[phpBB Debug] PHP Warning: in file /is/htdocs/wp11023520_NO1LVG38CX/www/mobile_new/helpers.php on line 90: DOMDocument::createElement(): unterminated entity reference Ausblick
[phpBB Debug] PHP Warning: in file /is/htdocs/wp11023520_NO1LVG38CX/www/mobile_new/article.php on line 43: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at [ROOT]/includes/functions.php:3008)
Nach 4:1 um Haaresbreite vorn
Header Image
Nach 4:1 um Haaresbreite vorn

Nach 4:1 um Haaresbreite vorn

Zurück im Zweikampf mit dem BVB und endlich wieder auf einem Champions League Platz. Der 4:1 Sieg in Freiburg und eine BVB Pleite gegen Stuttgart sorgten dafür, dass Leipzig erstmals seit der eigenen Niederlage gegen Stuttgart wieder zurück auf Platz 4 springt. Besonders im ersten Durchgang zeigte sich die Rose-Elf kaltschnäuzig und effizient.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Wie Baumgartner nach dem Spiel gegen Mainz schon richtig festgehalten hat: man „darf nicht mehr viel verschenken“. Auch nicht bei Streichs letztem Spiel mit Freiburg gegen Leipzig bzw. im 20. Spiel gegen den SCF überhaupt. Dabei kann Leipzig seit dem DFB-Pokal-Sieg 2022 auf eine makellose Bilanz zurückblicken.

Um also weiter im Rennen um Platz 3/4 zu bleiben, musste ein Sieg her und dazu brachte Rose mit Haidara und Šeško zwei neue Spieler, die beide das in sie gesetzte Vertrauen mit einem Tor zurückzahlen sollten.

 

Goalgetterselfie.

 

Dreisatz des Spiels

Eine erste Hälfte, die es in sich hatte. Ein Blitzstart durch Haidara, ein zweifacher defensiver Aussetzer der SCF-Verteidiger Keitel und Kübler und ein berechtigter aber im Stile des Pokalfinales 2022 verschossener Handelfmeter für Freiburg. Mit dem schnellen 4:0 durch Šeško im zweiten Durchgang war der Drops dann gelutscht, daran konnte auch Grifos Treffer nichts mehr ändern. Insgesamt kein herausragendes Spiel von RBL aber ein sehr effizientes. Durch den verschossenen Elfer zudem auch kaum gefährdet, da Freiburg abseits davon auch wenig Aussichtsreiches aufs Feld brachte.

 

Haidara eröffnete schon nach 61 Sekunden.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Openda: Vier Scorer, erstmals seit vier Jahren hat ein Leipziger mal wieder so eine Marke erreicht (damals Nkunku gegen Schalke). Beide Tore unter freundlicher Mithilfe der SCF Abwehr, aber den Druck muss man da als Stürmer auch erstmal ausüben. Das sind natürlich Situationen, in die Leipzig gegen tiefer stehende Gegner – wie Mainz – seltener kommt. Die beiden Vorlagen sehr präzise, hätte sogar noch eine weitere sein können, wenn er Olmo beim Stand von 2:0 gesehen hätte. Bei so viel Ballerei verzeiht man auch mal ein vermeidbares Handspiel.

Henrichs: Zuletzt ordentlich im Formtief, was ich in einigen Spielberichten auch immer wieder erwähnt hatte. Gegen Freiburg aber mit einer richtig guten Leistung. Er leitete das 1:0 und das 4:0 ein, führte und gewann auf Leipziger Seite die meisten Zweikämpfe (6 von 12) und setzte die meisten Tacklings (3). Wichtiger Faktor gegen Freiburg, nachdem er davor oft unter seinen Möglichkeiten geblieben war.

Haidara: Beim Gegentor zwar etwas staksig gegen Grifo, dafür aber mit dem Dosenöffner zum 1:0. Nach Henrichs am aktivsten in Zweikämpfen (10) und mit den meisten Leipziger Tacklings (3). Aktuell neben Schlager gesetzt und nicht zuletzt deswegen auch kürzlich mit der Vertragsverlängerung.

 

Auswärtssiege feiern sich schön.

 

Luft nach oben

Xavi & Olmo: Diesmal weniger Impact von den eigentlichen Schlüsselspielern. Solange die anderen Kicker dies kompensieren können, ist das auch nicht weiter schlimm. Der Spanier leitete immerhin das 2:0 ein, dem Niederländer gelang für seine Verhältnisse recht wenig. Am Ende vergab er noch die Chance zum 5:1. Nicht sein Tag.

 

Tweet des Spiels

Doppelmoral, die.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Wenig los im Breisgau. Die Fans eher am Pfeifen denn an der Unterstützung der Mannschaft interessiert, sodass die mitgereisten Leipziger gut zu vernehmen waren.

 

Pfeife des Spiels

Erst der zweite Bundesligaauswärtssieg (bei 12 Spielen) und der fünfte Bundesligasieg überhaupt unter der Leitung Sieberts (19 Spiele). Eine relativ schlechte Quote für ein Team, was fast immer auf den Champions League Plätzen landete. Dabei machte der Schiedsrichter auch in Freiburg nicht die beste Figur. Zum einen, weil das Handspiel der Freiburger gar nicht geprüft wurde, zum anderen durch eine sehr fragwürdige Zweikampfbewertung. Dies gipfelte dann in keinem Foul, was Freiburg bis zur Pause beging (obwohl ein Freiburger direkt auf Xavis Arm trat) und in einer für den Spielstand äußerst kartenreichen Schlussphase (7 Gelbe). Keine echte Linie also und schlechte Zweikampfbewertung, kurzum eine unterdurchschnittliche Leistung von Siebert.

 

Wenn der Schiedsrichter beide Augen zudrückt.

 

Aufgefallen

1)      Wie sehr die Chancenverwertung zwischen „eiskalt“ und „lauwarme Plörre“ diese Saison bei RBL oszilliert, geht auf keine Kuhhaut. Gegen Bayern sechs und gegen Mainz zehn Schüsse aufs Tor und doch nur ein einziger Treffer. Gegen Freiburg nun auch sechs in einem abseits davon auch nicht wirklich rauschhaften Spiel. Das sorgte bisher immer wieder für Punktverluste und hier wünscht man sich häufiger eine derartige Kaltschnäuzigkeit wie gegen Freiburg.

2)      Die Gastgeber alles andere als gut im Spiel. Die beiden Abwehrfehler in der ersten Hälfte sieht man so auch nicht alle Tage in der Bundesliga. Openda sicherlich immer griffig in den Zweikämpfen, aber als Innenverteidiger kann man in solchen Situationen auch besser aussehen. So waren es Geschenke, die Leipzig gerne annahm und die auch der relativ körperlosen Freiburger Spielweise geschuldet waren, die für ihre relativ wenigen Fouls vom Schiedsrichter im ersten Durchgang auch nicht bestraft wurden. Über das Spiel gesehen Freiburg mit nur wenigen Aktionen, die wirkliche Gefahr ausstrahlten. Der Fernschuss von Grifo passte genau, Sallais Aluminiumtreffer etwas zufällig und wenn man dann die beiden besten Chancen (41. Elfmeter, 42. Eggestein) herausrechnet, glich die xG Kurve eher einer Nulllinie.

 

Manchmal noch zu unstet aber insgesamt schon ein Glücksgriff.

 

3)      Nach dem 4:0 stellte Leipzig das Spielen weitestgehend ein. 20 Minuten gab es erstmal gar keinen Torschuss mehr und in der Schlussphase noch ein paar Halbchancen (insgesamt ~ 0,3 xG). Bei dem Spielstand verständlich, andererseits müssen sich die Leipziger auch aktuell nicht mehr groß schonen, denn die Liga ist ja der letzte Wettbewerb und hier folgen auch nur noch sechs Spiele in sechs Wochen. Hier hätte man also noch etwas mehr herausholen können. Auch die Einwechselspieler versprühten nicht gerade etwas, was man als Tatendrang bezeichnen könnte.

4)      Einwechslungen, wie bei Rose üblich, wieder sehr spät, also nach der 75 Minute. Zudem war abseits von Baumgartner kein Stürmer mehr dabei, hier hätte Rose vielleicht auch auf einen Nachwuchsakteur zurückgreifen können, beispielsweise statt Lenz. Eine Möglichkeit zu einer Anpassung ergibt sich gegen die Wölfe, da hier Raum gesperrt fehlen wird. Bitshiabu oder Henrichs (dann Simakan auf Rechts) wären wohl die Alternativen.

 

Freiburg insgesamt sehr zahm.

 

5)      Eines der wenigen Spiele in denen Leipzig mehr gelaufen ist als der Gegner. Hier ist RBL 15. – Freiburg aber 17. Insofern vielleicht einfach ein Problem des SCF, der RBL eben läuferisch nicht wie andere Teams unter Druck setzen konnte. Wolfsburg belegt in der Laufstatistik übrigens Rang 3.

6)      Mit 11 Punkten Vorsprung vor Frankfurt und sieben Punkten hinter Bayern und Stuttgart wird der Blick jetzt auf den Zweikampf mit dem BVB gelegt. Die Borussia hat immer noch einen schweren April vor sich, sah aber gegen Stuttgart nicht wirklich schlecht aus (zumindest nicht so schlecht wie Leipzig zu Beginn des Jahres) und hat durch den Sieg in München auch Selbstvertrauen getankt. Es gilt jetzt also alle Hausaufgaben zu erledigen und weiter auf Ausrutscher der Konkurrenz zu hoffen, um am Ende nicht am letzten Spieltag in Frankfurt, wo RBL noch nie gewinnen konnte, auf einen Sieg angewiesen zu sein. Positiv jedenfalls die Bilanz aus den letzten drei Heimspielen gegen den BVB – drei Siege.

 

Das Statement zum Spieltag.

 

In Freiburg lief anders als gegen Mainz vieles für Leipzig. Die Abwehrschnitzer und das frühe Gegentor waren für die Hausherren nicht zu kompensieren, was dann im Verbund mit dem verschossenen Elfer für einen relativ ruhigen Nachmittag sorgte. So einfach kann Fußball manchmal sein, wenn die Bälle auch im Netz landen.

Mit dem Sieg zieht RBL punkttechnisch mit Dortmund gleich und steht dank besserer Tordifferenz vor dem BVB. Diese haben ihr Spiel gegen Stuttgart verloren und das zwingt beide Teams nun in eine Art Zweikampf, denn realistisch betrachtet sind Stuttgart und die weiterhin schwächelnden Bayern zu weit weg. In drei Wochen wird dieses Duell dann in Leipzig kulminieren aber auch bis dahin und darüber hinaus darf sich die Rose-Elf keine Schwächen mehr leisten.

Nächste Woche kommt ein alter Bekannter in die Arena. Hasenhüttl und seine Wölfe kämpfen gegen den Abstieg und mit Ingolstadt hat der ehemalige Leipziger Erfolgstrainer ja beide Duelle gegen RBL gewonnen. Eine Siegquote von 100% schaffte Hasenhüttl – bei mehr als einem Spiel – übrigens sonst nur noch gegen Sheffield United.

 

Bei RBL klappte einfach sehr viel.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Statistik
SC Freiburg: Atubolu – Keitel (86. Philipp), Kübler (46. Sildillia), Gulde – Höfler, Eggestein, Günter (C), Doan – Höler (75. Sallai), Röhl (86. Makengo), Gregoritsch (46. Grifo)
Bank: Müller – Adamu, Muslija
RB Leipzig: Gulácsi – Henrichs (75. Simakan), Orbán (C), Castello Jr., Raum – Haidara (83. Seiwald), Schlager – Xavi (90. Klostermann), Olmo (75. Baumgartner) – Openda, Šeško (83. Elmas)
Bank: Blaswich – Lenz, Bitshiabu, Kampl
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Tore: 0:1 Haidara (2.), 0:2 Openda (18.), 0:3 Openda (45.), 0:4 Šeško (54.), 1:4 Grifo (59.)
Torschüsse: 13 / 14
Schüsse aufs Tor: 2 / 6
expected Goals: 1,56 / 2,89
Laufstrecke: 113,64 km / 113,9 km
Passquote: 85% / 88%
Zweikampfquote: 58% / 42%
Ballbesitz: 47% / 53%
Fouls: 7 / 13
Ecken: 8 / 4
Abseits: 0 / 1
Gelbe Karten: Höler (5), Doan (1), Sallai (4) / Schlager (6), Raum (5), Orban (2), Henrichs (2)
Zuschauer: 33.200

Rumpelstilzchen