Immer wieder Leipzig, immer wieder Pokal!
Inhalt
Aufreger der Woche
Nach dem Auftaktsieg in der Champions League und dem knappen Sieg am Samstag gegen die Fohlen aus Gladbach geht es diese Woche schon mit den nächsten beiden wichtigen Spielen weiter. Zwei Meldungen, die in der Masse dieser Spiele nicht untergehen sollen, seien hier noch kurz erwähnt.
Mit DHL hat die Frauenmannschaft von RB Leipzig neben Red Bull einen weiteren großen Sponsor bis 2025 gewonnen. Die Partnerschaft zwischen dem Frauenteam und DHL reicht von Werbepräsenzen über Diversity-Kampagnen bis hin zu CSR-Projekten.
In einem für die Verantwortlichen bei RB besonders wichtigen Thema konnte ein kleiner Sieg gefeiert werden. Mit nur 0,59 Gramm CO2 pro Aufruf ist RB laut acb.studio Nachhaltigkeitsmeister unter den Vereinswebsites.
Nächster Titel! 😁 „So verbraucht die Startseite von Pokalsieger Leipzig laut https://t.co/LXUTA9HyeP 0,59 Gramm CO2 pro Aufruf. Schlusslicht der Untersuchung ist demnach der SC Freiburg mit 4,20 Gramm CO2 pro Aufruf.“ https://t.co/Gv43cwtr5c
— RB-Fans.de (@rb_fans) September 25, 2023
RBL und der Pokal
Nach dem Pokalsieg 2022 konnte dieser Erfolg im Juni dieses Jahres wiederholt werden. RB gewann nach Toren von Nkunku und Szoboszlai, die in diesem Sommer ein neues Kapitel ihrer Karriere in Großbritannien aufgeschlagen haben, mit 2:0 gegen die Frankfurter Eintracht. Damit sind die Rasenballsportler im DFB-Pokal auch seit 12 Spielen ungeschlagen. Eine Serie, die Rose und sein Team sicherlich gerne ausbauen würden.
Für die Rasenballsportler bietet sich in diesem Jahr die Chance, etwas Historisches zu schaffen. Mit einem Pokalsieg in diesem Jahr wäre RB der erste Verein, der den DFB-Pokal drei Jahre in Folge gewinnen könnte, doch bis dahin ist es logischerweise noch ein langer und schwerer Weg, der mit der nicht zu unterschätzenden Herausforderung bei Wehen Wiesbaden beginnt.
Ausgangslage
Seit der Niederlage bei den überragenden Leverkusenern konnte das Team von Marco Rose alle folgenden Spiele für sich entscheiden, auch wenn man dabei noch in keinem Spiel über 90 Minuten vollends überzeugte. Gegen Gladbach wusste vor allem die Abwehrreihe in Kombination mit den beiden Sechsern Schlager und Kampl zu gefallen, die kaum gefährliche Situationen vor Janis Blaswich zuließ und damit neben den wenigen offensiven Aktionen ein Garant für den Sieg war.
Yes, dreckiger Sieg. Fußballerisch schwach, ziemlich müde wirkend, aber zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen und gewonnen. Auch weil die Abwehrkette plus Sechser in der Defensivarbeit heute sehr gut waren. #bmgrbl
— rotebrauseblogger (@rotebrauseblog) September 23, 2023
Ein Spieler, der immer wieder für solche herausragenden Einzelmomente sorgt, ist der allseits gelobte Xavi, der mit seiner individuellen Klasse derzeit einfach aus dieser Mannschaft herausragt. Gegen Wiesbaden könnte der Ausnahmekönner angesichts des Programms der nächsten Wochen aber trotz seiner Topform eine Pause bekommen. Um dieses Talent auch über 2024 hinaus in Leipzig halten zu können, versucht die sportliche Leitung derzeit vor allem Xavi emotional an RB zu binden.
Für das Pokalspiel dürfte Marco Rose der gleiche Kader wie im Borussia-Park zur Verfügung stehen. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter Timo Werner, der über Rückenschmerzen klagt und auch am Montag mit dem Training aussetzen musste. Bei Haidara, der sich bereits im Integrationstraining befindet, und Olmo, dem es deutlich besser geht, rückt ein mögliches Comeback näher, auch wenn es bei beiden noch nicht für Wiesbaden reichen wird.
Der Gegner im Check
Mit Wehen Wiesbaden hat man einen der schwersten Gegner aus dem sogenannten Amateurtopf erwischt. Die Wiesbadener sind, nachdem sie sich in der Relegation gegen Arminia Bielefeld durchsetzen konnten, in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Mit dem Start in die 2. Bundesliga kann das Team aus der hessischen Landeshauptstadt durchaus zufrieden sein. Nach 7 Spieltagen steht der Verein mit 8 Punkten im hinteren Mittelfeld der Liga und hat alle Chancen, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen.
Verantwortlich für den Aufstieg der Wiesbadener ist natürlich auch Trainer Markus Kauczinski, der das Amt Ende 2021 von Rüdiger Rehm übernommen hat. Kauczinski, der bereits Vereine wie Dynamo Dresden oder St. Pauli in seiner Vita als Cheftrainer stehen hat, konnte den SVWW nach seiner Übernahme zunächst stabilisieren, bevor er die Wiesbadener in der zweiten Saison mit einem offensiv geprägten Spielstil in die 2. Liga coachte.
Um sich für die zweite Liga zu wappnen und die Abgänge der sportlichen Leistungsträger Hollerbach und Ezeh zu kompensieren, musste Wiesbaden natürlich auch auf der Zugangsseite aktiv werden. Die sportlich Verantwortlichen agieren dabei unter der Prämisse, keine Ablösesummen für Spieler auszugeben und diese somit entweder ablösefrei zu verpflichten oder auszuleihen. Die beiden wichtigsten Neuzugänge nach den ersten Spielen scheinen Hyun-ju Lee, der das kreative Element im Team von Kauczinski ist, und Marcus Mathisen, der sich sofort als Abwehrchef etablierte, zu sein.
Die ersten Spiele von Wiesbaden zeigten, dass sie von der offensiveren Spielweise der Aufstiegssaison zu einer pragmatischeren, defensiveren Spielweise mit einer Fünferkette übergegangen sind. Diese Spielweise spiegelt sich u.a. in den nur 6 erzielten, aber auch nur 8 kassierten Toren der Hessen in der 2. Bundesliga wider. Die Stärken der Wiesbadener liegen in den Basics, d.h. sie arbeiten auf dem Platz gut als Einheit zusammen, sind bei Defensivaktionen meist gut sortiert und verteidigen gegnerische Standards konsequent.
Es ist nicht das erste Aufeinandertreffen zwischen dem SVWW und unseren Rasenballsportlern, denn bereits in der Saison 2013/14 standen sich beide Teams in der dritten Liga gegenüber. Das Hinspiel gewann Wiesbaden, das Rückspiel entschied RB durch ein Tor von Dominik Kaiser nach Vorlage von Yussuf Poulsen für sich. In der Leipziger Startelf standen damals unter anderem Kimmich, Demme und Frahn.
Spielvorschau
Es ist davon auszugehen, dass die Wiesbadener ihre bestmögliche Mannschaft auf den Platz bringen werden, um es RB so schwer wie möglich zu machen. Auf Seiten der Leipziger ist hingegen mit einigen Veränderungen zu rechnen. Die Routiniers Forsberg, Poulsen und Klostermann könnten in die Startelf zurückkehren und Lenz sowie Baumgartner ihre Startelf-Premiere im Leipziger Trikot geben. In jedem Fall wird Peter Gulasci nach 12 Monaten Verletzungspause erstmals wieder im Leipziger Tor stehen! Willkommen zurück Pete!
+++ Personal-Info +++
— RB Leipzig (@RBLeipzig) September 26, 2023
Péter #Gulácsi wird am Mittwoch im @DFB_Pokal-Duell gegen @SVWW_official im Tor stehen. #SVWWRBL pic.twitter.com/6IZJFDIbx1
Mögliche Aufstellungen:
Wehen Wiesbaden: Stritzel – Angha, Mathisen, Carstens – Gopppel, Fechner, Heußer, Mockenhaupt – Lee, Prtajin, Froese
RB Leipzig: Gulacsi – Henrichs, Klostermann, Lukeba, Lenz – Schlager, Seiwald – Forsberg, Baumgartner – Poulsen, Openda
Es ist zu erwarten, dass der Start für das Team von Rose aufgrund der vielen Wechsel und der Ausrichtung des Gegners nicht einfach wird. Für die Rasenballsportler wird es wie in einigen Spielen zuvor darauf ankommen, die Einstellung des Gegners anzunehmen und dann mit der vorhandenen individuellen Klasse den Gegner selbst vor Probleme zu stellen. Eine frühe Führung wäre in einem solchen K.O.-Spiel natürlich wünschenswert, aber mit der Erfahrung der letzten Jahre und der Power, die noch auf der Bank sitzt, sollte sich das Team von Rose auch nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn es länger 0:0 steht.
Tipp: RB gewinnt 2:0 gegen Wiesbaden und zieht in die nächste Runde des DFB Pokals ein.
Was läuft wo?
Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: Sky Sport, ARD
gNiklas
Das dachte ich mir letztens auch, als ich den Preis vom neuen Trikot gesehen habe - 150 € und dann noch für ein paar Euro den Namen von so einer Eintagsfliege drauf. Im Leben nicht.