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Wichtiger Heimsieg, trotz Leipziger Chancenwuchers

Wichtiger Heimsieg, trotz Leipziger Chancenwuchers

Leipzig dominiert Heidenheim - bekommt den Ball aber nicht rein. RB mit einer guten Leistung, verpasst aber einen deutlicheren Heimsieg gegen schwächere Heidenheimer. Openda und Poulsen treffen, aber Gimber verkürzt kurz vor der Halbzeit. Chancenwucher in der zweiten Halbzeit und etwas Glück am Ende reichen RB für einen verdienten Heimsieg.

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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Nach der starken Leistung unter der Woche in der Champions League gegen Manchester City, ging es an diesem Samstag gegen den Aufsteiger aus Heidenheim weiter. Durch die schmerzliche Niederlage gegen Wolfsburg brauchte RB dringend die drei Punkte, um den Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga nicht zu verlieren.

Nach der taktischen Umstellung unter der Woche (flexible Drei/Fünferkette) kehrte RB zu seiner Aufstellung (4/2/2/2) zurück. Henrichs und Poulsen rückten zurück in die Startelf und ersetzten Lukeba und Seiwald.

Der Einsatz von Xavi war bis kurz vorm Spiel wegen der Schulterverletzung aus dem Mittwochsspiel nicht sicher, er startete aber dann doch von Beginn an.

 

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Dreisatz des Spiels

Sofort dominierte RB die Partie und kam in den ersten Minuten durch Openda und Poulsen zu mehreren hochklassigen Chancen. Leipzig drückte Heidenheim weit in die eigene Hälfte und die Schwaben kamen nur selten in die Leipziger Hälfte, und wenn doch, dann kaum gefährlich. In der 28. Minute bekam RB einen Elfmeter zugesprochen, den Openda kalt verwandelte. Leipzig spielte weiter dominant. Raum leistete in der 44. Minute die Vorarbeit für Poulsen, indem er an zwei Gegenspielern vorbeiging, Poulsen am kurzen Pfosten fand, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhielt Heidenheim seine erste Ecke, die Gimber verwandelte und den Halbzeitstand somit auf 2:1 verkürzte.

 

 

Leipzig startete stark in die zweite Halbzeit und konnte sich zu Beginn mehrere gute Chancen herausarbeiten. Die Chancenverwertung blieb jedoch auch in der zweiten Halbzeit unterirdisch. Openda, Poulsen und Baumgartner konnten ihre Möglichkeiten nicht nutzen.

Dadurch blieb Heidenheim im Spiel und Leipzigs Dominanz verflachte allmählich. Das Spiel verschob sich zunehmend ins Mittelfeld. In der 78. Minute wechselte Marco Rose und brachte Šeško und Forsberg für Poulsen und Xavi. Im Anschluss hatte RB etliche Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden, aber vergebens. Insbesondere Openda ließ mehrere Chancen liegen. In der Schlussphase verlor Leipzig erstmals die Kontrolle über das Spiel und Heidenheim hatte die Chance zum Ausgleich, zum Glück aber ohne Erfolg.

 

Poulsen zum 2:0.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Raum: Ein gutes Spiel von David Raum, sehr aktiv auf der linken Seite. Seine Flanken, auch wenn sie nicht immer ihren Abnehmer fanden, sorgten immer wieder für Gefahr. Mit dem Assist zum 2:0 bestätigte er seine herausragende Leistung. Auch defensiv zeigte er heute ein starkes Spiel mit lediglich kleinen Schwächen.

Klostermann: Eine sehr stabile Performance von Lukas. Er zeigte eine solide Defensivleistung und überzeugte mit seinen Zweikämpfen und klugem Aufbauspiel (acht von zehn langen Pässen kamen an). Immer wieder spielte er gute Bälle in die Spitze, die zu Chancen führten.

Xavi: Auch heute wieder eine gute Partie unseres super Youngsters. Wie immer überzeugte Xavi mit seinen unfassbaren Dribblings, seine Passstärke bereitete den Heidenheimern immer wieder Probleme.

 

Xavi meist nur unfair zu stoppen.

 

Luft nach oben

Leider auch heute wieder das große Thema: schlechte Chancenverwertung. Aus 24 Torschüssen und 4,71 expected Goals waren zwei Tore einfach zu wenig. Besonders Openda und Poulsen waren sehr verschwenderisch vor dem Tor. Openda, der unter der Woche noch durch seine Effizienz überzeugte, konnte an diesem Nachmittag nicht an diese Leistung anknüpfen. Gerade gegen Ende des Spiels ließ Openda einige hochprozentige Chancen liegen.

 

Openda allein gab acht Schüsse aufs Heidenheimer Tor ab.

 

Pfeife des Spiels

Christian Dingert pfiff bereits zum 18. Mal ein RB Spiel. Allgemein hatte er keine klare Linie. Während er in der ersten Halbzeit noch viel laufen ließ, kam es im zweiten Durchgang zu vielen Spielunterbrechungen. Die Heidenheimer kamen recht gut bei ihm weg, trotz vieler Fouls.

 

 

Champagner statt Bier – die Fans

Trotz eisiger Temperaturen waren viele Zuschauer im Stadion. Als offizielle Zuschauerzahl wurden 44.887 angegeben. Die Fankurve war trotz des Wetters gut gefüllt und das ganze Spiel aktiv. Wünschenswert wären bei den Temperaturen mehr Lieder gewesen bei denen alle Fans im Stadion stehen und hätten springen können. Die Mitmachquote wäre definitiv hoch gewesen.

Apropos Kälte: Wenn zur Halbzeit die warmen Getränke im Stadion bei Minusgraden alle sind, läuft was falsch. Respekt an alle Fans, die bis zum Ende geblieben sind. Hier müssen RBL und der Caterer was ändern!

 

 

Fazit & Ausblick

Trotz des Chancenwuchers machte RB seine Hausaufgaben und besiegte am Ende verdient den Aufsteiger aus Heidenheim mit 2:1. Die Leipziger holten somit drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions League. Insgesamt eine gute Leistung der Leipziger, defensiv ohne große Fehler und weitestgehend stabil und auch offensiv kamen die roten Bullen immer wieder gefährlich vors gegnerische Tor.

 

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Statistik
RB Leipzig: Blaswich – Henrichs, Simakan, Klostermann, Raum (90+2 Lenz) – Baumgartner (89. Lukeba), Schlager, Haidara, Xavi (77. Forsberg) – Openda, Poulsen (77. Šeško)
Bank: Gulácsi – Seiwald, Moriba, Carvalho, Kampl
1. FC Heidenheim: Müller – Traoré, Mainka, Gimber, Föhrenbach – Maloney (68. Beck), Theuerkauf (68. Sessa) – Pieringer (74. Dovedan), Schöppner (86. Schimmer), Beste (86. Thomalla) – Kleindienst
Bank: Eicher – Busch, Siersleben, Pick
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Tore: 1:0 Openda (29.) FE, 2:0 Poulsen (44.), 2:1 Gimber (45.+2)
Torschüsse: 24 / 7
Schüsse aufs Tor: 8 / 1
expected Goals: 4,71 / 1,18
Passquote: 88% / 63%
Zweikampfquote: 52% / 48%
Ballbesitz: 70% / 30%
Laufleistung: 120,68 km / 123,53 km
Sprints: 259 / 309
Fouls: 13 / 16
Ecken: 5 / 3
Abseits: 3 / 0
Gelbe Karten: Simakan (3), Baumgartner (2) / Pieringer (4), Gimber (1)
gemeldete Zuschauer: 44.887

Paul