in dieser Saison hatte. Mit der Niederlage gegen Bayer fällt RB in der Tabelle zurück und offenbart, was bereits seit langen bekannt ist, Leipzig hat eine schmerzhafte Abschlussschwäche. Kostet diese am Ende die Qualifikation für die Champions League?

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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Im letzten Bericht, den ich hier schreiben durfte, ging es um Mainz. Einen Überflieger der vor großen Namen keine Angst zeigt. Das durften wir und die Bayern am Samstag bitterlich erfahren.

Nun ging es gegen Bayer Leverkusen auswärts ran. Ein Team mit Fahrtwind im Rücken. Vieles an Leverkusen in dieser Saison erinnert an RB im Jahr zuvor. Nach einem notwendigen Trainerwechsel stabilisierte sich Leverkusen und spielt seit der Rückrunde wieder oben mit. Zudem zog Bayer am Donnerstag ins Europa League-Halbfinale ein. Nur heißt der Neue bei Leverkusen Xabi Alonso, großer Name und große Vita, und nicht Domenico Tedesco. Ob die Leverkusener die Saison aber am Ende ähnlich erfolgreich gestalten, wie die Leipziger letzte Saison, wird sich noch zeigen.

Die Bullen selbst haben die Delle mit drei schmerzhaften Niederlagen in Folge (darunter auch die gegen die oben erwähnten Mainzer) erfolgreich mit drei knappen Siegen verdaut. Mit der Dreierkette kam die Sicherheit in der Abwehr zurück. Gegen den BVB, Hertha und Mainz ließ RB nur 4 direkte Torschüsse zu. Jeweils einen verbuchten die Dortmunder und Berliner. Beide hielt Blaswich hervorragend. Die zwei von Augsburg landeten leider im Leipziger Netz. Chancen für höhere Siege waren in allen Spielen da. Nur in der ersten Hälfte gegen die Augsburger ist der Knoten mal endlich geplatzt. Daran wollte man nun auch in Leverkusen ansetzten, um Platz 4 zu sichern und für mindestens 90 Minuten den 3.Platz zu erobern.  


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Zwei Trainer, die ihren Teams nach einem Fehlstart neues Leben eingehaucht haben. 


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Neu im Bullenstall

Die Verletztenliste lichtet sich. Allein die schwerer Verletzten Gulácsi und Schlager haben noch eine längere Wartepause hinzunehmen. Obwohl Xaver Schlager bereits schon wieder individuell den Rasen wochentags durchfurchen darf. Ganz ohne Verletzungen blieben Raum und Clark dem Spiel fern. Der erste war nach fünf gelben Karten gesperrt, der zweite ist laut dem Trainer immer noch keine Option für den harten Bundesligafußball. Die zuletzt erkrankten oder leicht verletzten Poulsen, Forsberg und Simakan waren wieder im Kader. Mit neun Spielern auf der Bank ging es hinter der Coachingzone wieder kuscheliger zu.


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Unter der Woche Geburtstag gefeiert, am Wochenende zum Zusehen verbannt.


Dreisatz des Spiels

Marco Rose stellte wie bereits gegen Union die beiden Schienenspieler seitenverkehrt auf. Halstenberg startete rechts. Henrichs lief links auf. Einstellung und Spielansatz stimmten in den ersten 25 Minuten. Immer wieder löste man kleine Angriffe von Leverkusen sauber auf. Vor dem Tor wählte man jedoch öfter den Distanzschuss als einen weiteren tödlichen Pass. Bei Ballbesitz hielt man den Ball meist lange, da Bayer sich zurückzog und auf Konter wartete. Ab Minute 25 hat sich Leipzig ins eigene Ballbesitzspiel reindrängen lassen. Nach vorne kam weniger. Das nutzten die Leverkusen für ein paar Angriffe, wie einen starken Konter nach eine Leipziger Ecke und einen satten Weitschuss. Diese Szenen überstand Leipzig mit etwas Glück. Durch diesen Aufwacheffekt kam Leverkusen deutlicher besser ins Spiel, was in einen steilen Pass an der Leipziger Verteidigung vorbei und einer saftigen Flanke auf den einzigen Leverkusener im Leipziger Strafraum endete, der das bisher ordentliche Spiel der Leipziger mit dem 1:0 negierte. Leverkusen spielte einmal seinen Schnelligkeitsvorteil aus und stellte das Spiel auf den Kopf.

Mit dem Wiederanpfiff wechselte Rose Nkunku für Kampl ein. Szoboszlai rückte auf die Position von Kampl. Nkunku spielte vorne im Sturm. Das Spiel blieb ähnlich. Leipzig souverän, Bayer mit der Führung in Lauerstellung. Nkunku fehlte zu Beginn noch die Präzision, wodurch gute Aktionen leider im Sande verliefen. Es folgen weitere Torschüsse aus der Ferne, deren Qualität nicht hoch war. Dann konnte RB doch noch eine Viertelstunde lang den Leverkusener Strafraums belagern und sich guten Chancen erspielen, aber der Ball wollte nicht rein. Mit Simakan, Laimer, Forsberg und Silva wechselte Rose noch einige Male durch. Vorne blieb man aber trotzdem zu harmlos und RB lud durch die eigene Harmlosigkeit Leverkusen zum Kontern ein.   

Und genau einer dieser Konter entscheidet das Spiel. Nach einem Foul im Strafraum sah Szoboszlai gelb-rot. Den Elfer verwandelte Bayer knapp. Damit machte die Mannschaft, die am wenigsten am Spiel teilnahm, den Deckel drauf. Leipzig verlor wieder einmal wegen der eigenen Harmlosigkeit, trotz solider Leistung.    



Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Klostermann:   Seine Aufstellung war notwendig. Sicher war sein Aufbauspiel erneut typisch schwächer. Doch in der Abwehr, sein Job, lief er alle notwendigen Bälle ab. Selbst den stärksten Konter, den sich die Leverkusener selbst vermasselt haben, rannte er vor dem Abseitspfiff, noch ab. Beste Leistung seit langer Zeit, weil er sich auf das konzentrieren durfte, was er am besten kann. 

Blaswich:   Hatte wenig zu tun, aber einen großen Anteil daran, dass nicht schon vorher das 2:0 fällt. Den Elfer hätte er beinahe gehalten. Doch einer der besten RB-Spieler ist leider zu weit entfernt vom Leverkusener Strafraum, um dort auch noch selbst Tore zu schießen.   

Orban:   Der Kapitän kann kaum noch besser spielen als heute. Orban die Mauer in der Abwehr. Aber es hilft die eigene gute Leistung nicht, wenn vorne die Mitspieler den Stecker nicht ziehen.


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Blaswich: Erneut wenig geprüft. An den Gegentreffern schuldlos.


Luft nach oben

Olmo:   Wieder Schaltzentrale in der Offensive. Engagierte 90 Minuten. Viele Abschlüsse, die jedoch seit Monaten zu harmlos sind. Was man Silva vorwerfen muss, ist auch im offensiven Mittelfeld ein Problem. Olmos letzte Torbeteiligung für den Club und nicht die Nationalmannschaft war im Januar gegen harmlose Schalker. Auch seine Vorlagen und Buden fehlen im Kampf um Europa.     

Szoboszlai:   Wie bei Olmo. Szoboszlai kann man wenig vorwerfen. Was er angeht hat Hand und Fuß. Ohne ihn wird man nicht spielen können. Seine fehlende Torbeteiligung und Harmlosigkeit nehmen jedoch auch ein schmerzhaftes Ausmaß für das Team an. Zudem spielt er immer, womit er im Vergleich zu Silva und Olmo noch mehr Nettospielzeit ohne Torbeteiligung aufweist. Die gelb-rote Karte kann, muss er vielleicht nicht ziehen. Er wird dennoch gegen Hoffenheim fehlen.  

Nkunku:   Er war nicht der Joker, den man sich wünscht. Die Spielpraxis fehlt. Die konnte er jetzt holen. Das Erreichen der Ziele hängt davon ab, wie schnell er wieder zu seiner alten Form zurückkommt. 


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Nkunku ist leider noch nicht der Trumpf im Ärmel. 


Champagner statt Bier – die Fans

Wieder gab es nichts zu feiern....


Pfeife des Spiels

Schiedsrichter Schlager ließ zu Beginn etwas überharte Leverkusener Zweikämpfe laufen. Eine mündete fast in einer neuen Verletzung von Olmo. Der konnte zum Glück mit blutendem Knie weitermachen. Ansonsten gab es keine großen kritischen Szenen, die das Spiel durch ein Eingreifen oder den VAR begünstigt hätten. Die gelb-rote Karte gegen Szoboszlai war leider korrekt, da dieser bereits zuvor verwarnt war. 


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Fast wäre Schlagers laxe Art am Anfang Olmo zum Verhängnis geworden.


Aufgefallen

1)     Das Team war bereits unter Tedesco zu sehr abhängig von Nkunku. Im Jahr 2023 läuft es teilweise auch nur rund, wenn Werner einen guten Tag hatte. Diese Saison wird man daran kaum noch etwas ändern können. Ob Nkunku in den nächsten Spielen zu sich findet, ist offen. Ähnliches gilt für die meisten offensiven Spieler. Das Knipserproblem ist kein Stürmerproblem, sondern ein Problem der gesamten Offensive. Ob man das mit dem Neuzugang Sesko, der gerade stark für Salzburg auftritt, in der neuen Saison lösen kann, ist unsicher, da dieser ebenfalls aus einer Kontermannschaft kommt. Aber in Spielen mit tiefstehenden Gegnern benötigt man eher Spieler, die ein Tor spielerisch erzwingen können. 

2)    Trotz der Niederlage sind alle Ziele noch aus eigener Hand möglich. Freiburg und Union spielen am 32. Spieltag direkt gegeneinander. Zudem muss man selbst in Freiburg ran. Union spielt noch gegen Leverkusen. Die Freiburgspiele werden für RB entscheidend sein. Das Ligaspiel wohl mehr als das Pokalhalbfinale. 

3)      Der Ball zirkuliert in den Reihen von RB deutlich zu lange, ohne damit Gefahr zu verursachen. Man wollte mit der Dreierkette mehr Stabilität. Doch der hohe Ballbesitz ist für diesen Kader nur zuträglich, wenn vorne Schnelligkeit und Überraschung ausgenutzt werden können. Es fehlt jedoch dort das Tempo, da ein großer Teil der Bundesligateams tief und mit 4 bis 5 Spielern im Sechzehner steht. So wird man zu harmlosen Weitschüssen gezwungen. Flanken von der Grundlinie sind weiterhin tabu oder finden keinen Abnehmer, da sie niemand erwartet und abnehmen kann. So hat man auch keine Hau-Ruck-Taktik in petto, wenn es spielerisch nicht geht.


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Wenige Minuten reichen aktuell in der Bundesliga, um als Sieger vom Platz zu gehen.


Pressekonferenz nach dem Spiel



Durch die Siege von Union und Freiburg rutscht Leipzig auf Platz 5 ab. Der heutige Gegner Leverkusen wartet mit vier Punkten Rückstand schon dahinter. Auf die Meisterschaft sollte man für Leipzig nicht mehr tippen. RB muss jedoch mindesten seine Hausaufgaben und in Freiburg gewinnen, damit die Champions League noch drin ist.

Das nächste Spiel gegen Hoffenheim sollte trotz der Niederlage in Leverkusen keine Angst machen. Die TSG ist weiterhin tief im Abstiegskampf und wird deshalb nicht nur in der eigenen Hälfte stehen. Das kann Leipzig nutzen. Vielleicht mit Spielern, die man heute von Beginn an erwartet hat, wie Laimer und Simakan.

Mein Tipp: 3:1

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Statistik
Bayer Leverkusen: Hradecky – Kossounou, Tah, Hincapie (Fosu-Mensah 78.) – Frimpong, Andrich, Demirbay, Bakker – Diaby (Amiri 68.), Hlozek (Azmoun 68.), Adli (Bellarabi 91.)
Ersatzbank: Pentz – Bakker, Fosu-Mensah, Sinkgraven, Amiri, Azhil, Mbamba, Azmoun, Bellarabi
RB Leipzig: Blaswich – Klostermann (Laimer 72.), Orbán (C), Gvardiol - Henrichs, A. Haidara (Forsberg 81.), Kampl (Nkunku 46.), Halstenberg (Simakan 60.), Szoboszlai, Dani Olmo – Werner (Silva 81.)
Ersatzbank: Nyland – Ba, Diallo, Simakan, Forsberg, Laimer, Nkunku, Poulsen, Silva
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Rastatt)
Tore: 1:0 Hlozek (40.), 2:0 Amiri (86.)
Torschüsse: 7 / 26
Schüsse aufs Tor: 4 / 6
expected Goals: 1,13 / 1,82 
Passquote: 74 / 86
Zweikampfquote:  46% / 54% 
Ballbesitz: 31% / 69%
Laufleistung: 114 km / 111,69 km
Fouls: 9 / 8
Ecken: 0 / 9 
Abseits: 1 / 3 
Gelbe Karten: Hincapié (8.), Andrich (8.) / Simakan (2.), Haidara (5.), Laimer (7.)
Gelb-Rot: Szobszlai (86.)
Zuschauer: 29.085

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